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Full text of "Stuttgarter Beiträge zur Naturkunde"

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Stuttgarter Beiträge zur Naturkunde 

Serie A (Biologie) 



Herausgeber: 



4fr 






Staatliches Museum für Naturkunde, RosensteinV 1, D- 70 19 l; r , Stuttgart 



Stuttgarter Beitr. Naturk. Ser. A Nr. 506 170 S 



,4. 9. 19.94 



Professor Dr. Bernhard Ziegler zum 65. Geburtstag 

Die Raupenfliegen (Diptera: Tachinidae) 
Mitteleuropas: Bestimmungstabellen und Angaben 
zur Verbreitung und Ökologie der einzelnen Arten 

The Tachinids (Diptera: Tachinidae) of Central Europe: 

Identification Keys for the Species and Data 

on Distribution and Ecology 

Von Hans-Peter Tschorsnig und Benno Herting, Stuttgart 
Mit 291 Abbildungen 



Summary 

Keys are given for all central and northern European species of Tachinidae (Diptera). The 
most important data on distribution and ecology (mainly habitat, phenology, and host-range) 
are listed for the central European species. 

Zuammenfassung 

Es werden Bestimmungsschlüssel für alle in Mittel- und Nordeuropa vorkommenden Arten 
der Tachinidae (Diptera) gegeben. Für jede mitteleuropäische Art werden die wichtigsten 
Kenndaten zur Verbreitung und Ökologie (vor allem Habitat, Flugzeit und Wirtskreis) aufge- 
listet. 

Inhalt 

1. Einleitung 2 

2. Beg'iff. c erklärungen 4 

2.1. Allgemeines 4 

2.2. Kopf 5 

2.3. Thorax 7 

2.4. Flügel 8 

2.5. Beine 9 

2.6. Abdomen 10 

2.7. Bereifung 11 

2.8. Färbung . . . 11 



2 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

2.9. Körpergröße 11 

2.10. Abkürzungen 11 

3. Schlüssel für die Gattungen 12 

4. Schlüssel für die Arten . 42 

4.1. Subfamilie Exoristinae 42 

4.2. Subfamilie Tachininae 63 

4.3. Subfamilie Dexiinae 79 

4.4. Subfamilie Phasiinae 85 

5. Schlüssel für die höheren Kategorien 93 

5.1. Schlüssel für die Subfamilien 94 

5.2. Schlüssel für die Tribus 94 

5.2.1. Subfamilie Exoristinae 94 

5.2.2. Subfamilie Tachininae 95 

5.2.3. Subfamilie Dexiinae 96 

5.2.4. Subfamilie Phasiinae . . 96 

6. Wichtigste Angaben zur Verbreitung und Ökologie der einzelnen Arten .... 124 

6.1. Allgemeines 124 

6.2. Subfamilie Exoristinae 126 

6.2.1. Exoristini 126 

6.2.2. Blondeliini 128 

6.2.3. Acemyini 131 

6.2.4. Ethillini ' . . 132 

6.2.5. Winthemiini 132 

6.2.6. Eryciini 133 

6.2.7. Goniini 139 

6.3. Subfamilie Tachininae 143 

6.3.1. Tachinini 143 

6.3.2. Nemoraeini 145 

6.3.3. Linnaemyini 145 

6.3.4. Ernestiini 147 

6.3.5. Brachymerini 149 

6.3.6. Pelatachinini 149 

6.3.7. Macquartiini 149 

6.3.8. Triarthriini 150 

6.3.9. Neaerini 150 

6.3.10. Siphonini 151 

6.3.11. Leskiini 154 

6.3.12. Minthoini 155 

6.3.13. Microphthalmini 155 

6.4. Subfamilie Dexiinae 155 

6.4.1. Dexiini 155 

6.4.2. Voriini 157 

6.4.3. Dufouriini 160 

6.5. Subfamilie Phasiinae 161 

6.5.1. Eutherini 161 

6.5.2. Phasiini 161 

6.5.3. Catharosiini 163 

6.5.4. Strongygastrini 163 

6.5.5. Leucostomatini 163 

6.5.6. Cylindromyiini 164 

7. Literatur 166 

8. Alphabetisches Verzeichnis der Gattungen 167 

1. Einleitung 

Die folgenden Bestimmungstabellen gelten für die Arten der mitteleuropäischen 
Tachinidae etwa nördlich der Linie Loire — Hauptkamm der Alpen — Grenze Slo- 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 3 

wakei/Ungarn. Die wenigen Arten, die zusätzlich nur in Nordeuropa vorkommen, 
sind ebenfalls enthalten, so daß sich damit alle Tachinidae des gemäßigten Europa 
bestimmen lassen sollten. Desgleichen sind wenige mediterrane Arten mit aufge- 
nommen, deren Vorkommen im Süden von Mitteleuropa nicht auszuschließen ist, 
obgleich sie dort noch nicht nachgewiesen worden sind. Insgesamt werden 591 Arten 
behandelt (siehe Kapitel 6). 

Es wird abgeraten, mit den Tabellen Raupenfliegen aus Südeuropa zu bestimmen 
(obgleich dies in den meisten Fällen auch gelingen dürfte), denn es kommen bereits 
im Wallis oder im Tessin einige südliche Arten vor, die nicht mehr darin enthalten 
sind. Das gilt auch für manche Arten aus dem Südosten der Slowakei, die schon zum 
mediterranen Bereich gehören. 

Die Alternativen der Tabellen enthalten nach Möglichkeit mehr als nur ein Unter- 
scheidungsmerkmal. Dies soll eine Hilfe sein, um auch dann zu einem Ergebnis zu 
gelangen, wenn angegebene Merkmale schwer nachprüfbar sind (zum Beispiel falls 
Borsten oder Beine abgebrochen sind). Die wichtigsten Merkmale stehen in der 
Regel an erster Stelle. 

Die Tabellen sind gedacht für getrocknete und sorgfältig genadelte Exemplare. Es 
lassen sich damit aber auch Präparate in Alkohol bestimmen, sofern man bereits über 
etwas Erfahrung verfügt. Es ist dann zu beachten, daß im Flüssigkeitspräparat 
manche Merkmale geringfügig verändert sein können. Dies betrifft vor allem die Fär- 
bung, weil helle und durchscheinende Körperzonen stärker hervortreten, sowie die 
Ausrichtung mancher Borsten, die nicht immer beibehalten wird (zum Beispiel bei 
den Apikaiborsten des Scutellums). Desgleichen lassen sich die Farbe und die 
Grenzen der Bereifung oft nur schwer erkennen. 

Auch wenn — was nicht selten vorkommt — Borsten abgebrochen sind, ist in der 
Regel eine Bestimmung noch möglich. In diesem Fall ist auf die Größe, Lage und 
Ausrichtung der Poren zu achten. Auch bei aus ihrer natürlichen Lage weggebo- 
genen Borsten gibt die Ausrichtung des basalen Porus bei einiger Übung einen Hin- 
weis auf die ursprüngliche Ausrichtung der Borsten. Dies gilt besonders für die Api- 
kalborsten des Scutellums, die in einer Ebene oder senkrecht zum Scutellum stehen, 
divergieren oder konvergieren können. 

Zur Bestimmung der Arten ist eine Stereolupe mit wenigstens 40facher Vergrößerung nötig. 
Manche Teile, vor allem die Augen, sollten zur Erkennung von feinster Behaarung gegen einen 
dunklen Hintergrund betrachtet werden. 

In einigen Fällen ist die Berücksichtigung der Merkmale des Postabdomens nötig oder 
zumindest sehr von Vorteil. Die zur Bestimmung nötigen Cerci und Surstyli der CT (selten 
andere Teile), lassen sich mit etwas Übung freilegen, indem man sie mit einer hakenförmigen 
Nadel aus dem weichgemachten Abdomen hervorzieht. Beim Aufweichen (etwa 12 Stunden in 
einem Gefäß mit hoher Luftfeuchtigkeit) muß allerdings darauf geachtet werden, daß die 
Objekte nicht direkt mit Wasser in Berührung kommen, da sonst die Behaarung verklebt und 
die Bereifung einen irreparablen Schaden erleidet. 

Die „normale" individuelle Variabilität der Arten wurde bei der Erstellung dieser 
Tabellen berücksichtigt, soweit sie aufgrund des zur Verfügung stehenden Materials 
studiert werden konnte. Es war nicht möglich, darüber hinaus auf abnorme Ausbil- 
dungen einzelner Merkmale einzugehen, wie sie bei den Tachinidae leider zuweilen 
vorkommen. Wenn dem Benutzer zur Bestimmung nur ein einziges Exemplar zur 
Verfügung steht, ist das Ergebnis daher — besonders wenn es sich um neue oder sehr 
abweichende Befunde handeln sollte — mit der gebotenen Vorsicht zu werten. Die 
ausführlichen Beschreibungen von Mesnil (1944-1975, 1980) und Herting (1983) 



4 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

sollten dann zur Kontrolle herangezogen werden. Diese Arbeiten stellen weiterhin 
die unverzichtbare Grundlage für jeden dar, der sich eingehender mit den Tachinidae 
beschäftigen will. Das Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart leistet Hilfe bei 
der Bestimmung von Raupenfliegen, insbesondere von solchen, die aus Wirten 
gezogen wurden. 

Die nachfolgende Tabellen sind „künstlich", denn die Anordnung der Gattungen 
und Arten entspricht nicht den natürlichen Verwandtschaftsverhältnissen. Kapitel 5 
bietet dagegen zusätzlich einen Bestimmungsschlüssel für die Subfamilien und 
Tribus. Dieser Schlüssel für die höheren Kategorien zeigt, daß eine praktikable 
Tabelle für alle Gattungen und Arten auf der Basis einer natürlichen Gruppeneintei- 
lung bei den Tachinidae kaum zu realisieren ist. Zur Begründung der größeren natür- 
lichen Gruppen werden vielfach Merkmale herangezogen, die in der Praxis nur selten 
zu ermitteln sind, wie zum Beispiel die Art der Wirte, Besonderheiten der Biologie, 
die Morphologie der Eier oder die Struktur des Postabdomens der cf und der 9- Die 
vergleichsweise einfachen Merkmale der äußeren Morphologie sind dagegen wesent- 
lich besser geeignet, um in der Praxis bei der Unterscheidung der Gattungen und 
Arten zu einem Ergebnis zu kommen. 

Die Nomenklatur der höheren Kategorien, Gattungen und Arten sowie deren 
Anordnung in den Kapiteln 4 und 6 richtet sich — abgesehen von wenigen Aus- 
nahmen - nach Herting & Dely-Draskovits (1993). 

Dank 

Für die Durchsicht des Manuskriptes und das Überlassen einer Liste mit teilweise unveröf- 
fentlichten Funddaten sei J. Ziegler (Eberswalde) gedankt. R. Belshaw (London) stellte 
freundlicherweise eine Datei mit Wirtsbefunden aus Großbritannien zur Verfügung. Dr. H. 
Schumann (Berlin) und Dr. R. Danielsson (Lund) danken wir für die leihweise Überlassung 
von Material. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft förderte dankenswerterweise einen Teil 
dieser Arbeit. 



2. Begriffserklärungen 

2.1. Allgemeines 

Die nachfolgenden Definitionen und Erläuterungen beziehen sich nur auf die in 
den Schlüsseln verwendeten Begriffe. Es handelt sich in keiner Weise um einen 
erschöpfenden Katalog zur Morphologie. 

Bei den Abdominalanhängen ist zu beachten, daß sich die Lagebeziehungen 
„dorsal" und „ventral" auf das theoretisch ganz nach hinten ausgeklappte Postab- 
domen beziehen und nicht auf dessen tatsächliche Lage im Ruhezustand. 

Die Unterscheidung der Geschlechter ist für die Benutzung der Tabellen oft 
wichtig. Zwar gibt es eine Anzahl leicht sichtbarer sekundärer Geschlechtsmerk- 
male, die zur Trennung von C? und 9 geeignet sind. So haben die C? zum Beispiel 
meist eine schmalere Stirn und längere Vorderkrallen als die 9> keine äußeren Orbi- 
talborsten (oe) und bei manchen Gruppen einen Sturmia-Fleck. Diese Merkmale 
sind jedoch nicht ohne zahlreiche Ausnahmen gültig, so daß sie erst dann sicher 
benutzt werden können, wenn man bereits einige Kenntnis der Tachinen besitzt. Es 
ist daher empfehlenswert, sich zur Unterscheidung der Geschlechter gleich an das 
zuverlässigste, jedoch manchmal nicht leicht erkennbare Merkmal zu gewöhnen, 
nämlich das Vorhandensein des Epandriums bei den Ö" (siehe Kapitel 2.6.). 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 5 

2.2. Kopf 

Arista: Eine starke dreigliedrige Borste an der dorsalen Basis des 3. Fühlergliedes (Abb. 2, 39). 
Die Arista ist meist nackt oder fast nackt (Abb. 38, 39, 41—45, 47, 48), seltener kurz 
behaart (Abb. 27, 40, 49) oder lang gefiedert (Abb. 24, 28, 46). Ihre zwei Basalglieder 
sind in der Regel kurz (Abb. 38—42), bei manchen Gattungen können aber eines davon 
oder beide verlängert sein (Abb. 43 — 45, 47). 

Augenbehaarung: Die Äugen der Tachinidae können dicht und lang behaart (Abb. 3 — 7) oder 
praktisch nackt sein (Abb. 19 — 24). Selbst bei völlig nackt erscheinenden Augen erkennt 
man bei starker Vergrößerung gegen einen dunklen Hintergrund aber oft noch winzige, 
vereinzelte Härchen. Als „behaart" gelten in den Bestimmungstabellen solche Augen, 
deren Haare wenigstens so lang sind wie der gemeinsame Durchmesser von 3 — 4 
Augenfacetten. Als „unbehaart" werden Augen bezeichnet, deren Härchen höchstens 
so lang sind wie der Durchmesser von 2,5 Augenfacetten. 

Äußere Orbitalborsten (oe): Ein Paar oder mehrere (meist 2) Paare nach vorn gebogener 
Borsten auf den Parafrontalia zwischen den Stirnborsten und dem Augenrand (Abb. 1). 
Äußere Orbitalborsten sind in der Regel vorhanden bei den $ (Abb. 6, 12 — 14) und 
meist fehlend bei den cf (Abb. 3 — 5). Es gibt jedoch zahlreiche Gattungen oder Arten, 
bei denen dies nicht zutrifft. 

Äußere Vertikalborsten (ve): Nach außen gebogenes Borstenpaar auf dem Scheitel nahe der 
Augen (Abb. 1). Die äußeren Vertikalborsten sind in der Regel wesentlich kürzer und 
schwächer als die inneren Vertikalborsten, zuweilen auch haarförmig oder ganz fehlend 
(Abb. 9, 15). 

Bogennaht: Eine Naht, die nach der Rückbildung der beim Schlüpfen verwendeten Stirnblase 
verbleibt (Abb. 15). 

Fühlerproportionen: Die Messung der Länge des zweiten und des dritten Fühlergliedes 
erfolgt in einer durchlaufenden geraden Linie wie in Abb. 42a, 42b gezeigt. Als Grenze 
zwischen den beiden Gliedern gilt der (exakt von der Seite gesehene) vordere Unterrand 
des 2. Gliedes. Die Breite des 3. Fühlergliedes wird auf der Höhe seiner Mitte gemessen 
(Abb. 42c). Diese letztere Größe kann manchmal nicht exakt gemessen werden, da die 
Fühler in ihrer natürlichen Lage in der Seitenansicht ± von den Gesichtsleisten ver- 
deckt werden. In solchen Fällen genügt eine Schätzung. 

Gesicht: Vorderer Teil des Kopfes zwischen Fühlerbasis, Bogennaht und vorderem Mund- 
rand. Die Höhe des Gesichtes wird gemessen zwischen der Basis der Vibrisse und der 
hinteren oberen Basis des 1. Fühlergliedes (Abb. 10a). 

Gesichtskiel: Kielförmige Erhebung auf dem Gesicht zwischen den Fühlern (Abb. 28, 29). In 
der Regel nur bei einigen Dexiini vorhanden. 

Gesichtsleiste: Ein flacher oder gewölbter Streifen am Seitenrand des Gesichtes, nach außen 
begrenzt durch die Bogennaht (Abb. 15). Die Gesichtsleisten können fast nackt sein 
(Abb. 19—23), in verschiedenem Umfang Haare oder Börstchen aufweisen (Abb. 3, 7, 
13) oder auch starke Borsten tragen (Abb. 6, 8, 9). Die Borsten auf den Gesichtsleisten 
dürfen nicht mit Borsten auf den Wangen verwechselt werden (Abb. 11, 25). 

Großer Augendurchmesser: Maximaler Augendurchmesser von der Seite gesehen 
(Abb. 10c). 

Haustellum: Mittlerer, skierotisierter Teil des Rüssels (Abb. 2, 34). Seine Länge wird 
gemessen von hinten bis zum unteren Ansatzpunkt der Labellen (Abb. 34b), sein 
Durchmesser auf der Mitte dieser Strecke (Abb. 34a). 

Hinterkopf: Bereich des Kopfes hinter Scheitel, Postokularzilien und Peristom (Abb. 1). Der 
Hinterkopf trägt in verschiedenem Umfang helle, oft etwas schuppenförmige Behaa- 
rung und/oder schwarze Haare oder Börstchen. 

Innere Orbitalborsten (oi): Ein oder mehrere Paare etwas nach hinten gebogener Borsten im 
oberen Bereich der Parafrontalia (Abb. 1, 3, 14, 16). Die inneren Orbitalborsten sind 
bei vielen Tachinidae von den obersten Stirnborsten durch ihre Stärke und etwas abge- 
setzte Stellung zu unterscheiden. 

Innere Vertikalborsten (vi): Starkes Borstenpaar auf dem Scheitel (Abb. 1), in paralleler, kon- 
vergierender oder gekreuzter Stellung, nur bei wenigen Gattungen mit sehr schmaler 
Stirn schwach oder haarförmig entwickelt (Abb. 26, 58). 



6 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Kleiner Augendurchmesser: Minimaler Augendurchmesser von der Seite gesehen 
(Abb. lOd). 

Labellen: Der zur Aufnahme der Nahrung dienende Endabschnitt des Rüssels (Abb. 2, 30, 
34). Die Labellen sind meist ± weichhäutig und beim getrockneten Sammlungsexem- 
plar daher Schrumpfungen unterworfen. 

Occipitale Erweiterung: Skierotisierte behaarte Zone auf dem Peristom als eine Art Verlänge- 
rung des Hinterkopfes (Occiput) nach vorn (Abb. 2). Die occipitale Erweiterung ist bei 
manchen Gattungen ± reduziert (Abb. 8, 24, 28). 

Ocellendreieck: Die in der Regel schwach gewölbte, ± dreieckige Platte, auf der sich die 3 
Ocellen befinden (Abb. 1). 

Ocellarborsten: Ein Paar Borsten auf dem Ocellendreieck (Abb. 2), meist zwischen den 
Ocellen (Abb. 53, 56—58) stehend, seltener etwas nach außen gerückt auf die Höhe des 
vorderen Ocellus oder noch etwas davor (Abb. 54). Die Ocellarborsten sind bei man- 
chen Gattungen oder Arten haarförmig oder ganz fehlend (Abb. 22, 24). Sie sind in der 
Regel nach vorn gebogen (proklinat), können aber auch zur Seite gebogen (lateroklinat) 
oder ± aufgerichtet und nach hinten gebogen (reklinat) sein (Abb. 11, 55). 

Orbitalborsten: Siehe innere, bzw. äußere Orbitalborsten. 

Paraf rontalia : Bereich der Stirn entlang der Augen, nach innen begrenzt durch den Stirn- 
streif en (Abb. 54). 

Peristom: Unterer seitlicher Teil des Kopfes, nach oben begrenzt durch die Wangen und den 
unteren Augenrand, nach vorn begrenzt durch die nach unten verlöschende Bogennaht, 
nach unten begrenzt durch die Mundöffnung, nach hinten unscharf begrenzt durch den 
Hinterkopf (Abb. 2). Die Breite (= Höhe) des Peristoms wird — wenn nicht anders 
angegeben — von der Seite gesehen an seiner schmälsten Stelle gemessen (Abb. lOe). 

Peristomalborsten: Untere Randborsten des Kopfes auf dem Peristom (Abb. 2). 

Postocellarborsten: Ein oder zwei Paar schwacher Borsten direkt hinter dem Ocellendreieck 
(Abb. 1, 2, 4, 5). 

Postokularzilien: Eine Reihe meist kurzer Borsten oder Börstchen entlang des hinteren 
Augenrandes (Abb. 1). 

Prävertikalborste: Nach außen gerichtetes Borstenpaar am oberen Ende der Parafrontalia 
(Abb. 28), nur bei manchen Gattungen und Arten vorhanden. 

Scheitel (Vertex): Oberster Bereich des Kopfes zwischen den oberen Ecken der Augen (Abb. 
54). 

Stirn (Frons): Anterodorsaler Bereich des Kopfes zwischen den Augen, nach vorn begrenzt 
durch die Fühlerbasis, nach hinten durch die Vertikalborsten (Abb. 2). Die Länge der 
Stirn wird gemessen von der Ecke hinter dem 1. Fühlerglied bis zur Verbindungslinie 
zwischen den inneren Vertikalborsten (Abb. 10b). Ihre Breite wird — wenn nicht 
anders angegeben — direkt von oben gesehen an ihrer schmälsten Stelle gemessen (Abb. 
57a). Diese Stelle kann auch vor dem Scheitel liegen (Abb. 58). Der Wert wird in Bezie- 
hung gesetzt zu der Breite eines Auges, letztere ermittelt aus der Formel: maximale 
Kopfbreite minus Stirnbreite geteilt durch zwei. 

Stirnborsten (Frontalborsten): Eine Reihe Borsten am Innenrand der Parafrontalia (Abb. 1). 
Sie können nach vorn bis weit auf die Wangen herabreichen (bei Exorista oft noch viel 
weiter als in Abb. 5) oder nur bis zur Basis der Fühler (Abb. 26, 28, 29). 

Stirnstreifen: Mittlerer nicht skierotisierter (± membranöser) Streifen der Stirn zwischen den 
Parafrontalia (Abb. 54). 

Subfacialborsten: Randborsten des Kopfes auf dem Abschnitt der Gesichtsleisten unter der 
Vibrisse. An die Subfacialborsten schließt die Reihe der Peristomalborsten an, die 
manchmal nicht exakt von den Subfacialborsten zu trennen ist. 

Taster: Eingliedrige paarige Anhänge an der Basis des Rüssels (Abb. 2, 34). Die Taster sind in 
ihrer Distalhälfte normalerweise verbreitert (Abb. 32, 34 — 37), selten fadenförmig 
(Abb. 30, 31, 33) oder nahezu ganz reduziert (Abb. 22). Die Breite der Taster (gemeint 
ist der maximale Durchmesser) wird real gemessen, das heißt eventuell unter einem 
anderen Blickwinkel als von der Seite gesehen. 

Vertikalborsten: Siehe innere, bzw. äußere Vertikalborsten. 

Vibrissen: Ein Paar in der Regel sehr starker Borsten am unteren Ende der Gesichtsleisten 
(Abb. 2). 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 7 

Vorderer Mundrand: Unterer vorderer Rand des Gesichtes. Der Mundrand liegt in nahezu 
einer Ebene mit dem Gesicht und ist dann von der Seite nicht sichtbar (Abb. 2 — 5) oder 
er ist ± stark vorgezogen (Abb. 19—23, 26—28). 

Wangen: Bereich des Kopfes zwischen vorderem Augenrand und Gesichtsleisten, oben 
angrenzend an die Parafrontalia, unten an das Peristom (Abb. 2). Die Wangen können 
nackt (Abb. 2 — 7) oder behaart (Abb. 9, 11, 24) sein oder auch nach unten gebogene 
Borsten aufweisen (Abb. 18, 22, 25). Die Unterscheidung von behaarten oder bebor- 
steten von nackten Wangen ist für den Gebrauch der Schlüssel wichtig. Nicht als Wan- 
genborsten zu betrachten sind die ± weit auf die Wangen herabgehenden, nach oben 
gebogenen Stirnborsten, auch wenn sie noch weiter herabgehen als in Abb. 5. Wenige 
Haare direkt unter den Stirnborsten zählen ebenfalls nicht zur Wangenbehaarung 
(Abb. 3, 13, 21). Eventuell auftretende Zweifelsfälle (wie zum Beispiel in Abb. 19) sind 
in den Tabellen an mehreren Stellen berücksichtigt. Die Beborstung der Wangen ist 
sorgfältig zu unterscheiden von Borsten, die sich auf den Gesichtsleisten befinden 
(Abb. 6). Die Messung der Wangenbreite erfolgt — falls nicht anders angegeben — real, 
das heißt aus einem (wenn auch manchmal nur geringfügig) anderen Blickwinkel als 
direkt von der Seite. Die Meßstelle liegt — wie angegeben — entweder an der schmälsten 
Stelle der Wangen (Abb. lOf) oder auf halber Höhe. 



2.3. Thorax 

Acrostichalborsten (acr): Die beiden innersten dorsalen Längsreihen von Borsten (Abb. 1). 

Apikaiborsten des Scutellums (Apikalen): Das hinterste Paar Randborsten am Scutellum 
(Abb. 1, 100-117). Die Apikaiborsten sind meist gekreuzt (Abb. 103, 108, 112-117), 
manchmal parallel (Abb. 100) oder divergierend (Abb. 105). Zuweilen fehlen sie (Abb. 
104, 107). 

Basalborsten des Scutellums (Basalen): Ein Paar Randborsten an der Basis des Scutellums 
(Abb. 1, 104, 111). 

Barrette: Eine schmale Platte an der Seite des Thorax zwischen Pteropleure und Hypopleure, 
in der Verlängerung der oberen hinteren Ecke der Sternopleure (Abb. 2, 97, 98). 

Bulbus: Knopfförmige Verdickung des Thorax am unteren Vorderrand der Flügelwurzel 
(Abb. 2). 

Dorsozentralborsten (de): Die dorsale Längsreihe von Borsten außen neben den Acrostichal- 
borsten (Abb. 1, 82-85). 

Humeralborsten: Borsten auf dem Humeralcallus (Abb. 1, 70 — 81). Die in einer ± geraden 
Reihe angeordneten (Abb. 70, 78) oder ein Dreieck bildenden (Abb. 79) starken Haupt- 
borsten werden als basale Borsten bezeichnet; die davor stehenden und meist nach 
innen gerückten Borsten sind die vorderen Borsten (Abb. 78). 

Humeralcallus: Konvexe Schwellung an den dorsalen Vorderecken des Thorax (Abb. 1, 2). 

Intraalarborsten (ia): Die dorsale Längsreihe von Borsten außen neben den Dorsozentralbor- 
sten (Abb. 1, 84, 86-88). 

Lateralborsten des Scutellums (Lateralen): Ein Paar oder mehrere Paare Randborsten am 
Scutellum, zwischen Basalborsten und Subapikalborsten (Abb. 1, 104, 111). 

Mesopleure: Obere seitliche Platte des Thorax, vorn begrenzt durch Humeralcallus und Vor- 
derstigma, unten durch die Sternopleure, hinten durch die Pteropleure (Abb. 2). 

Naht: Siehe Quernaht. 

Notopleuralborsten: Die 2 Borsten auf der Notopleure (Abb. 1, 92). 

Notopleure: Eine kleiner, etwas vertiefter Streifen an den oberen Seiten des Thorax hinter 
dem Humeralcallus (Abb. 2). 

Postalarcallus: Konvexe Schwellung an den dorsalen Hinterecken des Thorax (Abb. 1). 

Posthumeralborsten: Ein oder mehrere Borsten hinter dem Humeralcallus (Abb. 1, 92). 

Postscutellum: Stark konvexe polsterförmige Schwellung unter dem Scutellum (Abb. 2). Nur 
in Ausnahmefällen ist diese Schwellung bei den Tachinidae wenig konvex (Abb. 94) 
oder sogar konkav (Abb. 93), siehe hierzu die besondere Tabelle (A — G) vor der Gat- 
tungstabelle. 

Präalarborste: Die erste Supraalarborste hinter der Quernaht (Abb. 1, 2, 82). 



8 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Präsuturalborste: Eine einzelne, meist starke Borste über den Notopleuren, etwa in einer 
Linie mit den Supraalarborsten (Abb. 1, 92). Diese Borste darf nicht verwechselt 
werden mit der präsuturalen Intraalarborste (Abb. 83), die nicht immer vorhanden ist. 

Propleure: Die flache Platte vorn an der Seite des Thorax unter dem Humeralcallus (Abb. 2). 
Die Propleure kann nackt (Abb. 91) oder behaart (Abb. 90) sein. 

Prosternum: Ventrale Platte vor und zwischen den Vorderhüften (Abb. 67—69). Das Pro- 
sternum kann nackt sein (Abb. 67) oder es befinden sich Haare oder Börstchen an 
seinem Seitenrand oder auch auf seiner Fläche (Abb. 68, 69). 

Pteropleuralborste: Eine Borste am Oberrand der Pteropleure direkt unter der Flügelwurzel 
(an der Stelle, an der sich in Abb. 2 die feine Behaarung befindet). Die Borste ist 
manchmal fehlend (wie in Abb. 2) oder auch verdoppelt. 

Pteropleure: Platte unterhalb der Flügelwurzel direkt hinter der Mesopleure (Abb. 2). 

Quernaht: Linienförmiger Eindruck quer über dem Thorax (Abb. 2). 

Scutellum: Hinterer dorsaler, halbkreisförmiger bis dreieckiger Abschnitt des Thorax (Abb. 
1,2,100-117). 

Sternopleuralborsten (st): Die Borsten in der oberen Hälfte der Sternopleure (Abb. 2). Am 
häufigsten sind 3 Sternopleuralborsten (Abb. 95, 96); es können aber auch 1 (Abb. 99), 
2 (Abb. 97), 4 (Abb. 98) oder sogar mehr Borsten vorhanden sein. 

Sternopleure: Große, ± dreieckige Platte an der Seite des Thorax zwischen Vorder- und Mit- 
telhüfte, oben begrenzt durch Mesopleure und Pteropleure (Abb. 2, 95—99). 

Subapikalborsten des Scutellum (Subapikalen): Ein Paar Borsten am seitlichen Hinterrand 
des Scutellums (Abb. 1, 104, 107, 108, 111, 117). Die Subapikalen sind meist das stärkste 
scutellare Borstenpaar. 

Substigmatikalborsten: Ein oder mehrere Borsten unter dem Vorderstigma (Abb. 2, 90, 91). 

Supraalarborsten: Die äußerste dorsale Längsreihe von (meist 3) Borsten außen neben den 
Intraalarborsten (Abb. 1). Die vorderste Supraalarborste wird als Präalarborste 
bezeichnet. 

2.4. Flügel 

Analader: 7. Längsader des Flügels. Die Analader erlischt in der Regel vor dem Hinterrand 
des Flügels (Abb. 118, 127—131, 133 — 141). Bei wenigen Gattungen erreicht sie jedoch 
den Rand wenigstens geschwächt (Abb. 132). 

Basicosta: Die kleine Platte vorn an der Flügelbasis, die direkt an die Epaulette anschließt 
(Abb. 118). 

Beugung von m: Abgerundete (Abb. 131, 139) oder winklige (Abb. 127, 133, 135, 137) 
Krümmung der Media. Die Beugung kann eine Schattenfalte aufweisen (Abb. 127, 135) 
oder einen echten Aderanhang (Abb. 133). Zur sicheren Erkennung der Schattenfalte ist 
manchmal eine schräge Ansicht des Flügels nötig. Der kürzeste Abstand der Beugung 
zum Flügelhinterrand wird gemessen wie in Abb. 122, 123. 

Calyptra: Größerer (in Ruhestellung unterer) der beiden membranösen Loben an der Flügel- 
basis (Abb. 112-117, 118). 

Costa: Die starke Ader, die den Vorderrand des Flügels bildet (Abb. 118, c). 

Costaldörnchen: Kurze Dörnchen am Vorderrand der Costa. 

cu t : 1. Cubitus-Ader = 6. Längsader des Flügels (Abb. 118). 

Epaulette: Die erste kleine Platte vorn an der Basis des Flügels (Abb. 118). 

Flügelrandabschnitt: Siehe Randabschnitte des Flügels. 

Flügelschüppchen: Kleinerer (in Ruhestellung oberer) der beiden membranösen Loben an der 
Flügelbasis (Abb. 112, 118). Das Flügelschüppchen darf nicht mit dem Flügellappen 
verwechselt werden (Abb. 118). 

Halteren: Schwingkölbchen, hinter dem Hinterstigma des Thorax (Abb. 1). 

Letzter Abschnitt von eu a : Der Abschnitt von cuj hinter der Querader m-cu (Abb. 118). 

Media (m): 5. Längsader des Flügels (Abb. 118). 

m-cu: Die in Randnähe liegende Querader zwischen der Media (m) und der 1. Cubitus-Ader 
(cuj) (Abb. 118). 

Randabschnitt des Flügels: Der Vorderrand des Flügels wird in 6 Abschnitte eingeteilt (csj 
bis cs 6 in Abb. 118). Der 6. Randabschnitt reicht von der Mündung der Media bis zur 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 9 

Flügelspitze, wobei als Flügelspitze der Punkt des Flügelrandes mit der weitesten Ent- 
fernung zur Flügelbasis gilt. 

Randader: Siehe Costa. 

Randdorn: Eine starke Borste der Costa an der Einmündung der Subcosta, direkt vor der 
Costa-Bruchstelle (Abb. 118, 142). 

r-m: Die kleine Querader zwischen r 4+5 und m (Abb. 118). 

r,: 1. Radius-Ast = 2. Längsader des Flügels (Abb. 118). 

r 2+3 : Verschmolzener 2. und 3. Radius-Ast = 3. Längsader des Flügels (Abb. 118). 

r 4+5 : Verschmolzener 4. und 5. Radius-Ast = 4. Längsader des Flügels (Abb. 118). Die Basis 
von r 4+5 befindet sich an der Abzweigung der Ader r 2+3 . 

R 5 : Die Flügelzelle, die umschlossen wird von den Adern r 4+5 , r-m und m (Abb. 118). R 5 kann 
offen (Abb. 118 — 123), am Flügelrand geschlossen (Abb. 128, 132) oder gestielt sein 
(Abb. 124-126, 133, 136, 139). 

Spitzenquerader: Der ± parallel zum Flügelhinterrand verlaufende Abschnitt von m nach der 
Beugung (Abb. 118). Bei sehr wenigen Gattungen fehlt eine Spitzenquerader, da ent- 
weder der Endabschnitt von m erloschen ist (Abb. 129, 141) oder aber m ohne Beugung 
bis zum Flügelrand verläuft (Abb. 140). 

Stiel von R 5 : Siehe R 5 . 

Subcosta: 1. Längsader des Flügels (Abb. 118). 

2.5. Beine 

ad: Siehe Stellung der Borsten. 

Anterodorsaler Kamm der Hintertibia: Bei manchen Arten ist die anterodorsale Beborstung 
sehr regelmäßig ausgebildet und bildet eine Art Kamm (Abb. 156, 157, 160 — 162), bei 
der Mehrzahl der Tachinidae sind die ad-Borsten jedoch unregelmäßig und weniger 
zahlreich (Abb. 158, 159, 163, 164). 

av: Siehe Stellung der Borsten. 

Endsporne: Die Borsten am distalen Ende der Tibien werden konventionell als Endsporne 
bezeichnet (Abb. 148 — 150, 158, 159). Bei der Hintertibia ist hauptsächlich die Anzahl 
und Länge der Sporne in ± dorsaler (das heißt anterodorsaler, genau dorsaler und post- 
erodorsaler) Stellung von Bedeutung, ebenso die Länge des posteroventralen End- 
sporns im Verhältnis zum anteroventralen Endsporn (Abb. 158, 159). Meist sind an der 
Hintertibia2 dorsale Endsporne vorhanden (Abb. 156 — 158, 160, 161), seltener 3 (Abb. 
159, 162). Bei der Vordertibia ist die sichere Erkennung des dorsalen und anterodor- 
salen Endsporns wichtig, da das Längenverhältnis der beiden Borsten im Schlüssel oft 
als diagnostisches Merkmal benutzt wird. Der anterodorsale Endsporn der Vordertibia 
ist meist schwächer und kürzer als der dorsale Endsporn (Abb. 148), manchmal nur 
haarförmig oder fast fehlend; er kann jedoch auch so lang wie der dorsale Endsporn 
(Abb. 149) oder sogar länger sein (Abb. 150). Zu den Lagebezeichnungen und ihren 
Abkürzungen siehe bei Stellung der Borsten. 

Hinterhüften: Das Fehlen (Abb. 166) oder Vorhandensein (Abb. 165) von Borsten oder 
Behaarung am posterodorsalen Rand der Hinterhüften ist ein diagnostisch wichtiges 
Merkmal. 

Innenborste: Die Borste der Mitteltibia in ventraler oder etwas anteroventraler Stellung wird 
konventionell als Innenborste bezeichnet (Abb. 154). 

Krallen: Die hakenförmigen paarigen Anhänge am 5. Tarsenglied (Abb. 145 — 147). 

pd: Siehe Stellung der Borsten. 

Pulvillen: Die Haftlappen am letzten Tarsenglied (Abb. 145 — 147). Wenn die Krallen abge- 
brochen sind, dann geben die Pulvillen einen Hinweis auf deren ursprüngliche Länge, 
da Krallen und Pulvillen annähernd gleichlang sind. 

pv: Siehe Stellung der Borsten. 

Stellung der Borsten (Abb. 148-150, 152-164): Um die Lage der Borsten zu beschreiben, 
muß man sich das betreffende Bein im rechten Winkel zur Körperlängsachse der Fliege 
weggestreckt vorstellen. Die genau dorsale Position des Beines ist in der Regel durch 
einen schmalen Grat deutlich gekennzeichnet, der durch eine doppelte Linie von 
Haaren oder kurzen Börstchen begrenzt wird (Abb. 148 — 150, 152, 153, 156—159). Die 



10 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Borsten oder Haare etwas davor befinden sich in anterodorsaler (ad) Stellung, die etwas 
dahinter in posterodorsaler (pd) Stellung. Die Borsten direkt auf der Unterseite des 
Beines befinden sich in ventraler Stellung; anteroventral (av) beziehungsweise postero- 
ventral (pv) sind entsprechend anzuwenden. Zwischen der posterodorsalen und der 
posteroventralen Position können sich Borsten auch in genau „hinterer" Stellung befin- 
den. 

2.6. Abdomen 

Aedeagus: Das röhren- oder schlauchförmige eigentliche Begattungsorgan der cf (Abb. 
234-237). 

Cerci: Die Cerci der cf sind ventrale caudale Anhänge am Epandrium (Abb. 234, 238—291). 
Sie sind entweder durch eine basale Naht getrennt und ihre Enden frei (Abb. 271, 272) 
oder aber zu einem gemeinsamen Syncercus verschmolzen (Abb. 273—291). Die Cerci 
der $ sind in der Regel klein und unscheinbar. Größere Cerci haben die $ mancher 
Phasiinae (Abb. 201, 202). 

Diskalborsten: Borsten im dorsalen Bereich eines Tergites weit vor dessen Hinterrand (Abb. 
2, 167). Entsprechende Borsten im seitlichen Bereich eines Tergites werden als Latero- 
diskalborsten bezeichnet (Abb. 167). 

Epandrium: Halbkugelförmiges oder kapselartiges Sklerit des Postabdomens der Ö" (Abb. 
234, 235). Das Epandrium trägt dorsal die Abdominalöffnung, caudal und ventral die 
Anhänge Cerci und Surstyli. Es ist meist weitgehend in Tergit 5 eingezogen, kann aber 
in den allermeisten Fällen ohne besondere Präparation von hinten oder schräg von 
unten in der Abdominalöffnung erkannt werden (Abb. 186 — 188, 193 — 196). Bei einigen 
Gruppen ist es auch von der Seite sichtbar (Abb. 203—208). Von der Segmentabfolge 
her ist das Epandrium Tergit 9. Die Länge des Epandriums wird gemessen von seiner 
dorsalen Vorderkante bis zur Basis der Cerci. 

Hypandrium: Sternit 9 der cf . Das Hypandrium trägt Prä- und Postgonite sowie den Aede- 
agus (Abb. 234, 235). 

Hypopygium: Postabdomen der cf ab einschließlich Segment 9, bestehend aus dem Epan- 
drium mit Cerci und Surstyli sowie dem Hypandrium mit Prä- und Postgoniten sowie 
dem Aedeagus (Abb. 234, 235). 

Laterodiskalborsten: Siehe Diskalborsten. 

Marginalborsten: Borsten am Hinterrand eines Tergites (Abb. 2). Wenn in den Tabellen nicht 
unterschieden wird zwischen dorsalen Marginalborsten und Lateromarginalborsten, 
dann sind unter „Marginalborsten" immer die dorsalen Marginalborsten oder aber ein 
ganzer Kranz von Marginalborsten am Hinterrand eines Tergites zu verstehen. 

Postabdomen: Die Segmente ab einschließlich Segment 6. Das Postabdomen ist als ein funk- 
tioneller Komplex deutlich vom davorliegenden Präabdomen abgesetzt und liegt meist 
± versteckt in Tergit 5 (Abb. 186 — 188), kann aber auch weitgehend frei sichtbar sein 
(Abb. 219—221). Das Postabdomen dient bei beiden Geschlechtern der Begattung 
sowie bei den $ der Eiablage. 

Postgonite: Hintere lobus- oder hakenförmige Anhänge am Hypandrium (Abb. 234, 235). 

Prägonite: Vordere lobus-, platten- oder hakenförmige Anhänge am Hypandrium (Abb. 234, 
235). 

Segment 7+8: Bei den cf eine gewölbte Platte oder ein streifenartiges schmales Sklerit vor 
dem Epandrium (bei den meisten Gruppen allerdings viel kleiner als in Abb. 203, 204). 
Manchmal ist Segment 7+8 mit Tergit 6 verwachsen (Abb. 193, 194). 

Sternite: Die ventralen Segmentplatten des Abdomens. Bei der Mehrzahl der Tachinidae sind 
die kleinen schmalen Sternite weitgehend verdeckt von den auf die Ventralseite rei- 
chenden Tergiten (Abb. 184, 186—188), sie können aber auch frei sichtbar in der umge- 
benden Membran liegen (Abb. 183). 

Sternit 5: Bei den cf ist Sternit 5 fast immer anders gebildet als die vorangehenden Sternite 
(Abb. 229—233). Es gehört funktionell zum Komplex des Postabdomens. 

Sturmia-Fleck: Paarige Flecke anliegender dichter Behaarung auf glänzendem Untergrund, 
ventral oder lateral auf den Abdominaltergiten gelegen. Ein Sturmia-Fleck findet sich 
bei den cf einiger Gattungen, meist auf Tergit 4 (Abb. 186), manchmal auch auf den 
Tergiten 3 oder 5. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 11 

Surstyli: Ventrale caudale Anhänge am Epandrium vor den Cerci (Abb. 234, 235, 238—272). 

Syncercus: Siehe Cerci. 

Tergite: Die dorsalen Segmentplatten des Abdomens, die sich bei der Mehrzahl der Tachi- 
nidae so weit auf die Ventralseite erstrecken, daß sie fast den gesamten Umfang des 
Abdomens ausmachen (Abb. 167—173). Das von oben sichtbare 1. Segment des Abdo- 
mens ist in Wirklichkeit das große 2. Tergit, das mit dem kleinen 1. Tergit ver- 
schmolzen ist (Abb. 2). Es kann dorsal bis zum Hinterrand ausgehöhlt sein (Abb. 1, 
168) oder fast gar keine Höhlung aufweisen (Abb. 171 — 173). In der Regel sind in dor- 
saler Ansicht nur 4 Segmente sichtbar (Tergite 1+2, 3, 4 und 5) (Abb. 1, 2, 167—170, 
172, 173), selten mehr (Abb. 171). Die Länge der Tergite wird in deren dorsalen Mittel- 
linie gemessen, jedes einzelne Tergit dabei senkrecht von oben gesehen. 

Tergit 6: Bei den ($ befindet sich zwischen Segment 7+8 und Tergit 5 das in der Regel kleine 
Tergit 6 (Abb. 204). Es kann reduziert sein, so daß nur eine Membran vorhanden ist, 
oder es ist mit Segment 7+8 zu einem Komplex verwachsen (Abb. 193, 194, 203). Tergit 
6 ist nur bei den Gruppen mit weitgehend freiliegendem Postabdomen ohne Präpara- 
tion erkennbar. 

2.7. Bereifung 

Die Ausdehnung, Dichte und Farbe der Bereifung von Kopf, Thorax und 
Abdomen ist für die Trennung nahe verwandter Arten oft von großer Bedeutung. 
Diese mikroskopisch feine, reflektierende Behaarung wirkt bei oberflächlicher 
Betrachtung wie eine dünne wachsartige Schicht. Sie ist gegen Berührung und Fett- 
austritt empfindlich. Es ist zu beachten, daß normalerweise helle oder gezeichnete 
Körperteile unter Umständen ganz schwarz erscheinen können, wenn die Bereifung 
mit Fett getränkt oder abgerieben ist. 

Die Breite der Thorakalstreifen ist — wenn nicht anders angegeben — in der Mitte 
des Thorax vor der Naht zu messen (Abb. 61). Der Blickwinkel beträgt dabei etwa 
45° von hinten (bei direkter Aufsicht erscheinen die Streifen in der Regel wesentlich 
schmaler). Auch beim Abdomen ist zu beachten, daß die Bereifung aus einem Blick- 
winkel schräg von hinten angesprochen wird, nicht in der direkten Aufsicht. 

2.8. Färbung 

Die überwiegende Mehrzahl der Tachinidae ist schwarz gefärbt, wirkt durch die 
Bereifung aber ± hell- oder dunkelgrau. Bei wenigen Gattungen oder Arten treten 
gelbe oder rote Farben in den Vordergrund. Nur zwei Gattungen in unserer Fauna 
(Chrysosomopsis, Gymnocheta) weisen einen grünen oder kupferfarbenen metalli- 
schen Glanz auf. 

2.9. Körpergröße 

Die Körpergröße wird im Bestimmungsschlüssel oft als ein einfach und schnell 
erfaßbares, zusätzliches Merkmal verwendet, um nahe beieinander stehende 
Gruppen oder Arten zu trennen. Die Körperlänge wird aus der Sicht von oben von 
der Spitze des Kopfes (ohne Fühler) bis zur Spitze des Abdomens gemessen. 

2.10. Abkürzungen 

acr Acrostichalborsten 

ad anterodorsal, im Zusammenhang mit der Mitteltibia die Borste(n) in antero- 

dorsaler Stellung 
av anteroventral 

de Dorsozentralborsten 



12 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

ia Intraalarborsten 

m Media 

m-cu Querader Media-Cubitus 

oe Äußere Orbitalborsten 

oi Innere Orbitalborsten 

pd posterodorsal 

pv posteroventral 

r-m Querader Radius-Media 

r 4+i 4. Längsader des Flügels 

R 5 Flügelzelle R 5 

st Sternopleuralborsten 

ve Äußere Vertikalborsten 

vi Innere Vertikalborsten 

± mehr oder weniger. 

3. Schlüssel für die Gattungen 

Soweit bei einer Gattung nur eine einzige Art in Frage kommt (weil sie insgesamt 
nur eine Art enthält oder weil sie im behandelten Gebiet nur mit einer Art auftritt), 
ist diese in „[ ]" genannt. Die Arten der umfangreicheren Gattungen sind mit dem 
Artenschlüssel (Kapitel 4) zu bestimmen. 

Bei den Raupenfliegen sind gleichzeitig Hypopleuralborsten vorhanden und das 
Postscutellum ist stark polsterförmig konvex entwickelt (Abb. 2). Diese zwei mor- 
phologischen Merkmale kennzeichnen in der Regel eine Tachinidae ausreichend und 
eindeutig. Es gibt aber drei seltene Gattungen {Cinochira, Litophasia, Catbarosia 
zum Teil), die für einen NichtSpezialisten zunächst nur schwer als Tachinidae zu 
erkennen sind, da bei ihnen das Postscutellum ausnahmsweise entweder konkav 
(Abb. 93) oder manchmal nur schwach konvex (Abb. 94) entwickelt ist. Die Arten 
dieser Gattungen sind nur 2—4 mm lang und glänzend schwarz oder dunkelbraun 
gefärbt. Wenn Zweifel bestehen, ob es sich bei einer Fliege um eine Tachinidae han- 
delt, sollte man zunächst die folgende Tabelle (A — G) benutzen: 

A Hypopleuralborsten fehlend Muscidae, Anthomyiidae, andere Familien 

— Hypopleuralborsten (Abb. 2) vorhanden B 

B Postscutellum stark polsterförmig entwickelt (Abb. 2) 

Tachinidae (siehe nachfolgende Tabelle) 

— Postscutellum (von der Seite gesehen) konkav (Abb. 93), gerade oder nur schwach 
konvex (Abb. 94) C 

C Calyptrae von normaler Gestalt, am Thorax ± anliegend (wie in Abb. 112, 114, 115, 
117) Calliphoridae, Sarcophagidae 

— Calyptrae schmal, vom Thorax abgespreizt (Abb. 113) D 

D Die Ader m verläuft in einer gleichmäßig schwachen Beugung zum Flügelrand, ohne 

eine Spitzenquerader zu bilden (Abb. 140). Abdomen beim $ am Ende mit einer Zange 
ähnlich wie in Abb. 173 — 182. — Stirn bei beiden Geschlechtern breiter als ein Auge und 
mit 1 oe Cinochira [atra Fall.] 

— Die Ader m bildet eine Spitzenquerader. § : Abdomen ohne Zange E 

E R 5 ungestielt oder Stiel kürzer als die Spitzenquerader; falls der Stiel länger ist, sind die 

Wangen behaart oder beborstet Rhinophoridae 

— Gleichzeitig die folgenden 2 Merkmale: Stiel von R 5 länger als die Spitzenquerader 
(Abb. 139) und Wangen nackt F 

F Beugung von m winklig. Sternite weitgehend verborgen (von unten nur ein schmaler 
Streifen sichtbar). Tergite mit kräftigen Marginalborsten. Gesicht kaum ausgehöhlt. $ : 
Abdomen ohne Legestachel oder Dörnchenfeld Rhinophoridae 

— Beugung von m gerundet (Abb. 139). Sternite von unten breit sichtbar. Abdomen dorsal 
ohne Borsten. Gesicht tief ausgehöhlt, die Fühler darin zum Teil verborgen. $ : Postab- 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 13 

dornen mit Legestachel, davor ein auffälliges Dörnchenfeld (Abb. 185) G 

Flügel hyalin, ohne dunkle Zonen. Postscutellum (von der Seite gesehen) gerade oder 
konkav (Abb. 93). Taster reduziert, ve vorhanden (manchmal haarförmig). 2 Paar acr 

vor der Naht (beim 9 kurz) Litophasia [hyalipennis Fall.] 

Flügel mit diffusen dunklen Zonen, wenigstens im Bereich des Flügelvorderrandes 
(Abb. 139). Postscutellum konvex (aber oft schwächer entwickelt als bei den anderen 
Tachinidae). Taster vorhanden oder reduziert, ve nicht von den Postokularzilien diffe- 
renziert. Keine acr vor der Naht Catharosia 

(siehe auch Nummer 246 der nachfolgenden Tabelle). 

3 ia hinter der Quernaht des Thorax (Abb. 84); wenn nur 2 ia vorhanden sind (vorderste 
ia reduziert), dann ist deren Abstand voneinander kleiner oder höchstens so groß wie 
der Abstand der vordersten ia zur Naht (Abb. 86). Augen oder Prosternum behaart oder 

nackt 2 

0, 1 (Abb. 87) oder 2 ia hinter der Naht; wenn 2 ia vorhanden sind, dann ist deren 
Abstand voneinander größer als der Abstand der vordersten ia zur Naht (Abb. 88, 89). 
Augen und Prosternum fast immer nackt [Ausnahmen: Angiorhina (Nummer 239), 

Dufouria (Nummer 241) und Ancistrophora (Nummer 244)] 238 

Arista behaart; die längsten Haare sind länger als der Durchmesser der verdickten Basis 

derArista(Abb.24,28,40,46) 3 

Arista nackt (Abb. 38) oder sehr fein behaart (Abb. 43, 45); die längsten Haare sind im 
letzteren Fall höchstens so lang wie der Durchmesser der Arista-Basis (Abb. 49) . . . 19 
Apikaiborsten des Scutellums fehlend oder haarförmig. Prosternum behaart (wie in 
Abb. 68, 69). — ad-Endsporn der Vordertibia höchstens halb so lang wie der dorsale 
Endsporn. Abdomen glänzend schwarz mit 2 ($) oder 3 Binden (cf) weißer Bereifung. 
Arista kurz behaart (Abb. 40). Körperlänge 4—6 mm . Gastrolepta [anthracina Meig.] 
Apikaiborsten des Scutellums stark, gekreuzt (wie in Abb. 112 — 117). Prosternum nackt 

4 

Innenseite der Vorderhüften auf ihrer ganzen Fläche anliegend behaart. Peristom sehr 
breit, vollständig ohne occipitale Erweiterung; die Vibrissen stehen sehr hoch über dem 
Mundrand, und die darunterliegenden Borsten täuschen ein weiteres gekreuztes Vibris- 
senpaar vor; Wangen sehr fein behaart (Abb. 24). Beugung von m mit einem langen 

Aderanhang (wie in Abb. 133). Körperlänge 9 — 14 mm 5 

Andere Merkmalskombinationen 6 

Behaarung der Wangen gelb. Beine ganz gelb. 3 st. 2 — 3 Humeralborsten. Keine acr vor 

der Naht. 3 de hinter der Naht. Präalarborste fehlend Dexiosoma [caninum F.] 

Behaarung der Wangen schwarz. Beine schwarz mit gelben Tibien. 2 st. 4 Humeralbor- 
sten. 3 acr vor der Naht. 4 de hinter der Naht. Eine kurze Präalarborste vorhanden 

Microphthalma [europaea Egg.] 

Hinterkopf bis unten ganz schwarz behaart. Abdomen glänzend schwarz, höchstens mit 

Spuren von Bereifung. Augen behaart oder unbehaart 7 

Hinterkopf unten hell behaart. Abdomen deutlich bereift, wenigstens in Form von 

schmalen Binden am Vorderrand der Tergite. Augen stets nackt 9 

3 ia hinter der Naht. Pteropleuralborste vorhanden. Augen lang behaart (Haare 2— 4mal 
so lang wie der vordere Ocellus). Körperlänge 6 — 7 mm . . Macquartia [pubieeps Zett.] 
2 weit voneinander entfernte ia hinter der Naht. Keine Pteropleuralborste. Augen kurz 
behaart (Haare kaum länger als der Durchmesser des vorderen Ocellus) oder nackt. 

Körperlänge 3 — 6 mm 8 

Taster schwarz. Augen behaart. Tergit 2 mit Marginalborsten; Tergite 3 und 4 mit Dis- 

kalborsten. Mitteltibia mit 3 ad Dufouria [chalybeata Meig.] 

Taster gelb. Augen nackt. Tergit 2 ohne Marginalborsten. Tergit 3 (und meist auch 4) 

ohne Diskalborsten. Mitteltibia mit 1 ad Chaetoptilia [puella Rond.] 

Die Stirnborsten reichen nach vorn höchstens bis zur Basis des 1. Fühlergliedes (Abb. 
28, 29). Peristom fast so breit wie die Länge der Fühler oder breiter (Abb. 28, 29) . . 10 
Die Stirnborsten reichen auf den Wangen wenigstens bis zur Mitte des 2. Fühlergliedes 
herab (Abb. 27). Peristom meist viel schmaler als die Länge der Fühler, nur bei Stomina 
(Nummer 16) ebenso breit 16 



14 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

10 Rüssel dünn, viel länger als der Kopf (Abb. 28) Prosena [siberita F.] 

— Rüssel dicker, höchstens so lang wie der Kopf 11 

11 Hintertibia mit 3 dorsalen Endspornen (der mittlere manchmal kurz). — 3. Fühlerglied so 
lang wie das zweite oder nur wenig länger 12 

— Hintertibia mit 2 dorsalen Endspornen 13 

12 Propleure nackt. Randdorn des Flügels mindestens so lang wie r-m. Beugung von m mit 
einem langen Aderanhang, der mindestens so lang ist wie r-m (wie in Abb. 133). Tergit 2 
dorsal bis zum Hinterrand ausgehöhlt. Tergite 3 und 4 mit Diskalborsten. cf : Stirn 
höchstens 0,85mal so breit wie ein Auge Zeuxia 

— Propleure behaart (wie in Abb. 90). Flügel ohne Randdorn. Beugung von m ohne oder 
nur mit sehr kurzem Anhang. Tergit 2 nicht bis zum Hinterrand ausgehöhlt. Tergite 3 
und 4 ohne Diskalborsten. Cf: Stirn l,2mal so breit wie ein Auge, mit oe 

Villanovia [villicornis Zett.] 

13 Flügel: 2. Randabschnitt unterseits behaart (ähnlich wie in Abb. 144 auf der Oberseite). 
Beine gelb. Tergit 2 dorsal bis zum Hinterrand ausgehöhlt . : Dexia 

— 2. Randabschnitt unterseits nackt. Femora schwarz (wenn gelb, dann Tergit 2 nicht bis 
zum Hinterrand ausgehöhlt) 14 

14 Gleichzeitig: Propleure nackt und Tergit 2 dorsal bis zum Hinterrand ausgehöhlt. Ter- 
gite 3 und 4 mit Diskalborsten Estheria 

— Propleure behaart (wie in Abb. 90); wenn ausnahmsweise nackt oder fast nackt, dann ist 
Tergit 2 dorsal höchstens bis zur Mitte ausgehöhlt. Tergite 3 und 4 ohne Diskalborsten 
(höchstens bei den ö" mit einigen stärkeren Haaren in der aufgerichteten Behaarung am 
Hinterrand der Tergite) 15 

15 Parafrontalia dicht behaart. Vordertarsus so lang wie die Höhe des Kopfes oder kürzer. 
Tergit 2 immer bis zum Hinterrand ausgehöhlt. Hintertibia ad bei den cf (und oft auch 
bei den 9) mit einem regelmäßigen Borstenkamm (Abb. 160) Billaea 

— Parafrontalia nackt oder — selten — mit bis zu 20 Härchen auf jeder Seite. Vordertarsus 
länger als die Höhe des Kopfes. Tergit 2 oft nicht ganz bis zum Hinterrand ausgehöhlt. 
Hintertibia ad bei cf und 9 rnit ziemlich ungleichen Börstchen (Abb. 164) . . . Dinera 

16 Peristom annähernd so breit wie die Länge der Fühler (Abb. 27). Stirn beim cf so breit 
wie das 3. Fühlerglied, beim $ etwa so breit wie ein Auge. Tergit 2 dorsal bis zum Hin- 
terrand ausgehöhlt. Abdomen dicht gelblichgrau bereift (wie der übrige Körper) und 
mit je 2 unscharf begrenzten, dunklen Flecken am Hinterrand der Tergite 3 und 4 . . . 

Stomina [tachinoides Fall.] 

— Peristom viel schmaler als die Länge der Fühler. Stirn beim cf wenigstens 2mal so breit 
wie das 3. Fühlerglied, beim 9 deutlich schmaler als ein Auge. Tergit 2 nicht bis zum 
Hinterrand ausgehöhlt. Abdomen glänzend schwarz oder teilweise rot gefärbt, mit 
weißen Bereifungsbinden am Vorderrand der Tergite 17 

17 Wangen fast bis zum unteren Augenrand behaart. r 4+5 mit 2 — 4 Börstchen an der Basis; 
Costa an ihrer Basis mit einer langen Borste (Abb. 134). Abdomen schwarz, mit 
schmalen weißen Binden am Vorderrand der Tergite Phyllomya [volvulus F.] 

— Wangen nackt. r 4+5 wenigstens bis zur Mitte zwischen der Basis und r-m mit Börstchen; 
Costa an ihrer Basis ohne oder nur mit viel kürzerer Borste (Abb. 133). Seiten des 
Abdomens oft teilweise rot gefärbt 18 

18 Thorax mit 2 schwarzen Längsstreifen, die etwa so breit sind wie der trennende Zwi- 
schenraum (Abb. 62). Gesicht etwa so lang wie die Stirn. Ocellarborsten fehlend. Haare 
der Arista kaum länger als die Arista-Basis (wie in Abb. 27). Abdomen lateral kompri- 
miert. Randdorn des Flügels mindestens so lang wie r-m. Beugung von m mit einem 

langen Aderanhang (Abb. 133). r x nackt Mmtho\rufiventris Fall.] 

Thorax vor der Naht nur mit den gewöhnlichen 4 schwarzen Streifen (wie in Abb. 60, 
61). Gesicht kürzer als die Stirn. Ocellarborsten vorhanden. Haare der Arista länger 
(wie in Abb. 40). Abdomen nicht lateral komprimiert. Flügel ohne Randdorn. Beugung 
von m ohne oder nur mit winzigem Aderanhang. r x auf wenigstens der halben Länge 
behaart Thelaira 

19 m-cu sehr schief stehend (Abb. 135). Gleichzeitig folgende Merkmale: r 4+5 wenigstens 
bis zur Mitte zwischen der Basis und r-m mit Börstchen (Abb. 135); Stirn breiter als ein 
Auge; Hinterkopf ganz von weißer Behaarung bedeckt; ad-Endsporn der Vordertibia 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 15 

länger als der dorsale Endsporn; Wangen fast immer (Ausnahme: Hyleorus — Nummer 
21) mit nach unten gebogenen Borsten; Körperlänge 6— 10 mm 20 

— m-cu nicht auffallend schief; wenn ausnahmsweise doch, dann andere Merkmalskombi- 
nationen 25 

20 Augen behaart 21 

— Augen nackt 22 

21 Wangen nackt, unten viel schmaler als die Taster. Die Börstchen über der Vibrisse 
steigen bis zur Mitte der Gesichtsleisten auf. Die Stirnborsten (nach oben und hinten 
gerichtet!) gehen bis zur Mitte der Gesichtsleisten herab. r x wenigstens in seiner basalen 
Hälfte mit Börstchen Hyleorus [elatus Meig.] 

— Wangen behaart und (in der Verlängerung der oe) mit einer Reihe nach unten gebogener 
Borsten (Abb. 25). Über der Vibrisse befinden sich nur wenige Haare im unteren Vö der 
Gesichtsleisten. Die Stirnborsten gehen höchstens bis zum Ende des 2. Fühlergliedes 
herab, rj nackt Cyrtophleba 

22 Tergite 3 und 4 ohne Diskalborsten (das mittlere Paar Marginalborsten aber manchmal 
etwas nach vorn gerückt). — Pteropleuralborste fehlend 23 

— Tergite 3 und 4 mit Diskalborsten 24 

23 rj mit Börstchen auf seiner ganzen Länge. Wangen außer der Behaarung nur mit einer 
starken, nach unten gebogenen Borste (Abb. 18), selten darüber noch 1—2 schwächere 
Börstchen. Haustellum des Rüssels höchstens 2mal so lang wie sein Durchmesser. 
2. Glied der Arista kaum länger als breit Voria [ruralis Fall.] 

— r t nackt. Wangen außer der Behaarung mit einer Reihe ± gleichlanger Borsten (wie in 
Abb. 25). Haustellum des Rüssels 6 — 8mal so lang wie sein Durchmesser. 2. Glied der 
Arista 4— 5mal so lang wie breit Chaetovoria[antennata Vill.] 

24 Eine starke Pteropleuralborste vorhanden. Tergit 2 dorsal bis zum Hinterrand ausge- 
höhlt. Hintertibia mit 2 dorsalen Endspornen Athrycia 

— Pteropleuralborste fehlend. Tergit 2 nicht bis zum Hinterrand ausgehöhlt. Hintertibia 
mit 3 dorsalen Endspornen Klugia [marginata Meig.] 

25 Spitzenquerader fehlend (Abb. 129, 141) 26 

— Spitzenquerader vorhanden 30 

26 m-cu fehlend (Abb. 129). Abdomen glänzend schwarz, ohne Spuren von Bereifung. 
Augen spärlich behaart. — Körperlänge 2,5— 4,5 mm Phytomyptera 

— m-cu vorhanden. Abdomen bereift, wenigstens am Vorderrand der Tergite. Augen 
praktisch nackt 27 

27 Wangen behaart oder beborstet. Die Vibrissen stehen hoch über dem Mundrand (wie in 
Abb. 24). Adern m, cu und m-cu viel schwächer gefärbt als die übrigen Längsadern. — 
Körperlänge 3 — 5 mm Melisoneura[leucoptera Meig.] 

— Wangen nackt. Vibrissen auf der Höhe des Mundrandes. Alle Längsadern etwa gleich- 
stark skierotisiert 28 

28 Tergite bis zum Hinterrand dicht und gleichmäßig bereift. Beine gelb 

Ocytata [pallipes Fall.] 

(selten ist die Spitzenquerader vorhanden, siehe Nummer 210) 

— Hinterrand der Tergite unbereift, schwarz. Beine schwarz, höchstens die Tibien etwas 
aufgehellt 29 

29 Adern r l9 r 4+5 und cu mit zahlreichen Börstchen (wie in Abb. 131). Tergite 3 und 4 ohne 
Diskalborsten, am Vorderrand mit einem sehr schmalen, in der Mitte unterbrochenen 
Streifen von Bereifung. Körperlänge 2,5 — 5 mm Actia [lamia Meig.] 

— r 4+5 an der Basis mit 2 — 3 Börstchen, r x und cu nackt. Tergite 3 und 4 mit Diskalborsten, 
ihre vorderen 2 /i bedeckt mit (unter verschiedenem Blickwinkel) veränderlicher Berei- 
fung. Körperlänge 6— 7 mm Demoticus [amorphus Vill.] 

30 Flügelzelle R 5 gestielt (Abb. 125, 126, 136, 139); der Stiel ist wenigstens so lang wie der 
Durchmesser der Adern m oder r 4+5 (Abb. 124, 133) (Arten bei denen dieses Merkmal 
individuell variieren kann, sind — soweit bekannt — in beiden Alternativen berücksich- 
tigt; in Zweifelsfällen prüfe man zunächst diese Nummer) 31 

— R 5 offen (Abb. 118 — 123) oder am Flügelrand geschlossen, im letzteren Fall jedoch so, 
daß kein deutlicher Stiel erkennbar ist (Abb. 128, 132) 56 

31 Gleichzeitig: Wangen bis unten behaart oder beborstet und r 4+5 wenigstens bis r-m mit 



16 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Sei". A, Nr. 506 

Börstchen (wie in Abb. 132). - Augen stets nackt 32 

— Beide Merkmale nicht gleichzeitig vorhanden 36 

32 Wangen behaart. Stiel von R 5 so lang wie der Durchmesser der Flügeladern oder kaum 
länger (wie in Abb. 124). Abdomen vollständig grau bereift. Beine gelb. — Körperlänge 
4—5 mm Goniocera [schistacea B.B.] 

(R 5 selten gestielt, siehe auch Nummer 57) 

— Wangen mit nach unten gebogenen Borsten (wie in Abb. 25). Stiel von R 5 wesentlich 
länger. Abdomen glänzend schwarz, selten mit wenig Bereifung am Vorderrand der 
Tergite. Beine schwarz 33 

33 Humeralcallus mit 3 basalen Borsten in annähernd gerader Linie (wie in Abb. 70) oder 
nur mit 2 Borsten (Abb. 81); wenn zusätzlich eine feine vordere Borste vorhanden ist, 
dann steht diese vor der Linie zwischen mittlerer und innerer basaler Borste (Abb. 80). 
ve wenigstens halb so lang wie vi 34 

— Humeralborsten in der Form eines Dreiecks angeordnet (Abb. 79) oder mit 3 basalen 
Borsten in gerader Linie und einer starken Borste vor der Linie zwischen äußerer und 
mittlerer basaler Borste (ähnlich wie in Abb. 73, die vordere Borste aber weiter nach 
außen gerückt), ve fehlend oder höchstens halb so lang wie vi 35 

34 3. Fühlerglied höchstens so lang wie das zweite. Hinterkopf vollständig schwarz 
behaart, C? : Stirn höchstens 0,4mal so breit wie ein Auge Kirbya 

— 3. Fühlerglied mindestens 2mal so lang wie das zweite. Hinterkopf ganz oder überwie- 
gend weiß behaart. Ö" : Stirn fast so breit wie ein Auge oder noch breiter . . . Wagneria 

35 Scutellum mit 2 aufgerichteten Borsten auf der dorsalen Fläche nahe seines Vorder- 
randes, ve vorhanden. Tergite 3 und 4 in der Regel ohne Diskalborsten, manchmal 
kleine Diskalen auf Tergit 4 vorhanden Periscepsia[carbonaria Panz.] 

— Scutellum mit wenigstens 4 aufgerichteten Börstchen auf seiner dorsalen Fläche, ve nicht 
von den Postokularzilien unterschieden. Tergite 3 und 4 mit starken Diskalborsten 

Ramonda 

36 Apikaiborsten des Scutellums divergierend (Abb. 105), parallel oder fehlend (wie in 
Abb. 107) 37 

— Gekreuzte Apikaiborsten (wie in Abb. 103, 112 — 117) vorhanden 40 

37 Präalarborste länger und stärker als die vordere postsuturale ia (Abb. 1, 2). Beugung von 
m winklig, meist mit einer Schattenfalte (wie in Abb. 127). — Über der Vibrisse steigen 
Borsten wenigstens bis zur Mitte der Gesichtsleisten auf (wie in Abb. 7, 8) 38 

— Präalarborste schwächer als die vordere postsuturale ia (Abb. 82) oder höchstens ebenso 
stark. Beugung von m stets gerundet, ohne Schattenfalte 158 

38 Wangen behaart oder beborstet. Abdomen bedeckt mit grauer Bereifung, die unter ver- 
schiedenem Blickwinkel veränderlich ist und schwarze Schillerflecken aufweist. Körper- 
länge 6— 11mm 39 

— Wangen nackt. Abdomen glänzend schwarz, höchstens am Vorderrand der Tergite mit 
einer Spur diffuser Bereifung. Körperlänge 3— 4 mm Erynnia[ocypterata¥al\.] 

39 Arista fast bis zu ihrem Ende verdickt (wie in Abb. 8). Wangen fast so breit wie der 
kleine Augendurchmesser. Tergit 2 dorsal nicht bis zum Hinterrand ausgehöhlt 

Baumhaueria [goniaeformis Meig.] 

(R 5 manchmal gestielt, siehe auch Nummer 81) 

— Arista höchstens bis zur Mitte verdickt. Wangen viel schmaler. Tergit 2 bis zum Hinter- 
rand ausgehöhlt Gaedia 

40 Die Subapikalborsten des Scutellums reichen mindestens so weit nach hinten wie die 
Apikaiborsten; sie sind länger und stärker als die Apikaiborsten, die auch ganz fehlen 
können (Abb. 100, 103-105, 112, 114) 41 

— Die Subapikalen reichen nicht so weit nach hinten wie die Apikalen; sie sind schwächer 
als die Apikaiborsten (Abb. 108) oder höchstens ebenso lang und stark. — Körperlänge 
2 — 5 mm (nur die Arten der seltenen nordeuropäischen Angiorhina größer, siehe 
Nummer 51) 50 

41 Über der Vibrisse steigt eine Reihe Borsten wenigstens bis zum oberen x /i der Gesichts- 
leisten auf (wie in Abb. 6, 8). — Augen behaart. Apikaiborsten des Scutellums aufge- 
richtet (wie in Abb. 110, 111) Chetogena 

— Über der Vibrisse nur wenige Haare oder feine Börstchen, die höchstens bis zur Mitte 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 17 

der Gesichtsleisten aufsteigen 42 

42 Thorax mit 2 breiten schwarzen Längsstreifen, die durch einen ebenso breiten, bereiften 
Zwischenraum getrennt sind (Abb. 62). r 4+5 auf mehr als der halben Strecke zwischen 
der Basis und r-m mit Börstchen (Abb. 133). — Seiten des Abdomens oft ± rot gefärbt. 

Augen nackt 43 

Thorax nicht so gezeichnet. r 4+5 höchstens bis zur halben Entfernung zwischen der 
Basis und r-m mit Börstchen 44 

43 Ocellarborsten fehlend. Beugung vom m mit einem langen Aderanhang. Stiel von R 5 
sehr kurz (Abb. 133). Abdomen lateral komprimiert Mintho[rufiventrisFa.\\.] 

— Ocellarborsten vorhanden. Beugung von m ohne Aderanhang. Stiel von R 5 etwa so lang 
wie die Spitzenquerader. Abdomen nicht lateral komprimiert . Minthodes \picta Zett.] 

44 Abdomen wenigstens an den Seiten rot oder gelb gefärbt. Augen immer behaart ... 45 

— Abdomen schwarz, mit oder ohne Bereifung. Augen nackt oder behaart 46 

45 Lateralborsten des Scutellums fehlend (wie in Abb. 117) oder haarförmig. Flügel mit 
starkem Randdorn (wenigstens so lang wie r-m). Mundrand vorgezogen, von der Seite 
sichtbar. Peristom viel schmaler als der kleine Augendurchmesser. 3. Fühlerglied etwa 
so lang wie das zweite. Calyptrae weiß. Beine schwarz 

Eriothrix[rufomaculatusDeG.] 

— Lateralborsten so lang wie die anderen Borsten des Scutellums. Flügel ohne Randdorn. 
Mundrand von der Seite nicht sichtbar. Peristom fast so breit wie der kleine Augen- 
durchmesser. 3. Fühlerglied wenigstens l,5mal so lang wie das zweite. Calyptrae gelb- 
lich. Wenigstens die Tibien gelb Hyalurgus 

(R 5 nur selten gestielt, siehe auch Nummer 118) 

46 Tergite 3 und 4 am Vorderrand mit einer schmalen Binde grauer Bereifung. Prosternum 
behaart. ad-Endsporn der Vordertibia etwas kürzer als der dorsale Endsporn. — Augen 
behaart Tryphera [lugubris Meig. ] 

— Abdomen ganz schwarz oder mit leichter Bereifung, die bis zum Hinterrand der Tergite 
reicht. Prosternum nackt. ad-Endsporn der Vordertibia mindestens so lang und stark 
wie der dorsale Endsporn 47 

47 Die Stirnborsten reichen bis zur Basis der Arista oder weiter herab. Die Börstchen oder 
Haare über der Vibrisse steigen fast bis zur Höhe der untersten Stirnborste auf. 
Abdomen vollständig bedeckt mit Bereifung, die bei unterschiedlichem Lichteinfall ver- 
änderliche Schillerflecken zeigt. — Augen dicht behaart Lypha [dubia Fall.] 

(R 5 nur selten gestielt, siehe auch Nummer 115) 

— Die Stirnborsten gehen auf den Wangen höchstens bis zum Ende des 2. Fühlergliedes 
herab. Nur wenige Haare über der Vibrisse. Abdomen ganz glänzend schwarz oder mit 
leichter Bereifung ohne auffallende Schillerflecken 48 

48 Keine Pteropleuralborste. 2 weit voneinander entfernt stehende ia hinter der Naht. 3. 
Fühlerglied 1,5— 2mal so lang wie das zweite. — Stiel von R 5 sehr kurz (wie in Abb. 
124). Abdomen oft mit bläulichem Glanz Dufouria [nigrita Fall.] 

(R 5 nur selten gestielt, siehe auch Nummer 241) 

— Pteropleuralborste vorhanden, wenigstens l,5mal so lang wie die umgebenden Haare. 3 
ia hinter der Naht. 3. Fühlerglied etwa so lang wie das zweite 49 

49 Hinterkopf bis unten ganz mit schwarzen Haaren bedeckt. Tergite 3 und 4 sowie der 
Vorderrand von Tergit 5 grau bereift. Apikaiborsten aufgerichtet. Wangen behaart. — 
Stiel von R 5 wenigstens so lang wie V2 der Spitzenquerader. Augen behaart. Körper- 
länge 6— 8mm Sarromyia[nubigena Pkn.] 

— Hinterkopf wenigstens unten über dem Mundrand mit hellen Haaren. Abdomen meist 
glänzend schwarz, selten leicht bereift. Apikaiborsten horizontal. Wangen nackt oder 
behaart. Körperlänge 3 — 6 mm Loewia 

50 Die 3 Glieder der Arista sind annähernd gleichlang (wie in Abb. 44). Tergit 2 dorsal bis 
zum Hinterrand ausgehöhlt. — Wangen in ihrem oberen V3 behaart 

Trichactia [pictiventris Zett.] 

— 1. und 2. Glied der Arista wesentlich kürzer als das 3. Glied. Tergit 2 nicht bis zum Hin- 
terrand ausgehöhlt 51 

51 Gleichzeitig Augen behaart und Wangen dicht behaart oder beborstet. Stiel von R 5 sehr 
kurz. Körperlänge 7— 8 mm Angiorhina 



18 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

— Augen nackt oder praktisch nackt. Wangen nackt (mit Ausnahme der alpinen Grapho- 
gaster dispar, deren Stiel von R 5 wenigstens so lang ist wie x li der Spitzenquerader). 
Körperlänge 2 — 5 mm 52 

52 Pteropleuralborste vorhanden. 3 ia hinter der Naht (die vorderste der 3 ia manchmal 
kurz und etwas nach innen gerückt). Postabdomen der $ ohne Besonderheiten ... 53 

— Pteropleuralborste fehlend. 2 ia hinter der Naht (nur bei der seltenen Pandelleia mit 
überwiegend gelbem Abdomen manchmal 3 ia, siehe Nummer 54). Postabdomen der $ 
von der Form einer Röhre, die nicht oder nur teilweise ins Abdomen eingezogen 
werden kann (Abb. 222—224). — Prosternum immer nackt. Stirn beim Cf höchstens so 
breit wie das 3. Fühlerglied, beim 9 wenigstens so breit wie ein Auge 54 

53 Prosternum nackt. Abdomen unbereift, glänzend schwarz. 3. Fühlerglied 2— 4mal so 
lang wie das zweite. Gesicht tief ausgehöhlt. Die Börstchen oder Haare über der Vib- 
risse steigen wenigstens bis zur Mitte der Gesichtsleisten auf. Stiel von R 5 sehr kurz (wie 
in Abb. 124). Stirn bei beiden Geschlechtern breiter als ein Auge 

Synactia [parvula Rond.] 

(R 5 nur selten gestielt, siehe auch Nummer 73) 

— Prosternum behaart. Abdomen dicht bereift, wenigstens um die Basis der Borsten mit 
dunklen Flecken. 3. Fühlerglied so lang wie das zweite oder kaum länger. Gesicht höch- 
stens unwesentlich ausgehöhlt. Härchen über der Vibrisse höchstens im unteren l /i der 
Gesichtsleisten. Stiel von R 5 wenigstens so lang wie y li der Spitzenquerader. Stirn bei 
den cf linienförmig schmal, bei den $ mindestens so breit wie ein Auge 

Graphogaster 

54 Scutellum, Abdomen und Beine überwiegend gelb (Tarsen oft schwarz). Am Hinter- 
rand der Tergite 2—4 je ein Paar runder schwarzer Flecken vorhanden (Abb. 170). §: 
Legeröhre (Segment 6) sehr lang, unter dem Abdomen nach vorn eingeschlagen (Abb. 
222) Pandelleia [otiorrhynchi Vill.] 

— Scutellum schwarz. Abdomen meist schwarz; wenn gelb, dann bleibt zumindest ein 
breites Band am Hinterrand der Tergite schwarz. Wenigstens die Femora an der Spitze 
dunkel. Abdomen ohne ausgeprägt paarige Flecken. Legeröhre der J anders (Abb. 223, 
224) 55 

55 Tergit 5 höchstens so lang wie das vierte. Hintertibia mit 3 dorsalen Endspornen. Ter- 
gite 3 — 5 am Vorderrand mit einem Band grauer Bereifung, das nach den Seiten zu 
breiter wird und in der Mitte von der schwarzen Zone ± unterbrochen ist. Hinterkopf 
bei beiden Geschlechtern bis unten mit schwarzen Haaren. $ : Legeröhre nach vorn ein- 
geschlagen, apikal mit einer schnabelartigen Bildung (Abb. 223); Fühler und Taster 
orangegelb, zum übrigen Körper sehr kontrastierend . . . Microsoma [exiguum Meig.] 

— Tergit 5 länger als das vierte. Hintertibia mit 2 dorsalen Endspornen. Abdomen anders 
gezeichnet. Hinterkopf bei den C? schwarz behaart, bei den $ in der unteren Hälfte mit 
weißgelben Haaren. 9 : Von der teleskopartigen Legeröhre ist der Basalteil nicht ganz 

einziehbar; er ist nach unten oder hinten gerichtet (Abb. 224) 

Rondania (ohne cucullata, siehe Nummer 261) 

56 Gleichzeitig folgende Merkmale: Subapikalborsten des Scutellums konvergierend, Api- 
kalborsten klein oder fehlend (Abb. 103); r 4+5 wenigstens bis r-m mit Börstchen (Abb. 
131, 132); Tergit 2 dorsal höchstens bis zur Mitte ausgehöhlt; Prosternum fast immer 
behaart (wenn nackt, dann ist der Rüssel sehr lang und gekniet wie in Abb. 19); Augen 
nackt; Stirn bei CT und $ breit und mit 2 oe; Körperlänge 2 — 6 mm 57 

— Andere Merkmalskombinationen 63 

57 Mitteltibia mit einer Reihe ad-Borsten. Tergite 3 und 4 mit oder ohne Diskalborsten. — 
Analader nicht bis zum Hinterrand des Flügels reichend (wie in Abb. 131) . Goniocera 

— Mitteltibia nur mit 1 ad. Tergite 3 und 4 immer ohne Diskalborsten 58 

58 ad-Endsporn der Vordertibia mindestens so lang und stark wie der dorsale Endsporn 
(Abb. 149). 1. Glied der Arista 1,5— 4mal so lang wie sein Durchmesser 

Entomophaga 

— ad-Endsporn viel kürzer und schwächer als der dorsale Endsporn (wie in Abb. 148). 1. 
Glied der Arista höchstens so lang wie sein Durchmesser 59 

59 2 Substigmatikalborsten, eine nach oben, eine nach unten gebogen (Abb. 91) . Peribaea 

— Keine nach unten gebogene Substigmatikalborste 60 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 19 

60 Die Analader erreicht den Flügelrand nicht (Abb. 131). Untere st kürzer als die vordere 
(Abb. 96). — Rüssel nie verlängert und gekniet wie in Abb. 19 61 

— Die Analader erreicht den Flügelrand wenigstens sehr geschwächt (Abb. 132). Untere st 
wenigstens so lang und stark wie die vordere, meist stärker (Abb. 95) 62 

61 Sternopleure mit einer Reihe kleiner Börstchen oder Haare unter den st vor den Mittel- 
hüften (Abb. 96). Mesopleure oben vorn mit 2 Börstchen. Basicosta schwarz, braun 
oder gelb Actia 

— Sternopleure ohne derartige Börstchen. Mesopleure oben vorn mit nur einem Börst- 
chen. Basicosta gelb Ceromya 

62 Rüssel verlängert und gekniet; Labellen in der Regel so lang wie das Haustellum (Abb. 
19) Siphons 

— Rüssel normal; wenn verlängert und gekniet, dann sind die Labellen viel kürzer als das 
Haustellum (Abb. 32) Ceranthia 

63 Hinterkopf bis unten zum hinteren Mundrand ganz schwarz behaart. (Kopf unter ver- 
schiedenen Blickwinkeln betrachten, da der Glanz der Haare manchmal helle Behaarung 
vortäuschen kann!) 64 

— Hinterkopf wenigstens teilweise mit heller Behaarung (weißlich oder gelblich), zumin- 
dest einige helle Haare über dem hinteren Mundrand vorhanden 76 

64 4 Humeralborsten, die 3 stärksten in der Form eines Dreiecks angeordnet (Abb. 77). 
Occipitale Erweiterung stark reduziert (wie in Abb. 8, 24). — Körperlänge 7—12 mm 

65 

— 2 Humeralborsten (Abb. 81) oder 3 in gerader Linie (Abb. 70). Occipitale Erweiterung 
vorhanden 66 

65 Augen nackt. Wangen bis unten behaart oder beborstet. Arista in ihren basalen 2 /i ver- 
dickt; 2. Aristaglied 3— 4mal so lang wie sein Durchmesser. Ocellarborsten proklinat. 
Langgestreckte Art mit Binden grauer Bereifung am Vorderrand der Tergite. Flügelbasis 
nicht auffallend gelb Pseudopachystylum [gonioides Zett.] 

— Augen spärlich behaart. Wangen nur im oberen l h mit einigen Härchen. Arista nur in 
ihrem basalen Vs — ! A verdickt; 2. Aristaglied höchstens so lang wie sein Durchmesser. 
Ocellarborsten lateroklinat. Körperfärbung glänzend schwarz, Flügelbasis und Calyp- 
trae auffallend gelb Zophomyia [temula Scop.] 

66 1. und 2. Glied der Arista verlängert, die 3 Abschnitte des verdickten Teils dadurch etwa 
gleichlang (Abb. 44). r l5 r 4+5 und cu mit zahlreichen Börstchen. — Wangen bis unten 
behaart und beborstet. Körperlänge 3 — 6 mm Triarthria [setipennisFa.il.] 

— 2. Glied der Arista höchstens halb so lang wie das erste. Höchstens r 4+5 mit Börstchen 

67 

67 r 4+5 an der Basis mit einem einzigen starken Börstchen (wie in Abb. 129), selten zusätz- 
lich noch 1—2 viel schwächere Haare vorhanden. Prosternum behaart oder nackt. 2. 
Aristaglied 2,5— 4mal so lang wie sein Durchmesser. — Arista wenigstens bis zur Mitte 
verdickt. Stirn bei beiden Geschlechtern breit und mit 2 oe. Körperlänge 3—6 mm . . 68 

— r 4+5 an der Basis mit ± gleichlangen Haaren oder schwachen Börstchen oder nackt. Pro- 
sternum immer nackt. 2. Aristaglied etwa so lang wie sein Durchmesser oder kürzer 

70 

68 Prosternum nackt. Tergit 2 dorsal fast bis zum Hinterrand ausgehöhlt. Tergit 5 länger 

als Tergit 4. r 4+5 außer dem starken Börstchen noch mit 1 — 2 Haaren 

Neaera [laticornis Meig.] 

— Prosternum behaart. Tergit 2 etwa bis zur Mitte ausgehöhlt. Tergit 5 nicht länger als 
Tergit 4. r 4+ 5 nur mit einem starken Börstchen 69 

69 Abdomen gleichmäßig bedeckt mit Bereifung Gwenda [canella Hert.] 

— Abdomen mit schmalen, unterbrochenen Binden weißer Bereifung am Vorderrand der 
Tergite oder ganz glänzend schwarz Elfia 

70 Pteropleuralborste fehlend oder haarförmig.— 2 weit voneinander entfernt stehende ia 
hinter der Naht 71 

— Pteropleuralborste vorhanden, wenigstens l,5mal so lang wie die umgebenden Haare 

72 

71 Abdomen glänzend schwarz. Subapikalborsten des Scutellums länger und stärker als die 
Apikaiborsten Dufouria 



20 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

— Abdomen mit dichter grauer Bereifung und schwarzen Flecken am Hinterrand der Ter- 

gite. Subapikalborsten kürzer und schwächer als die Apikalen 

Rondania [cucullata R.D., cf] 

72 Scutellum nur mit 2 Borstenpaaren, den Basalen und den gekreuzten Apikalen (Abb. 
106). Augen nackt. Körperlänge 2,5—4 mm Anthomyiopsis 

— Scutellum wenigstens mit 3 Borstenpaaren. Augen behaart 73 

73 Die Haare über der Vibrisse steigen wenigstens bis zur Mitte der Gesichtsleisten auf. 
Gesicht tief ausgehöhlt. Augen nur spärlich und unauffällig behaart. Subapikalborsten 
des Scutellums höchstens so lang wie 3 A der Apikalen (Abb. 108). Stirn bei beiden 
Geschlechtern breiter als ein Auge. Fläche unter den Calyptrae nackt. Körperlänge 
3 — 4,5 mm. — Wangen nackt. Glänzend schwarze Art .... Synactia[parvula Rond.] 

— Über der Vibrisse höchstens einige Härchen im unteren V3 der Gesichtsleisten. Gesicht 
höchstens unwesentlich ausgehöhlt. Augen dicht behaart. Subapikalborsten länger 
(Abb. 116, 117) oder nur wenig kürzer als die Apikalen. Stirn bei den cf sehr schmal, bei 
den 9 breit. Fläche unter den Calyptrae fast immer mit einigen kurzen, schwarzen Här- 
chen. Arten von 5— 11 mm Länge 74 

74 2. Randabschnitt des Flügels unten behaart. Die Stirnborsten reichen auf den Wangen 
wenigstens bis zur Mitte des 2. Fühlergliedes herab. Thorax: 3 ia hinter der Naht, 3 + 

3-4 de Macquartia 

(Wenn die gekreuzten Apikaiborsten des Scutellums fehlen, dann kann es sich um Cleonice han- 
deln; weiter bei Nummer 110.) 

— 2. Randabschnitt des Flügels unten nackt. Die Stirnborsten gehen nach vorn höchstens 
bis zur Basis des 1. Fühlergliedes. Thorax: 2 ia hinter der Naht, 2 + 3 de 75 

75 Wangen nur in ihrer oberen Hälfte mit einigen Härchen. Die occipitale Erweiterung 

nimmt das ganze Peristom ein. Thorax: 1 + 1 (oder 0) acr 

Macroprosopa [atrata¥ all.] 

— Wangen auf ihrer ganzen Länge behaart oder beborstet. Die occipitale Erweiterung 
nimmt nur die hintere Hälfte des Peristoms ein. 2 + 2 acr Angiorhina 

76 Wangen behaart oder beborstet (Abb. 11, 18, 22, 24, 25), wenigstens am Vorderrand der 
Wangen bis zur Mitte herab (Abb. 8, 9), selten nur einige Härchen ganz unten vor- 
handen (Abb. 17) 77 

— Wangen nackt. (Wenige Haare direkt unter den Stirnborsten, wie in Abb. 3 oder 13, 
werden nicht zur Wangenbehaarung gerechnet, ebensowenig wie die nach oben gerich- 
teten Stirnborsten, die manchmal ± weit auf den Wangen herabsteigen, wie in Abb. 5) 
104 

77 Über der Vibrisse steigen Borsten wenigstens bis zur Mitte der Gesichtsleisten auf (Abb. 
8,9) 78 

— Über der Vibrisse höchstens im unteren V3 der Gesichtsleisten einige Haare oder Börst- 
chen (Abb. 17) 82 

78 Occipitale Erweiterung reduziert, Peristom in der vorderen Hälfte daher völlig nackt 
(Abb. 8). — Mitteltibia nur mit 1 ad. Wangen etwa in ihrer oberen Hälfte fein behaart 
(Abb. 8). Augen spärlich behaart, manchmal (bei den $) fast nackt Istocheta 

— Behaarte occipitale Erweiterung wenigstens am Unterrand des Peristoms entwickelt 
(Abb. 9) 79 

79 Augen dicht behaart. Wangen etwa in ihrer oberen Hälfte behaart (wie in Abb. 8) . . 80 

— Augen nackt. Die Behaarung geht meist viel weiter als bis zur Mitte der Wangen herab 

81 

80 Ocellarborsten proklinat. Pteropleuralborste vorhanden. Prosternum behaart. ad-End- 
sporn der Vordertibia viel kürzer und schwächer als der dorsale Endsporn. Beugung 
von m mit Schattenfalte (Abb. 127). $ mit einem V-förmigen Sternit 6 (Abb. 192, 225, 
226). Körperlänge 6-14 mm Phorocera (siehe auch 1 Nummer 155) 

— Ocellarborsten reklinat (wie in Abb. 11, 55). Pteropleurale fehlend. Prosternum nackt. 
ad-Endsporn der Vordertibia wenigstens so lang und stark wie der dorsale Endsporn. 
Beugung von m ohne Schattenfalte. Sternit 6 der $ nicht V-förmig. Körperlänge 4 — 6 
mm Campylocheta [zum Teil] 

81 Wangen etwa so breit wie der kleine Augendurchmesser. Präalarborste länger als die 
vordere postsuturale ia. Scutellum ohne Apikalen, kurz vor der Spitze aber mit 2 aufge- 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 21 

richteten, starken Borsten (wie in Abb. 107). "Wangen auf ihrer ganzen Fläche behaart. 
Arista fast bis zum Ende verdickt (wie in Abb. 8) . Baumhaueria [goniaeformis Meig.] 

— Wangen viel schmaler, höchstens so breit wie der halbe kleine Augendurchmesser (Abb. 
9). Präalarborste kürzer als die vordere postsuturale ia (wie in Abb. 82) oder höchstens 
so lang. Scutellum ohne aufgerichtete Borsten. Wangenbehaarung meist an den Vorder- 
rand der Wangen gedrängt (Abb. 9), manchmal nur ein behaarter Fleck oder Streifen 
vorhanden. Arista auf höchstens 2 /i ihrer Länge verdickt. — Vorderrand der Tergite mit 

einem schmalen Band weißer Bereifung Admontia 

[Wenn man hier zu einer Art gelangt, deren Abdomen unbereift und ganz glänzend schwarz ist 
(Körperlänge 3,5—4 mm), dann handelt es sich um Erynniopsis antennata, bei der die Wangenbe- 
haarung variabel ist, siehe Nummer 165.] 

82 1. und 2. Glied der Arista verlängert, die 3 Abschnitte des verdickten Teils dadurch etwa 
gleichlang (Abb. 44). r l3 r 4+5 und cu mit zahlreichen Börstchen. Wangen bis unten 
behaart und beborstet. — Körperlänge 3 — 6 mm Triarthria[setipennisFal\.] 

— Arista anders. Höchstens r 4+5 mit Börstchen 83 

83 Wangen nur ganz unten mit 2 — 8 kurzen Börstchen oder Härchen (Abb. 17). Der 
Abschnitt von m zwischen r-m und m-cu ist deutlich kürzer als der Abschnitt zwischen 
m-cu und der Beugung (wie in Abb. 130 — 132). r 4+5 auf wenigstens 2 /i der Strecke zwi- 
schen der Basis und r-m mit Börstchen. Taster winzig, nur 3— 4mal so lang wie ihr 
Durchmesser (Abb. 17). Augen sehr spärlich behaart, beim $ ist die Behaarung 
manchmal kaum zu erkennen. Abdomen glänzend schwarz mit einem schmalen Band 
sehr leichter weißer Bereifung am Vorderrand der Tergite. Körperlänge 4 — 5 mm 

Petagnia [subpetiolata Rond.] 

— Wangen anders behaart oder beborstet. Andere Merkmalskombinationen 84 

84 Augen nackt oder praktisch nackt 85 

— Augen dicht und lang behaart 94 

85 Hinterhüften posterodorsal behaart (meist wesentlich mehr Haare als in Abb. 165). 
3. Fühlerglied nur so lang wie das schmale zweite (Abb. 22) oder noch etwas kürzer. 
Prosternum nackt. Abdomen meist teilweise gelb oder rot gefärbt. — Große Arten von 
9— 20 mm Körperlänge 86 

— Hinterhüften posterodorsal nackt. 3. Fühlerglied viel länger als das zweite (wenn aus- 
nahmsweise ebenso lang, dann ist das Prosternum behaart und das Abdomen zeigt keine 
gelbe oder rote Färbung) 88 

86 Wangen außer der feinen Behaarung unten mit einer oder mehreren starken Borsten 
(Abb. 22). Ocellarborsten fehlend. Propleure nackt Peleteria 

— Wangen nur behaart. Ocellarborsten vorhanden. Propleure behaart 87 

87 Beine ± umfangreich gelb, wenigstens die Hintertarsen (ganz schwarze Beine hat nur 
Tachina grossa, eine unverkennbare, sehr große schwarze Art mit gelbem Kopf). Taster 
immer fadenförmig dünn (Abb. 31) Tachina 

— Beine ganz schwarz (höchstens die Tibien manchmal etwas aufgehellt). Taster am Ende 
meist ± verbreitert (Abb. 34) Nowickia 

88 Ocellarborsten reklinat (Abb. 1 1 , 55). Scutellum ohne Apikaiborsten, aber kurz vor der 
Spitze meist mit aufgerichteten, dornartigen Borsten (wie in Abb. 107). Stirn 1— 3mal so 
breit wie ein Auge bei beiden Geschlechtern, oft wachsartig durchscheinend und wie 
„aufgeblasen" wirkend (Abb. 11, 55). — Körperlänge 9 — 14 mm 89 

— Ocellarborsten proklinat. Scutellum mit horizontalen, gekreuzten oder divergierenden 
Apikaiborsten. Stirn nicht „aufgeblasen" 92 

89 r 4+5 auf V3 — V2 der Strecke zwischen der Basis und r-m mit Börstchen. Epaulette und 
Basicosta gelb Gonia 

— r 4+5 auf höchstens Vs der Strecke zwischen der Basis und r-m mit Börstchen. Epaulette 
schwarz 90 

90 Basicosta gelb. 2. Aristaglied höchstens 2,5mal so lang wie sein Durchmesser. 3. Fühler- 
glied etwa lmal ($) bis l,5mal (cf) so lang wie das zweite Spallanzania 

— Basicosta schwarzbraun wie die Epaulette. 2. Aristaglied 4 — 8mal so lang wie sein 
Durchmesser. 3. Fühlerglied etwa 1,5— 2mal ($) bis 4— 6mal (cf) so lang wie das zweite 

91 

91 Die wachsgelbe Grundfarbe des Kopfes kontrastiert zum übrigen schwarzen Körper. 



22 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Abdomen in der Regel mit aufgerichteter Behaarung (nur beim 5 von O. suggesta anlie- 
gend). — Verbreitung boreoalpin Onychogonia 

— Grundfarbe des Kopfes dunkel, kein deutlicher Kontrast zum übrigen Körper. Abdo- 
minalbehaarung anliegend Pseudogonia 

92 4 Humeralborsten, die 3 stärksten in der Form eines Dreiecks angeordnet (Abb. 77). 
Arista in ihren basalen 2 /i verdickt. Langgestreckte Art mit Binden grauer Bereifung am 

Vorderrand der Tergite. Körperlänge 9 — 12 mm 

Pseudopachystylum [gonioides Zett.] 

— Die 3 stärksten Borsten des Humeralcallus stehen in einer annähernd geraden Linie (wie 
in Abb. 80, 91). Arista höchstens in ihrer basalen Hälfte verdickt. Abdomen vollständig 
gelblichgrau bereift. Körperlänge 4 — 7 mm 93 

93 r 4+5 an der Basis mit 1 —3 Börstchen. Präalarborste länger als die vordere postsuturale ia. 
2. Glied der Arista nicht länger als sein Durchmesser. Apikaiborsten des Scutellums 
gekreuzt. Beine schwarz Buquetia [musca R.D.] 

— r 4+5 wenigstens bis zur Mitte der Strecke zwischen der Basis und r-m mit Börstchen. 
Präalarborste kürzer als die vordere postsuturale ia (wie in Abb. 82). 2. Glied der Arista 
wenigstens 3mal so lang wie sein Durchmesser. Apikaiborsten parallel oder divergie- 
rend. Beine gelb Goniocera [seh istacea B.B.] 

94 Prosternum nackt. ad-Endsporn der Vordertibia wenigstens so lang und stark wie der 
dorsale Endsporn 95 

— Prosternum behaart. ad-Endsporn der Vordertibia fast immer wesentlich kürzer und 
schwächer als der dorsale Endsporn 98 

95 2 weit voneinander entfernt stehende ia hinter der Naht. Die occipitale Erweiterung 
nimmt nur die hintere Hälfte des Peristoms ein (wie in Abb. 8). — Körperlänge 7—8 mm 
Angiorhina 

— 3 ia hinter der Naht. Occipitale Erweiterung nicht reduziert 96 

96 Wangen außer der Behaarung mit kräftigen Borsten. Tergit 2 dorsal nicht bis zum Hin- 
terrand ausgehöhlt. Costa im 1. Randabschnitt des Flügels an ihrer Basis mit einer 
Borste, die etwa so lang ist wie die Spitzenquerader. Dunkle Arten von 4 — 7 mm Kör- 
perlänge Blepharomyia 

— Wangen nur mit feiner Behaarung. Tergit 2 bis zum Hinterrand ausgehöhlt. Costa ohne 
eine derartige Borste. Körperlänge 7— 12 mm 97 

97 Der Abschnitt von m zwischen m-cu und der Beugung ist erheblich kürzer als die 
Strecke zwischen der Beugung und dem Flügelhinterrand. Seiten des Thorax gelb 
behaart. Borsten des Humeralcallus wie in Abb. 74, 78 (die starke vordere Borste steht 
vor der mittleren basalen Borste oder ist nur wenig nach außen gerückt). Behaarung der 
Wangen kurz, gelb, schwer sichtbar Linnaemya [comta Fall.] 

— Der Abschnitt von m zwischen m-cu und der Beugung ist länger als die Strecke zwi- 
schen der Beugung und dem Flügelhinterrand. Seiten des Thorax wenigstens vorn 
schwarz behaart. Borsten des Humeralcallus wie in Abb. 75 ... . Ernestia [zum Teil] 

98 Barrette flächig behaart (Abb. 97). Humeralcallus mit 5 Borsten in einer Anordnung wie 
in Abb. 72 99 

— Barrette nackt (Abb. 98) oder höchstens vorn mit 1—2 Härchen. Humeralcallus mit 3 
oder 4 Borsten 102 

99 Arista etwa so lang wie das 3. Fühlerglied, auf wenigstens 4 A ihrer Länge verdickt (Abb. 
38). Wangen nur in ihrer oberen Hälfte behaart .... Rhaphiochaeta [breviseta Zett.] 

— Arista etwa so lang wie die Fühler, höchstens in ihrer basalen Hälfte verdickt. Wangen- 
behaarung weiter herabgehend 100 

100 3 + 3 de. Hintertibia ad unregelmäßig beborstet (wie in Abb. 158). Tergite 3 und 4 mit 
Diskalborsten. Abdomen schwarz mit grauer Bereifung mit Schillerflecken, höchstens 
beim C? an den Seiten des 3. Tergites mit einem sehr kleinen rötlichen Fleck. 3 st 

Smidtia [conspersa Meig.] 

— 3 + 4 de. Hintertibia ad mit einem regelmäßigen Borstenkamm, mit einer längeren Zwi- 
schenborste (wie in Abb. 161) oder ohne solche (Abb. 156, 157). Tergite 3 und 4 in der 
Regel ohne Diskalborsten, wenn manchmal mit unregelmäßigen Diskalen, dann ist das 
Abdomen an den Seiten breit rötlich gefärbt. 2 oder 3 st 101 

101 ad-Kamm der Hintertibia mit einer Zwischenborste, die etwa 2mal so lang ist wie die 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 23 

anderen Börstchen (wie in Abb. 161). Abdominalbehaarung aufgerichtet. Hinterkopf 
oben ohne schwarze Börstchen hinter den Postokularzilien. 3 st. CT: Stirn höchstens 
0,35mal so breit wie ein Auge Timavia [amoena Meig.] 

— ad-Kamm der Hintertibia ohne oder nur mit einer wesentlich kürzeren Zwischenborste 
(Abb. 156, 157). Abdominalbehaarung meist anliegend; wenn aufgerichtet, dann hat der 
Hinterkopf schwarze Börstchen hinter den Postokularzilien. 2 oder 3 st. cf: Stirn 
wenigstens 0,4mal so breit wie ein Auge Winthemia 

102 Wangen mit kräftigen Borsten. 3 + 3 de. Gekreuzte Apikaiborsten des Scutellums senk- 
recht aufgerichtet (wie in Abb. 110). Arista auf wenigstens 3 A ihrer Länge verdickt; 
2. Aristaglied 2mal so lang wie sein Durchmesser Phryxe [setifacies Vill.] 

— Wangen fein behaart. 3 + 4 de. Gekreuzte Apikaiborsten annähernd horizontal (wie in 
Abb. 109). Arista auf höchstens 2 /3 ihrer Länge verdickt; 2. Aristaglied kürzer als sein 
Durchmesser 103 

103 Taster und Scutellum tiefschwarz. Taster (besonders beim $) stark verdickt. 4 st. Peri- 
stom breiter als die Wangen auf der Höhe der Fühlerbasis. Hinterhüften posterodorsal 
nackt. Abdomen blauschwarz mit Binden sehr leichter Bereifung am Vorderrand der 
Tergite 3 und 4 Epicampocera [succineta Meig.] 

— Taster und Scutellum gelb. Taster normal. 2 st. Peristom schmaler als die Wangen auf 
der Höhe der Fühlerbasis (ähnlich wie in Abb. 4). Hinterhüften posterodorsal mit 
einem oder mehreren Härchen (wie in Abb. 165). Abdomen vollständig grau bereift 
Carcelia [iliaca Ratz.] 

(die Wangenbehaarung ist variabel, siehe auch Nummer 181) 

104 Calyptrae auf ihrer ganzen Oberfläche behaart (Abb. 115). — Augen behaart. Körper- 
länge 8— 15mm Nemoraea [pellucida Meig.] 

— Calyptrae auf ihrer Oberfläche nackt, nur am Rand mit feinen Härchen (Abb. 112 — 114, 
116,117) 105 

105 Körperfärbung glänzend metallisch grün oder blau. — Augen behaart. Körperlänge 
6-12 mm 106 

— Färbung anders 107 

106 Basale Humeralborsten in einer geraden Linie; die starke vordere Humeralborste steht 
direkt vor der mittleren basalen Humeralborste (Abb. 74). Taster gelb. 3 + 3 de. Beu- 
gung von m ohne oder nur mit winzigem Aderanhang. r 4+5 auf wenigstens 2 /i zwischen 
der Basis und r-m mit Börstchen Chrysosomopsis [auratus Fall.] 

— Humeralborsten in einer Stellung wie in Abb. 75 (mittlere basale Humeralborste nach 
vorn gerückt). Taster schwarz oder dunkelbraun. 3 + 4 de. Beugung von m mit einem 
Aderanhang etwa so lang wie r-m. r 4+5 höchstens auf x /i zwischen der Basis und r-m mit 
Börstchen Gymnocheta 

107 Die Subapikalen des Scutellums reichen nicht so weit nach hinten wie die starken, 
gekreuzten Apikaiborsten (wie in Abb. 108). Flügel: Der Abschnitt von m zwischen 
r-m und m-cu ist kürzer als der zwischen m-cu und der Beugung (Abb. 130). — Augen 
nackt oder nur sehr spärlich behaart. Kleine Arten von 3 — 5,5 mm Körperlänge . . 108 

— Die starken Subapikalen des Scutellums reichen wenigstens so weit nach hinten wie die 
Apikalen, die auch ganz fehlen können (Abb. 103-105, 112, 114-117). Der Abschnitt 
von m zwischen r-m und m-cu ist wenigstens so lang wie der zwischen m-cu und der 
Beugung (wie in Abb. 127, 128, 133, 134) 110 

108 Pteropleuralborste nicht oder kaum von den umgebenden Härchen differenziert. 2 weit 
voneinander entfernt stehende ia hinter der Naht. Augen nackt. Abdomen grau bereift 
mit schwarzen Flecken und Punkten am Hinterrand der Tergite (wenigstens an der 
Basis der Marginalborsten) Rondania [cucullata R.D.] 

— Pteropleuralborste wenigstens l,5mal so lang wie die umgebenden Haare. 3 ia hinter der 
Naht. Augen spärlich und kurz behaart. Abdomen anders gefärbt 109 

109 1. und 2. Aristaglied verlängert, zusammen wenigstens so lang wie das 3. Aristaglied 
(wie in Abb. 44). r 4+5 mit Börstchen fast bis r-m Trichactia \pictiventris Zett] 

— 1. und 2. Aristaglied nicht verlängert, zusammen höchstens so lang wie Vio des 3. Ari- 
stagliedes. r 4+5 nur mit wenigen Börstchen an seiner Basis (Abb. 130) 

Eloceria [delecta Meig.] 

110 Gleichzeitig die folgenden 4 Merkmale: pv-Endsporn der Hintertibia etwa so lang und 



24 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

stark wie der av-Endsporn (Abb. 158); Augen behaart; über der Vibrisse höchstens im 
unteren V3 der Gesichtsleisten einige Haare oder Borsten (nur bei Lypha selten bis zur 
Mitte, siehe Nummer 115); ad-Endsporn der Vordertibia wenigstens so lang und stark 
wie der dorsale Endsporn (Abb. 158) (sehr selten geringfügig kürzer) 111 

— Andere Merkmalskombinationen 122 

111 Humeralcallus mit 3 starken Basalborsten in gerader Linie und einer etwa ebenso 
starken vorderen Borste, die gegenüber der mittleren Basalborste oder etwas weiter 
außen steht (Abb. 74, 78) 112 

— Stellung der Humeralborsten anders (Abb. 75, 76) 116 

112 Lateralborsten des Scutellums fehlend (wie in Abb. 117) oder haarförmig. Haustellum 
des Rüssels wenigstens so lang wie der große Augendurchmesser 113 

— Lateralborsten des Scutellums wenigstens so lang wie Vs der Basalborste und annähernd 
so stark. Haustellum des Rüssels kürzer als der große Augendurchmesser (wie in Abb. 
22) 114 

113 3. Fühlerglied höchstens l,5mal so lang wie das zweite. Randdorn des Flügels wenig- 
stens 3mal so lang wie die anderen Costaldörnchen des 1. Randabschnittes. 2. Randab- 
schnitt unten behaart. Spitzenquerader gerade oder kaum merklich konkav (wie in Abb. 
120). Scutellum mit halbaufgerichteter Behaarung, höchstens mit einigen längeren und 
stärkeren Haaren dazwischen. Abdomen an den Seiten oft ± rot gefärbt . . . Eriothrix 

— 3. Fühlerglied wenigstens 2,5mal so lang wie das zweite. Randdorn des Flügels sehr 
kurz, nicht aus den übrigen Costaldörnchen herausragend. 2. Randabschnitt unten 
nackt. Spitzenquerader ausgesprochen konkav (wie in Abb. 127). Scutellum mit 2—6 
aufgerichteten Borsten. Abdomen ohne rote Färbung Trafoia 

114 Hintere st deutlich tiefer stehend als die vordere. Körper glänzend schwarz, praktisch 
ohne Bereifung. Calyptrae und Flügelbasis gelblich. — Körperlänge 4 — 6 mm 

Lydina [aenea Meig.] 

— Hintere st etwa auf gleicher Höhe wie die vordere. Körper mit deutlicher Bereifung. 
Calyptrae weißlich 115 

115 Basicosta weißlichgelb. Taster ± verkürzt, fadenförmig. Beugung von m mit einem 
langen Aderanhang (wie in Abb. 133). Lateralborsten des Scutellums etwa so stark wie 
die Basalborsten. Die Stirnborsten gehen auf den Wangen höchstens bis zur Basis der 
Arista herab. Körperlänge 8 — 13 mm Linnaemya 

— Basicosta schwarz. Taster normal, distal verbreitert. Beugung der m ohne, selten mit 
winzigem Aderanhang. Lateralborsten viel länger und stärker als die Basalborsten. Die 
Stirnborsten gehen bis auf die halbe Höhe der Wangen herab. Körperlänge 4 — 7,5 mm 
Lypha 

116 Gleichzeitig die folgenden 3 Merkmale: Tergit 2 dorsal nur bis zur Mitte ausgehöhlt; 
Scutellum ohne gekreuzte Apikaiborsten; Hinterkopf überwiegend schwarz behaart 
(höchstens über dem hinteren Mundrand einige helle Haare) Cleonice 

— Andere Merkmalskombinationen 117 

117 Mundrand von der Seite nicht sichtbar. Tergit 2 dorsal nicht ganz bis zum Hinterrand 
ausgehöhlt (Abb. 167) 118 

— Mundrand vorgezogen, von der Seite gut sichtbar (wie in Abb. 22). Tergit 2 dorsal bis 
zum Hinterrand ausgehöhlt (wie in Abb. 168) 119 

118 Lateralborsten des Scutellums wenigstens so stark wie die Subapikalen (wie in Abb. 
107). Behaarung des Peristoms fast so fein wie die Behaarung der Parafrontalia. Basi- 
costa, Taster und Tibien gelb, bei den 2 häufigeren Arten auch das Abdomen ± umfang- 
reich gelb, cf: Tergit 6 nackt oder fast nackt (bis zu 6 feine Härchen) .... Hyalurgus 

— Lateralborsten schwächer als die Subapikalen. Behaarung des Peristoms börstchenartig, 
viel stärker als die Behaarung der Parafrontalia. Basicosta, Taster, Tibien und Abdomen 
schwarz, d" : Tergit 6 dicht behaart Emporomyia [kaufmanni B.B.] 

119 Cf: vi haarförmig, nicht oder kaum von den Postokularzilien unterschieden, nach vorn 
gebogen; Stirn 0,15 — 0,50mal so breit wie ein Auge. $ : 2. Fühlerglied ganz gelb; hin- 
tere der 2 oe nach vorn gerichtet Ernestia 

— Cf : vi stark, konvergierend, gekreuzt oder nach hinten gebogen; Stirn 0,25 — 0,85mal so 
breit wie ein Auge. $ : 2. Fühlerglied schwarz oder höchstens am distalen Ende braun; 
wenn ausnahmsweise gelb, dann ist die hintere oe über das Auge nach außen gebogen 
120 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 25 

120 Gekreuzte Apikaiborsten des Scutellums fehlend. Der Abstand der Subapikalen unter- 
einander ist in der Regel so groß wie der Abstand der hinteren acr vor dem Scutellum. 
Die 2 mittleren schwarzen Streifen des Thorax vor der Naht sind fast immer zu einem 
gemeinsamen breiten Streifen verschmolzen. 1 starke Pteropleuralborste. $ : Hintere oe 
über dem Auge nach außen gebogen Fausta [nemorum Meig.] 

— Gekreuzte Apikaiborsten vorhanden. Der Abstand der Subapikalen untereinander ist 
viel größer als der Abstand der hintersten acr vor dem Scutellum. Mittlere Streifen des 
Thorax vor der Naht getrennt, nur höchst selten etwas verschmolzen. 2 Pteropleural- 
borsten. 9 : Hintere oe nach vorn gerichtet 121 

121 2. Aristaglied 2 — 3mal so lang wie sein Durchmesser. Randdorn des Flügels etwa 4mal 
so lang wie die anderen Costaldörnchen des 1. Randabschnittes. Beugung von m fast 
immer mit einem Aderanhang (etwa so lang wie r-m) . . . Appendicia [truncata Zett.] 

— 2. Aristaglied 1 — l,5mal so lang wie sein Durchmesser. Randdorn kurz, nicht aus der 
Reihe der anderen Costaldörnchen herausragend. Beugung von m ohne oder — höchst 
selten — mit einem sehr kurzen Aderanhang Eurithia 

122 Prosternum ganz nackt (Abb. 67) 123 

(Wenn das Prosternum verdeckt ist, dann kommt man in der Regel auch ans Ziel, wenn man diese 

Alternative verfolgt.) 

— Prosternum am Seitenrand behaart (Abb. 68), manchmal nur mit einem Härchen (Abb. 
69) 144 

123 Augen dicht und lang behaart 124 

— Augen nackt oder praktisch nackt 127 

124 Über der Vibrisse steigen einige starke Borsten wenigstens bis zu 2 /3 der Höhe der 
Gesichtsleisten auf (wie in Abb. 6, 8, 9). Präalarborste kürzer als die vordere postsutu- 
rale ia, viel kürzer als vordere postsuturale de (Abb. 82) 125 

— Über der Vibrisse nur einige Haare oder Börstchen, die höchstens bis zur Mitte der 
Gesichtsleisten aufsteigen. Präalarborste länger als die vordere postsuturale ia, etwa so 
lang wie die vordere postsuturale de 144 

125 Ocellarborsten reklinat (wie in Abb. 11, 55). Pteropleuralborste fehlend. — Borsten des 
Humeralcallus wie in Abb. 73 Campylocheta 

— Ocellarborsten proklinat. Pteropleuralborste vorhanden, wenigstens l,5mal so lang wie 
die umgebenden Haare 126 

126 Mundrand stark nach vorn gezogen. 2 oe und Prävertikalborste fächerartig über dem 
Auge nach außen gebogen. Arista wenigstens bis zur Mitte verdickt. Beugung von m 

ohne Schattenfalte. Abdomen glänzend schwarz. Körperlänge 5 — 7 mm 

Policheta [unicolor Fall.] 

— Andere Merkmalskombinationen 144 

127 Über der Vibrisse steigen starke Borsten weiter als bis zur Mitte der Gesichtsleisten auf 
(wie in Abb. 6, 8, 9) 128 

— Über der Vibrisse nur einige Haare oder Börstchen im unteren V3 der Gesichtsleisten, 
wenn ausnahmsweise bis zur Mitte aufsteigend, dann sehr kurz und hängend (wie in 
Abb. 13) 129 

128 Beine gelb. Beim ($ das 1. und 2. Fühlerglied, beim $ die ganzen Fühler gelb. Apikai- 
borsten des Scutellums fehlend. Arista bis zur Mitte verdickt. Körperlänge 4 — 6 mm 
Hebia[flavipesR.D.] 

— Andere Merkmalskombinationen 144 

129 3. Fühlerglied vorn am Ende in eine Spitze ausgezogen (Abb. 39). — Lateralborsten des 
Scutellums fehlend; Apikaiborsten stark, gekreuzt. Abdomen ohne Diskalborsten, dicht 
grau bereift, nur um die Basis der Marginalborsten schwarz. Körperlänge 4 — 6 mm 

Acemya 

— 3. Fühlerglied vorn ohne solche Spitze 130 

130 Arista fast bis zum Ende verdickt, das 2. Glied wenigstens so lang wie 2 /i des 3. Gliedes 
(wie in Abb. 11). — pv-Endsporn der Hintertibia so lang und stark stark wie der av- 
Endsporn (wie in Abb. 158). Beugung vom m mit einem Aderanhang. r t und r 4+5 mit 
zahlreichen Börstchen. Stirn sehr breit, bei beiden Geschlechtern mit 2 oe. Körperlänge 
8 — 13 mm Germaria 

— 2. Glied der Arista viel kürzer 131 



26 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

131 Thorax mit einer — zumindest vorn — sehr scharf abgegrenzten mattschwarzen Quer- 
binde direkt hinter der Naht. Scutellum mit Ausnahme der Spitze, Tergit 2 sowie die 
hintere Hälfte der Tergite 3 und 4 ebenfalls mattschwarz; der Körper zeigt somit 5 
schwarze Querstreifen in annähernd gleichem Abstand. — Schlanke Art von 5 — 10 mm 
Körperlänge Trigonospila[ludio Zett.] 

— Körperzeichnung anders 132 

132 Beugung von m rechtwinklig mit Aderanhang (Abb. 133), sehr selten nur mit einer 
Schattenfalte (wie in Abb. 127). — Beine, Fühler und Taster wenigstens teilweise gelb. 
Pteropleuralborste haarförmig, zumindest weniger als l,5mal so lang wie die umge- 
benden Haare 133 

— Beugung von m stumpfwinklig oder gerundet, ohne Aderanhang oder Schattenfalte 
135 

133 Fühler viel kürzer als die Breite des Peristoms; Rüssel sehr klein, kürzer als die stark 
verdickten Taster (Abb. 29). — Vordertibia mit einem starken ventralen Endsporn 

Trixa 

— Fühler nicht verkürzt, länger als die Breite des Peristoms. Rüssel normal, Taster nicht 
verdickt 134 

134 Thorax vor der Naht mit 2 breiten schwarzen Längsstreifen, die etwa so breit sind wie 
der trennende Zwischenraum (Abb. 62). Ocellarborsten fehlend. 2 + 3 de. 3 st. Aderan- 
hang von m länger als als r-m (Abb. 133). r 4+5 wenigstens bis zur Mitte zwischen der 
Basis und r-m mit Börstchen. Abdomen lateral komprimiert, seine Seiten überwiegend 
rot. Femora gelb. Tibien schwarz Mintho [rufiventris Fall.] 

— Thorax vor der Naht mit 5 schmalen Längsstreifen. Ocellarborsten vorhanden. 3 + 4 de. 

2 st. Aderanhang von m viel kürzer als r-m, sehr selten fehlend. r 4+5 nur an der Basis mit 
einigen Börstchen. Abdomen nicht lateral komprimiert, schwarz mit sehr leichter grauer 
Bereifung. Femora und Tibien gelb Redtenbacheria [insignis Egg.] 

135 Beine gelb (höchstens die Tarsen dunkel). Mitteltibia mit 1 ad.— 2 Humeralborsten oder 

3 in gerader Linie 136 

— Beine schwarz oder dunkelbraun (höchstens die Tibien gelblich). Mitteltibia fast immer 
mit wenigstens 2 ad 138 

136 Kopfprofil halbkreisförmig, die Fühlerbasis weit unter der Augenmitte ansetzend. 
Mundrand von der Seite nicht sichtbar. Peristom linienförmig schmal. Parafrontalia bei 
beiden Geschlechtern mit einer Reihe von 5 — 8 starken oe. r, und r 4+5 (heim $ auch cu) 
mit zahlreichen Börstchen. Abdomen mit Diskalborsten. Epaulette schwarz. Basicosta 
gelb Halidaya [aurea Egg.] 

— Kopfprofil nicht halbkreisförmig. Fühler über der Augenmitte ansetzend. Mundrand 
vorgezogen, von der Seite sichtbar. Peristom wenigstens so breit wie x lb des großen 
Augendurchmessers. Parafrontalia höchstens mit 2—3 oe. Nur r 4+5 an der Basis mit 
wenigen Börstchen. Abdomen ohne Diskalborsten (nur bei der seltenen nordeuropä- 
ischen Solieria borealis mit Diskalen). Epaulette und Basicosta gelb 137 

137 2 de vor der Naht. Die Stirnborsten reichen wenigstens bis zur Mitte des 2. Fühler- 
gliedes herab. 3. Fühlerglied schwarz. Stirn grau bereift, selten schwach gelblich .... 

Solieria 

— 3 de vor der Naht. Die Stirnborsten reichen höchstens bis zur Mitte des 1. Fühlergliedes. 
Fühler ganz gelb. Stirn goldgelb bereift Leskia [aurea Fall.] 

138 Gleichzeitig die folgenden 3 Merkmale: Haustellum des Rüssels schlank, wenigstens 
3,5mal so lang wie sein Durchmesser (Abb. 27); Mundrand vorgezogen, von der Seite 
gut sichtbar (Abb. 27); Humeralcallus mit 3 Borsten in gerader Linie (wie in Abb. 70) 
139 

— Andere Merkmalskombinationen 142 

139 Die Vibrisse steht hoch über dem Mundrand (Abb. 27). ad-Endsporn der Vordertibia 
viel länger und stärker als der dorsale Endsporn. Abdomen dicht bereift, am Hinterrand 
der Tergite 3 und 4 mit je einem Paar ± deutlicher schwarzer Flecken 

Stomina [tachinoides Fall.] 

Vibrisse auf der Höhe des Mundrandes. ad-Endsporn der Vordertibia kürzer als der 
dorsale Endsporn. Abdominalzeichnung anders 140 

140 Tergite 3 und 4 ohne Diskalborsten. Haustellum des Rüssels sehr schlank, 8 — 12mal so 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 27 

lang wie sein Durchmesser. Rüssel länger als die Kopfhöhe. — Arista verdickt auf 
wenigstens 2 A ihrer Länge, ihr 2. Glied 3— 4mal so lang wie sein Durchmesser . Aphria 

— Tergite 3 und 4 mit Diskalborsten. Haustellum des Rüssels 3,5 — 6mal so lang wie sein 
Durchmesser. Rüssel kürzer als die Kopfhöhe 141 

141 Arista verdickt auf höchstens 2 /s ihrer Länge, ihr 2. Glied nicht länger als sein Durch- 
messer Bithia 

— Arista auf mehr als x li ihrer Länge verdickt, ihr 2. Glied 2,5— 4mal so lang wie sein 
Durchmesser Demoticus [plebejus Fall.] 

142 Gleichzeitig: Abdomen an den Seiten breit rot oder gelb; die 3 äußeren Humeralborsten 
in der Form eines Dreiecks stehend (wie in Abb. 71, 72); r 4+5 etwa bis r-m mit Börst- 
chen; Tergit 2 dorsal nur bis zur Mitte ausgehöhlt 143 

— Andere Merkmalskombinationen 144 

143 Tergite 3 und 4 ohne Diskalborsten. Apikaiborsten des Scutellums fehlend. r x nackt, ad- 

Endsporn der Vordertibia viel kürzer als der dorsale Endsporn 

Atylostoma[tricolor Mik] 

— Tergite 3 und 4 mit Diskalborsten. Apikaiborsten des Scutellums stark, gekreuzt. r { mit 
Börstchen. ad-Endsporn der Vordertibia länger als der dorsale Endsporn 

Phenicellia [haematodes Meig.] 

144 Präalarborste kürzer und schwächer als die Notopleuralen (Abb. 82), manchmal haar- 
förmig oder ganz fehlend (in Zweifelsfällen höchstens so lang wie die vordere postsutu- 
rale ia und höchstens so lang wie l li der vorderen postsuturalen de) 145 

— Präalarborste länger und stärker als die Notopleuralen (Abb. 1, 2) (in Zweifelsfällen 
länger als die vordere postsuturale ia und länger als 2 /3 der vorderen postsuturalen de) 
179 

145 Fläche der Calyptrae nahe dem Außenrand ballonförmig konvex (Abb. 112). — Scu- 
tellum ganz schwarz. Gesichtsleisten über der Vibrisse höchstens im unteren Drittel mit 
Börstchen 146 

— Calyptrae am Außenrand nicht auffallend konvex (Abb. 113 — 117) 149 

146 Augen nackt. Barrette nackt. Beugung von m rechtwinklig mit kurzem Aderanhang. 2 
de vor der Naht. Abdomen mit anliegender Behaarung, ohne Diskalborsten; seine Fär- 
bung glänzend schwarz, am Vorderrand der Tergite 3 und 4 mit einer sehr schmalen 
Bereifungsbinde, die in der Mitte unterbrochen ist. Tergit 5 nur halb so lang wie Tergit 
4. Körperlänge 3—4 mm.— 2. Glied der Arista 3— 4mal so lang wie sein Durchmesser 

Atylomyia[loewi Brauer] 

— Augen lang und dicht behaart. Barrette behaart (wie in Abb. 97). Beugung von m ohne 
Aderanhang. 3 de vor der Naht. Abdomen bei den cT mit aufgerichteter Behaarung 
(manchmal mit Diskalborsten), bei den $ wenigstens die Tergite 4 und 5 mit Diskalbor- 
sten. Abdominalbereifung ausgedehnter. 5. Tergit 0,7— l,0mal so lang wie Tergit 4. Kör- 
periänge4,5 — 8 mm 147 

147 Peristom wenigstens so breit wie l /i des großen Augendurchmessers. Wangen an ihrer 
schmälsten Stelle wenigstens so breit wie 2 /i des 3. Fühlergliedes 

Prosethilla [kramerella Stein] 

— Peristom höchstens so breit wie Vs des großen Augendurchmessers. Wangen an ihrer 
schmälsten Stelle höchstens so breit wie x li des 3. Fühlergliedes 148 

148 Scutellum mit Lateralborsten so stark wie die Apikaiborsten. 2. Aristaglied 2,5— 4mal so 
lang wie sein Durchmesser. Abdomen an den Seiten rötlich durchscheinend (beim $ 
wenigstens am Vorderrand von Tergit 3). Taster in der distalen Hälfte gelb 

Ethilla [aemula Meig.] 

— Lateralborsten fehlend oder haarförmig (Abb. 112). 2. Aristaglied 1— 2mal so lang wie 
sein Durchmesser. Abdomen nicht rötlich durchscheinend. Taster schwarz oder gelb 
Paratryphera 

149 Beugung von m winklig, mit einer Schattenfalte (Abb. 127) 150 

— . Beugung von m gerundet, ohne Schattenfalte (wie in Abb. 118, 128, 131) 157 

150 Hinterkopf oben hinter den Postokularzilien ohne schwarze Börstchen, nur mit weißer 
Behaarung 151 

— Hinterkopf oben hinter den Postokularzilien mit schwarzen Börstchen über der weißen 
Behaarung. — Börstchen oder Borsten über der Vibrisse stets weiter als bis zur Mitte der 
Gesichtsleisten aufsteigend 154 



28 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

151 Die Borsten oder Börstchen über Vibrisse reichen höchstens bis zur Mitte der Gesichts- 
leisten nach oben (wenn ausnahmsweise etwas darüber, dann sind die oberen Börstchen 
deutlich schwächer als die unteren). Augen nackt oder behaart 152 

— Die starken Borsten über der Vibrisse reichen bis zum oberen 1 /i oder V4 der Gesichts- 
leisten (Abb. 6), wenn ausnahmsweise nur wenig bis über die Mitte, dann sind die 
oberen Borsten genauso stark wie die unteren. Augen stets behaart (wenn auch 
manchmal nur spärlich und kurz) 153 

152 Ocellarborsten etwa so stark wie die hinteren oi. Augen nackt oder behaart . . Exorista 

— Ocellarborsten fehlend oder haarförmig. Augen dicht behaart. — 3 + 4 de. Tergite 3 und 
4 mit Diskalborsten. Syncercus beim cf dorsal mit gelben Haaren wie bei Exorista 
rustica (Abb. 281). Körperlänge 6 — 7 mm Neophryxe [vallina Rond.] 

153 2. Aristaglied 3— 4mal so lang wie sein Durchmesser (Abb. 6). Taster schwarz. Wangen 
an ihrer schmälsten Stelle nicht oder kaum breiter als die Taster (Abb. 6). Hinterkopf 
flach. Vibrisse auf der Höhe des Mundrandes. 4 de hinter der Naht. $ : oi auffallend lang 
und stark (Abb. 6) Phorinia [aurifrons R.D.] 

— 2. Aristaglied 1 — l,5mal so lang wie sein Durchmesser. Taster (wenigstens an der Spitze) 
gelb. Wangen an ihrer schmälsten Stelle wenigstens 2mal so breit wie die Taster, meist 
viel breiter. Hinterkopf gewölbt. Vibrisse über der Höhe des Mundrandes. 3 de hinter 
der Naht (bei den vier berücksichtigten Arten). §: oi normal Chetogena 

154 Die Ocellarborsten stehen auf der Höhe des vorderen Ocellus oder noch etwas davor 
(Abb. 54). Augen nur sehr spärlich und kurz behaart, fast nackt. Gesichtsleisten (von 
der Seite gesehen) in ihrer unteren Hälfte konvex. Apikaiborsten des Scutellums 
fehlend. Hinterkopf flach. Körperlänge 3,5 — 6 mm Bessa 

— Ocellarborsten hinter dem vorderen Ocellus stehend (wie in Abb. 56, 57). Augen dicht 
und lang behaart. Gesichtsleisten in ihrer unteren Hälfte konkav oder gerade. Gekreuzte 
Apikaiborsten vorhanden, manchmal aber nur haarförmig. Hinterkopf gewölbt. Kör- 
perlänge 5— 14 mm 155 

155 3 + 3 de. Vordertibia mit pd-Endsporn und pd-Börstchen. Tergit 3 mit Diskalborsten, 
die wenigstens 2mal so lang sind wie die Behaarung des 3. Tergites. $: 6. Sternit 
V-förmig (Abb. 192, 225, 226). cf : Epandrium sehr groß, von hinten gesehen fast halb 
so breit wie Tergit 5 (nur bei der seltenen Phorocera grandis etwa so breit wie V3 — ! A 
von Tergit 5) Phorocera 

— 3 + 4 de. Vordertibia ohne pd-Endsporn und (meist) ohne pd-Börstchen. Tergit 3 ohne 
Diskalborsten oder mit kurzen Borsten, die kaum länger sind als die Grundbehaarung. 
$: 6. Sternit nicht V-förmig. cf : Epandrium normal, von hinten gesehen nur etwa so 
breit wie V4 von Tergit 5 156 

156 Hinterrand der Tergite schwarz, Bereifung bei unterschiedlichem Lichteinfall wenig 
veränderlich. 3. Fühlerglied beim cf 2,3 — 3,2mal, beim $ 1,8— 2,2mal so lang wie das 
zweite. Marginalborsten von Tergit 4 höchstens so lang wie das Segment. Tergite 3 und 
4 mit kurzen Diskalborsten. Basicosta gelb oder braun. 4. Randabschnitt des Flügels 
etwa so lang wie der sechste, cf: Syncercus flach herzförmig, nicht auffällig behaart 

Diplostichus\janitrix Hart.] 

— Abdomen bis hinten bereift, bei unterschiedlichem Lichteinfall mit sehr veränderlichen 
Schillerflecken. 3. Fühlerglied beim cf 3,8— 4,5mal, beim $ 2,7— 3,7mal so lang wie das 
zweite. Marginalborsten von Tergit 4 deutlich länger als das Segment. Tergite 3 und 4 in 
der Regel ohne Diskalborsten. Basicosta schwarz. 4. Randabschnitt des Flügels viel 
länger als der sechste, cf : Syncercus lang und schmal, dorsal mit büschelartig dichter, 
gekräuselter Behaarung Parasetigena [silvestris R.D.] 

157 Arista auf V2 ihrer Länge (wie in Abb. 16) oder weiter verdickt (Abb. 8, 9); der Bereich, 
in dem sich die Verdickung verjüngt, ist kurz. — Stirn bei beiden Geschlechtern etwa so 
breit wie ein Auge oder breiter 158 

— Arista auf Vs — 2 A ihrer Länge verdickt (wie in Abb. 4, 12); die Verjüngung des ver- 
dickten Teils erfolgt über eine längere Strecke 166 

158 Gesichtsleisten über der Vibrisse über die Mitte hinaus mit aufgerichteten, starken Bor- 
sten (wie in Abb. 6, 8, 9). cf mit oder ohne oe 159 

— Gesichtsleisten nur im unteren Vs - 2 /s mit Börstchen (wie in Abb. 3 — 5); wenn gering- 
fügig weiter, dann sind die Börstchen hängend (Abb. 13). ö" stets mit oe. — Tergit 2 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 29 

nicht bis zum Hinterrand ausgehöhlt 162 

159 Wangen unter den Stirnborsten dicht, aber kurz, behaart (Abb. 8). Peristom wenigstens 
so breit wie Vs des großen Augendurchmessers. Occipitale Erweiterung reduziert; Peri- 
stom in seiner vorderen Hälfte daher völlig nackt (Abb. 8). Augen spärlich und kurz 
behaart, beim 2 manchmal fast nackt. — Tergite bis zum Hinterrand bereift. Körper- 
länge 5— 8mm Istocheta (ohne hemichaeta B.B., siehe Nummer 171) 

— Wangen unter den Stirnborsten nackt oder oder mit höchstens 1—3 Haaren. Peristom 
viel schmaler. Behaarte occipitale Erweiterung wenigstens am Unterrand des Peristoms 
entwickelt. Augen immer nackt 160 

160 Tergit 2 dorsal praktisch bis zum Hinterrand ausgehöhlt (wie in Abb. 168). 2. Randab- 
schnitt des Flügels so lang wie V3 — V2 des dritten. Tergite grau bereift, mit Ausnahme 
einer diffusen dunklen Hinterrandbinde. Körperlänge 5 — 7 mm 

Ligeriella [aristata VilL] 

— Tergit 2 nicht bis zum Hinterrand ausgehöhlt (wie in Abb. 167, 169). 2. Randabschnitt 
des Flügels etwa so lang wie X U des dritten. Abdomen ganz schwarz oder mit schmalen 
weißen Binden am Vorderrand der Tergite. Körperlänge 3 — 5 mm 161 

161 r 4+5 mit 1—3 Börstchen an der Basis. Mitteltibia mit 1 ad. Hintertibia mit 2 dorsalen 
Endspornen. Stiel von R 5 so lang wie V4 — V2 der Spitzenquerader. Abdomen ganz 
glänzend schwarz, ohne Bereifung Ligeria [angusticornis Loew] 

— r 4+5 wenigstens bis r-m mit Börstchen. Mitteltibia mit 2 — 3 ad. Hintertibia mit 3 dor- 
salen Endspornen. R 5 nicht gestielt oder der Stiel viel kürzer. Tergite mit schmalen 
weißen Binden am Vorderrand Staurochaeta[albocingulataFaü.] 

162 Abdomen ohne Diskalborsten. 3. Fühlerglied in seinem apikalen 1 h wenigstens 5mal 
($) — lOmal (cf) so breit wie die Wangen auf halber Höhe. Mundrand vorgezogen, von 
der Seite sichtbar. Körperlänge 2 — 3,5 mm. — Mitteltibia mit 1 ad. Abdomen glänzend 
schwarz; Tergite am Vorderrand mit schmalen Binden grauer Bereifung, die in der Mitte 
unterbrochen sind Paracraspedothrix [montivaga VilL] 

— Abdomen mit Diskalborsten. 3. Fühlerglied in seinem apikalen V3 höchstens 2mal 
($)— 4mal (cf) so breit wie die Wangen auf halber Höhe. Mundrand von der Seite nicht 
sichtbar. Körperlänge 3,5 — 6,5 mm 163 

163 Hintertibia mit 3 dorsalen Endspornen. Abdomen bis zum Hinterrand bereift (die Ter- 
gite 4 und 5 bei den cf oft aber viel schwächer als die Tergite 2 und 3). 2 — 3 Humeral- 
borsten. 3. Fühlerglied 1,5 ($)— 3mal (cf) so lang wie das zweite. Wangen an ihrer 
schmälsten Stelle etwa so breit wie das 3. Fühlerglied 164 

— Hintertibia mit 2 dorsalen Endspornen. Tergite ganz glänzend schwarz oder mit 
schmalen Bereifungsbinden am Vorderrand. 2 Humeralborsten. 3. Fühlerglied 3,5 
($) — 8mal (cf ) so lang wie das zweite. Wangen an ihrer schmälsten Stelle höchstens halb 
so breit wie das 3. Fühlerglied 165 

164 ad-Endsporn der Vordertibia etwa so lang und stark wie der dorsale Endsporn; pd-End- 
sporn fehlend. 2. Aristaglied so lang wie sein Durchmesser. Peristom so breit wie V4 — 
2 A des großen Augendurchmessers. Haustellum des Rüssels kürzer als V2 des kleinen 
Augendurchmessers. § : Sternit 7 dorsal vertieft und wie ein Legestachel zugespitzt 

Robinaldia [angustata VilL] 

— ad-Endsporn der Vordertibia höchstens halb so lang wie der dorsale Endsporn; pd- 
Endsporn vorhanden. 2. Aristaglied 1,5— 2,5mal so lang wie sein Durchmesser. Peri- 
stom so breit wie V2 — 2 /3 des großen Augendurchmessers. Haustellum wenigstens so 
lang wie 2 /i des kleinen Augendurchmessers. $ : Sternit 7 lateral komprimiert (Abb. 209) 

Picconia [incurva Zett.] 

165 Abdomen ganz glänzend schwarz, ohne Bereifung. Wangen unter den Stirnborsten mit 
sehr feinen und kurzen Haaren, die fast bis zur Mitte oder noch etwas weiter herab- 
gehen. Mitteltibia mit 1 ad. Lateralborsten des Scutellums wesentlich kürzer als die 
Basalen und Subapikalen, oft nur haarförmig. Körperlänge 3,5— 4 mm 

Erynniopsis [antennata Rond.] 

— Tergite mit einer schmalen Bereifungsbinde am Vorderrand. Wangen unter den Stirn- 
borsten nackt. Mitteltibia mit 2 — 3 ad. Lateralborsten des Scutellums wenigstens so lang 
und stark wie die Basalen, oft so stark wie die Subapikalen. Körperlänge 4 — 6,5 mm 

Leiophora [innoxia Meig.] 



30 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

166 Propleure behaart (Abb. 90). — Apikaiborsten des Scutellums aufgerichtet, meist 
parallel (Abb. 100). Tergit 2 dorsal bis zum Hinterrand ausgehöhlt. Über der Vibrisse 
einige Börstchen höchstens im unteren l fo der Gesichtsleisten. Augen behaart oder fast 
nackt, cf meist mit paarigen dunklen Flecken auf den Tergiten 3 und 4 . . . . Meigenia 

— Propleure nackt; wenn ausnahmsweise behaart, dann andere Merkmalskombinationen 
167 

167 Mitteltibia nur mit einer starken, isolierten ad (wie in Abb. 154). ad-Endsporn der Vor- 
dertibia höchstens halb so lang wie der dorsale Endsporn. — Die 3 stärksten Borsten des 
Humeralcallus stets in einer geraden oder annähernd geraden Linie stehend (wie in Abb. 
70, 80), selten nur 2 Borsten vorhanden (wie in Abb. 81) 168 

— Mitteltibia mit 2—3 oder mehr ad (wie in Abb. 152, 153). ad-Endsporn der Vordertibia 
manchmal fast so lang wie der dorsale Endsporn oder sogar länger 173 

168 Augen dicht und lang behaart. 4 de hinter der Naht 169 

— Augen nackt oder praktisch nackt. 3 de hinter der Naht . . . 170 

169 Über der Vibrisse gehen starke, aufgerichtete Borsten weiter als bis zur Mitte der 
Gesichtsleisten empor (wie in Abb. 6). Ocellarborsten fehlend oder haarförmig. 3. Füh- 
lerglied an seiner Basis nicht auffallend vorgezogen. Hinterhüften posterodorsal nackt. 4 
Humeralborsten. $ : Tergite 3 und 4 ventral zusammengedrückt, am Hinterrand mit 
Dörnchen; Postabdomen mit Legestachel (Abb. 217) . Compsilura [concinnata Meig.] 

— Gesichtsleisten über der Vibrisse nur im unteren 1 h mit Börstchen. Ocellarborsten so 
stark wie die oi. 3. Fühlerglied an seiner Basis stark nach vorn gewölbt. Hinterhüften 
posterodorsal mit 1—3 Haaren. 3 Humeralborsten. J: Tergite 3 und 4 normal; Postab- 
domen ohne Legestachel Hemimacquartia [paradoxa B.B.] 

170 Tergite 3 und 4 ohne Diskalborsten. Vibrisse weit über der Höhe des Mundrandes. 
Gesichtsleisten nur im unteren ! A — V3 mit Börstchen. — Abdomen vollständig bereift. 
Wangen mit 4 — 10 Haaren unter den Stirnborsten. Scutellum ohne Apikaiborsten; Late- 
ralen oft doppelt Zaira [cinerea Fall.] 

— Tergite 3 und 4 mit Diskalborsten. Vibrisse auf der Höhe des Mundrandes, die Börst- 
chen oder Borsten darüber reichen wenigstens bis zur Mitte der Gesichtsleisten . . 171 

171 Wangen unter den Stirnborsten mit 8 — 15 Härchen. Peristom wenigstens so breit wie 3 /s 
des großen Augendurchmessers (wie in Abb. 8). 1 Paar starke acr vor der Naht 
(manchmal davor noch 1 Paar wesentlich kürzere Börstchen). Tergit 2 dorsal höchstens 
bis zur Mitte ausgehöhlt (wie in Abb. 169). Tergite vollständig bereift, am Hinterrand 
nicht schwarz Istocheta [hemichaeta B.B.] 

— Wangen unter den Stirnborsten nackt oder höchstens mit 1 —2 Härchen. Peristom höch- 
stens so breit wie 2 A des großen Augendurchmessers. 2—3 Paar acr vor der Naht. Tergit 
2 dorsal viel weiter ausgehöhlt, meist fast bis zum Hinterrand (wie in Abb. 167). Tergite 
am Hinterrand schwarz 172 

172 Letzter Abschnitt von cuj so lang wie V2 — 2 /i von m-cu. Apikalen des Scutellums 
fehlend. Aufsteigende Börstchen über der Vibrisse hängend. Peristom so breit wie Vs — 
Vs des großen Augendurchmessers. Taster schwarz. 2 — 3 st. J: Postabdomen am Ende 
mit einem plattenartigen Sklerit (= Tergit 7) (Abb. 184, 197—200). cf : Sternit 5 meist 
mit einem von der Seite sichtbaren Haarbüschel (Abb. 205— 208) Medina 

— Letzter Abschnitt von cu t wenigstens so lang wie m-cu. Scutellum mit haarförmigen 
Apikaiborsten. Borsten über der Vibrisse aufgerichtet. Taster gelb. 2 st. $ : Postab- 
domen mit einem nach vorn eingeschlagenen Legestachel (ähnlich wie in Abb. 217, 
meist aber in Tergit 5 verborgen und nur von hinten zum Teil sichtbar). CT: Sternit 5 
ohne Haarbüschel Vibrissina 

173 Die 3 stärksten Humeralborsten stehen in einer geraden oder annähernd geraden Linie 
(wie in Abb. 80) oder nur 2 Borsten vorhanden (wie in Abb. 81). ad-Endsporn der Vor- 
dertibia länger als der dorsale Endsporn. — Augen praktisch nackt. Börstchen über der 
Vibrisse nur im unteren 1 /i der Gesichtsleisten (wenn ausnahmsweise fast bis zur Mitte, 
dann sehr kurz und hängend) 174 

— Die 3 stärksten Humeralborsten stehen in der Form eines recht- oder stumpfwinkligen 
Dreiecks (wie in Abb. 71, 77). ad-Endsporn der Vordertibia so lang wie der dorsale 
Endsporn oder kürzer. — Tergite 3 und 4 immer mit starken Diskalborsten 176 

174 Tergit 2 dorsal bis zum Hinterrand ausgehöhlt. Diskalborsten der Tergite 3 und 4 stark, 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 31 

fast so lang wie die Marginalborsten. Humeralcallus mit 4 Borsten. Mitteltibia mit 3 — 5 
ad. Taster schwarz oder gelb. Hinterrand der Tergite schwarz. $ : Tergite 3 und 4 ven- 
tral zusammengedrückt, am Hinterrand mit Börstchen (wie in Abb. 217); Postabdomen 
mit Legestachel ' Blondelia 

— Tergit 2 nicht bis zum Hinterrand ausgehöhlt. Tergite 3 und 4 ohne oder nur mit sehr 
schwachen Diskalborsten (viel feiner und kürzer als die Marginalen). Humeralcallus mit 
2-3 Borsten. Mitteltibia mit 2 (-3) ad. Taster gelb. Tergite bis zum Hinterrand bereift 
(Bereifung allerdings manchmal nur sehr schwach oder auf den letzten Tergiten fast ver- 
loschen). $: Tergite 3 und 4 normal; Postabdomen ohne Legestachel 175 

175 Haustellum des Rüssels 1 — l,5mal so lang wie sein Durchmesser, höchstens so lang wie 
74 des kleinen Augendurchmessers. Letzter Abschnitt von cuj so lang wie 1 h — 2 /i von 
m-cu. Hintertibia mit 2 dorsalen Endspornen. Verdickter Teil der Arista gelb, cf: 
Abdominalbehaarung anliegend. $: Postabdomen am Ende mit einer Platte (wie in 
Abb. 197) Paratrixa[polonicaB.B.] 

— Haustellum 4— 5mal so lang wie sein Durchmesser, wenigstens so lang wie der kleine 
Augendurchmesser. Letzter Abschnitt von cu x länger als m-cu. Hintertibia mit 3 dor- 
salen Endspornen. Verdickter Teil der Arista schwarz, cf : Abdominalbehaarung aufge- 
richtet. $: Postabdomen normal Conogaster\pruinosa Meig.] 

176 Augen behaart, die Haare so lang wie 3-4 Augenfacetten (gegen einen dunklen Hinter- 
grund betrachten!). — Taster schwarz oder dunkelbraun 177 

— Augen nackt oder praktisch nackt; wenn einzelne Härchen vorhanden sind, dann sind 
diese höchstens so lang wie 1-2 Augenfacetten. - Die Börstchen über der Vibrisse rei- 
chen höchstens bis zur Mitte der Gesichtsleisten 178 

177 Über der Vibrisse steigen starke aufgerichtete Borsten weiter als bis zur Mitte der 
Gesichtsleisten empor (meist auf 2 /i - 4 A ihrer Höhe). Tergit 2 dorsal nicht bis zum 
Hinterrand ausgehöhlt. Lateralborsten des Scutellums stark, etwa so lang wie die Sub- 
apikalen (wie in Abb. 104). 3. Fühlerglied 2,5-5mal so lang wie das zweite . . Lecanipa 

— Die Borsten über der Vibrisse reichen höchstens bis zur Mitte der Gesichtsleisten. 
Tergit 2 dorsal bis zum Hinterrand ausgehöhlt. Lateralborsten viel kürzer als die Sub- 
apikalen, kürzer als die Basalen. 3. Fühlerglied l,2-2mal so lang wie das zweite .... 

Lomachantha\parra Rond.] 

178 Lateralborsten des Scutellums länger als die Basalen, meist fast so lang wie die Subapi- 
kalen (Abb. 104). Randdorn des Flügels nicht differenziert oder höchstens 2mal so lang 
wie die umgebenden Costaldörnchen. 3. Fühlerglied 2,5 — 4mal so lang wie das zweite. 
r 4+5 auf höchstens x ls der Strecke zwischen der Basis und r-m mit Börstchen 

Oswaldia 

— Lateralborsten kürzer als die Basalen. Randdorn des Flügels stark, 3-5mal so lang wie 
die umgebenden Costaldörnchen. 3.Fühlerglied 1,2-1, 8mal so lang wie das zweite. r 4+5 
bis zur Mitte der Strecke zwischen der Basis und r-m oder weiter mit Börstchen . Beiida 

179 Augen dicht behaart; die einzelnen Haare sind wenigstens so lang wie 3-4 Augen- 
facetten 180 

— Augen nackt oder praktisch nackt; wenn zerstreute Haare vorhanden sind, dann sind 
diese nur so lang wie 1—2,5 Augenfacetten 210 

180 Gleichzeitig: Peristom schmaler als die Wangen auf der Höhe der Fühlerbasis (beides 
von der Seite gesehen gemessen, Abb. 4) und Hinterkopf hinter den Postokularzilien 
ohne schwarze Haare oder Börstchen (nur hell behaart). — Taster gelb. 2 st 181 

— Peristom breiter als die Wangen auf der Höhe der Fühlerbasis, wenn aber schmaler, 
dann mit schwarzen Börstchen hinter den Postokularzilien und 3 oder 4 st 182 

181 Mitteltibia mit einer starken Innenborste (Abb. 154). Hinterhüften posterodorsal 
behaart (Abb. 165) Carcelia 

— Mitteltibia ohne Innenborste (Abb. 155). Hinterhüften posterodorsal nackt (wie in Abb. 
166) Senometopia 

182 Die 3 stärksten Borsten des Humeralcallus stehen in der Form eines Dreiecks (Abb. 71, 
72) • 183 

— Humeralcallus mit 3 Borsten in gerader oder annähernd gerader Linie und 0—2 Borsten 
davor (Abb. 70, 73, 74) 190 

183 Barrette bis hinten (oder wenigstens bis auf 2 /3 ihrer Länge) behaart (wie in Abb. 97) 

184 



32 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Sei". A, Nr. 506 

— Barrette nackt (Abb. 98) oder höchstens vorn mit 1—2 Härchen 185 

184 Arista fast bis zum Ende verdickt (Abb. 38). Hinterkopf in seiner oberen Hälfte hinter 
den Postokularzilien mit mehreren Reihen schwarzer Börstchen. Wangen an ihrer 
schmälsten Stelle fast so breit wie V2 des kleinen Augendurchmessers. Abdomen bis 
hinten gleichmäßig bereift Rhaphiochaeta [breviseta Zett.] 

— Arista nur in ihrem basalen Vs — V4 verdickt (Abb. 5). Hinterkopf in seiner oberen 
Hälfte hinter den Postokularzilien nur mit heller Behaarung. Wangen an ihrer schmäl- 
sten Stelle so breit wie V10 — 1 /e des kleinen Augendurchmessers (Abb. 5). Abdomen 
meist mit 1—3 schwarzen Flecken in der Bereifung von Tergit 3 (und 4) . . . Nemorilla 

185 Tergite 3 und 4 ohne Diskalborsten. — Gesichtsleisten (von der Seite gesehen) stark 
konvex (wie in Abb. 15, 16). Mitteltibia mit 3—4 ad. Taster schwarz. Tergite bis hinten 
bereift, mit veränderlichen Schillerflecken Euexorista \obumbrata Pand.] 

— Tergite 3 und 4 mit Diskalborsten 186 

186 Tergit 2 dorsal nicht bis zum Hinterrand ausgehöhlt. Wangen wenigstens so breit wie 
das 3. Fühlerglied. — Gesichtsleisten (von der Seite gesehen) konkav. Hinterkopf stark 
gewölbt. 3dc hinter der Naht. Mitteltibia mit 3 — 6 ad. Taster schwarz 

Ptesiomyia [alacris Meig.] 

Tergit 2 bis zum Hinterrand ausgehöhlt. Wangen schmaler als das 3. Fühlerglied . . 187 

187 Arista auf 2 h — 3 A ihrer Länge verdickt (wie in Abb. 41). Peristom schmaler als die 
Wangen auf der Höhe der Fühlerbasis. Hintertibia mit 3 dorsalen Endspornen (pd-End- 
sporn manchmal allerdings sehr kurz). — Stirn bei beiden Geschlechtern breiter als ein 
Auge und mit 2 oe. 3 de hinter der Naht. Mitteltibia mit 3 — 5 ad 

Thelymyia [saltuum Meig.] 

— Arista auf höchstens 2 /s ihrer Länge verdickt. Peristom breiter als die Wangen auf der 
Höhe der Fühlerbasis. Hintertibia mit 2 dorsalen Endspornen 188 

188 Hinterkopf in seiner oberen Hälfte hinter den Postokularzilien ohne schwarze Börst- 
chen. Hinterhüften posterodorsal meist mit einem Börstchen. — 3 de hinter der Naht. 
Taster schwarz Amelibaea[tultscbensisB.B.] 

— Hinterkopf in der oberen Hälfte hinter den Postokularzilien mit schwarzen Börstchen. 
Hinterhüften posterodorsal fast immer nackt 189 

189 Lateralborsten des Scutellums 0,9 — l,lmal so lang wie die Basalborsten. Länge der 
Mundöffnung (von unten gesehen) 0,7— l,0mal so lang wie die Stirn (Abb. 12). Außer 
den 3 starken Humeralborsten, die in einem Dreieck stehen, finden sich innen vorn 
höchstens noch 1—2 viel schwächere Börstchen (Abb. 71). Mitteltibia mit 2 — 3 ad, selten 
(P. villica, vicina) nur mit 1 ad und einem kleinen Börstchen darüber Phebellia 

— Lateralborsten des Scutellums 0,6 — l,0mal so lang wie die Basalborsten. Länge der 
Mundöffnung 0,60 — 0,75mal so lang wie die Stirn (Abb. 13). 5 Humeralborsten vor- 
handen, die innen vorn stehenden 2 Borsten sind kaum schwächer als die kürzeste der 3 
im Dreieck angeordneten Borsten (Abb. 72). Mitteltibia meist nur mit 1 ad, höchstens 
mit einer kleinen Borste darüber Myxexoristops 

190 Gleichzeitig die folgenden 4 Merkmale vorhanden: Basis von r 4+5 mit einem einzigen, 
starken Börstchen (wenigstens so lang wie r-m, siehe Abb. 129); Hinterkopf in der 
oberen Hälfte hinter den Postokularzilien nur mit heller Behaarung oder mit höchstens 
5 — 10 schwarzen Börstchen auf jeder Seite; Tergit 3 (und meist auch Tergit 4) ohne Dis- 
kalborsten^ st 191 

— Andere Merkmalskombinationen 192 

191 Ocellarborsten fehlend. Wangen nach unten kaum verengt, an ihrer schmälsten Stelle so 
breit wie Vs - 5 /6 des 3. Fühlergliedes. Mitteltibia mit 1-3 ad. Tergite 3 und 4 bereift, 
eine schwarze Mittellängslinie und ein schmaler Saum am Hinterrand der Tergite 
schwarz. Scutellum und Taster überwiegend gelblich. Tergite 4 und 5 beim cf ventral 
mit einem Sturmia-Fleck. Körperlänge 7-10 mm Drino [Iota Meig.] 

— Ocellarborsten vorhanden. Wangen nach unten stark verengt, an ihrer schmälsten Stelle 
etwa so breit wie Vö des 3. Fühlergliedes. Mitteltibia mit 1 ad. Tergite schwarz, am Vor- 
derrand mit einem schmalen, in der Mitte unterbrochenen Bereifungsband. Scutellum 
ganz schwarz, Taster schwarz oder an der Spitze braun. Abdomen beim cf ohne Stur- 
mia-Fleck. Körperlänge 5-6 mm Cadurciella[tritaeniata Rond.] 

192 Gekreuzte Apikaiborsten des Scutellums in einem Winkel von etwa 60° bis fast 90° zum 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 33 

Scutellum aufgerichtet (Abb. 110) 193 

— Apikaiborsten nicht (Abb. 109) oder kaum (höchstens in einem Winkel von 30°) aufge- 
richtet oder fehlend 197 

193 Humeralcallus mit 3 Borsten in einer geraden oder annähernd geraden Linie (Abb. 70). 
Hinterhüften posterodorsal behaart (wie in Abb. 165). Hinterkopf in seiner oberen 
Hälfte hinter den Postokularzilien meist nur mit hellen Haaren. — Stirn 0,7 — 0,9mal so 
breit wie ein Auge. Taster gelb. Scutellum wenigstens in seinen hinteren 2 /i rötlich 

Huebneria [affinis Fall.] 

— 4—5 Humeralborsten (Abb. 73, 78, 80). Hinterhüften posterodorsal nackt. Hinterkopf 
in der oberen Hälfte hinter den Postokularzilien mit ein oder mehreren Reihen 
schwarzer Börstchen 194 

194 Tergite 3 und 4 ohne Diskalborsten. 1 oi (Abb. 3). cf : Hintertibia ad mit einem regelmä- 
ßigen Kamm ohne Zwischenborste (wie in Abb. 160).— 4 st. Mitteltibia mit 1 ad. Taster 
schwarz Catagonia [aberrans Rond.] 

— Tergite 3 und 4 mit Diskalborsten. 2 — 3 oi. cf : Hintertibia ohne einen regelmäßigen 
Börstchenkamm 195 

195 Abstand der hinteren Ocellen voneinander 0,14 — 0,22mal so groß wie die Stirnbreite 
(Abb. 57). Vordere Humeralborste vor der Linie zwischen mittlerer und innerer basaler 
Humeralborste stehend (wie in Abb. 80). Gleichzeitig die folgenden 5 Merkmale: 4 oder 
5 st; Börstchen über der Vibrisse etwas weiter als bis zur halben Höhe der Gesichtslei- 
sten aufsteigend (wie in Abb. 7); Arista höchstens bis zur Mitte verdickt; Scutellum 
ganz schwarz; 4 de hinter der Naht. — Hierher gehören alle Exemplare, deren Stirn 
schmaler ist als ein Auge und deren Mitteltibia nur 1 ad besitzt . . . Pseudoperichaeta 

— Abstand der Ocellen 0,20 — 0,28mal so groß wie die Stirnbreite (wie in Abb. 53). Vor- 
dere Humeralborste fast immer direkt vor der mittleren basalen Humeralborste (Abb. 
73), selten etwas nach innen versetzt. Andere Merkmalskombinationen. Stirn immer 
breiter als ein Auge und Mitteltibia mit wenigstens 2 ad 196 

196 ad-Endsporn der Vordertibia länger und stärker als der dorsale Endsporn (wie in Abb. 
150). — Börstchen über der Vibrisse stark, bis auf 2 /i der Höhe der Gesichtsleisten auf- 
steigend, ohne Haare dazwischen. Arista auf 4 A — 5 /b ihrer Länge verdickt, ihr 2. Glied 
3 — 5mal so lang wie breit Madremyia [clausa Vill.] 

— ad-Endsporn der Vordertibia kürzer und schwächer als der dorsale Endsporn (wie in 
Abb. 148) Phryxe 

197 Beine, Scutellum, Taster sowie 1. und 2. Fühlerglied gelb. — Apikaiborsten des Scutel- 
lums fehlend oder haarförmig. Peristom fast so breit wie x li des großen Augendurch- 
messers. Tergite einheitlich gelblichgrau bereift Phryno [vetula Meig.] 

— Wenigstens die Femora und Tarsen der Beine schwarz 198 

198 Apikaiborsten des Scutellums fehlend. — Peristom fast so breit wie V2 des großen 
Augendurchmessers oder noch etwas breiter 199 

— Gekreuzte Apikaiborsten vorhanden 200 

199 Über der Vibrisse steigen mehrere Reihen von Börstchen weiter als bis zur Mitte der 
Gesichtsleisten empor (ähnlich wie in Abb. 15, aber weiter aufsteigend). Arista auf Vs — 
3 A ihrer Länge verdickt. 4 de hinter der Naht. Mitteltibia mit 2 — 4 ad. Körperlänge 7—13 
mm Bothria 

— Börstchen über der Vibrisse nur in den unteren Vs — 2 A der Gesichtsleisten vorhanden. 
Arista auf 2 /s bis etwas mehr als V2 ihrer Länge verdickt. 3 de hinter der Naht. Mittel- 
tibia mit 1 ad. Körperlänge 4— 7mm Cyzenis 

200 Über der Vibrisse befinden sich Börstchen nur im unteren Vs — V3 der Gesichtsleisten 
(wie in Abb. 3-5) 201 

— Die Börstchen über der Vibrisse reichen mindestens bis zur Mitte der Gesichtsleisten 
nach oben (wie in Abb. 6— 9, 13) (selten nur bis 2 A) 206 

201 Gleichzeitig die folgenden 2 Merkmale vorhanden: Scutellum und Taster ganz schwarz, 
nirgendwo rötlich durchscheinend; Tergite 3 und 4 mit Diskalborsten 202 

— Andere Merkmalskombinationen 203 

202 4. Randabschnitt des Flügels etwas so lang wie der sechste (Abb. 121), auf fast seiner 
ganzen Länge mit Randdörnchen besetzt. Gesichtsleisten (von der Seite gesehen) 
schwach konkav (wie in Abb. 12). Innenrand der Calyptrae schwarz gesäumt. Tergite 3 



34 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

und 4 in der Regel mit nur 1 Paar Diskalborsten. cf : ve fast so lang und stark wie die oi; 
meist 2 oi vorhanden Platymya [fimbriata Meig.] 

— 4. Randabschnitt des Flügels 1,5— 2mal so lang wie der sechste, nur an seiner Basis mit 
Dörnchen (Abb. 122). Gesichtsleisten gerade oder konvex (Abb. 16) (schwach konkav 
beim $ von E. mitis). Innenrand der Calyptrae höchstens schwach bräunlich. Tergite 3 
und 4 fast immer mit je 2 Paar Diskalborsten. Ö": ve nicht von den Postokularzilien dif- 
ferenziert; in der Regel nur 1 isoliert stehende oi vorhanden Eumea 

203 Tergit 5 nur 0,4 — 0,6mal so lang wie Tergit 4.-4 st. Mitteltibia mit 1—2 ad. Taster 
schwarz. Scutellum überwiegend gelb. Stirnborsten parallel zu den Gesichtsleisten auf 
den Wangen weit herabsteigend. Abdominalzeichnung beim cf sehr charakteristisch: 
Tergit 3 und ein sehr schmaler Vorderrandsaum von Tergit 4 bereift, der Rest von Tergit 
4 sowie Tergit 5 glänzend schwarz. Abdomen beim 9 m h 2 breiten Binden auf Tergit 3 
und 4 sowie oft noch einer sehr schmalen Binde am Vorderrand von Tergit 5 

Aplomya [confinis Fall.] 

— Tergit 5 etwa so lang wie Tergit 4 oder kaum kürzer 204 

204 3. Fühlerglied 1,5 — l,8mal so lang wie das zweite. Tergite 3 und 4 ohne Diskalborsten. 
Cf : Stirn 0,40 — 0,55mal so breit wie ein Auge; Tergite 4 und 5 ventral mit dichter, anlie- 
gender Behaarung auf glänzend schwarzem Untergrund. 9 : Gesicht kürzer als die 
Stirn.— 3 st. Taster schwarz. Scutellum schwarz, nur hinten an den Seiten schwach röt- 
lich durchscheinend Alsomyia [capillata Rond.] 

— 3. Fühlerglied wenigstens 2mal so lang wie das zweite. Tergit 4 meist mit unregelmä- 
ßigen Diskalborsten (manchmal auch Tergit 3). C? : Stirn breiter; Tergite 4 und 5 ventral 
mit oder ohne anliegende dichte Behaarung. J : Gesicht wenigstens so lang wie die Stirn 
205 

205 4 st. 2 oi (die vordere ist länger). Taster schwarz. Scutellum in seinen hinteren 2 /3 gelb. 

Cf: Tergite 4 und 5 ventral ohne Zonen dichterer Behaarung 

Tlephusa [cincinna Rond.] 

— 3 st. 1 oi (selten eine kürzere davor). Taster gelb. Scutellum schwarz, an der Spitze etwas 
rötlich durchscheinend, cf : Tergite 4 und 5 ventral glänzend schwarz, mit dichter, ± 
anliegender Behaarung Nilea [hortulana Meig.] 

206 Hintertibia mit 3 langen dorsalen Endspornen. Flügelranddorn 4 — 6mal so lang wie die 
umgebenden Costaldörnchen. 3 de hinter der Naht. — Stirn bei beiden Geschlechtern 
breiter als ein Auge. Börstchen über der Vibrisse aufgerichtet, stark. Arista auf 2 /3 — 3 A 
ihrer Länge verdickt, ihr 2. Glied 2mal so lang wie sein Durchmesser. Tergite 3 und 4 
ohne Diskalborsten oder nur mit einem sehr kurzen, etwas nach hinten gerückten Paar 

Phonomyia [aristata Rond.] 

— Hintertibia mit 2 dorsalen Endspornen. Flügelranddorn nicht oder wenig von den 
übrigen Costaldörnchen unterschieden (höchstens 2,5mal so lang). 4 de hinter der Naht 
207 

207 2 oi, die vordere länger (wie in Abb. 10, 13). Arten mit gelblichgrauer bis goldgelber 
Bereifung. Mitteltibia mit 1—2 (selten 3) ad. Taster gelb. Abdomen mit Diskalborsten 
208 

— 1 oi (wie in Abb. 3, 16), zuweilen eine etwas kürzere davor (wie in Abb. 14). Dunkle 
Arten, Bereifung weißlichgrau oder schwach bläulich. Mitteltibia mit 2 — 3 ad. Taster 
schwarz oder gelb. Abdomen mit oder ohne Diskalborsten 209 

208 Borsten über der Vibrisse stark, aufgerichtet, in der Regel weiter als bis zur Mitte der 
Gesichtsleisten emporgehend (wie in Abb. 6, 9). Marginalborsten des 2. Tergites haar- 
förmig oder fehlend. Cf : Behaarung der Tergite 3 und 4 aufgerichtet, ein schmaler 
mediodorsaler Längsstreifen jedoch ± anliegend (etwa 2 Haarreihen breit) 

Clemelis [pullata Meig.] 

— Börstchen über der Vibrisse kurz, hängend, nur bis etwa zur Mitte der Gesichtsleisten 
aufsteigend (wie in Abb. 13). Tergit 2 immer mit 2 Marginalborsten. cf : Abdominalbe- 
haarung ohne anliegenden mediodorsalen Längsstreifen Zenillia 

209 Börstchen über der Vibrisse stark, aufgerichtet, auf 2 /3 - Vs der Gesichtleisten aufstei- 
gend (wie in Abb. 6). Abdomen glänzend bläulich oder schwarz, mit leichter weißer 
Bereifung. Tergite 3 und 4 immer mit Diskalborsten. 3 st. Taster schwarz Paks 

— Börstchen über der Vibrisse mehr hängend, auf x li — 2 /i der Gesichtsleisten aufsteigend 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 35 

(wie in Abb. 7). Tergite schwarz mit breiten Binden von Bereifung. Tergit 3 (und meist 

auch Tergit 4) ohne Diskalborsten. 3 oder 4 st. Taster gelb oder schwarz 

Nilea (ohne N. hortulana, siehe Nummer 205) 

210 Beine gelb (nur die Tarsen dunkel). — Körperbehaarung schwarz. Tergit 4 mit einer 
vollständigen Reihe von Diskalborsten. Gesichtsleisten (von der Seite gesehen) stark 
konvex. Der Abschnitt von m zwischen m-cu und der Beugung ist länger als die Spit- 
zenquerader. Einheitlich gelblichgrau bereifte Art. 1. und 2. Fühlerglied lebhaft gelb. 
Körperlänge 4 — 7 mm Ocytata[pallipesFA\.] 

(meist mit reduzierter Spitzenquerader, siehe Nummer 28) 

— Beine ganz schwarz oder wenigstens die Femora oder Tibien teilweise schwarz . . . 211 

211 Borsten über der Vibrisse stark, weiter als bis zur Mitte der Gesichtsleisten aufsteigend 
(wie in Abb. 6, 8, 9) 212 

— Über der Vibrisse befinden sich Börstchen nur im unteren Vö — 2 A der Gesichtsleisten 
(wie in Abb. 12, 14); wenn die Börstchen ausnahmsweise etwas weiter aufsteigen, dann 
sind sie kurz und hängend (wie in Abb. 13, 15) 217 

212 Hinterkopf hinter den Postokularzilien ohne schwarze Börstchen. — Arista auf wenig- 
stens 2 /i ihrer Länge verdickt. 3. Fühlerglied 7— 8mal so lang wie das zweite .... 213 

— Hinterkopf in der oberen Hälfte hinter den Postokularzilien mit einer oder mehreren 
Reihen schwarzer Börstchen 214 

213 Zwischen der Reihe der Stirnborsten/oi und den (auch beim cf vorhandenen) oe 
befindet sich eine weitere Borstenreihe (Abb. 56). Behaarung (außer am Hinterkopf) 
schwarz. Körperbereifung weißlichgrau. Abdomen schwarz mit weißlichgrauer Berei- 
fung mit Schillerflecken. Tergit 2 dorsal nicht bis zum Hinterrand ausgehöhlt. Apikai- 
borsten des Scutellums fehlend, direkt vor der Spitze des Scutellums befinden sich aber 2 
starke, aufgerichtete Borsten (wie in Abb. 107) Thelymorpha [marmorata F '.] 

— Keine zusätzliche Borstenreihe zwischen der Reihe der Stirnborsten/oi und den oe, letz- 
tere beim cf fehlend. Peristom, Seiten des Thorax und ventrale Basis des Abdomens gelb 
behaart. Körperbereifung goldgelb. Abdomen überwiegend gelb. Tergit 2 dorsal bis 
zum Hinterrand ausgehöhlt. Apikaiborsten des Scutellums stark, gekreuzt 

Frontina [laeta Meig.] 

214 Arista auf 2 /3 — 5 /6 ihrer Länge verdickt. Taster gelb 215 

— Arista auf 1 /a — 2 /s ihrer Länge verdickt. Taster schwarz 216 

215 Wangen nach unten sehr stark verengt (an ihrer schmälsten Stelle schmaler als die 
Taster). Peristom schmaler als die Wangen auf der Höhe der Fühlerbasis. Flügelrand- 
dorn etwa so lang wie r-m. Tergit 2 dorsal bis zum Hinterrand ausgehöhlt. Tergite 3 und 
4 ohne Diskalborsten. Scutellum auf seiner Fläche mit 2 nach hinten geneigten Borsten. 
4 st. Hintertibia mit 2 — 3 dorsalen Endspornen (wenn 3, dann ungleich lang). Körper- 
länge 7— 8mm Periarchiclops[scutellaris Fall.] 

— Wangen nach unten nicht verengt, wenigstens 5mal so breit wie die Taster. Peristom 
wenigstens so breit wie die Wangen. Flügelranddorn stark, 2 — 3mal so lang wie r-m. 
Tergit 2 nicht bis zum Hinterrand ausgehöhlt. Tergite 3 und 4 mit Diskalborsten. Scu- 
tellum auf seiner Fläche mit 2 fast senkrecht aufgerichteten, starken Borsten. 3 st. Hin- 
tertibia mit 3 fast gleichlangen dorsalen Endspornen. Körperlänge 5— 6,5 mm 

Brachicheta [strigata Meig.] 

216 Apikaiborsten des Scutellums stark, gekreuzt, fast senkrecht aufgerichtet (wie in Abb. 
110). Mitteltibia mit 3 ad. 4 Humeralborsten. Ocellarborsten fehlend oder haarförmig 
(Cf) oder jedenfalls viel schwächer als die oi ($). 4 de hinter der Naht, r-m steht merk- 
lich schräg auf m (wie in Abb. 134). Tergit 3 (und oft auch Tergit 4) ohne Diskalborsten. 
Die Strecke von m zwischen r-m und m-cu ist etwa 2 — 3mal so lang wie zwischen m-cu 
und der Beugung (wie in Abb. 127, 133). Körperlänge 6 — 10 mm 

Prosopea [nigricans Egg.] 

— Apikaiborsten des Scutellums sehr fein (kaum länger als die Behaarung des Scutellums) 
oder fehlend. Mitteltibia mit 1 ad (selten eine viel kürzere darüber). 2 — 3 Humeralbor- 
sten. Ocellarborsten etwa so stark wie die oi. 3—4 de hinter der Naht, r-m steht fast 
senkrecht auf m. Tergite 3 und 4 mit Diskalborsten. Die Strecke von m zwischen r-m 
und m-cu ist etwa gleichlang wie die zwischen m-cu und der Beugung (Abb. 128). Kör- 
perlänge 3— 7mm Elodia 



36 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

217 Gleichzeitig die folgenden 2 Merkmale vorhanden: 4 st; Basis von r 4+5 mit einem ein- 
zigen, starken Börstchen (wie in Abb. 129) (Exemplare, bei denen 1 starkes Börstchen 
und zusätzlich ein viel schwächeres Börstchen vorhanden sind, sollten mit beiden Alter- 
nativen geprüft werden) 218 

— Andere Merkmalskombinationen 221 

218 Tergite 3 und 4 mit Diskalborsten. Taster und Scutellum schwarz. — Gekreuzte Apikai- 
borsten des Scutellums in einem Winkel von 60° bis fast 90° aufgerichtet (Abb. 2). Hin- 
terkopf in der oberen Hälfte hinter den Postokularzilien mit 1—3 Reihen schwarzer 
Börstchen. Ocellarborsten so stark wie die oi. cf : Ventralseite von Tergit 4 fast immer 
mit einem Sturmia-Fleck wie in Abb. 186 (außer bei der höchst seltenen L. lacustris) 

Lydella 

— Tergite 3 und 4 ohne Diskalborsten. Taster oder Scutellum (oder beide) wenigstens an 
der Spitze gelb oder rötlich 219 

219 Ocellarborsten fehlend oder viel schwächer als die stärkste oi . ; 220 

— Ocellarborsten etwa so stark wie die stärkste oi 221 

220 Peristom (von der Seite gesehen) so breit wie die Wangen auf der Höhe der Fühlerbasis 
oder breiter (wie in Abb. 14). 4 Humeralborsten. Scutellum wenigstens an seiner Spitze 
rötlich. Apikaiborsten des Scutellums in einem Winkel von etwa 30° — 60° aufgerichtet 
(wie in Abb. 111). Hinterkopf in der oberen Hälfte hinter den Postokularzilien fast 
immer mit schwarzen Börstchen. Mitteltibia mit 1—3 ad. cf : Tergit 4 (manchmal auch 
Tergit 5) ventral mit einem Sturmia-Fleck (wie in Abb. 186). — Körperlänge 5 — 12 mm 

Drino 

— Peristom schmaler als die Wangen auf der Höhe der Fühlerbasis (wie in Abb. 4). 2 — 3 
Humeralborsten. Scutellum schwarz. Gekreuzte Apikaiborsten des Scutellums in einem 
Winkel von 60° — fast 90° aufgerichtet (wie in Abb. 110). Hinterkopf in der oberen 
Hälfte hinter den Postokularzilien ohne schwarze Börstchen. Mitteltibia mit einer ein- 
zigen, isolierten ad. cf : Abdomen ventral ohne Sturmia-Fleck. — Körperlänge 4,5 — 5,5 
mm Thelyconychia [solivaga Rond.] 

221 ad-Endsporn der Vordertibia länger und stärker als der dorsale Endsporn (Abb. 150). 3 
de hinter der Naht (bei Pachystylum bremii können individuell 4 de vorhanden sein; bei 
dieser Art ist jedoch das 2. Aristaglied wenigstens 6mal so lang wie sein Durchmesser). 
— Hinterkopf gewölbt, in seiner oberen Hälfte hinter den Postokularzilien mit minde- 
stens 3 Reihen schwarzer Börstchen. Hintertibia mit 3— 4 dorsalen Endspornen . . 222 

— ad-Endsporn der Vordertibia schwächer und kürzer als der dorsale Endsporn (wie in 
Abb. 148). 4 de hinter der Naht. 2. Aristaglied höchstens 2mal so lang wie sein Durch- 
messer 224 

222 Arista basal auf x /i — 2 /s ihrer Länge verdickt, ihr 2. Glied etwa so lang wie sein Durch- 
messer. Tibien rötlichgelb. Basis von r 4+5 mit einem einzigen starken Börstchen (selten 
zusätzlich noch ein weiteres, viel kürzeres Börstchen vorhanden). Ocellarborsten viel 
schwächer als die Stirnborsten. Stirn beim cf viel schmaler als ein Auge und ohne oe, 
beim $ etwa so breit wie ein Auge und mit 2 oe. — Tergit 2 dorsal nicht bis zum Hinter- 
rand ausgehöhlt Pelatachina[tibialisFai\.] 

— Arista auf 3 A — 5 /6 ihrer Länge verdickt, ihr 2. Glied wenigstens 4mal so lang wie sein 
Durchmesser. Tibien schwarz. r 4+5 auf wenigstens 2 /s der Strecke zwischen der Basis 
und r-m mit Börstchen. Ocellarborsten etwa so stark wie die Stirnborsten. Stirn bei 
beiden Geschlechtern viel breiter als ein Auge und mit 2 oe 223 

223 Scutellum mit aufgerichteten, gekreuzten Apikaiborsten. 4 Humeralborsten. Tergit 2 
dorsal bis zum Hinterrand ausgehöhlt. Tergite 3 und 4 mit oder ohne Diskalborsten. 
Wangen nach unten stark verengt, an ihrer schmälsten Stelle so breit wie 74 — 73 des 3. 
Fühlergliedes. 4-5 st. 2. Aristaglied etwa so lang wie der verdickte Abschnitt des 3. 
Gliedes Pachystylum [bremii Macq.] 

— Scutellum ohne Apikaiborsten, nahe vor der Spitze jedoch mit 2 starken, aufgerichteten 
Borsten (Abb. 107). 2 starke Humeralborsten, manchmal innen noch eine feine 3. 
Borste. Tergit 2 dorsal nicht bis zum Hinterrand ausgehöhlt. Tergite 3 und 4 mit Diskal- 
borsten. Wangen nach unten nicht verengt, etwa so breit wie das 3. Fühlerglied. 3 st. 2. 

Aristaglied etwa halb so lang wie der verdickte Abschnitt des 3. Gliedes 

Masistylum [arcuatum Mik] 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 37 

224 Die Strecke von m zwischen m-cu und der Beugung ist länger als die Spitzenquerader 
(oder wenigstens gleichlang) und 0,7— l,0mal so lang wie die Strecke zwischen r-m und 
m-cu (Abb. 118, 128). — Mitteltibia mit 1 starken ad, selten noch ein kürzeres Börstchen 
darüber. Körperlänge 3,5 — 8 mm 225 

— Die Strecke von m zwischen m-cu und der Beugung ist kürzer als die Spitzenquerader 
und 0,3 — 0,6mal so lang wie die Strecke zwischen r-m und m-cu (wie in Abb. 127) 
228 

225 Wangen sehr schmal, auf halber Höhe etwa so breit wie 7s — 73 des 3. Fühlergliedes. 
Peristom so breit wie 7z — 7s des großen Augendurchmessers. Taster und 2. Fühler- 
glied schwarz oder gelb 226 

— Wangen auf halber Höhe wenigstens so breit wie 3 A des 3. Fühlergliedes. Peristom so 
breit wie 73 — Vs des großen Augendurchmessers. Taster und 2. Fühlerglied gelb . 227 

226 Taster und 2. Fühlerglied schwarz. Arista auf etwa 2 /s ihrer Länge verdickt. Hintertibia 
mit 2 dorsalen Endspornen. Tergite auf 2 /3 ihrer Länge bereift, mit einer dunklen Mittel- 
längslinie. Tergite 3 und 4 mit Diskalborsten. Apikaiborsten aufgerichtet. Stirn beim ö" 
ohne oe Bactromyia [aurulenta Meig.] 

— Taster und 2. Fühlerglied gelb (beim $ auch das 3. Fühlerglied ganz oder überwiegend 
gelb). Arista auf Vs — 3 A ihrer Länge verdickt. Hintertibia mit 3 dorsalen Endspornen. 
Abdomen glänzend schwarz, mit schmalen weißlichen Bereifungsbinden am Vorder- 
rand der Segmente. Tergit 3 ohne Diskalborsten. Apikaiborsten variabel, oft fehlend. 
Stirn beim cf mit 2 oe Eurysthaea [scutellaris R.D.] 

227 Tergite 3 und 4 mit Diskalborsten. Alle Tergite bis zum Hinterrand gelblichgrau bereift. 
2 de vor der Naht. 3 Humeralborsten. Hinterkopf in der oberen Hälfte hinter den Post- 
okularzilien mit 2 — 3 Reihen schwarzer Börstchen. Stirn beim C? ohne oder mit einer 
haarförmigen oe. Körperlänge 4,5 -6 mm Erythrocera [nigripes R.D.] 

— Tergite 3 und 4 ohne Diskalborsten (selten 1 oder 2 unregelmäßige Börstchen auf Tergit 
4). Tergit 2 schwarz, Tergite 3 — 5 am Hinterrand schwarz gesäumt. 3 de vor der Naht. 4 
Humeralborsten. Hinterkopf in der oberen Hälfte hinter den Postokularzilien nur mit 1 
Reihe schwarzer Börstchen. Stirn beim C? meist mit einer starken oe. Körperlänge 5 — 8 
mm Rhacodinella [apicata Pand.] 

228 Die 3 stärksten Borsten des Humeralcallus sind in der Form eines Dreiecks angeordnet 
(wie in Abb. 71, 77). — 3 st. Tergite 3 und 4 mit Diskalborsten 229 

— 4 Humeralborsten, die 3 stärksten stehen in einer geraden Linie (wie in Abb. 73, 80) 
230 

229 Hintertibia mit 2 dorsalen Endspornen (wie in Abb. 156 — 158). Arista auf 73 — 2 /s ihrer 
Länge verdickt. Taster, Tibien sowie der überwiegende Teil des Scutellums und der Flü- 
gelwurzel gelb. Abdomen gleichmäßig gelblichgrau bereift, cf : Epandrium sehr groß, 
von hinten gesehen so breit wie 2 /s — 3 A des 5. Tergites Erycilla 

— Hintertibia mit 3 dorsalen Endspornen (wie in Abb. 159). Arista auf 3 A — 2 A ihrer 
Länge verdickt. Taster, Tibien und Scutellum schwarz oder dunkelbraun. Flügelwurzel 
dunkelbraun. Abdomen glänzend schwarz, mit einer breiten weißlichen Bereifungs- 
binde am Vorderrand der Segmente, cf : Epandrium von hinten gesehen so breit wie 74 
— 73 des 5. Tergites Allophorocera 

230 Stirn mit einer einzigen oi (wie in Abb. 3, 16), manchmal (besonders bei den 9) m ^ x 
einer kürzeren Borste davor (Abb. 14). 3. Fühlerglied 1,7— 2,5mal so lang wie das 
zweite, (j 1 : Tergit 4 ventral oder an den Seiten mit einem Sturmia-Fleck (wie in Abb. 
186); Hintertibia mit einem regelmäßigen ad-Kamm mit oder ohne Zwischenborste (wie 
in Abb. 160—162); Stirn ohne oe. — Hinterkopf in der oberen Hälfte hinter den Post- 
okularzilien ohne schwarze Börstchen oder mit bis zu höchstens 5 Börstchen auf jeder 
Seite. Tergite 3 und 4 ohne Diskalborsten 231 

— Stirn mit 2 — 3 oi, die vordere(n) länger und stärker. 3. Fühlerglied 2,8 — 7mal so lang wie 
das zweite. Cf : Tergit 4 ohne Sturmia-Fleck (Ausnahme: Masicera pavoniae; die cf 
dieser Art besitzen jedoch 1 oe); ad-Kamm der Hintertibia unregelmäßiger als in Abb. 
160-162 233 

231 Wangen nach unten stark verengt, ihre schmälste Stelle (von der Seite gesehen) so breit 
wie 75 — 73 des 3. Fühlergliedes (Abb. 14). Tergit 5 nur mit aufgerichteter Behaarung, 
ohne Diskal- oder Marginalborsten. Gekreuzte Apikaiborsten des Scutellums etwa um 



38 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

45° aufgerichtet (wie in Abb. 111). Ö": ad-Kamm der Hintertibia mit einer stärkeren 
Zwischenborste (wie in Abb. 161, 162). -4 st. Mitteltibia mit 1 (CO -2 ad ($). Taster 
gelb. Hinterkopf in der oberen Hälfte hinter den Postokularzilien ganz ohne schwarze 
Börstchen Townsendiellomyia [nidicola Tns.] 

— Wangen nach unten nicht oder kaum verengt, etwa so breit wie das 3. Fühlerglied. 
Tergit 5 wenigstens mit Marginalborsten. Gekreuzte Apikaiborsten des Scutellums 
höchstens im 30°-Winkel aufgerichtet, cf: ad-Kamm der Hintertibia ohne Zwischen- 
borste (wie in Abb. 160) 232 

232 Abstand der Subapikalen des Scutellums untereinander 1,5— 2mal so groß wie der 
Abstand zwischen Basalen und Subapikalen. 4 st. Taster und 2. Fühlerglied schwarz. 
Mitteltibia mit 1—2 ad Sturmia [bella Meig.] 

— Abstand der Subapikalen untereinander etwa so groß wie der Abstand zwischen Basalen 
und Subapikalen. 3 st. Taster gelb, 2. Fühlerglied überwiegend gelb. Mitteltibia mit 2 — 3 
ad Blepharipa 

233 Peristom etwa so breit wie x li des großen Augendurchmessers. Wangen so breit wie Vs 
— 3 A des kleinen Augendurchmessers. Vibrisse kurz, höchstens so lang wie 2 /s der 
Gesichtshöhe (Abb. 15). — Taster, 2. Fühlerglied, Basicosta und Tibien gelb. Abdomen 
gleichmäßig gelblichgrau bereift. Tergite 3 und 4 ohne Diskalborsten 

Pexopsis [aprica Meig.] 

— Peristom höchstens so breit wie x h des großen Augendurchmessers. Wangen höchstens 
so breit wie x li des kleinen Augendurchmessers. Vibrisse stark, wenigstens so lang wie 
2 /i der Gesichtshöhe 234 

234 Peristom schmaler als die Wangen auf der Höhe der Fühlerbasis (wie in Abb. 4), 
schmaler als das 3. Fühlerglied. Hinterkopf in der oberen Hälfte hinter den Postokular- 
zilien meist ohne schwarze Börstchen (selten mit wenigen). Taster schwarz oder dunkel- 
braun. 4 st Thecocarcelia [acutangulata Macq.] 

— Peristom breiter als die Wangen auf der Höhe der Fühlerbasis, breiter als das 3. Fühler- 
glied. Hinterkopf in der oberen Hälfte hinter den Postokularzilien mit ein oder meh- 
reren Reihen schwarzer Börstchen. Taster gelb (wenigstens an der Spitze). 3 oder 4 st 
235 

235 Tergite 3 und 4 mit Diskalborsten. 3 st. Basicosta gelb 236 

— Tergit 3 (und meist auch Tergit 4) ohne Diskalborsten. 3 oder 4 st. Basicosta schwarz 
oder ± umfangreich gelb 237 

236 Mitteltibia mit 1 ad (selten noch eine sehr kurze darüber). Arista nur in ihrem basalen V4 
verdickt. Stirn beim $ etwa so breit wie ein Auge, beim C? schmaler. Tibien schwarz 
Xylotachina [diluta Meig.] 

— Mitteltibia mit 3—4 ad. Arista auf 2 /i — 3 A ihrer Länge verdickt. Stirn 1,5— 2mal so breit 
wie ein Auge. Tibien gelb Ceromasia [rubrifrons Macq.] 

237 Arista auf x /i — x li ihrer Länge verdickt. Abstand der Postocellarborsten untereinander 
höchstens so groß wie der Abstand zwischen den beiden hinteren Ocellen. Basicosta 
schwarz oder ± umfangreich gelb. Stirn beim (f ohne oe. 9 : Tergit 5 oft länger als 
Tergit 4. - Meist gelblichgrau bereifte Arten Erycia 

— Arista auf 3 /s — Vs ihrer Länge verdickt. Abstand der Postocellarborsten untereinander 
größer als der Abstand zwischen den beiden hinteren Ocellen. Basicosta schwarz. Stirn 
beim cf mit 1 oder 2 oe. $: Tergit 5 höchstens so lang wie Tergit 4. — Dunkle Arten, 

Bereifung grau Masicera 

(Wenn man bei Nummer 237 noch zu keinem Ergebnis gelangt ist, dann sollte man Nummer 218 

prüfen, denn manche Individuen der Lydella-Arten haben nur 3 st.) 

238 Rüssel dünn, viel länger als der Kopf (Abb. 28). Arista lang gefiedert (Abb. 28). Tergit 2 
dorsal bis zum Hinterrand ausgehöhlt (wie in Abb. 168) Prosena[siberitaF.] 

(Exemplare, bei denen individuell nur 1 ia vorhanden ist) 

— Rüssel dicker, höchstens so lang wie der Kopf. Arista nackt oder nur sehr fein behaart. 
Tergit 2 nicht bis zum Hinterrand ausgehöhlt (wie in Abb. 169-173) 239 

239 Gleichzeitig: Augen behaart; Wangen bis zum unteren Augenrand behaart oder bebor- 
stet; Peristom in seiner vorderen Hälfte nicht skierotisiert (wie in Abb. 8); Prosternum 
nackt. — Körperlänge 7— 8 mm Angiorhina 

— Andere Merkmalskombinationen 240 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 39 

240 Kleine Arten (2,5 — 6 mm) mit folgenden Merkmalen: Körperfärbung glänzend schwarz. 
Abdomen mit Diskalborsten. Hinterkopf bis unten ganz schwarz behaart. Wangen 
zumindest in ihrer unteren Hälfte nackt. Stirn bei den cf schmal und ohne oe, bei den $ 
breit und mit 2 oe. Augen bei einigen Arten (von Dufouria) behaart. R 5 offen oder am 
Flügelrand geschlossen 241 

— Andere Merkmalskombinationen. Augen immer nackt 242 

241 1 ia hinter der Naht. Tergit 3 ohne Diskalborsten. Subapikalen des Scutellums fehlend 
oder haarförmig (Abb. 106). Pteropleuralborste wenigstens l,5mal so lang wie die 
umgebenden Haare. Taster gelb bis schwarz. Körperlänge 2,5—4 mm . Anthomyiopsis 

— 2 ia hinter der Naht. Tergit 3 mit Diskalborsten. Subapikalborsten wenigstens so stark 
wie die Apikaiborsten. Pteropleuralborste fehlend oder haarförmig. Taster schwarz. 
Körperlänge 4-6 mm Dufouria 

242 Spitzenquerader reduziert (Abb. 141). — Abdomen teilweise rot. Körperlänge 3 — 4 mm 

Besseria [antbophila Loew] 

— Spitzenquerader vorhanden (Abb. 136— 138) 243 

243 Flügelzelle R 3 gestielt (Abb. 125, 126, 136, 139) 244 

— R 5 offen oder höchstens am Flügelrand geschlossen (Abb. 137, 138) 255 

244 Kleine (3—4 mm) schwarze Art mit grauer Bereifung. Mundrand spitz vorgezogen; die 
sehr schlanken Labellen des Rüssels nach hinten geknickt (Abb. 30). Prosternum 
behaart Ancistrophora [mikii Schin.] 

— Andere Merkmale. Prosternum immer nackt 245 

245 Gleichzeitig die folgenden 2 Merkmale: Wangen mit abwärts gebogenen Borsten (wie in 
Abb. 25) und r 4+5 von seiner Basis fast bis r-m mit Börstchen. — 1. Äristaglied 3— 4mal, 2. 
Aristaglied 4 — 5mal so lang wie sein Durchmesser. Mundrand stark vorgezogen. Tergit 
2 mit einer Reihe von Marginalborsten. Körperlänge 6 — 7 mm 

Petinarctia [stylata B.B.] 

— Andere Merkmalskombinationen 246 

246 Stiel von R 5 länger als die Spitzenquerader (Abb. 139). Calyptrae schmal, abgespreizt 
(Abb. 113). Abdomen glänzend, ohne Bereifung. $: Postabdomen mit Legestachel, 
davor ein auffallendes Dörnchenfeld (Abb. 185). — Meist ganz schwarze Arten von 2—4 
mm Körperlänge Catharosia 

— Andere Merkmalskombinationen 247 

247 Langgestreckte, hymenopterenähnliche Formen. Abdomen 2,5— 4mal so lang wie breit 
(Abb. 219), ± ausgedehnt rot gefärbt. Metathorax hinten durch eine skierotisierte 
Brücke geschlossen (wie in Abb. 166). Taster reduziert. Die vordere der 2 ia direkt 
hinter der Naht ist länger als die hintere (Abb. 89), die manchmal ganz fehlt 

Cylindromyia 

[Kommt man hier zu einer Art mit 2 breiten schwarzen Längsstreifen auf dem Thorax (Abb. 62), 

kurz behaarter Arista, einem lateralkomprimierten Abdomen und einem langen Aderanhang an der 

Beugung von m (Abb. 133), dann handelt es sich um Mintho rufiventris, bei der manchmal nur 1 ia 

vorhanden ist; die Taster sind bei dieser Art vorhanden und der Metathorax ist membranös.] 

— Arten von gedrungenem Körperbau. Abdomen 1— 2mal so lang wie breit (wenn gering- 
fügig länger, dann Abdomen schwarz). Metathorax hinten membranös (wie in Abb. 
165). Taster vorhanden. Die 2 ia gleichlang (Abb. 88) oder die hintere länger (Abb. 87) 
oder beide reduziert 248 

248 1—3 Paar acr vor der Naht (wenn acr ausnahmsweise haarförmig, dann ist die Behaa- 
rung des Abdomens aufgerichtet oder es sind kräftige Marginal- und Diskalborsten vor- 
handen) 249 

— acr vor der Naht fehlend (wenn schwach angedeutet, dann ist die Behaarung des Abdo- 
mens anliegend und es sind höchstens sehr feine Marginalborsten vorhanden) ... 251 

249 Ocellarborsten reklinat (nicht ganz so stark nach hinten gebogen wie in Abb. 11, 55). 
Tergite 4 und 5 ohne Diskalborsten (bei den C? aber oft mit aufgerichteter Behaarung). 
Calyptrae groß (Abb. 114), eine Calyptra breiter als 1 h des Abdomens. Postabdomen 
der $ mit einer Zange (Abb. 173, 179-182, 210, 211). - Stiel von R 5 deutlich länger als 
r-m. Kleine schwarze Arten (3,5 — 6,5 mm) mit geringer Bereifung Leucostoma 

— Ocellarborsten proklinat. Tergite 4 und 5 mit Diskalborsten. Calyptra höchstens halb so 
breit wie das Abdomen. $ ohne Zange 250 



40 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

250 Stirn bei Cf und J etwa gleichbreit (0,2 — 0,4mal so breit wie ein Auge); Stirnstreifen 
2mal so breit wie ein Parafrontale. Körperlänge 5 — 7 mm Strongy gaster 

— Stirn bei den Ö" sehr schmal (höchstens 0,15mal so breit wie ein Auge); Stirnstreifen an 
seiner schmälsten Stelle linienförmig, erheblich schmaler als ein Parafrontale. Stirn der 
$ breiter als ein Auge. Körperlänge 2,5 — 5 mm 55 

251 Stirn sehr schmal, höchstens 0,25mal so breit wie ein Auge. Abdomen bei den meisten 
Arten (besonders bei den cf) stark abgeflacht (wie in Abb. 171) 252 

— Stirn mindestens 0,5mal so breit wie ein Auge. Abdomen gewölbt 253 

252 Stiel von R 5 kurz, in charakteristischer Weise nach oben gebogen (Abb. 136). § : Sternit 
7 unauffällig, klein Elomya 

— Stiel von R 5 in der Verlängerung von r 4+5 (wie in Abb. 126, 139), mindestens so lang wie 
0,2 der Spitzenquerader (meist bedeutend länger). Sternit 7 der $ groß, hornartig, stark 
chitinisiert (Abb. 212-216) Phasia 

253 Scutellum mit wenigstens 3 Paar Borsten (wie in Abb. 102, 114). vi vorhanden. 
Abdomen deutlich länger als breit, ± ausgedehnt rot oder gelb. Tergite meist durch eine 
Naht getrennt. Postabdomen stark entwickelt, unter dem Abdominalende nach vorn 
eingeschlagen (wie in Abb. 219—221) . Besseria (ohne antbopbila, siehe Nummer 242) 

— Scutellum mit 2 Paar Borsten (Abb. 101). vi fehlend. Abdomen fast halbkugelförmig, 
etwa so lang wie breit, gelb oder rot mit schwarzen Punkten (Abb. 172) oder ± zusam- 
menhängenden Trapezflecken, selten ganz schwarz. Tergite miteinander verwachsen. 
Postabdomen nicht auffallend entwickelt 254 

254 Fühler etwa so lang wie das Gesicht. 3. Fühlerglied wenigstens 2mal so lang wie breit 

Gymnosoma 

— Fühler halb so lang wie das Gesicht. 3. Fühlerglied etwa so lang wie breit. — Körper- 
länge 3—4,5 mm Cistogaster[globosa¥ .~\ 

255 Wangen behaart oder beborstet 256 

— Wangen nackt 258 

256 m bildet einen sehr flachen Bogen (ähnlich wie in Abb. 140, jedoch mündet m 
zusammen mit r 4+5 in die Spitze des Flügels). Abdomen ohne Borsten (Abb. 218). $: 
Tergit 5 extrem verlängert, unter dem Abdomen nach vorn gerichtet (Abb. 218). — 
Ganz schwarze Art. Körperlänge 3— 4 mm Freraea[gagateaK.D.] 

— m mit Spitzenquerader. Abdomen mit starken Marginalborsten. Tergit 5 der $ nicht so 
gebildet 257 

257 Wangen mit starken, nach unten gebogenen Borsten. r 4+5 bis weit über r-m hinaus mit 
Börstchen. Flügelranddorn stark. Ocellarborsten aufgerichtet und nach vorn gebogen. 
Postabdomen beim 5 ohne Besonderheiten Peteina [erinaceus F.] 

— Wangen nur mit Behaarung. r 4+5 höchstens mit 1 —2 Börstchen an der Basis. Flügelrand- 
dorn rudimentär. Ocellarborsten aufgerichtet und etwas nach hinten gebogen. Postab- 
domen beim $ mit einer Zange (wie in Abb. 182) . . Eulabidogaster [setifacies Rond.] 

258 Abdomen langgestreckt (wie in Abb. 219), wenigstens 3mal so lang wie breit, schwarz 
mit 2 Binden von weißgrauer Bereifung. Flügel im apikalen Drittel mit einer unscharfen 
dunklen Querbinde. 3. Fühlerglied apikal auffällig verbreitert (Abb. 43) 

Lophosia [fasciata Meig.] 

— Andere Merkmale 259 

259 Postabdomen von cf und 9 stark entwickelt, schwarz, unter dem Abdominalende nach 
vorn eingeschlagen (wie in Abb. 219-221). Metathorax hinten oft durch eine skieroti- 
sierte Brücke geschlossen (Abb. 166) 260 

— Postabdomen nicht so gebildet. Metathorax hinten immer membranös (wie in Abb. 165) 
261 

260 Abdomen schwarz, meist glänzend (nur bei einer sehr seltenen Art bereift). Körperlänge 
3-7 mm Phania 

— Abdomen teilweise oder fast ganz rotgelb. Körperlänge 7- 10 mm Hemyda 

{Phania und Hemyda besitzen 1 Paar acr vor dem Scutellum; kommt man hier zu einer Art ohne 

acr mit überwiegend rotem Abdomen, so handelt es sich um Besseria lateritia.) 

261 Der Abschnitt von m zwischen r-m und m-cu ist kürzer (wie in Abb. 131) oder höch- 
stens so lang wie der zwischen m-cu und der Beugung. Diskalborsten von Tergit 5 so 
lang und stark wie die Marginalborsten. Kleine (Körperlänge 3-4,5 mm), grau bereifte 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 41 

Art mit schwarzen Punkten und Flecken am Hinterrand der Tergite 3 und 4 

Rondania [cucullata R.D.] 

— Der Abschnitt von m zwischen r-m und m-cu ist deutlich länger als der zwischen m-cu 
und der Beugung. Tergit 5 ohne Diskalborsten, höchstens mit aufgerichteter Behaarung. 
Abdominalzeichnung anders 262 

262 Scutellum mit 3 Paar Borsten (wie in Abb. 114). Ocellarborsten aufgerichtet und etwas 
nach hinten gebogen. 2 ia hinter der Naht (Abb. 88). ad-Endsporn der Vordertibia min- 
destens so lang wie der dorsale Endsporn oder länger. Postabdomen der 9 (außer bei 
Brullaea) mit einer Zange (Abb. 174 — 178) 263 

— Scutellum mit 2 Paar Borsten (wie in Abb. 101), nur bei Opesia mit 3 Paar. Ocellarbor- 
sten nach vorn gebogen. oder 1 ia (Abb. 87) hinter der Naht. ad-Endsporn der Vorder- 
tibia fehlend oder bedeutend kürzer als der dorsale Endsporn. Postabdomen der $ ohne 
Zange 266 

263 Abdomen teilweise rot, wenigstens an den Seiten der Basis 264 

— Abdomen schwarz mit grauer Bereifung 265 

264 cf : Stirn 0,7 — 0,9mal so breit wie eines Auge; ve 2mal so lang wie die starken und 
geraden Postokularzilien; 3. Fühlerglied 2,5mal so lang wie das zweite; Thorax vor der 
Naht mit 2 breiten schwarzen Längsstreifen (wie in Abb. 62); Tergit 4 mit einem 
schmalen Bereifungsband an seinem Vorderrand. $ : Postabdomen ohne Zange .... 

Brullaea [ocypteroidea R.D.] 

— cf: Stirn an ihrer schmälsten Stelle 0,3mal so breit wie ein Auge; ve nicht von den feinen, 
nach vorn gebogenen Postokularzilien unterschieden; 3. Fühlerglied l,5mal so lang wie 
das zweite; Thorax vor der Naht ohne ausgeprägte Längsstreifen; Abdomen unbereift. 
$: Postabdomen mit einer Zange (wie in Abb. 174, Zangenarme auf ihrer Innenseite 
aber mit zahlreichen, gerade abstehenden Borstenhaaren) . Clairvillia [biguttata Meig.] 

265 1 Paar starke acr vor der Naht vorhanden. Parafrontalia außerhalb der Stirnborstenreihe 
behaart. $ : Zange zusätzlich zum Apikaizahn am Innenrand mit einer Reihe stumpfer 
Zähnchen (Abb. 177, 178). Cf: Epandrium von normaler Gestalt Dionaea 

— Keine acr vor der Naht. Parafrontalia außerhalb der Stirnborsten nackt. § : Zange nur 
mit Apikaizahn (Abb. 174 — 176). cf: Epandrium vergrößert und abgeplattet 

Labigastera 

266 Deutliche Marginalborsten des Abdomens vorhanden, wenigstens auf den letzten 2 Ter- 
giten. Flügel nicht gefleckt 267 

— Abdomen. praktisch ohne Borsten (Abb. 171). Flügel ± umfangreich dunkel gefleckt 
(Abb. 137), wenigstens (bei kleinen $) ein diffuser Fleck in der basalen Hälfte vor- 
handen (Abb. 138). - Abdomen bei den cf stark abgeflacht (Abb. 171, 183) 

Ectophasia 

267 Beine und Fühler überwiegend gelb. Abdomen gelb, mit oder ohne kleine schwarze 
Punkte am Hinterrand der Tergite Subclytia [rotundiventris Fall.] 

— Beine und Fühler schwarz oder höchstens dunkelbraun 268 

268 Stirn linienförmig schmal (Abb. 58). Abdomen schwarz, dicht grau bereift (selten an den 
Seiten der Basis etwas rötlich aufgehellt) Opesia 

— Stirn mindestens 0,7mal so breit wie ein Auge. Abdomen bei den cf immer ± ausge- 
dehnt gelb gefärbt, bei den J mit gelben Seitenflecken oder schwarz mit grauer Berei- 
fung 269 

269 3 st (die untere aber manchmal kaum von der Behaarung unterschieden). ($: Behaarung 
der Tergite auf ihrer Mitte — wie an den Seiten — anliegend; sind einige Haare aufge- 
richtet, dann bleiben diese erheblich kürzer als 0,5 der Marginalborsten; Tergit 6 auf 
seiner dorsalen Fläche nackt oder behaart. J : Parafrontalia außerhalb der Stirnborsten 
behaart Eliozeta 

— 2 st. cf: Behaarung auf der Mitte der Tergite aufgerichtet, die längsten Haare wenigstens 
so lang wie 0,5 der Marginalborsten; Tergit 6 auf seiner dorsalen Fläche stets behaart. $ : 
Parafrontalia außerhalb der Stirnborsten nackt Clytiomya [continua Panz.]. 



42 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

4. Schlüssel für die Arten 

4.1. Subfamilie Exoristinae 
Exorista 

1 3 de hinter der Naht. Syncercus beim cf dorsal ausgehöhlt, in seiner Höhlung mit 
gelben Haaren (Abb. 281, 282). Augen nackt 2 

— 4 de hinter der Naht (Abb. 82). Syncercus anders; wenn wie oben gebildet, dann sind die 
Augen dicht behaart *6 

2 2 oe $ der Exorista-mstica-Gruppe 

(Die $ der 4 Arten rustica, mimula, euneata und tubulosa sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht 
sicher trennbar; bei Exemplaren mit starken Diskalborsten dürfte es sich aber meist um die häufige 

rustica handeln.) 

— Keine oe (cf der Exorista rustica-Gruppe) 3 

3 Loben von Sternit 5 innen eingebuchtet (Abb. 232). Stirn 0,97— l,12mal so breit wie ein 
Auge. — Tergit 3 fast immer ohne Diskalborsten mimula Meig. 

— Loben von Sternit 5 nicht eingebuchtet (Abb. 231). Stirn 0,69 — 0,94mal so breit wie ein 
Auge 4 

4 Endabschnitt des Aedeagus lang, schlauchförmig (Abb. 237), an seiner Spitze kaum aus- 
gebreitet; der mediane Streifen ist nur wenig skierotisiert (Abb. 237a). Tergite 3 und 4 
meist ohne Diskalborsten. — Dorsale Höhlung des Syncercus langgestreckt dreieckig 
(wie in Abb. 282) ' tubulosa Hert. 

— Endabschnitt des Aedeagus kürzer (Abb. 236), an seiner Spitze ± ausgebreitet; der 
mediane Streifen ist kräftig skierotisiert und keilförmig zugespitzt (Abb. 236a). Tergite 3 
und 4 fast immer mit starken Diskalborsten 5 

5 Dorsale Höhlung des Syncercus oval (Abb. 281). Der (abgewinkelte) Endabschnitt des 
Aedeagus ist etwa so lang wie die Höhlung des Syncercus. Innere Fläche der Loben von 
Sternit 5 bis an den Rand mit gelblicher Pubescens bedeckt (Abb. 231). Stirn 0,71 — 
0,83mal so breit wie ein Auge rustica Fall. 

— Dorsale Höhlung des Syncercus langgestreckt dreieckig (Abb. 282). Endabschnitt des 
Aedeagus nur etwa so lang wie 0,7 — 0,8 der Höhlung. Der Rand sowie der überwie- 
gende Teil der inneren Fläche der Loben von Sternit 5 ist nackt. Stirn 0,69 — 0,73mal so 
breit wie ein Auge (nur 3 Exemplare gemessen) euneata Hert. 

6 Abdomen mit einem schwarzen Mittellängsstreifen, der wenigstens bei bestimmten 
Lichteinfall sichtbar wird 7 

— Bereifung der Tergite in der Mitte etwas nach hinten verlängert, so daß der Eindruck 
einer weißen Mittellängslinie vorherrscht 13 

7 Ocellarborsten auf der Höhe des vorderen Ocellus oder noch etwas davor stehend (wie 
in Abb. 54). Augen dicht und lang behaart. Tergite ventral auf 2 /3 — 5 /6 ihrer Länge 
bereift, cf : Syncercus ausgehöhlt, in seiner Höhlung mit langer gelber Behaarung (wie 
in Abb. 281, 282). — $: Tergit 5 mit starken Diskal- und Marginalborsten 8 

— Ocellarborsten hinter der Höhe des vorderen Ocellus (wie in Abb. 55, 56). Augen nackt 
oder behaart. Tergite ventral auf höchstens x li ihrer Länge bereift (nur bei der für Mit- 
teleuropa noch nicht nachgewiesenen segregata weiter), cf: Syncercus anders 9 

8 Die Bereifung des Abdomens läßt bei unterschiedlichem Lichteinfall schwarze Schiller- 
flecken erkennen, cf : 3. Fühlerglied 2,2— 2,6mal so lang wie das zweite; vi 0,5 — 0,6mal 
so lang wie der große Augendurchmesser; 3. Flügelrandabschnitt 1,9— 2,lmal so lang 
wie der zweite grandis Zett. 

— Die Abdominalbereifung zeigt bei unterschiedlichem Lichteinfall praktisch keine Schil- 
lerflecken, cf : 3. Fühlerglied 2,7— 3,3mal so lang wie das zweite; vi 0,4 — 0,5mal so lang 
wie der große Augendurchmesser; 3. Flügelrandabschnitt 1,9— 2,3mal so lang wie der 

zweite sorbillans Wied. 

(Die Trennung von grandis und sorbillans bereitet noch Schwierigkeiten. Die mittel- und nordeu- 
ropäischen Formen dürften wohl fast ausschließlich zu grandis gehören.) 

9 Augen dicht und lang behaart 10 

— Augen nackt oder praktisch nackt 11 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 43 

10 Börstchen über der Vibrisse bis zur Höhe der untersten Stirnborste oder weiter aufstei- 
gend. Tergite ventral weiter als bis zur Hälfte bereift, cf : Surstyli höchstens halb so lang 
wie der Syncercus. J: 2. Fühlerglied schwarz oder dunkelbraun; Tergit 5 auf 2 /3 — 4 /s 
seiner Länge bereift segregata Rond. 

— Börstchen über der Vibrisse nicht bis zur Höhe der untersten Stirnborste aufsteigend. 
Tergite ventral höchstens bis zur Hälfte bereift, cf : Surstyli fast so lang wie der Syn- 
cercus. $: 2. Fühlerglied in der Regel gelb; Tergit 5 glänzend schwarz, nur in seinem 
basalen l h — l h bereift nova Rond. 

11 Tergit 5 mit starken Diskal- und Marginalborsten; die Diskalborsten sind etwa so lang 
wie 2 /i der Marginalborsten von Tergit 4. Scutellum ganz schwarz 

glossa torum Rond. 

— Tergit 5 ohne oder nur mit wesentlich schwächeren und kürzeren Diskalborsten (etwa 
V3 der Länge der Marginalborsten von Tergit 4); bei den 9 sind die Marginalborsten 
von Tergit 5 kürzer als die Diskalborsten oder fehlen praktisch ganz. Scutellum fast 
immer wenigstens zum Teil rötlich 12 

12 Die Bereifung von Tergit 3 bedeckt an den Seiten (oberhalb der ventralen Verschmäle- 
rung) 3 /4 — 5 /6 der Segmentlänge. Bereifung der Parafrontalia in der Regel gelblich bis 
goldgelb. Die Borsten über der Vibrisse gehen in der Regel nicht bis zur unteren Stirn- 
borste empor, cf : Ventrale Behaarung von Tergit 4 etwas dichter und kürzer als die von 
Tergit 3 larvarumL. 

— Die Bereifung von Tergit 3 bedeckt an den Seiten nur etwa x li der Segmentlänge. Berei- 
fung der Parafrontalia grauweiß. Die Borsten über der Vibrisse reichen bis zur unteren 
Stirnborste oder noch etwas weiter nach oben, cf: Ventrale Behaarung der Tergite 3 und 
4 voneinander nicht verschieden fasciata Fall. 

13 Augen behaart. Behaarung des Peristoms und der Parafrontalia schwarz. Sensillen des 2. 
Fühlergliedes etwa auf halber Höhe in einer unregelmäßigen Linie angeordnet (Abb. 
51). Stirnborsten weiter herabgehend als bis zur halben Höhe der Wangen. Mitteltibia 
mit 2 ad. cf : Abgewinkelter Endabschnitt des Aedeagus etwa so lang wie bei rustico. 
(Abb. 236) deligataVznd. 

— Augen nackt. Behaarung des Peristoms und des vorderen Bereiches der Parafrontalia 
überwiegend weißlich. Sensillen des 2. Fühlergliedes in seiner oberen Hälfte auf einer 
länglichen Warze zusammengedrängt (Abb. 50). Die Stirnborsten gehen höchstens bis 
zur halben Höhe der Wangen herab. Mitteltibia mit 3 ad. cf : Abgewinkelter Endab- 
schnitt des Aedeagus viel länger, am Ende gebogen (nur bei civilis bekannt) 14 

14 Beine schwarz. Wangen nackt civilis Rond. 

— Beine gelb. Wangen in ihrer oberen Hälfte mit spärlicher, feiner weißlicher Behaarung 
(nur 2 bekannt) florentina Hert. 



Chetogena 

Mitteltibia mit 2 ad. Die Strecke von m zwischen r-m und mcu ist 0,7— l,7mal so lang 

wie die zwischen m-cu und der Beugung (meist kaum länger als 1 mal) 2 

Mitteltibia mit 3 — 5 ad. Die Strecke von m zwischen r-m und m-cu ist 1,5— 2,9mal so 

lang wie die zwischen m-cu und der Beugung 3 

Tergite 3 und 4 ohne Diskalborsten. Cf : Syncercus etwas ausgehöhlt und mit dichter, 

heller Behaarung (ähnlich wie bei Exorista rustica, Abb. 281) acuminata Rond. 

Tergite 3 und 4 mit Diskalborsten. cf : Syncercus nicht so behaart . . . filipalpis Rond. 
R 5 offen oder am Flügelrand geschlossen, sehr selten mit einem Stiel, der jedoch viel 
kürzer ist als r-m. Stirnstreifen auf der Mitte der Stirn so breit wie ein Parafrontale oder 
etwas schmaler. Die weiße Bereifung der Tergite ist veränderlich, sie reicht bei 
bestimmtem Lichteinfall fast bis an den Hinterrand der Segmente (besonders längs der 
Mittellinie des Abdomens). Flügelranddorn 1 — l,5mal so lang wie r-m. cf : Syncercus 
basal mit langen, behaarten Fortsätzen. — Körperlänge 6 — 12 mm . . . . obliquata Fall. 
R 5 in der Regel mit einem Stiel so lang wie r-m; selten ist der Stiel kürzer oder R 5 nur am 
Rand geschlossen. Stirnstreifen auf der Mitte der Stirn 1— 2mal so breit wie ein Para- 
frontale. Das schmale weiße Bereifungsband im vorderen J A — V3 der Tergite ist scharf 



44 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

begrenzt und bei unterschiedlichem Lichteinfall kaum veränderlich. Flügelranddorn 
2 — 3,5mal so lang wie r-m. cf : Syncercus ohne Fortsätze. — Körperlänge 6—9 mm . . . 
fasciata Egg. 



Pb 



orocera 

4. Randabschnitt des Flügels auf wenigstens 2 /i seiner Länge mit Dörnchen (Abb. 127). 
Cf : Epandrium (dorsal) etwa so lang wie x li von Tergit 5 (dorsal); Ventraler Bereich der 
Sternopleure und Mittelhüften mit starken, gebogenen Haaren ohne Kräuselung. $ : 
V-förmiges Sklerit (Sternit 6) vorn (von der Seite gesehen) spitzwinklig (Abb. 225); Vor- 
dertarsus so lang wie 2 /i der Vordertibia; Wangen an ihrer schmälsten Stelle meist etwas 

breiter als das 3. Fühlerglied. — Körperlänge 10— 14 mm grandis Rond. 

4. Randabschnitt des Flügels nur auf l lk — x li seiner Länge mit Börstchen. cf : Epan- 
drium mindestens so lang wie 2 A von Tergit 5; Ventraler Bereich der Sternopleure und 
Mittelhüften mit feinen, an ihrer Spitze gekräuselten Haaren. $ : V-förmiges Sklerit 
vorn recht- oder stumpfwinklig (Abb. 226); Vordertarsus so lang oder fast so lang wie 
die Vordertibia; Wangen an ihrer schmälsten Stelle etwas schmaler als das 3. Fühlerglied 

2 

Tergit 2 dorsal nicht bis zum Hinterrand ausgehöhlt (wie in Abb. 167). Mittlere 
schwarze Längsstreifen des Thorax vor der Naht so breit wie der trennende Zwischen- 
raum, cf: Syncercus ventral spärlich und mehr anliegend behaart; Hinterrand von 

Sternit 4 gerade. — Körperlänge 4 — 11 mm obscura Fall. 

Tergit 2 dorsal bis zum Hinterrand ausgehöhlt (wie in Abb. 168). Mittlere schwarze 
Längsstreifen des Thorax schmaler als der trennende Zwischenraum, cf : Syncercus ven- 
tral dicht und abstehend behaart; Hinterrand von Sternit 4 in der Mitte mit einem stum- 
pfen Zahn. - Körperlänge 7-14 mm assimilisFa.il. 

Bessa 

Tergite 3 und 4 mit Diskalborsten selecta Meig. 

Tergit 3 ohne, Tergit 4 fast immer ohne Diskalborsten parallela Meig. 

Beiida 

Hintertibia mit 2 dorsalen Endspornen. Propleure nackt, cf : Stirn 0,71 — 0,90mal so 

breit ein Auge angelicae Meig. 

Hintertibia mit 3 dorsalen Endspornen. Propleure fein behaart, cf : Stirn etwa so breit 
wie ein Auge /at/'/rons Jacentk. 

Meigenia 

Augen dicht behaart, die einzelnen Härchen wenigstens so lang wie 4 Augenfacetten 

majuscula Rond. 

Augen fast nackt oder nur sehr zerstreut und kurz behaart 2 

Abdomen gleichmäßig dicht bereift, ohne Schillerflecken. Äußere (kleine) Posthumeral- 
borste fehlend. Tergit 4 meist mit einem vollständigen Kranz Diskalborsten. 3. Fühler- 
glied 2,7— 3,5mal so lang wie das zweite beim cf, 2,5 — 3mal beim J. ö" : Stirn etwa so 

breit wie ein Auge incana Meig. 

Abdomen mit ± großen schwarzen Flecken oder wenigstens mit schwachen Reflexen 
bei unterschiedlichem Lichteinfall. Äußere Posthumeralborste vorhanden (Abb. 92). 
Tergit 4 in der Regel nur mit einem Paar Diskalborsten. 3. Fühlerglied 1,9— 2,5mal so 
lang wie das zweite beim cf, l,8-2,3mal beim $. cf : Stirn 0,35 — 0,60mal so breit wie 

ein Auge 3 

Keine oe(cf) 4 

2oe 2 von dorsalis, mutabilis oder uncinata. 

[Die § dieser Arten sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht trennbar; Gebirgsformen mit sehr 

breiten Wangen (siehe unten) dürften zu grandigena gehören.] 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 45 

Cerci an ihrer Spitze etwas nach hinten gebogen, die kurz behaarten Surstyli an ihrer 
Spitze etwas nach vorn gebogen (Abb. 248). Körperlänge 3 — 7,5 mm . . mutabilis Fall. 

Cerci und Surstyli anders (Abb. 249, 250). Körperlänge 4,5 — 10 mm 5 

Cerci an ihrer Spitze etwas nach vorn gebogen (selten gerade), Surstyli schmal, stark 
nach vorn und außen gebogen; Cerci und Surstyli kurz behaart (Abb. 250). Körperlänge 

bis 7,5 mm uncinata Mesn. 

Cerci und Surstyli massiv, gerade, lang behaart (Abb. 249). Körperlänge bis 10 mm . . 6 
Gesicht (Strecke zwischen der Basis der Vibrisse und der Ecke hinter dem 1. Fühler- 
glied) 3,3— 5, lmal so hoch wie die Breite der Wangen an ihrer schmälsten Stelle .... 

dorsalis Meig. 

Gesicht 2,6— 3,2mal so hoch wie die Breite der Wangen an ihrer schmälsten Stelle. — 
Gebirgsart grandigenaPand. 

Medina 

Vordertibia mit 1 hinteren Borste. Die Bereifung des Thorax bildet vor der Quernaht 
einen durchgehenden, nach hinten scharf abgegrenzten Streifen. Lateralborsten des Scu- 
tellums so lang und stark wie die Basalborsten. 2 st. Halterenkopf gelb, cf : Sternit 5 

ohne Haarbüschel. - Körperlänge 4-9 mm. collaris Fall. 

Vordertibia mit 2 hinteren Borsten. Die Bereifungsbinde vor der Quernaht ist in der 
Mitte unterbrochen. Lateralborsten oft etwas kürzer und schwächer als die Basalbor- 
sten. 2 oder 3 st. Halterenkopf schwärzlich, C?: Loben von Sternit 5 mit einem Haar- 
büschel (Abb. 205-208). - Körperlänge 3-5,5 mm 2 

2oe($) 3 

Keine oe(cf) 6 

Tergite 3 und 4 auf ihrer Ventralseite mit Feldern dichtstehender Dörnchen (Abb. 184). 

Unterrand von Tergit 7 fast gerade (Abb. 198) multispina Hert. 

Tergite 3 und 4 ventral ohne Dörnchenfelder (höchstens mit 1—2 Dörnchenreihen 

direkt am Rand der Tergite). Tergit 7 anders gebildet (Abb. 197, 199,200) 4 

Tergit 7 unten nur sehr schwach eingekerbt, sein sichtbarer Umriß (ebenso wie das dar- 
unterliegende Sternit) ist annähernd halbkreisförmig, der Unterrand aber mehr gerade 

(Abb. 197) luctuosa Meig. 

Tergit 7 mit einer starken Einkerbung, in der eine Membran ganz oder nur zum Teil 

sichtbar sein kann (Abb. 199,200) 5 

Tergit 7 (von der Seite gesehen) stark winklig gebogen (Abb. 199a); das darunterlie- 
gende Sternit ist dreieckig zugespitzt mit einem Winkel von etwa 90° (Abb. 199) 

melania Meig. 

Tergit 7 fast eben, in seiner oberen Hälfte etwas konvex (Abb. 200a); das darunterlie- 
gende Sternit ist abgerundet (Abb. 200) separata Meig. 

Haarbüschel von Sternit 5 kammartig, von der Seite gesehen fast senkrecht und gerade 

abstehend (Abb. 205); von hinten gesehen sind die Büschel breit getrennt 

luctuosa Meig. 

Die Borstenhaare von Sternit 5 bilden (von der Seite gesehen) ein spitz zulaufendes, 
etwas nach vorn gebogenes Büschel (Abb. 206—208); von hinten gesehen berühren sich 

die Büschel wenigstens an ihrer Spitze 7 

Haarbüschel von Sternit 5 (von der Seite gesehen) etwa halb so lang wie Tergit 5 dorsal 

(Abb. 206) melania Meig. 

Haarbüschel etwa so lang wie x li von Tergit 5 dorsal (Abb. 207, 208) 8 

Haarbüschel von Sternit 5 etwas kürzer als V3 von Tergit 5 dorsal, seine Spitze deutlich 
nach vorn gekrümmt; die Borstenhaare bilden ein ziemlich dichtes Büschel (Abb. 207). 
Calyptrae dunkelbraun. Die Bereifungsbinden am Vorderrand der Tergite unter- 
scheiden sich kaum von der Grundbereifung, die bei Blickrichtung von hinten sichtbar 

wird separata Meig. 

Haarbüschel etwas länger als V3 von Sternit 5 dorsal, seine Spitze etwas weniger nach 
vorn gekrümmt; die Borstenhaare sind etwas mehr verstreut (Abb. 208). Calyptrae hell- 
braun. Tergite am Vorderrand mit Binden dichterer Bereifung, die von der leichten 
Grundbereifung deutlich zu unterscheiden sind multispina Hert. 



46 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Istocheta 

Der Bestimmungsschlüssel von Borisova-Zinov'eva (1966) enthält auch die ost- 
paläarktischen Arten der Gattung. Die nachfolgende Tabelle stützt sich hinsichtlich 
der Merkmale von /. subcinerea und /. polyphyllae auf diese Arbeit. 

1 Arista nur in ihrem basalen l U — x h verdickt. 1 oder 2 Paar acr vor der Naht. Körper- 
länge 4— 5mm /lem/c/iaeraB.B. 

— Arista auf mehr als ihrer halben Länge verdickt (Abb. 8). 3 Paar acr vor der Naht. Kör- 
perlänge 6— 9 mm 2 

2 Arista auf etwa 2 /i ihrer Länge verdickt, ihr 2. Glied 1— 2mal so lang wie sein Durch- 
messer. Abstand zwischen den Subapikalborsten des Scutellums 0,8 — l,2mal so groß wie 
die Entfernung zwischen Subapikalborste und Basalborste 3 

— Arista auf wenigstens 4 /s ihrer Länge verdickt, ihr 2. Glied 2— 4mal so lang wie sein 
Durchmesser (Abb. 8). Abstand zwischen den Subapikalborsten des Scutellums 0,50 — 
0,75mal so groß wie die Entfernung zwischen Subapikalborste und Basalborste .... 4 

3 Wangen an ihrer schmälsten Stelle kaum breiter als x li des kleinen Augendurchmessers. 
Scutellum mit haarförmigen Apikaiborsten. Abdomen mit Diskalborsten. cf mit 2 oe 

longicornis Fall. 

— Wangen an ihrer schmälsten Stelle etwa so breit wie 2 A des kleinen Augendurchmessers. 
Scutellum ohne Apikaiborsten. Diskalborsten fehlend oder schwach, cf ohne oder mit 1 
oe polyphyllaeWili. 

4 $ : Sternite 3 und 4 fast so breit wie Sternit 5, in ihrer hinteren Hälfte mit starken Bor- 
sten subcinerea Bor. 

— $ : Sternite 3 und 4 nur etwa halb so breit wie Sternit 5, ihre Börstchen sind nur wenig 
länger als die Behaarung von Sternit 5 cinerea Macq. 

(Die cf dieser beiden Arten sind bisher nicht trennbar.) 

Lecanipa 

1 Mitteltibia mit 2 ad. Hintertibia mit 2 dorsalen Endspornen. r 4+5 nur mit 2—4 Börstchen 
an seiner Basis. 2 Paar acr vor der Naht. Tergit 5 mit deutlicher Bereifung am Vorder- 
rand; an den Seiten reicht sie wenigstens bis zur Hälfte der Segmentlänge 

leucomelas Meig. 

— Mitteltibia mit 3 — 5 ad. Hintertibia mit 3 dorsalen Endspornen. r 4+5 fast bis r-m mit 
Börstchen. 3 Paar acr vor der Naht. Tergit 5 ganz schwarz oder nur mit Spuren von 
Bereifung am Vorderrand bicincta Meig. 

Admontia 

1 2 Humeralborsten (wie in Abb. 81). Thorax vor der Naht ohne oder nur mit 2 breiten 
schwarzen Längsstreifen. Mitteltibia mit 1 ad (bei manchen Exemplaren von A. blanda 
zusätzlich ein kurzes Börstchen darüber) 2 

— 3 Humeralborsten (wie in Abb. 70). Thorax vor der Naht mit 4 schwarzen Längs- 
streifen. Mitteltibia mit 2 — 3 ad (bei A. seria 1 ad) 3 

2 Thorax vor der Naht mit 2 breiten schwarzen Längsstreifen, die noch etwas breiter sind 
als der bereifte Zwischenraum. Taster und Fühler einschließlich Arista schwarz. Para- 
frontalia bereift. 3. Fühlerglied etwa 4mal (5) — 6mal (cf) so lang wie das zweite 

blandaVzW. 

Thorax vor der Naht nur mit einem schmalen Q^erstreifen von leichter, weißer Berei- 
fung. Taster gelb. Verdickter Teil der Arista gelblichbraun. 2. Fühlerglied sowie die 
Basis des 3. Fühlergliedes etwas bräunlich aufgehellt. Parafrontalia glänzend schwarz. 3. 
Fühlerglied etwa 7mal ($) — lOmal (cf) so lang wie das zweite .... continuans Strobl 

3 Mitteltibia mit 1 ad. Äußere schwarze Längsstreifen des Thorax vor der Naht scharf 
begrenzt, direkt vor der Naht 1— 2mal so breit wie die mittleren schwarzen Längs- 
streifen. Wangen an ihrer schmälsten Stelle beim C? so breit wie 7s — 74 des 3. Fühler- 
gliedes, beim $ so breit wie 2 A — Vs. cf : Vorderkrallen so lang wie 74 — 73 des letzten 
Tarsengliedes seria Meig. 

— Mitteltibia mit 2 — 3 ad. Äußere schwarze Längsstreifen vor der Naht ± unscharf, direkt 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 47 

vor der Naht 2 — 5mal so breit wie die mittleren schwarzen Längsstreifen. Wangen an 
ihrer schmälsten Stelle beim cf so breit wie X U - Vs des 3. Fühlergliedes (Abb. 9), beim 
2 so breit wie Vs — Vi. cf : Vorderkrallen so lang wie 73 — Vi des letzten Tarsengliedes 

4 

Wangen an ihrer schmälsten Stelle beim cf so breit wie 74 — Vs des 3. Fühlergliedes 
(Abb. 9), beim $ so breit wie Vs — Vs. ve in der Regel viel schwächer und kürzer als die 

hintere oe. Tergit 3 mit 2 (selten 4) Diskalborsten 5 

Wangen an ihrer schmälsten Stelle beim cf so breit wie Vs - Vs des 3. Fühlergliedes, 
beim $ so breit wie V2 — Vi. ve etwa so lang und stark wie die hintere oe. Tergit 3 mit 

4 — 8 Diskalborsten (bei manchen 9 nur 2) 6 

Scutellum mit divergierenden, manchmal nur haarförmigen Apikaiborsten (wie in Abb. 
105). pd-Endsporn der Hintertibia etwa so lang wie der ad-Endsporn. Calyptrae weiß- 
lich. Bereifung weißlichgrau. Bereifung der Tergite (aus einer sehr schrägen Ansicht von 
hinten) im vorderen Vs — V2 viel dichter als in der hinteren Hälfte . grandicornis Zett. 
Scutellum ohne Apikaiborsten. pd-Endsporn der Hintertibia so lang wie V3 — 5 /6 des 
ad-Endsporns. Calyptrae gelblich. Bereifung meist gelblichgrau. Die Bereifung der Ter- 
gite reicht (sehr schräg von hinten gesehen) fast bis ans Ende der Tergite 

maculisquama 'Zett. 

Vorderer Mundrand von der Seite nicht sichtbar. Mundöffnung so lang wie V2 der 
Gesichtshöhe. Die Fühler reichen bis zum Mundrand oder fast so weit. 3. Fühlerglied 
beim cf 6 — 7mal, beim $ 4-5mal so lang wie das zweite. Nur ein schmaler Streifen am 
Vorderrand der Tergite bereift, unter jedem Blickwinkel bleibt die hintere Hälfte 

schwarz podomyia B.B. 

Mundrand vorgezogen, von der Seite sichtbar. Mundöffnung beim cf etwa so lang wie 
die Gesichtshöhe, beim $ so lang wie 3 A. Die Fühler sind in der Regel um eine halbe 
oder ganze Breite des 3. Fühlergliedes vom Mundrand entfernt. 3. Fühlerglied beim Cf 
etwa 5mal, beim $ etwa 3mal so lang wie das zweite. Bei Blickrichtung schräg seitlich 
von hinten reicht die Abdominalbereifung bis ans Ende der Tergite . . . cepelakiMesn. 

Oswaldia 

2 de vor der Naht 2 

3 de vor der Naht 3 

Die hängenden Börstchen über der Vibrisse reichen nach oben fast bis zur Hälfte der 
Gesichtleisten. Parafrontalia bis zur unteren Stirnborste behaart. 2 Paar acr vor der Naht 

muscaria Fall. 

Gesichtsleisten nur in ihrem unteren Vö mit Börstchen. Vordere Hälfte der Parafrontalia 

fast nackt. 3 Paar acr vor der Naht redueta Vill. 

Wangen an ihrer schmälsten Stelle so breit wie V3 - Vi des 3. Fühlergliedes. Strecke von 
m zwischen m-cu und der Beugung 0,9 — l,3mal so lang wie der kürzeste Abstand der 
Beugung zum Flügelrand. Stirn beim cf 0,67 - 0,88mal, beim $ 0,88-l,07mal so breit 
wie ein Auge. Parafrontalbehaarung stark, entlang der vorderen Stirnborsten mit Börst- 
chen. Arista in ihrem basalen 76 - Vs verdickt. Bereifung grau .... speetabilis Meig. 
Wangen an ihrer schmälsten Stelle so breit wie V4 - 73 des 3. Fühlergliedes. Strecke von 
m zwischen m-cu und der Beugung 1,55 — 2,05mal so lang wie der kürzeste Abstand der 
Beugung zum Flügelrand. Stirn beim cf 0,5 - 0,7mal, beim $ 0,75 - 0,92mal so breit 
wie ein Auge. Parafrontalbehaarung überall fein. Arista in ihrem basalen 74 verdickt. 
Bereifung meist gelblichgrau egger/ B.B. 



Blondelia 

Scutellum mit gekreuzten Apikaiborsten. 3. Fühlerglied beim cf 2,8-3, 8mal, beim $ 
1,9-2, 8mal so lang wie das zweite. Taster gelb. Tergite 3 und 4 auf 7s - Vs ihrer Länge 

bereift inclusa Hart. 

Scutellum ohne (selten mit haarförmigen) Apikaiborsten. 3. Fühlerglied beim cf 
1,8— 2,lmal, beim $ 1,5 — l,7mal so lang wie das zweite. Taster schwarz oder braun. 



48 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Tergite 3 und 4 auf 3 A — 5 /6 ihrer Länge bereift .... nigripes Fall. (+ piniariae Hart.) 
(Aus Bupalus piniarius gezogene Exemplare gehören sehr wahrscheinlich zu piniariae, siehe Her- 
TING 1960. Morphologische Merkmale zur Trennung der 2 Formen konnten bisher nicht gefunden 

werden.) 



Vib 



rissina 

1 3. Fühlerglied beim CT 4,7— 6,4mal, beim ^ 3,9— 4,5mal so lang wie das zweite. Die 
Abdominalbereifung bedeckt ± gleichmäßig Vs — 4 A der Tergite 3 und 4; der schwarze 
Mittellängsstreifen ist schwach und bei gewisser Beleuchtung manchmal fast ganz erlo- 
schen. Die Börstchen über der Vibrisse steigen auf x li — 4 /s der Gesichtsleisten auf. Cf : 
Stirn 0,63 — 0,88mal so breit wie ein Auge, ohne oe; Vorderkrallen etwa so lang wie das 
letzte Tarsenglied turrita Meig. 

— 3. Fühlerglied beim cf 3,0— 4,8mal, beim 9 2,9 — 3,6mal so lang wie das zweite. 
Schwarzer Mittellängsstreifen des Abdomens deutlich, wenigstens so breit wie x li des 
Abstandes der mittleren Marginalborsten. Abdominalbereifung im mittleren Bereich 
schwach und nur im vorderen l /i — V2 der Segmente vorhanden, nach der Seite zu etwas 
weiter nach hinten reichend und dichter werdend. Die Börstchen über der Vibrisse 
steigen auf 2 A — Vs der Gesichtsleisten auf. cf : Stirn 0,84 — l,02mal so breit wie ein 
Auge, mit 2 oe; Vorderkrallen etwa halb so lang wie das letzte Tarsenglied 

debilkata Pand. 

Acemya 

1 Tibien und Trochanteren schwarz. Mitteltibia mit 2 ad acuticornis Meig. 

— Tibien und Trochanteren rötlichgelb. Mitteltibia mit 1 ad rufitibia v.Ros. 

Paratrypbera 

1 Taster gelb, beim 9 an ihrer dicksten Stelle etwa so breit wie das 2. Fühlerglied (in seiner 
Mitte gemessen). Abdominalbehaarung gleichmäßig, ohne Diskalborsten dazwischen. 
Strecke von m zwischen m-cu und der Beugung 1,7— 2,7mal so lang wie die Entfernung 
der Beugung zum Flügelrand. 3. Fühlerglied 2,1— 2,8mal so lang wie das zweite. Vor- 
dertibia mit 1 hinteren Borste bisetosa B.B. 

— Taster schwarz, nur etwa halb so breit wie das 2. Fühlerglied. Abdominalbehaarung in 
der Mittellängslinie des Abdomens unregelmäßig, meist mit kleinen Diskalborsten 
dazwischen. Strecke von m zwischen m-cu und der Beugung 0,9 — l,8mal so lang wie die 
Entfernung der Beugung zum Flügelhinterrand. 3. Fühlerglied 1,6— 2,lmal so lang wie 
das zweite. Vordertibia fast immer mit 2 hinteren Borsten barbatula Rond. 

Winthemia 

1 Keine oe (cf ) 2 

2oe(5) 10 

2 Gleichzeitig: Tergite 2 und 3 ohne Marginalborsten und Thorax mit 2 st. Dorsum des 
Thorax mattschwarz, die Bereifung nicht oder nur wenig sichtbar. Mitteltibia mit einer 

isolierten ad (wie in Abb. 154). Abdomen dicht und gleichmäßig bereift 3 

Tergite 2 und 3 mit Marginalborsten oder falls ohne Marginalborsten (bohemani), dann 
Thorax mit 3 st. Dorsum des Thorax deutlich bereift mit schwarzen Längsstreifen. Mit- 
teltibia in der Regel mit 2 oder 3 ad, selten nur mit 1 ad. Abdomen weniger dicht bereift 

4 

3 Die unterste in der Reihe der pd-Borsten der Hintertibia (nicht der Endsporn!) unter- 
scheidet sich kaum von den darüberstehenden pd; sie ist kürzer als die Borsten des ad- 
Kammes (noch etwas kürzer als in Abb. 157). Stirn 0,46 — 0,53mal so breit wie ein 
Auge. 3. Fühlerglied 2,2— 2,6mal so lang wie das zweite. Thorax schräg von hinten 
gesehen mattschwarz, auf seiner Fläche höchstens mit Spuren von Bereifung, an den 
Seiten aber dicht bereift (etwa ab der Reihe der ia). Die schwarze Grundfärbung von 
Tergit 5 geht nicht bis zum Seitenrand speciosa Egg. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 49 

— Die unterste pd-Borste ist viel länger und stärker als die darüberstehenden pd und auch 
länger als die Borsten des ad-Kammes (wie in Abb. 156). Stirn 0,58 — 0,66mal so breit 
wie ein Auge. 3. Fühlerglied höchstens 2mal so lang wie das zweite. Thorax schräg von 
hinten gesehen schwach bereift, mit schwarzen Längsstreifen. Die schwarze Grundfär- 
bung von Tergit 5 greift auf den Seitenrand über venusta Meig. 

4 3 st. Tibien gelb. Tergite 2 und 3 ohne Marginalborsten. Abdomen rot; Tergite 2 — 4 mit 
einem schmalen schwarzen Mittellängsstreifen, der sich nach hinten zu verschmälert 

bohemaniZett. 

— 2 st (wenn selten eine kleine dritte vorhanden ist, dann besitzt das Abdomen Diskalbor- 
sten). Tibien schwarz. Tergite 2 und 3 mit Marginalborsten. Abdomen umfangreicher 
schwarz gefärbt 5 

5 Hinterkopf hinter den Postokularzilien mit 1—2 Reihen von schwarzen Börstchen. 
Abdominalbehaarung aufgerichtet. Tergite 3 und 4 oft mit unregelmäßigen Diskalbor- 
sten. Mittlere schwarze Längsstreifen des Thorax vor der Naht oft zu einem einzigen 
unscharfen, breiten Längsstreifen verschmolzen 6 

— Hinterkopf fast immer ohne schwarze Börstchen (selten wenige vorhanden). Abdomen 
weitgehend anliegend behaart (wenigstens an den Seiten von Tergit 3). Tergite 3 und 4 
ohne Diskalborsten. Mittlere schwarze Längsstreifen des Thorax vor der Naht stets 
getrennt 7 

6 Tergite fast auf ihrer ganzen Länge bereift; Bereifung gleichmäßig . . . variegata Meig. 

— Dunkle Art. Tergite nur auf etwa x li ihrer Länge bereift; Bereifung bei unterschiedli- 
chem Lichteinfall mit schwarzen Schillerflecken jacentkovskyi Mesn. 

7 Die 2 mittleren schwarzen Längsstreifen des Thorax vor der Naht (nicht gemeint ist ein 
manchmal vorhandener dritter Streifen direkt in der Mitte) sind so breit wie l /s — V4 des 
trennenden Zwischenraumes (wie in Abb. 59, 60). Marginalborsten von Tergit 4 kürzer 
als das Segment. Behaarung im seitlichen Drittel des Abdomens auf Tergit 3 anliegend, 
auf Tergit 4 (besonders an dessen Hinterrand) abstehend und etwas dichter. Postalar- 
callus gelb; davor (zwischen ia und sa) befindet sich ein gelblicher Streifen 8 

— Die 2 mittleren Längsstreifen des Thorax sind so breit wie V3 — Vi des trennenden Zwi- 
schenraumes (Abb. 61). Marginalborsten von Tergit 4 länger als das Segment. Abdomi- 
nalbehaarung der Tergite 3 und 4 ± anliegend. Postalarcallus in der Regel schwarz; 
davor kein gelber Streifen 9 

8 Der schwarze Fleck von Tergit 5 (= Ende des Abdomen-Mittellängsstreifens) bedeckt 
V2 — 3 A der Segmentlänge. Stirn 0,40 — 0,49mal so breit wie ein Auge. Ocellarborsten 
länger als das Ocellendreieck (von den Postocellarborsten bis zu seiner Vorderecke 
gemessen) cruentata Rond. 

— Der schwarze Fleck bedeckt nur das vordere V4 — V3 von Tergit 5. Stirn 0,60 — 0,65mal 
so breit wie ein Auge. Ocellarborsten kürzer als das Ocellendreieck 

rufiventris Macq. 

9 Die Tergite 4 und 5 weisen in den hinteren 2 /i ihrer Ventralseite Zonen von etwas kür- 
zerer und dichterer Behaarung auf. Tergit 3 mit 2—4 Marginalborsten, die höchstens so 
lang sind wie Tergit 4 quadripustulataF. 

— Ventrale Behaarung der Tergite 4 und 5 überall ± gleichlang und gleichdicht. Tergit 3 
mit 4— 6 Marginalborsten, das mittlere Paar deutlich länger als Tergit 4 

erythrura Meig. 

(Möglicherweise handelt es sich bei erythrura nur um eine Form von quadnpustulata.) 

10 Mitteltibia mit 1 isolierten ad (wie in Abb. 154). Grundfarbe des Abdomens gelb; 
schwarz sind nur die Höhlung von Tergit 2, ein schmaler Mittellängsstreifen auf Tergit 3 
und die Mitte des Hinterrandsaumes von Tergit 4 (bei venusta kann die schwarze Fär- 
bung etwas ausgedehnter sein). Bereifung goldgelb 11 

— Mitteltibia mit 1 oder 2 ad. Färbung anders 12 

11 3. Fühlerglied 2,8 — 3mal so lang wie das zweite. 2 — 3 Stirnborsten gehen auf die Wangen 
herab speciosa Egg. 

— 3. Fühlerglied 1,5 — l,8mal so lang wie das zweite. 4—5 Stirnborsten gehen auf die 
Wangen herab venusta Meig. 

12 Hinterkopf mit zahlreichen schwarzen Börstchen hinter den Postokularzilien. Tergite 3 
und 4 mit aufgerichteter Behaarung und oft mit unregelmäßigen Diskalborsten .... 6 



50 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

— Hinterkopf hinter den Postokularzilien ohne schwarze Börstchen oder höchstens mit 
1 — 3 auf jeder Seite. Abdominalbehaarung anliegend (höchstens auf der Mitte der Ter- 
gite wenige aufgerichtete Haare); keine Diskalborsten (bei rufiventris können indivi- 
duell einige Diskalen auf Tergit 4 vorkommen) 13 

13 Abdomen rot; Tergite 2—4 mit einem schmalen, schwarzen Mittellängsstreifen, der sich 
nach hinten zu verschmälert. 3 st. Tibien gelb bohemani Zett. 

— Abdomen umfangreicher schwarz gefärbt. 2 st. Tibien schwarz oder braun 14 

14 Die unterste in der Reihe der pd-Borsten der Hintertibia ist 2 — 3,5mal so lang wie der 
Durchmesser der Hintertibia (Abb. 156). Mittlere schwarze Längsstreifen des Thorax 
vor der Naht so breit wie x lt> — 5 /6 des trennenden Zwischenraumes (Abb. 61). Marginal- 
borsten von Tergit 4 deutlich länger als das Segment. Postalarcallus schwarz oder braun 

quadripustulata F. oder erythr ura Meig. 

[Die $ dieser zwei Arten sind gegenwärtig nicht sicher trennbar. — Wenn man hier zu einer 
dunklen Art gelangt, bei der die Abdominalbereifung nur etwa die vordere Hälfte der Tergite 
bedeckt, dann handelt es sich um jacentkovskyi (siehe Nummer 6); die charakteristischen Merk- 
male sind bei dieser Art manchmal nur schwach ausgeprägt.] 

— Unterste pd-Borste der Hintertibia 1 — l,8mal so lang wie der Durchmesser der Hinter- 
tibia (Abb. 157). Mittlere schwarze Längsstreifen des Thorax vor der Naht so breit wie 
Vio — Vs des trennenden Zwischenraumes (wie in Abb. 60). Marginalborsten von Tergit 

4 höchstens so lang wie das Segment (sehr selten etwas länger). Postalarcallus gelb . . 15 

15 Der schwarze Fleck von Tergit 5 bedeckt nur das vordere x Ia — x li des Segments. Tergit 

5 ist 1,1 — l,3mal so lang wie Tergit 4 rufiven tris Macq. 

— Der schwarze Fleck von Tergit 5 bedeckt x li — 3 A der Segmentlänge. Tergit 5 ist 
0,95 — l,0mal so lang wie Tergit 4 cruentata Rond. 

Nemorilla 

1 Cf: Postocellarborsten an ihrer Spitze hakenförmig nach vorn gebogen (Abb. 5). J: 

Stirn 0,75 — 0,92mal so breit wie ein Auge; 3. Fühlerglied 1,64 — l,96mal so lang wie das 

zweite; 2. Fühlerglied schwarz bis braun. — Puparium mit Stigmenhörnchen 

floralisY&W. 

— cf: Postocellarborsten gleichmäßig nach vorn gebogen (wie in Abb. 4). 9 : Stirn 
0,90 — l,06mal so breit wie ein Auge; 3. Fühlerglied 1,23 — l,71mal so lang wie das 
zweite; 2. Fühlerglied gelb bis braun. — Puparium ohne Stigmenhörnchen 

maculosa Meig. 

Phebellia 

1 Taster ganz schwarz. Thorax vor der Naht mit 2 — 3 mittleren schwarzen Längsstreifen. 
Apikaiborsten des Scutellums in der Regel in einem Winkel von mehr als 45° aufge- 
richtet (Abb. 111). — Präsuturale ia beim C? fehlend oder rudimentär 2 

— Taster gelb oder braun, zumindest an ihrer Spitze aufgehellt. 2 mittlere schwarze Längs- 
streifen vor der Naht. Apikaiborsten in einem geringeren Winkel aufgerichtet 3 

2 Mundrand nicht oder kaum nach vorn aufgerichtet, von der Seite nicht sichtbar (Abb. 
12). Tergite auf V2 — 3 A ihrer Länge mit wenig veränderlicher, gelblichgrauer oder 
grauer Bereifung bedeckt nigripalpis R.D . 

— Mundrand nach vorn aufgerichtet, von der Seite deutlich sichtbar. Tergite auf V3 — V2 
ihrer Länge mit — bei unterschiedlichem Lichteinfall — ziemlich veränderlicher grauer 
Bereifung bedeckt. - Gebirgsart strigifrons Zett. 

3 4. Randabschnitt des Flügels etwa so lang wie der sechste. Dorsale Marginalborsten des 
3. Tergites 1,2 — l,6mal so lang wie das Segment; Entfernung zwischen den beiden 
äußeren so groß wie V2 - 1 h der Breite von Tergit 3. - Körperlänge 7-9,5 mm. Taster 
meist braun mit heller Spitze g/iri/ia Rond. 

— 4. Randabschnitt des Flügels l,4-3,0mal so lang wie der sechste. Dorsale Marginalbor- 
sten des 3. Tergites 0,5-l,2mal so lang wie das Segment; Entfernung zwischen den 
beiden äußeren höchstens so groß wie V3 der Breite von Tergit 3 (wenn größer, dann 
Körperlänge über 10 mm) 4 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 51 

4 Tergit 5 dorsal höchstens auf V2, an den Seiten bis auf 2 /i seiner Länge bereift; Bereifung 
meist schwächer als auf den vorangehenden Segmenten, manchmal fast ganz erloschen 

5 

— Tergit 5 überall auf wenigstens 2 /3 seiner Länge bereift; Bereifung ebenso dicht wie die 
der vorangehenden Segmente. — Stets 4 de hinter der Naht; keine Härchen unter den 
Stirnborsten; die Börstchen über der Vibrisse reichen nur bis auf Vs oder V4 der 
Gesichtsleisten nach oben 7 

5 3 de hinter der Naht (selten 4 de). Bereifung von Thorax und Abdomen gelblichgrau. 
Die Börstchen über der Vibrisse reichen nur auf Vs bis V4 der Gesichtsleisten nach oben. 
Cf : ad-Kamm der Hintertibia sehr unregelmäßig mit mehreren längeren Zwischenbor- 
sten; Mitteltibia mit 2—3 ad; Tergite 3 und 4 mit starken Diskalborsten; Tergit 3 mit 4 
(- 6) dorsalen Marginalborsten (etwa so lang wie das Segment). $ : Tergit 5 kaum breiter 
als lang; Bereifung der Tergite 3 und 4 dicht, wenig veränderlich, Tergit 5 dagegen nur 
mit sehr schwacher Bereifung triseta Pand. 

— 4 de hinter der Naht. Die (teilweise sehr feinen und kurzen) Börstchen über der Vibrisse 
reichen auf V3 bis V2 der Gesichtsleisten nach oben. Abdominalbereifung bläulichweiß 
oder weiß, zur (meist) gelblichen bis goldgelben Bereifung der Stirn kontrastierend, cf: 
ad-Kamm der Hintertibia regelmäßig, mit 1 langen Zwischenborste (Abb. 161); Mittel- 
tibia mit 1 ad (selten 1 kürzere darüber); Tergite 3 und 4 ohne oder nur mit sehr schwa- 
chen Diskalborsten; Tergit 3 mit 2 kurzen dorsalen Marginalborsten (0,5 — 0,9mal so 
lang wie das Segment). $: 5. Tergit 1,5— 2mal so breit wie lang; Bereifung der Tergite 
3 — 5 bei unterschiedlichem Lichteinfall sehr veränderlich 6 

6 Die drei starken Borsten des Humeralcallus bilden einen Winkel von 90° — 120°. 
Wangen fast immer mit einigen Härchen unter den Stirnborsten. Bereifung von Thorax 
und Abdomen bläulichweiß, cf : 3. Fühlerglied 2 — 3mal so lang wie das zweite; präsutu- 
rale ia vorhanden villica Zett. 

— Die drei starken Borsten des Humeralcallus bilden einen Winkel von etwa 135°. 
Wangen unter den Stirnborsten nackt. Bereifung von Thorax und Abdomen weißlich. 
Cf: 3. Fühlerglied etwa 3, 5mal so lang wie das zweite; präsuturale ia fehlend 

vicina Wainwright 

7 Wangen an ihrer schmälsten Stelle 1,7— 2,5mal so breit wie die Taster. Tergit 5 ebenso 
wie die vorangehenden Tergite fein (aber ± unregelmäßig) behaart, ohne Diskalborsten. 
Präsuturale ia fehlend oder rudimentär. Stirn 0,80 — 0,92mal so breit wie ein Auge beim 
Ö\ 1,10 — l,22mal beim $. $: Tergit 5 dorsomedian eingeschnitten. — Mitteltibia mit 2 
ad pauciseta Vill. 

— Wangen an ihrer schmälsten Stelle 0,7— l,3mal so breit wie die Taster. Abdomen mit 
Diskalborsten oder aber die kurze Behaarung ist borstenartig stark. Präsuturale ia fast 
immer vorhanden. Stirn schmaler (außer bei clavellariae). $: Tergit 5 nicht einge- 
schnitten 8 

8 Die Strecke von m zwischen m-cu und der Beugung ist 1,7— 2,2mal so lang wie der 
Abstand der Beugung zum Flügelrand. Mitteltibia mit 2 ad (selten 3). Die drei starken 
Borsten des Humeralcallus bilden einen Winkel von 90° — 110°. $: 5. Tergit 
1,20 — l,35mal so lang wie Tergit 4. — Seitliche schwarze Längsstreifen des Thorax vor 
der Naht scharf begrenzt, keilförmig bis zur starken Posthumeralborste reichend (wie in 
Abb. 59) stu/taZett. 

— Die Strecke von m zwischen m-cu und der Beugung ist 1,0 — l,7mal so lang wie der 
Abstand der Beugung zum Flügelrand. Mitteltibia in der Regel mit 3—4 ad. Die drei 
starken Borsten des Humeralcallus bilden einen Winkel von 120° — 150°. $: 5. Tergit 
1,0 — 1,1 mal so lang wie Tergit 4 9 

9 Seitliche schwarze Längsstreifen des Thorax vor der Naht scharf begrenzt, keilförmig 
bis zur starken äußeren Posthumeralborste reichend (Abb. 59). cf: Cerci kurz, an ihrer 
Spitze etwas nach oben gebogen (Abb. 247) glauca Meig. 

— Seitliche schwarze Längsstreifen des Thorax vor der Naht unscharf begrenzt, bis zum 
Pronotum durchgehend (Abb. 60). C?: Cerci lang und schmal, an ihrer Spitze nicht oder 
kaum nach oben gebogen (Abb. 246) 10 

10 Mittlere schwarze Längsstreifen des Thorax vor der Naht schmal, höchstens halb so 
breit wie der trennende Zwischenraum (wie in Abb. 59). Tergite 3 und 4 auf etwa Vs 



52 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

ihrer Länge bereift, Tergit 5 auf 2 /i — 4 /s; Bereifung bei unterschiedlichem Lichteinfall 
sehr veränderlich. Stirn 0,58 — 0,72mal so breit wie ein Auge beim C? , 0,81 — 0,83mal 
beim 9 ( nur 4 Exemplare gemessen) glaucoides Hert. 

— Mittlere schwarze Längsstreifen des Thorax vor der Naht fast so breit wie der trennende 
Zwischenraum (wie in Abb. 61). Tergite 3 und 4 auf wenigstens 4 /s ihrer Länge mit 
wenig veränderlicher Bereifung bedeckt, Tergit 5 fast vollständig bereift. Stirn beim cf 
0,8mal so breit wie ein Auge (nur 1 Exemplar stand zur Messung zur Verfügung) . . . 

clavellariae B.B. 

Nilea 

1 Die Börstchen über der Vibrisse gehen nur auf Vs — 2 /s der Gesichtsleisten empor. Scu- 
tellum schwarz, nur an seiner Spitze etwas rötlich aufgehellt. Taster gelb, cf : Tergite 4 
und 5 ventral glänzend schwarz, mit dichter, ± anliegender Behaarung.— 3 st 

hortulana Meig. 

— Die Börstchen über der Vibrisse gehen auf x li — 2 h der Gesichtsleisten empor. Scu- 
tellum überwiegend rötlichgelb (wenigstens in seinen hinteren Vs). Taster gelb oder 
schwarz. Tergite 4 und 5 beim cf ventral nicht so gestaltet 2 

2 3 st. Taster (wenigstens in seiner Distalhälfte) gelb. Die Börstchen über der Vibrisse 
gehen auf x li der Gesichtsleisten oder kaum darüber empor. Tergite 3 und 4 ohne Dis- 
kalborsten. Tergit 5 oft etwas kürzer als Tergit 4. Das durch die Ocellen gebildete 
Dreieck ist meist gleichschenklig (der Abstand der hinteren Ocellen voneinander ist 
kleiner) innoxia Meig. 

— 4 st. Taster schwarz oder dunkelbraun. Die Börstchen über der Vibrisse gehen auf 2 li 
der Gesichtsleisten, selten nur bis auf x li empor. Tergit 4 fast immer mit unregelmäßigen 
Diskalborsten. Tergit 5 wenigstens so lang wie Tergit 4. Das durch die Ocellen gebildete 
Dreieck ist gleichseitig (Abstand der Ocellen voneinander etwa gleich) 

rufiscutellaris Zett. 

Phryxe 

1 4 st. Arista auf wenigstens 2 li ihrer Länge verdickt (Abb. 7). 3 oder 4 de hinter der Naht. 
Parafrontalia vorn außerhalb der Stirnborstenreihe mit weiteren Borsten (Abb. 7). Scu- 
tellum ganz schwarz oder höchstens an seiner Spitze schwach rötlich 2 

— 3 st (sehr selten 4 st). Arista auf höchstens 2 /i ihrer Länge verdickt (Abb. 10). Stets 4 de 
hinter der Naht. Parafrontalia außerhalb der Stirnborsten nur mit der üblichen Behaa- 
rung (Abb. 10). Scutellum an seiner Spitze ± rötlichgelb 4 

2 Wangen mit nach unten gerichteten Borsten. 3 de hinter der Naht .... setifacies Vill. 

(siehe Nummer 102 der Gattungstabelle) 

— Wangen ohne Borsten 3 

3 Arista auf 2 /i — 3 A ihrer Länge verdickt. 3 de hinter der Naht, cf : Wangen nach unten 
stark verengt, an ihrer schmälsten Stelle so breit wie Vs — x li des 3. Fühlergliedes .... 

hirta Bigot 

— Arista beim cf auf wenigstens 5 /6 (Abb. 7), beim $ auf wenigstens 3 A ihrer Länge ver- 
dickt. 4 de (seltener 3 de) hinter der Naht. Cf : Wangen nach unten wenig verengt, an 
ihrer schmälsten Stelle so breit wie x li — 2 h des 3. Fühlergliedes (Abb. 7) . . prima B.B. 

4 Abstand zwischen der untersten Stirnborste und dem obersten Börstchen über der Vib- 
risse 1,5— 2,5mal so lang wie die Breite des 3. Fühlergliedes (Abb. 10). — 6. Randab- 
schnitt des Flügels kurz (wie in Abb. 119). Bereifung meist gelblichgrau . nemea Meig. 

— Abstand zwischen der untersten Stirnborste und dem obersten Börstchen über der Vib- 
risse schmaler als die Breite des 3. Fühlergliedes 5 

5 4. + 5. Flügelrandabschnitt zusammen 1,1 — l,6mal so lang wie der 6. Flügelrandab- 
schnitt (Abb. 120). 3. Fühlerglied an seiner Basis nicht oder kaum vorspringend (wie in 
Abb. 7, 10), beim cf etwa 4— 4,5mal, beim $ etwa 2,5— 3mal so lang wie das zweite. 
Wangen an ihrer schmälsten Stelle so breit wie 74 — 2 h des 3. Fühlergliedes. Scutellum 
wenigstens in seinem hinteren x /i rötlichgelb, cf : Vorderkrallen kürzer als das letzte 
Tarsenglied. — Meist häufige Arten 6 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 53 

4. + 5. Flügelrandabschnitt zusammen 1,7— 2,5mal so lang wie der 6. Flügelrandab- 
schnitt (Abb. 119). 3. Fühlerglied an seiner Basis vorspringend (wie in Abb. 16), beim ö" 
etwa 4,5 — 5,5mal, beim $ etwa 3mal so lang wie das zweite. Wangen an ihrer schmälsten 
Stelle so breit wie x lb — x li des 3. Fühlergliedes. Scutellum meist nur an seiner Spitze 

etwas rötlich. — Seltenere Arten, die man eher durch Zucht erhält 7 

Abdomen von hinten gesehen überwiegend schwarz, die Bereifung ist nur im vorderen 
74 — 73 und an den Seiten der Tergite dichter; an den Seiten von Tergit 4 bedeckt sie 73 
— 3 A, auf Tergit 5 höchstens V2 der Segmentlänge, cf : Surstyli verbreitert, fast immer 
deutlich heller als die Cerci, letztere (von der Seite gesehen) stark gebogen (Abb. 254) 

heraclei Meig. 

Bereifung etwas dichter und weiter nach hinten reichend; an den Seiten von Tergit 4 
bedeckt sie 2 A — 5 A, auf Tergit 5 wenigstens 3 A der Segmentlänge, cf : Surstyli nicht ver- 
breitert, schwarz wie die Cerci, letztere nur wenig gebogen (Abb. 253) . . vulgaris Fall. 
Körperlänge 5 — 7 mm. cf : Vorderkrallen viel kürzer als das letzte Tarsenglied; Surstyli 

sehr schmal (Abb. 252) magnicornis Zett. 

Körperlänge 8 — 11 mm. cf : Vorderkrallen etwa so lang wie das letzte Tarsenglied (Abb. 

145); Surstyli breiter, ähnlich wie in Abb. 253 8 

Tergit 5 nicht länger als das vierte. Tergite nur auf V2 — 4 A ihrer Länge bereift 

erythrostoma Hart. 

Tergit 5 beim ö" 1,1 — l,3mal, beim $ etwa l,5mal so lang wie das vierte. Abdomen fast 
bis zum Ende bereift, Tergite praktisch ohne einen schwarzen Hinterrandsaum .... 

semica uda ta Hert. 

Pseudoperichaeta 

Mitteltibia mit 1 ad. Stirn beim cf 0,74-l,03mal, beim $ 0,80-l,05mal so breit wie ein 
Auge. Strecke vom m zwischen m-cu und der Beugung 1,6 — 3,0mal so lang wie der 
Abstand der Beugung vom Flügelhinterrand. Wangen an ihrer schmälsten Stelle so breit 

wie 74 — V2 des 3. Fühlergliedes nigrolineata Walk. 

Mitteltibia mit 2-3 ad. Stirn beim cf l,08-l,44mal, beim $ l,04-l,32mal so breit wie 
ein Auge. Strecke von m zwischen m-cu und der Beugung 1,0 — l,5mal so lang wie der 
Abstand zwischen der Beugung und dem Flügelhinterrand. Wangen an ihrer schmälsten 
Stelleso breit wie 2 A — 3 A des 3. Fühlergliedes palesoidea R.D. 



Lydell 



u 



Kopf an der Fühlerbasis sehr auffallend vorspringend (viel weiter als in Abb. 2). 3 st. 
Abdomen beim cf ohne Sturmia-Fleck. — m-cu kürzer als der Abschnitt von m zwi- 
schen m-cu und der Beugung lacustris Hert. 

Kopf nicht so weit vorspringend. 4 st (manche $ von stabulans haben nur 3 st), cf auf 
der Ventralseite des Abdomens mit Sturmia-Fleck, entweder auf Tergit 4 (Abb. 186) 

oder auf den Tergiten 3 und 4 2 

Keine oe(cf) 3 

2oe($) 6 

Vorderkrallen und Pulvillen länger als das letzte Tarsenglied. Abdominalbehaarung auf- 
gerichtet. Stirn etwas schmaler als ein Auge stabulans Fall. 

Vorderkrallen und Pulvillen kürzer als das letzte Tarsenglied. Abdominalbehaarung 

anliegend. Stirn so breit wie ein Auge oder breiter 4 

Ventralseite des Abdomens unbereift. Tergite 3 und 4 ventral jederseits mit einem Stur- 
mia-Fleck; der Fleck von Tergit 3 ist ausgedehnter als der von Tergit 4 . ripae Brischke 
Die Bereifungsbinden des Abdomens greifen auf die Ventralseite über. Nur Tergit 4 

ventral mit einem scharf begrenzten Sturmia-Fleck (Abb. 186) 5 

Der Sturmia-Fleck auf der Ventralseite von Tergit 4 ist breiter als lang und liegt dem 
Vorderrand des Segmentes weitgehend an (Abb. 186). Bereifung gelblichgrau. Tergit 4 
an den Seiten auf 2 A — 4 A seiner Länge bereift. Arista auf etwa 3 A ihrer Länge verdickt. 
Strecke von m zwischen m-cu und der Beugung kürzer als der Abstand der Beugung 
zum Flügelrand grisescens R.D. 



54 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

— Der Sturmia-Fleck auf der Ventralseite von Tergit 4 ist fast kreisrund. Bereifung bläu- 
lichweiß. Tergit 4 an den Seiten auf V2 — Vs seiner Länge bereift. Arista kaum weiter als 
V2 ihrer Länge verdickt. Strecke von m zwischen m-cu und der Beugung so lang wie der 
Abstand der Beugung zum Flügelrand oder länger thompsoni Hert. 

6 Stirn 0,95 — l,30mal so breit wie ein Auge (Abb. 1). Arista auf 2 /s — V2 (selten bis fast Vs) 
ihrer Länge verdickt. Der Bereich um die Basis der Diskalborsten von Tergit 3 und 4 ist 
deutlich schwächer bereift als das Bereifungsband am Vorderrand der Segmente 
(Abdomen schräg von hinten betrachten). — Bereifung weiß oder bläulichweiß. Die 
Bereifungsbinden des Abdomens setzen sich auf die Ventralseite fort. Tergit 4 an den 
Seiten auf höchstens V2 seiner Länge bereift 7 

— Stirn 1,33 — l,70mal so breit wie ein Auge. Arista auf 2 A — 3 A ihrer Länge verdickt. Die 
Diskalborsten der Tergite 3 und 4 stehen in einer Zone, deren Bereifung ebenso dicht ist 
wie am Vorderrand der Segmente. — Gesichtsleisten (von der Seite gesehen) nicht 
konkav 8 

7 Gesichtsleisten (von der Seite gesehen) im unteren Teil etwas konkav (Abb. 2). Tergit 4 
an den Seiten auf Vö — Vs seiner Länge bereift. 3. Fühlerglied 1,5 — l,9mal so lang wie 
das zweite. Arista auf 2 /s — V2 ihrer Länge verdickt. Strecke von m zwischen m-cu und 
der Beugung kürzer als der Abstand der Beugung zum Flügelrand . . . stabulans Fall. 

— Gesichtsleisten gerade oder etwas konvex. Tergit 4 an den Seiten auf fast V2 seiner Länge 
bereift. 3. Fühlerglied 2,2 — 2,8mal so lang wie das zweite. Arista auf etwa V2 ihrer Länge 
verdickt, manchmal noch etwas weiter. Strecke von m zwischen m-cu und der Beugung 
so lang wie der Abstand der Beugung zum Flügelrand oder länger . . thompsoni Hert. 

8 Die Bereifungsbinden am Vorderrand der Abdominalsegmente setzen sich auf die Ven- 
tralseite fort. Bereifung gelblichgrau. Tergit 4 an den Seiten auf Vs — 3 A seiner Länge 
bereift. 3. Fühlerglied 2,0— 2,6mal so lang wie das zweite grisescens R.D . 

— Ventralseite des Abdomens unbereift, glänzend schwarz. Bereifung in der Regel bläu- 
lichweiß. Tergit 4 an den Seiten auf Vs — V2 seiner Länge bereift. 3. Fühlerglied 
1,9— 2, lmal so lang wie das zweite ripae Brischke. 



Drino 

Wangen unter den Stirnborsten nackt. Ocellarborsten fehlend 2 

Wangen unter den Stirnborsten mit einigen Haaren. Ocellarborsten vorhanden .... 4 
Stirn beim cf 0,72 — 0,79mal, beim $ 0,88 — 0,99mal so breit wie ein Auge. Spärliche 
Augenbehaarung vorhanden, die Härchen etwa so lang wie 4 Augenfacetten (gegen 
einen dunklen Hintergrund betrachten!). Hinterkopf oben hinter den Postokularzilien 
nur mit sehr spärlicher schwarzer Behaarung (höchstens 1 Haarreihe) oder schwarze 

Haare ganz fehlend Iota Meig. 

Stirn beim cf wenigstens lmal, beim 9 wenigstens 1,1 mal so breit wie ein Auge. Augen 
fast nackt; wenn vereinzelte Härchen vorhanden sind, dann sind diese etwa so lang wie 2 
Augenfacetten. Hinterkopf oben hinter den Postokularzilien mit 1—2 Reihen schwarzer 

Haare 3 

Stirn beim cf 1,02 — l,08mal, beim $ 1,10 — l,25mal so breit wie ein Auge. Stirnstreifen 
parallelrandig, nach hinten kaum verbreitert. Arista auf 1 /i — Vs ihrer Länge verdickt. 
Tergite 3 und 4 am Hinterrand auf Vs — l l\ der Segmentlänge schwarz, Tergit 5 im hin- 
teren 73 — V2 schwarz. Der schwarze Mittellängsstreifen des Abdomens ist auf allen 

Segmenten deutlich vicina Zett. 

Stirn beim cf 1,20— l,45mal, beim $ 1,35 — l,68mal so breit wie ein Auge. Stirnstreifen 
nach hinten stark verbreitert. Arista auf 2 /s — Vs ihrer Länge verdickt. Tergite fast ganz 
von Bereifung bedeckt, der Hinterrand erscheint aber bei bestimmtem Lichteinfall 
dunkler. Der schwarze Mittellängsstreifen der Tergite 4 und 5 ist fast verloschen .... 

galHB.B. 

Bereifung goldgelb. Tergit 3 in der Mitte auf Vs - Vs, Tergit 5 auf 2 A - Vi der Segment- 
länge bereift. Trochanteren braungelb. Fühler zum Teil gelb gilva Hart. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 55 

Bereifung grauweiß bis schwach gelblich. Der schwarze Hinterrand von Tergit 3 nimmt 
in der Mitte (bei sehr schräger Betrachtung von hinten) 4 A — 5 /b der Segmentlänge ein. 
Tergit 5 auf 1 /i — Vs der Länge bereift. Beine schwarz. Fühler schwarz, höchstens bei 

den 9 manchmal zum Teil gelb 5 

Die Bereifung der Tergite 4 und 5 nimmt etwa die Hälfte der Segmentlänge oder mehr 
ein. Zwischen Ventral- und Dorsalseite des Körpers besteht kaum ein Unterschied im 
Farbton der Bereifung. Wangen an ihrer schmälsten Stelle (real) so breit wie V2 — Vi des 

3. Fühlergliedes inconspicua Meig. 

Die Bereifung der Tergite 4 und 5 nimmt weniger als die Hälfte der Segmentlänge ein. 
Bereifung von Thorax und Abdomen dorsal gelblich, an den Seiten und ventral weiß- 
lich. Wangen an ihrer schmälsten Stelle so breit wie V4 — x li des 3. Fühlergliedes .... 

bohemica Mesn. 

Carcelia 

Gleichzeitig: Basicosta gelb und Mitteltibia mit 1 ad (Abb. 154) 2 

Basicosta schwarzbraun oder etwas aufgehellt, dann aber Mitteltibia mit 2 — 3 ad ... 4 
Humeralcallus (von der Seite gesehen, unter der Bereifung) ganz oder überwiegend gelb. 
Stirn 0,53 — 0,61mal so breit wie ein Auge beim cf, 0,63 — 0,71mal beim $. Bereifung 
gelblichgrau bis goldgelb. — Behaarung der Tergite 3 und 4 etwa so lang wie 2 /s des ent- 
sprechenden Segments bombylans R.D. 

Humeralcallus ganz oder überwiegend schwarz (wenigstens in seiner vorderen Hälfte). 
Stirn bei cf und $ entweder schmaler oder breiter als die angegebenen Maße. Bereifung 

grau bis gelblichgrau 3 

Stirn 0,42 - 0,50mal so breit wie ein Auge beim cf, 0,47 — 0,58mal beim $. Behaarung 
der Tergite 3 und 4 so lang wie V3 — 2 /s des entsprechenden Segments .... rasa Macq. 
Stirn 0,64 — 0,72mal so breit wie ein Auge beim cf, 0,72 — 0,87mal beim $. Behaarung 
der Tergite 3 und 4 so lang wie 3 /s — 2 /3 des entsprechenden Segments, manchmal mit 

unregelmäßigen Diskalborsten puberula Mesn. 

Gleichzeitig: Mitteltibia ganz gelb, auch auf der Ventralseite ihres basalen Drittels, mit 1 

ad; Tergite 3 und 4 gleichmäßig behaart, ohne Diskalborsten 5 

Andere Merkmalskombinationen 6 

Humeralcallus (unter der Bereifung) schwarz. Das durch die Ocellen gebildete Dreieck 
ist gleichschenklig (der Abstand der hinteren Ocellen voneinander ist kleiner). Abdomi- 
nalbehaarung grob, die einzelnen Haare sehr viel dicker als die Haare der Mesopleure. 
Stirn 0,60 — 0,72mal so breit wie ein Auge beim cf, 0,70 — 0,75mal beim $. r 4+5 an der 

Basis mit 2—3 Börstchen atricosta Hert. 

Humeralcallus überwiegend gelb. Das durch die Ocellen gebildete Dreieck ist gleich- 
seitig (Abstand der Ocellen voneinander etwa gleich). Abdominalbehaarung etwa so 
fein wie die Haare der Mesopleure. Stirn 0,67 — 0,75mal so breit wie ein Auge beim ö\ 

0,75 — 0,81mal beim $. r 4+5 an der Basis mit 1, selten 2 Börstchen rasellaBar. 

Arista auf wenigstens 2 A ihrer Länge zylindrisch verdickt, erst dann abnehmend (Abb. 

42). Abdomen gleichmäßig behaart, ohne Diskalborsten 7 

Verdickung der Arista schon in kürzerer Entfernung von der Basis und gleichmäßiger 
abnehmend (Abb. 4). Abdomen gröber und weniger gleichmäßig behaart, mit einzelnen 

stärkeren Haaren oder Diskalborsten 8 

Wangen auf halber Höhe so breit wie V2 — Vi des 3. Fühlergliedes. Peristom etwa so 
breit wie das 3. Fühlerglied. Stirn 0,82 — 0,92mal so breit wie ein Auge beim cf, 
0,9 — l,0mal beim $. Wangen unter den Stirnborsten mit einigen Härchen oder 

(manchmal) fast bis zur Mitte herabgehend behaart iliaca Ratz. 

Wangen auf halber Höhe so breit wie Vs — V2 des 3. Fühlergliedes. Peristom viel 
schmaler als das 3. Fühlerglied. Stirn 0,55 — 0,65mal so breit wie ein Auge beim ö\ 0,65 

— 0,77mal beim 9- Wangen unter den Stirnborsten nackt gnava Meig. 

Apikaiborsten des Scutellums viel kürzer und schwächer als die Lateralborsten, höch- 
stens so lang wie das Scutellum. Abstand zwischen den Subapikalborsten 1,1 — l,5mal so 
groß wie die Entfernung zu den Basalen. Mitteltibia beim cf nur mit 1 ad, beim $ oft 
mit einer schwächeren zweiten Borste darüber. $ : Letztes Vordertarsenglied verbrei- 
tert, 2— 3mal so lang wie das vorletzte 9 



56 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

— Apikaiborsten so lang und stark wie die Lateralborsten, länger als das Scutellum. 
Abstand zwischen den Subapikalborsten 1,6 — l,9mal so groß wie die Entfernung zu den 
Basalen. Mitteltibia mit 2—3 ad. $: Letztes Vordertarsenglied nicht verbreitert, 
1 — l,5mal so lang wie das vorletzte 10 

9 3. Fühlerglied beim C? etwa 4mal, beim 9 etwa 3mal so lang wie das zweite. Stirn 0,6 — 
0,7mal so breit wie ein Auge beim cf, 0,6 — 0,8mal beim $. cf : Vorderkrallen länger als 
das letzte Tarsenglied. $ : Taster an ihrer dicksten Stelle etwa so breit wie das 3. Fühler- 
glied; Tergit 5 auf Vö — V? seiner Länge mit sehr schwacher Bereifung . . . tibialis R.D. 

— 3. Fühlerglied beim ö" 6 — 7mal, beim $ etwa 4mal so lang wie das zweite. Stirn in 
beiden Geschlechtern 0,73 — 0,87mal so breit wie ein Auge, C? : Vorderkrallen nur so 
lang wie das letzte Tarsenglied. $ : Taster höchstens halb so breit wie das 3. Fühlerglied; 
Tergit 5 auf 2 A — Vs seiner Länge bereift falenaria Rond. 

10 Stirn 0,8 — 0,9mal so breit wie ein Auge beim cf, 0,86 — l,0mal beim $. Abstand zwi- 
schen den hinteren Ocellen fast so groß wie der Abstand zwischen der vorderen acr des 
Thorax. Mitteltibia ganz gelb, auch auf der Ventralseite ihrer Basis. Die feinen Börst- 
chen über der Vibrisse reichen fast bis zur halben Höhe der Gesichtsleisten. Basicosta ± 
braungelb aufgehellt laxifrons Vill. 

— Stirn schmaler. Abstand zwischen den hinteren Ocellen viel geringer. Gesichtsleisten 
nur ihrem unteren ! A mit Börstchen. Mitteltibia wenigstens an der Basis ihrer Ventral- 
seite geschwärzt. Basicosta schwarzbraun 11 

11 Tibien schwarzbraun. Abdominalbereifung schwach, bei veränderter Blickrichtung tritt 
die schwarze Grundfärbung des Abdomens deutlich hervor. Stirn etwa 0,75mal so breit 
wie ein Auge beim ö\ 0,80mal beim $ alpestris Hert. 

— Tibien überwiegend gelb. Abdomen dichter bereift 12 

12 Stirn 0,70 — 0,78mal so breit wie ein Auge beim ö\ 0,75 — 0,82mal beim 9- Tergite 3 
und 4 mit sehr deutlichen schwarzen Binden am Hinterrand, Tergit 5 nur auf 2 /i — 3 A 
seiner Länge bereift. Gesicht beim cf so lang wie die Stirn kowarzi Vill. 

— Stirn schmaler. Schwarze Hinterrandbinden der Tergite 4 und 5 sehr schmal, bei 
schräger Blickrichtung ganz erloschen, Tergit 5 bis zum Hinterrand bereift. Gesicht 
beim cf kürzer als die Stirn 13 

13 Stirn 0,50 — 0,65mal so breit wie ein Auge beim ö\ 0,63 — 0,79mal beim $. cf : Epan- 
drium länger als breit (Abb. 196). — Vordere 4 Abdominalsegmente des Pupariums auf 
ihrer Dorsalseite völlig nackt lucorum Meig. 

— Stirn 0,44 — 0,51mal so breit wie ein Auge beim Ö\ 0,55 — 0,72mal beim $. ö" : Epan- 
drium etwas breiter als lang (Abb. 195). — Vordere 4 Abdominalsegmente des Pupa- 
riums auch auf der Dorsalseite mit Dörnchengürteln dubiaB.B. 



Senometopia 

3 de hinter der Naht. Tibien schwarz oder gleichmäßig dunkelbraun. — Bereifung grau 
susurrans'Kond. 

4 de hinter der Naht. Tibien gelb, auf ihrer Ventralseite basal und apikal etwas 

geschwärzt 2 

Vordertibia (fast immer) mit 2 hinteren Borsten, die obere ist 2— 3mal so lang wie der 
Durchmesser der Tibia (Abb. 148). CT: Cerci viel länger als die schmalen Surstyli (Abb. 
243). — Tergit 4 unregelmäßig behaart, fast immer mit zerstreuten Diskalborsten. Berei- 
fung gelblich. Der seitliche schwarze Längsstreifen des Thorax hinter der Naht wird 
nach hinten viel schmaler und erlischt meist weit vor der letzten de (Abb. 63). Puparium 

ohne Terminalhöcker pollinosa Mesn. 

Vordertibia mit 1 hinteren Borste (bei intermedia ist manchmal darüber eine kurze 
zweite Borste vorhanden, die jedoch höchstens l,5mal so lang ist wie der Durchmesser 
der Tibia; der seitliche schwarze Längsstreifen des Thorax hinter der Naht geht bei 
dieser Art bis zur letzten de, wie in Abb. 64). Cf: Cerci nur wenig länger als die relativ 
breiten Surstyli (Abb. 240-242). - Puparium (soweit bekannt) mit Terminalhöcker . 3 
Stirn 0,66 - 0,90mal so breit wie ein Auge beim Ö\ 0,78-l,03mal beim $. 3. Tergit 
2,3-2,9mal so breit wie lang (Länge gemessen in der dorsalen Mitte, Breite am Hinter- 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 57 

rand). Behaarung der Tergite 3 und 4 wenig dicht und ungleichmäßig, fast immer mit 

einigen zerstreuten Diskalborsten dazwischen. Körperlänge 5,5 — 8 mm 4 

Stirn 0,51 — 0,70mal so breit wie ein Auge beim Cf, 0,69 — 0,79mal beim $. 3. Tergit 
2,7— 3,2mal so breit wie lang. Behaarung der Tergite 3 und 4 dicht und gleichmäßig, nur 
Tergit 4 bei den $ selten mit einigen zerstreuten Diskalborsten. Körperlänge 8 — 10 mm 

5 

Bereifung gelblich. Stirn 0,66 — 0,76mal so breit wie ein Auge beim Ö\ 0,78 — 0,89mal 
beim $ . Der seitliche schwarze Längsstreifen des Thorax hinter der Naht geht bis zur 

letzten de und wird nach hinten nicht oder kaum schmaler (wie in Abb. 64) 

intermedia Hert. 

Bereifung grau. Stirn 0,74 — 0,90mal so breit wie ein Auge beim ö\ 0,89 — l,03mal beim 
$ . Der seitliche schwarze Längsstreifen des Thorax hinter der Naht wird nach hinten 

viel schmaler und erlischt in der Regel vor der letzten de (wie in Abb. 63) 

confundens Rond. 

Bereifung grau. Der seitliche schwarze Längsstreifen des Thorax hinter der Naht geht 

bis zur letzten de und wird nach hinten nicht oder kaum schmaler (Abb. 64) 

separata Rond. 

Bereifung gelblich. Der seitliche schwarze Längsstreifen des Thorax hinter der Naht 
wird nach hinten viel schmaler und erlischt meist weit vor der letzten de (wie in Abb. 

63) 6 

Keine oe(cf) 7 

2 oe $ von excisa Fall, lena Rieht, und pilosa Bar. 

(Die $ dieser 3 Arten sind zur Zeit noch nicht trennbar.) 
Surstyli vorn distal abgeschrägt, in ihrer vorderen Hälfte deutlich behaart; die Cerci 
überragen die Surstyli wenigstens um die Breite der Surstyli (Abb. 242) . . . lena Rieht. 
Surstyli distal abgerundet. Die Cerci überragen die Surstyli um weniger als die Breite 

der Surstyli (Abb. 240, 241) 8 

Surstyli sehr fein und unscheinbar behaart (Abb. 241) excisa Fall. 

Surstyli in ihrem distalen V3 lang und stark behaart (Abb. 240) pilosa Bar. 

Erycia 

Basicosta ganz gelb, cf : Stirn 1,15 — l,26mal so breit wie ein Auge; ve mindestens halb so 
lang wie die vi; Abdomen bis hinten gleichmäßig bereift. J: 5. Tergit 1,75— 2,0mal so 

lang wie Tergit 4 furibunda Zett. 

Basicosta ganz schwarzbraun oder wenigstens am Vorder- und Außenrand schwarz, cf : 
Stirn höchstens 1,1 mal so breit wie ein Auge; ve nicht oder kaum von den Postokularzi- 
lien differenziert; Tergite mit schwarzen Hinterrandbinden, die oft aber nur sehr schmal 

sind. $: 5. Tergit 1,10 — l,78mal so lang wie Tergit 4 2 

Keine oe(cf) 3 

2oe($) 5 

Ventralseite des Abdomens unbereift, glänzend schwarz. Die Bereifung bedeckt an den 
Seiten von Tergit 4 nur V3 — 2 /i> der Segmentlänge, an den Seiten von Tergit 5 nur V3 — 
V2 der Segmentlänge). — Basicosta ganz schwarzbraun. Stirn 1,0 — l,lmal so breit wie 

ein Auge. Tergit 4 ohne Diskalborsten fasciata Vill. 

Ventralseite des Abdomens am Vorderrand der Tergite bereift. Die Bereifung bedeckt 

an den Seiten der Tergite 4 und 5 wenigstens Vs der Segmentlänge 4 

Stirn 0,75 — 0,92mal so breit wie ein Auge. Basicosta ganz schwarzbraun. Tergit 4 mit 
1 —2 unregelmäßigen Diskalborsten. Tergit 3 oft mit mehr als 4 Marginalborsten .... 

ZatuaMeig. 

Stirn 0,89— l,07mal so breit wie ein Auge. Basicosta am Hinterrand gelb, sehr selten 
ganz schwarzbraun. Tergit 4 ohne Diskalborsten. Tergit 3 mit 2—4 Marginalborsten 

festinansMeig. 

(Spätere Untersuchungen müssen zeigen, ob es sich bei fatua und festinans um eigene Arten oder 

nur um Formen einer einzigen Art handelt.) 
Tergite 3 und 4 mit deutlichen schwarzen Hinterrandbinden. 5. Tergit 1,1 — l,2mal so 

lang wie Tergit 4 fasciata Vill. 

Abdomen gleichmäßig bereift. 5. Tergit 1,50— l,78mal so lang wie Tergit 4 6 



58 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

6 Basicosta ganz schwarzbraun. Stirn 1,06— l,23mal so breit wie ein Auge. Behaarung von 
Tergit 4 vorn und an den Seiten aufgerichtet, oft 1—2 Diskalborsten vorhanden .... 
fatua Meig. 

— Basicosta vorn und außen dunkel, hinten gelb gefärbt. Stirn 1,20 — l,33mal so breit wie 
ein Auge. Behaarung von Tergit 4 überall gleichmäßig anliegend, ohne Diskalborsten 

festinans Meig. 

Eumea 

1 Gesichtleisten (von der Seite gesehen) konvex beim cf (Abb. 16), gerade beim 2- 
Gesicht deutlich länger als die Stirn beim Ö\ etwa so lang beim J. Unter den Stirnbor- 
sten nur 2—4 Härchen. Behaarung der Parafrontalia im vorderen V3 viel spärlicher und 
kürzer als im hinteren V3. 3. Fühlerglied beim ö" 4,3 — 5,5mal so lang wie das zweite, an 

seiner Basis stark vorspringend, beim $ 2,9 — 3, 7mal so lang wie das zweite 

linearicornis Zett. 

— Gesichtsleisten gerade beim ö\ schwach konkav beim $. Gesicht etwa so lang wie die 
Stirn beim C?, etwas kürzer beim 9- Härchen unter den Stirnborsten zahlreicher, oft bis 
fast zur Mitte der Wangen herabreichend. Behaarung der Parafrontalia vorn annähernd 
ebenso dicht und lang wie hinten. 3. Fühlerglied beim cf 3,0— 3,9mal so lang wie das 
zweite, an seiner Basis nicht vorspringend, beim J 2,1— 2,9mal so lang wie das zweite 

mitis Meig. 

Myxexoristops 

1 Stirn 0,93 — l,10mal so breit wie ein Auge beim Cf, 1,0 — l,2mal beim $. — Taster, Tibien 
und Abdomen (von der Bereifung abgesehen) schwarz. Scutellum fast ganz schwarz, 
nur um den Bereich der Subapikalborsten etwas aufgehellt. Mitteltibia mit 2 (- 3) ad 

hertingiMesn. 

— Stirn höchstens 0,85mal so breit wie ein Auge beim ö\ in der Regel schmaler als ein 
Auge beim $ (wenn breiter, dann ist das Abdomen an den Seiten teilweise gelb und das 
Scutellum am Hinterrand ± breit rotgelb aufgehellt) 2 

2 Keine oe(cf) 3 

— 2oe($) 7 

3 3. Fühlerglied 5,0— 6,5mal so lang wie das zweite, 3,0 — 5,5mal so breit wie die Wangen 
an ihrer schmälsten Stelle. Gesicht deutlich länger als die Stirn. Tergite 4 und 5 auf V2 — 
2 /3 ihrer Länge bereift. — Seitliche Längsstreifen des Thorax vor der Naht unscharf 
begrenzt, weiter nach vorn reichend als bis zur starken Posthumeralborste (wie in Abb. 
60). Taster gelb bis braun bicolor Vill. 

— 3. Fühlerglied 3,0— 4,5mal so lang wie das zweite, 1,5— 2,8mal so breit wie die Wangen 
an ihrer schmälsten Stelle. Gesicht etwa so lang wie die Stirn. Tergite 4 und 5 auf wenig- 
stens 2 /3 ihrer Länge bereift 4 

4 Tibien gelb oder braungelb, im basalen 1 /i ihrer Ventralseite schwarz. Mitteltibia mit 2 

ad. 3. Fühlerglied 3,5— 4, 5mal so lang wie das zweite bonsdorffi Zett. 

Tibien schwarz oder gleichmäßig dunkelbraun. Mitteltibia mit 1 ad (selten 2). 3. Fühler- 
glied 3 — 4mal so lang wie das zweite 5 

5 Seitliche Längsstreifen des Thorax vor der Naht unscharf begrenzt, weiter nach vorn 
reichend als bis zur starken äußeren Posthumeralborste (wie in Abb. 60). Bereifung 
grau. Scutellum ganz schwarz blondeliR.D. 

— Seitliche Längsstreifen des Thorax vor der Naht scharf begrenzt und keilförmig neben 
der Posthumeralborste endend (wie in Abb. 59). Bereifung gelblichgrau bis gelb. Scu- 
tellum wenigstens an seiner Spitze etwas gelb oder rötlich 6 

6 Tergit 3 nur auf 2 /i (selten bis 4 /s) seiner Länge bereift. Scutellum am Hinterrand bis zu 
den Basalborsten breit gelb gefärbt. Tergit 3 an den Seiten meist etwas aufgehellt. Die 
Haare über der Vibrisse steigen nur auf Vs - l /i der Gesichtsleisten auf . . abietis Hert. 
Tergit 3 auf etwa 4 /s seiner Länge bereift. Scutellum nur an seiner Spitze etwas rötlich 
oder gelb gefärbt. Abdomen ohne helle Seitenflecke. Die Haare über der Vibrisse steigen 
auf V3 — 2 /5 der Gesichtsleisten auf stolida Stein 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 59 

7 Abdomen an den Seiten und ventral ± gelb, wenigstens aber ein kleiner rötlicher Fleck 
an den Seiten von Tergit 3 vorhanden. Tibien meist braungelb aufgehellt 8 

— Abdomen (abgesehen von der Bereifung) ganz schwarz. Tibien schwarz 10 

8 Hüften und Trochanteren (unter der Bereifung) gelb. 1 und 2. Fühlerglied teilweise auf- 
gehellt. Ventralseite des Abdomens ganz gelb. Gelbfärbung an den Seiten des Abdo- 
mens von oben gesehen sehr auffallend. 3. Fühlerglied etwa 3,5mal so lang wie das 
zweite. Vorderkrallen etwas kürzer als das halbe letzte Tarsenglied. Taster gelb. — Mit- 
teltibiamitl ad bicolor Vill. 

— Hüften, Trochanteren sowie 1. und 2. Fühlerglied schwarz. Ventralseite des Abdomens 
in verschiedenem Umfang gelb, wenigstens aber Tergit 5 und meist auch ein ventraler 
Mittellängsstreifen schwarz. Gelbfärbung an den Seiten des Abdomens von oben 
gesehen wenig deutlich. 3. Fühlerglied 2,5 — 3mal so lang wie das zweite (Abb. 13). Vor- 
derkrallen wenigstens so lang wie das halbe letzte Tarsenglied. Taster braungelb bis 
schwarz 9 

9 Tergite 3-5 auf 5 /b - 7 /s ihrer Länge bereift. Mitteltibia mit 2 (- 3) ad. Tibien gelb oder 
braungelb, im basalen l /i ihrer Ventralseite schwarz bonsdorffi Zett. 

— Tergite 3 — 5 auf 2 /i — 3 A ihrer Länge bereift. Mitteltibia in der Regel nur mit 1 ad. Tibien 
schwarz oder gleichmäßig braun abietis Hert. 

10 Seitliche Längsstreifen des Thorax vor der Naht unscharf begrenzt, weiter nach vorn 
reichend als bis zur starken äußeren Posthumeralborste (wie in Abb. 60). Bereifung 
grau. Behaarung von Tergit 4 grob und ± aufgerichtet, Diskalborsten meist nicht nur 
mediodorsal, sondern auch weiter seitlich entwickelt blondeli R.D. 

— Seitliche Längsstreifen des Thorax vor der Naht scharf begrenzt und keilförmig neben 
der Posthumeralborste endend (wie in Abb. 59). Bereifung gelblich bis goldgelb. Tergit 
4 nur mediodorsal mit Diskalborsten und aufgerichteter Behaarung, seitlich davon ist 
die Behaarung mehr anliegend stolida Stein. 

Zenillia 

1 0" : Cerci apikal nicht oder kaum verbreitert, Surstyli schmal; Aedeagus am Ende stark 
verengt und mit nur wenigen Dörnchen besetzt (Abb. 235); Stirn 0,65 — 0,82mal so 
breit wie ein Auge; 3. Fühlerglied 3,l-4,8mal so lang wie das zweite. $ : 3. Fühlerglied 
3,0-3, 8mal so lang wie das zweite libatrix Pznz. 

— Cf: Cerci apikal stark verbreitert, Surstyli breit; Aedeagus am Ende breit und mit zahl- 
reichen Dörnchen besetzt (Abb. 234); Stirn 0,78 — 0,89mal so breit wie ein Auge; 3. 
Fühlerglied 5,5-6,9mal so lang wie das zweite. $: 3. Fühlerglied 3,5 — 4,5mal so lang 

wie das zweite dolosa Meig. 

(Eine sichere Unterscheidung dieser beiden Arten ist bis jetzt nur aufgrund der Genitalien beim cf 

möglich.) 

Poles 

1 5. Tergit 0,65 - 0,70mal so lang wie das vierte. Stirn beim cf 0,40 - 0,46mal, beim $ 
0,70 — 0,76mal so breit wie ein Auge. 3. Fühlerglied bei beiden Geschlechtern 
2,0— 2,6mal so lang wie das zweite. Abdomen blauschwarz glänzend, kaum bereift. 
Tibien schwarz oder nur sehr schwach aufgehellt peregrina Hert. 

— 5. Tergit 0,85 — l,00mal so lang wie das vierte. Stirn beim cf wenigstens 0,65mal, beim $ 
wenigstens 0,82mal so breit wie ein Auge. 3. Fühlerglied beim Ö" wenigstens 3,0mal, 
beim $ wenigstens 2,4mal so lang wie das zweite. Abdomen stärker bereift. Tibien gelb 
oder braun 2 

2 Gesicht bei beiden Geschlechtern l,08-l,25mal so lang wie die Stirn. 3. Fühlerglied 
beim cf 3,5— 4,6mal, beim $ 2,5 — 3,0mal so lang wie das zweite. Stirn beim cf 0,72 — 
0,84mal, beim $ 0,88 — l,00mal so breit wie ein Auge. Körper schwächer bereift, ziem- 
lich glänzend. Körperlänge 5-10 mm (selten 11 mm), cf: Basis der Surstyli (von hinten 
gesehen) schmal (Abb. 271), Cerci (von der Seite gesehen) am Ende ein wenig nach oben 
gebogen (Abb. 269). — Hinterstigmen des Pupariums mit 4 Schlitzen . . . pavida Meig. 

— Gesicht beim cf 0,97-l,07mal, beim £ 0,95-l,02mal so lang wie die Stirn. 3. Fühler- 
glied beim cf 3,0— 3,7mal, beim $ 2,4— 2,8mal so lang wie das zweite. Stirn beim cf 0,65 



60 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

— 0,75mal, beim °- 0>82 — 0,94mal so breit wie ein Auge. Körper etwas dichter und 
gleichmäßiger bereift, weniger glänzend. Körperlänge 10—12 mm (selten nur 8 oder 9 
mm). CT: Basis der Surstyli (von hinten gesehen) breit (Abb. 272), Cerci (von der Seite 
gesehen) an der Spitze nicht nach oben gebogen (Abb. 270). — Hinterstigmen des Pupa- 
riums mit 3 Schlitzen processioneae Ratz. 

Cyzenis 

1 Tergite bis zum Hinterrand mit veränderlicher Bereifung bedeckt. Stirn 1,20 — l,62mal 

so breit wie ein Auge, beim C? mit 1 oe. Strecke von m zwischen m-cu und der Beugung 

1,8 — 3,6mal so lang wie der Abstand der Beugung zum Flügelhinterrand. Tibien meist 

rötlichgelb aufgehellt, selten ganz schwarz, cf : Behaarung der Tergite 3 und 4 anliegend 

albicans Fall. 

— Tergite nur auf 2 /s — 3 A ihrer Länge mit kaum veränderlicher Bereifung bedeckt. Stirn 
beim C? 0,77— l,06mal, beim 9 0,98 — l,16mal so breit wie ein Auge. Stirn beim cf ohne 
oe. Strecke von m zwischen m-cu und der Beugung 1,4— 2,lmal so lang wie der Abstand 
der Beugung zum Flügelhinterrand. Tibien schwarz, cf : Behaarung der Tergite 3 und 4 
weitgehend aufgerichtet (besonders in der Mitte und am Hinterrand von Tergit 4) 

jucundaMe'ig. 

Bothria 

1 Tergite auf V3 — 3 A ihrer Länge mit kaum veränderlicher weißlicher Bereifung bedeckt. 
Stirn beim cf 1 ,04 — 1 ,30mal, beim °. 1,15 — 1 ,54mal so breit wie ein Auge. Gesicht so tief 
ausgehöhlt, daß das 3. Fühlerglied darin vollständig verborgen werden kann. 3. Fühler- 
glied beim C? 4,4 — 6,lmal, beim °. 3,8— 4,7mal so lang wie das zweite. Gesichtsleisten 
(von der Seite gesehen) in ihrem oberen Drittel konvex. Körperlänge 10 — 13 mm . fron- 

tosa Meig. 

— Tergite bis zum Hinterrand mit veränderlicher Bereifung bedeckt. Stirn beim cf 0,55 — 
0,68mal, beim $ 0,82 — 1,05 mal so breit wie ein Auge. Gesicht weniger tief ausgehöhlt, 
das 3. Fühlerglied kann darin nur etwa bis zur Hälfte verborgen werden. 3. Fühlerglied 
beim Ö" 3,1— 4,3mal, beim $ 2,7— 3,3mal so lang wie das zweite. Gesichtsleisten in 
ihrem oberen Drittel gerade oder etwas konkav. Körperlänge 7— 10 mm 

subalpina Vill. 

Erycilla 

1 Femora schwarz. 2. Fühlerglied schwarz oder braun, cf : Hinterrand der Surstyli wink- 
lig (Abb. 238). °. : 3. Fühlerglied etwa l,3mal so breit wie die Wangen an ihrer schmäl- 
sten Stelle ferruginea Meig. 

— Femora rötlichgelb. 2. Fühlerglied oft rötlich. Ö": Hinterrand der Surstyli ± gleich- 
mäßig gebogen (Abb. 239). $: 3. Fühlerglied etwa so breit wie die Wangen an ihrer 
schmälsten Stelle rufipes B.B. 

Allopborocera 

Die Unterscheidung der folgenden 2 Arten ist bisher nur aufgrund der Genitalien 
beim cf möglich. Die weiteren bei Wood (1974) genannten trennenden Merkmale 
(Färbung der Taster, Längsstreifen des Thorax) sind nach dem Studium einer großen 
Serie von A. pachystyla aus den Alpen offenbar nicht stabil. 

1 Surstyli ± gleichmäßig gebogen pachystyla Macq. 

— Surstyli im hinteren 1 h winklig (siehe Abb. 3 und 4 in der oben genannten Arbeit) . . . 
lapponica Wood. 

Elodia 

1 Abdomen glänzend schwarz, ohne Streifen von Bereifung. Scutellum mit (manchmal 

nur sehr feinen) Apikaiborsten. 2 + 3 de. 2. Aristaglied länger als sein Durchmesser. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 61 

3. Fühlerglied beim cf etwa 4mal so lang wie das zweite morio Fall. 

Tergite 3 — 5 mit einem schmalen Bereifungsband am Vorderrand. Scutellum ohne Api- 
kalborsten. 3 + 4 (manchmal 3 + 3) de. 2. Aristaglied höchstens so lang wie sein Durch- 
messer. 3. Fühlerglied beim cf 5 — 6mal so lang wie das zweite . . . atnbulatoria Meig. 

Blepharipa 

Tergit 3 immer, Tergit 2 meist mit Marginalborsten. Die Bereifung der Tergite 3 und 4 
bedeckt die gesamte Segmentlänge (bei Betrachtung von schräg hinten), cf : Stirn 0,65 — 

0,76mal so breit wie ein Auge pratensis Meig. 

Tergite 2 und 3 ohne Marginalborsten. Die Bereifung der Tergite 3 und 4 reicht nur bis 

zu 2 /i — 4 A der Segmentlänge, cf: Stirn 0,54 — 0,64mal so breit wie ein Auge 

schineriMesn. 

Masicera 

Cf : Gleichzeitig 1 oe vorhanden und Abdomen ohne Sturmia-Fleck; Stirn 1,04 — l,26mal 
so breit wie ein Auge. $: 3. Fühlerglied am Vorderrand etwas konkav (Abb. 41); die 
Bereifung von Tergit 4 reicht nur bis 2 /i — 3 A der Segmentlänge nach hinten; Stirn 
1,15 — l,28mal so breit wie ein Auge; Prosternum an jeder Seite mit — 5 Haaren .... 

si/va t/ca Fall. 

Cf entweder mit 2 oe oder mit Sturmia-Fleck. $: 3. Fühlerglied am Vorderrand nicht 

konkav; die Bereifung von Tergit 4 reicht weiter nach hinten 2 

Cf : 2 oe; Abdomen ohne Sturmia-Fleck; Stirn 1,45 — l,71mal so breit wie ein Auge. 9 : 
Prosternum an jeder Seite mit 6—12 Haaren (Abb. 68); 3. Fühlerglied 3 — 3,4mal so lang 

wie das zweite; Stirn 1,38 — l,64mal so breit wie ein Auge sphingivoraR.D. 

Cf: 1 oe; Abdomen mit Sturmia-Fleck; Stirn 1,08 — l,19mal so breit wie ein Auge. $: 
Prosternum nackt (Abb. 67), selten mit einem Haar; 3. Fühlerglied 2,6— 3mal so lang 
wie das zweite; Stirn 1,18— l,25mal so breit wie ein Auge pavoniae R.D. 

Gaedia 

Wangen an ihrer schmälsten Stelle höchstens so breit wie das 3. Fühlerglied, unten (real) 
etwa halb so breit wie auf der Höhe der Fühlerbasis. Längste Wangenborsten fast so 
stark wie die Borsten über der Vibrisse. Taster oft verdunkelt, cf : Stirn 0,80 — 0,91mal 
so breit wie ein Auge; Abdominalbehaarung in der Mitte aufgerichtet; Tergite 3 und 4 in 

der Regel mit zerstreuten Diskalborsten connexa Meig. 

Wangen an ihrer schmälsten Stelle etwa 2mal so breit wie das 3. Fühlerglied, unten viel 
weniger stark verengt. Wangenbehaarung viel schwächer als die Borsten über der Vib- 
risse. Taster immer gelb, cf : Stirn 0,97— l,13mal so breit wie ein Auge; Abdominalbe- 
haarung halb anliegend; höchstens wenige Haare in der Mitte des Abdomens aufge- 
richtet, selten 1-2 Diskalborsten auf Tergit 4 distineta Egg. 

Gonia 

Tergit 5 (von hinten gesehen) praktisch unbereift, höchstens mit einer sehr feinen Berei- 
fungslinie am dorsalen Vorderrand. Dorsale Behaarung von Tergit 5 vor den Marginal- 
borsten dicht, die Haare etwa so lang wie 2 /s — Vs der Marginalborsten. Kopf unbereift 
(beim cf der sehr seltenen G. foersteri mit sehr leichter weißer Bereifung, die nur bei 

bestimmtem Lichteinfall sichtbar wird) 2 

Tergit 5 am Vorderrand mit einer Bereifungsbinde, die ± weit auf die Ventralseite fort- 
gesetzt ist. Dorsale Behaarung von Tergit 5 vor den Marginalborsten spärlich, die Haare 
etwa so lang wie 1 /e — l h der Marginalborsten. Kopf weiß oder gelblich bereift .... 3 
Wangen an ihrer schmälsten Stelle schmaler als der kleine Augendurchmesser. 

Abdomen an den Seiten ± breit rot. Körperlänge 8,5 — 12 mm divisa Meig. 

Wangen an ihrer schmälsten Stelle so breit wie der kleine Augendurchmesser (cf ) oder 

breiter ($). Abdomen ganz schwarz. Körperlänge 12 — 14 mm foersteri Meig. 

Abdomen gelblichrot mit einem schmalen schwarzen Mittellängsstreifen, der nach 
hinten zu schmaler wird und auf Tergit 5 spitz ausläuft. Abdominalbehaarung beim cf 



62 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

im Bereich des schwarzen Streifens aufgerichtet, beim § mit unregelmäßigen Diskalbor- 
sten oder zumindest vereinzelten aufgerichteten Haaren vacua Meig. 

— Abdomen mit einem schwarzen Mittellängsstreifen, der nach hinten breiter wird oder 
das Abdomen ganz schwarz. Abdominalbehaarung beim cf ± aufgerichtet oder anlie- 
gend, beim $ anliegend, stets ohne Diskalborsten 4 

4 Bereifung von Kopf und Abdomen gelblich. Mittlere dorsale schwarze Längsstreifen 
des Thorax vor der Naht schmal, so breit wie Vs — V3 des trennenden Zwischenraumes 
(wie in Abb. 59, 60). Schwarzer Mittellängsstreifen des Abdomens auf Tergit 3 höch- 
stens so breit wie der Abstand der beiden mittleren Marginalborsten. Börstchen am 
Vorderrand der Wangen viel stärker und länger als die übrigen Wangenbörstchen 
(2 — 3mal so lang). Marginalborsten von Tergit 5 kürzer als das Segment. Flugzeit im 
Hochsommer capitata DeG. 

— Bereifung von Kopf und Abdomen weiß. Mittlere dorsale schwarze Längsstreifen des 
Thorax vor der Naht so breit wie V3 — Vi des trennenden Zwischenraumes (wie in Abb. 
61). Schwarzer Mittellängsstreifen des Abdomens breiter oder das Abdomen ganz 
schwarz. Vordere Wangenborsten 1— 2mal so lang wie die längsten der übrigen Wan- 
genbörstchen (Abb. 11). Marginalborsten von Tergit 5 wenigstens so lang wie das Seg- 
ment. Flugzeit im Frühjahr 5 

5 Wangen an ihrer schmälsten Stelle 0,74 — 0,98mal so breit wie das Gesicht (einschließ- 
lich Gesichtsleisten an seiner breitesten Stelle gemessen) beim ö\ 0,90 — l,16mal beim $. 
Tergit 5 an den Seiten auf V2 — Vs seiner Länge bereift. — Abdomen an den Seiten ± 
breit rotgelb (wenigstens ventral), cf : Behaarung der Tergite 3 und 4 etwas aufgerichtet; 
Postokularzilien fein, die oberen mit ihrer Spitze nach vorn gebogen (Abb. 55). $ : ad- 
Kamm der Hintertibia unregelmäßig mit mehreren Zwischenborsten . . . ornata Meig. 

— Wangen an ihrer schmälsten Stelle 0,52 — 0,72mal so breit wie das Gesicht beim cf , 0,65 
— 0,86mal beim 9- Tergit 5 an den Seiten auf V4 — 2 A seiner Länge bereift 6 

6 Abdomen schwarz (sehr selten an den Seiten etwas rötlich). Behaarung der Tergite 3 
und 4 beim cf dorsal aufgerichtet, beim $ ± anliegend. ad-Kamm der Hintertibia beim 
9 unregelmäßig mit 2—3 Zwischenborsten. Postokularzilien beim cf fein, an ihrer 
Spitze nach vorn gebogen (wie in Abb. 55) picea R.D. 

— Abdomen rotgelb mit einem schwarzen Mittellängsstreifen, der nach hinten verbreitert 
ist und Tergit 5 ganz einnimmt. Behaarung der Tergite 3 und 4 bei beiden Geschlechtern 
anliegend. ad-Kamm der Hintertibia beim $ regelmäßig mit 1 Zwischenborste (Abb. 
162). Postokularzilien beim cf stark, kaum gebogen (Abb. 11) . . . distinguenda Hert. 



Onychogonia 

Stirn (senkrecht von oben betrachtet) unbereift und wachsglänzend, die Obergrenze der 
Gesichtsbereifung verläuft von der Fühlerbasis schräg gegen die vordere oe. Arista fast 
so lang wie das 3. Fühlerglied. Scutellum meist mit 2 Paar Lateralborsten. Abdominal- 
segmente mit breiten Binden weißlicher Bereifung, cf : Vorderkrallen so lang wie das 

letzte Tarsenglied flaviceps Zett. 

Parafrontalia in ihrer vorderen Hälfte oder weiter bereift. Arista kürzer als das 3. Füh- 
lerglied. Scutellum nur mit 1 Paar Lateralborsten. Bereifung des Abdomens schwächer 

oder völlig fehlend, cf: Vorderkrallen etwas länger als das letzte Tarsenglied 2 

Abdomen mit deutlicher, wenn auch schwacher Bereifung, cf : Einschnitt von Sternit 5 
vor der Mitte verengt (Abb. 230); Cerci abgeflacht, in ihren basalen Vs verwachsen, von 
der Seite gesehen schlank mit etwas nach vorn gebogener Spitze (Abb. 245). $ : Tergite 4 
und 5 mit aufgerichteter Behaarung, die längsten Haare so lang wie V2 — 3 A der Borsten 

des entsprechenden Segments cervini Bigot 

Abdomen unbereift, stark glänzend, cf: Einschnitt von Sternit 5 erst hinten verengt 
(Abb. 229); Cerci nur in ihren basalen Vs verwachsen und hier stark kielförmig erhoben, 
von der Seite gesehen breit und die Spitze nicht nach vorn gebogen (Abb. 244). 9 : 
Behaarung des ganzen Abdomens sehr kurz und angedrückt suggesta Pand. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 63 

Pseudogonia 

Wangenborsten viel schwächer als die Stirnborsten. 2. Glied der Arista 0,2 — 0,5mal so 
lang wie das 3. Glied. Scutellum mit 2 schwachen divergenten (selten gekreuzten) Api- 

kalborsten. Grundfarbe der Stirn schwarz oder tief dunkelrot. cf mit 2 oe 

parisiacaK.D. 

Die stärksten Wangenborsten (unten vorn) so stark wie die Stirnborsten. 2. Glied der 
Arista 0,6 — l,lmal so lang wie das 3. Glied. Scutellum ohne Apikaiborsten. Grundfarbe 
der Stirn gelb oder rötlichgelb. CT ohne oe rufifrons Wied. 

Spallanzania 

Wangen ziemlich gleichmäßig behaart; die Haare sind nicht oder kaum stärker als die 
Haare der Parafrontalia direkt neben dem Augenrand. Gesicht so tief ausgehöhlt, daß 
die Fühler wenigstens zur Hälfte darin verborgen werden können, cf: Stirn 
1,35 — l,70mal so breit wie ein Auge; neben den Stirnborsten mehr als eine Reihe unre- 
gelmäßiger Borsten. J: Stirn 1,8— 2, Omal so breit wie ein Auge hebesFall. 

Wangen mit ungleichen Haaren und Börstchen; die gröbsten Wangenbörstchen sind 
wesentlich stärker und länger als die Haare der Parafrontalia direkt neben dem Augen- 
rand. Gesicht nicht oder kaum ausgehöhlt, cf: Stirn 0,90— l,25mal so breit wie ein 
Auge; nur eine Reihe Borsten neben den Stirnborsten. 9 : Stirn 1,2 — l,7mal so breit wie 

ein Auge 2 

Tergite 3 und 4 ventral (von hinten gesehen) auf 2 /s — Vs ihrer Länge bereift. Dorsale 
schwarze Zonen der Tergite 3 und 4 bei unterschiedlichem Blickwinkel sehr veränder- 
lich, nicht ausgesprochen viereckig; ebenso veränderlich ist die leichte Bereifung von 
Tergit 5, die bei bestimmtem Lichteinfall schwarze Flecken zeigt . . multisetosa Rond. 
Tergite 3 und 4 ventral nur in Form eines schmalen Streifens am Vorderrand bereift, 
dorsal mit je 2 großen viereckigen schwarzen Flecken, die wenig veränderlich sind. 

Tergit 5 dicht bereift, nur um die Basis der Borsten glänzend schwarz 

quadrimaculata Hert. 



4.2. Subfamilie Tachininae 

Tachina 

Thorax mit langer, wenigstens an den Seiten gelblicher oder weißlicher Behaarung. 

Habitus bienen- oder hummelartig 2 

Thorax nur mit der normalen kurzen schwarzen Behaarung 4 

Tergit 5 ohne Bereifung am dorsalen Vorderrand (an den Seiten manchmal vorhanden). 
Apikaiborsten des Scutellums meist stark, gekreuzt. 1 st (selten oder 2). cf : Stirn 0,50 
— 0,69mal so breit wie ein Auge; 3. Fühlerglied 2 — 3mal so breit wie das zweite (jeweils 
in der Mitte gemessen). $ : Dorsale Behaarung von Tergit 5 so lang wie x /i — V2 der Dis- 

kalborsten lurida F. 

Tergit 5 am Vorderrand fast immer mit einem schmalen Bereifungsband. Gekreuzte 
Apikaiborsten in der Regel fehlend, wenn vorhanden, dann ± haarförmig. In der R°gel 
2 oder 3 st. cf : Stirn 0,24 — 0,43mal so breit wie ein Auge; 3. Fühlerglied 1,2 — l,8mal so 
breit wie das zweite. 9 : Dorsale Behaarung von Tergit 5 so lang wie 2 /3 — 5 /b der Diskal- 

borsten 3 

Dorsale Behaarung des Thorax blaßgelb oder weißlich. Marginalborsten von Tergit 4 in 
der Regel kürzer als das Segment. C? : Rötlicher Seitenfleck des Abdomens kaum ent- 
wickelt; er endet in der Regel am Hinterrand von Tergit 4 oder fehlt manchmal ganz. — 

Körperlänge 9- 16 mm ursina Meig. 

Dorsale Behaarung des Thorax ganz oder überwiegend schwarz. Marginalborsten von 
Tergit 4 länger als das Segment, cf : Rötlicher Seitenfleck des Abdomens ausgedehnter; 

er bezieht Tergit 5 mit ein. — Körperlänge 7— 11 mm nigrohirta Stein 

(Es nicht noch nicht restlos geklärt, ob sich bei dieser Form um eine eigenständige Art oder nur um 

eine Variabilität von ursina handelt.) 



64 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

4 Calyptrae schwärzlich. Tiefschwarze unbereifte Art mit gelbem Kopf. Körperlänge 
15 — 18 mm grossaL. 

— Calyptrae weiß oder gelblich. Färbung anders. Körperlänge 9 — 14 mm 5 

5 Tergit 2 ventral mit heller Behaarung. 1. Glied der Arista meist etwa so lang wie das 
zweite (oder wenigstens halb so lang). 2 ia hinter der Naht (Abb. 86) . . praeceps Meig. 
Tergit 2 ventral schwarz behaart. 1. Glied der Arista so lang wie Vs — V3 (selten V2) des 
zweiten. Meist 3 ia hinter der Naht 6 

6 Stirn beim ($ 0,68 — l,08mal, beim $ 0,94— l,28mal so breit wie ein Auge. Vordertarsus 
gelb, selten braun. Der schwarze Mittellängsstreifen des Abdomens endet auf Tergit 5 
fast immer zugespitzt, cf: Vorderkrallen fast so lang wie die letzten 2 Tarsenglieder 
zusammen (Abb. 146); Stirn in der Regel ohne oe, selten 1 oe vorhanden .... ferah. 

— Stirn beim cf 1,10— l,39mal, beim $ 1,27— l,55mal so breit wie ein Auge. Vordertarsus 
braun oder schwarz, cf: Vorderkrallen deutlich kürzer als die 2 letzten Tarsenglieder 
zusammen; Stirn mit 1 oder 2 oe 7 

7 Der schwarze Mittellängsstreifen des Abdomens ist auf dem 5. Tergit nach hinten ver- 
breitert, selten spitz endend, cf: Vorderkrallen länger als das letzte Tarsenglied. $: 4. 
Glied des Vordertarsus deutlich breiter als lang magnicornis Zett. 

— Der schwarze Mittellängsstreifen des Abdomens endet spitz auf dem 5. Tergit. ö": Vor- 
derkrallen höchstens so lang wie das letzte Tarsenglied. $ : 4. Glied des Vordertarsus 

höchstens so breit wie lang nupta Rond. 

(Unter Berücksichtigung der großen Variationsbreite hinsichtlich Abdominalzeichnung und Vor- 
derkrallenlänge bei magnicornis ist nicht ausgeschlossen, daß es sich bei nupta um keine eigenstän- 
dige Art, sondern nur um eine Form von magnicornis handeln könnte.) 

Nowickia 

1 Tergit 2 mit 2 — 6 dorsalen Marginalborsten. — Taster an ihrer breitesten Stelle 0,3 — 
0,5mal so breit wie das Haustellum. Nackte Fläche ventrolateral zwischen Tergit 1 und 
Tergit 2 schwarz 2 

— Tergit 2 ohne dorsale Marginalborsten 3 

2 3. Fühlerglied 0,6 — 0,8mal so lang wie das zweite, kaum breiter als dieses an seinem 
distalen Ende. Epaulette schwarz, Basicosta gelb bis braun marklini Zett. 

— 3. Fühlerglied 0,9— l,0mal so lang wie das zweite, 1,5— 2mal so breit wie dieses an 
seinem distalen Ende. Epaulette und Basicosta einheitlich schwarz oder schwarzbraun 

alpinaZett. 

3 Taster an ihrer breitesten Stelle 0,7— l,4mal so breit wie das Haustellum (Abb. 34). 
Arista 0,9 — l,0mal so lang wie der Fühler. Wangen an ihrer schmälsten Stelle schmaler 
als das halbe Peristom oder höchstens gleichbreit. Nackte Fläche ventrolateral zwischen 
Tergit 1 und Tergit 2 schwarz oder dunkelbraun. Stirn beim O" 0,68 — 0,95mal so breit 
wie ein Auge. Surstyli breit (Abb. 257— 259) 4 

— Taster an ihrer breitesten Stelle 0,3 — 0,5mal so breit wie das Haustellum. Arista 0,6 — 
0,9mal so lang wie der Fühler. Wangen an ihrer schmälsten Stelle breiter als das halbe 
Peristom. Nackte Fläche ventrolateral zwischen Tergit 1 und Tergit 2 gelb. Stirn beim 
Cf 0,90 — l,27mal so breit wie ein Auge. Surstyli schmal (Abb. 255, 256) 6 

4 Basale Hälfte der Taster braun oder schwärzlich, die verdickte distale Hälfte dagegen 
gelb, cf: Syncercus abgeflacht, in seiner dorsalen Mitte etwas konkav (Abb. 259); Tergit 
5 ventral jederseits mit einer wenig dichten Borstengruppe, die keine Bürste bildet; Seg- 
ment 7+8 nur behaart. 9 : Die hellen Seitenflecken am Vorderrand des ansonsten 
schwarzen Tergites 5 bedecken 5 — 30 % der dorsalen Fläche ferox Panz. 

— Taster einheitlich braun bis schwarz gefärbt, cf : Syncercus stark emporgewölbt und an 
den Seiten komprimiert (Abb. 257, 258); die zahlreichen geraden Borsten auf der Ven- 
tralseite von Tergit 5 bilden eine deutliche Bürste; Segment 7+8 wenigstens an den 
Seiten mit Borsten. £ : Die hellen Seitenflecken am Vorderrand von Tergit 5 bedecken 
30-60% der dorsalen Fläche 5 

5 cf: Syncercus fast so hoch wie lang (Abb. 257); Behaarung von Sternit 5 länger als die 
Bürste von Tergit 5; Behaarung von Sternit 3 borstenartig, viel stärker als die ventrale 
Behaarung von Tergit 3 atripalpis R.D . 

— Cf : Syncercus etwa halb so hoch wie lang (Abb. 258) ; Behaarung von Sternit 5 höchstens 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 65 

so lang wie die Bürste von Tergit 5, meist kürzer; Behaarung von Sternit 3 etwa so lang 

und stark wie die ventrale Behaarung von Tergit 3 reducta Mesn. 

Wangen und Peristom überwiegend weiß behaart. 2. Fühlerglied teilweise aufgehellt, 
wenigstens am dorsalen Vorderrand etwas rötlich, cf : Syncercus stark emporgewölbt, 
seine Seitenflächen etwas konkav (Abb. 256). $: 4. Glied des Vordertarsus so lang wie 

breit oder etwas länger ro/idan/i Giglio-Tos 

Wangen und Peristom schwarz behaart. 2. Fühlerglied ganz schwarz, cf: Syncercus 

nicht auffallend emporgewölbt (Abb. 255). $ : 4. Glied des Vordertarsus breiter als lang 

strobeliRond. 

Peleteria 

2. Fühlerglied gelb. Wangen an ihrer schmälsten Stelle 0,5 — l,2mal so breit wie das 3. 

Fühlerglied (Abb. 22) 2 

2. Fühlerglied schwarz. Wangen 1,5— 2, 5mal so breit wie das 3. Fühlerglied 4 

Tergite 3 und 4 mit Diskalborsten popeli Portsh. 

Tergite 3 und 4 ohne Diskalborsten 3 

Peristom, Wangen und Ventralseite von Tergit 2 gelb behaart. Taster sehr kurz, höch- 
stens 4mal so lang wie ihr Durchmesser (Abb. 22), manchmal ganz reduziert. Tergite bis 

an ihren Hinterrand mit veränderlicher Bereifung varia F. 

Peristom, Wangen und Ventralseite von Tergit 2 schwarz behaart. Taster fadenförmig, 
etwa so lang wie die Fühler. Tergite nur in ihrer vorderen Hälfte mit sehr leichter, 

weißer Bereifung ferinaZett. 

Tergite ohne Bereifung oder nur mit einer Spur an ihrem Vorderrand. Abdomen ventral 
fast immer mit einem schwarzen Mittellängsstreifen. cf : Loben von Sternit 5 dicht mit 

kurzen, starken Dörnchen besetzt prompta Meig. 

Tergite etwa in ihre vorderen Hälfte deutlich bereift. Abdomen ventral ohne schwarzen 
Mittellängsstreifen, cf: Loben von Sternit 5 ohne Dörnchen rubescens R.D. 

Germaria 

Ocellarborsten aufgerichtet und etwas nach hinten gebogen. Humeralcallus schwarz. 
Tergit 5 auf V2 — 2 /3 seiner Länge bereift. CT mit oe. — Körperlänge 10 — 13 mm .... 

ruficeps Meig. 

Ocellarborsten nach vorn gerichtet. Humeralcallus außen gelblich. Tergit 5 auf höch- 
stens 7s seiner Länge bereift, cf ohne oe. — Körperlänge 8 — 9 mm . . . angustata Zett. 

Linnaemya 

Hinterkopf oben hinter den Postokularzilien mit einer regelmäßigen Reihe schwarzer 
Börstchen. m-cu gerade, steiler als die Spitzenquerader. Strecke von m zwischen m-cu 
und der Beugung länger als 72 von m-cu. — r 4+5 wenigstens bis zur Mitte zwischen der 

Basis und r-m mit Börstchen frater Rond. 

Hinterkopf oben hinter den Postokularzilien ohne oder nur mit sehr wenigen 
schwarzen Börstchen. m-cu geschwungen, etwa parallel zur Spitzenquerader. Strecke 

von m zwischen m-cu und der Beugung kürzer als 72 von m-cu 2 

Basis des Abdomens (wenigstens Sternit 1) ventral mit heller Behaarung. 2. Fühlerglied 
auf seiner Innenseite mit einer ovalen Warze wie in Abb. 52 (außer bei der sehr seltenen 

L. steint) 3 

Ventrale Basis des Abdomens dunkel behaart. 2. Fühlerglied ohne eine solche Warze . 7 
Pleuren mit gelblicher oder weißlicher Behaarung. r 4+5 höchstens bis auf 2 /s der Strecke 
zwischen der Basis und r-m mit Börstchen. Taster sehr kurz, 1— 4mal so lang wie ihr 

Durchmesser 4 

Pleuren schwarz behaart. r 4+5 auf 2 /s — Vs der Strecke zwischen der Basis und r-m mit 

Börstchen. Taster nicht verkürzt, 7—1 Omal so lang wie ihr Durchmesser 5 

Wangen nackt, auf halber Höhe 0,5-l,lmal so breit wie das 3. Fühlerglied. Femora 
gelb. Cf ohne oe vu/p/na Fall. 



66 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

— Wangen mit sehr feiner heller Behaarung, auf halber Höhe 1,3— 2mal so breit wie das 3. 
Fühlerglied. Femora schwarz oder dunkelrotbraun, cf mit oe comta Fall. 

5 Calyptrae lehmgelb. Tergit 3 in der Regel ohne Diskalborsten. cf : Abdomen ohne helle 
Seitenflecken. — Körperlänge 7— 8 mm stei/i/Jacentk. 

— Calyptrae weißlich. Tergit 3 mit Diskalborsten. cf : Abdomen mit ± deutlichen hellen 
Seitenflecken. — Körperlänge 9- 12 mm 6 

6 Peristomalbehaarung fein (etwa wie die Behaarung der Mesopleuren), im unteren 
Bereich des Peristoms fast immer weißlich. Postabdomen und Hinterrand von Tergit 5 
schwarz . tessellans R.D. 

— Peristomalbehaarung deutlich gröber als die Behaarung der Mesopleuren, immer ganz 
schwarz. Postabdomen und Hinterrand von Tergit 5 rötlichgelb . . . impudica Rond. 

7 Hinterkopf oben hinter den Postokularzilien in der Obergrenze der weißen Behaarung 
jederseits mit 2 — 5 schwarzen Borsten, die etwa so lang und stark sind wie eine mittel- 
große Postokularzilie (Abb. 53) 8 

— Hinterkopf oben ohne Borsten, zuweilen aber mit 1 —2 unregelmäßigen Reihen feiner 
schwarzer Haare direkt hinter den Postokularzilien 10 

8 Hinterrand von Tergit 5 rot (wenigstens ein schmaler Saum). Diskalborsten der Tergite 
3 und 4 so lang wie die entsprechenden Segmente oder etwas länger . . helvetica Hert. 

— Tergit 5 schwarz. Diskalborsten der Tergite 3 und 4 etwas kürzer als die entsprechenden 
Segmente 9 

9 Tergite 3 und 4 mit Laterodiskalborsten. Humeralcallus ganz schwarz. Tibien meist tief- 
schwarz, cf: Schmaler apikaler Teil des Syncercus lang (Abb. 283) .... rossica Zimin 

— Tergite 3 und 4 ohne Laterodiskalborsten. Humeralcallus um den Bereich der äußeren 
Humeralborste meist etwas aufgehellt. Tibien weitgehend gelb, cf : Schmaler apikaler 
Teil des Syncercus kurz (Abb. 284) haemorrhoidalisFaW. 

10 Tergite 3 und 4 mit je 2 Paar Diskalborsten. Wangen breiter als das Haustellum. Cf : 
Syncercus sehr groß (Abb. 289). — Humeralcallus ± aufgehellt .... perin ealis P and. 

— Tergite 3 und 4 mit je einem Paar Diskalborsten. Wangen an ihrer schmälsten Stelle so 
breit wie das Haustellum oder schmaler 11 

11 Humeralcallus ganz schwarz. Hinterrand von Tergit 5 schwarz 12 

— Humeralcallus ± rötlich oder gelblich, wenigstens um den Bereich der äußeren Hume- 
ralborste. Hinterrand von Tergit 5 oft rötlich gesäumt 13 

12 Stirnstreifen vor dem Ocellendreieck deutlich schmaler als an der Fühlerbasis. Hau- 
stellum 2— 3mal so lang wie sein Durchmesser, kürzer als der kleine Augendurchmesser. 
Scutellum meist mit nur 1 Paar Lateralborsten. Tibien gelblich, cf : ve von den Postoku- 
larzilien kaum verschieden; Vorderkrallen deutlich länger als das letzte Tarsenglied; 
Segment 7+8 dorsal rot; Syncercus wie in Abb. 285 fissiglobula Pand. 

— Stirnstreifen vor dem Ocellendreieck so breit wie an der Fühlerbasis oder breiter. Hau- 
stellum 3 — 4mal so lang wie sein Durchmesser, wenigstens so lang wie der kleine Augen- 
durchmesser. Scutellum mit 2 Paar Lateralborsten. Tibien dunkelrotbraun, cf : ve stark, 
wenigstens so lang wie V2 der vi; Vorderkrallen kaum so lang wie das letzte Tarsenglied; 
Segment 7+8 schwarz; Syncercus wie in Abb. 286 zachvatkini Zim'm 

13 Haustellum 3,5— 4,5mal so lang wie sein Durchmesser, deutlich länger als der kleine 
Augendurchmesser. Mundrand stark vorgezogen (um mehr als die Breite des 2. Fühler- 
gliedes an seinem Ende), cf : Syncercus (von der Seite gesehen) mit aufgebogener Spitze 
(Abb. 251). -Tibien gelb picta Meig. 

— Haustellum 2 — 3mal so lang wie sein Durchmesser, so lang wie der kleine Augendurch- 
messer oder kürzer. Mundrand weniger vorgezogen (etwa um die Breite des 2. Fühler- 
gliedes an seinem Ende), cf: Syncercus nicht aufgebogen 14 

14 Humeralcallus überwiegend gelb. Tibien gelblich, cf : Syncercus bis zur Spitze längsge- 
furcht (Abb. 287). 9 : Tergit 6 dorsal unterbrochen, schmaler als die Hintertibia . olsuf- 

jevi Zimin 

— Humeralcallus nur um den Bereich der äußeren Humeralborste mit rotgelbem Fleck. 
Tibien in ihrer Mitte aufgehellt oder fast ganz schwarz, cf : Syncercus zugespitzt, nicht 
längsgefurcht (Abb. 288). $ : Tergit 6 dorsal nicht gespalten, etwa so breit wie die Hin- 
tertibia mediaZimin. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 67 

Lypha 

Tergit 5 mit nur einer deutlichen Querreihe von Diskalborsten, sein hinteres Vö — x li 
sowie das Postabdomen rot. Fläche unter den Calyptrae mit einer Gruppe schwarzer 
Härchen. 3. Randabschnitt des Flügels 1,6— 2,3mal so lang wie der zweite. Scutellum 
wenigstens in seiner hinteren Hälfte rötlich, die Börstchen auf der Fläche sind nach 
hinten gebogen. Mundrand etwas vorgezogen, von der Seite sichtbar. Börstchen über 
der Vibrisse höchstens bis zu Vs der Gesichtsleisten aufsteigend, cf : Sternit 4 hinten mit 

einem dichten Büschel abstehender Haare ruficauda Zett. 

Tergit 5 ganz schwarz (einschließlich des Postabdomens), in seinen hinteren 2 /i mit 
zahlreichen Diskalborsten. Fläche unter den Calyptrae nackt. 3. Randabschnitt des Flü- 
gels 3,0— 4,3mal so lang wie der zweite. Scutellum schwarz, auf seiner Fläche mit fast 
senkrecht abstehenden Börstchen. Mundrand von der Seite nicht sichtbar. Börstchen 
über der Vibrisse wenigstens bis zu 2 /s der Gesichtsleisten aufsteigend, cf : Sternit 4 
ohne besondere Behaarung dubia Fall. 

Ernestia 

Hinterkopf oben hinter den Postokularzilien mit 2 — 4 Reihen schwarzer Börstchen. 

Wangen nackt (höchstens etwa 5 — 10 Haare unter den Stirnborsten) 2 

Hinterkopf oben hinter den Postokularzilien nur mit heller Behaarung (selten mit 
wenigen schwarzen Börstchen dazwischen). Wangen auf wenigstens x li ihrer Länge 

behaart, manchmal fast bis unten 4 

Augenbehaarung (gegen einen dunklen Hintergrund betrachten!) schwarz oder dunkel- 
braun. Mittlere schwarze Längsstreifen des Thorax vor der Naht zu einem gemein- 
samen, breiten Streifen verschmolzen, cf : Syncercus (von der Seite gesehen) gebogen 

vagansMeig. 

Augenbehaarung gelb. Die (2 oder 3) mittleren schwarzen Längsstreifen des Thorax vor 

der Naht getrennt. C? : Syncercus gerade 3 

Scutellum mit gekreuzten Apikaiborsten. 3. Fühlerglied an seiner Basis ± gelb, cf : Stirn 
0,17 — 0,26mal so breit wie ein Auge; Vorderkrallen 1,5 — l,8mal so lang wie das letzte 
Tarsenglied. $ : 4. Glied des Vordertarsus fast 2mal so breit wie lang (Abb. 147). — Kör- 
perlänge 9-12 mm ru<//s Fall. 

Scutellum ohne gekreuzte Apikaiborsten. 3. Fühlerglied schwarz, cf: Stirn 0,34 — 
0,51mal so breit wie ein Auge; Vorderkrallen 1,0— l,2mal so lang wie das letzte Tarsen- 
glied. 9 : 4. Glied des Vordertarsus etwa so breit wie lang. — Körperlänge 8 — 10 mm 

laevigata Meig. 

Wangen, Pleuren sowie Femora zum Teil gelb behaart. Die dichte und wenig veränder- 
liche Abdominalbereifung bedeckt x li — 3 A der Länge der Tergite. Scutellum mit feinen 
gekreuzten Apikaiborsten. cT: Stirn höchstens 0,3mal so breit wie ein Auge. J : Sternit 7 

mit einem tiefen Eindruck puparum F. 

Wangen, Pleuren sowie Femora ganz schwarz behaart. Abdominalbereifung fast bis ans 
Ende der Tergite reichend, mit sehr veränderlichen Schillerflecken. Scutellum ohne 
gekreuzte Apikaiborsten. ($: Stirn etwa 0,5mal so breit wie ein Auge. $ : Sternit 7 ohne 
Eindruck argentifera Meig. 

Eurithia 

Hinterkopf oben zwischen der Reihe schwarzer Börstchen (am Oberrand der weißen 
Behaarung) und den Postokularzilien nackt oder fast nackt. Tergit 5 glänzend schwarz 
oder wenigstens deutlich schwächer bereift als Tergit 4, oft auch der Hinterrand von 

Tergit 4 glänzend schwarz, cf: Syncercus wie in Abb. 280 anthophila R. D. 

Zwischen der Börstchenreihe und den Postokularzilien befinden sich zahlreiche weitere 
schwarze Börstchen oder Haare. Tergit 5 ist ähnlich dicht bereift wie die vorangehenden 

Segmente 2 

Wangen 1,5— 2mal so breit wie das 3. Fühlerglied, cf : Stirn 0,77 — 0,85mal so breit wie 
ein Auge; Syncercus dorsal mit einem dreieckigen Fortsatz intermedia Zett. 



68 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

— Wangen etwa so breit wie das 3. Fühlerglied, C?: Stirn höchstens 0,76mal so breit wie ein 
Auge; Syncercus dorsal mit oder ohne dreieckige Fortsätze 3 

3 Keine oe(cT) 4 

2oe($) 12 

4 Stirn 0,22 — 0,46mal so breit wie ein Auge. Syncercus mit 1 oder 2 dreieckigen dorsalen 
Fortsätzen. Haustellum 3,5 — 5mal so lang wie sein Durchmesser. Tergit 4 in der Regel 
nur mit 2 dorsalen Marginalborsten 5 

— Stirn 0,40 — 0,76mal so breit wie ein Auge. Syncercus ohne derartige Fortsätze. Haus- 
tellum 2— 3mal so lang wie sein Durchmesser. Tergit 4 mit einer vollständigen Reihe von 
Marginalborsten 7 

5 Stirn 0,34 — 0,46mal so breit wie ein Auge. Syncercus mit 2 dreieckigen Fortsätzen (der 
Fortsatz in Abb. 262 ist doppelt vorhanden!) vivida Zett. 

— Stirn 0,22 — 0,34mal so breit wie ein Auge. Syncercus nur mit einem einzigen drei- 
eckigen Fortsatz (Abb. 260, 261) 6 

6 Syncercus-Fortsatz klein, etwa so lang wie l /i — x li der Surstyli (Abb. 261). 3 (selten 4) 
de hinter der Naht. Taster schwarz. Gesicht und Stirn grau bereift . . . connivens "Zett. 

— Syncercus-Fortsatz groß, etwa so lang wie die Surstyli (Abb. 260). In der Regel 4 de 
hinter der Naht. Taster gelb (wenigstens in ihrem apikalen V3) . Gesicht und Stirn ± 
goldgelb bereift consobrina Meig. 

7 Mitteltibia mit einer starken Innenborste 8 

— Mitteltibia ohne Innenborste 9 

8 Segmentkomplex 6-8 glänzend schwarz, unbereift. Humeralcallus außen nur mit einer 
starken basalen Borste (Abb. 75). Syncercus in seinem basalen Drittel beiderseits mit 
einem kleinen Kiel (Abb. 278). 4 de hinter der Naht caesia Fall. 

— Am Vorderrand des Segmentkomplexes 6-8 ist ein schmaler Streifen bereift (= Segment 
6). Humeralcallus außen mit 2 basalen Borsten (Abb. 76), die zweite aber manchmal 
sehr kurz. Syncercus ohne eine solche Erweiterung. Fast immer nur 3 de hinter der Naht 

suspecra Pand. 

9 Syncercus breit, spitzbogig (Abb. 279) indigens Pand. 

— Syncercus in eine schmalere Spitze auslaufend (Abb. 277, 278) 10 

10 Syncercus flach, mit sehr breiter und langer Basis (Abb. 277) fueosa Meig. 

— Syncercus anders 11 

11 Syncercus (von der Seite gesehen) gerade (Abb. 263), an den Seiten der Basis etwas 
gekielt wie bei E. caesia (Abb. 278) incongruens Hert. 

— Syncercus (von der Seite gesehen) ± geknickt erscheinend (Abb. 264) . . gemina Mesn. 

12 Sternit 6 mit einer Längsfurche (Abb. 189, 190) 13 

— Sternit 6 ohne Längsfurche (Abb. 191) 14 

13 Sternit 6 mit einer Furche auf seiner ganzen Länge (Abb. 189) .... consobrina Meig. 

— Sternit 6 mit einer Furche etwa in seiner vorderen Hälfte (Abb. 190) . . connivens Zett. 

14 Sternit 6 mit einem tiefen Eindruck wie in Abb. 191 viVA/a Zett. 

— Sternit 6 ± gewölbt, ohne Eindruck 15 

15 Humeralcallus außen mit 2 basalen Borsten (Abb. 76). 3 de hinter der Naht 

suspeeta Pand. 

— Humeralcallus außen nur mit einer basalen Borste (Abb. 75) Meist 4 de hinter der Naht 

16 

16 Stirn 0,95 — 1,1 Omal so breit wie ein Auge caesia Fall. 

— Stirn 1,10 — l,35mal so breit wie ein Auge incongruens Hert. 

[Die $ der seltenen montanen Arten fueosa, indigens und gemina sind bisher nicht sicher von in- 
congruens (und in manchen Fällen wohl auch nicht sicher von caesia) zu trennen.] 

Hyalurgus 

1 Abdomen schwarz, mit gleichmäßiger grauer Bereifung. Marginal- und Diskalborsten 
der Tergite 3 und 4 deutlich länger als die entsprechenden Segmente. — cf : Stirn viel 
schmaler als ein Auge, ohne oe tomostethi Cep . 

— Abdomen ± umfangreich gelb oder rötlichgelb (wenigstens eine Spur rötlichgelbe Fär- 
bung an den Seiten der Tergite 3 und 4), Bereifung auf den Vorderrand der Tergite 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 69 

beschränkt (nur bei sehr dunklen Exemplaren bei bestimmtem Lichteinfall auf den 
letzten Tergiten weiter nach hinten reichend). Marginal- und Diskalborsten der Tergite 

3 und 4 höchstens so lang wie die entsprechenden Segmente (Abb. 167) 2 

Abdomen gelb mit einem schmalen schwarzen Mittellängsstreifen, der manchmal in 
Flecke aufgelöst ist (Abb. 167) oder ganz fehlen kann (besonders beim 9)- Pteropleural- 
borste etwa so lang wie die st oder kürzer, cf : Stirn viel schmaler als ein Auge, ohne oe 
oder Prävertikalborste; Vorderkrallen etwas länger als das letzte Tarsenglied. 2 : 3. Füh- 
lerglied 2—2, 5mal so lang wie das zweite lucidus Meig. 

Abdomen gelb, ein Mittellängsstreifen sowie der Hinterrand der Tergite 3 und 4 (auch 
ventral) schwarz; die schwarze Färbung kann sich so weit ausdehnen, daß nur noch die 
Tergite 3 und 4 an den Seiten etwas rötlich sind. Pteropleuralborste meist viel länger als 
die st. cf : Stirn etwa so breit wie ein Auge, mit 2 oe und einer Prävertikalborste; Vor- 
derkrallen etwas kürzer als das letzte Tarsenglied. J : 3. Fühlerglied 1,5 — l,8mal so lang 
wie das zweite crucigera Zett. 

Gymnocheta 

Mundrand von der Seite nicht oder nur wenig sichtbar. Femora schwarz, höchstens mit 
einer Spur metallischen Schimmers, cf : Parafrontalia schwarz, dicht bereift, manchmal 
mit einem metallischgrünen Schimmer entlang der Stirnborstenreihe; Einschnitt von 
Sternit 5 (in Ruhestellung des Postabdomens) fast 2mal so lang wie seine größte Breite 

(Abb. 233). - Körperlänge 6-11 mm viridis Fall. 

Mundrand (von der Seite gesehen) stark nach vorn gezogen (wie in Abb. 22). Femora 
etwa in den basalen 1 ls metallischgrün, cf : Parafrontalia in einem Streifen entlang der 
Stirnborstenreihe metallischgrün; Einschnitt von Sternit 5 nur etwa so lang wie seine 
größte Breite. — Körperlänge 9— 12 mm magna Zimin. 

Cleonice 

Abdomen vollständig bedeckt mit gelblichgrauer Bereifung. Randdorn des Flügels etwa 
so lang wie r-m. Die behaarte occipitale Erweiterung bedeckt etwa die untere Hälfte des 
Peristoms. Hinterkopf mit einigen hellen Haaren hinter dem unteren Mundrand. Stirn 

beim cf 0,75 — 0,85mal so breit wie ein Auge callida Meig. 

Abdomen glänzend schwarz, unbereift. Randdorn des Flügels kaum von den umge- 
benden Dörnchen unterschieden. Die occipitale Erweiterung nimmt etwa die unteren 3 A 
des Peristoms ein. Hinterkopf bis unten ganz schwarz behaart. Stirn beim cf etwa 
0,5mal so breit wie ein Auge nitidiuscula Zett. 

Loewia 

Wangen auf ihrer ganzen Länge mit kurzen Börstchen (in der Verlängerung der Para- 

frontalbörstchen) 2 

Wangen nackt oder (bei den meisten Exemplaren von foeda) in ihrer unteren Hälfte mit 

1 — 6 ± isolierten Börstchen 3 

Stiel von R 5 etwa so lang wie x li der Spitzenquerader. Lateralborsten des Scutellums 
etwas länger als die Basalborsten. Abdomen beim cf kaum bereift, Mitte und Hinter- 
rand der Tergite glänzend submetallica Macq. 

Stiel von R 5 so lang wie Vio — Vö der Spitzenquerader. Lateralborsten kürzer als die 
Basalborsten. Abdomen beim cf vollständig bereift, ein Mittellängsstreifen und der 

Hinterrand der Tergite allerdings etwas schwächer piligena Mesn. 

Halteren gelbbraun. Wangen in ihrer unteren Hälfte in der Regel mit 1— 6 ± isolierten 
Börstchen. Körperlänge 6 — 8 mm. 2. Fühlerglied beim $ rotgelb. — Augen behaart, 
beim $ aber nur sehr spärlich und kurz, cf : Stirn an ihrer schmälsten Stelle 0,20 — 

0,29mal so breit wie ein Auge foeda Meig. 

Halteren schwarz oder dunkelbraun. Wangen nackt. Körperlänge 4 — 6,5 mm. 2. Fühler- 
glied beim $ schwarz oder braun 4 

Augen praktisch nackt; vereinzelte Haare (bei starker Vergrößerung gegen einen 
dunklen Hintergrund zu erkennen) sind nur etwa so lang wie 1 Augenfacette, cf: 



70 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Abdomen fast unbereift; Stirn an ihrer schmälsten Stelle 0,21 — 0,30mal so breit wie ein 
Auge. J : Scutellum auf seiner Fläche nur mit sehr kurzen, anliegenden Börstchen 
phaeoptera Meig. 

— Augen behaart, die Haare sind etwa so lang wie 3 Augenfacetten, cf: Abdomen — bei 
Blickrichtung schräg von hinten — deutlich bereift; Stirn an ihrer schmälsten Stelle 0,09 
— 0,18mal so breit wie ein Auge. $ : Scutellum auf seiner Fläche mit einigen aufgerich- 
teten Borsten 5 

5 Stiel von R 5 sehr kurz, nur etwa so lang wie der Durchmesser der Adern. Lateralborsten 
des Scutellums so stark wie die Basalborsten. Die längsten Haare der Sternopleure beim 

Cf börstchenartig, so lang wie x li — 2 /i der st. Körperlänge 5,5 — 6,5 mm 

adjunctaHert. 

— Stiel von R 5 länger, meist etwa so lang wie r-m. Lateralborsten des Scutellums variabel, 
in der Regel kürzer, manchmal fehlend. Behaarung der Sternopleure beim cf fein, so 
lang wie Vs — V2 der st. Körperlänge 4 — 5,5 mm n udigena Mesn. 



Macquartia 

Tergit 2 bis zum Hinterrand ausgehöhlt (wie in Abb. 168). 4 de hinter der Naht (selten 

die zweite de verkürzt oder ganz fehlend). Taster gelb 2 

Tergit 2 nicht bis zum Hinterrand ausgehöhlt (wie in Abb. 167, 169). 3 de hinter der 
Naht (bei manchen $ von praefica 4 de, dann ist jedoch die erste de sehr kurz). Taster 

gelb bis schwarz 3 

Wangen nackt. Arista kurz behaart (die längsten Härchen etwa so lang wie die verdickte 
Basis der Arista). 2 st. Calyptrae vom Thorax abgespreizt (wie in Abb. 116). Abdomen 

glänzend schwarz, fast unbereift pubieeps Zett. 

Wangen bis unten behaart. Arista praktisch nackt. 3 st (selten 2). Innenrand der Calyp- 
trae am Thorax anliegend (wie in Abb. 117). Abdomen bereift, mit Schillerflecken . . . 

tessellum Meig. 

Mitteltibia mit 1 ad (selten eine zusätzliche kleinere ad vorhanden). Tergit 3 mit einer 
vollständigen Reihe Marginalborsten. — Calyptrae vom Thorax abgespreizt (Abb. 116). 
Abdomen dicht grau oder gelblichgrau bereift. Wangen in ihrer oberen Hälfte oder 

noch weiter herabgehend behaart 4 

Mitteltibia mit 2 — 5 ad. Tergit 3 mit 2— 4 dorsalen Marginalborsten 5 

Wangen nur in ihrer oberen Hälfte mit Haaren. 3 st. Tergit 2 mit dorsalen Marginalbor- 
sten. Tergit 3 mit Diskalborsten. Abdomen ohne paarige schwarze Flecken 

grisea Fall. 

Wangen bis unten behaart. 2 st. Tergit 2 ohne dorsale Marginalborsten. Tergit 3 ohne 
oder nur mit sehr schwachen Diskalborsten. Tergite 2—4 mit paarigen schwarzen 

Flecken in der Bereifung macularis Vill. 

Wangen bis unten behaart. Beine beim $ gelb, beim C? wenigstens die Mittel- und Hin- 

tertibia gelb 6 

Wangen höchstens in ihrer oberen Hälfte behaart. Beine schwarz 7 

Präalarborste kürzer als der Abstand ihrer Basis zum Hinterrand des Humeralcallus. Cf : 
Basicosta, 2. Fühlerglied und Femora schwarz; Tergit 3 (schräg von hinten gesehen) mit 

einem dunklen, trapezförmigen Fleck in der Bereifung dispar Tall. 

Präalarborste wenigstens so lang wie der Abstand ihrer Basis zum Hinterrand des 
Humeralcallus. cf: Basicosta und 2. Fühlerglied gelb, Femora ± gelb (wenigstens auf 
ihrer distalen Ventralseite); Bereifung des Abdomens ± gleichmäßig, mit Schillerflecken 

viridana R.D. 

Innenrand der Calyptrae am Thorax fast anliegend (Abb. 117). Stirn beim Cf so breit 

wie 73 — 2 /3 des 3. Fühlergliedes 8 

Calyptrae abgespreizt (wie in Abb. 116). Stirn beim C? etwa so breit wie das 3. Fühler- 
glied 9 

Hintertibia mit 3 dorsalen Endspornen, der mittlere aber manchmal sehr kurz. Tergit 2 
in der Regel mit 2 dorsalen Marginalborsten. $ : Abdomen glänzend schwarz, nur mit 
sehr leichter Bereifung tenebricosa Meig. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 71 

— Hintertibia mit 2 dorsalen Endspornen. Tergit 2 ohne dorsale Marginalborsten. § : 
Abdomen mit schwach grünlichem Glanz, deutlicher bereift, mit Schillerflecken .... 

chalconota Meig. 

9 Hintertibia mit 2 dorsalen Endspornen. Wangen mit höchstens 3—4 Härchen unter den 
Stirnborsten, letztere vorn nicht gedrängt. Tergit 4 nur mit 2—4 Diskalborsten. Subapi- 
kalborsten des Scutellums etwas länger als die Apikaiborsten (wie in Abb. 116, 117). r 4+5 

an der Basis mit 2 — 3 Börstchen. Halteren gelb. J : Abdomen schwach bereift 

nudigena Mesn. 

— Hintertibia mit 3 dorsalen Endspornen. Stirnborsten vorn mit zahlreichen Haaren zu 
einer Gruppe zusammengedrängt. Tergit 4 mit wenigstens einer vollständigen Reihe von 
Diskalborsten. Subapikalborsten des Scutellums etwas kürzer als die Apikaiborsten. Die 
Börstchen von r 4+5 reichen meist weiter, manchmal bis zur Mitte der Strecke zwischen 
der Basis und r-m. Halteren schwarz oder braun. Abdomen beim $ glänzend schwarz, 
ohne Bereifung praefica Meig. 

Anthomyiopsis 

1 2. und 3. Randabschnitt des Flügels unten behaart. Arista fein behaart, die Haare etwa 
halb so lang wie die verdickte Basis der Arista. 3. Fühlerglied 1,5— 2,0mal so lang wie das 
zweite, cf: Stirn 1,4 — l,9mal so lang wie das Gesicht; "Wangen auf halber Höhe meist 
etwas schmaler als die Taster, nach unten deutlich verschmälert . . nigrisquamata Zett. 

— 2. und 3. Randabschnitt des Flügels unten nackt. Arista praktisch nackt, nur bei starker 
Vergrößerung feinste Härchen erkennbar. 3. Fühlerglied 2,0— 2,5mal so lang wie das 
zweite, cf: Stirn 1,2 — l,4mal so lang wie das Gesicht; Wangen auf halber Höhe breiter 
als die Taster, nach unten nicht oder kaum verschmälert plagioderae Mesn. 

Elfia 

Eine Revision der Gattung (im erweiterten Sinne als Phytomyptera) wurde von 
Andersen (1988) veröffentlicht. In dieser ausführlichen Arbeit finden sich auch 
Abbildungen der Genitalien von C? und $ . 

1 Abdomen ganz schwarz, praktisch ohne Bereifung (höchstens mit einer Spur am seit- 
lichen Vorderrand der Tergite). — Hintertibia mit 3 dorsalen Endspornen 

nigroaenea Hert. 

— Vorderrand der Tergite mit einem schmalen, in der Mitte unterbrochenen Bereifungs- 
band 2 

2 Wangen wenigstens bis zur Mitte herabgehend mit Börstchen riedeli Vill. 

— Wangen nackt, einige Börstchen gehen etwas unter die vorderste Stirnborste herab . . 3 

3 Mitteltibia ohne ad oder ad höchstens so lang wie der Durchmesser der Tibia 

bohemica Kramer 

— Mitteltibia mit 1 ad, die länger ist als der Durchmesser der Tibia 4 

4 Hintertibia mit 3 dorsalen Endspornen. 3 de vor der Naht. Vordertibia mit 3—4 ad 

zonellaZett. 

— Hintertibia mit 2 dorsalen Endspornen (der pd-Endsporn fehlend oder sehr kurz). 2 de 
vor der Naht. Vordertibia mit 1—2 ad 5 

5 Abschnitt von m zwischen m-cu und der Beugung 0,8 — l,3mal so lang wie der zwischen 
r-m und m-cu. Spitzenquerader kaum feiner als die übrige Ader m. Lateralborsten des 
Scutellums länger und stärker als die Grundbehaarung. Q 1 : Loben von Sternit 5 kürzer 
als der basale Abschnitt cingulataR.D. 

— Abschnitt von m zwischen m-cu und der Beugung 1,5 — 2,0mal so lang wie der zwischen 
r-m und m-cu. Spitzenquerader verblaßt, sehr viel feiner als die übrige Ader m. Lateral- 
borsten des Scutellums nicht oder kaum von der Grundbehaarung differenziert. Ö" : 
Loben von Sternit 5 etwa 2mal so lang wie der basale Abschnitt . . . minutissima Zett. 

Phytomyptera 

Die folgenden 2 Arten konnten zuverlässig erst von Andersen (1988) getrennt 
werden. Hier nur die wichtigsten trennenden Merkmale: 



72 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

1 Hintertibia ad mit 6 — 11 wenig verschiedenen Börstchen. 5. Tergit 1,00— l,35mal so lang 
wie Tergit 4. cf : Tergit 5 mit einer Reihe Diskalborsten und einer Reihe Marginalbor- 

sten; Prägonite gerade, mit 2 apikalen Zähnen. — Körperlänge 3,5 — 5 mm . 

nigrina Meig. 

— Hintertibia ad mit 4 — 8 sehr ungleich langen Börstchen (Abb. 159). 5. Tergit 
1,20 — l,65mal so lang wie Tergit 4. cf : Tergit 5 hinter der Diskalborstenreihe in der 
Regel dichter beborstet; Prägonite gebogen, mit nur einem Endzahn. — Körperlänge 
2,5— 4 mm vaccinii Sint. 

Grapbogaster 

1 Wangen bis unten behaart c/isparB.B. 

— Wangen nackt, bei G. nigrescens selten mit 1—2 Haaren 2 

2 2 de vor der Naht. Mundrand deutlich vorgezogen, von der Seite gut sichtbar. Calyptrae 
weißlich, C? : Thorax von vorn gesehen dicht bereift. 9 : Stirn breiter als ein Auge . . . 

buccatarlert. 

— 3 de vor der Naht. Mundrand von der Seite nicht oder kaum sichtbar. Calyptrae 
gebräunt, ö": Thorax von vorn gesehen fast unbereift. 9 : Stirn etwas schmaler als ein 
Äuge 3 

3 Bereifung gelblich. Halteren gelb. Tergit 3 bereift, höchstens ein schmaler Hinterrand- 
streifen und (manchmal) 1—2 kleine mediane Flecke schwarz. Präalarborste fast immer 
fehlend brunnescensYAl. 

— Bereifung grau. Halteren ± rotbraun. Der schwarze Hinterrandsaum von Tergit 3 ist an 
den Seiten zu einem großen Fleck erweitert und die medianen Flecken sind ± zu einem 
Band verschmolzen; oft ist die Bereifung noch stärker reduziert. Präalarborste vor- 
handen nigrescens Hert. 

Goniocera 

1 Wangen auf ihrer ganzen Länge behaart, an ihrer schmälsten Stelle so breit wie 2 /3 — Vi 

des 3. Fühlergliedes. Peristom so breit wie 1 li — 5 /6 des großen Augendurchmessers. 
Marginalborsten von Tergit 3 fein, höchstens so lang wie Tergit 3 . . . . schistacea B.B. 

— Wangen höchstens in ihrer oberen Hälfte behaart, an ihrer schmälsten Stelle so breit wie 
X U — x li des 3. Fühlergliedes. Peristom etwa so breit wie x li des großen Augendurch- 
messers. Marginalborsten von Tergit 3 kräftig, deutlich länger als Tergit 3 

versicolor Fall. 

Entomopbaga 

1 Sternopleure unterhalb der st nackt. 4 de hinter der Naht. Wangen schmaler als die 
Taster, unterhalb der Stirnborsten nackt oder höchstens mit 1—2 Härchen. 1. Glied der 
Arista 2— 4mal so lang wie sein Durchmesser. Peristom so breit wie Vö — V4 des großen 
Augendurchmessers nigrohalterata Vill. 

— Sternopleure unterhalb der st mit einigen Härchen (wie bei Actio., siehe Abb. 96). 3 de 
hinter der Naht. Wangen breiter als die Taster, unterhalb der Stirnborsten mit 10 — 15 
Härchen. 1. Glied der Arista etwa l,5mal so lang wie sein Durchmesser. Peristom so 
breit wie V2 — Vs des großen Augendurchmessers exoleta Meig. 

Ceromya 

1 Wangen auf ihrer ganzen Länge behaart. r 4+5 nur bis r-m mit Börstchen, die anderen 

Adern nackt. Hinterkopf bis unten schwarz behaart monstrosicornis Stein 

Wangen wenigstens in ihrer unteren Hälfte nackt. r 4+5 weiter als bis r-m mit Börstchen. 
Wenigstens die untere Hälfte des Hinterkopfes hell behaart 2 

2 r x und cu x nackt 3 

— V] auf seiner ganzen Länge mit Börstchen 4 

3 Abdomen ganz rotgelb oder mit einem schwarzen Mittellängsstreifen, der hinten zuge- 
spitzt ist und das Ende nicht ganz erreicht (bei manchen $ kann die dunkle Färbung 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 73 

ausgeprägter sein). Marginalborsten stark, etwa so lang wie das Tergit auf dem sie 
stehen. $ : Vorletztes Glied des Vordertarsus kaum so lang wie breit, letztes Glied etwa 

2mal so lang wie das vorletzte bicolor Meig. 

Abdomen mit einem schwarzen Streifen, der nach hinten breiter wird und auf den Ter- 
giten 4 und 5 wenigstens am Hinterrand die ganze Oberseite einnimmt. Manchmal ist 
schon Tergit 3 größtenteils verdunkelt. Marginalborsten schwach, kürzer als das zuge- 
hörige Tergit. 2 : Vorletztes Glied des Vordertarsus etwa l,5mal so lang wie breit, 

letztes Glied höchstens l,5mal so lang wie das vorletzte fla viceps Ratz. 

cu! nackt. r 1 unterseits nackt. Abdomen schwarzbraun, bedeckt mit Bereifung 

flavisetaViW. 

cuj mit Börstchen. r x unterseits in seinem distalen V3 mit Börstchen. Abdomen ganz 
oder überwiegend rotgelb, ohne Bereifung oder nur mit Spuren von Bereifung am Vor- 
derrand der Tergite 5 

Dorsum des Thorax rotgelb, kaum bereift. Tergite 4 und 5 seitlich an ihrem Hinterrand 
schwarzbraun gefleckt. Stirnstreifen etwa 2mal so breit wie ein Parafrontale. Die starke, 

rückwärts gebogene oi steht vor der Mitte der Stirn silacea Meig. 

Dorsum des Thorax schwarzbraun, mit dichter heller Bereifung bedeckt. Abdomen 
ohne dunkle Flecken. Stirnstreifen so breit wie ein Parafrontale. Die starke oi steht auf 
der Mitte der Stirn dorsigera Hert. 

Actia 

r l5 r 4+5 und cu! mit Börstchen (Abb. 131) 2 

rj und r 4+5 mit Börstchen, cu! nackt 7 

r t oben auf seiner ganzen Länge mit Börstchen 3 

rj oben nur in seinem distalen V3 mit Börstchen (Abb. 131) 6 

Spitzenquerader fehlend lamiaMeig. 

Spitzenquerader vorhanden 4 

rj unten nackt, cu! etwa bis m-cu mit Börstchen. cf : 3. Fühlerglied 1,5 — l,8mal so lang 
wie breit. — Abdomen glänzend schwarz, am Vorderrand der Tergite nur mit einer sehr 

schmalen, in der Mitte unterbrochenen Bereifungsbinde. 4dc hinter der Naht 

pilipennisYzW. 

r x unten mit Börstchen. cuj auf V2 — 3 A der Strecke bis m-cu mit Börstchen. cf : 3. Füh- 
lerglied 2.— 2,5mal so lang wie breit 5 

Tergite auf V2 — 2 h ihrer Länge bereift. Stirn etwa l,2mal so breit wie ein Auge. Wangen 
an ihrer schmälsten Stelle 2,5— 3mal so breit wie der verdickte Teil der Arista. In der 

Regel 3 de hinter der Naht crassicornis Meig. 

Nur das vordere Vs der Tergite bereift (beiderseits des schwarzen Mittellängsstreifens 
bis auf 2 /5 der Segmentlänge nach hinten ausgedehnt). Stirn so breit wie ein Äuge oder 
nur wenig breiter. Wangen an ihrer schmälsten Stelle 1,5— 2mal so breit wie der ver- 
dickte Teil der Arista. 4 de hinter der Naht, die zweite aber schwächer und kürzer als die 

anderen (wie in Abb. 84) dubkataHcrt. 

Fühler und Basicosta gelb. Wangen an ihrer schmälsten Stelle etwa 2 — 3mal so breit wie 
der verdickte Abschnitt der Arista. Gesichtsleisten gerade oder schwach konvex. cf : 

3.Fühlerglied2-2,5mal so lang wie breit nudibasis Stein 

Fühler und Basicosta schwarz oder dunkelbraun. Wangen an ihrer schmälsten Stelle 
etwa so breit wie der verdickte Abschnitt der Arista. Gesichtsleisten stark konkav, cf : 3. 

Fühlerglied 1,3-1, 8mal so lang wie breit maksymo v/Mesn. 

Tergite auf 2 /i — 5 /6 ihrer Länge bedeckt mit Bereifung, die vorn dichter ist und (beson- 
ders beim cf) nach hinten ± verlöscht. 2. Aristaglied 1— 2mal so lang wie sein Durch- 
messer. 3. Aristaglied auf Vs — 2 /s seiner Länge verdickt. Wangen an ihrer schmälsten 

Stelle 1 — l,5mal so breit wie die verdickte Basis der Arista infantulaZett. 

Abdomen glänzend schwarz, am Vorderrand der Tergite nur mit einer sehr schmalen, in 
der Mitte unterbrochenen Bereifungsbinde. 2. Aristaglied 2— 4mal so lang wie sein 
Durchmesser. 3. Aristaglied auf V2 - 2 /3 seiner Länge verdickt. Wangen an ihrer 

schmälsten Stelle 2,5 — 3mal so breit wie die verdickte Basis der Arista 

nigroscu tella ta Lundb. 



74 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Peribaea 

1 I-) nackt. 2. Aristaglied so lang wie Vs — Vs des dritten. Apikaiborsten des Scutellums 
haarförmig oder fehlend, C? : 3. Fühlerglied tief eingespalten (Abb. 47) . fissicornis Str. 

— r x wenigstens oberseits in seinem distalen x li mit Dörnchen. 2. Aristaglied nur so lang 
wie x h — x h des dritten. Gekreuzte Apikaiborsten vorhanden, ö" : 3. Fühlerglied nicht 
gespalten 2 

2 rj unterseits mit einer Reihe von Börstchen. Marginalborsten länger als die Tergite, auf 
denen sie stehen. Die helle Bereifung läßt bei verändertem Blickwinkel die schwarze 
Grundfarbe des Abdomens deutlich erkennen; bei Betrachtung schrägseitlich von 
hinten erscheint am Vorderrand der Tergite eine schmale, silberweiße Bereifungsbinde. 
3. Aristaglied in seinen apikalen Vs fadenförmig dünn tibialisR.D. 

— r x unterseits nackt (selten mit bis zu 4 Börstchen). Marginalborsten höchstens so lang 
wie das zugehörige Tergit. Die Bereifung des Abdomens ist unter verschiedenem Blick- 
winkel wenig veränderlich; die schwarze Grundfarbe beschränkt sich auf einen Mittel- 
längsstreifen und den Hinterrand der Tergite. 3. Aristaglied in seiner apikalen Hälfte 
fadenförmig dünn apicalis R.D. 

Ceranthia 

Bei O'Hara (1989) ist Ceranthia eine Untergattung der erweiterten Gattung 
Siphona. 

1 Taster sehr dünn, zur Spitze hin praktisch nicht verdickt (Abb. 33) 2 

— Taster distal normal verbreitert (Abb. 32) 6 

2 3 starke de hinter der Naht (wie in Abb. 83); wenn ausnahmsweise 4 de vorhanden sind, 
dann ist die zweite sehr kurz (wie in Abb. 84) 3 

— 4 de hinter der Naht, die beiden vorderen kurz (wie in Abb. 85) 4 

3 . r 4+5 mit Börstchen weit über r-m hinaus. r x in seinem Endabschnitt mit 1 —2 Börstchen. 

Abdomen überwiegend gelb pallida Hert. 

— r 4+5 nur bis r-m mit Börstchen. rj nackt. Abdomen dunkel abdominalis R.D. 

4 Haustellum so lang wie 2 /i des kleinen Augendurchmessers. Abdomen gleichmäßig 
bereift, ohne dunkle Mittellinie und nur mit einer schwachen Andeutung von dunklen 
Hinterrandbinden, cf: 3. Fühlerglied an seinem Vorderrand gerade . . tenuipalpis Vill. 

— Haustellum etwa so lang wie der kleine Augendurchmesser. Abdomen mit deutlich 
unbereifter Mittellinie und ebensolchen Hinterrandbinden. Ö": 3. Fühlerglied vorn sehr 
abgerundet 5 

5 3. Fühlerglied rotgelb. Abdomen auch oberseits zum Teil gelb gefärbt. 2. Aristaglied 
wesentlich kürzer als der gleichmäßig verdickte Abschnitt des 3. Gliedes 

UchtwardtianaViU.. 

— 3. Fühlerglied schwarz. Abdomen oberseits ganz oder fast ganz dunkel gefärbt. 2. Ari- 
staglied etwa so lang wie der gleichmäßig verdickte Teil des 3. Gliedes . . tristella Hert. 
(Die Unterscheidung von lichtwardtiana und tristella kann Schwierigkeiten bereiten; spätere 

Untersuchungen müssen zeigen, ob es sich wirklich um eigenständige Arten handelt.) 

6 3 de hinter der Naht, m-cu gleichweit von r-m und der Beugung von m entfernt oder 
letzterer etwas näher. Haustellum 4 — 8mal so lang wie sein Durchmesser (Abb. 32) . . 7 

— 4 de hinter der Naht, m-cu liegt näher zu r-m als zu der Beugung. Haustellum 2,5— 4mal 

so lang wie sein Durchmesser 8 

r x in seinem apikalen 73 mit Börstchen (manchmal nur mit 1 oder 2). Hinterkopf 
konkav. Abdomen überwiegend rotgelb, nur der Vorderrand der Tergite schmal und 
unscheinbar bereift. Taster gelb samarensis Vill. 

— r x nackt. Hinterkopf sehr konvex. Abdomen oberseits weitgehend schwarz, von heller 
Bereifung bedeckt. Taster schwarzbraun siphonoides Strobl. 

8 2. Aristaglied so lang wie 2 /s — V2 des dritten. Hinterkopf bis unten schwarz behaart. 
Letzter Abschnitt von cuj etwa 2mal so lang wie m-cu brunnescens Vill. 

— 2. Aristaglied so lang wie x k — X U des dritten. Hinterkopf in seinem unteren x k mit 
heller Behaarung (wenigstens einige helle Haare über dem hinteren Mundrand). Letzter 
Abschnitt von cuj etwa l,5mal so lang wie m-cu 9 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 75 

9 rj nackt. Hinterkopf in seiner ganzen oberen Hälfte mit schwarzen Börstchen. Scu- 

tellum schwarz mit gelblicher Spitze, cf : 3. Fühlerglied 3— 4mal so lang wie das zweite 

starkeiMesn. 

— rj distal mit 2—4 Börstchen. Hinterkopf in seiner oberen Hälfte nur mit einigen 
schwarzen Börstchen. Scutellum überwiegend gelb. cf: 3. Fühlerglied sehr groß, 
5-6mal so lang wie das zweite verralli Wainwr. 

Siphona 

Die Gattung Siphona gehört zu den schwierigsten Gattungen der Tachinidae. Ihre 
Arten sind auch für den Spezialisten zum Teil nur schwer zu bestimmen. Dieser 
Schlüssel stützt sich teilweise (besonders hinsichtlich der dort neu beschriebenen 
Arten) auf die Arbeiten von Andersen (1982, 1984), in der auch Genitalmerkmale 
berücksichtigt werden. Die folgende Tabelle ist so aufgebaut, daß man rasch zu der 
häufigsten Art der Gattung (geniculata) gelangt. 

1 4 de hinter der Naht, die beiden vorderen etwa von gleicher Länge (Abb. 85) oder die 
erste noch etwas kürzer (zweifelhafte Fälle zunächst hier prüfen!) 2 

— 3 de hinter der Naht (Abb. 83) oder aber 4 de, wobei die zweite wesentlich schwächer 
und kürzer ist als die erste (Abb. 84) 7 

2 Epaulette gelb oder rötlich, ebenso hell wie die Basicosta. — 3. Fühlerglied stets schmaler 
als der Vorderfemur 3 

— Epaulette schwarz oder rötlichbraun, jedenfalls deutlich dunkler gefärbt als die Basi- 
costa. — Tergit 2 ohne dorsale Marginalborsten 4 

3 Wangen mit wenigstens 6 — 8 Härchen unter den Stirnborsten; in der Regel geht die 
Behaarung bis zur Mitte der Wangen herab (Abb. 19), manchmal bis zum unteren 
Augenrand. Tergit 2 mit 2 dorsalen Marginalborsten (sehr selten fehlend). Gesicht nur 
etwa so lang wie die Stirn. Wangen (von der Seite gesehen) auf halber Höhe wenigstens 
so breit wie die Taster. Taster so lang wie das 3. Fühlerglied oder kürzer. Vordere oe 
etwa so lang und stark wie die großen Stirnborsten. $ : Grundfarbe des Abdomens 
schwarz geniculata D eG. 

— Wangen nur mit 2 — 6 feinen Härchen unter den Stirnborsten (Abb. 21) (= Exemplare 

von cristata und flavifrons mit 4 de) 12 

(Wenn die genannten Arten nicht zutreffen, jedoch eine kleine Art (3—4 mm) mit eindeutig 4 de 
vorliegt, dann handelt es sich um pauciseta (siehe Nummer 6), bei der manchmal die Epaulette 

etwas heller gefärbt ist.) 

4 2. Fühlerglied lebhaft gelb, nirgendwo verdunkelt, beim $ auch die Basis des 3. Fühler- 
gliedes innen gelb. Epaulette ganz schwarz, Basicosta weißlichgelb. Prosternum in der 
Regel nackt. Cf: 3. Fühlerglied höchstens so breit wie der Vorderfemur 

paludosaMesn. 

— 2. Fühlerglied wenigstens dorsal etwas rötlichbraun verdunkelt. Die dunkle Epaulette 
wenigstens etwas braun oder rötlich durchscheinend, Basicosta gelb; der Farbkontrast 
zwischen diesen beiden Skleriten daher weniger scharf. Prosternum mit einem Haar 
oder Börstchen auf jeder Seite (Abb. 69) 5 

5 3. Glied der Arista wenigstens bis zu seiner Mitte verdickt (Abb. 45). Gericht 
1,2 — l,5mal so lang wie die Stirn, cf : 3. Fühlerglied in seiner Spitzenhälfte verbreitert 

(Abb. 45), breiter als der Vorderfemur nigricans Vill. 

(Die von Andersen 1982 aus Schweden beschriebene martini besitzt — im Gegensatz zu nigricans 

— eine präapikale av-Borste am Vorderfemur.) 

— 3. Glied der Arista nur auf Vs — 2 /s seiner Länge verdickt 6 

6 2. Glied der Arista beim Cf deutlich länger als das 2. Fühlerglied, beim $ wenigstens 
ebenso lang. Gesicht beim ($ 1,5— 2mal so lang wie die Stirn, beim $ etwa l,5mal so 
lang. Spitzendrittel der Taster nackt oder fast nackt. O": 3. Fühlerglied 5-6mal so lang 
wie das zweite, in seiner Spitzenhälfte verbreitert (wie in Abb. 45), breiter als der Vor- 
derfemur. - Körperlänge 3,5-5 mm boreata Mesn. 

— 2. Glied der Arista beim cf höchstens so lang wie das 2. Fühlerglied (Abb. 23), beim $ 
kürzer. Gesicht beim cf 1,3 — l,5mal so lang wie die Stirn, beim $ 1,1 — l,2mal so lang. 



76 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Taster in ihrem Spitzendrittel mit einigen Härchen, cf : 3. Fühlerglied etwa 4 mal so lang 
wie das zweite, ± abgerundet rechteckig, in seiner Mitte am breitesten (Abb. 23), höch- 
stens so breit wie der Vorderfemur. — Körperlänge 3— 4 mm pa uciseta Rond. 

7 Haustellum kürzer als die Höhe des Kopfes. Tergit 2 stets ohne dorsale Marginalbor- 
sten, bei zwei Arten auch ohne Lateromarginalborsten 8 

— Haustellum so lang wie die Höhe des Kopfes oder länger. Tergit 2 mit oder ohne dorsale 
Marginalborsten, stets aber mit Lateromarginalborsten 12 

8 cf: Krallen so lang wie das letzte Tarsenglied. $: Peristom fast halb so breit wie der 
große Augendurchmesser; Grundfarbe des Abdomens ganz schwarz 9 

— cf : Krallen höchstens halb so lang wie das letzte Tarsenglied. 2 : Peristom höchstens so 
breit wie V3 des großen Augendurchmessers 10 

9 Mittelfemur normalerweise ohne präapikales ad-Börstchen. Halterenkopf schwärzlich. 
Lateromarginalborsten von Tergit 2 schwächer als die Lateromarginalborsten von 
Tergit 3. cf: Taster mit Härchen wenigstens so lang wie sein Durchmesser 

ingerae And. 

— Mittelfemur mit einem präapikalen ad-Börstchen. Halterenkopf gelb. Lateromarginal- 
borsten von Tergit 2 so stark wie die Lateromarginalborsten von Tergit 3. cf : Härchen 
der Taster viel kürzer h ungarica And. 

10 Tergit 2 mit starken Lateromarginalborsten mesnili And. 

(nach Andersen 1982 unterscheidet sich diese Art durch Genitalmerkmale von confusa.) 

— Tergit 2 ohne Lateromarginalborsten (Abb. 169) 11 

11 Präsuturale ia vorhanden (Abb. 83). Haustellum höchstens so lang wie der große 
Augendurchmesser. Gesicht beim cf 1,4 — l,6mal so lang wie die Stirn, beim 9 
1,2 — l,3malsolang maculata Staeg. 

— Präsuturale ia fehlend. Haustellum länger als der große Augendurchmesser. Gesicht 
beim cf 1,2 — l,3mal so lang wie die Stirn, beim $ 1,0 — 1,1 mal so lang . . . colliniMesn. 

12 Tergit 2 mit 2 dorsalen Marginalborsten. — Gesicht beim cf etwa l,5mal so lang wie die 
Stirn, beim 9 1,2 — l,3mal so lang 13 

— Tergit 2 ohne dorsale Marginalborsten 15 

13 Epaulette dunkelbraun, deutlich dunkler als die Basicosta. Wangen (von der Seite 
gesehen) auf halber Höhe etwa so breit wie die Taster. Schwarze Flecken um die Basis 
der Abdominalborsten groß, 4 — 6mal so breit wie die basale Dicke einer Borste. Wan- 
genbehaarung stark, oft fast bis zur Mitte der Wangen herabgehend, cf : 3. Fühlerglied 
in der Spitzenhälfte breiter als an seiner Basis, deutlich breiter als der Vorderfemur 

rossica Mesn. 

— Epaulette gelb oder rötlich, ebenso hell wie die Basicosta. Wangen deutlich schmaler als 
die Taster. Keine oder viel kleinere schwarze Flecken um die Basis der Abdominalbor- 
sten (höchstens 2 — 3mal so breit wie die Dicke einer Borste). Wangenbehaarung in der 
Regel viel schwächer. Cf : 3. Fühlerglied etwa in seiner Mitte am breitesten, höchstens so 
breit wie der Vorderfemur 14 

14 Abdomen ganz oder wenigstens zum größten Teil gelb. 2. Fühlerglied ganz gelb, beim 
$ auch die Basis des dritten. Dorsale Marginalborsten von Tergit 2 sehr variabel, Margi- 
nalborsten der Tergite 3 und 4 höchstens so lang wie die Segmente auf denen sie stehen. 
Tergit 3 mit 4 — 6 Marginalborsten, im letzteren Fall sind die seitlichen viel schwächer 

fla vifrons Staeg. 

— Grundfärbung des Abdomens (wenigstens der Tergite 4 und 5) schwarz. 2. Fühlerglied 
± stark gebräunt. Dorsale Marginalborsten von Tergit 2 sehr stark, Marginalborsten der 
Tergite 3 und 4 länger als die Segmente, auf denen sie stehen. Tergit 3 mit 6 fast gleich- 
langen Marginalborsten setosa Mesn. 

15 Epaulette ganz schwarz, Basicosta weißlichgelb. — Grundfärbung des Abdomens 
dunkel, Tergite 1-3 an den Seiten aber aufgehellt. 2. Fühlerglied lebhaft gelb, nir- 
gendwo verdunkelt, beim $ auch die Basis des 3. Fühlergliedes innen gelb, cf : 3. Füh- 
lerglied höchstens so breit wie der Vorderfemur paludosa Mesn. 

— Epaulette gelb oder rötlichbraun, nicht oder kaum dunkler als die Basicosta 16 

16 Peristom (von der Seite gesehen) bei den cf so breit wie Vio — 76 des großen Augen- 
durchmessers (Abb. 21), bei den $ so breit wie 7ö — 7s. Vibrisse auf oder etwas über 
der Höhe des unteren Augenrandes (Abb. 21). 2. Fühlerglied gelb oder nur nur ganz 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 77 

schwach gebräunt. Grundfärbung des Abdomens bei beiden Geschlechtern gelb, die 
letzten Tergite aber oft verdunkelt. Prosternum oft nackt, cf : 2. Aristaglied etwa so lang 
wie das 2. Fühlerglied (Abb. 21) 17 

— Peristom bei den C? so breit wie Vs — X U des großen Augendurchmessers (Abb. 20), bei 
den $ so breit wie 74 — 2 A. Vibrisse unter der Höhe des unteren Augenrandes (Abb. 
20). 2. Fühlerglied in der Regel braun (gelb bei variata). Grundfärbung des Abdomens 
bei den 9 schwarz, bei den Cf zumindest die Tergite 4 und 5 verdunkelt. Prosternum 
mit einem Haar oder Börstchen auf jeder Seite (wie in Abb. 69). cf : 2. Aristaglied 
1,2— 2, Omal so lang wie das 2. Fühlerglied (Abb. 20) 18 

17 Wangen (von der Seite gesehen) auf halber Höhe deutlich schmaler als die Taster. Taster 
auch im distalen Drittel außen mit Börstchen, beim $ etwa so lang wie das 3. Fühler- 
glied, beim cf viel kürzer. Stirn und Gesicht ± gleichfarbig bereift. Abdomen in der 
Regel ganz gelb, selten die letzten Segmente etwas verdunkelt. 2. Fühlerglied hellgelb. 
Vordere oe fast so lang wie die großen Stirnborsten. Marginalborsten der Tergite 3 und 
4 höchstens so lang wie die Segmente, auf denen sie stehen. Prosternum meist mit Börst- 
chen. cf: Peristom so breit wie Vio — Vs des großen Augendurchmessers; Gesicht etwa 
l,5mal so lang wie die Stirn flavifrons Staeg. 

— Wangen etwa so breit wie die Taster (Abb. 21). Taster wenigstens in ihrem distalen 
Drittel außen nackt, beim 9 etwa so lang wie die gesamten Fühler, beim cf etwas kürzer 
(Abb. 21). Bereifung der Stirn gelb, die des Gesichtes dagegen meist weiß. Abdomen auf 
den letzten Segmenten ± verdunkelt. 2. Fühlerglied meist schwach gebräunt. Vordere 
oe so lang wie die kleinen Stirnborsten (Abb. 21). Marginalborsten der Tergite 3 und 4 
stark, länger als die Segmente, auf denen sie stehen. Prosternum fast immer nackt, cf: 
Peristom so breit wie Vs — V6 des großen Augendurchmessers (Abb. 21); Gesicht 
1,1 — l,3mal so lang wie die Stirn cristataY. 

18 Endabschnitt von r x oft mit 1—2 Börstchen. Femora ganz gelb, cf : 2. Aristaglied etwas 
länger als Vz des dritten grandistyla Pand. 

— Endabschnitt von r x immer nackt. Wenigstens der Hinterfemur apikal etwas gebräunt. 

Cf: 2. Aristaglied etwas kürzer als V2 des dritten confusa Mesn. 

(Bei der von Andersen 1982 aus Dänemark beschriebenen S. variata sind die Femora und das 2. 

Fühlerglied ganz gelb.) 

Apbria 

1 Epaulette schwarz, Basicosta gelb. 4. Randabschnitt des Flügels wenigstens so lang wie 
der sechste, cf : Stirn höchstens so breit wie ein Auge; Vorderkrallen länger als das letzte 
Tarsenglied. § : ve nicht von den Postokularzilien differenziert 2 

— Epaulette und Basicosta gelb. 4. Randabschnitt kürzer als der sechste, cf: Stirn breiter 
als ein Auge; Vorderkrallen etwas kürzer als das letzte Tarsenglied. $: ve etwas länger 
und stärker als die Postokularzilien, nach außen gebogen 3 

2 r 4+5 mit Börstchen höchstens bis r-m. 1. und 2. Randabschnitt des Flügels oben nackt 
(Abb. 142). Das Bereifungsband am Vorderrand der Tergite ist in seiner Mitte in eine 
Spitze nach hinten verlängert longirostris Meig. 

— r 4+5 weiter als bis r-m mit Börstchen. 1. und 2. Randabschnitt des Flügels oben behaart 
(Abb. 143). Die Bereifung der Tergite zeigt in der Mitte keine Spitze 

longilingua Rond. 

3 r 4+5 mit Börstchen höchstens bis r-m latifrons Vill. 

— r 4+5 viel weiter als bis r-m mit Börstchen xyphias Vand. 



Bith 



M 



r 4+5 viel weiter als bis r-m mit Börstchen. r 1 und cu : fast immer mit Börstchen. Scu- 

tellum mit einer kurzen Lateralborste spreta Meig. 

r 4+5 höchstens bis r-m mit Börstchen. r a und cuj nackt. Scutellum ohne Lateralborsten 

2 

r 4+5 bis r-m oder fast so weit mit Börstchen. — Epaulette gelb oder braun. Stirn beim cf 
etwa so breit wie ein Auge glirina Rond. 



78 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

— r 4+5 mit 3 — 6 Börstchen an seiner Basis 3 

3 Tergit 2 bis zu seinem Hinterrand ausgehöhlt (wie in Abb. 168). Stirn beim cf höchstens 
0,95mal so breit wie ein Auge. — Epaulette schwarz. Scutellum mit gekreuzten Apikai- 
borsten. Tergit 2 ohne Marginalborsten 4 

— Tergit 2 nicht bis zum Hinterrand ausgehöhlt (wie in Abb. 167, 169). Stirn beim cf 
breiter als ein Auge 6 

4 Abdomen unter jedem Blickwinkel völlig gleichmäßig bereift, ohne dunkle Flecken 
oder die Spur eines Mittellängsstreifens. Die längsten Haare der Arista sind etwa halb so 
lang wie der Durchmesser der Arista nahe ihrer Basis, cf: Das senkrecht stehende Tergit 
6 liegt mit Segment 7+8 fast in einer Ebene (Abb. 203); Stirn 0,51 — 0,59mal so breit wie 
ein Auge. $ : Hinterrand der Tergite 5 und 6 nicht oder kaum schwächer bereift als der 
Hinterrand der vorangehenden Tergite immaculata Hert. 

— Abdomen bei bestimmtem Lichteinfall wenigstens mit der Spur einer dunklen Mittel- 
längslinie. Arista länger behaart. cf : Tergit 6 hat eine ähnliche Stellung wie Tergit 5, es 
bildet mit Segment 7+8 einen scharfen Winkel (Abb. 204); Stirn breiter. £ : Hinterrand 
der Tergite 5 und 6 schwächer bereift als bei den vorangehenden Tergiten, bei Betrach- 
tung direkt von hinten meist schwarz erscheinend 5 

5 Bereifung des Abdomens mit unregelmäßigen Flecken, die je nach Blickwinkel heller 
oder dunkler erscheinen. Die längsten Haare der Arista sind etwa 2 /i so lang wie der 
Durchmesser des verdickten Abschnittes der Arista. cf: Syncercus (von der Seite 
gesehen) etwas wellig, an der Spitze mit einem kurzen Häkchen (Abb. 267); Segment 
7+8 etwa so lang wie das Epandrium (wie in Abb. 203); Stirn 0,73 — 0,95mal so breit 
wie ein Auge. $: Taster gelb; 2. Fühlerglied rotgelb demotica Egg. 

— Bereifung des Abdomens mit oder ohne veränderliche Flecken. Die längsten Haare der 
Arista sind etwa 3 A so lang wie der Durchmesser des verdickten Abschnittes der Arista. 
Cf : Syncercus gerade, nur mit der Andeutung eines Häkchens (Abb. 268); Segment 7+8 
etwa l,5mal so lang wie das Epandrium (Abb. 204); Stirn 0,59 — 0,80mal so breit wie ein 
Auge. $: Taster gelb bis schwarzbraun; 2. Fühlerglied manchmal bräunlich bis 
schwarzbraun modesta Meig. 

6 Scutellum mit gekreuzten Apikaiborsten. Epaulette schwarz. Stirn beim cf wenig 
breiter als ein Auge, ohne Prävertikalborste oder oe acan thophora Rond. 

— Scutellum ohne oder nur mit haarförmigen, divergierenden Apikaiborsten. Epaulette 
gelb oder braun. Stirn beim cf wenigstens l,4mal so breit wie ein Auge, mit einer Prä- 
vertikalborste und 2 oe 7 

7 Tergit 2 mit 2 Marginalborsten. Epaulette wie die Basicosta gefärbt, cf : 3. Fühlerglied 
etwa 3,5mal so lang wie das zweite geniculata Zett. 

— Tergit 2 ohne Marginalborsten. Epaulette etwas dunkler als die Basicosta. cf : 3. Fühler- 
glied etwa 2, 5mal so lang wie das zweite jacentkovskyi Vill. 

Solieria 

Die 9 von Solieria sind in manchen Fällen nicht sicher bestimmbar. 

1 Abdomen mit (manchmal feinen) Diskalborsten. — cf : Vorderkrallen so lang wie 3 A des 

letzten Tarsengliedes; Stirn 0,90 — 0,95mal so breit wie ein Auge, mit 2 oe 

borealisRingd. 

— Abdomen ohne Diskalborsten 2 

2 cf (Epandrium sichtbar) 3 

— 9 6 

3 Vorderkrallen nur etwa halb so lang wie das letzte Tarsenglied. Stirn deutlich breiter als 

ein Auge, mit 2 oe und 1 Prävertikalborste pacifica Meig. 

Vorderkrallen wenigstens so lang wie das letzte Tarsenglied. Stirn so breit wie ein Auge 
oder schmaler 4 

4 Stirn etwa so breit wie ein Auge, meist mit 1 —2 kleinen oe und einer Prävertikalborste. 
Tergite 2 und 3 mit einem schmalen schwarzen Mittellängsstreifen, der sich nach hinten 
verbreitert und die letzten beiden Tergite fast ganz einnimmt vacua Rond. 

— Stirn höchstens 0,8mal so breit wie ein Auge, ohne oe, sehr selten mit einer Prävertikal- 
borste 5 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 79 

Stirn 0,6 — 0,8mal so breit wie ein Auge. Taster in ihrem apikalen Vs — x Ia verdunkelt. 
Tergite 2—4 jeweils mit einem trapezförmigen oder dreieckigen schwarzen Fleck, der 

vorn schmal und hinten breit ist fenestrata Meig. 

Stirn 0,41 — 0,49mal so breit wie ein Auge. Taster nur an ihrer äußersten Spitze etwas 
dunkler. Abdomen mit einem schmalen schwarzen Längsstreifen, der nach hinten all- 
mählich breiter wird und Tergit 5 ganz einnimmt inanis Fall. 

Taster an ihrer Spitze nicht oder kaum verdickt (Abb. 37). Stirn 1,20 — l,45mal so breit 

wie ein Auge pacifica Meig. 

Taster ± keulenförmig verdickt (Abb. 35, 36). Stirn 0,87— l,30mal so breit wie ein Auge 

7 

Stirn 0,87 — 0,95mal so breit wie ein Auge. Taster gelb (höchstens ganz an der Spitze 
etwas bräunlich), ihr verdickter Teil etwa so stark wie das Haustellum (Abb. 35) 

/nan/s Fall. 

Stirn breiter. Taster etwas schwächer verdickt (Abb. 36) 8 

Taster in ihrem apikalen 1 /a — V3 schwärzlich oder wenigstens stark gebräunt. Stirn 

0,96 — 1,21 mal so breit wie ein Auge fenestrata Meig. 

Taster gelb, höchstens minimal gebräunt an ihrer Spitze. Stirn 1,02 — l,30mal so breit wie 
ein Auge vacua Rond. 

Angiorhina 

Ö": Stirn 0,24mal so breit wie ein Auge; Vorderer Ocellus kaum größer als die beiden 
hinteren; Parafrontalia an ihrem vorderen Ende kaum breiter als die zwischen ihnen 
befindliche Fühlerbasis; 3. Fühlerglied l,5mal so lang wie breit; Wangenborsten viel 
schwächer und kürzer als die Stirnborsten; Vorderhüften auf ihrer Innenseite nackt; 
Vorderkrallen nicht länger als das letzte Tarsenglied, dieses etwas mehr als halb so breit 
wie lang; Entfernung zwischen den 2 ia kleiner als der Abstand der vorderen zur Quer- 
naht; R 5 offen; Die Strecke von m zwischen r-m und m-cu ist 1,8— 2,2mal so lang wie 
die zwischen m-cu und der Beugung; Loben von Sternit 5 sehr gerundet 

falvicornis Zett. 

Ö": Stirn 0,18mal so breit wie ein Auge; Vorderer Ocellus wesentlich größer als die 
beiden hinteren; Parafrontalia an ihrem vorderen Ende l,3mal so breit wie die Fühler- 
basis zwischen ihnen; 3. Fühlerglied 2mal so lang wie breit; Borsten im unteren Teil der 
Wangen fast so lang und stark wie die Stirnborsten; Vorderhüften auf dem größten Teil 
ihrer Innenseite kurz behaart; Vorderkrallen l,2mal so lang wie das letzte Tarsenglied, 
dieses kaum halb so breit wie lang; Entfernung zwischen den 2 ia etwas größer als der 
Abstand der vorderen von der Quernaht; R 5 am Flügelrand geschlossen; Die Strecke 
von m zwischen r-m und m-cu ist l,4mal so lang wie die zwischen m-cu und der Beu- 
gung; Loben von Sternit 5 mit wenig gerundeter Ecke, hinten etwas konkav 

puncticeps Zett. 



4.3. Subfamilie Dexiinae 

Trixa 

Tergit 2 ohne Diskalborsten (selten mit 1 oder 2). Scutellum mit gekreuzten Apikalbor- 
sten. Vibrisse länger und stärker als die umgebenden Subfacial- oder Gesichtsleistenbor- 
sten. Fühler so lang wie V2 — 2 A der Gesichtshöhe. Femora schwarz oder dunkelbraun. 

r-m ist von einem dunkelbraunen Fleck umgeben conspersa Harr. 

Tergit 2 mit zahlreichen unregelmäßigen Diskalborsten. Scutellum ohne gekreuzte Api- 
kalborsten. Vibrisse nicht von den Subfacial- oder Gesichtsleistenbörstchen differen- 
ziert (Abb. 29). Fühler so lang wie x l\ — x li der Gesichtshöhe (Abb. 29). Femora ganz 
oder überwiegend gelb. Umgebung von r-m nicht oder nur ganz schwach verdunkelt . 2 

Scutellum ganz schwarz. Körperlänge 12 — 14 mm alpina Meig. 

Scutellum wenigstens an seiner Spitze gelbbraun. Körperlänge 8 — 12 mm 

caerulescens Meig. 

(T. alpina und T. caerulescens sind möglicherweise nur geografische Rassen einer einzigen Art.) 



80 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Billaea 

1 Arista mit den Haaren wenigstens so breit wie das 3. Fühlerglied (Abb. 46) 2 

— Arista mit den Haaren schmaler als das 3. Fühlerglied (wie in Abb. 40) 3 

2 Basicosta schwarz. Tergite 3 und 4 schräg von hinten betrachtet mit zwei dreieckigen 
schwarzen Flecken, die oft fast bis zum Vorderrand der Segmente reichen (Abb. 168). 
2 st. $ : ad-Kamm der Hintertibia unregelmäßig, mit mehreren Zwischenborsten . . . 

triangulifera Zett. 

— Basicosta gelb. Abdomen ohne eine solche Zeichnung. 3 st. 9 : ad-Kamm der Hinter- 
tibia regelmäßig, höchstens mit einer Zwischenborste adelpha Loew 

3 Thorax vor der Naht mit nur 4 dunklen Längsstreifen (der zentrale Streifen fehlt). 
Gesichtskiel wenigstens so breit wie das 3. Fühlerglied. Scutellum oft etwas rötlich 
durchscheinend pectinata Meig. 

— Thorax vor der Naht mit 5 dunklen Längsstreifen. Gesichtskiel viel schmaler als das 3. 
Fühlerglied. Scutellum ganz schwarz 4 

4 Tergit 2 mit zwei Marginalborsten. cf : Behaarung von Tergit 3 in seinem mittleren dor- 
salen Bereich halb aufgerichtet irrorata Meig. 

— Tergit 2 ohne Marginalborsten. ö": Behaarung von Tergit 3 überall anliegend 5 

5 Längste Haare der Arista etwa 3mal so lang wie der Durchmesser der Arista-Basis. 2. 
Fühlerglied schwarz oder braun. 2 — 3 Paar acr vor der Naht. 3 st. Abdomen gleichmäßig 
bereift, mit Schillerflecken fortis Rond. 

— Längste Haare der Arista nur wenig länger als der Durchmesser der Arista-Basis. 2. 
Fühlerglied rot. Gewöhnlich 0—1 Paar acr vor der Naht. 2 st. Tergite 3 und 4 mit tra- 
pezförmigen dunklen Flecken stein/ B.B. 

Diner a 

1 Tergit 2 nur an seiner Basis etwas ausgehöhlt (wie in Abb. 170). R 5 am Flügelrand 
geschlossen (wie in Abb. 128) oder mit einem sehr kurzen Stiel (Abb. 124). Tibien gelb, 
Femora gelb oder braun. Abdomen dicht gelblichgrau bereift, ohne Schillerflecken. — 
Körperlänge 5 — 7 mm grisescens Fall. 

— Tergit 2 wenigstens bis zur Mitte ausgehöhlt (wie in Abb. 167—169). R 5 offen. Beine 
schwarz oder dunkelbraun. Bereifung des Abdomens mit Schillerflecken 2 

2 Kopf höher als lang. Tergit 2 bis zu seinem Hinterrand ausgehöhlt (wie in Abb. 168). 4 
de hinter der Naht. Körperlänge 8 — 14 mm ferina Fall. 

— Kopf so lang wie hoch. Tergit 2 nicht bis zu seinem Hinterrand ausgehöhlt (wie in Abb. 
167, 169). 3 de hinter der Naht. Körperlänge 6 — 11 mm carinifrons Fall. 

Estheria 

1 Wangen nackt 2 

— Wangen behaart 3 

2 4 Humeralborsten, die 3 stärksten stehen in einer ± geraden Linie (wie in Abb. 80). 3 de 
hinter der Naht. Stiel von R 5 höchstens so lang wie r-m, meist viel kürzer. Scutellum 
überwiegend gelb cristata Meig. 

— 5 Humeralborsten, die 3 stärksten bilden ein Dreieck (wie in Abb. 76). 4 de hinter der 
Naht. Stiel von R 5 länger als r-m. Scutellum schwarz Donen/ani Rond. 

3 Der Bereich um m-cu und die Spitzenquerader ist gebräunt. Basicosta bräunlichgelb. 
Humeralcallus in der Grundfarbe wenigstens teilweise gelb (selten ganz verdunkelt). 
Körperlänge 9- 12 mm pieta Meig. 

— Der Bereich um die genannten Adern ist nicht gebräunt. Basicosta schwarzbraun. 
Humeralcallus schwarz. Körperlänge 9-14 mm petiolata Bonsd. 

Dexia 

1 3—4 st. Die sehr feine Behaarung am Rand der Calyptrae ist nicht länger als der Durch- 
messer des Saumes. Abdomen bis hinten gleichmäßig bereift, beim cf in der Grundfarbe 
gelb mit einem (oft nur durchscheinenden) schwarzen Mittellängsstreifen, beim $ dun- 
kelbraun rustica Fall. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 81 

2 st. Calyptrae am Außenrand mit Haaren, die 2— 4mal so lang sind wie der Durch- 
messer des Saumes. Tergite beim cf auf V2 — 5 /6, beim 9 aur x ^ ~ 3 / 4 ihrer Länge 
bereift. Abdomen beim cf gelb mit ± schwarzem Hinterrand der Tergite (besonders 4 
und 5), beim $ schwarz vacua Fall. 

Zeuxia 

Stiel von R 5 wenigstens so lang wie 2 /s der Spitzenquerader. Tergite bis zum Hinterrand 
bereift, cf : Parafrontalia mit einer Reihe oe (die längsten etwa so stark wie die hinteren 

Stirnborsten) cinerea Meig. 

R 5 offen, geschlossen oder nur sehr kurz gestielt. Hinterrand der Tergite meist glänzend 
schwarz. cf : Parafrontalia nur mit nach vorn gerichteter Behaarung (viel kürzer als die 

hinteren Stirnborsten) 2 

Die 3 stärksten Humeralborsten stehen in einer geraden Linie (wie in Abb. 70, 80). 
Wangen bis unten behaart (beim $ nur wenige Haare vorhanden). Arista mit ihrer 
Behaarung höchstens so breit wie das 3. Fühlerglied. Tergit 2 ohne dorsale Marginalbor- 

sten. Taster gelb brevicornis Egg. 

Die 3 stärksten Humeralborsten stehen in einem Dreieck (wie in Abb. 71, 77). Wangen 
nackt. Arista mit ihrer Behaarung breiter als das 3. Fühlerglied. Tergit 2 meist mit 2 dor- 
salen Marginalborsten. Taster schwarz subapennina Rond. 

Eriothrix 

Fühler an ihrer Basis wenigstens um 2 /i der Breite des 1. Fühlergliedes getrennt. Wangen 
1,5— 2,lmal so breit wie das 3. Fühlerglied. cf : Stirn 0,14 — 0,20mal so breit wie ein 
Auge; Mitteltibia ohne Innenborste; vi ± haarförmig und nach vorn gebogen. — Strecke 
von m zwischen m-cu und der Beugung länger als der Abstand der Beugung zum Flü- 
gelrand monticola Egg. 

Fühler an ihrer Basis eng zusammenstehend, höchstens um 1 /i der Breite des 1. Fühler- 
gliedes getrennt. Wangen 0,7— l,3mal so breit wie das 3. Fühlerglied, cf : Stirn wenig- 
stens 0,24mal so breit wie ein Auge; Mitteltibia mit 1—2 Innenborsten; vi stark, 

gekreuzt 2 

Strecke von m zwischen m-cu und der Beugung länger als der Abstand der Beugung 
zum Flügelrand. Arista nur in ihrem basalen Vs — V4 verdickt (Abb. 49). Dorsale Bor- 
sten der mittleren Tergite 1,2 — l,7mal so lang wie die Segmente, auf denen sie stehen. 
Abdomen beim 9 ganz schwarz, beim cf an den Seiten der Tergite 3 und 4 etwas rötlich 
(von oben aber ebenfalls ganz dunkel erscheinend). Abdominalbehaarung beim cf zum 

Teil aufgerichtet prolixa Meig. 

Strecke von m zwischen m-cu und der Beugung so lang wie der Abstand der Beugung 
zum Flügelrand oder kürzer. Arista wenigstens in ihrem basalen V3 verdickt. Dorsale 
Borsten der mittleren Tergite 0,8 — l,lmal so lang wie die Segmente, auf denen sie 
stehen. Abdomen an den Seiten ± breit rötlichgelb. Abdominalbehaarung anliegend . 3 
R 5 gestielt oder wenigstens am Fiügelrand geschlossen (wie in Abb. 128). cf : Vorder- 
krallen 1,0—1,3 mal so lang wie das letzte Tarsenglied; Epandrium kürzer als Segment 

7+8 rufomaculatusDeG. 

R 5 offen, cf: Vorderkrallen 1,4 — l,8mal so lang (argyreatus, apenninus) oder nur 0,8 — 
0,9mal so lang wie das letzte Tarsenglied (micronyx); Epandrium wenigstens so lang wie 

Segment 7+8 (nur bei micronyx kürzer) 4 

Humeralcallus mit einer inneren vorderen Borste, die etwa so lang ist wie 2 /i — 3 A der 
inneren basalen Borste (Abb. 78). Cf : Stirn 0,30 - 0,48mal so breit wie ein Auge, ohne 

Prävertikalborste; Stirnborsten nach hinten kürzer und schwächer werdend 

argyreatus Meig. 

Humeralcallus ohne (wie in Abb. 73) oder nur mit einer haarförmigen inneren vorderen 
Borste, cf : Stirn wenigstens 0,5mal so breit wie ein Auge, mit einer Prävertikalborste; 
Stirnborsten annähernd gleichlang, die hinterste ist nach hinten gebogen und meist 

etwas länger und stärker als die übrigen 5 

Hinterkopf nur mit einer Reihe schwarzer Börstchen. Abdomen beim cf oft fast ganz 
von Bereifung bedeckt, beim $ wenigstens mit sehr deutlicher Bereifung am Vorder- 



82 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

rand der Tergite. cT: Stirn 0,50 — 0,65mal so breit wie ein Auge; Stirnborsten etwa bis 
zur Mitte des 2. Fühlergliedes auf die Wangen herabgehend; Epandrium etwa l,5mal so 
lang wie Segment 7+8 (wie in Abb. 204) apenninus Rond. 

— Hinterkopf mit 2 — 3 unregelmäßigen Reihen schwarzer Börstchen. Bereifung beim cf 
nur am Vorderrand der Tergite vorhanden, beim 5 nur in Spuren sichtbar, ö" : Stirn 0,68 
— 0,90mal so breit wie ein Auge; Stirnborsten büschelartig bis zum Ende des 2. Fühler- 
gliedes auf die Wangen herabgehend; Epandrium kürzer als Segment 7+8 

tnicronyx Stein. 

Trafoia 

1 2 de vor der Naht. Die Ocellen bilden ein etwa gleichseitiges Dreieck. Tergite nur mit 

leichter Bereifung am ihrem Vorderrand. Tergit 2 ventral ohne gelbe Haare 

gemina Hert. 

— 3 de vor der Naht. Die Ocellen bilden ein langgestrecktes gleichschenkliges Dreieck 
(2— 2,5mal so lang wie der Abstand der hinteren Ocellen). Abdomen ausgedehnter und 
dichter bereift. Tergit 2 ventral mit gelben Haaren tnon ticola B.B. 

Campylocbeta 

1 Wangen nackt oder nur mit 1—3 Härchen unter den Stirnborsten 2 

— Wangen unter den Stirnborsten deutlich behaart, die Härchen manchmal fast bis zur 
Mitte der Wangen oder noch weiter herabreichend 3 

2 Flügel ohne verdunkelte Zonen um die Adern, m-cu mündet weit vor der Mitte zwi- 
schen r-m und der Beugung von m. Wangen an ihrer schmälsten Stelle so breit wie x Ia — 
x li des 3. Fühlergliedes. Zwischen Ocellar- und Postocellarborsten befindet sich ein 
zusätzliches feines Borstenpaar. Stirn beim cf etwa so breit wie ein Auge . inepta Meig. 

— Der Bereich um r-m, m-cu und meist auch der Spitzenquerader ist gebräunt, m-cu 
mündet auf der Mitte zwischen r-m und der Beugung von m oder etwas dahinter. 
Wangen an ihrer schmälsten Stelle so breit wie x li — Vi des 3. Fühlergliedes. Die Fläche 
zwischen Ocellar- und Postocellarborsten ist nur behaart. Stirn beim cf 0,6 — 0,8mal so 
breit wie ein Auge fuscinervis Stein 

3 Taster schwarz behaart. Hinterkopf mit 3 unregelmäßigen Reihen schwarzer Börstchen 
hinter den Postokularzilien. Wangen etwa so breit wie das 3. Fühlerglied, cf : Surstyli 
etwas kürzer als die Cerci praecox Meig. 

— Taster wenigstens teilweise gelb behaart. Hinterkopf nur mit 2 Reihen schwarzer Börst- 
chen hinter den Postokularzilien. Wangen deutlich breiter als das 3. Fühlerglied. Cf: 
Surstyli viel länger als die Cerci latigena Mesn. 

Blepharomyia 

1 Stirn beim cf 0,30 — 0,45mal, beim $ 0,66 — 0,82mal so breit wie ein Auge. Fühler nur 
etwa so lang wie l /i des großen Augendurchmessers. 3. Fühlerglied 1,5 — l,8mal so lang 
wie das zweite. Abdomen bis an den Hinterrand der Tergite mit (bei verschiedener 
Blickrichtung veränderlicher) Bereifung bedeckt. Cf : Parafrontalia nur mit sehr feiner 
Behaarung angustifrons Hert. 

— Stirn beim cf 0,77— l,38mal, beim 9 0,95 — l,40mal so breit wie ein Auge. Fühler so lang 
wie 2 /3 — 5 /6 des großen Augendurchmessers. 3. Fühlerglied beim 9 mehr als 2mal, beim 
Cf mehr als 3mal so lang wie das zweite. Hinterrand der Tergite (wenigstens von Tergit 
3) ± breit schwarz, cf : Parafrontalia mit nach vorn gerichteten stärkeren Haaren oder 
Borsten (oe) 2 

2 Stirn beim cf 0,77 - 0,99mal, beim $ 0,95- 1,1 5mal so breit wie ein Auge. Wangen 
(von oben gesehen) überall dicht und gleichmäßig bereift. Tergit 2 mit 2 dorsalen und 
auf jeder Seite 2-3 lateralen Marginalborsten. Die Bereifung von Tergit 3 bedeckt an 
den Seiten 2 /i — 5 /e des Segments. Peristomalbehaarung fein, nicht oder kaum gröber als 
die Behaarung der Mesopleure. Wangenborsten höchstens von wenigen kurzen Haaren 
begleitet; längste Wangenborste l,5-2,5mal so lang wie die Breite der Wange an ihrer 
schmälsten Stelle pagana Meig. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 83 

— Stirn beim C? 1,04-1, 3 8mal, beim $ l,08-l,40mal so breit wie ein Auge. Wangen (von 
oben gesehen) mit einem schwarzen Fleck vor dem Augenrand. Tergit 2 in der Regel mit 
einer vollständigen Reihe von Marginalborsten. Die Bereifung von Tergit 3 bedeckt an 
den Seiten 73 — Vs des Segments. Peristomalbehaarung grob, viel gröber als die Behaa- 
rung der Mesopleure. Die Reihe der Wangenborsten wird in der Regel von groben 
Haaren oder kurzen Borsten begleitet; längste Wangenborste etwa 3mal so lang wie die 
Breite der Wange an ihrer schmälsten Stelle piliceps Zett. 

Ramonda 

1 Propleure behaart (wenigstens vorn). Tergite 3-5 am Vorderrand mit deutlicher weißer 
Bereifung. Hinter den Ocellarborsten befindet sich ein weiteres Borstenpaar. Körper- 
länge 5,5-7,5 mm spathulata¥A\. 

— Propleure nackt. Abdomen glänzend schwarz, selten mit einer Spur von Bereifung am 
Vorderrand (cf von ringdahli). 1 Paar Ocellarborsten. Körperlänge 3,5 — 6 mm .... 2 

2 Basicosta lebhaft gelb. Die Börstchen von r 4+5 reichen weit über r-m hinaus. Hintertibia 
mit 2 dorsalen Endspornen. Taster schwarz oder dunkelbraun, in ihrem apikalen x li 
kaum dicker als die Vibrisse an ihrer Basis, cf : Abdomen ventral mit büschelartig abste- 
hender Behaarung latifrons Zett. 

— Basicosta schwarz oder braun. Höchstens 1 oder 2 Börstchen von r 4+5 befinden sich jen- 
seits von r-m. Hintertibia mit 2—4 dorsalen Endspornen. Taster gelb bis schwarz, in 
ihrem apikalen 73 wenigstens 2mal so dick wie die Vibrisse an ihrer Basis, cf: Abdomen 
ventral ohne Büschel abstehender Haare 3 

3 Hintertibia mit 4 dorsalen Endspornen. 3 st 4 

— Hintertibia mit 2 oder 3 dorsalen Endspornen. 2 oder 3 st 5 

4 Mundrand (von der Seite gesehen) stark vorgezogen. Haustellum etwa 5mal so lang wie 
sein Durchmesser. Obere Hälfte des Hinterkopfes mit schwarzen Börstchen. Taster 
schwarz jugorum Vill. 

— Mundrand von der Seite nicht sichtbar. Haustellum 2— 2,5mal so lang wie sein Durch- 
messer. Hinterkopf in seiner oberen Hälfte nur mit 1—2 Reihen schwarzer Börstchen. 
Taster gelb oder braun delph'mensis Vill. 

5 3 st. r x nackt. 2. Glied der Arista 2,5— 4mal so lang wie sein Durchmesser 6 

— 2 st. r x in seinen basalen 2 /i fast immer mit Börstchen (nur bei prunicia manchmal nackt). 
2. Glied der Arista 1 — 2mal so lang wie sein Durchmesser. — Thorax vor der Naht prak- 
tisch ohne Bereifung. 1. und 2. Randabschnitt des Flügels oben nackt 7 

6 1. und 2. Randabschnitt des Flügels oben behaart (Abb. 144). Thorax vor der Naht 
praktisch ohne Bereifung, ohne schwarze Längsstreifen. Hintertibia mit 3 dorsalen End- 
spornen ringdahliVAL 

— 1. und 2. Randabschnitt des Flügels oben nackt (wie in Abb. 142). Thorax vor der Naht 
deutlich bereift mit 4 schwarzen Längsstreifen. Hintertibia mit 2 dorsalen Endspornen 

ploransRond. 

7 Hintertibia mit 3 dorsalen Endspornen primaria Rond. 

— Hintertibia mit 2 dorsalen Endspornen prunicia Hert. 

(R. prunicia ist möglicherweise nur eine Form von R. primaria.) 

Wagneria 

1 Scutellum ohne aufgerichtete Börstchen. Abdomen beim 9 ganz borstenlos, beim Ö" 
mit nur 2 kurzen (meist ± anliegenden) Marginalborsten auf Tergit 4 und einem Kranz 
von schwachen, nach hinten gerichteten Marginalborsten auf Tergit 5. Flügel ohne 
Randdorn alpina Vill. 

— Scutellum auf seiner dorsalen Fläche mit zahlreichen aufgerichteten Börstchen. 
Abdomen umfangreicher und abstehend beborstet. Randdorn des Flügels länger als r-m 

2 

2 2 st. 2 de vor der Naht. Tergite 3 und 4 ohne Diskalborsten. Tergit 2 bis zu seinem Hin- 
terrand ausgehöhlt eunetans Meig. 

— 3 st. 3 de vor der Naht. Tergit 4 (und meist auch Tergit 3) mit Diskalborsten. Tergit 2 
nicht bis zum Hinterrand ausgehöhlt 3 



84 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

3 Taster schwarz. Vorderrand der Tergite mit schwacher Bereifung. Tergit 4 etwa 2mal so 
breit wie lang. Propleure nackt. Vordertibia mit 2—4 pd-Börstchen. cf: Vorderkrallen 
etwa so lang wie das letzte Tarsenglied gagateaK.D. 

— Taster gelb. Abdomen ohne Bereifung. Tergit 4 höchstens l,5mal so breit wie lang. Pro- 
pleure behaart. Vordertibia ohne pd-Börstchen. ö": Vorderkrallen höchstens so lang wie 
2 /3 des letzten Tarsengliedes costata Fall. 

Kirbya 

1 Tergit 4 beim CT mit 8 — 10, beim £ mit 6 — 8 starken Marginalborsten. Randdorn des 
Flügels 1,5 — 3mal so lang wie r-m. Tergite 3 — 5 beim cf mit leichter Bereifung am Vor- 
derrand, beim $ ohne Bereifung moerens Meig. 

— Tergit 4 beim cf mit 4 — 6 schwachen Marginalborsten, die seitlichen kaum von der seit- 
lichen Behaarung von Tergit 5 unterschieden; beim $ fehlen die Marginalborsten ganz. 
Randdorn des Flügels 1— 2mal so lang- wie r-m. Abdomen bei beiden Geschlechtern 
glänzend schwarz, ohne Bereifung unicolor Vill. 

Atbrycia 

1 Arista nur etwa bis zur halben Länge verdickt. Propleure fast immer behaart. Wangen 
mit 2 abwärts gebogenen Borsten, von denen die untere die längere ist. Oberseite des 
Körpers mit gelblicher, auf der. Stirn oft goldgelber Bereifung curvinervis Zett. 

— Arista über die Hälfte hinaus verdickt (vor allem beim cf)- Propleure nackt. Wangen in 
der Regel mit 3 oder 4 abwärts gebogenen Borsten. Bereifung grau 2 

2 Der Abstand der Beugung von m zum Flügelhinterrand ist 0,77— 1 ,07mal so lang wie die 
Spitzenquerader (Abb. 135). 2. Fühlerglied meist schwarz, selten bräunlich oder rötlich- 
gelb trepida Meig. 

— Der Abstand der Beugung von m zum Flügelhinterrand ist 1 ,08 — 1 ,39mal so lang wie die 
sehr steile Spitzenquerader (Abb. 123). 2. Fühlerglied rötlichgelb . . . impressa Wulp. 

Cyrtophleba 

1 Tergite 3 und 4 ohne Diskalborsten (selten einige schwache Diskalen im hinteren 73 von 
Tergit 4). Behaarung des Abdomens anliegend. Ocellarborsten auf der Höhe des vor- 
deren Ocellus. r 4+5 mit Börstchen bis r-m ruricola Meig. 

— Tergite 3 und 4 mit starken Diskalborsten. Behaarung des Abdomens aufgerichtet. 
Ocellarborsten hinter dem vorderen Ocellus. r 4+5 nur bis zur Mitte zwischen der Basis 
und r-m mit Börstchen vernalis Kram. 



Thel 



aira 



Mitteltibia mit 2 ad (Abb. 152). ve fehlend oder haarförmig. Calyptrae weiß, ihr Rand 
meist gelblich. $ : Vorletztes Glied des Vordertarsus 1,5— 2mal so lang wie breit; Tergit 
5 unbereift, cf: Mittlere dorsale Behaarung der Tergite 3 und 4 so lang wie 74 — 2 A der 
Marginalborsten; Abdomen von oben gesehen meist dunkel erscheinend . . nigripesY. 
Mitteltibia mit 3-4 ad (Abb. 153). $ : Vorletztes Glied des Vordertarsus l,2-l,4mal so 

lang wie breit 2 

ve schwach aber etwa so lang wie 72 von vi. Calyptrae gelblich, C? : Mittlere dorsale 
Behaarung der Tergite 3 und 4 fein, so lang wie l h - 7s der Marginalborsten; helle Sei- 
tenflecke des Abdomens ausgedehnt, von oben stets deutlich sichtbar. $ : Tergit 5 unbe- 
reift solivaga Harr. 

ve fehlend oder haarförmig. Calyptrae weiß (auch der Rand), cT: Mittlere dorsale 
Behaarung der Tergite 3 und 4 grob, etwa so lang wie 74 der Marginalborsten; 
Abdomen (von oben gesehen) dunkel erscheinend. $ : Tergit 5 etwa im vorderen 73 
bereift leucozona Meig. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 85 

Dufouria 

Hintertibia mit 3 — 4 dorsalen Endspornen. Mitteltibia mit 3 — 4 ad. R 5 meist breit offen 
(wie in Abb. 119). Tergit 2 beim cf mit einer vollständigen Reihe von Marginalborsten, 
beim 2 m it 2—4 dorsalen Marginalborsten. — Vordertibia mit 2 hinteren Borsten. 

Augen bei beiden Geschlechtern behaart chalybeata Meig. 

Hintertibia mit 2 dorsalen Endspornen. Mitteltibia mit 2 ad (selten mit einer schwachen 
dritten ad im distalen V4). R 5 schmal geöffnet (wie in Abb. 123), geschlossen (wie in 
Abb. 128) oder sehr kurz gestielt (wie in Abb. 124). Tergit 2 beim $ ohne, beim cf mit 2 

dorsalen Marginalborsten 2 

Die längsten Haare der Arista sind kaum so lang wie der Durchmesser der verdickten 
Arista-Basis. Randdorn des Flügels kürzer als r-m. Entfernung der beiden ia unterein- 
ander etwa so groß wie der Abstand der vorderen ia zur Naht. Augen behaart beim cf , 
nackt oder nur sehr spärlich und kurz behaart beim 2 • 1 Paar acr vor der Naht. r 4+5 ± 
weit mit Börstchen. Vordertibia mit 1 hinteren Borste, cf : Die dichte und lange Behaa- 
rung der Parafrontalia geht etwa bis zur Mitte des 3. Fühlergliedes herab . nigrita Fall. 
Die längsten Haare der Arista sind etwas länger als der Durchmesser der verdickten Ari- 
sta-Basis. Randdorn des Flügels fast 2mal so lang wie r-m. Entfernung der beiden ia 
untereinander etwa 2mal so groß wie der Abstand der vorderen ia zur Naht. Augen bei 
beiden Geschlechtern nackt. Keine acr vor der Naht. r 4+5 nur mit 2 — 3 Börstchen an der 
Basis. Vordertibia mit 1—2 hinteren Borsten, cf : Die Behaarung der Parafrontalia geht 
höchstens bis zum Ende des 2. Fühlergliedes herab occlusa R.D. 

Rondania 

Stiel von R 5 fast so lang wie die Spitzenquerader. Abdomen praktisch unbereift, ± gelb 
(wenigstens gelbe Streifen am Vorderrand der Tergite vorhanden). Mitteltibia ohne 

Innenborste fasciata Meig. 

R 5 offen, geschlossen oder kurz gestielt, der Stiel im letzteren Fall höchstens so lang wie 
V3 der Spitzenquerader. Abdomen schwarz, grau bereift mit schwarzen Flecken. Mittel- 
tibia mit Innenborste 2 

Wangen an ihrer schmälsten Stelle so breit wie Vs — 5 /6 des 3. Fühlergliedes. R 5 offen, 
selten am Flügelrand geschlossen. Stirn beim cf so breit wie 2 /3 — Vi des 3. Fühler- 
gliedes cucullata R.D. 

Wangen an ihrer schmälsten Stelle so breit wie V4 — 2 /s des 3. Fühlergliedes. R 5 gestielt, 
selten nur am Rand geschlossen. Stirn beim cf so breit wie Vs — V2 des 3. Fühlergliedes 

3 

Stiel von R 5 höchstens 0,24mal so lang wie die Spitzenquerader. cf : Calyptrae schwärz- 
lich. $ : Tibien schwarz oder dunkelbraun, Femora überwiegend gelb (apikales V3 oft 

schwarz) dimidiata Meig. 

Stiel von R 5 0,25 — 0,33mal so lang wie die Spitzenquerader. cf: Calyptrae hell. J: 
Tibien und Femora gelb disparDui. 

4.4. Subfamilie Phasiinae 

Eliozeta 

Fühler an ihrer Basis wenigstens um die halbe Breite des 1. Fühlergliedes getrennt. 3. 
Fühlerglied höchstens l,3mal so lang wie das zweite. Arista auf Vs — V3 ihrer Länge ver- 
dickt helluoF. 

Fühler an ihrer Basis kaum getrennt; sie berühren sich fast. 3. Fühlerglied 2,1— 2,5mal so 
lang wie das zweite. Arista auf etwa 2 /i ihrer Länge verdickt pellucens Fall. 

Ectophasia 

Haustellum lang (3,5 — 5,5mal so lang wie sein Durchmesser). $: Sternit 7 nach vorn 
gebogen (Abb. 228). cf (typische Exemplare): Abdomen nicht oder kaum länger als 
breit, Färbung gelb mit einem schwarzen Mittellängsstreifen, der mindestens so breit ist 



86 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

wie Vs des Abdomens (Abb. 171); Sternit 3 mindestens so breit wie die daneben angren- 
zende Ventralmembran; Thorax vor dem Scutellum oft schwärzlich, aber ± dicht 
bereift; Abdomen zuweilen ganz schwarz crassipennisF. 

— Haustellum kürzer (2,8 — 5,2mal so lang wie sein Durchmesser). $: Sternit 7 am Ende 
etwas nach hinten gebogen (Abb. 227). cf (typische Exemplare): Abdomen deutlich 
länger als breit, Färbung rot mit einem schmalen schwarzen Mittellängsstreifen 
(maximal Vs der Abdomenbreite), der manchmal ganz fehlt; Sternit 3 schmaler als die 
Ventralmembran (Abb. 183); Thorax vor dem Scutellum glänzend schwarz, an dieser 
Stelle selten etwas bereift; gynäkomorphe Exemplare mit gleichmäßig dichter Bereifung 
des Abdomens scheinen fast nur bei dieser Art aufzutreten; eine Verdunklung des 

Abdomens ist selten oblonga R.D. 

(Zur Möglichkeit einer Trennung der Ectopbasia-Anen nach Merkmalen der Genitalien beim Ö" 

siehe Hubenov 1982.) 

Gymnosoma 

Die Arten dieser Gattung sind revisionsbedürftig und auch für den Spezialisten 
zuweilen nur schwer zu bestimmen. Diese Tabelle ist daher provisorisch und gilt nur 
für typische Vertreter der mitteleuropäischen Fauna. Die letzte zusammenfassende 
Bearbeitung der Gattung stammt von Zimin (1966). 

1 Femora ohne Dörnchenkamm. m-cu viel steiler als die Spitzenquerader. Der Stiel von 
R 5 endet in der Flügelspitze (Abb. 126). cT: Die Bereifung des Thorax endet vor der 
Quernaht. $: Humeralcallus nur in seiner unteren Hälfte bereift. — Körperlänge 2—4 
mm 

nitens Meig. 

— Vorder- und Mittelfemur av und pv distal mit einem Dörnchenkamm (Abb. 151). m-cu 
verläuft annähernd parallel zur Spitzenquerader. Der Stiel von R 5 mündet deutlich vor 
der Flügelspitze in die Costa (Abb. 125). cf : Die Bereifung des Thorax reicht wenig- 
stens bis zur Quernaht (meist viel weiter). 9 : Humeralcallus ganz bereift. — Körper- 
länge 3,5—8 mm 2 

2 CT (Syncercus mit einem Fortsatz, Abb. 273— 276) 3 

— 9 (2 plattenartige Cerci vorhanden, Abb. 201, 202) 8 

3 Syncercus mit einem fingerartigen Fortsatz, der am Ende verdickt ist (Abb. 273). — 
Thorax vor dem Scutellum fast immer mit 3 Flecken von Bereifung, die auch ± zusam- 
mengeflossen sein können (Abb. 66) clavatum Rohd. 

[Die von Dupuis (1960) beschriebene Art brachypeltae ist nur nach Merkmalen ihrer Eier zu 

erkennen. Zimin (1966) betrachtet sie als synonym zu clavatum.'] 

— Fortsatz des Syncercus flach dreieckig (Abb. 274—276) oder ± fingerartig, dann aber am 
Ende nicht verdickt. Thorax vor dem Scutellum höchstens mit einem Bereifungsfleck 

4 

4 Die Bereifung des Thorax setzt sich nach hinten als dicht bereifte helle Mittellängslinie 
bis zur Spitze des Scutellums fort. Behaarung am hinteren Seitenrand der Tergite 5 und 6 
kurz, die längsten Haare kürzer als Vs von Tergit 5. Fortsatz des Syncercus relativ breit 
(Abb. 274, 275). — Dorsale Behaarung des Thorax höchstens so lang wie der waagrechte 
Durchmesser des Bulbus 5 

— Thorax und Scutellum (schräg von hinten betrachtet) ohne zusammenhängende Berei- 
fungslinie; wenn (in wenigen Fällen) eine Linie angedeutet ist, dann erscheint sie relativ 
dunkel und ist bei unterschiedlichem Lichteinfall ziemlich veränderlich. Die längsten 
Haare am hinteren Seitenrand der Tergite 5 und 6 sind etwa so lang wie Vs — x Ia von 
Tergit 5. Fortsatz des Syncercus schmaler (Abb. 276) 6 

5 „Schultern" des Syncercus deutlich hervortretend, sein Fortsatz breit dreieckig (Abb. 
275) dolycoridis Dup. 

— „Schultern" des Syncercus sehr abgerundet, sein Fortsatz schmaler (Abb. 274) 

desertorum Rohd. 

[Die morphologischen Merkmale zur Trennung von dolycoridis und desertorum sind noch nicht 
restlos geklärt; ähnliches gilt für die von Dupuis (1960) beschriebene carpocoridis, die in die nähere 

Verwandtschaft dieser zwei Arten gehört.] 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 87 

6 Die Bereifung des Thorax bildet hinter der Naht ein durchgehendes Querband, das an 
seiner schmälsten Stelle an den Seiten wenigstens so breit ist wie die Epaulette (Abb. 65). 
— Dorsale Behaarung des Thorax 1— 2mal so lang wie der waagrechte Durchmesser des 
Bulbus. Körperlänge 5-8 mm rotundatumL. 

— Die schwarze Färbung des Thorax reicht an den Seiten bis zur Naht (wie in Abb. 66) 
oder fast so weit 7 

7 Dorsale Behaarung des Thorax aufgerichtet, 1,5— 2mal so lang wie der waagrechte 
Durchmesser des Bulbus. Körperlänge 3,5 — 5 mm costatum Panz. 

— Dorsale Behaarung des Thorax mehr anliegend, höchstens so lang wie der waagrechte 
Durchmesser des Bulbus. Körperlänge 5 — 7,5 mm nudifrons Hert. 

8 Cerci apikal gerundet (Abb. 201). Sternit 8 (Ovipositor) sehr kurz, von der Seite nicht 
oder kaum sichtbar. Thorax vor dem Scutellum fast immer mit 3 Flecken von Bereifung, 
die auch ± zusammengeflossen sein können (Abb. 66) clavatum Rohd. 

— Cerci apikal zugespitzt (Abb. 202). Das gebogene 8. Sternit ragt aus dem Postabdomen 
hervor; es ist von der Seite gut sichtbar. Thorax vor dem Scutellum höchstens mit einem 
Bereifungsfleck 9 

9 Parafrontalia auf ihrer ganzen Länge glänzend schwarz 10 

— Parafrontalia auf höchstens x li — 3 A ihrer Länge glänzend schwarz, manchmal nur ein 
schmaler Streifen längs des oberen Augenrandes 11 

10 Dorsale Behaarung des Thorax ± aufgerichtet, länger als der waagrechte Durchmesser 
des Bulbus. Tergit 5 ganz oder zum überwiegenden Teil schwarz. Körperlänge 3,5 — 
5 mm costarum Panz. 

— Dorsale Behaarung des Thorax anliegend, kürzer als der waagrechte Durchmesser des 
Bulbus. Tergit 5 rot mit einer ± rundlichen schwarzen Makel. Körperlänge 5 — 7,5 mm 
nudifrons Hert. 

11 Dorsale Behaarung des Thorax ± aufgerichtet, 1— 2mal so lang wie der waagrechte 
Durchmesser des Bulbus. Die präscutellaren acr und de reichen nach hinten über die 
halbe Länge des Scutellums hinaus. Die längsten Haare am hinteren Seitenrand der Ter- 
gite 5 und 6 sind etwa so lang wie x /a von Tergit 5. Scutellum nur an der Spitze mit einem 
Bereifungsfleck, selten auch an seiner Basis oder auf dem Thorax direkt vor dem Scu- 
tellum mit ein wenig Bereifung rotundatum L. 

— Dorsale Behaarung des Thorax anliegend, kürzer als der waagrechte Durchmesser des 
Bulbus. Die präscutellaren acr und de reichen nach hinten höchstens bis zum vorderen 
V3 des Scutellums. Behaarung am hinteren Seitenrand der Tergite 5 und 6 kurz, die läng- 
sten Haare höchstens so lang wie Vs von Tergit 5. Scutellum mit einer durchgehenden 
Mittellinie von Bereifung, die sich meist auf dem hinteren Vs — 73 des Thorax fortsetzt 

12 

12 Hinterrand von Sternit 7 in seiner Mitte nach hinten hervorgewölbt . dolycoridis Dup. 

— Hinterrand von Sternit 7 gerade. — Ostpaläarktische Art desertorum Rohd. 

Opesia 

1 Stirnborsten bis zur Mitte des 2. Fühlergliedes oder etwas weiter auf die Wangen herab- 
gehend. 1 st. Vertikalborsten von den Postokularzilien nicht differenziert, cf : Vorder- 
krallen nur wenig länger als das letzte Tarsenglied. § : Das glänzend schwarze Sternit 7 
ist länger als breit descen dens Ken. 

— Stirnborsten höchstens bis zum Ende des 1. Fühlergliedes herabgehend. 2 — 3 st (sehr 
selten nur 1 st). Vertikalborsten wenigstens etwas stärker als die Postokularzilien (Abb. 
58). Cf : Vorderkrallen etwa so lang wie die beiden letzten Tarsenglieder zusammen . . 2 

2 Thorax vor der Naht mit 3 mittleren schwarzen Streifen (beim cf oft zusammenge- 
flossen, beim $ ist der zentrale Streifen manchmal nur schwach sichtbar). Basicosta 
schwarzbraun wie die Epaulette. Calyptrae weiß (cf) oder nur schwach gelblich ($). 2 
st (selten 3, sehr selten 1 st). Stirnborsten beim cf von 15-20 Haaren begleitet, die nur 
wenig kürzer sind als die Stirnborsten. 5 : Sternit 7 (glänzend schwarz) kürzer als Sternit 6 

cana Meig. 

— Thorax vor der Naht mit 2 breit getrennten mittleren schwarzen Streifen. Basicosta 
deutlich heller als die Epaulette. Calyptrae gelb. 3 st. Stirnborsten beim cf nur von 4-8 
kurzen Haaren begleitet. $ : Sternit 7 viel länger als Sternit 6 grandis Egg. 



88 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Phasia 

1 Parafrontalia außerhalb der Stirnborstenreihe unbehaart (Abb. 26) 2 

— Parafrontalia vorn außerhalb der Stirnborstenreihe behaart, wenigstens mit 1—2 Reihen 
von Haaren 5 

2 Thorax bereift, mit 4 schwarzen Längsstreifen. Abdomen schwarz oder ± rötlich, mit 
leichter grauweißer Bereifung. Flügel beim cT mit dunklen Flecken. 2 : Sternit 7 mit 
einer ovalen Öffnung. Körperlänge 6 — 10 mm subcoleoptrataL. 

— Thorax mattschwarz, ohne Längsstreifen. Tergit 2 schwarz, Tergite 3 — 5 weißlich oder 
silbergrau bereift. Flügel beim cf ohne Flecke. $ : Sternit 7 ohne Öffnung. Körperlänge 
2,5 — 5,5 mm 3 

3 Halteren gelb. Gesamte Behaarung des Peristoms weißlich. § : Sternit 7 kegelförmig 

(wie in Abb. 215) theodori Draber 

(Die Abgrenzung dieser Art von den nahe verwandten P. mesnili Draber und P. karczewskii 

Draber bereitet noch Schwierigkeiten.) 

— Halteren schwarz oder dunkelbraun. Behaarung des Peristoms schwarz oder in gerin- 
gerem Umfang weißlich. 9 : Sternit 7 anders (Abb. 213, 214) 4 

4 Behaarung des Peristoms schwarz. $ : Sternit 7 am Ende nicht gespalten, nach unten 
gekrümmt (Abb. 214) pusilla Me'ig. 

— Behaarung des Peristoms überwiegend weißlich (wenigstens hinten in der Nähe des 
Mundrandes). $ : Sternit 7 am Ende gespalten, die beiden Spitzen nach oben und zur 
Seite gebogen (Abb. 213) pandelleiDup. 

5 Behaarung des Peristoms schwarz. Thorax ganz mattschwarz, ohne Streifen oder 
Flecken, cf : Flügel ohne Flecken. $ : Sternit 7 von der Form einer schwach gewölbten 
Platte, von der Seite gesehen gerade. — Körperlänge 2,5— 4 mm . . . barbifrons Girsch. 

— Behaarung des Peristoms weißlich oder gelblich. Thorax bereift, mit Streifen oder 
Flecken (nur bei sehr kleinen 9 von obesa, die manchmal nur 4 mm erreichen, kann die 
Bereifung fehlen). Ö": Flügel gefleckt. <j>: Sternit 7 anders (Abb. 212, 215, 216). - Kör- 
perlänge 4—12 mm 6 

6 Hinterfemur in seinen basalen 2 /5 — 2 h rötlichgelb. Seiten des Thorax dicht fuchsrot 
oder rötlichgelb behaart hemiptera F. 

— Hinterfemur schwarz. Seiten des Thorax schwarz, weißlich oder gelblich behaart ... 7 

7 Cf 8 

$ (Legeapparat sichtbar, Abb. 212, 215, 216) 10 

8 Ein schmaler Streifen von Tergit 6 ist von oben sichtbar (etwa so lang wie Vs — Vs von 
Tergit 5). Stirn an ihrer schmälsten Stelle deutlich schmaler als das 3. Fühlerglied. 
Mundrand kaum vorgezogen. — Körperlänge 7— 12 mm aurigera Egg. 

— Tergit 6 von oben gar nicht oder nur als sehr schmaler Saum sichtbar. Stirn an ihrer 
schmälsten Stelle etwa so breit wie das 3. Fühlerglied oder breiter. Mundrand stark vor- 
gezogen. — Körperlänge 5 — 9 mm 9 

9 Thorax vor der Naht mit 4 schwarzen Längsstreifen, die etwa so breit sind wie der 
bereifte Zwischenraum. Bereifung des Thorax vor dem Scutellum dunkel- oder hellgrau. 
Der nackte Streifen neben dem Äugenrand ist fast so breit wie die behaarte Zone der 
Parafrontalia neben der Stirnborstenreihe. Abdomen schwarz oder blau glänzend, ohne 
rötlichgelbe Zonen, mit oder ohne graue Bereifung obesa F. 

— Thorax vor der Naht schwarz, nur bei bestimmtem Lichteinfall mit einer Andeutung 
von Streifen. Vor dem Scutellum befindet sich ein großer goldgelber Bereifungsfleck. 
Der nackte Streifen neben dem Augenrand ist höchstens so breit wie V4 der behaarten 
Zone der Parafrontalia. Abdomen schwarz oder blau glänzend, mit rötlichgelben Zonen 
in verschiedener Ausdehnung, Tergit 5 in seiner hinteren Hälfte mit einem halbmond- 
förmigen, goldfarbenen Bereifungsfleck aurulans Meig. 

10 Sternit 7 ± kegelförmig, gerade (Abb. 215). - Körperlänge 4-7 mm obesaF. 

Sternit 7 anders (Abb. 212, 216). - Körperlänge 6,5-12 mm 11 

11 Sternit 7 plattenförmig, nach unten gebogen (Abb. 216). Sternit 6 am Hinterrand mit 
einer Borstenreihe, nicht fortsatzartig zugespitzt aurulans Meig. 

— Sternit 7 dornartig, etwas nach oben gebogen (Abb. 212). Sternit 6 ohne auffallende Bor- 
stenreihe, fortsatzartig zugespitzt aurigera Egg. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 89 

Catbarosia 

Apikaiborsten des Scutellums schwach, höchstens halb so lang wie die Basalborsten. 
Taster sehr verkürzt, höchstens 2 — 3mal so lang wie ihr Durchmesser. Calyptrae und 
Flügelschüppchen geschwärzt. Flügel stark gebräunt, die Spitzenquerader liegt zum Teil 
im dunklen Bereich. Fühler gelb bis braun, cf: Stirn etwa so breit wie ein Auge .... 

flavicornis Zett. 

Apikaiborsten des Scutellums etwa so lang und stark wie die Basalborsten. Taster 
normal, wenigstens so lang wie das 3. Fühlerglied. Wenigstens das Flügelschüppchen 
hell. Flügel nicht so stark gebräunt, die Spitzenquerader liegt ganz im hellen Bereich. 
Fühler dunkelbraun bis schwarz, cf : Stirn höchstens so breit wie das 3. Fühlerglied . 2 
Calyptrae schwärzlich, Flügelschüppchen etwas heller. Stiel von R 5 1,5— 2mal so lang 
wie die Spitzenquerader (Abb. 139). Propleure vorn mit 1—4 Börstchen oder Haaren. 

Körperlänge 2,5—4 mm pygmaea Fall. 

Calyptrae und Flügelschüppchen weißlich. Stiel von R 5 2 — 3mal so lang wie die Spitzen- 
querader. Propleure nackt. Körperlänge 1,8— 2,5mm albisq uama Vill. 

Strongygaster 

Gesicht (zwischen der Höhe der Vibrissen und der Oberkante des 1. Fühlergliedes) 
1,7— 2,lmal so hoch wie der Abstand der Vibrissen untereinander. Taster gelb, gleich- 
mäßig dünn, am Ende nicht verdickt, nur mit spärlicher und kurzer Behaarung. Thorax 

und Abdomen mit dichter, gelblichgrauer Bereifung globula Meig. 

Gesicht 1,0 — l,3mal so hoch wie der Abstand der Vibrissen untereinander. Taster braun 
oder schwarz, distal in üblicher Weise verdickt, lang und abstehend behaart. Thorax 
(inclusive Scutellum) mattschwarz, nur an den Seiten (besonders am Humeralcallus und 
dahinter) sowie vor dem Scutellum unscharfe Zonen von grauer Bereifung. Abdomen: 
Tergit 2 schwarz, Tergit 3 schwarz mit einem bereiften Mittellängsstreifen, Tergite 4 
und 5 weißlichgrau bereift ce/er Meig. 

Dionaea 

Körper deutlich bereift. Mediane Marginalborsten der Tergite in einer Reihe mit den 
anderen Marginalborsten. $ : Tergit 5 posterodorsal nicht eingedrückt; Arme der Zange 
kaum nach oben gebogen, an ihrem Innenrand mit 4 — 7 Zähnchen (Abb. 178) 

aurifrons Meig. 

Bereifung viel schwächer, Habitus fast schwarz. Mediane Marginalborsten etwas weiter 
nach vorn gerückt. 2 : Tergit 5 posterodorsal mit einem deutlichen Eindruck; Arme der 
Zange deutlich nach oben gebogen, am Innenrand mit 9 Zähnchen (Abb. 177) 

flavisquamisR.D. 



Leucostoma 

Die schwierige Gattung Leucostoma ist noch nicht revidiert. Dieser Schlüssel ist 
daher als provisorisch zu betrachten. 

1 Wangen bis unten behaart. § : Tergit 5 auf seiner Fläche eingedrückt und mit feinrunze- 
liger Struktur, Hinterrand tief eingekerbt; Zange sehr massiv (Abb. 179) 

meridianumRond. 

(Von der südeuropäischen nudifacies Tsch. ist 1 $ auch aus Österreich bekannt. Diese Art hat die 
gleichen Merkmale des Abdomens wie meridianum, besitzt jedoch nackte Wangen.) 
— Wangen nackt, die Behaarung der Parafrontalia geht höchstens wenig unter die Stirn- 
borsten herab. $ : Tergit 5 auf seiner Fläche nicht eingedrückt, glatt, sein Hinterrand 
nicht oder nur wenig eingekerbt 2 

2 cf (Abdomen am Ende ohne Zange) 3 

$ (Abdomen am Ende mit einer Zange, Abb. 173, 179-180) 8 



90 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

3 Tergit 5 sehr kurz, dorsal nur so lang wie l /s — Vö von Tergit 4, sein ventraler Rand 
lobusartig ausgebildet. Tergit 4 auf V2 — 5 /e seiner Länge bereift, Tergit 5 ganz schwarz. 
Postabdomen aus dem Abdomen stark hervorgewölbt abbreviatum Hert. 

— Tergit 5 normal entwickelt, nur wenig kürzer als Tergit 4. Tergite 4 und 5 beide ent- 
weder ganz glänzend schwarz oder mit Bereifung bedeckt. Postabdomen in Tergit 5 ein- 
gezogen 4 

4 Abdomen ganz glänzend schwarz simplex Fall. 

— Tergite 4 und 5 bereift 5 

5 Stirn 0,32 — 0,42mal so breit wie ein Auge. Segmentkomplex 6-8 stark gewölbt, kleiner 
als das Epandrium, mit 2 — 8 Haaren (Abb. 193). Parafrontalia und behaarter Teil der 
"Wangen deutlich schwächer bereift als der unbehaarte Teil der Wangen (schräg von vorn 
gesehen) anthracinum Meig. 

— Stirn 0,43 — 0,73mal so breit wie ein Auge. Segmentkomplex 6-8 größer, mehr platten- 
förmig und weniger stark gewölbt, mit 4—20 Haaren (Abb. 194). Parafrontalia und 
Wangen ± gleichmäßig bereift 6 

6 Tergit 5 hinten ventral wie das gesamte Tergit gleichmäßig flach gewölbt (Abb. 188). 
Syncercus breit und flach (Abb. 290). Verbindungsbereich zwischen Epandrium und 
Syncercus etwas eingeschnürt. Parafrontalia mit 3 — 4 Haarreihen .... crassum Kugl. 

— Der ventrale Hinterrand von Tergit 5 tritt wulstartig hervor (Abb. 187). Syncercus 
schmaler (Abb. 291). Verbindungsbereich zwischen Epandrium und Syncercus nicht 
eingeschnürt. Parafrontalia mit 2 — 3 Haarreihen 7 

7 Syncercus schmal, lang abstehend behaart (Abb. 291), von der Seite gesehen ± gleich- 
mäßig gekrümmt (Abb. 266). Epandrium nur wenig breiter als hoch. Abdominalbehaa- 
rung so lang wie x /i — x li der Marginalborsten. Parafrontalia mit 2 — 3 Haarreihen. 
Thorax (von vorn gesehen) in der Regel nur sehr schwach bereift . . . tetraptera Meig. 

— Syncercus breiter, kürzer behaart, von der Seite gesehen mehr hakenförmig (Abb. 265). 
Epandrium 2mal so breit wie hoch. Abdominalbehaarung so lang wie ! A — l h der Mar- 
ginalborsten. Parafrontalia mit 2 Haarreihen. Thorax (von vorn gesehen) deutlich bereift 

turonicum Dup. 

(Eine sichere Trennung der C? von tetraptera und turonicum ist in manchen Fällen noch nicht mög- 
lich.) 

8 Tergit 5 ganz in Tergit 4 eingezogen. Zange mit feinen Armen, höchstens so breit wie V3 
von Tergit 4 an seinem Hinterrand, Dörnchen ganz fehlend oder jedenfalls direkt von 
oben nicht sichtbar abbreviatum Hert. 

— Tergit 5 nie ganz in Tergit 4 eingezogen. Arme der Zange breiter, stets mit von oben 
deutlich sichtbaren Dörnchen (Abb. 173, 179-182) 9 

9 Abdomen schmal (Abb. 173), 3. Tergit 0,9— l,4mal so breit wie lang (Breite in der Mitte 
gemessen). Marginalborsten der Tergite 3 und 4 weitgehend anliegend, höchstens 1 Paar 
auf Tergit 3 senkrecht abstehend. Sternit 6 am Hinterrand mit einem kleinen keilför- 
migen Eindruck 10 

— Abdomen normal eiförmig, 3. Tergit 1,6— 2,3mal so breit wie lang. Tergite 3 und 4 mit 
einem Kranz abstehender Marginalborsten. Sternit 6 am Hinterrand ohne Eindruck . 1 1 

10 Sternit 7 in 2 Loben geteilt. Arme der Zange nach hinten gleichmäßig verschmälert 
(Abb. 173). Parafrontalia (schräg von vorn gesehen) auf der Höhe der oe fast unbereift, 
glänzend wie auf dem Scheitel anthra ein um Meig. 

— Sternit 7 ungeteilt. Arme der Zange in ihrer hinteren Hälfte abgeflacht und verbreitert 
(Abb. 180). Parafrontalia wenigstens bis zur Höhe der oe dicht bereift 

tetraptera Meig. 

11 Arme der Zange breit, abgeflacht, mit 3 zusammengedrängt stehenden Zähnchen (Abb. 
181) turonicum Dup. 

— Arme der Zange nicht abgeflacht, nach hinten gleichmäßig verschmälert, mit 5 — 8 in 
einer Reihe angeordneten Zähnchen (Abb. 182) 12 

12 Die Loben von Sternit 7 bilden (von der Seite gesehen) zur Zange einen Winkel von 0° 
bis etwa 30° (Abb. 211) (zur richtigen Einschätzung dieses Merkmals muß sich der 
Legestachel in seiner Ruhelage befinden, was aber fast immer der Fall ist). Abstand der 
Zähnchen so groß, daß fast noch ein Zahn dazwischen Platz hätte (Abb. 182). Stirn 0,76 
— 0,98mal so breit wie ein Auge simplex Fall. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 91 

— Die Loben von Sternit 7 bilden mit der Zange einen Winkel von etwa 60° bis 90° (Abb. 
210). Zähnchen enger stehend. Stirn 0,98 — 1,1 5mal so breit wie ein Auge 

crassum Kugl. 

(Eine sichere Trennung der $ von simplex und crassum ist in manchen Fällen noch nicht möglich.) 

Labigastera 

1 Keine oe(cT) 2 

2oe(?) 4 

2 Tergite 2 und 3 mit einer vollständigen Reihe von Marginalborsten . . . forcipata Meig. 

— Tergite 2 und 3 nur mit 2 dorsalen Marginalborsten und auf jeder Seite 1—2 Lateromar- 
ginalen 3 

3 Behaarung der Cerci vorn gleichmäßig, kürzer als der Cerci-Durchmesser („vorn" 
bezieht sich hier auf die Lage in der Ruhestellung des Postabdomens) . . nitidula Meig. 

— Behaarung der Cerci vorn unregelmäßig büschelartig, die längsten Haare etwa 2mal so 
lang wie der Cerci-Durchmesser pauciseta Rond. 

4 Tergit 3 mit einer Reihe von 6 — 8 Marginalborsten. Tergit 5 nur an den Seiten und am 
Hinterrand behaart, in der Mitte seiner dorsalen Fläche glatt und glänzend, an seinem 
Hinterrand mit einem tiefen Eindruck (Abb. 175). Die Cerci und die Arme des geteilten 
7. Sternits ragen weit in den von der Zange umschlossenen Raum hinein (bei Blickrich- 
tung senkrecht von oben auf die Zange) forcipata Meig. 

— Tergit 3 mit 2—4 Marginalborsten (inclusive Lateromarginalen). Tergit 5 meist auch auf 
seiner Fläche behaart, der Eindruck am Hinterrand wesentlich kleiner (Abb. 174, 176). 
Bei Blickrichtung senkrecht von oben auf die Zange ist höchstens der behaarte Hinter- 
rand der genannten Sklerite zu sehen 5 

5 Tergit 5 etwa so lang wie V3 von Tergit 4. Arme der Zange dünn (Abb. 176) 

nitidulaMeig. 

— Tergit 5 so lang wie V2 — 3 A von Tergit 4. Arme der Zange sehr robust (Abb. 174) 

pauciseta Rond. 

Cylindromyia 

1 Hintertibia ohne pv-Borste 2 

— Hintertibia mit 1-2 pv-Borsten (Abb. 163) 7 

2 Vibrisse nur so lang wie V-5 — l h der Gesichtshöhe. Propleure vorn behaart. Peristomal- 
und Subfacialborsten fehlend. Stirnstreifen gelb. J : Ränder von Tergit 4 ventral flächen- 
haft mit Dörnchen besetzt rufifrons Loew 

— Vibrisse länger als die halbe Gesichtshöhe. Propleure nackt. Peristomal- und Subfacial- 
borsten vorhanden (manchmal kurz). Stirnstreifen schwarz oder dunkelbraun. J : Tergit 
4 ohne Dörnchen 3 

3 Abdomen bis zur Spitze rot (mit Ausnahme eines schwarzen Fleckes an der Basis). Ter- 
gite 2 — 4 fast immer mit Diskalborsten. — Körperlänge 11 — 14 mm .... hicolor Oliv. 
Tergite 4 und 5 schwarz, manchmal auch ein schwarzer Längsstreifen auf Tergit 3 vor- 
handen. Abdomen ohne Diskalborsten 4 

4 Tergit 2 ventral mit 2—4 Börstchen in der Nähe seiner hinteren Ecken (Abb. 219) . . . 5 

— Tergit 2 ventral nur behaart, oft fast nackt 6 

5 3. Fühlerglied 1,6— l,8mal so lang wie das zweite. 2. Glied der Arista kaum länger als 
sein Durchmesser. Wangen 1,4— 2,0mal so breit wie das 3. Fühlerglied. Taster etwa so 
lang wie der Durchmesser des Haustellums. ve 0,4 — 0,6mal so lang wie die vi. Hinter- 
kopf nur weiß behaart. Die Strecke von m zwischen r-m und m-cu ist 3,2 — 4,0mal so 
lang wie die zwischen m-cu und der Beugung. Dorsale Marginalborsten der Tergite 2 — 4 
nur bis auf Vs der Segmentlänge vorgerückt (Abb. 219) brevicornis Loew 

— 3. Fühlerglied 3mal so lang wie das zweite. 2. Glied der Arista 2 — 3mal so lang wie sein 
Durchmesser. Wangen 0,4 — 0,9mal so breit wie das 3. Fühlerglied. Taster nicht 
erkennbar, ve fehlend. Hinterkopf am oberen Ende der weißen Behaarung mit einigen 
schwarzen Börstchen. Die Strecke von m zwischen r-m und m-cu ist 2,3— 3,2mal so lang 
wie die zwischen m-cu und der Beugung. Dorsale Marginalborsten auf Tergit 2 bis 2 A, 
auf Tergit 3 und 4 bis V3 der Segmentlänge vorgerückt xylotina Egg. 



92 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

6 Basicosta gelbbraun wie der angrenzende Abschnitt der Costa (selten verdunkelt). Hin- 
terkopf beiderseits des nackten Sektors mit 1—4 schwarzen Börstchen in der weißen 
Behaarung. Stirn beim cf 0,60 — 0,72mal, beim $ 0,68 — 0,76mal so breit wie ein Auge, 
ve fehlend, cf: Hintertibia und -femur hinten und ventral mit langer, abstehender 
Behaarung, ebenso die Unterseite der Tergite 2 und 3. $ : Tergit 4 mit einem Kranz von 
6 Marginalborsten pilipesLoew 

— Basicosta schwarzbraun (wie die Epaulette). Hinterkopf nur weiß behaart. Stirn beim cf 
0,70 — 0,82mal, beim 9 0>80 — 0,92mal so breit wie ein Auge. Eine schwache ve vor- 
handen (durch die etwas vorgezogene Stellung und die Beugung nach außen von den 
Postokularzilien unterschieden), cf : Hinterbeine und Ventralseite von Tergit 3 mit nor- 
maler, kurzer Behaarung. $ : Tergit 4 nur mit 4 Marginalborsten brassicaria F. 

7 Apikaiborsten des Scutellums fehlend 8 

— Gekreuzte Apikaiborsten vorhanden 9 

8 1 st (Abb. 99). Abdomen ohne Diskalborsten. Calyptrae am Innenrand schmal 
geschwärzt. Stirn 0,57 — 0,75mal so breit wie ein Auge, cf : Arista in ihrem apikalen x h 
lanzettförmig verbreitert (Abb. 48). $ : Hinterer ventraler Rand von Tergit 4 mit Dörn- 
chen besetzt, Tergit 2 ohne Dörnchen pusilla Meig. 

— 2 st. Tergite 2—4 mit Diskalborsten. Calyptrae am Innenrand gelbbraun. Stirn beim cf 
0,70 — 0,85mal, beim $ 0,80 — 0,90mal so breit wie ein Auge, cf : Arista apikal normal 
fadenförmig. 2 : Hinterer ventraler Rand von Tergit 2 angeschwollen und mit Dörnchen 
besetzt, Tergit 4 ohne Dörnchen interrupta Meig. 

9 Hintere sa vorhanden. Dorsale Fläche des Thorax seitlich der postsuturalen de bis zu 
den ia und sa unbehaart. Abdomen ohne Diskalborsten. Mitteltibia mit einer kleinen 
pd-Borste zusätzlich zu den 2 pv-Borsten. 3. Fühlerglied 2,9 — 3,6mal so lang wie breit. 
2. Fühlerglied sowie ein basaler Längsstreifen auf der Innenseite des dritten gelb, cf : 1. 
Glied des Vordertarsus in seiner apikalen Hälfte ventralwärts erweitert und mit einem 
doppelten Kamm von kurzen Dörnchen versehen. 2 : Tergit 2 ventral ohne Schwellung 
oder Dörnchen intermedia Meig. 

— Hintere sa fehlend. Dorsale Fläche des Thorax seitlich der postsuturalen de bis zu den ia 
und sa mit einigen verstreuten Haaren. Abdomen in der Regel mit Diskalborsten. Mit- 
teltibia ohne pd-Börstchen. 3. Fühlerglied 1,8— 2,2mal so lang wie seine maximale 
Breite. Fühler schwarz, zuweilen an der Grenze zwischen dem 2. und 3. Fühlerglied 
etwas gelblich, cf: 1. Glied des Vordertarsus ohne Erweiterung oder Dörnchen. $: 
Tergit 2 ventral nahe seinen hinteren Ecken mit Dörnchen aurieeps Meig. 

Hemyda 

1 Vibrisse etwa so lang wie die Gesichtshöhe. Auge kaum nierenförmig. Stirn wenigstens 
0,75mal so breit wie ein Auge. 2 st. Marginalborsten des Abdomens etwa so lang wie x h 
— x li der zugehörigen Tergite. Der schwarze Mittellängsstreifen des Abdomens ist 
höchstens an der Grenze der Tergite 2 und 3 schmal unterbrochen. Tergit 5 abstehend 
behaart vittata Meig. 

— Vibrisse nur so lang wie Vs — 2 A der Gesichtshöhe. Auge stark nierenförmig. Stirn 
höchstens 0,5mal so breit wie ein Auge. 1 st. Marginalborsten des Abdomens so lang wie 
l /b — V4 der zugehörigen Tergite. Tergit 2 mit einem schwarzen Fleck am Vorderrand, 
Tergit 3 mit einem solchen in seinem hinteren Drittel oder beide Tergite ganz ohne 
Flecken. Tergit 5 kurz und anliegend behaart obscuripennis Meig. 

Besseria 

1 Spitzenquerader fehlend (Abb. 141) anthophila Loew 

(siehe Nummer 242 der Gattungstabelle) 

— Spitzenquerader vorhanden 2 

2 R 5 offen. Thorax ohne acr vor dem Scutellum lateritia Meig. 

(siehe Anmerkung bei Nummer 260 der Gattungstabelle) 

— R 5 gestielt (wie in Abb. 126). 1 Paar acr vor dem Scutellum 3 

3 Scutellum am Hinterrand mit einer Reihe von 6 — 12 ± parallelen Borsten (Abb. 102). 
Taster so lang wie Vs — 2 /s des 3. Fühlergliedes melanura Meig. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 93 

— Scutellum am Hinterrand nur mit Subapikalen und gekreuzten Apikaiborsten. Taster 
etwa so lang wie das 3. Fühlerglied 4 

4 Peristom weiß bereift. Stirnstreifen in der Grundfarbe gelb. Mitteltibia mit 2 Innenbor- 
sten, die obere aber oft viel schwächer. ($: Tergit 5 kurz abstehend behaart; Cerci-Sur- 
styli-Komplex 2 — 3mal so lang wie das Epandrium, dachartig entwickelt, innen mit 
einem Kranz gelber Schuppenhaare. $ : Tergite 2 und 3 ventral mit einem Dörnchenfeld 
dimidiata Zett. 

— Peristom wenigstens in seiner vorderen Hälfte glänzend schwarz. Stirnstreifen in der 
Grundfarbe schwarz. Mitteltibia mit 1 Innenborste. Cf : Tergit 5 dorsal unbehaart, glatt 
und glänzend; Cerci und Surstyli etwas kürzer als das Epandrium, ohne gelbe Schup- 
penhaare. J: Dörnchenfeld nur auf Tergit 2 vorhanden reflexaR. D. 

Phania 

1 ad-Endsporn der Vordertibia deutlich länger als der dorsale Endsporn. Beim C? Tergite 
2—4, beim 9 Tergite 2 und 3 fast bis zum Hinterrand bereift. Stirn beim cf 0,75 — 
0,80mal so breit wie ein Auge speculifrons Vill. 

— ad-Endsporn der Vordertibia höchstens so lang wie der dorsale Endsporn. Abdomen 
glänzend schwarz, ohne Bereifung. Stirn beim C? höchstens 0,75mal so breit wie ein 
Auge 2 

2 Vibrisse etwa so lang wie die Gesichtshöhe. 2 ia hinter der Naht. Marginalborsten der 
Tergite 3 und 4 stark, länger als die Segmente, auf denen sie stehen (Abb. 221). Meta- 
thorax hinten breit geschlossen (Abb. 166). cf: Tergite 2 und 3 mit einem vollständigen 
Kranz von Marginalborsten fanesta Meig. 

— Vibrisse etwa halb so lang wie die Gesichtshöhe. 1 ia hinter der Naht. Marginalborsten 
der Tergite 3 und 4 schwach, höchstens so lang wie die Segmente, auf denen sie stehen 
(Abb. 220). Metathorax hinten membranös (wie in Abb. 165) oder (nur bei curvicaudd) 
durch eine schmale Brücke geschlossen (schmaler als in Abb. 166). cf : Tergite 2 und 3 
mit 2 (selten 4) dorsalen Marginalborsten und 1 Paar Lateromarginalborsten 3 

3 cf: Stirn etwa so breit wie das 3. Fühlerglied; vi nicht von den Postokularzilien differen- 
ziert. 9 : Parafrontalia wenigstens in ihren oberen 2 /i glänzend schwarz und ohne jede 
Spur von Bereifung 4 

— cf: Stirn 1,5— 3mal so breit wie das 3. Fühlerglied; vi vorhanden. £: Parafrontalia 
bereift 5 

4 Calyptra (beim C? nur wenig, beim $ deutlicher) bräunlich oder geschwärzt, wenigstens 
3mal so lang wie das weiße Flügelschüppchen. Metathorax hinten durch eine schmale 
Brücke geschlossen. R 5 offen. $ : Postabdomen schmal, 1,5— 2mal so breit wie der Hin- 
terfemur; Trochanteren der Hinterbeine ohne Dörnchen curvicauda Fall. 

— Calyptra höchstens 2mal so lang wie das Flügelschüppchen, beide weiß. Metathorax 
hinten membranös (wie in Abb. 165). R 5 am Flügelrand geschlossen (bei südeuropä- 
ischen Exemplaren manchmal mit einem kurzen Stiel). $: Postabdomen dick, 
2,5— 3,5mal so breit wie der Hinterfemur; Trochanteren der Hinterbeine ventral oder 
posteroventral mit kurzen Dörnchen albisquama Vill. 

5 Distales Vs der Hintertibia zusätzlich zu den 3—4 dorsalen Endspornen mit weiteren 
4—6 Borsten in dorsaler Stellung, cf- Stirn 0,62 — 0,75mal so breit wie ein Auge; Stirn- 
streifen auf der Mitte der Stirn 1 — l,5mai so breit wie ein Parafrontale. J : Das Postab- 
domen reicht wenigstens bis zur Mitte von Tergit 1+2 (wie in Abb. 221) 

thoracica Meig. 

— Hintertibia mit 2 — 3 dorsalen Endspornen, ohne weitere dorsale Borsten im distalen Vs. 
Cf: Stirn 0,40 — 0,58mal so breit wie ein Auge; Stirnstreifen auf der Mitte der Stirn 
2— 4mal so breit wie ein Parafrontale. 9 : Das nach unten umgeschlagene Postabdomen 
reicht nach vorn höchstens bis zum ventralen Hinterrand von Tergit 1+2 (Abb. 220) 

incrassata Pand. 

5. Schlüssel für die höheren Kategorien 

Die folgenden Schlüssel sollen verdeutlichen, wie sich die höheren Gruppen der 
Tachinidae (Subfamilien und Tribus des Katalogs von Herting & Dely-Drasko- 



94 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

vits 1993, wie in Kapitel 6) nach dem gegenwärtigen Stand des Wissens begründen 
lassen. Ergänzungen oder Änderungen sind mit fortschreitender Kenntnis zu 
erwarten. Die Tabellen gelten strenggenommen nur für Arten, die in unserer Fauna 
vertreten sind. 

Die mitgeteilten Einzelheiten können hier nicht im Detail erklärt werden. Auf die 
folgenden ausführlichen Arbeiten sei verwiesen: Mesnil 1944—1975 (äußere Mor- 
phologie), Herting 1957 (Postabdomen der $), Herting 1960 (Biologie), Verbeke 
1962 und Tschorsnig 1985 (Postabdomen der cf). Breit gefächerte vergleichende 
Untersuchungen von Eiern, Larven und Puparien sowie der Reproduktionsorgane 
der 9 stehen noch aus. 

5.1. Schlüssel für die Subfamilien 

1 Parasitoide von Heteroptera (Ausnahme: Strongy gaster). Ovipare Arten (Ausnahmen: 
Strongy gaster, Redtenbacheria). cf Postabdomen: Hypandrium so verlängert, daß die 
Prägonite hinten ansetzen; Sternit 5 einfach strukturiert (in der Regel plattenförmig 
oder bogenförmig), membranöse Querlinie und Mikrotrichien fast immer fehlend; 
Distiphallus fast immer ohne Dörnchen, einfach schlauchförmig oder mit speziellen Bil- 
dungen (diese Postabdomen-Merkmale gelten nicht für die Eutherini). $ Postabdomen 
häufig mit speziellen Legeapparaten (Abb. 173-182, 185, 212-216, 220, 221, 227, 228). 
— Äußere Morphologie: 2 weit voneinander entfernt stehende ia hinter der Naht (Abb. 
88, 89), manchmal nur 1 ia (Abb. 87) oder ia ganz fehlend; Augen, Prosternum und 
Arista stets nackt, Tergit2 nicht bis zum Hinterrand ausgehöhlt (wie in Abb. 171 — 173); 

Sternite oft ± frei in der Ventralmembran des Abdomens liegend (Abb. 183) 

Phasiinae 

— Parasitoide von Lepidoptera und/oder anderen Ordnungen, niemals jedoch von Hete- 
roptera. cf Postabdomen: Die Prägonite setzen vorn in der Mitte des Epandriums an; 
Sternit 5 in der Regel mit Loben, membranöser Querlinie und Mikrotrichien; Disti- 
phallus mit Dörnchenstrukturen. — Äußere Morphologie: Fast immer 3 ia (selten fehlt 
die erste, wie in Abb. 86); Sternite von den Tergiten fast immer ganz oder weitgehend 
bedeckt 2 

2 cT Postabdomen: Prägonite plattenförmig und gleichzeitig Distiphallus leicht beweglich 
von der Einheit Basiphallus-Epiphallus abgegliedert. — Ovolarvipare Arten . Dexiinae 

— Cf Postabdomen: Prägonite und Aedeagus nicht in dieser besonderen Weise strukturiert 
3 

3 Chorion der Eier dünn, dorsal und ventral gleich beschaffen. Ovolarvipare Arten, cf 
Postabdomen: Tergit 6 nicht längsgeteilt, selten ganz reduziert; lateroventraler Bereich 
des Distiphallus meist nicht oder kaum skierotisiert. Äußere Morphologie: Prosternum 
meist nackt; ad-Endsporn der Vordertibia meist so stark wie der dorsale Endsporn 

Tachininae 

— Chorion der Eier dorsal entweder dick und hartschalig oder wenigstens mit einer deut- 
lichen Polygonalstruktur, ventral dünnhäutig transparent. Ovipare oder ovolarvipare 
Arten, cf Postabdomen: Tergit 6 ± längsgeteilt oder ganz reduziert; lateroventraler 
Bereich des Distiphallus stark skierotisiert. Äußere Morphologie: Prosternum fast 
immer behaart; ad-Endsporn der Vordertibia meist viel schwächer und kürzer als der 
dorsale Endsporn Exoristinae. 

5.2. Schlüssel für die Tribus 

5.2.1. Subfamilie Exoristinae 

1 Parasitoide von Orthoptera. 3. Fühlerglied am Ende mit einer vorgezogenen Spitze 
(Abb. 39). cf Postabdomen: Distiphallus sehr verkürzt; Ejakulatorapodem rudimentär; 
Cerci zu einem Syncercus verschmolzen Acemyini s.str. (ohne Thrixion) 

— Parasitoide anderer Ordnungen. 3. Fühlerglied ohne solche Spitze. C? Postabdomen 
anders 2 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 95 

Barrette flächig behaart (Abb. 97) 3 

Barrette nackt oder höchstens vorn mit 1—3 Härchen 4 

Fläche der Calyptrae nahe dem Außenrand stark nach oben konvex (Abb. 112). Hume- 
ralcallus mit 4 Borsten. Ovipare oder ovolarvipare Arten. Eier mit einem dorsalen 

Operculum (siehe Tschorsnig 1988). $: Ovipositor normal Ethillini 

Calyptrae am Außenrand nicht auffallend konvex (Abb. 113 — 117). Humeralcallus mit 5 
Borsten. Ovipare Arten. Eier ohne Operculum. 9 : Ovipositor verlängert 

Winthemiini 

Präalarborste kürzer und schwächer als die Notopleuralen (Abb. 82). Ovipare oder ovo- 
larvipare Arten 5 

Präalarborste länger und stärker als die Notopleuralen (Abb. 1,2). Ovolarvipare Arten 

(Ausnahmen: Aplomya, Phebellia nigripalpis) 6 

Beugung von m winklig, mit einer Schattenfalte (Abb. 127). Ovipare Arten, cf Postab- 
domen: Cerci zu einem Syncercus verwachsen Exoristini 

Beugung von m gerundet, ohne Schattenfalte (wie in Abb. 128, 132). Ovolarvipare 
Arten, selten ovipar {Beiida, Meigenia). cf Postabdomen: Cerci apikal stets getrennt 

Blondeliini 

Mikroovipare Arten (die sehr kleinen Eier mit der schlüpfbereiten Larve werden von 
den "Wirten mit der Nahrung verschluckt), cf Postabdomen: Rechte Membranverbin- 
dung zwischen Sternit 6 und Segment 7 meist sehr schmal, zuweilen überlagert oder ver- 
wachsen; Sensilla trichodea auf Sternit 5 stets fehlend Goniini 

Ovolarvipare Arten, selten ovipar. cf Postabdomen: Rechte Membranverbindung zwi- 
schen Sternit 6 und Segment 7 breit; Sensilla trichodea auf Sternit 5 bei den meisten Gat- 
tungen vorhanden Eryciini. 

5.2.2. Subfamilie Tachininae 

1. Larvenstadium mit dunklen Chitinplättchen oder -Schüppchen gepanzert. pv-End- 
sporn der Hintertibia etwa so lang und stark wie der av-Endsporn (Abb. 158). cf Post- 
abdomen-Struktur: Basiphallus mit basalen Fortsätzen; Gelenkfortsatz der Postgonite 
durch eine helle Zwischenzone von den Postgoniten abgesetzt; Basiphallus in Ruhestel- 
lung zwischen den Prägoniten eingesenkt (nur bei den Macquartiini anders) 2 

1. Larvenstadium ungepanzert, Segmente mit oder ohne Dörnchengürtel. pv-Endsporn 
der Hintertibia meist deutlich kürzer und schwächer als der av-Endsporn. ö" Postabdo- 
men-Struktur anders (nur bei den Microphthalmini ähnlich) 8 

Calyptrae auf ihrer Oberseite behaart (Abb. 115) Nemoraeini 

Calyptrae auf ihrer Oberseite nackt 3 

Hinterhüften posterodorsal behaart (wie in Abb. 165). cf : Postabdomen kapseiförmig; 

Tergit 6 meist völlig reduziert Tachinini 

Hinterhüften posterodorsal nackt, cf Postabdomen anders 4 

Arista aus 3 etwa gleichlangen Abschnitten bestehend (Abb. 44). Parasitoide von Forfi- 

culiden Triarthriini 

Arista anders. Andere Wirte 5 

Humeralborsten wie in Abb. 74, 78 Linnaemyini 

Humeralborsten anders 6 

Basis von r 4+5 mit einem starken Börstchen (wie in Abb. 129), manchmal davor und 
dahinter ein kleines Haar. — Stirn bei beiden Geschlechtern wenigstens so breit wie ein 

Auge. Hinterkopf bis unten ganz mit schwarzen Haaren bedeckt 

Neaerinis.str(= nur Neaera) 

Basis von r 4+5 mit ein oder mehreren Haaren 7 

Gleichzeitig die folgenden Merkmale: Hinterkopf bis ganz unten mit schwarzen Haaren 
bedeckt; Stirn der cf sehr schmal (wie in Abb. 58); Humeralcallus mit 3 Borsten in 
gerader Linie (wie in Abb. 70); Scutellum mit starken gekreuzten Apikaiborsten, ohne 
Lateralborsten (Abb. 116, 117). — Parasitoide von Coleopterenlarven . . Macquartiini 
Andere Merkmalskombinationen. Hinterkopf meist hell behaart, selten bis ganz unten 
mit schwarzen Haaren. Humeralborsten meist wie in Abb. 75, 76. Verschiedene Wirte 
Ernestiini 



96 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

8 9 m it 2 Spermatheken. Prägonite der CT an ihrer Vorderkante membranös. Subapikal- 
borsten des Scutellums konvergierend (Abb. 103) Siphonini 

— ^ rait ^ Spermatheken, C? Prägonite anders. Subapikalborsten nicht konvergierend . . 9 

9 cf Postabdomen: Stellung der Cerci und Surstyli zangenartig; Basismembran des Disti- 
phallus mit ventralen Sklerotisierungen. 2 Postabdomen: Sternit 8 größer als Sternit 7 
Graphogastrini 

(= Neaerini Herting zum Teil, siehe Andersen 1988) 

— cf und $ Postabdomen anders 10 

10 Peristom breit, ohne occipitale Erweiterung (Abb. 24). Mundrand von vorn gesehen 
stark verengt. Parasitoide von Scarabaeiden-Larven. 1. Larvenstadium mit langen abste- 
henden Haaren (nicht bekannt bei der Gattung Melisoneura, die möglicherweise nicht 
hierher gehört, da das Postabdomen der cf anders strukturiert ist) . . Microphthalmini 

— Occipitale Erweiterung in der Regel vorhanden, wenn reduziert (Brachymerini), dann 
ist der Mundrand normal entwickelt. 1. Larvenstadium anders. Andere Wirte .... 11 

11 Parasitoide von Hymenoptera Symphyta. Occipitale Erweiterung reduziert. Wangen 
stark behaart und teilweise beborstet. 4 Humeralborsten, die 3 stärksten in der Form 
eines Dreiecks angeordnet (wie in Abb. 77) Brachymerini 

— Parasitoide von Lepidoptera. Occipitale Erweiterung normal. Wangen nackt oder fast 
nackt. Humeralcallus mit 2 Borsten (wie in Abb. 81) oder 3 in gerader Linie (wie in 
Abb. 70) 12 

12 Lateralborsten des Scutellums so lang und stark wie die Subapikalen. r 4+5 an der Basis 
mit 1 starken Börstchen. Haustellum kurz, etwa 2mal so lang wie sein Durchmesser. 
Prosternum manchmal mit 1—2 Börstchen auf jeder Seite. Die einzige einheimische Art 
parasitiert Raupen von Nymphalidae Pelatachinini 

— Lateralborsten des Scutellums fehlend oder haarförmig. r 4+5 ± weit mit Haaren oder 
Börstchen. Haustellum viel länger. Prosternum immer nackt. Wirte sind verborgen 
lebende Raupen von Microlepidoptera 13 

13 pv-Endsporn der Hintertibia etwa so lang und stark wie der av-Endsporn (wie in Abb. 
158). Thorax dorsal in der Regel mit 2 breiten schwarzen Längsstreifen (Abb. 62). 
Abdomen lateral komprimiert Minthoini 

— pv-Endsporn der Hintertibia kürzer und schwächer als der av-Endsporn. Thorax dorsal 
mit den normalen 4 Längsstreifen. Abdomen nicht lateral komprimiert .... Leskiini. 

5.2.3. Subfamilie Dexiinae 

1 Parasitoide der Larven von Coleoptera (Ausnahme: Trixa). Die Stirnborsten reichen 
vorn höchstens bis zur Basis des 1. Fühlergliedes. Peristom fast so breit wie die Länge 
der Fühler oder breiter (Abb. 28, 29). Arista fast immer behaart oder gefiedert. Gesicht 
oft mit einem ausgeprägten Mittelkiel. Postabdomen der ö" gleichzeitig mit den fol- 
genden 3 Merkmalen: Akrophallus mit körnchen- oder plättchenartiger Struktur; Sur- 
styli breit, innen ohrmuschelförmig ausgehöhlt; Processus longi kurz, plattenförmig 

Dexiini 

— Parasitoide von Lepidoptera, Hymenoptera oder der Imagines von Coleoptera. Stirn- 
borsten weiter herabreichend. Peristom schmaler. Arista meist nackt. Gesicht ohne Mit- 
telkiel. Postabdomen der cf nicht mit dieser Kombination von Merkmalen 2 

2 Parasitoide der Imagines von Coleoptera. $ meist mit einem besonders adaptierten Ovi- 
positor (Abb. 218, 222—224). In der Regel 2 weit voneinander entfernte ia hinter der 
Naht, cf Postabdomen: Sternit 5 ohne membranöse Querlinie, Verbindung zu Sternit 6 
membranös Dufouriini 

— Parasitoide von Lepidoptera, selten Hymenoptera. Ovipositor nicht besonders adap- 
tiert. Fast immer 3 ia hinter der Naht. ö" Postabdomen: Sternit 5 mit membranöser 
Querlinie, Verbindung zu Sternit 6 gelenkig Voriini. 

5.2.4. Subfamilie Phasiinae 

1 Ovolarvipare Arten. Parasitoide von Formicidae. cf Postabdomen: Aedeagus sehr stark 
verkürzt; Ejakulatorapodem völlig reduziert Strongygastrini 

— Ovipare Arten. Parasitoide von Heteroptera. cf Postabdomen anders 2 

(Fortsetzung: S. 124) 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 



97 




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STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 506 




Abb. 3-10. Kopf, laterale Ansicht. - 3. Catagonia aberrans Ö\ - 4. Carcelia bombylans 
Cf, - 5. Nemorilla floralis cf, - 6. Phörinia aurifrons $, — 7. Phryxe prima ö\ 
- 8. Istocheta cinerea cf , - 9. Admontia maculisquama cf, - 10. Phryxe nemea 
C? (a = Gesichtshöhe; £ = Länge der Stirn; c = großer Augendurchmesser; d = 
kleiner Augendurchmesser; e = Breite des Peristoms;/= Breite der Wangen an 
ihrer schmälsten Stelle). - Maßstrich: 0,5 mm. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 



99 



Ocellarborste 




Abb. 11-18. Kopf, laterale Ansicht. - 11. Gonia distinguenda Ö\ - 12. Pbebellia nigri- 
palpis $, — 13. Myxexoristops blondeli 9,-14. Townsendiellomyia nidicola 
9, — 15. Pexopsis aprica ($, — 16. Eumea linearicornis Ö\ — 17. Petagnia sub- 
petiolata CT, — 18. Voria ruralis cf. — Maßstrich: 0,5 mm. 



100 



STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 506 




Abb. 19-26. Kopf, laterale Ansicht. - 19. Sipbona gemculata CT, - 20. Siphona confusa CT, 

- 21. Sipbona cristata ö\ - 22. Peleteria varia C? , - 23. Sipbona pauciseta Ö\ 

- 24. Dexiosoma caninum cf, - 25. Cyrtophleba runcola cf, - 26. P/7ö5Zd 
pusilla 5- — Maßstrich: 0,5 mm. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 



101 




Abb. 27-29. Kopf, laterale Ansicht. - 27. Stomina tachinoides $, - 28. Prosena siberita $, 

— 29. Tra:^ caerulescens CT. 
Abb. 30-34. Rüssel mit Tastern, laterale Ansicht. - 30. Ancistrophora mikii $, - 31. 

Tachinafera Ö\ - 32. Ceranthia samarensis Ö\ - 33. Ceranthia abdominalis 

Cf, - 34. Nowickia ferox $ (* = Durchmesser des Haustellums; £ = Länge 

des Haustellums). 
Abb. 35-37. Taster, laterale Ansicht. - 35. Solieria inanis $, - 36. Solieria fenestrata $, - 

37. Solieria pacifica $. - Maßstrich: 0,5 mm. 



102 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 506 




Arista 







Abb. 38-49. 



Linker Fühler, laterale Ansicht. — 38. Rhapbiocbaeta breviseta ö\ — 39. 
Acemya acuticornis cf, — 40. Gastrolepta antbracina ö\ — 41. Masicera silva- 
tica $, — 42. Carcelia iliaca cf (a = Länge des 2. Fühlergliedes; /? = Länge des 
3. Fühlergliedes; c = Breite des 3. Fühlergliedes), — 43. Lophosia fasciata ö\ — 
44. Triartbria setipennis 5, — 45. Sipbona nigricans ö\ — 46. Billaea trianguli- 
fera ö\ — 47. Peribaea fissicornis cf , — 48. Cylindromyia pusilla cf , — 49. 
Eriothrix prolixa cf. — Maßstrich: 0,5 mm. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 



103 




Abb. 50-52. Zweites Fühlerglied, Ansicht von vorn. - 50. Exorista civilis <j>, - 51. Exorista 
deligata Ö\ - 52. Linnaemya tessellans Cf • 

Abb. 53-58. Kopf, dorsale Ansicht. - 53. Linnaemya haemorrhoidalis (S {B = Borsten in 
der Obergrenze der weißen Behaarung), - 54. Bessa selecta Ö\ - 55. Gonia 
ornata cf , - 56. Thelymorpha marmorata cf , - 57. Pseudoperichaeta nigroli- 
neata CT (a = Breite der Stirn; b = Breite eines Auges; c = Abstand der hin- 
teren Ocellen voneinander), - 58. Opesia cana $. - Maßstrich: 0,5 mm. 



104 



STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE 



äußere 
Posthumeralborste 





Quernaht 





de Quernaht 




Abb. 59-62. Thorax vor der Quernaht, schräg von hinten und oben gesehen (ohne Behaa- 
rung gezeichnet). - 59. Phebellia glauca 2,-60. Phebellia glaueoides $, - 
61. Wintbemia quadripustulata 2, — 62. Mintho rufiventris $• 

Abb. 63 — 66. Thorax hinter der Quernaht, schräg von hinten und oben gesehen (ohne 
Behaarung gezeichnet). — 63. Senometopia pollinosa $, — 64. Senometopia 
separata 2, — 65. Gymnosoma rotundatum ö" , — 66. Gymnosoma clavatum cf . 

Abb. 67—69. Prosternum. — 67. Masicera pavoniae $, — 68. Masicera sphingivora $, — 69. 
Siphona pauciseta 2- — Maßstrich: 0,5 mm. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 



105 




innere vordere 
Humeralborste 




r innere basale 
Humeralborste 





Abb. 70 — 81. Linker Humeralcallus, dorsale Ansicht (ohne Behaarung gezeichnet). — 70. 
Huebneria affinis ö\ — 71. Phebellia villica cf, — 72. Myxexoristops blondeli 
9,-73. Phryxe vulgaris cf, — 74. Chrysosomopsis auratus ö\ — 75. Eurithia 
caesia cf , — 76. Eurithia suspecta ö\ — 77. Pseudopachystylum gonioides ö\ — 
78. Eriothrix argyreatus cf , — 79. Ramonda prunaria cf, — 80. Wagneria 
gagatea cf, — 81. W<zg«erä* alpina cf. — Maßstrich: 0,5 mm. 



106 



STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 506 




Abb. 82-89. Dorsaler Teil des Thorax, laterale Ansicht (ohne Behaarung gezeichnet). - 82. 
Exorista larvarum Ö\ - 83. Siphona maculata Ö\ - 84. Sipbona flavifrons %, 
- 85. Siphona genkulata $, - 86. Tachina praeceps ö\ - 87. Ectophasia cras- 
sipennis 0\ - 88. Labigastera forcipata C?, - 89. Cylindromyia xylotina cf. - 
Maßstrich: 0,5 mm. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 



107 




Abb. 90 — 91. Thorax vorn links, laterale Ansicht. - 90. Meigenia mutabilis §, — 91. Peri- 
baea tibialis $. 

Abb. 92. Thorax vorn links, dorsale Ansicht, von Meigenia mutabilis cf (ohne Behaa- 

rung gezeichnet). 

Abb. 93-94. Scutellum und Postscutellum, laterale Ansicht. - 93. Litophasia hyalipennis 
Cf, — 94. Cinochira atra cf . 

Abb. 95-99. Sternopleure. - 95. Siphona flavifrons $, - 96. Actia lamia $, - 97. Win- 
themia quadripustulata Cf, — 98. Drino inconspicua J, - 99. Cylindromyia 
pusilla Ö\ - Maßstrich: 0,5 mm. 



108 



STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 506 





101 



102 




Apikal 
borsten 




105 



•Subapikalborsten 






Apikaiborsten d. — \ Subapikal 



borsten 



108 



Abb. 100-108. Scutellum, dorsale Ansicht (ohne Behaarung gezeichnet). - 100. Meigenia 
dorsalis cf, - 101. Gymnosoma rotundatum cf, - 102. Bessena melanura 
$, - 103. Ceromya bicolor $, - 104. Oswaldia muscaria $, - 105. Gaedia 
connexa cf, - 106. Anthomyiopsis nigrisquamata $, - 107. Masistylum 
arcuatum cf, - 108. Synactia parvula $. - Maßstrich: 0,5 mm. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 



109 



/—Apikal börste 
Basal börste / 




Apikaiborsten 
Subapikalborsten- 

Abb. 109-111. Scutellum, laterale Ansicht (ohne Behaarung gezeichnet). - 109. Pales pro- 
cessioneae cf, — 110. Phryxe vulgaris $, — 111. Phebellia nigripalpis $• 

Abb. 112-117. Scutellum und Calyptrae, dorsale Ansicht (Scutellum ohne Behaarung 
gezeichnet). — 112. Paratrypbera barbatula CT (a = linke Calyptra und Flü- 
gelschüppchen, laterale Ansicht), - 113. Catbarosia pygmaea Ö\ — 114. 
Leucostoma anthracinum cf, — 115. Nemoraea pellucida cf, — 116. Mac- 
quartia grisea $, — 117. Macquartia tenebricosa $. — Maßstrich: 0,5 mm. 



110 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 506 



Randdorn 



Basicosta 
Epaulette 




querader 
Beugung von m 



Calyptra Flügelschüppchen 



""""rrrimrmnnmmniraminm.n.nmira"«»"'""^ 



118 




119 



120 



121 




V* 



122 



iv«< ''* I- 




^wwwvw 



Abb. 118. Rechter Flügel von Eurysthaea scutellaris cf. 

Abb. 119 — 126. Spitzendrittel des rechten Flügels. — 119. Phryxe magnicornis ö\ — 120. 
Phryxe vulgaris $, — 121. Platymya fimbriata Cf, — 122. Eumea lineari- 
cornis cf , — 123. Athrycia impresso, cf (a = kürzester Abstand der Beugung 
zum Flügelhinterrand), — 124. Dinera grisescens Ö\ — 125. Gymnosoma 
rotundatum cf, — 126. Gymnosoma nitens cf. — Maßstrich: 0,5 mm. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 



111 






''""irairrnnrnm"'""'"""""''"" 



129 




„„miiiii»"" 1 Q1 

''"lITIlltlllllll"""'""""" lO I 



128 





134 



'"""«"""«im,,,.. m „„,„»»*** 



Abb. 127-134. Rechter Flügel. - 127. Pborocera grandis CT, - 128. Elodia morio $, - 129. 
Phytomyptera nigrina Ö\ - 130. Eloceria delecta Ö\ - 131. Actia nudibasis 
Cf, — 132. Siphona flavifrons cf, — 133. Mintho rufiventris $, — 134. Phyl- 
lomya volvulus cf. - Maßstrich: 0,5 mm. 



112 



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Ser. A, Nr. 506 




Abb. 135-141. Rechter Flügel. - 135. Atbrycia trepida $, - 136. Elomya lateralis $, - 
137. Ectopbasia crassipennis Ö\ - 138. Ectophasia crassipenms $, - 139 Ca- 
tharosiapygmaea $, - 140. Cinochira atra cf , - 141. Bessena anthophila Ö- 

Abb. 142-144. Rechter Flügel, 1. und 2. Flügelrandabschnitt. - 142. Aphria longirostns CT, 
- 143. Apfcrw longilingua cf, - 144. Ramonda ringdahh $. - Maßstnch: 
0,5 mm. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 



113 




Abb. 145-147. Vordertarsus, 4. und 5. Glied, dorsale Ansicht. - 145. Phryxe erythrostoma 

Ö\ — 146. Tacbina fera cf, — 147. Ernestia rudis $. 
Abb. 148-150. Linke Vordertibia, dorsale Ansicht. - 148. Senometopia pollinosa ö\ - 149. 

Entomophaga nigroh alter ata $, — 150. Pelatacbina tibialis $. 
Abb. 151. Linker Femur von Gymnosoma clavatum §. 

Abb. 152-153. Linke Mitteltibia, dorsale Ansicht. - 152. thelaira nigripes cf , - 153. The- 

laira solivaga cf. 
Abb. 154-155. Linke Mitteltibia, Ansicht von hinten. - 154. Carcelia bombylans C? , - 155. 

Senometopia separata cf • — Maßstrich: 0,5 mm. 



114 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 506 




156 



unterste pd-Borste 



157 



ad-Endsporn 
av- Endsporn' 



158 



ad-Endsporn 




.d-Endsporn 
I d-Endsporn / \ 



pv- Endsporn 



pd-Endsporn 



ad-Kamm 



160 



I 1 

1 164 



Abb. 156-159. 



Abb. 160-164. 



Abb. 165-166. 




Trochanter- 



VJ 166 



Linke Hintertibia, dorsale Ansicht (der pv-Endsporn ist in dieser Ansicht 

normalerweise vom 1. Tarsenglied verdeckt!). - 156. Winthemia quadripu- 

stulata $, - 157. Winthemia cruentata $, - 158. Linnaemya picta Ö\ - 

159. Phytomyptera vaccinii cf. 

Linke Hintertibia, Ansicht von hinten. - 160. Billaea triangulifera cf, - 

161. Phebellia villica C?, - 162. Gonia distinguenda $, - 163. Cylindro- 

myia auriceps ö\ — 164. Dinera ferina cf. 

Metathorax, Hinterhüften (= Coxa) und Trochanteren in Ansicht von 

hinten (Trochanteren ohne Behaarung gezeichnet). — 165. Carcelia bomby- 

lans Ö\ — 166. Pbania funesta Cf. — Maßstrich: 0,5 mm. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 



115 




167 



168 




169 




175 



176 



Abb. 167—173. Abdomen, dorsale Ansicht (Behaarung nur in Abb. 170 gezeichnet). — 167. 
Hyalurgus lucidus ö\ — 168. Billaea triangulifera ö\ — 169. Siphona macu- 
lata C? , — 170. Pandelleia otiorrhynchi cf, — 171. Ectopbasia crassipennis ö" , 
— 172. Gymnosoma rotundatum ö\ — 173. Leucostoma anthracinum $. 

Abb. 174 — 176. Tergit 5 und Abdominalzange, dorsale Ansicht. — 174. Labigastera pauci- 
seta $, — 175. Labigastera forcipata $, — 176. Labigastera nitidula $. — 
Maßstrich: 0,5 mm. 



116 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 506 





Abb. 177—182. Tergit 5 und Abdominalzange, dorsale Ansicht (a = rechter Zangenarm in 

lateraler Ansicht). — 177. Dionaea flavisquamis $, — 178. Dionaea auri- 
frons $, — 179. Leucostoma meridianum $, — 180. Leucostoma tetraptera 

$, — 181. Leucostoma turonicum J, — 182. Leucostoma simplex J. 
Abb. 183 — 184. Abdomen, ventrale Ansicht (ohne Behaarung und Beborstung gezeichnet). 

— 183. Ectophasia oblonga ö\ — 184. Medina multispina $. 
Abb. 185. Endsegmente des Abdomens, ventrale Ansicht, von Catharosia pygmaea J. 

Abb. 186-188. Tergite 4 und 5, ventrale Ansicht. - 186. Lydella grisescens cf, - 187. Le«- 

costoma tetraptera ö\ — 188. Leucostoma crassum CT. — Maßstrich: 0,5 mm. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 



117 




195 



198 



Abb. 189-192. 
Abb. 193-196. 

Abb. 197-200. 



Sternit 6, ventrale Ansicht. — 189. Eurithia consobrina $, — 190. Eurithia 
connivens 2> — 191. Eurithia vivida $, — 192. Phorocera assimilis $. 
Epandrium, caudale Ansicht in der Höhlung von Tergit 5 (a = Kontur von 
Segmentkomplex 6-8 und Epandrium in lateraler Ansicht). — 193. Leuco- 
stoma anthracinum ö\ — 194. Leucostoma crassum cf, — 195. Carcelia 
dubia 0\ — 196. Carcelia lucorum cf. 

Tergit 7, caudale Ansicht in der Höhlung von Tergit 5 (a = Kontur von 
Tergit 7 in lateraler Ansicht). — 197. Medina luctuosa $, — 198. Medina 
multispina $, — 199. Medina melania $, — 200. Medina separata $. — 
Maß strich: 0,5 mm. 



118 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 506 




201 



202 



Segment 

?>:> ' ^rz^ \ 7+8 

203 204 Epandrium 





Sternit 6 



Eternit 7 



209 



211 212 




Abb. 201—202. Cerci. — 201. Gymnosoma clavatum $, — 202. Gymnosoma rotundatum 9- 
Abb. 203—216. Abdominalsegment 5 und Postabdomen, laterale Ansicht (nur diagnostisch 
wichtige Behaarung gezeichnet). — 203. Bithia Immaculata C? , — 204. Bithia 
modesta cf, - 205. Medina luctuosa Cf , - 206. Medina melania ö\ — 207. 
Medina separata cf , — 208. Medina multispina cf , — 209. Picconia incurva 
9, — 210. Leucostoma crassum $, — 211. Leucostoma simplex $, — 212. 
Phasia aurigera $, - 213. Phasia pandellei $, - 214. Phasia pusilla $, - 
215. Phasia obesa $, - 216. Phasia aurulans $. - Maßstrich: 0,5 mm. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 



119 




Postabdomen 



Legestachel — '^^Kzrx^***^^ ^--_>( 

221 vv^ 




226 



Sternit 6 



Sternit 7 



228 sternit 7 ' 



Abb. 217-221. 



Abb. 222-228. 



Abdomen, laterale Ansicht (nur Beborstung gezeichnet). — 217. Compsilura 
concinnata $, — 218. Freraea gagatea $, — 219. Cylindromyia brevicornis 
Cf, — 220. Phania incrassata $, — 221. Pbania funesta J. 
Abdominalsegment 5 und Postabdomen, laterale Ansicht (ohne Beborstung 
und Behaarung gezeichnet). — 222. Pandelleia otiorrhynchi $, — 223. 
Microsoma exiguum Q, — 224. Rondania dimidiata $, — 225. Phorocera 
grandis $, — 226. Phorocera assimilis Q, — 227. Ectophasia oblonga ty, — 
228. Ectophasia crassipennis $. — Maßstrich: 0,5 mm. 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 506 




240 



Abb. 229-233. cf Sternit 5, ventrale Ansicht. - 229. Onycbogonia suggesta, - 230. Ony- 
chogonia cervini, — 231. Exorista rustica, — 232. Exorista mimula, — 233. 
Gymnocheta viridis. 

Abb. 234-235. cf Hypopygium, laterale Ansicht. - 234. Zenillia dolosa, - 235. Zenillia 
libatrix. 

Abb. 236-237. Ö" Aedeagus (distale 4 A), laterale Ansicht (a = distales Ende in dorsaler 
Ansicht). — 236. Exorista rustica, — 237. Exorista tubulosa. 

Abb. 238—243. cf Cercus und Surstylus, laterale Ansicht (nur diagnostisch wichtige Behaa- 
rung gezeichnet). — 238. Erycilla ferruginea, — 239. Erycilla rufipes, — 240. 
Senometopia pilosa, — 241. Senometopia excisa, — 242. Senometopia lena, — 
243. Senometopia pollinosa. — Maßstrich: 0,5 mm. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 



121 





247 




254 




255 



Abb. 244-259. 



259 



Cf Cercus und Surstylus, laterale Ansicht (Behaarung nur in Abb. 248—250 
gezeichnet). — 244. Onychogonia suggesta, — 245. Onychogonia cervini, — 
246. Pbebellia glaucoides, — 247. Phebellia glauca, — 248. Meigenia muta- 
bilis, — 249. Meigenia dorsalis, — 250. Meigenia uncinata, — 251. Linnae- 
mya picta, — Tbl. Phryxe magnicornis, — 253. Phryxe vulgaris, — 254. 
Phryxe heaclei, — 255. Nowickia strobeli, — 256. Nowickia rondanii, — 257. 
Nowickia atripalpis, — 258. Nowickia reducta, — 259. Nowickia ferox. — 
Maßstrich: 0,5 mm. 



122 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 506 




Abb. 260-270. cf Cercus und Surstylus, laterale Ansicht (ohne Behaarung gezeichnet). - 
260. Eurithia consobrina, — 261. Eurithia connivens, — 262. Eurithia vivida, 

— 263. Eurithia incongruens, — 264. Eurithia gemina, — 265. Leucostoma 
turonicum, — 266. Leucostoma tetraptera, — 267. Bithia demotica, — 268. 
Bithia modesta, — 269. Pales pavida, — 270. Pales processioneae. 

Abb. 271—272. cf Cerci und Surstyli, dorsale Ansicht (ohne Behaarung gezeichnet). — 271. 
Pales pavida, — 272. Pales processioneae. 

Abb. 273—276. cf Syncercus, dorsale Ansicht (ohne Behaarung gezeichnet). — 273. Gymno- 
soma clavatum (a = Fortsatz in lateraler Ansicht), — 274. Gymnosoma de- 
sertorum, — 275. Gymnosoma dolycoridis, — 276. Gymnosoma rotundatum. 

— Maßstrich: 0,5 mm. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 



123 




277 




278 




279 




280 





282 




283 




284 




285 





289 



Abb. 277— 291. cf Syncercus, dorsale Ansicht (nur diagnostisch wichtige Behaarung 
gezeichnet). — 277. Eurithia fucosa, — 278. Eurithia caesia, — 279. Eurithia 
indigens, — 280. Eurithia anthophila, — 281. Exorista rustica, — 282. Exorista 
cuneata, — 283. Linnaemya rossica, — 284. Linnaemya haemorrhoidalis, — 
285. Linnaemya fissiglobula, — 286. Linnaemya zachvatkini, — 287. Linnae- 
mya olsufjevi, — 288. Linnaemya media, — 289. Linnaemya perinealis, — 
290. Leucostoma crassum, — 291. Leucostoma tetraptera. — Maßstrich: 
0,5 mm. 



124 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

2 $ Postabdomen mit einem Legestachel, der vom 10. Sternit (Postgenitalplatte) gebildet 
wird (Abb. 221); Tergit 7 mit Sternit 7 zum einem gemeinsamen Komplex verschmolzen 
und hakenartig verlängert, cf Postabdomen: Besondere Bildungen in der Membran zwi- 
schen Sternit 6 und Hypandrium vorhanden; Hypandrium gegliedert in einen hufeisen- 
förmigen basalen Teil und in einen davon abgesetzten Komplex, der die verwachsenen 
Prä- und Postgonite trägt. — Metathorax hinten oft durch eine skierotisierte Brücke 
geschlossen (Abb. 166) Cylindromyiini 

— 9 ohne Legestachel oder mit einem Legestachel, der vom 8. Sternit gebildet wird (Abb. 
213—216); Segment 7 nicht wie oben verwachsen, cf Postabdomen nicht in dieser 
besonderen Weise strukturiert. — Metathorax hinten membranös (wie in Abb. 165) . 3 

3 Ocellarborsten aufgerichtet und etwas nach hinten gebogen (meist nicht so stark wie in 
Abb. 11, 55). Postabdomen der $ mit einer Zange (Abb. 173-182, 210, 211) (nur bei 
Brullaea rudimentär), stets mit Legestachel, cf Postabdomen: Hypandrium verlängert, 
im Gelenk zum Epandrium ausklappbar; Prä- und Postgonite in zangenartiger Stellung; 
Aedeagus sehr einfach schlauchförmig strukturiert Leucostomatini 

— Ocellarborsten nach vorn gebogen oder fehlend. 9 Postabdomen ohne Zange. cf Post- 
abdomen anders gebildet 4 

4 Gesicht tief ausgehöhlt. Stiel von R 5 länger als die Spitzenquerader (Abb. 139). Postscu- 
tellum manchmal nicht oder nur schwach konvex. 9 : Postabdomen mit Legestachel; 
Abdomen ventral mit einem Polster aus kurzen, schwarzen Dörnchen (Abb. 185). Cf : 
Surstyli völlig reduziert; Gelenkfortsatz der Postgonite sehr groß, deutlich abgegliedert; 
Arme von Sternit 6 beidseitig mit Segment 7+8 verwachsen (diese 3 Merkmale gelten 
nicht für die abweichende Gattung Litophasia) Catharosiini 

— Gesicht nicht oder kaum ausgehöhlt. Stiel von R 5 fehlend oder viel kürzer als die Spit- 
zenquerader. Postscutellum normal konvex. Postabdomen von cT und $ anders ... 5 

5 Dorsales Chorion der Eier ohne „Fenster". Das C? Postabdomen entspricht dem Bau- 
plan der Phasiinae; Distiphallus häufig mit sehr komplexen Strukturen (Tschorsnig 
1985). Scutellum mit nur 2 Paar Randborsten (Abb. 101). Abdomen oft kugelig (Abb. 
172) oder sehr flachgedrückt (Abb. 171, 183) und Beborstung meist sehr reduziert 

Phasiini 

— Dorsales Chorion der Eier mit „Fenster" (Herting 1966). ö" Postabdomen sehr abwei- 
chend von den anderen Phasiinae (Tschorsnig 1985). Scutellum mit 3—4 Paar Rand- 
borsten. Abdomen mit normalen Diskal- und Marginalborsten Eutherini. 



6. Wichtigste Angaben zur Verbreitung und Ökologie der einzelnen Arten 

6.1. Allgemeines 

Für jede Art werden — soweit aufgrund der verfügbaren Daten eine Aussage mög- 
lich ist — die nachfolgenden, kurzen Informationen (jeweils getrennt durch Gedan- 
kenstrich) angegeben. Quellen sind in erster Linie von den Autoren selbst gesam- 
meltes Material, aber auch Revisionen von Museums- und Privatsammlungen, sowie 
glaubwürdig erscheinende Angaben aus der Literatur. Wegen des begrenzten 
Raumes können die zahlreichen Literaturquellen hier leider nicht zitiert werden. 
Vollständig revidiert wurden bisher die Sammlungen der Naturkundemuseen Stutt- 
gart, Freiburg/Br., Kassel und Wiesbaden sowie die Sammlung M. P. Riedel aus 
Berlin; nur in Bezug auf Wirtsangaben durchgesehen wurden die Sammlungen der 
Naturkundemuseen Wien, Frankfurt/Main und Karlsruhe. Die meisten erhobenen 
Daten sind in Form von „dBASE"-Dateien gespeichert (gegenwärtig mehr als 50 000 
Datensätze). Außerdem lagen vor eine — zu Kontrollzwecken verwendete — Liste 
teilweise unveröffentlichter Originaldaten aus der ehemaligen DDR von J. Ziegler 
(Eberswalde) sowie eine Datei mit Wirtsbefunden aus Großbritannien von R. 
Belshaw (London). 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 125 

— Artname (fast immer) in der Nomenklatur nach Herting & Dely-Drasko- 
vits (1993), in „[ ]" dahinter die wichtigsten Synonyme und abweichenden Schreib- 
weisen (nur soweit von Herting 1960 und Mesnil 1944 — 1975 verschieden). 

— Grobe Verbreitung in Westeuropa. [Osteuropa und die östliche Paläarktis 
werden in der Regel nicht berücksichtigt; zahlreiche Angaben hierzu finden sich bei 
Herting (1984). Unerwähnt bleibt auch Großbritannien, da hierzu eine neue Bear- 
beitung von Belshaw (1993) vorliegt.] Es folgt die regionale Verbreitung im 
deutschsprachigen Raum. Die Abkürzungen bedeuten: SH Schleswig-Holstein; NS 
Niedersachsen; NW Nordrhein- Westfalen; HE Hessen; RP Rheinland-Pfalz (ein- 
schließlich Saarland); BW Baden-Württemberg; BY Bayern; NB Neue Bundesländer 
(frühere DDR); A Österreich; CH Schweiz (ohne Wallis und Tessin!). Lücken in 
den Verbreitungsangaben bedeuten, daß eine Art dort bisher nicht sicher nachge- 
wiesen worden ist. Für die neuen Bundesländer liegt eine Checkliste von Ziegler 
(1993) vor. 

— Lebensraum der Imagines soweit er aufgrund von Sammeltätigkeit ermittelt 
werden konnte; es verbietet sich wegen des geringen Platzes eine detailierte Aufzäh- 
lung der manchmal sehr vielfältigen Habitate. Bei Gebirgsbewohnern folgt (soweit 
bekannt) die Höhenstufe. 

— Flugzeit und Anzahl der Generationen für durchschnittliche Verhältnisse in 
Mitteleuropa (A = Anfang, M = Mitte, E = Ende eines jeweiligen Monats). Es ist 
bei Arten mit weiter Verbreitung zu beachten, daß sie im Süden oder im Flachland 
etwas früher fliegen als im Norden oder im Gebirge (die Extremwerte sind in der 
Bandbreite der Angaben enthalten). Jährliche Schwankungen gibt es durch den aktu- 
ellen Wetterverlauf. Manche Arten haben in Südeuropa zwei oder mehr, in Nordeu- 
ropa aber nur eine Generation. Die Aussage „wenigstens zwei Generationen" bein- 
haltet, daß aufgrund der Funddaten eine dritte Generation möglich erscheint aber 
noch nicht nachgewiesen ist. 

— Nähere Fundumstände und Häufigkeit. Bei den nicht seltenen Arten ist die 
Situation (oder Fangmethode) angegeben, bei der sie statistisch am ehesten gefunden 
werden (etwa auf Blüten, auf Blättern oder im Gras); das schließt nicht aus, daß zum 
Beispiel ein typischer Blütenbesucher durchaus auch auf Blättern gefangen werden 
kann. Der Blütenbesuch ist zudem oft von der Jahreszeit abhängig (siehe 
Tschorsnig 1983). Die Raupenfliegen besuchen überwiegend Umbelliferae oder 
Euphorbiaceae, Arten mit besonders langem Rüssel auch Compositae. Um die Häu- 
figkeit der Arten zu kennzeichnen, werden in dieser Arbeit entsprechend der Anzahl 
vorliegender mitteleuropäischer Freilandfunddaten oder Zuchtbefunde folgende 
grobe Richtwerte verwendet: sehr selten (weniger als 10 Daten); selten (10—20 
Daten); nicht selten (20—50 Daten); häufig (50—200 Daten); sehr häufig (mehr als 
200 Daten). Sofern ein besonderer Lebensraum angegeben wurde, gilt die erwähnte 
Häufigkeit nur für diesen. Die Populationsstärke der Tachinidae kann jahrweise sehr 
großen Schwankungen unterworfen sein. „Selten" bedeutet nur „selten gesammelt". 
Das heißt, einzelne Arten können in der Natur häufig vorkommen, obwohl sie 
wegen ihrer besonderen Lebensweise oder Unscheinbarkeit nur selten vom Sammler 
gefunden werden. Auf die tatsächliche Bedeutung der Raupenfliegen in der Natur 
weisen oft erst die Zuchtbefunde hin. 

— Die bisher bekannten Wirte oder — sofern es sich um zahlreiche Wirte handelt 
— die Familien der Wirte. Bei den Aufzählungen stehen die wichtigsten Wirte oder 
Wirtsfamilien an erster Stelle. Wenn nur wenige Wirte bekannt sind, werden diese 



126 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

auch dann genannt, wenn sie in Mitteleuropa nicht vorkommen. Sehr unklare Fälle 
oder absolute Ausnahmen sind ohne Begründung weggelassen. Die Angaben 
„besonders" oder „vor allem" bedeuten, daß viele Zuchtmeldungen aus einem Wirt 
vorliegen; wenn es sich um besonders häufig gezogene Wirte handelt, läßt sich 
daraus nicht unbedingt eine besondere Bevorzugung des Wirtes ableiten. Bei den 
Schmetterlingen und Blattwespen sind als parasitierte Stadien immer die Raupen, 
bzw. die Larven gemeint, bei den Käfern — sofern nicht anders angegeben — die 
Larven. Die Wirtslisten stimmen nicht immer mit den Angaben von Herting (1960) 
überein, da es inzwischen zahlreiche neue Befunde und auch Korrekturen gegeben 
hat. Gegenwärtig entsteht im Naturkundemuseum Stuttgart ein Katalog aller palä- 
arktischen Wirtsbefunde, der allerdings — vor allem wegen der großen Anzahl über- 
prüfungsbedürftiger Fälle — noch einige Jahre Arbeit benötigen wird. 

6.2. Subfamilie Exoristinae 
6.2.1. Exoristini 

Exorista civilis (Rondani). — Südeuropa, auch aus Polen und der Slowakei gemeldet; im 
deutschsprachigen Raum nur ein Fund aus dem südöstlichen Österreich (Leithagebirge). — 
Mai bis Sept. (Südeuropa). — Im Freiland auch in Südeuropa selten. — Loxostege sticticalis L. 
(Pyralidae); selten andere Pyralidae, Noctuidae oder Geometridae gemeldet. 

Exorista cuneata Herting. — Südfrankreich, Tessin; A (Wiener Neustadt, Wechsel). — 
Funddaten von A Mai bis E Sept. — Sehr selten. — Wirt: Allantus cinctus L. (Tenthredinidae). 

Exorista deligata Pandelle [aberrans (Strobl)]. — Südeuropa, aber auch aus Südschweden 
und Finnland gemeldet; für den deutschsprachigen Raum noch kein sicherer Nachweis. — 
Funddaten von April bis Aug. (Südeuropa). — Sehr selten. — Acanthopsyche atra L., Pacby- 
thelia villosella Ochs., Psyche constancella Bruand, Sterrbopteryx hirsutella Hueb. (Psychi- 
dae). 

Exorista fasciata (Fallen). — Gemäßigtes Europa bis England und Norwegen; NS, BW, 
BY, NB / A, CH. — Trockene Gebiete: Heiden, Kiefernwälder, Dünen. — M Mai bis M Sept., 
besonders M Juli bis M Aug., wenigstens 2 Generationen. — Meist auf Blüten; selten. — Zahl- 
reiche Lasiocampidae, Lymantriidae, Zygaenidae und Arctiidae, selten Noctuidae, Nympha- 
lidae, Sphingidae oder Geometridae. 

Exorista florentina Herting. — Italien, Kroatien; ein Fund aus dem südöstlichen Öster- 
reich (Hainburg a. D.). — Juni (Sizilien). — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Exorista glossatorum (Rondani) [baranoffi (Wainwright)]. — Italien, Schweiz (Wallis), 
Südfrankreich, Slowakei, Ungarn, Südengland; für den deutschsprachigen Raum noch kein 
Nachweis, ein Vorkommen in besonders warmen Gebieten kann jedoch nicht ausgeschlossen 
werden. — In trockenwarmen Gebirgslagen von den Tälern bis zur Baumgrenze. — M Mai bis 
A Sept. — Blüten besuchend oder auf Berggipfeln auf Blättern; selten. — Wirte unbekannt. 

Exorista grandis (Zetterstedt). — Gemäßigtes Europa (im Mediterrangebiet sehr selten) bis 
Schottland, Südschweden, Finnland; NS, NW, BW, BY, NB / A, CH. - Heidegebiete, trok- 
kenwarme Waldränder. — M Mai bis E Juni, einzelne Exemplare E Juli/A Aug. (unvollstän- 
dige 2. Generation?). — Im Freiland selten, eher aus den Wirten zu ziehen. — Saturnia pavonia 
L., S. pyri Schiff. (Saturniidae); sehr selten verschiedene andere Macrolepidoptera. 

Exorista larvarum (Linnaeus). - Europa bis Irland, Schottland und Finnland; NS, NW, 
HE, RP, BW, BY, NB / A. - Offene Landschaften, lichte Laubwälder, Obstanlagen, Kiefern- 
wälder. — M Mai bis E Sept., besonders E Juli bis A Sept., wenigstens 2 Generationen. — 
Meist auf Blüten; nicht selten, eher aus den Wirten zu ziehen als im Freiland zu fangen. — 
Zahlreiche Lymantriidae, Lasiocampidae, Noctuidae, Arctiidae und Zygaenidae, selten Sphin- 
gidae, Nymphalidae, Pieridae, Notodontidae, Geometridae und Endromididae. 

Exorista mimula (Meigen) [erucarum (Rondani), pratensis (Robineau-Desvoidy), verax 
(Robineau-Desvoidy)]. — Europa (mehr im gemäßigten Bereich) bis Südengland, Süd- 
schweden und Norwegen; NW, HE, BW, BY, NB / A, CH. - Offene Landschaften, trok- 
kene bis mäßigfeuchte Wiesen. - A Mai bis M Juni (wenige Exemplare) und A Juli bis M 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 127 

Sept., vermutlich 2 Generationen. — Von Blüten oder im Gras zu käschern; nicht selten. — 
Athalia rosae L., Cladius pectinicornis Geoffr., Pristiphora pallidiventris Fall. (Tenthredini- 
dae). 

Exorista nova (Rondani). — Südeuropa (bis zur südlichen Bretagne); im Gebiet ein Zucht- 
befund aus BW (Talheim, Schwäbische Alb). — Vorzugsweise Mai und Juni (Südeuropa). — 
Im Freiland auch in Südeuropa sehr selten, eher aus den Wirten zu ziehen. — Zygaena spp. 
(Zygaenidae). 

Exorista rustica (Fallen). - Europa bis Irland, England, Skandinavien; NS, NW, HE, RP, 
BW, BY, NB / A, CH. - Offene Landschaften, trockene bis feuchte Wiesen, Gärten, Äcker, 
Ödland. — M Mai bis E Juni (wenige Exemplare) und A Juli bis A Okt., wenigstens 2 Genera- 
tionen. — Blütenbesucher, auch im Gras zu käschern; sehr häufig. — Zahlreiche Tenthredini- 
nae. 

Exorista segregata (Rondani). — Südeuropa; für Mitteleuropa noch nicht nachgewiesen, 
ein Vorkommen im südöstlichen Österreich kann aber nicht ausgeschlossen werden. — Offene 
mediterrane Landschaften. — In Südeuropa von März bis Dez. in mehreren Generationen. — 
Blütenbesucher; in Südeuropa häufig. — Verschiedene Lymantriidae, Zygaenidae, Noctuidae, 
Lasiocampidae, Arctiidae, Thaumetopoeidae, Nymphalidae, Pieridae und Saturniidae. 

Exorista sorbillans (Wiedemann). — Südeuropa; im gemäßigten Europa nur ein Fundort 
aus dem südöstlichen Österreich (Hainburg a. D.). — Aug. (soweit bekannt). — Auch in Süd- 
europa im Freiland sehr selten, eher aus den Wirten zu bekommen. — Verschiedene Lyman- 
triidae, Lasiocampidae, Saturniidae (nicht Saturnia), Noctuidae, Bombycidae, Sphingidae, 
Danaidae u. a. 

Exorista tubulosa Herting. — Gemäßigtes Europa bis Südengland und Südschweden; BW, 
BY / A, CH. — Trockenwarme, offene Landschaften. — Funddaten von M Juni bis E Aug. — 
Blütenbesucher; selten. — Wirte unbekannt. 

Neophryxe vallina (Rondani) [Exorista fingana Herting]. — Südeuropa bis Wallis, Ostslo- 
wakei; im Gebiet noch kein Nachweis. — Funddaten Juni und Aug. (Südeuropa). — Sehr 
selten. — Wirt: Nola togatulalis Hueb. (Nolidae). 

Chetogena acuminata Rondani [Spoggosia, Cbaetogena]. — Südeuropa, an Meeresküsten 
bis zu den Niederlanden und Südengland; CH (Vaud). — Trockenwarme, offene Land- 
schaften, Sanddünen. — E Juni bis M Sept., wahrscheinlich 1 Generation (in Südeuropa meh- 
rere Generationen von A April bis A Okt.). — Blütenbesucher; in Südeuropa häufig, in Mittel- 
europa sehr selten. — Larven der Gattungen Blaps, Gonocephalum, Opatrum, Pedinus und 
Platyscelis (Tenebrionidae). 

Chetogena fasciata (Egger) [Spoggosia, Cbaetogena]. - Südosteuropa, Slowakei; NW 
(Rüster Mark b. Dorsten), NB (Frankfurt/Oder) / A (Niederösterreich, Oststeiermark, Wien, 
Leithagebirge). — A April bis E Mai, 1 Generation. — Selten. — Penthophera morio L. 
(Lymantriidae); Procris pruni Schiff. (Zygaenidae). 

Chetogena filipalpis Rondani [Spoggosia, Cbaetogena]. — Südeuropa bis Wallis, Tessin; 
BY (Dachau) / A. — Trockenwarme, offene Graslandschaften. — A Mai bis E Mai und M Juni 
bis E Aug., 2 Generationen (in Südeuropa in mehreren Generationen von März bis Okt.). — 
Von Blüten oder im Gras zu käschern; in Südeuropa häufig, in wärmeren Regionen Öster- 
reichs nicht selten, in den übrigen Gebieten sehr selten. — Zahlreiche Psychidae. 

Chetogena obliquata (Fallen) [Spoggosia echinura (Robineau-Desvoidy), Cbaetogena]. — 
Europa bis Südschweden, Norwegen; NW, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trockene Wiesen, 
trockenwarme Waldränder. — A April bis E Juni, 1 Generation. — Lokal nicht selten (Kaiser- 
stuhl). — Lasiocampa trifolii Esp., L. quercus L., Eriogaster pbilippsi Bart. (Lasiocampidae); 
Ocnogyna baetica Ramb. (Arctiidae); Zygaena maroccana Roths. (Zygaenidae). 

Diplostichus janitrix (Hartig). — Gemäßigtes Europa bis Südengland, Südschweden, Finn- 
land; NS, HE, RP, BW, NB / A, CH. - Kiefernwälder. - E Juni bis M Sept., wahrscheinlich 
nur 1 Generation. — Besucht keine Blüten; im Freiland sehr selten, eher aus den Wirten zu 
ziehen. — Diprion spp. (Diprionidae). 

Parasetigena silvestris (Robineau-Desvoidy) [segregata auct., Pborocera agilis (Robineau- 
Desvoidy)]. - Europa bis Südengland, Südschweden; NW, BW, BY, NB / A, CH. - Laub- 
wälder, Mischwälder, Kiefernwälder. — A Mai bis E Juni, 1 Generation. — Auf Blättern; nor- 
malerweise eher selten, beim Massenauftreten ihrer Wirte aber sehr häufig. — Lymantria 
dispar L., L. monacha L. (Lymantriidae). 



128 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Phorocera assimilis (Fallen). — Europa bis England und Südschweden; NS, NW, HE, RP, 
BW, BY, NB / A, CH. - Laubwälder, Obstanlagen. - M April bis M Juni, 1 Generation. - 
Auf Blättern; häufig. — Laubholzbewohnende Noctuidae und Geometridae. 

Phorocera grandis (Rondani). — Südeuropa (bis Paris, Slowakei); NW (Funde um 1900), 
BW (nur eine alte, unsichere Angabe), NB / A. — Laubwälder. — M April bis M Juni, 1 Gene- 
ration. — Auf Blättern; sehr selten. — Euproctis chrysorrhoea L. (Lymantriidae), Thaumeto- 
poea pityocampa Schiff. (Thaumetopoeidae). 

Phorocera obscura (Fallen). — Europa bis England, Norwegen, Finnland; SH, NS, NW, 
HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Laubwälder, Obstanlagen. - A April bis M Juni, 1 Gene- 
ration. — Auf Blättern; sehr häufig. — Laubholzbewohnde Geometridae, seltener Noctuidae. 

Phorinia aurifrons Robineau-Desvoidy. — Europa bis Norddeutschland; NS, NW, HE, 
RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trockene Laubwaldränder, Hecken, Gebüsch, Heiden. - A 
Mai bis M Sept., wenigstens 2 Generationen. — Im Frühjahr auf Blättern, im Hochsommer auf 
Blüten; nicht selten. — Wirt: Cosymbia punctaria L. (Geometridae). 

Bessa parallela (Meigen) {fugax (Rondani)]. — Europa bis Südengland und Südschweden; 
NS, NW, HE, BW, BY, NB / A, CH. - Hecken, Gebüsch, Obstanlagen, lichte Laubwälder. 

— A Mai bis M Sept., mehrere Generationen. — Besucht in der Regel keine Blüten; im Frei- 
land nicht selten, häufiger aber aus den Wirten zu ziehen. — Zahlreiche Microlepidoptera, vor 
allem Hyponomeutidae, Tortricidae und Pyralidae, selten einige Macrolepidoptera. 

Bessa selecta (Meigen). — Europa bis Mittelengland, Mittelschweden, Finnland; SH, NS, 
NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Hecken, Gebüsch, Obstanlagen, lichte Laubwälder. 

— M Mai bis A Okt., mehrere Generationen. — Zuweilen Blüten besuchend; im Freiland nicht 
selten, häufiger aber aus den Wirten zu ziehen. — Zahlreiche Tenthredinidae, selten auch Di- 
prion polytomus Hart. (Diprionidae) und Argidae. 

6.2.2. Blondeliini 

Beiida angelicae (Meigen) [Aporotachina]. — Europa bis England und Lappland; NS, BW, 
BY, NB / A, CH. — Wärmere Laubwaldränder, Gebüsch. — M Juni bis A Sept., wahrschein- 
lich 1 Generation. — Blütenbesucher; im wärmeren Mitteleuropa (Oberrhein) lokal nicht 
selten. — Arge berberidis Klug, seltener A. nigripes Retz. und A. sorbi Schedl (Argidae). 

Beiida latifrons (Jacentkovsky) [Aporotachina]. — Osteuropa (Polen, Tschechische 
Republik); aus dem deutschsprachigen Gebiet noch nicht bekannt. — Juni/Juli. — Sehr selten. 

— Wirte unbekannt. 

Meigenia dorsalis (Meigen) [pilosa Baranov]. — Europa bis England, Schweden; NS, NW, 
HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Hecken, Gebüsch, Gärten, Laubwaldränder. - A Mai bis 
E Sept., mehrere Generationen. — Auf Blättern oder Blüten; häufig. — Verschiedene Chryso- 
melidae {Chrysolina, Crioceris, Melasoma, Phytodecta). 

Meigenia grandigena (Pandelle). — Pyrenäen, Alpen, höhere Mittelgebirge; BW, BY / A, 
CH. — Staudenreiche Waldränder, Wegränder und Wiesen in Lagen von 800—2000 m. — E 
Juni bis E Aug. — Auf Blättern krautiger Pflanzen; selten. — Wirte unbekannt. 

Meigenia incana (Fallen). — Gemäßigtes Europa bis Schweden; NW, BW, NB / A. — 
Trockenwarme Gebiete. — M Mai bis A Okt. — Selten. — Wirte unbekannt. 

Meigenia majuscula (Rondani). — Südeuropa bis in die Slowakei (nach Belshaw 1993 
wenige alte Funde auch in Südengland); BW (Ostwürttemberg, Blasienberg). — Auf Berggip- 
feln. — A Mai bis M Aug. (Südeuropa). — In Südeuropa lokal nicht selten, aus Mitteleuropa 
bisher nur 1 Exemplar bekannt. — Chrysolina montana Gebier (Chrysomelidae). 

Meigenia mutabilis (Fallen). - Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, 
NB / A, CH. — Hecken, Gebüsch, Gärten, Laubwaldränder. — M April bis M Okt., mehrere 
Generationen. — Auf Blättern oder Blüten; sehr häufig. — Zahlreiche Chrysomelidae, aber 
auch Athalia spp. (Tenthredinidae). 

Meigenia uncinata Mesnil. - Europa bis Brandenburg; HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - 
Bisher hauptsächlich gefangen auf verbuschten trockenen Hängen oberhalb von Bachläufen 
mit Erlen. — M Mai bis E Sept., besonders Aug. — Blütenbesucher; im wärmeren Mitteleu- 
ropa lokal häufig. — Agelastica alni L. (Chrysomelidae). 

Conogaster pruinosa (Meigen). - Südeuropa bis Mittelfrankreich (Seine-et-Oise) und 
Wallis; A (Kärnten). — Trockene vergraste Flächen mit Krautwuchs oder blütenreicher Rüde- 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 129 

ralvegetation. — E Mai bis A Juli, wahrscheinlich nur 1 Generation. — Auf Blüten von 
Daucus; in Südeuropa lokal nicht selten, in Mitteleuropa sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Zaira cinerea (Fallen) [Vivianio]. — Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, BW, BY, NB 
/ A, CH. — Bevorzugt offene Flächen mit Ruderalflora, Heidegebiete. — M Mai bis E Aug., 1 
Generation. — In der Malaisefalle nicht selten, sonst nur vereinzelt. — Imagines von Carabidae 
(Carabus, Harpalus, Pterostichus, Zabrus, Amara, Broscus). 

Gastrolepta anthracina (Meigen). — Gemäßigtes Europa bis Brandenburg (in Südeuropa 
selten); NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Laubwaldränder, Gebüsch. -2 Generationen: 
M Mai bis E Juni und M Juli bis M Sept. — In der Malaisefalle lokal häufig, sonst eher selten. 

— Lagria hirta L. (Lagriidae). 

Trigonospila ludio (Zetterstedt). — Wenige ältere Funde verstreut in Europa (Dänemark, 
Italien); für das Gebiet nur eine alte Angabe aus der Oststeiermark (Wechsel). — Wirte unbe- 
kannt. 

Medina collaris (Fallen) [Degeeria]. — Europa bis Nordskandinavien (in Südeuropa selten); 
NS, NW, HE, BW, BY, NB / A. - Bevorzugt warmtrockene Lagen. -2 Generationen: E Mai 
bis M Juli und A Aug. bis M Sept. — Insgesamt häufig, an ihren Fundorten aber meist nur ver- 
einzelt. — Imagines von Lochmaea suturalis Thoms., L. capreae L. und Galerucella luteola 
Muell. (Chrysomelidae). 

Medina luctuosa (Meigen) [Degeeria]. — Gemäßigtes Europa bis Schweden (in Südeuropa 
sehr selten); NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Gebüsch, Waldränder, Heidege- 
biete. — A Mai bis M Sept., wenigstens 2 Generationen. — Nicht selten. — Imagines der Gat- 
tung Haltica (Chrysomelidae). 

Medina melania (Meigen) [Degeeria, funebris (Meigen)]. — Gemäßigtes Westeuropa; NW, 
RP, BW, NB / A, CH. - A Mai bis E Aug., wenigstens 2 Generationen. - In der Malaisefalle 
oder auf Blättern; selten. — Wirte unbekannt. 

Medina multispina (Herting) [Degeeria]. — Gemäßigtes Europa; NW, BW, BY, NB / A, 
CH. — Funddaten von E Mai bis E Aug., wahrscheinlich 2 Generationen. — Im Freiland sehr 
selten zu fangen, eher aus den Wirten zu ziehen. — Imagines von Hypera postica Gyll. und 
Tanymecus palliatus F. (Curculionidae). 

Medina separata (Meigen) [Degeeria]. — Europa bis Nordskandinavien (in Südeuropa 
selten); NS, NW, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Gebüsch, Hecken, Waldränder. - A Mai bis 
M Sept., mehrere Generationen. — In der Malaisefalle oder auf Blättern; häufig. — Imagines 
zahlreicher Coccinellidae und einiger Chrysomelinae (Phyllodecta, Plagiodera, Gastropbysa, 
Agelastica). 

Paratrixa polonica Brauer & Bergenstamm. — Verstreute Fundorte im gemäßigen Europa; 
BY (Erlangen), NB (Berlin, Frankfurt/Oder). — Warmtrockene Gebiete. — Funddaten von E 
Mai bis A Sept. — Sehr selten. — Imagines von Anisodactylus binotatus F., Agonum viduum 
Panz. und Amara plebeja Gyll. (Carabidae). 

Policheta unicolor (Fallen) [Perichaeta]. — Europa bis Skandinavien (in Südeuropa selten); 
NW, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Offene Landschaften, Ruderalflächen. - E Mai bis M 
Okt., wenigstens 2 Generationen. — Blütenbesucher; selten. — Imagines von Chrysolina 
banksi F., C. geminata Payk., C. graminis L. und C. haemoptera L. (Chrysomelidae). 

Istocheta cinerea (Macquart) [Hyperecteina, Istochaeta, metopina Schiner]. — Südeuropa 
bis ins Elsaß und die Slowakei; BW (Markgröningen) / A. - Warmtrockene Gebiete. - E 
April bis A Juni, 1 Generation. — Tagaktiv; sehr selten. — Imagines von Rhizotrogus aestivus 
Oliv, und R. carduorum Erichs. (Scarabaeidae). 

Istocheta hemichaeta (Brauer & Bergenstamm) [Hyperecteina, Urophylloides, Istochaeta]. 

— Wärmeres Mitteleuropa (nach Süden bis Südtirol); BW (Sandhausen), NB (Dresden, Gen- 
thin, Frankfurt/Oder) / A (Kärnten, Linzer Becken). - Offene Sandgebiete. - E April bis E 
Mai, 1 Generation. — Tagaktiv, von Eupborbia-Blüten zu käschern; sehr selten. — Imagines 
von Maladera holosericea Scop. und M. orientalis Motsch. (Scarabaeidae). 

Istocheta longicornis (Fallen) [Hyperecteina, Istochaeta]. — Gemäßigtes Europa bis Skan- 
dinavien; BW (Grißheim), NB (bei der von Riedel 1934 von Frankfurt/Oder angeführten /. 
cinerea handelt es sich um diese Art). — Juni bis M Juli, 1 Generation in zweijährigem Zyklus. 

— Dämmerungsaktiv; sehr selten. — Imagines von Amphimallon solstitialis L. (Scarabaeidae). 
Istocheta polyphyllae (Villeneuve) [Hyperecteina, Istochaeta]. — Südwestfrankreich, 

Ungarn, Ukraine; NB (Umgebung Dresden, Potsdam; Eier auf dem Wirt nachgewiesen). - 



130 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Bisher nur aus dem Wirt gezogene Exemplare bekannt. — Sehr selten. — Imagines von Poly- 
phylla fullo L. (Scarabaeidae). 

Istocheta subcinerea (Borisova) [Hyperecteina, Istocbaeta]. — Ukraine, Finnland; im 
Gebiet noch nicht nachgewiesen. — Imagines von Amphimallon solstitialis L. (Scarabaeidae). 

Staurochaeta albocingulata (Fallen). - Europa bis Schweden; NW, BW, NB / A, CH. - 
Heiden oder Trockenhänge mit Juniperus. — A Juni bis A Aug., 1 Generation. — Auf oder in 
unmittelbarer Nähe von Juniperus; in Südeuropa häufig, in Mitteleuropa sehr selten. — 
Monoctenus juniperi L. (Diprionidae). 

Lecanipa bicincta (Meigen) [Lecanipus]. - Mitteleuropa; RP, BW, BY, NB / A, CH. - 
Trockenwarme Waldränder, Gebüsch. — E Mai bis E Aug., wahrscheinlich nur 1 Generation 
(in wärmeren Gebieten möglicherweise auch eine partielle 2. Generation). — Auf Blättern oder 
in der Malaisefalle; nicht selten. — Wirte unbekannt. 

Lecanipa leucomelas (Meigen) [Lecanipus]. — Südeuropa bis Paris, Slowakei; RP, BW / A. 

— Trockenwarme Waldränder, Gebüsch. — E Mai bis E Juli, 1 Generation. — Auf Blättern 
oder in der Malaisefalle; lokal nicht selten (südliche Oberrheinebene), sonst sehr selten. — 
Wirte unbekannt. 

Leiophora innoxia (Meigen) [Arrhinomyia]. — Europa bis Südskandinavien; SH, HE, RP, 
BW, BY, NB / A, CH. - Wärmere Gebiete bevorzugend. — E Mai bis E Sept., wahrscheinlich 
2 Generationen. — In der Malaisefalle nicht selten, sonst selten. — Gemeldet aus Tetrix 
bipunctata L. und T. tenuicornis Sahlb. (Tetrigidae). 

Admontia blanda (Fallen) [Trieb oparia]. — Europa bis Schottland und Nordskandinavien; 
NS, NW, BW, BY, NB / A, CH. - A Juni bis E Okt., besonders Aug., wahrscheinlich meh- 
rere Generationen. — Insgesamt nicht selten, in der Regel aber nur einzeln gefangen. — Neph- 
rotoma pratensis L., Tipula nubeculosa Meig. (Tipulidae). 

Admontia cepelaki (Mesnil) [Tricboparia]. — Pyrenäen, Alpen; A (Tirol), CH (Grau- 
bünden). - Alpine Matten und Geröllfelder von 1800-3000 m. - A Juli bis M Aug., 1 Gene- 
ration. — Auf Steinen oder auf Blüten; selten. — Wirte unbekannt. 

Admontia continuans Strobl. — A (Admont), CH (Delemont). — M Juli bis E Aug., 1 
Generation. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Admontia grandicornis (Zetterstedt) [Tricboparia]. — Gemäßigtes Europa bis Schottland 
und Nordskandinavien; NW, BW, BY, NB / A, CH. - In Mitteleuropa von der Ebene bis 
etwa 1200 m. — 1 Generation von M Mai bis M Juli, einzelne Exemplare auch im Aug. (partielle 
2. Generation?). — Nicht selten. — Tipula spec. (Tipulidae). 

Admontia maculisquama (Zetterstedt) [Tricboparia]. — Europa bis Schottland und 
Schweden; NW, HE, BW, NB / A, CH. - In Mitteleuropa von der Ebene bis etwa 1200 m. - 
E Mai bis M Aug., wahrscheinlich nur 1 Generation. — Meist in der Malaisefalle; nicht selten. 

— Tipula bortulana Meig., T. lunata L. (Tipulidae). 

Admontia podomyia (Brauer & Bergenstamm) [Tricboparia]. — Alpen, Schwarzwald; BW, 
BY/ A, CH. - Aufwiesen in der Waldzone von 900-1800 m. - MJuni bis M Sept., beson- 
ders Aug., wahrscheinlich 1 Generation. — Nicht selten. — Wirte unbekannt. 

Admontia seria (Meigen) [Tricboparia]. — Gemäßigtes Europa bis England und Schweden; 
RP, BW, BY, NB / A, CH. - Von der Ebene bis etwa 500 m. - Funddaten von A Juni bis M 
Okt. — Sehr selten gefangen, eher aus den Wirten zu ziehen. — Ctenophora bimaculata L., 
C. atrata L., C. pectinicornis L., Tipula irrorata Macq., T. flavolineata Meig. (Tipulidae). 

Oswaldia eggeri (Brauer & Bergenstamm). — Gemäßigtes Europa bis ins Münsterland; 
NW, BW, BY, NB / A, CH. - Laubwälder. - M Mai bis E Juli, 1 Generation. - Auf Blät- 
tern; lokal nicht selten. — Wirte unbekannt. 

Oswaldia muscaria (Fallen). — Gemäßigtes Europa bis Mittelschweden; NS, NW, HE, RP, 
BW, BY, NB / A, CH. - Laubwälder. - M April bis E Juni, 1 Generation. - Auf Blättern; 
häufig. — Verschiedene laubholzbewohnende Noctuidae und Geometridae. 

Oswaldia redueta (Villeneuve). — Slowakei, Südpolen; aus dem Gebiet noch nicht bekannt. 

— A Juli bis M Aug., 1 Generation. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Oswaldia speetabilis (Meigen) [albisquama (Zetterstedt)]. — Europa bis Südschweden; NS, 
NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trockenhänge, warme Waldränder. - M Juni bis E 
Aug., 1 Generation. — Blütenbesucher; nicht selten (in Südeuropa häufig). — Deilephila por- 
cellus L., Macroglossum stellatarum L. (Sphingidae); Dasychira selenitica Esp. (Lymantriidae). 

Hemimacquartia paradoxa Brauer & Bergenstamm. — Tschechische Republik, Slowakei, 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 131 

Schweden, Schottland; NB (Genthin, Bad Elster). — Funddaten von E Mai bis Aug. — Sehr 
selten. — Wirte unbekannt. 

Lomachantha parra Rondani [Lomacantha]. — Südeuropa bis Brandenburg; NB (Berlin) / 
A (Wiener Becken), CH (Jura). — Vermutlich auf sehr warme Orte beschränkt. — M Juli bis E 
Aug., 1 Generation. — In Südeuropa lokal häufig, in Mitteleuropa sehr selten. — Procris globu- 
lariae Hueb. (Zygaenidae). 

Paracraspedothrix montivaga Villeneuve. — Gemäßigtes Europa bis Nordschweden; BW, 
BY, NB / A, CH. — Waldränder. — Mehrere Generationen von A Mai bis E Okt. — In der 
Malaisefalle lokal häufig, ohne diese Fangtechnik nur sehr selten zu finden. — Wirte unbe- 
kannt. 

Ligeria angusticornis (Loew) [Anachaetopsis, ocypterina auct.]. — Europa bis Finnland; 
NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trockenwarme Waldränder, Gebüsch, Trocken- 
hänge. — A Mai bis M Sept., wahrscheinlich 2 sich überschneidende Generationen. — In wär- 
meren Gebieten (Oberrheinebene) lokal häufig, sonst eher selten. — Emmelina monodactyla 
L., Leioptilus lithodactylus Treits., L. tephradactylus Hueb., Pterophorus nephelodactylus 
Eversm., P. pentadactylus L., P. xantbodactylus Treits. (Pterophoridae). 

Picconia incurva (Zetterstedt). - Europa bis Schweden; BW, BY, NB / A, CH. - Trok- 
kenwarme, offene Landschaften. — A Mai bis A Juli, 1 Generation. — Von niederer Vegeta- 
tion zu käschern; selten. — Galeruca pomonae Scop., G. tanaceti L., Arima marginata F. 
(Chrysomelidae). 

Erynniopsis antennata (Rondani) [rondanii Townsend]. — Südeuropa (Italien, Südfrank- 
reich, Bulgarien); im Gebiet noch kein Nachweis. — Im Freiland sehr selten, eher aus Galeru- 
cella zu ziehen. — Galerucella luteola Muell., Diorhabda elongata Brülle (Chrysomelidae). 

Ligeriella aristata (Villeneuve). — Verstreute Funde in Europa bis St. Petersburg; BW 
(Gauchachschlucht) / A (Kleinzell b. Hainfeld), CH (Jura). - E Juni bis E Aug., wahrschein- 
lich 1 Generation. — Sehr selten. — Keine sicheren Wirtsangaben bekannt. 

Robinaldia angustata (Villeneuve) [Picconia]. — Marokko, Südfrankreich; NB (Frankfurt/ 
Oder). — Funddaten von A Mai bis E Mai. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Blondelia inclusa (Hartig). - Europa bis Schweden; NS, RP, BW, BY, NB / A. - Kiefern- 
wälder. — Funddaten von M Mai bis M Sept., wahrscheinlich 2 Generationen. — Im Freiland 
sehr selten zu finden, aus den Wirten dagegen regelmäßig zu ziehen. — Diprion spp., Micro- 
diprion pallipes Fall., Neodiprion sertifer Geoffr. (Diprionidae). 

Blondelia nigripes (Fallen). - Europa bis Nordskandinavien; SH, NS, NW, HE, RP, BW, 
BY, NB / A, CH. - Gebüsch, Hecken, Laubwälder, Obstanlagen, Wiesen. - M April bis E 
Okt., besonders Mai und (sehr zahlreich) Aug., mehrere Generationen. — Auf Blüten oder 
Blättern; häufig, in wärmeren Gebieten manchmal sehr häufig. — Sehr polyphag aus zahlrei- 
chen Lepidoptera (vorzugsweise unbehaarte Raupen) und auch Tenthredinidae. 

Blondelia piniariae (Hartig). — Europa bis Schweden; NS, RP, BW, NB. — Kiefernwälder. 

— E Juni bis M Aug., 1 Generation. — Nur aus dem Wirt gezogene Exemplare können bisher 
dieser Art zugeordnet werden, siehe Herting (1960). — Bupalus piniarius L. (Geometridae). 

Compsilura concinnata (Meigen). — Europa bis Südschweden; SH, NS, NW, HE, RP, 
BW, BY, NB / A, CH. - Trockenwarme Waldränder, Gebüsch. -2 Generationen: A Mai bis 
A Juli und (wesentlich zahlreicher) E Juli bis E Sept. — Auf Blüten oder Blättern; im wär- 
meren Mitteleuropa (Oberrhein) lokal häufig, sonst eher selten zu finden, häufig jedoch aus 
den Wirten zu bekommen. — Sehr polyphag aus zahlreichen (auch behaarten) Lepidoptera; 
Microlepidoptera und Tenthredinidae werden nur sehr selten parasitiert. 

Vibrissina debilitata (Pandelle). — Südeuropa bis Tessin, aber auch England und St. Peters- 
burg; NW (Burscheid, Münster). — M Juli bis E Aug., wahrscheinlich 1 Generation (in Südeu- 
ropa eine weitere Generation im Mai/Juni). — In Südeuropa lokal nicht selten, in Mitteleuropa 
sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Vibrissina turrita (Meigen). - Europa bis Südschweden; NS, NW, BW, BY, NB / A, CH. 

— Waldränder, Heidegebiete. — M Juni bis M Okt., wenigstens 2 Generationen. — Auf Blät- 
tern; lokal nicht selten. — Zahlreiche Tenthredinidae und Argidae. 

6.2.3. Acemyini 

Acemya acuticornis (Meigen) [Acemyia]. — Europa bis Schweden, Finnland; NS, HE, RP, 
BW, BY, NB / A, CH. - Trockenhänge, trockene Wiesen. -2 Generationen: A Mai bis E Juni 



132 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

und M Juli bis A Sept. — Im Gras oder von Blüten zu käschern; nicht selten. — Zahlreiche 
Arten von Acrididae (Orthoptera). 

Acemya rufitibia (von Roser) [Acemyia]. — Europa bis Brandenburg; RP, BW, BY, NB / 
A, CH. — Trockenhänge, trockene Wiesen. — E Mai bis M Juli, 1 Generation. — Im Gras oder 
auf Blüten; seltener als A. acuticornis. — Chorthippus mollis Charp., C. spec, Euchorthippus 
pulvinatus F.-W. (Acrididae). 

6.2.4. Ethillini 

Prosethilla kramerella (Stein) [Cbaetinello]. — Verstreute Fundorte von Südeuropa bis Bel- 
gien; RP (Altenahr), BW (Kaiserstuhl, Stromberg, Markgröningen, Pforzheim), NB (Thü- 
ringen) / A (Wienerwald). — Verbuschte Trockenhänge. — E April bis M Juni, 1 Generation. 

— Auf Blättern oder in der Malaisefalle; selten. — Wirte unbekannt. 

Ethüla aemula (Meigen). — Südeuropa bis Mittelfrankreich; RP (Boppard), BW (Kaiser- 
stuhl, Sandhausen), BY (Taubertal) / A. — Trockenwarme, offene oder verbuschte Hänge, 
offene Sandgebiete. — M Juni bis E Aug., wahrscheinlich nur 1 Generation (in Südeuropa 2 
Generationen). — Selten, im Wiener Becken nicht selten. — Eucrostes beryllaria Mann (Geo- 
metridae). 

Paratryphera barbatula (Rondani) [Etbilla]. — Europa bis St. Petersburg; HE, RP, BW, 
NB / A, CH. — Verbuschte und offene Trockenhänge, trockene Graslandschaften; warme 
Lokalitäten bevorzugend.— 2 Generationen: E Mai bis A Juli und M Juli bis E Sept. — Auf 
Blüten oder Blättern; in Süddeutschland lokal nicht selten. — Scopula immutata L. (Geometri- 
dae). 

Paratryphera bisetosa (Brauer & Bergenstamm) [Etbilla]. — Südeuropa, vereinzelt auch in 
Mitteleuropa bis Schweden; BW (Kaiserstuhl) / A (Wienerwald), CH (Jura). — Warmtrockene 
Lokalitäten. — M Juli bis E Aug., 1 Generation. — Sehr selten. — Hemistola cbrysoprasaria 
Esp. (Geometridae). 

Atylomyia loewi Brauer. — Südeuropa bis Brandenburg; NB (Berlin, Frankfurt/Oder) / A 
(Hainburg, Neusiedl). — Trockenwarme Gebiete. — Funddaten von E Mai bis M Aug., wahr- 
scheinlich 2 Generationen. — Von Blüten oder niederer Vegetation zu käschern; in Südeuropa 
häufig, in Mitteleuropa sehr selten. — Wirte unbekannt. 

6.2.5. Winthemiini 

Rhaphiochaeta breviseta (Zetterstedt). — Gemäßigtes Europa bis Norwegen; SH, HE, RP, 
BW, BY, NB / A. - A Mai bis M Juni, 1 Generation. - Selten. - Wirte unbekannt. 

Smidtia conspersa (Meigen). - Europa bis Südschweden; SH, NS, NW, HE, BW, BY, NB 
/ A, CH. — Laubwälder, Gebüsch. — M April bis M Juni, 1 Generation. — Auf Blättern; 
häufig. — Verschiedene laubholzbewohnende Geometridae, seltener Noctuidae {Ortbosia). 

Timavia amoena (Meigen) [Nemosturmia, Winthemia]. — Europa bis Norwegen; SH, NS, 
NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Kiefernwälder, Heidegebiete, Laubwälder. - E April 
bis E Juli, wahrscheinlich nur 1 Generation. — Auf Blättern oder in der Malaisefalle; nicht 
selten. — In geringer Anzahl aus Panolis flammea Denis & Schiff. (Noctuidae), ferner Einzel- 
meldungen aus Drymonia dodonides Staud. (Notodontidae), Eurois occulta L. und Ortbosia 
incerta Hufn. (Noctuidae), Chesias legatella Denis & Schiff., Angerona primaria L., Ari- 
cbanna melanaria L. und Biston betularia L. (Geometridae). 

Winthemia bohemani (Zetterstedt). - Europa bis Südschweden; NW, BW, NB / A. - A 
Aug. bis A Sept., 1 Generation. — Sehr selten. — Smerinthus populi L., S. ocellatus L. (Sphingi- 
dae). 

Winthemia cruentata (Rondani). - Europa bis Südschweden; SH, NS, NW, HE, RP, BW, 
BY, NB / A. — Funddaten verstreut von A April bis E Okt., Generationenfolge noch unklar. 

— Im Freiland sehr selten, aus dem spezifischen Wirt jedoch häufig zu ziehen. — Sphinx 
ligustri L. (Sphingidae), nur vereinzelt auch andere Sphingidae, Noctuidae oder Notodontidae 
gemeldet. 

Winthemia erythrura (Meigen). - Europa bis Südnorwegen; NW, HE, RP, BW, BY, NB. 

— Funddaten von M Mai bis M Aug., besonders Juni. — Selten. — Kein sicherer Wirt bekannt. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 133 

Winthemia jacentkovskyi Mesnil. - Pyrenäen, Slowakei, Ungarn; BY (Taubertal), NB 
(Thüringen) / A (Mödling). - Laubwaldränder. - M Mai bis A Juni, 1 Generation. - Sehr 
selten. — Wirte unbekannt. 

Winthemia quadripustulata (Fabricius). - Europa bis Lappland; SH, NS, NW, HE, RP, 
BW, BY, NB / A, CH. - Gebüsch, Laubwälder. - A Mai bis A Okt., mehrere Generationen. 

— Auf Blättern und Blüten; häufig. — Hauptsächlich Noctuidae (vor allem Cucullia spp.), sel- 
tener verschiedene Geometridae, Notodontidae, Nymphalidae und Arctiidae. 

Winthemia rufiventris (Macquart). - Südeuropa; BW (Stuttgart) / A, CH (Zürich). - 
Freilandfunddaten aus Mitteleuropa liegen nicht vor (nur gezogenes Material), Flugzeit in 
Südeuropa A Mai bis M Juni. - Sehr selten. — Smerinthus populi L. (Sphingidae), einmal auch 
aus Saturnia pyri Schiff. (Saturniidae). 

Winthemia speciosa (Egger) [speciosissima Mesnil]. - Europa bis Südschweden; SH, HE, 
RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trockenwarme Waldränder. - M Juli bis M Sept., 1 Genera- 
tion. — Auf Blättern; selten. — Notodonta ziczac L. (Notodontidae). 

Winthemia variegata (Meigen). — Gemäßigtes Europa bis St. Petersburg; NW, HE, BW, 
BY, NB / A. — Laubwälder, besonders Auewälder. — A Mai bis A Juni, 1 Generation. — Auf 
Blättern; lokal nicht selten. — Bracbionycba sphinx Hufn. (Noctuidae). 

Winthemia venusta (Meigen). — Verstreute Angaben in Europa bis St. Petersburg; NW 
(Typus von Stolberg), BW (Freiburg). — Funddaten von E Mai bis E Juni. — Sehr selten. — 
Thaumetopoea processionea L. (Thaumetopoeidae). 

Nemorilla floralis (Fallen). - Gemäßigtes Europa bis Schweden; SH, NS, NW, HE, BW, 
BY, NB / A, CH. - Gebüsch, Hecken, Waldränder. - A Mai bis M Okt., besonders Aug., 
mehrere Generationen. — Meist auf Blättern; häufig. — Zahlreiche Microlepidoptera, selten 
auch einige Macrolepidoptera. 

Nemorilla maculosa (Meigen). - Europa bis Südschweden (in Südeuropa häufig); NS, HE, 
BW, BY, NB / A, CH. — Gebüsch, Hecken, Waldränder; wärmeliebender als die vorige Art. 

— A Mai bis M Sept., besonders Aug., mehrere Generationen. — In Mitteleuropa seltener als 
die vorige Art, im Norden sehr selten. — Zahlreiche Microlepidoptera, selten auch einige Mac- 
rolepidoptera. 



6.2.6. Eryciini 

Aplomya confinis (Fallen) [Aplomyid]. - Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, RP, 
BW, BY, NB / A, CH. — Verbuschte Trockenhänge, warmtrockene Waldränder, trockene 
Wiesen. — A Mai bis A Okt., mehrere Generationen. — Auf Blüten oder Blättern; im wär- 
meren Mitteleuropa (und in Südeuropa) häufig, im Norden selten. — Spezifischer Parasitoid 
von Lycaenidae. 

Phebellia clavellariae (Brauer & Bergenstamm). - Polen, Böhmen; im Gebiet noch kein 
Nachweis. — Keine Freilandfunddaten, bisher nur gezogenes Material bekannt. — Sehr selten. 
— Pseudoclavellaria amerinae L., Cimbex spec. (Cimbicidae). 

Phebellia glauca (Meigen). - Gemäßigtes Europa bis Schottland und Schweden; NS, NW, 
BY, NB / A. — Birkenwälder, Heiden, Moorgebiete. — A Juni bis A Sept. — Im kühleren Mit- 
teleuropa nicht selten, sonst sehr selten. — Cimbex femor ata L., C. spec. (Cimbicidae); auch 
einige Noctuidae werden gemeldet: Acronicta auricoma Denis & Schiff., A. psi L., A. tridens 
Denis & Schiff, und Minucia lunaris Denis & Schiff. 

Phebellia glaucoides Herting. - Polen, Böhmen, Schweden, Norwegen; NW (Münster, 
Dorsten, Lavesum). — Ökologische Ansprüche wahrscheinlich ähnlich wie bei der vorigen 
Art. — Funddaten von A Juni bis E Juni. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Phebellia glirina (Rondani). - Gemäßigtes Europa bis Schottland; HE, RP, BY, NB / A, 
CH. — E Mai bis A Sept., wahrscheinlich 2 Generationen. — Meist selten. — Abia sericea L. 
(Cimbicidae). 

Phebellia nigripalpis (Robineau-Desvoidy) [Prooppia, agnata (Rondani), fuscipennis (Robi- 
neau-Desvoidy)]. - Europa bis Schweden; NS, NW, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Wärmere 
Laubwaldränder, Gebüsch.— 2 Generationen: A April bis E Juni und (weniger häufig) M Juli 
bis E Aug. — Auf Blättern oder Blüten; im wärmeren Mitteleuropa lokal häufig, sonst eher 
selten. — Wirte unbekannt. 



134 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Phebellia pauciseta (Villeneuve). — Verstreute Funde im gemäßigten Europa; NW (Mün- 
ster, Dorsten, Haltern), RP (Altenahr), BW (Freiburg, Kaiserstuhl), BY (Bad Brückenau). — 
Laubwälder, Gebüsch. — M Mai bis E Juni, 1 Generation. — Auf Blättern; selten. — Wirte 
unbekannt. 

Phebellia strigifrons (Zetterstedt) [lapponica (Ringdahl)]. — Nordskandinavien, Westalpen 
(Hautes- Alpes, Wallis); ein Vorkommen auch in anderen Teilen der Alpen ist wahrscheinlich. 
— Gebirgslagen ab 1700 m, arktische Gebiete. — E Juni bis A Aug., 1 Generation. — Auf nie- 
derer Vegetation, auch auf Berggipfeln; selten. — Wirte unbekannt. 

Phebellia stulta (Zetterstedt) [quadriseta (Villeneuve)]. — Gemäßigtes Europa bis 
Schweden; NS, NW, NB / CH. - E Juli bis A Sept., 1 Generation. - Im kühleren Mitteleu- 
ropa selten, sonst sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Phebellia triseta (Pandelle). — Europa bis Nordpolen, St. Petersburg; BW (Oberrhein), BY 
(Umgebung München) / A (Bad Hall). — Laubwälder. — A Juni bis A Juli (1. Generation), 
einige Exemplare auch E Juli bis E Aug. (2. Generation?). — Auf Blättern; sehr selten. — 
Sichere Wirte nicht bekannt. 

Phebellia vicina (Wainwright). — Schottland, Schweden; aus dem Gebiet noch nicht 
bekannt. — Funddaten von M Juni bis A Sept. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Phebellia villica (Zetterstedt) [aestivalis (Robineau-Desvoidy)]. — Gemäßigtes Europa bis 
Lappland; NS, NW, BW, BY, NB. - Heidegebiete, Laubwälder.-2 Generationen: A Juni bis 
E Juni und E Juli bis M Sept. — Auf Blättern; selten. — Ptilodon capucina L. (Notodontidae). 

Thelymyia saltuum (Meigen). — Gemäßigtes Europa bis Schweden; NS, BY, NB. — Kühl- 
eren Bereich von Mitteleuropa bevorzugend. — A Juli bis M Aug., 1 Generation. — Selten. — 
Wirte unbekannt. 

Ptesiomyia alacris (Meigen). — Europa bis Schweden; HE, BY, NB. — M Mai bis M Juni, 1 
Generation. — In Mitteleuropa sehr selten (in Südeuropa lokal nicht selten). — Wirte unbe- 
kannt. 

Nilea hortulana (Meigen) [Platymyio]. - Europa bis Schweden; SH, NS, NW, BW, BY, 
NB / A, CH. — Laubwälder. — E Mai bis M Aug., wahrscheinlich 2 Generationen. — Im Frei- 
land selten, häufig jedoch aus den Wirten zu ziehen. — Laubholzbewohnende Arten von Acro- 
nicta (Noctuidae), seltener andere Noctuidae, Lymantriidae (Dasycbira, Orgyia) oder No- 
todontidae (Pbalera). 

Nilea innoxia Robineau-Desvoidy [letbifera (Pandelle)]. — Europa bis Schweden; BW 
(Grißheim) / A, CH. — A Juni bis M Sept., wahrscheinlich 2 Generationen. — Selten. — Acro- 
nicta rumicis L. (Noctuidae); vereinzelt auch aus Euproctis chrysorrhoea L. (Lymantriidae), 
Trichiura crataegi L. (Lasiocampidae) und Smerinthus ocellatus L. (Sphingidae). 

Nilea rufiscutellaris (Zetterstedt) [temeraria (Robineau-Desvoidy)]. — Europa bis 
Schweden; BW, BY, NB / A.-2 Generationen: E April bis A Juni und M Juli bis E Aug. - 
Selten. — Acronicta auricoma Denis & Schiff., seltener A. euphorbiae Denis & Schiff., A. 
rumicis L. (Noctuidae) und Arctia caja L. (Arctiidae). 

Phonomyia aristata (Rondani). — Südeuropa bis Wallis; A (Neusiedler See). — Funddaten 
von E Mai bis M Sept. (Südeuropa). — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Tlephusa cincinna (Rondani) [diligens (Zetterstedt)]. — Europa bis Skandinavien; BY 
(Allgäu), NB / A, CH. — Bevorzugt Gebirge (in Südeuropa bis 1700 m). — M Juni bis E Aug., 
wahrscheinlich 1 Generation. — In Mitteleuropa sehr selten; nicht selten in Skandinavien und 
in südlicheren Lagen der Alpen. — Sichere Wirte nicht bekannt. 

Epicampocera succincta (Meigen). — Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, 
BY, NB / A, CH. — Wiesen, Waldränder.— 2 Generationen: E April bis E Juni und A Juli bis 
A Okt. — Im Frühjahr auf Blättern, im Sommer Blütenbesucher; häufig. — Pieris rapae L., P. 
napi L., P. melete Menetr. (Pieridae); Einzelmeldungen auch aus Hadena bicruris Hufn. (Noc- 
tuidae) und Boarmia selenaria Schiff. (Geometridae). 

Buquetia musca Robineau-Desvoidy. — Europa bis Nordpolen, St. Petersburg; NS, HE, 
RP, BW, BY, NB / A. - Wärmere Gebiete bevorzugend. - Funddaten von M Juni bis M 
Sept. (in Südeuropa 2 Generationen). — Im Freiland in Mitteleuropa sehr selten (häufiger in 
Südeuropa), jedoch regelmäßig aus dem Wirt zu erhalten. — Papilio machaon L. (Papilioni- 
dae). 

Phryxe erythrostoma (Hartig). - Europa bis Schweden; NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB 
/ A. — Kiefernwälder. — Funddaten von E Mai bis E Aug. — Im Freiland selten, regelmäßig 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 135 

jedoch aus dem spezifischen Wirt zu ziehen. — Hyloicus pinastri L. (Sphingidae); nur Einzel- 
meldungen auch aus Smerinthus ocellatus L. und Sphinx ligustri L. (Sphingidae), Dasychira 
pudibunda L. (Lymantriidae) und Cucullia artemisiae Hufn. (Noctuidae). 

Phryxe heraclei (Meigen) [latilobata Wainwright]. — Gemäßigtes Europa bis Süd- 
schweden; NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Laubwaldränder, Gebüsch, Wiesen. 

— 2 Generationen: A Mai bis A Juli und (wesentlich zahlreicher) M Juli bis M Sept. — Im 
Frühjahr auf Blättern, im Sommer auf Blüten; lokal häufig (Oberrhein), sonst meist nicht 
selten. — Zahlreich aus Philudoria potatoria L. (Lasiocampidae); Einzelmeldungen aus Lasio- 
campa quercus L. und L. trifolii Esp. (Lasiocampidae), Laelia coenosa Hueb. (Lymantriidae), 
Eurois prasina F. (Noctuidae) und Heteropterus morpheus Pall. (Hesperiidae). 

Phryxe hirta (Bigot). — Südwesteuropa bis Hautes-Alpes; im Gebiet noch kein Nachweis. 

— E Mai bis A Aug. — In südwesteuropäischen Gebirgen lokal nicht selten. — Heterogynis 
penella Hueb. (Heterogynidae). 

Phryxe magnicornis (Zetterstedt) [longicauda Wainwright]. — Europa bis Skandinavien; 
NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Waldränder, Gebüsch, Wiesen. - E April bis M 
Sept., wahrscheinlich mehrere Generationen. — Im Freiland selten, häufiger aus den Wirten zu 
bekommen. — Kleinere Raupen bevorzugend; zahlreiche Zygaenidae und Geometridae, sel- 
tener auch einige Lycaenidae, Tortricidae und Pieridae. 

Phryxe nemea (Meigen). — Gemäßigtes Europa bis Schweden und Finnland (in Südeuropa 
sehr selten); SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Laubwaldränder, Gebüsch, 
Hecken, Obstanlagen. — Mehrere Generationen von M April bis M Okt. — Auf Blättern, im 
Hochsommer auch auf Blüten; häufig. — Sehr zahlreiche Macrolepidoptera, selten einige 
Microlepidoptera; stark behaarte Raupen werden gemieden. 

Phryxe prima (Brauer & Bergenstamm). — Südeuropa bis Brandenburg; HE, RP, BW, BY, 
NB / A. — Warmtrockene Gebiete. — M Juni bis M Aug., 1 Generation. — Im Freiland sehr 
selten, eher aus den Wirten zu bekommen. — Zygaena spp. (Zygaenidae). 

Phryxe semicaudata Herting. — Südeuropa bis Österreich; A (Hainburg/Donau). — Sehr 
selten. — Thaumetopoea processionea L. (Thaumetopoeidae). 

Phryxe setifacies (Villeneuve). — Südwesteuropa bis Wallis; A (Burgenland). — Warmtrok- 
kene, offene Landschaften. — M April bis E Aug. (Südeuropa). — Auch in Südeuropa selten, 
eher aus den Wirten zu ziehen. — Zygaena spp. (Zygaenidae). 

Phryxe vulgaris (Fallen). — Europa bis Lappland (in Südeuropa häufig); SH, NS, NW, 
HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Wiesen, Ackerland, Gebüsch. - Mehrere Generationen 
von E April bis E Okt. — Blütenbesucher; überall häufig. — Sehr zahlreiche Macrolepido- 
ptera, vor allem größere Tagfalter, Noctuidae und Geometridae; stark behaarte Raupen 
werden gemieden. 

Madremyia clausa (Villeneuve) [Phryxe]. — Lappland, Norwegen (Dovrefjell). — Sehr 
selten. — Wirte unbekannt. 

Periarchiclops scutellaris (Fallen). — Verstreute Funde in ganz Europa bis Skandinavien; 
NS, BY, NB / CH. — Funddaten von M Juni bis E Sept. — Sehr selten. — Acronicta euphor- 
biae Denis & Schiff., A. auricoma Denis & Schiff., A. rumicis L., Conistra rubiginea Denis & 
Schiff. (Noctuidae); Lasiocampa quercus L. (Lasiocampidae). 

Bactromyia aurulenta (Meigen). — Europa bis Schweden; SH, NS, NW, HE, RP, BW, 
BY, NB / A. — Gebüsch, Laub Waldränder.— 2 Generationen: E April bis E Juni und (zahlrei- 
cher) A Juli bis E Sept. — Meist auf Blättern; nicht selten. — Verschiedene Lepidoptera, haupt- 
sächlich Hyponomeuta spp. (Hyponomeutidae), einige Geometridae, Bena fagana F. (Noc- 
tuidae) und Thecla quercus L. (Lycaenidae). 

Pseudoperichaeta nigrolineata (Walker) [insidiosa (Robineau-Desvoidy)]. — Europa bis 
Südschweden; NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Gebüsch, Waldränder. - A Mai 
bis M Sept., wenigstens 2 Generationen. — In der Malaisefalle oder auf Blättern nicht selten, 
häufiger aus den Wirten zu bekommen als im Freiland zu fangen. — Zahlreiche Microlepido- 
ptera, vor allem Tortricidae und Pyralidae. 

Pseudoperichaeta palesoidea (Robineau-Desvoidy). — Europa bis Lappland; HE, BW, BY 
/ A, CH. — Bevorzugt wärmere Gebirgslagen. — A Mai bis M Sept., wenigstens 2 Genera- 
tionen. — Blütenbesucher; selten (in Südeuropa häufiger, vor allem im Gebirge). — Depres- 
saria pastinacella Dup., D. marcella Reb. (Oecophoridae) und einige Tortricidae. 

Catagonia aberrans (Rondani) [Sisyropa]. — Südeuropa bis Rheinland-Pfalz; RP 



136 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

(Altenahr), BW, BY / A, CH. - Warmtrockene, verbuschte Landschaften. - M Juni bis A 
Sept., 1 Generation. — Auf Blüten oder Blättern; in wärmeren Lagen nicht selten (Oberrhein, 
Niederösterreich). — Thyris fenestrella Scop. (Thyrididae), möglicherweise auch Mono- 
phadnus spinolae Klug (Tenthredinidae). 

Lydella grisescens Robineau-Desvoidy. — Europa bis Südengland, Niedersachsen; NS, 
HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Warmtrockene, offene Gebiete bevorzugend. - E Mai bis 
E Sept., wenigstens 2 Generationen. — In warmen Gebieten meist häufig. — Sichere Wirte 
nicht bekannt. 

Lydella lacustris Herting. — A (Neusiedler See); bisher nur 2 Exemplare bekannt. — Fund- 
daten von E Mai bis E Juni. — Wirte unbekannt. 

Lydella ripae (Brischke). — Dänemark, Skandinavien, Polen; NS, NB. — Sanddünen der 
Meeresküsten, sehr selten auch in offenen Landschaften des Binnenlandes.— 2 Generationen: 
A Juni bis A Juli und M Juli bis E Sept. — Meist selten. — Photedes elymi Treits., Mesoligia 
literosa Haw. (Noctuidae). 

Lydella stabulans (Meigen). - Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / 
A, CH. — Verkrau tete Kahlschläge, feuchtere Wiesen, Auewälder. — A Mai bis M Sept., 
wenigstens 2 Generationen. — Zwischen Gräsern und Stauden sitzend oder fliegend; meist 
häufig. — Bohrende Raupen verschiedener Noctuidae. 

Lydella thompsoni Herting. — Südeuropa bis Mittelfrankreich; BW (Südbaden, Karlsruhe, 
Stuttgart) / A, CH. — Maisfelder, Schilf- und Riedgrasbestände. — Mai bis Sept., 2 Genera- 
tionen (in kühleren Gebieten nur 1 Generation). — Im Freiland sehr selten, viel eher aus den 
Wirten zu erhalten. — Regelmäßig aus Ostrinia nubilalis Hueb. (Pyralidae), aber auch aus 
einigen Nonagria- und Sesamia- Arten (Noctuidae). 

Cadurciella tritaeniata (Rondani). — Europa bis Skandinavien; SH, BW, NB / A, CH. — 
Verbuschte oder offene Landschaften. — E Mai bis E Juli, 1 Generation. — Selten (häufiger in 
Südeuropa). — Callophrys rubi L. (Lycaenidae). 

Drino bohemica Mesnil. — Schweden, Finnland. — Fichtenwälder. — Keine Freilandfund- 
daten bekannt, nur gezogenes Material. — Selten. — Diprion hercyniae Hart., D. polytomus 
Hart. (Diprionidae). 

Drino galii (Brauer & Bergenstamm). — Europa bis Schweden; NS, BY, NB / A. — A Juni 
bis M Aug., wahrscheinlich 1 Generation. — Selten. — Celerio galii Rott., seltener C. euphor- 
biae L. (Sphingidae). 

Drino gilva (Hartig). - Europa bis Holland, Nordpolen; NW, RP, BW, BY, NB / A, CH. 
— Kiefernwälder. — Ä Juni bis E Aug., 2 Generationen (im Gebirge nur 1 Generation). — Im 
Freiland selten, eher aus den Wirten zu ziehen. — Diprion spp. (vor allem Diprion pini L.), 
Neodiprion sertifer Geoffr., Microdiprion pallipes Fall. (Diprionidae). 

Drino inconspicua (Meigen). - Europa bis Schweden; SH, NS, NW, RP, BW, BY, NB / 
A, CH. — Kiefernwälder bevorzugend. — A Juni bis M Sept., meist 2 Generationen. — Im 
Freiland eher selten, häufiger dagegen aus den Wirten zu bekommen. — Diprion spp. (Diprio- 
nidae), aber auch einige Lepidoptera, vor allem Lymantria dispar L. (Lymantriidae) und Den- 
drolimus pini L. (Lasiocampidae). 

Drino Iota (Meigen). - Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, 
CH. — A Juni bis E Aug., 1 Generation. — Im Freiland meist selten, häufiger aus den Wirten 
zu bekommen. — Regelmäßig aus Deilepbila elpenor L., seltener auch aus D. porcellus L. oder 
Smerinthus populi L. (Sphingidae). 

Drino vicina (Zetterstedt). — Europa bis Skandinavien; HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. — 
Warmtrockene Gebiete. — A Juni bis E Aug., 1 Generation. — Blütenbesucher; nicht selten. — 
Vorwiegend Proserpinus proserpinus Pall. (Sphingidae), aber auch einige andere große Raupen 
von Sphingidae, Noctuidae, Notodontidae, Bombycidae oder Arctiidae. 

Thelyconychia solivaga (Rondani). — Südeuropa; BW (Sandhausen, Mühlacker). — In 
Mitteleuropa nur in extrem xerothermen Lagen (extensiv genutzte Weinberge, Sanddünen). — 
A Juni bis E Sept., wenigstens 2 Generationen. — In der Malaisefalle oder im Gras zu 
käschern; selten. - Sichere Wirte nicht bekannt. 

Amelibaea tultschensis (Brauer & Bergenstamm) [Pbebellia]. — Südalpen bis Wallis, Slo- 
wakei, Ungarn. — Alpine Matten in wärmeren Lagen, etwa von 1800—2000 m. — A Juli bis E 
Juli, 1 Generation. — Meist auf Blüten; sehr selten. — Ocnogyna parasita Hueb. (Arctiidae). 

Huebneria affinis (Fallen). - Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 137 

NB / A, CH. — Wiesen, Waldränder.— 2 Generationen: E April bis E Juni und (viel zahlrei- 
cher) A Juli bis E Sept. — Häufig. — Arctiidae (vor allem Arctia caja L. und Phragmatobia 
fuliginosa L.), seltener behaarte Raupen anderer Familien. 

Tryphera lugubris (Meigen) [Huebneria]. — Europa bis Dänemark, Rügen (Hauptverbrei- 
tung in Südeuropa); SH, NB / A. — Xerotherme Lagen, Meeresküsten. — Juli/ Aug. — Sehr 
selten (in Südeuropa lokal häufig). — Ocnogyna baetica Ramb., Coscinia cribraria L. (Arc- 
tiidae), Syntomis spec. (Syntomididae). 

Carcelia atricosta Herting. — Verstreut in Europa bis Norwegen; NW (Hopsten). — Juni 
(soweit bekannt). — Sehr selten. — Orgyia antiqua L., O. recens Hueb. (Lymantriidae), ver- 
einzelt auch gemeldet aus Malacosoma neustria L. (Lasiocampidae) und Acronicta psi L. (Noc- 
tuidae). 

Carcelia bombylans Robineau-Desvoidy. — Europa bis Finnland; NS, NW, HE, RP, BW, 
BY, NB / A, CH. — Warmtrockene Laubwaldränder, Gebüsch. — E Mai (einzelne Exemplare 
schon ab M April) bis M Sept., 2 Generationen. — Auf Blättern; nicht selten. — Einige Arc- 
tiidae (vor allem Spilosoma); Angaben aus Lymantriidae sind zweifelhaft. 

Carcelia dubia (Brauer & Bergenstamm). — Südeuropa bis Hessen; HE (Wiesbaden), RP, 
BW / A, CH. — E April bis E Aug., 2 Generationen. — Selten. — Callimorpba dominula L., 
Tyria jacobaeae L., seltener Arctia hebe L. und A. villica L. (Arctiidae). 

Carcelia falenaria (Rondani) [pbalaenaria]. — Südeuropa, vereinzelt auch in Mitteleuropa 
bis Brandenburg; NB (Frankfurt/Oder, Leipzig) / A (Burgenland). — Warmtrockene Gebiete. 

— M April bis M Juni, 1 Generation (in Südeuropa eine zweite Generation im Aug./Sept.). — 
Sehr selten (in Südeuropa nicht selten). — Syntomis pbegea L. (Syntomididae). 

Carcelia gnava (Meigen) [excavata (Zetterstedt)]. — Europa bis Schweden, Finnland; SH, 
NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Laubwälder, Gebüsch, Obstgärten. -2 Genera- 
tionen: M April bis E Juni und A Juli bis M Sept. — Im Freiland nicht selten, häufiger aber aus 
den Wirten zu ziehen. — Malacosoma neustria L. (Lasiocampidae), Dasychira pudibunda L., 
Leucoma Salicis L. (Lymantriidae), seltener einige andere Lymantriidae, Lasiocampidae oder 
auch Arctiidae, Notodontidae und Thyatiridae. 

Carcelia iliaca (Ratzeburg) [processioneae (Ratzeburg)]. — Südeuropa bis Rheinland; NW 
(nur der Typus), BW / A, CH. — Laubwälder, Kiefernwälder. — E April bis A Juli, 1 Genera- 
tion. — Selten, eher aus den Wirten zu ziehen. — Thaumetopoea processionea L., T. pinivora 
Treits. (Thaumetopoeidae). 

Carcelia kowarzi Villeneuve. — Pyrenäen, Ostfrankreich, Wallis, Tessin; BW (Stuttgart) / 
A (Steiermark). — Funddaten von M Juni bis A Sept. — Sehr selten. — Diacrisia sannio L. 
(Arctiidae). 

Carcelia laxitrons Villeneuve. - Europa bis Schweden; NS, NW, BW, NB / A. - A Mai 
bis A Juni, 1 Generation. — Im Freiland normalerweise selten, häufiger aus den Wirten zu 
erhalten. — Regelmäßig aus Euproctis chrysorrhoea L. (Lymantriidae); selten aus Dasychira 
fascelina L., Leucoma Salicis L. (Lymantriidae), Malacosoma castrensis L., M. neustria L. 
(Lasiocampidae) und Brephos notha Hueb. (Geometridae). 

Carcelia lucorum (Meigen). - Europa bis Skandinavien; SH, NW, HE, BW, BY, NB / A, 
CH. — Laubwaldränder, Wiesen.— 2 Generationen: A April bis E Juni und M Juli bis E Sept. 

— Im Süden Mitteleuropas (und in Südeuropa) oft häufig, sonst eher selten oder nur aus den 
Wirten zu bekommen. — Arctiidae (besonders Arctia caja L., A. villica L. und Phragmatobia 
fuliginosa L.); Wirte aus anderen Familien werden vereinzelt angegeben (meist noch nicht 
überprüft). 

Carcelia puberula Mesnil. - Europa bis Schweden; NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, 
CH. — Laubwälder. — E April bis A Juli, 1 Generation (in Südeuropa zusätzlich eine partielle 
2. Generation). — Auf Blättern; lokal nicht selten. — Vereinzelt aus Lymantria monacha L. 
(Lymantriidae). 

Carcelia rasa (Macquart) [amphion Robineau-Desvoidy]. — Europa bis Norddeutschland, 
England; NS, NW, HE, BW, NB / A. - Laubwälder.-2 Generationen: M Mai bis A Juli und 
E Juli bis M Sept. — Im Freiland selten, eher durch Zucht zu erhalten. — Verschiedene 
Lymantriidae (vor allem Dasychira spp., Orgyia spp. und Euproctis spp.). 

Carcelia rasella Baranov [mollis Herting]. — Verstreute Fundorte in Europa bis Nord- 
deutschland; NW, BW, NB. - M April bis A Juni, 1 Generation. - Auf Blättern; sehr selten. 

— Malacosoma neustria L. (Lasiocampidae). 



138 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Carcelia tibialis (Robineau-Desvoidy) [patellipalpis (Pandelle)]. — Europa bis Nordpolen; 
NW, HE, BW, NB / A, CH. - Gebüsch, Waldränder. - A Mai bis A Juli, 1 Generation (in 
Südeuropa auch im Aug.). — Auf Blättern; meist selten. — Sichere Wirte nicht bekannt. 

Senometopia confundens (Rondani) [Eucarcelia, leucophaea (Rondani)]. — Südeuropa, 
vereinzelt auch in Mitteleuropa bis Brandenburg; RP (Mainz), NB (Frankfurt/Oder) / A 
(Niederösterreich, Burgenland). — Funddaten von M Mai bis E Aug., wahrscheinlich 2 Gene- 
rationen. — Selten. — Wirte unbekannt. 

Senometopia excisa (Fallen) [Eucarcelia]. — Europa bis Schweden; SH, NW, HE, BW, BY 
/ A. — Gebüsch, Laubwaldränder. — Funddaten von E Mai bis E Sept., wahrscheinlich 2 
Generationen. — Selten. — Verschiedene Notodontidae (vor allem Phalera), Noctuidae, Geo- 
metridae und Nymphalidae (Gonepteryx rhamni L.). 

Senometopia intermedia (Herting) [Eucarcelia]. — Verstreute Fundorte in Europa bis Eng- 
land; NS (Hannover), RP (Bienwald). — Funddaten von E Juli — A Sept. — Sehr selten. — 
Abraxas marginata L., A. sylvata Scop. (Geometridae). 

Senometopia lena (Richter) [Eucarcelia]. — Tessin, Südwestdeutschland; BW (Kaiserstuhl, 
Freiburg, Stuttgart, Markgröningen). — Laubwaldränder. — Funddaten von A Aug. bis E 
Aug. — Auf Blättern; sehr selten. — Ptilophora plumigera Esp. (Notodontidae). 

Senometopia pilosa (Baranov) [Eucarcelia]. — CH (Wallis, Tessin); im Gebiet noch kein 
Nachweis. — Funddaten von E Mai bis E Sept. — Sehr selten. — Abrostola tripartita Hufn. 
(Noctuidae). 

Senometopia pollinosa (Mesnil) [Eucarcelia, rutilla (Villeneuve), obesa (Zetterstedt)]. — 
Gemäßigtes Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, BW, NB / A, CH. - Kiefernwälder. - 
M Juni bis A Okt. (besonders E Juni bis M Aug.), 2 Generationen. — Im Freiland nicht selten, 
häufiger aber aus den Wirten zu ziehen. — Bupalus piniarius L., seltener Semiothisa liturata 
Cl. (Geometridae). 

Senometopia separata (Rondani) [Eucarcelia]. — Europa bis Skandinavien; NS, NW, BW, 
BY, NB. — Funddaten von E Mai bis M Juli, möglicherweise nur 1 Generation. — Im Freiland 
sehr selten, eher aus den Wirten zu ziehen. — Vorzugswirte sind Endromis versicolora L. 
(Endromididae), Lymantria dispar L. (Lymantriidae) und einige Acronicta- Arten (Noc- 
tuidae); einige weitere Wirte (vor allem Notodontidae) sind gemeldet, beziehen sich aber mög- 
licherweise auf S. excisa. 

Senometopia susurrans (Rondani) [Eucarcelia]. — Südeuropa bis Südwestdeutschland; BW 
(Oberrhein) / A, CH. — Warmtrockene Gebiete. — E Mai bis A Sept., wahrscheinlich 2 Gene- 
rationen. — Auf Blättern; selten. — Gezogen aus einer unbestimmten Geometridenraupe. 

Thecocarcelia acutangulata (Macquart) [incedens (Rondani)]. — Südeuropa, vereinzelt 
auch in Mitteleuropa bis Südengland; HE, BW / A. — Warmtrockene Gebiete. — E Mai bis A 
Sept., 2 Generationen. — Sehr selten. — Thymelicus lineola Ochs., Halpe varia Murr. (Hespe- 
riidae). 

Erycia (asciata Villeneuve. — Südeuropa bis Tessin; A (Niederösterreich, Burgenland). — 
Funddaten von E Juni bis M Aug., wahrscheinlich 1 Generation. — Sehr selten. — Melitaea 
didyma Esp. (Nymphalidae). 

Erycia fatua (Meigen). — Europa bis St. Petersburg; BW, BY, NB / A. — Warmtrockene, 
verbuschte oder offene grasreiche Landschaften. — M Juni bis A Sept., 1 Generation. — In 
warmen Gebieten lokal nicht selten. — Melitaea athalia Rott., M. britomartis Assm., M. cinxia 
L., M. deione Dup. (Nymphalidae). 

Erycia festinans (Meigen). — Südeuropa, vereinzelt auch in Mitteleuropa bis Schweden; 
NB (Dessau). — Warmtrockene, offene Landschaften. — A Juli bis A Aug. (in Südeuropa von 
E Mai bis A Juli), 1 Generation. — In Mitteleuropa sehr selten. — Melitaea cinxia L., M. 
didyma Esp. (Nymphalidae). 

Erycia furibunda (Zetterstedt) [cinerea Robineau-Desvoidy]. — Südeuropa, vereinzelt auch 
in Mitteleuropa bis Belgien, St. Petersburg; BW (Freiburg), BY (Dachau), NB (Dessau, Berlin) 
/ A (Admont). — M Juni bis M Aug., 1 Generation. - In Mitteleuropa sehr selten. — Melitaea 
aurinia Rott., M. maturna L. (Nymphalidae). 

Xylotachina diluta (Meigen). - Europa bis Skandinavien; NB (Lausitz) / A. - E Mai bis A 
Juli in Südeuropa; aus Mitteleuropa keine Freilandfunddaten bekannt. — Im Freiland sehr 
selten, eher aus dem Wirt zu ziehen. — Cossus cossus L. (Cossidae). 

Alsomyia capillata (Rondani). — Südeuropa bis Süddeutschland; BW (Kaiserstuhl), BY 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 139 

(Dachau) / A, CH (Jura). — Warmtrockene Gebiete. — Funddaten von M Juni bis M Aug., 
wahrscheinlich 1 Generation. — Sehr selten. — Zygaena erythrus Hueb., Z. graslini Led., 2. 
purpuralis Bruenn., 2. transalpina Esp. (Zygaenidae). 

Townsendiellomyia nidicola (Townsend) [Alsomyia]. — Südeuropa, vereinzelt auch im 
wärmeren Mitteleuropa; NB (Eibauegebiet) / A (Niederösterreich, Burgenland). — E Juni bis 
A Aug., 1 Generation. — Im Freiland sehr selten, eher aus dem Wirt zu erhalten. — Euproctis 
cbrysorrboea L. (Lymantriidae). 

6.2.7. Goniini 

Platymya fimbriata (Meigen) [Platymyia]. — Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, 
RP, BW, BY, NB / A, CH. - Wiesen, Gebüsch, Waldränder.-2 Generationen: M Mai bis A 
Juli und M Juli bis E Sept. — In niederer Vegetation; häufig. — Sichere Wirte nicht bekannt; 
die morphologisch von P. fimbriata praktisch nicht trennbare nordamerikanische P. confu- 
sionis (Seilers) wurde aus Crambus spp. (Pyralidae) gezogen. 

Eumea linearicornis (Zetterstedt) [Platymyia, westermanni (Zetterstedt)]. — Europa bis 
Skandinavien; SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Laubwälder, Gebüsch. - M 
April bis M Okt., mehrere Generationen. — Auf Blättern; häufig. — Verschiedene Tortricidae 
(vor allem Archips) sowie Eurrbypara hortulata L. (Pyralidae) und einige laubholzbewoh- 
nende Noctuidae (besonders Ortbosia, Cosmia). 

Eumea mitis (Meigen) [Platymyia]. — Europa bis Schweden, Finnland; SH, NS, NW, HE, 
BW, BY, NB / A, CH. — Laubwälder, Gebüsch.— 2 Generationen: E April bis E Juni und 
(zahlreicher) A Juli bis A Okt. — Auf Blättern; seltener als die vorige Art. — Verschiedene 
Tortricidae, Pyralidae und Psychidae {Psyche viciella Schiff.), seltener einige laubholzbewoh- 
nende Noctuidae. 

Myxexoristops abietis Herting. — Mitteleuropa bis Schweden; BW, BY, NB / A, CH. — 
Fichtenwälder. — M Juni bis A Sept. (besonders Juli), 1 Generation. — Im Freiland sehr selten, 
eher aus den Wirten zu erhalten. — Cephalcia abietis L., vielleicht auch C. falleni Dalm. (Pam- 
philiidae). 

Myxexoristops bicolor (Villeneuve). - Mitteleuropa; HE, RP, BW, NB / A. - Nadel- 
wälder der Mittelgebirge und der Alpen. — E Mai bis M Aug., 1 Generation. — Sehr selten. — 
Cephalcia falleni Dalm., C. abietis L. (Pamphiliidae). 

Myxexoristops blondeli (Robineau-Desvoidy). — Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, 
RP, BW, BY, NB / A, CH. - Laubwälder, Gebüsch. - M April bis E Juli (besonders E Mai 
bis E Juni), wahrscheinlich nur 1 Generation. — Auf Blättern; nicht selten. — Neurotoma sal- 
tuum L. (Pamphiliidae); Mesoneura opaca Klug, Pristiphora moesta Zadd. (Tenthredinidae). 

Myxexoristops bonsdorffi (Zetterstedt). — Gemäßigtes Europa bis Schweden, Finnland; 
NS, NW, BW, NB. - E Mai bis A Aug., 1 Generation. - Selten. - Acantholyda posticalis 
Mats., A. erythrocephala L. (Pamphiliidae). 

Myxexoristops hertingi Mesnil. — Gemäßigtes Europa bis Polen; NW, NB / A. — Kie- 
fernwälder. — E Mai bis A Juli, 1 Generation (einzelne Exemplare auch Aug. /Sept. = partielle 
2. Generation?). — Im Freiland sehr selten, eher aus den Wirten zu bekommen. — Acantho- 
lyda erythrocephala L., selten A. posticalis Mats. (Pamphiliidae). 

Myxexoristops stolida (Stein). — Gemäßigtes Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, RP, 
BW, BY, NB / A, CH. - Gebüsch, Laubwälder. - E Mai bis A Juli, 1 Generation (einzelne 
Exemplare M Juli bis E Aug. = partielle 2. Generation?). — Auf Blättern; nicht selten. — Zahl- 
reiche Tenthredinidae, vor allem die Gattungen Croesus, Hemichroa, Nematus und Pristipho- 
ra. 

Euexorista obumbrata (Pandelle) [Myxexoristops]. — Vereinzelt im gemäßigten Europa bis 
St. Petersburg; NW (Arnsberg), BY (Dachau) / A (Umgebung Wien). - Verkrautete Kahl- 
schläge. — M Juli bis M Aug., 1 Generation. — Sehr selten. — Sichere Wirte nicht bekannt. 

Zenillia dolosa (Meigen). - Europa bis Norddeutschland; NS, NW, BW, BY, NB / A. - M 
Mai bis M Sept., wahrscheinlich 2 Generationen. — Im Freiland sehr selten, eher aus den 
Wirten zu erhalten. — Hyponomeutidae, seltener Oecophoridae, Tortricidae und Pyralidae, 
nur vereinzelt auch einige Macrolepidoptera. 

Zenillia libatrix (Panzer). - Europa bis Skandinavien; NS, NW, BW, BY, NB / A, CH. - 
Gebüsch, Waldränder. — E April bis M Sept. (besonders Mai), wahrscheinlich 2 Genera- 



140 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

tionen. — Im Freiland etwas häufiger als die vorige Art, meist aber ebenfalls eher aus den 
Wirten zu ziehen. — Zahlreiche Macrolepidoptera aber nur wenige Microlepidoptera; vor 
allem aus Thaumetopoea processionea L. (Thaumetopoeidae), Euproctis chrysorrhoea L., E. 
similis Fuessl., Lymantria dispar L. (Lymantriidae), Malacosoma neustria L. (Lasiocampidae) 
und Hyphantria cunea Drur. (Arctiidae). 

Clemelis pullata (Meigen). — Europa bis Schweden, Finnland (Hauptverbreitung in Südeu- 
ropa); HE, BW, BY, NB / A, CH. - Trockenwarme Waldränder, Wiesen, Gebüsch. -2 
Generationen: M Mai bis E Juni und (zahlreicher) A Juli bis E Sept. — Im wärmeren Mitteleu- 
ropa lokal nicht selten, im Norden sehr selten (häufig in Südeuropa). — Loxostege sticticalis L. 
und andere Pyralidae, seltener einige Psychidae, Scythrididae und Tortricidae gemeldet. 

Pales processioneae (Ratzeburg) [opulenta Herting]. — Südeuropa bis Südwestdeutschland; 
RP, BW / A, CH. — Wärmere Eichenwälder.— 2 Generationen: A Mai bis E Juni und (viel 
zahlreicher) M Juli bis A Sept. — Im wärmeren Mitteleuropa lokal nicht selten (häufiger in 
Südeuropa). — Thaumetopoea processionea L. (Thaumetopoeidae). 

Pales pavida (Meigen) [Ctenopborocera]. — Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, 
RP, BW, BY, NB / A, CH. - Waldränder, Gebüsch, Wiesen. - Frühjahrsgeneration von M 
April bis E Juni, Sommergeneration von A Juli bis M Sept., einzelne Exemplare bis E Okt. ( = 
partielle 3. Generation?). — Auf Blüten oder Blättern; häufig. — Polyphag bei zahlreichen 
Macrolepidoptera und einigen Microlepidoptera. 

Pales peregrina Herting. — CH (Tessin), A (Obertraun). — Aug. — Sehr selten. — Wirte 
unbekannt. 

Phryno vetula (Meigen). — Europa bis Südengland, Dänemark; SH, NS, NW, HE, RP, 
BW, BY, NB / A, CH. - Laubwälder, Gebüsch. - M April bis E Juni, 1 Generation. - Auf 
Blättern; häufig. — Laubholzbewohnende Noctuidae (vor allem Ortbosia, Cosmia) und Geo- 
metridae (besonders Erannis), Einzelmeldungen auch aus Polyploca diluta Denis & Schiff. 
(Thyatiridae) und Lasiocampa quercus L. (Lasiocampidae). 

Cyzenis albicans (Fallen). - Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, 
NB / A, CH. — Laubwälder, Gebüsch, Obstgärten. — M April bis M Juni, 1 Generation. — 
Auf Blättern; häufig, bei Massenauftreten des Hauptwirtes sehr häufig. — Operophthera bru- 
mata L. (Geometridae); nur vereinzelt auch andere laubholzbewohnende Geometridae, Noc- 
tuidae oder Plutellidae gemeldet. 

Cyzenis jucunda (Meigen). — Gemäßigtes Europa bis Schweden; NW, BW, BY, NB / A, 
CH. — M April bis A Juni, 1 Generation. — Selten. — Sichere Wirte nicht bekannt. 

Bothria frontosa (Meigen). — Europa bis Belgien, Südschweden; NW (Blankenstein), BW 
(Oberrhein) / A (Burgenland). — Trockene Wiesen oder Gebüsch in warmen Gebieten. — M 
März bis M Mai, 1 Generation. — Selten. — Noctua comes Hueb., Mesogona acetosellae Denis 
& Schiff. (Noctuidae). 

Bothria subalpina Villeneuve. — Europa bis Skandinavien; NW, HE, BW, NB / A, CH. — 
A April bis E Mai, 1 Generation. — Selten. — Cosmia trapezina L. (Noctuidae). 

Ceromasia rubrifrons (Macquart). — Südeuropa, vereinzelt auch in Mitteleuropa bis Däne- 
mark; NS, NW, BW, BY, NB / A, CH. - Warme, offene Landschaften. - E Mai bis E Sept., 
wahrscheinlich 2 Generationen. — In Mitteleuropa selten (häufig in Südeuropa). — Zygaena 
spp. (Zygaenidae), selten auch aus einigen Lymantriidae, Geometridae, Arctiidae, Hespe- 
riidae, Nymphalidae und Pieridae. 

Erycilla ferruginea (Meigen) [Erycina rutila (Meigen) bei Mesnil (1944 — 1975)]. — Gemä- 
ßigtes Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Nadel- und 
Laubwälder, mäßig feuchte Wiesen; von der Ebene bis in Mittelgebirgslagen. — E Mai bis A 
Okt. (besonders M Juli bis E Aug.), möglicherweise nur 1 langgestreckte Generation. — Blü- 
tenbesucher; oft sehr häufig. — Tipula spec. (Tipulidae). 

Erycilla rufipes (Brauer & Bergenstamm). — Verstreute Funde in Europa; NB (Oberlau- 
sitz) / A (Kraubath/Mur). — Juli (soweit bekannt). — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Allophorocera lapponica Wood. - Nordfinnland, Nordschweden. - Juli. - Sehr selten. - 
Wirte unbekannt. 

Allophorocera pachystyla (Macquart). - Alpen; A, CH. - Geröllfelder und alpine Matten 
von 1700 — 3000 m. — E Juni bis M Aug., 1 Generation. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Rhacodinella apicata (Pandelle) [Discochaeta]. — Verstreut in Europa (Pyrenäen, Tessin, 
Südpolen, St. Petersburg); im Gebiet noch kein Nachweis. — M Juni bis A Sept., 1 Generation 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 141 

(^partielle 2. Generation möglich). — Normalerweise sehr selten, lokal aber zahlreich. — Aus 
Kiefernwäldern in Polen sind verschiedene Noctuidae, Lymantriidae, Saturniidae und Geo- 
metridae bekannt geworden. 

Ocytata pallipes (Fallen) [Rbacodineura]. — Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, 
RP, BW, BY, NB / A, CH. - Waldränder, Gebüsch, Wiesen. - A Mai bis E Okt. (besonders 
E Juli bis E Aug.), 2 Generationen. — In der Malaisefalle regelmäßig und sehr häufig, aber 
auch auf Blättern und Blüten nicht selten. — Forficula auricularia L., seltener F. tomis Kol. und 
Chelidurella acanthopygia Gene (Forficulidae). 

Pexopsis aprica (Meigen). - Europa bis Nordwestdeutschland; NW, HE, RP, BW, BY, 
NB / A, CH. — Warmtrockene, offene oder verbuschte Landschaften. — E April bis A Juni, 1 
Generation. — Sehr selten. — Imagines von Melolontha melolontha L. und Rhizotrogus 
aestivus Oliv. (Scarabaeidae). 

Erythrocera nigripes (Robineau-Desvoidy). — Europa bis Brandenburg; BW, BY, NB / A, 
CH. — Warmtrockene, offene Landschaften, vorzugsweise Sandgebiete.— 2 deutlich getrennte 
Generationen: A Mai bis A Juni und A Aug. bis M Sept. — Im Gras zu käschern, lokal nicht 
selten. — Wirte unbekannt. 

Eurysthaea scutellaris (Robineau-Desvoidy) [Discocbaeta hyponomeutae (Rondani)]. — 
Europa bis Südengland und Norddeutschland; SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. 

— Gebüsch, Waldränder. — E April bis M Sept. (besonders Juli), wenigstens 2 Generationen. 

— Im Freiland nicht selten, häufiger aber aus den Wirten zu ziehen. — Hyponomeutidae, sel- 
tener Tortricidae und Pyralidae; nur vereinzelt auch einige Geometridae, Noctuidae und Arc- 
tiidae gemeldet. 

Erynnia ocypterata (Fallen). — Europa bis Skandinavien; NS (Umgebung Hamburg), NB 
(Brandenburg). — A Mai bis A Sept., 2 Generationen. — In Mitteleuropa sehr selten. — Spar- 
ganothis pilleriana Schiff. (Tortricidae); seltener Anacampsis obscurella Denis & Schiff, und 
Nothris obscuripennis Frey. (Gelechiidae). 

Elodia ambulatoria (Meigen) [convexifrons (Zetterstedt)]. — Europa bis Skandinavien; SH, 
HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Waldränder. - Funddaten von E Mai bis A Sept. - Im 
Freiland sehr selten (meist nur in der Malaisefalle), häufig dagegen aus Baumschwämmen zu 
bekommen. — Tineidae in Baumschwämmen (besonders Moropbaga boleti F.). 

Elodia morio (Fallen) [tragica (Meigen)]. — Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, RP, 
BW, BY, NB / A, CH. - Laubwälder, Gebüsch, Obstgärten. - A April bis A Sept. (beson- 
ders Mai/Juni), 2 Generationen. — Im Freiland selten, häufiger dagegen aus den Wirten zu 
erhalten. — Zahlreiche Tortricidae (vor allem Tortrix viridana L. und Cydia pomonella L.), 
aber auch einige Gelechiidae, Oecophoridae, Pyralidae und Plutellidae. 

Sturmia beüa (Meigen). - Europa bis Finnland; SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, 
CH. — Wiesen, Gebüsch, Waldränder; wärmere Gebiete bevorzugend. — Hauptflugzeit M 
Juli bis M Sept., wenige Exemplare aber schon ab A Mai und bis M Okt. — Auf Blüten und 
Blättern; im wärmeren Mitteleuropa im Freiland nicht selten (im Norden selten), viel häufiger 
aber aus den Wirten zu ziehen. — Arten der Gattungen Aglais, Arascbnia, Inacbis, Nymphalis 
und Vanessa (Nymphalidae); selten vereinzelt aus anderen Macrolepidoptera. 

Blepharipa pratensis (Meigen) [Sturmia, scutellata (Robineau-Desvoidy)]. — Europa bis 
Finnland; SH, NW, HE, BW, BY, NB / A. - Wärmere Laubwälder, Kiefernwälder. - E 
April bis E Juli (vor allem M Mai bis M Juni), 1 Generation. — Auf Blättern; bei Massenauf- 
treten des Schwammspinners häufig, sonst (vor allem im Norden) eher selten. — Lymartria 
dispar L. (Lymantriidae) und Dendrolimus pini L. (Lasiocampidae), nur vereinzelt auch einige 
andere Macrolepidoptera gemeldet. 

Blepharipa schineri (Mesnil) [Sturmia]. — Europa bis Brandenburg; BW, NB / A, CH. — 
Warme Laubwälder. — M April bis A Juli (besonders Mai), 1 Generation (Maximum etwa 3 
Wochen früher als bei der vorigen Art). — Auf Blättern; viel seltener als die vorige Art. — 
Lymantria dispar L. (Lymantriidae), vereinzelt auch aus einigen Notodontidae, Lasiocam- 
pidae und Endromididae gemeldet. 

Masicera pavoniae (Robineau-Desvoidy) [pratensis Meigen]. — Europa bis Nordpolen; 
NS, NW, HE, BW, BY, NB / A, CH. - Offene Landschaften, Heiden. - M Mai bis A Juli, 1 
Generation. — Im Freiland selten, häufiger aus den Wirten zu ziehen. — Saturnia pavonia L., 
S. pyri Schiff., S. spini Schiff. (Saturniidae); andere Wirte nur sehr selten und ausnahmsweise. 

Masicera silvatica (Fallen). - Europa bis Südschweden; NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / 



142 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Sei". A, Nr. 506 

A, CH. — Offene Graslandschaften, Trockenhänge. — M Juni bis A Sept. (besonders Aug.), 
wahrscheinlich nur 1 Generation. — Blütenbesucher; im wärmeren Mitteleuropa lokal häufig. 

— Macrotbylacia rubi L. (Lasiocampidae). 

Masicera sphingivora (Robineau-Desvoidy) [cuculliae Robineau-Desvoidy]. — Südeuropa, 
vereinzelt auch in Mitteleuropa; HE, BW, BY, NB / A, CH. — Warme, offene Landschaften. 

— E Mai bis A Sept., wahrscheinlich 2 Generationen. — In Mitteleuropa sehr selten, eher aus 
den Wirten zu ziehen. — Sphingidae (vor allem Celerio spp.), aber auch verschiedene Noc- 
tuidae, Lymantriidae, Lasiocampidae und Nymphalidae, sehr vereinzelt auch Wirte aus 
anderen Familien. 

Prosopea nigricans (Egger) [Prosopaea]. — Südeuropa bis Wallis, Slowakei; A (Nieder- 
österreich). — Bevorzugt warme Gebirgslagen. — A Mai bis E Sept., mehrere Generationen 
(Südeuropa). — In Südeuropa lokal häufig, in Mitteleuropa sehr selten und wahrscheinlich auf 
sehr warme, felsige Standorte beschränkt. — Arctiidae der Subfamilie Lithosiinae (Lithosia 
quadra L., Paidia murina Hueb., Eilema spec), seltener Arctiinae (Tyria jacobaeae L.). 

Gaedia connexa (Meigen). — Südeuropa, vereinzelt auch in Mitteleuropa; RP (Kreuzberg), 
NB (Dresden) / A. — Warmtrockene, offene Lagen. — A Juli bis M Sept., 1 Generation (in 
Südeuropa 2 Generationen). — In Mitteleuropa sehr selten (nicht selten im wärmeren Öster- 
reich). — Wirte unbekannt. 

Gaedia distincta Egger. — Frankreich (Hautes- Alpes), CH (Wallis), Slowakei; NB 
(Sachsen) / A (Wiener Neustadt). — Funddaten von M Juni bis M Sept. — Sehr selten. — Wirte 
unbekannt. 

Hebia flavipes Robineau-Desvoidy. — Gemäßigtes Europa bis Südschweden, Finnland; 
NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A. - Laubwälder. - M April bis A Juni, 1 Generation. - 
Auf Blättern oder in der Malaisefalle; lokal nicht selten. — Colotois pennaria L., seltener 
Larentia spec. (Geometridae) oder Orthosia miniosa Denis & Schiff. (Noctuidae). 

Frontina laeta (Meigen). - Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, 
CH. — Lichte Wälder, warmtrockene, offene oder verbuschte Landschaften. — A Juli bis E 
Sept. (vor allem Aug.), 1 Generation. — Blütenbesucher; in wärmeren Gebieten nicht selten, 
im Norden selten. — Smerinthus ocellatus L., seltener S. populi L. oder Sphinx ligustri L. 
(Sphingidae). 

Thelymorpha marmorata (Fabricius) [Histocbaeta]. — Europa bis Schweden, Finnland; 
NS, HE, BW, BY, NB / A, CH. — Warme Gebirgslagen bevorzugend, nur vereinzelt in der 
Ebene.— 2 Generationen: A Mai bis E Juni und A Juli bis M Sept. — In Mitteleuropa selten, 
häufiger in südlichen Lagen der Alpen. — Arctia caja L., vereinzelt auch einige andere Arc- 
tiidae, Lasiocampidae, Lymantriidae, Noctuidae oder auch Nymphalidae und Papilionidae. 

Baumhaueria goniaeformis (Meigen). — Europa bis Südschweden; NW (Krefeld-Uer- 
dingen), HE (Frankfurt), NB (Berlin, Chemnitz, Genthin). — E April bis A Juni, 1 Genera- 
tion. — Blütenbesucher auf Euphorbia; sehr selten, aus dem deutschsprachigen Raum nur 
Funde vor 1924. — Vorwiegend Lasiocampidae (Eriogaster lanestris L., E. philippsi Bart., 
Malacosoma neustria L. und Lasiocampa trifolii Esp.), aber auch einige Arctiidae, Noctuidae, 
Lymantriidae und Sphingidae gemeldet. 

Pachystylum bremii Macquart [Cbaetomera fumipennis Brauer & Bergenstamm]. — Süd- 
europa, vereinzelt auch in Mitteleuropa; BY (Oberfranken) / A (Tirol, Steiermark), CH (Uri). 

— Funddaten von M Juni bis E Aug. (Mitteleuropa). — Blütenbesucher; in Mitteleuropa sehr 
selten, in Südeuropa (in wärmeren Gebirgslagen) lokal häufig. — Wirte unbekannt. 

Brachicheta strigata (Meigen) [Brachycbaeta]. — Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, 
RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trockene Wiesen. - E März bis E Mai, 1 Generation. - Im 
Gras zu käschern; nicht selten. — Wirte unbekannt. 

Masistylum arcuatum (Mik). — Alpen, Pyrenäen; A (Steiermark). — Lagen von 1200 bis 
2300 m. — E Juli bis M Sept., 1 Generation. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Gonia capitata (DeGeer) [Salmacio]. — Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, BW, BY, 
NB / A. - Trockene Wiesen. — E Juni bis A Sept., 1 Generation. — Blütenbesucher; meist 
selten. — Agrotis exclamationis L., A. segetum Schiff., A. ypsilon Hufn., Euxoa obelisca Schiff. 
(Noctuidae). 

Gonia distinguenda Herting [Salmacio]. — Vereinzelte Fundorte in Europa bis Nord- 
deutschland; NW, BY, NB / A. - M April bis E Mai, 1 Generation. - Lokal nicht selten. - 
Staurophora celsia L., Calamia tridens Hufn. (Noctuidae). 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 143 

Gonia divisa Meigen [Salmacio]. - Europa bis Südschweden; NS, NW, RP, BW, BY, NB / 
A. — Lichte Wälder, trockene Wiesen. — M März bis E Mai (besonders E April), 1 Genera- 
tion. — Im trockenen Gras oder auf dem nackten Boden; auf Sandböden lokal häufig, sonst 
selten. — Wirte unbekannt. 

Gonia foersteri Meigen [Salmacio]. — Verstreute Funde in Europa; NW (Stolberg), NB 
(Warnemünde) / A (Niederösterreich). — März/ April. — Sehr selten (aus Mitteleuropa nur 
Belege vor 1924). — Wirte unbekannt. 

Gonia ornata Meigen [Salmacia]. — Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, BW, BY, NB 
/ A. — Warmtrockene, offene Gebiete, vor allem Sandgebiete, Dünen. — E März bis E Mai 
(besonders E April), 1 Generation. — Auf Blüten oder im trockenen Gras; in Mitteleuropa 
meist selten (häufiger in Südeuropa). — Vorwiegend Noctuidae (Agrotis, Euxoa, Mamestra, 
Colocasia, Plusia), vereinzelt aber auch aus Lymantriidae, Lasiocampidae und Psychidae 
gemeldet. 

Gonia picea (Robineau-Desvoidy) [Salmacia, sicula Robineau-Desvoidy]. — Europa bis 
Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trockene bis mäßigfeuchte 
Wiesen. — E Feb. bis A Juni (vor allem April), 1 Generation. — Im Gras, seltener auf Blüten; 
meist häufig, lokal und jahrweise sehr häufig. — Cerapteryx graminis L., vereinzelt einige 
andere Noctuidae. 

Gonia vacua Meigen [Salmacia]. — Südeuropa, vereinzelt auch in Mitteleuropa; NW, HE, 
BW, NB / A, CH. — In Mitteleuropa auf sehr warme Orte beschränkt. — E April bis A Juni, 1 
Generation. — Sehr selten (nicht selten in Südeuropa). — Wirte unbekannt. 

Onychogonia cervini (Bigot). - Alpen, Norwegen; BY (Allgäu) / A (Lechtaler und Oetz- 
taler Alpen). - Alpine Lagen von 2000 bis 2900 m. - M Juli bis M Aug., 1 Generation. - Auf 
Berggipfeln; sehr selten. — Orodemnias cervini Fall. (Arctiidae). 

Onychogonia flaviceps (Zetterstedt) [interrupta (Rondani)]. — Alpen, Apenninen, skandi- 
navische Gebirge; A, CH. - Alpine Lagen von 1200 bis 2000 m. — E Juni bis A Sept. (beson- 
ders E Juli/A Aug.), 1 Generation. — In der niederen Vegetation oder auf Blüten; lokal nicht 
selten. — Mamestra glauca Hueb., Plusia aemula Denis & Schiff. (Noctuidae), Gnophos caeli- 
baria H.-S. (Geometridae). 

Onychogonia suggesta (Pandelle). - Alpen, Pyrenäen; BY (Risserkogel, Hochgern) / A 
(Kasberg). - Alpine Lagen von 1700 bis 2900 m. - M Juli bis M Aug., 1 Generation. - Auf 
Berggipfeln; sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Pseudogonia parisiaca (Robineau-Desvoidy) [Isomera blondeli Robineau-Desvoidy, 
cognata (Rondani)]. — Südeuropa bis Mittelfrankreich, Wallis, Slowakei; A (Niederösterreich, 
Burgenland). — In Mitteleuropa nur an besonders warmen Orten.— 2 Generationen: A Mai bis 
E Juni und M Juli bis M Sept. — Selten (in Südeuropa lokal nicht selten). — Verschiedene Arc- 
tiidae. 

Pseudogonia rufifrons (Wiedemann) [Isomera cinerascens (Rondani)]. — Südeuropa bis 
Südwestdeutschland; BW (Oberrhein) / A (Niederösterreich). — Offene, grasreiche Land- 
schaften. — M Juni bis A Sept., möglicherweise nur 1 Generation (in Südeuropa wenigstens 2 
Generationen). — Selten (in Südeuropa häufig). — Verschiedene Noctuidae (Agrotis, Leucania, 
Mamestra, Apamea, Spodoptera, Heliothis). 

Spallanzania hebes (Fallen). - Europa bis Schweden, Finnland; HE, RP, BW, NB / A. — 
Offene, grasreiche Landschaften.— 2 Generationen: A Juni bis M Juli und E Juli bis M Sept. — 
Im wärmeren Mitteleuropa nicht selten, häufiger in Südeuropa. — Noctuidae, vor allem 
Agrotis segetum Schiff., A. exclamationis L. und Heliothis armigera Hueb. 

Spallanzania multisetosa (Rondani). — Südeuropa bis Wallis; im Gebiet noch kein Nach- 
weis. — E April bis E Aug. — In Südeuropa lokal häufig. — Wirte unbekannt. 

Spallanzania quadrimaculata Herting. - Wallis, Tessin, Piemont, Ungarn; im Gebiet 
noch kein Nachweis. — E Juni bis A Sept. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

6.3. Subfamilie Tachininae 

6.3.1. Tachinini 

Tachina fera (Linnaeus) [Echinomyia]. - Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, RP, 
BW, BY, NB / A, CH. - Wälder, Wiesen. -2 Generationen: E April bis E Juni und (zahlrei- 
cher) M Juli bis M Okt. — Blütenbesucher; meist sehr häufig. — Zahlreiche Noctuidae. 



144 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Tachina grossa (Linnaeus) [Ecbinomyia]. — Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, 
RP, BW, BY, NB / A, CH. - Lichte Wälder, Heidegebiete. - E Juni bis A Sept., 1 Genera- 
tion (in Südeuropa möglicherweise 2 Generationen). — Blütenbesucher; meist selten, lokal 
und jahrweise aber häufig. — Macrothylacia rubi L. und Lasiocampa quercus L. (Lasiocam- 
pidae), selten einige andere Lasiocampidae und Lymantriidae gemeldet. 

Tachina lurida (Fabricius) [Servillia]. — Europa bis Norddeutschland und Südengland; SH, 
NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Laubwälder, Gebüsch. - A April bis M Juni, 1 
Generation. — Auf Blättern; nicht selten. — Orthosia stabilis Denis & Schiff, und O. cruda 
Denis & Schiff. (Noctuidae); Einzelmeldungen auch aus Cucullia verbasci L. (Noctuidae), 
Notodonta anceps Goez. (Notodontidae), Dendrolimus pini L. und Malacosoma neustria L. 
(Lasiocampidae). 

Tachina magnicornis (Zetterstedt) [Ecbinomyia, vernalis (Robineau-Desvoidy)]. — 
Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Etwas wärmeliebender 
als T.fera; mehr in offenen, trockenen Biotopen. — M April bis E Sept., wenigstens 2 Genera- 
tionen (keine klare Grenzen zwischen den Generationen erkennbar). — Blütenbesucher; in 
Mitteleuropa nicht so häufig wie T.fera (in Südeuropa oft häufiger). — Zahlreiche Noctuidae 
(vor allem Agrotis spp., Panolis flammea Schiff.); einmal auch aus Malacosoma (Lasiocam- 
pidae) gemeldet. 

Tachina nigrohirta (Stein) [Servillia]. — Österreich, Slowakei, Süddeutschland; BW 
(Horb/Neckar, Bad Säckingen) / A (Oberösterreich). — April, 1 Generation. — Sehr selten. — 
Wirte unbekannt. 

Tachina nupta (Rondani) [Ecbinomyia]. — Südeuropa bis Süddeutschland; HE, BW, BY / 
A. — Trockenwarme Waldränder, Wiesen. — Funddaten von A Mai bis M Sept. — Selten. — 
Aus Kasachstan und Japan einige Noctuidae gemeldet. 

Tachina praeceps Meigen [Ecbinomyia]. — Südeuropa bis Slowakei; aus Mitteleuropa nur 
ein alter Zuchtbefund aus Wiesbaden. — A Mai bis E Sept. (Südeuropa). — Auch in Südeuropa 
nicht häufig. — Euproctis cbrysorrboea L. (Lymantriidae), Malacosoma spp. (Lasiocampidae) 
sowie einige Arctiidae, Noctuidae und Sphingidae. 

Tachina ursina (Meigen) [Servillia]. — Europa bis Südengland, Finnland; SH, NS, NW, 
HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Warmtrockene Waldränder, Waldpfade. - E März bis M 
Mai, 1 Generation. — Auf dem Boden, an Baumstämmen oder im Gras; meist selten. — Wirte 
unbekannt. 

Nowickia alpina (Zetterstedt). — Skandinavische Gebirge. — Juli. — Sehr selten. — Wirte 
unbekannt. 

Nowickia atripalpis (Robineau-Desvoidy). — Pyrenäen (und andere südeuropäische 
Gebirge), Alpen, Mittelgebirge; NS, BY, NB / A, CH. — Normalerweise in Lagen zwischen 
900 und 2000 m, vereinzelt aber auch in der norddeutschen Tiefebene. — E Juni bis E Sept., 1 
Generation. — Selten (lokal häufig in wärmeren Teilen der Alpen). — Sichere Wirte nicht 
bekannt. 

Nowickia ferox (Panzer). - Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, 
NB / A, CH. - Wiesen, Heidegebiete, Waldränder; im Gebirge bis 1500 m. - M Juni bis A 
Okt., 1 Generation. — Blütenbesucher; häufig. — Apamea monoglypba Hufn. (Noctuidae). 

Nowickia marklini (Zetterstedt). — Skandinavische Gebirge, Alpen und höhere Mittelge- 
birge; BW (Schwarzwald), BY, NB (Erzgebirge) / A, CH. — Wiesen und Wälder in Lagen von 
1000—2200 m. - M Juli bis A Sept., 1 Generation. — Meist selten. — Wirte unbekannt. 

Nowickia reducta Mesnil. — Alpen, Pyrenäen; A, CH. — Wärmere Gebirgslagen von 
1800-2900 m. - M Juli bis E Aug., 1 Generation. - Meist auf Berggipfeln; selten. - Wirte 
unbekannt. 

Nowickia rondanii (Giglio-Tos). — Südeuropäische Gebirge, Alpen (bis Graubünden, 
Wallis). - Wärmere Gebirgslagen von 600-2000 m. - E April bis M Aug. (Südeuropa). - 
Meist in der Nähe von Gebirgsbächen; in Südeuropa lokal nicht selten. — Euterpia laudeti 
Boisd. (Noctuidae). 

Nowickia strobeli (Rondani). - Alpen; BY / A, CH. - Lagen von 1500-2000 m. - E Juli 
bis E Aug., 1 Generation. — Auch auf Berggipfeln; sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Pekteria ferina (Zetterstedt). — Vereinzelte Fundorte in Europa bis Skandinavien; aus Mit- 
teleuropa meist nur alte Belege: NB (Thüringen) / A. - Funddaten von M Juni bis M Aug. - 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 145 

Selten. — Hyphoraia aulica L., vereinzelt auch Arctia villica L. und Parasemia plantaginis L. 
(Arctiidae). 

Peleteria popeli (Portshinsky). — Vereinzelte Fundorte in Europa bis Südschweden; NW 
(Senne), BY, NB. — Sandgebiete bevorzugend, vor allem an den Ostseeküsten. — Funddaten 
von M Juli bis M Sept. — Sehr selten. — Coscinia striata L. (Arctiidae). 

Peleteria prompta (Meigen). - Alpen; BY / A, CH. - Lagen von 1500-2900 m. - M Juni 
bis E Aug., 1 Generation. — Meist auf Berggipfeln zu finden und dort manchmal häufig. — 
Wirte unbekannt. 

Peleteria rubescens (Robineau-Desvoidy) [nigricornis (Meigen)]. — Europa (vorwiegend 
Südeuropa) bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A. - Warmtrockene, 
offene Landschaften; in Mitteleuropa vorwiegend in Sandgebieten (in Südeuropa auch im 
Gebirge bis 2900 m). — M Mai bis E Sept., 2 Generationen. — In niederer Vegetation oder von 
Blüten zu käschern; lokal häufig. — Noctuidae der Gattungen Agrotis und Euxoa, nur verein- 
zelt von anderen Familien gemeldet. 

Peleteria varia (Fabricius) [pyrrbogaster (Rondani)]. — Südeuropa bis Slowakei; A (Nieder- 
österreich, Burgenland). — Warmtrockene, offene Landschaften. — Funddaten von M Juni bis 
M Sept. — In Mitteleuropa sehr selten (häufig in Südeuropa). — Wirte unbekannt. 

Sarromyia nubigena Pokorny. — Zentralalpen, Pyrenäen; A (Ferwall). — Lagen oberhalb 
der Baumgrenze (2500 — 3000 m). — Juli. — Sehr selten. — Oreopsyche leschenaulti Staud. 
(Psychidae). 

Germaria angustata (Zetterstedt). — Küsten von Nord- und Ostsee (selten im Binnen- 
land); SH, NS. — Sanddünen. — Funddaten von E Mai bis M Aug. — Selten. — Wirte unbe- 
kannt. 

Germaria ruficeps (Fallen). — Gemäßigtes Europa bis Skandinavien; BW, BY, NB / A, 
CH. — Trockenwarme Gebiete. — E Juni bis M Sept., wahrscheinlich nur 1 Generation. — 
Blütenbesucher; meist selten. — Wirte unbekannt. 

6.3.2. Nemoraeini 

Nemoraea pellucida (Meigen). — Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, RP, BW, BY, 
NB / A, CH. — Trockenwarme Waldränder, Gebüsch.— 2 Generationen: A Mai bis A Juli und 
(viel zahlreicher) M Juli bis A Okt. (vor allem Aug.). — Im wärmeren Mitteleuropa lokal 
häufig, im Norden selten. — Verschiedene Noctuidae und Arctiidae (besonders Hyphantria 
cunea Drur.), seltener auch einige Geometridae, Lymantriidae, Sphingidae und Notodontidae. 

6.3.3. Linnaemyini 

Linnaemya comta (Fallen) [Linnaemyia, compta). — Europa bis Skandinavien;* SH, NS, 
NW, HE, BW, BY, NB / A, CH. - Wärmere, offene Gebiete bevorzugend. - Funddaten von 
E Mai bis M Sept. — In Mitteleuropa selten (häufiger in Südeuropa). — Agrotis ypsilon Hufn., 
A. segetum Schiff., A. exclamationis L., Euxoa aquilina Schiff. (Noctuidae). 

Linnaemya fissiglobula Pandelle [Linnaemyia]. — Südeuropa, vereinzelt auch in Mitteleu- 
ropa; BW (Oberrhein, Konstanz, Bonndorf), BY (Dachau) / A (Steiermark). — Gebüsch. — E 
Juni bis E Aug., 1 Generation. — Blütenbesucher; meist selten. — Wirte unbekannt. 

Linnaemya frater (Rondani) [Linnaemyia]. — Südeuropa bis Wallis, Slowakei; A (Nieder- 
österreich, Steiermark, Burgenland). — Trockenwarme Waldränder, Gebüsch. — M Juli bis A 
Sept., 1 Generation. — In Österreich lokal nicht selten. — Wirte unbekannt. 

Linnaemya haemorrhoidalis (Fallen) [Linnaemyia]. — Skandinavien, Pyrenäen, Alpen, 
Mittelgebirge; HE, BW, BY, NB / A, CH. - In der Waldzone, meist zwischen 500 und 1000 
m. — A Juni bis M Sept., wahrscheinlich nur 1 Generation. — Nicht selten. — Wirte unbe- 
kannt. 

Linnaemya helvetica Herting [Linnaemyia]. — Alpen, Pyrenäen und andere hohe südeuro- 
päische Gebirge; A (Tirol), CH (Graubünden). — Wärmere Lagen, von den Tälern bis in 2000 
m. — E Mai bis A Aug., 1 Generation. — Blütenbesucher; lokal häufig (vor allem in Südeu- 
ropa). — Wirte unbekannt. 

Linnaemya impudica (Rondani) [Linnaemyia]. — Südeuropa bis Brandenburg; HE, BW, 
BY, NB / A, CH. — Trocken warme Gebiete.— 2 Generationen: M Mai bis E Juni und (zahl- 



146 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

reicher) M Juli bis E Sept. — In Mitteleuropa meist selten (häufiger in Südeuropa). — Agrotis 
spec. (Noctuidae). 

Linnaemya media. Zimin [Linnaemyia]. — Südeuropa bis Wallis, Slowakei; A (Nieder- 
österreich, Burgenland). — Warmtrockene, offene Gebiete. — M Mai bis E Sept., 2 Genera- 
tionen (Südeuropa). — Sehr selten (in Südeuropa lokal nicht selten). — In Japan gezogen aus 
Leucoma Candida Staud. und L. Salicis L. (Lymantriidae). 

Linnaemya olsufjevi Zimin [Linnaemyia]. — Vereinzelte Fundorte in Europa bis Süd- 
schweden, St. Petersburg; NB (Sachsen- Anhalt) / A (Hausegg). — A Juli bis A Aug., 1 Gene- 
ration. — Sehr selten (lokal nicht selten in Südeuropa). — Leucoma Salicis L. (Lymantriidae). 

Linnaemya perinealis Pandelle [Linnaemyia]. — Zentral- und Südalpen, Südnorwegen, St. 
Petersburg; im Gebiet noch kein Nachweis. — Von den Tälern bis 2000 m. — A Juli bis E 
Sept., 1 Generation. — Auf Blüten; selten. — Wirte unbekannt. 

Linnaemya picta (Meigen) [Linnaemyia, retroflexa Pandelle]. — Europa bis Norddeutsch- 
land, St. Petersburg; NS, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Warme Waldränder, Gebüsch. -2 
Generationen: M Mai bis A Juli und (zahlreicher) M Juli bis A Okt. (besonders Aug.). — Blü- 
tenbesucher; im wärmeren Mitteleuropa oft sehr häufig, im Norden selten. — Agrotis spec, 
Amathes c-nigrum L., Eurois prasina F., Mamestra brassicae L. (Noctuidae). 

Linnaemya rossica Zimin [Linnaemyia]. — Alpen, Mittelgebirge, Schottland, Schweden; 
BW, BY / A, CH. - In der Waldzone, meist zwischen 500 und 1000 m. - M Juli bis M Sept., 
1 Generation. — Selten. — Amathes agathina Dup. (Noctuidae). 

Linnaemya steini Jacentkovsky [Linnaemyia]. — Sehr vereinzelte Fundorte in Europa bis 
St. Petersburg; BY (Bad Kissingen). — Juli (soweit bekannt). — Sehr selten. — Wirte unbe- 
kannt. 

Linnaemya tessellans (Robineau-Desvoidy) [Linnaemyia, pudica (Rondani)]. — Europa bis 
Südengland (fehlend in Skandinavien, in Südeuropa selten); SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, 
NB / Ä, CH. — Waldränder, Gebüsch, Wiesen.— 2 Generationen: M Mai bis E Juni und (zahl- 
reicher) M Juli bis M Sept. — Blütenbesucher; häufig. — Amathes c-nigrum L. (Noctuidae). 

Linnaemya vulpina (Fallen) [Linnaemyia]. — Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, 
BW, BY, NB / A, CH. - Wärmere, offene Gebiete bevorzugend (Heiden, Wiesen). - A Juli 
bis M Sept., 1 Generation. — Im wärmeren Mitteleuropa nicht selten (häufig in Südeuropa). — 
Lycophotia porphyrea Schiff., seltener Blepharita satura Denis & Schiff., Chilodes maritima 
Tausch, und Nonagria geminipuncta Haw. (Noctuidae). 

Linnaemya zachvatkini Zimin [Linnaemyia]. — Tessin, Ungarn; A (Graz). — Funddaten 
von E Mai bis E Okt. — Nur im Tessin lokal häufig, sonst sehr selten. — In Japan gezogen aus 
Leucania separata Walk. (Noctuidae). 

Chrysosomopsis auratus (Fallen) [Chrysocosmius]. — Europa bis Finnland; HE, BW, BY, 
NB / A, CH. — Waldränder, Gebüsch; in wärmeren Lagen der Alpen bis 1800 m. — A Juni bis 
A Sept. (besonders Juli), 1 Generation. — Selten (häufiger im Niederösterreich und wärmeren 
Lagen der Alpen). — Mesoleuca alaudaria Frey.; seltener Eupithecia veratraria H.-S. und 
Horisme tersata Denis & Schiff. (Geometridae). 

Lydina aenea (Meigen). - Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / 
A, CH. — Waldränder, Gebüsch; in wärmeren Lagen der Alpen bis 2000 m.— 2 deutlich 
getrennte, etwa gleichstarke Generationen: A Mai bis A Juli und E Juli bis A Okt. — In der 
Malaisefalle häufig, sonst eher selten. — Sichere Wirte nicht bekannt. 

Lypha dubia (Fallen). - Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / 
A, CH. — Laubwälder, seltener auch Kiefern- und Lärchenwälder. — A April bis A Juni, ver- 
einzelte Exemplare bis E Juni, 1 Generation. — Auf Blättern und an Baumstämmen; häufig, 
jahrweise sehr häufig. — Operophthera brumata L. (selten einige andere Geometridae) sowie 
verschiedene Tortricidae (vor allem Zeiraphera diniana Guen., Rhyacionia buoliana Schiff, 
und Tortrix viridana L.). 

Lypha ruficauda (Zetterstedt). — Gemäßigtes Europa bis Skandinavien (vor allem Alpen, 
Nordeuropa); SH, NS, NW, HE, BW, BY, NB / A, CH. - Kühlfeuchte Gebiete bevorzu- 
gend; in den Alpen bis 1700 m. - M Juni bis E Aug., 1 Generation. — Selten. — Hydriomena 
impluviata Denis & Schiff, und H. ruberata Frey. (Geometridae). 

Petagnia subpetiolata Rondani. - Südeuropa (vorwiegend Alpen) bis Wallis; A (Nieder- 
österreich, Steiermark). - A Juli bis M Sept., 1 Generation. - Sehr selten. - Wirte unbekannt. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 147 

6.3.4. Ernestiini 

Ernestia argentifera (Meigen) [Meriania]. — Südeuropa, nur vereinzelt auch im wärmeren 
Mitteleuropa; BY / A, CH. — M April bis E Mai, 1 Generation. — Sehr selten (auch in Südeu- 
ropa nicht häufig). — Mesogona acetosellae Denis & Schiff., Orthosia cruda Denis & Schiff., 
O. miniosa Denis & Schiff., O. stabilis Denis & Schiff., Dryobotodes protea Denis & Schiff. 
(Noctuidae). 

Ernestia laevigata (Meigen) [nielseni (Villeneuve)]. — Gemäßigtes Europa bis Mittel- 
schweden; SH, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Laubwälder. - M April bis E Juni, 1 
Generation. — Auf Blättern; nicht selten. — Laubholzbewohnende Noctuidae (vor allem 
Cosmia trapezina L. und Orthosia spp.). 

Ernestia puparum (Fabricius) [Meriania]. — Europa bis Südschweden; SH, NW, HE, RP, 
BW, BY, NB / A, CH. - Warmtrockene Wälder. - E März bis E Mai, 1 Generation. - Auf 
Waldwegen oder an Baumstämmen sitzend; meist selten. — Wirte unbekannt. 

Ernestia rudis (Fallen). - Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / 
A, CH. — Laubwälder, Kiefernwälder. — A Mai bis M Juli, 1 Generation. — Auf Blättern; 
häufig. — Panolis flamme a Denis & Schiff., Orthosia spp. und einige andere Noctuidae. 

Ernestia vagans (Meigen). - Europa bis Nordschweden; NW, HE, BW, NB / A, CH. - 
Laubwälder. — E April bis E Juni, 1 Generation. — Auf Blättern; meist selten. — Polyploca 
flavicornis L. und P. ridens F. (Thyatiridae). 

Appendicia truncata (Zetterstedt) [Ernestia]. — Nördliches Mitteleuropa und Nordeu- 
ropa; SH, NS, NW, NB. — Grasreiche Kiefernwaldränder. — A Mai bis M Juni, 1 Generation. 
— In der Gras- und Krautschicht; lokal nicht selten. — Cerapteryx graminis L. (Noctuidae). 

Fausta nemorum (Meigen) [Ernestia]. — Europa bis England, Nordpolen; BW, BY, NB / 
A, CH. - Wälder, Gebüsch. - Funddaten von M Mai bis A Aug (vor allem Mai/Juni). - 
Selten (häufiger in Südeuropa). — Sichere Wirte nicht bekannt. 

Eurithia anthophila (Robineau-Desvoidy) [Eurythia, Ernestia, radicum (Fabricius)]. — 
Europa bis Skandinavien (in Südeuropa selten); SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, 
CH. — Wiesen, Gebüsch, Waldränder. — M Juli bis M Sept., 1 Generation. — Blütenbesucher; 
häufig. — Spilosoma lutea Hufn., S. menthastri Esper (Arctiidae); gemeldet auch aus Ptilodon 
capucina L. (Notodontidae), Mamestra oleracea L. und M. persicariae L. (Noctuidae). 

Eurithia caesia (Fallen) [Eurythia, Ernestia]. — Europa bis Skandinavien; SH, HE, RP, 
BW, BY, NB / A, CH. — Feuchtkühlere Gebiete (Gebirge) bevorzugend. — Funddaten von A 
Juni bis E Sept. — Meist selten (häufiger in den Alpen und den Pyrenäen). — Hadena spp., 
einmal auch aus Noctua pronuba L. (Noctuidae). 

Eurithia connivens (Zetterstedt) [Eurythia, Ernestia]. — Europa bis Skandinavien; NS, 
NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Mäßig feuchte bis trockene Wiesen, Waldränder. - A 
Juli bis M Sept., 1 Generation. — Blütenbesucher; nicht selten. — Euplexia lucipara L. (Noc- 
tuidae). 

Eurithia consobrina (Meigen) [Eurythia, Ernestia]. — Europa bis Skandinavien (in Südeu- 
ropa selten); SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Wiesen, Waldränder. -2 Gene- 
rationen: M Mai bis A Juli und (zahlreicher) M Juli bis E Sept. - Meist auf Blüten; nicht 
selten. — Mamestra spp. (besonders M. brassicae L.), nur vereinzelt andere Noctuidae gemel- 
det. 

Eurithia gemina Mesnil [Eurythia]. - Alpen; BY (Allgäu). - In der Baumzone von etwa 
1500-2000 m. - M Juni bis E Aug., 1 Generation. - Auf Blüten; sehr selten. - Wirte unbe- 
kannt. 

Eurithia incongruens Herting. - Alpen; BW (Kaiserstuhl). - E Mai bis A Aug., wahr- 
scheinlich 1 Generation. - Auf Blüten oder Blättern; lokal nicht selten (Kaiserstuhl). — Wirte 
unbekannt. 

Eurithia indigens (Pandelle) [monticola Mesnil]. - Pyrenäen, Alpen (Hautes-Alpes, 
Wallis). — E Juli bis A Aug. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Eurithia intermedia (Zetterstedt) [Eurythia, Ernestia, conjugata (Zetterstedt)]. — Europa 
bis Skandinavien; NB (Brandenburg). - Trockenwarme Gebiete. - E April bis M Juni, 1 
Generation. — Auf Euphorbia-Blüten; selten. — Wirte unbekannt. 

Eurithia suspecta (Pandelle) [Eurythia]. - Zentralalpen, Pyrenäen; A, CH. - Wiesen und 
Waldränder von 1200-2000 m. - A Juli bis E Aug., 1 Generation. - Blütenbesucher; in wär- 
meren Lagen der Alpen nicht selten. — Wirte unbekannt. 



148 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Eurithia vivida (Zetterstedt) [Eurythia, Ernestid]. — Europa bis Skandinavien; NW, BW, 
BY / A, CH. - Gebirgslagen bis 2000 m, selten auch in der Ebene. - M Mai bis A Sept., 
zumindest im Gebirge nur 1 Generation. — Im Gebirge und in Nordskandinavien nicht selten. 
— Gemeldet aus Orthosia opima Hueb. und Lithophane lambda F. (Noctuidae). 

Emporomyia kaufmanni Brauer & Bergenstamm. — Zentralalpen; A, CH. — M Juli bis E 
Aug., 1 Generation. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Hyalurgus crucigera (Zetterstedt) [cruciger]. — Skandinavische Gebirge, Alpen, Pyrenäen; 
A, CH. — Lagen zwischen 1200 und 2000 m. — E Juni bis E Aug., 1 Generation. — Blütenbe- 
sucher; meist selten. — Pristiphora laricis Hart, und andere Arten der Gattung Pristiphora, 
Pachynematus imperfectus Zadd., Anoplonyx ovatus Zadd., A. duplex Lep., Hemichroa crocea 
Geoffr., Nematus melanaspis Hart., N. umbratus Thoms. (Tenthredinidae). 

Hyalurgus lucidus (Meigen). — Europa bis Skandinavien; HE (Bad Wildungen), RP 
(Eifel), BW (Schwarzwald), BY / A, CH. - Waldzone im Gebirge von 600 bis 2000 m. - A 
Juli bis E Aug., 1 Generation. — Blütenbesucher; in den Alpen und in Nordeuropa lokal nicht 
selten, sonst selten. — Tenthredinidae der Gattungen Pristiphora, Nematus, Croesus, Hemi- 
chroa und Trichiocampus . 

Hyalurgus tomostethi Cepelk. — Tschechische Republik (Mähren), CH (Tessin); im 
Gebiet noch kein Nachweis. — A April bis E Mai, 1 Generation. — Sehr selten. — Tomostethus 
nigritus F. (Tenthredinidae). 

Gymnocheta magna Zimin \Gymnochaeta\. — Nur sehr vereinzelte Funde in Europa; BY 
(Dachauer und Murnauer Moos) / CH (Jura, Etang de Gruere). — Moorgebiete. — A Mai bis 
E Juni, 1 Generation. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Gymnocheta viridis (Fallen) [Gymnochaeta]. — Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, 
HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Waldränder, Wiesen. - M März bis E Juni (besonders M 
April bis M Mai), 1 Generation. — Im trockenen Gras oder an Baumstämmen; meist häufig. — 
Photedes minima Haw., P. pygmina Haw. und Apamea secalis L. (Noctuidae); vielleicht auch 
Scotopteryx chenopodiata L. (Geometridae). 

Zophomyia temula (Scopoli). — Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, RP, BW, 
BY, NB / A, CH. - Wiesen, Ruderalflächen, Waldränder. - E April bis M Aug. (vor allem 
Mai/Juni), wahrscheinlich nur 1 Generation. — Blütenbesucher; meist häufig. — Wirte unbe- 
kannt. 

Cleonice callida (Meigen) [Steiniella]. — Gemäßigtes Europa bis Skandinavien; NS, NW, 
HE, BW, NB / A. - Lichte Wälder, Gebüsch. - A Mai bis M Juli, 1 Generation. - Auf Blät- 
tern; selten. — Melasoma populi L., seltener M. saliceti Weise und M. vigintipuncatata Scop. 
(Chrysomelidae). 

Cleonice nitidiuscula (Zetterstedt). — Nordskandinavien, St. Petersburg, Tschechische 
Republik. — Feuchtkühle Gebiete, Moore. — Juni/Juli. — Sehr selten. — Melasoma saliceti 
Weise (Chrysomelidae). 

Loewia adjuncta Herting. — Vereinzelte Fundorte im wärmeren Europa; A (Steiermark, 
Niederösterreich), CH (Jura). — Gebirge bevorzugend. — A Juli bis E Aug., 1 Generation. — 
Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Loewia foeda (Meigen). — Gemäßigtes Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, BW, BY, 
NB / A, CH. — Wälder, Gebüsch, Wiesen. — E Juni bis E Aug., 1 Generation. — In der 
Malaisefalle nicht selten, sonst selten. — Lithobius spec. (Lithobiidae). 

Loewia nudigena Mesnil. — Alpen, Pyrenäen; RP (Altenahr) / CH (Jura). — Funddaten 
von E Juni bis E Sept. — In der Malaisefalle oder auf Blüten; lokal häufig (Schweizer Jura, 
Alpen), sonst sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Loewia phaeoptera (Meigen). - Europa bis Skandinavien; NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, 
CH. — Trockenwarme Waldränder, Gebüsch, Wiesen. — E Mai bis E Aug. (besonders 
Juli/Aug.), wahrscheinlich 1 Generation. — Nicht selten. — Wirte unbekannt. 

Loewia piligena Mesnil. — A (Kärnten, Steiermark, Burgenland). — Funddaten von E Juli 
bis M Aug. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Loewia submetallica (Macquart) [piliceps Mesnil]. — Europa bis Südschweden; NS, RP, 
BW, BY / A, CH. — Trockenhänge, trockenwarme Waldränder, Gebüsch. — A Juni bis M 
Aug., 1 Generation. — Selten (häufiger in Südeuropa). — Wirte unbekannt. 

Synactia parvula (Rondani). - Wärmeres Mitteleuropa und Südeuropa; NS, NW, BW, 
BY, NB / A, CH. - Waldränder, Trockenhänge. - M Juli bis A Sept., 1 Generation. - Vor- 
wiegend in der Malaisefalle oder auf Blüten; nicht selten. — Wirte unbekannt. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 149 

Eloceria delecta (Meigen) [Helocera]. — Europa bis Skandinavien; NW, HE, RP, BW, BY, 
NB / A, CH. — Trockenwarme Waldränder, Gebüsch. - E Mai bis E Sept. (besonders 
Juli/ Aug.), möglicherweise nur 1 Generation (?). — In der Malaisefalle häufig, sonst eher 
selten. — Lithobius forficatus L., L. spec. (Lithobiidae). 

6.3.5. Brachymerini 

Pseudopachystylum gonioides (Zetterstedt). — Gemäßigtes Europa bis Skandinavien; NS, 
NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Waldgebiete (vor allem Nadelwälder der Mittelge- 
birge). — Funddaten von M Mai bis A Aug. (2 Generationen?). — Selten. — Acantholyda post- 
icalis Mats., A. erythrocephala L., Cephalcia spec. (Pamphiliidae). 

6.3.6. Pelatachinini 

Pelatachina tibialis (Fallen). - Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / 
A, CH. — Gebüsch, Waldränder. — 1 Generation von E April bis A Juli (besonders Mai); ein- 
zelne Exemplare von E Juli bis E Aug. dürften zu einer unvollständigen 2. Generation 
gehören. — Auf Blättern; häufig. — Aglais urticae L., Inachis io L., Nymphalis antiopa L., N. 
polychloros L., Vanessa atalanta L., V. indica Herbst (Nymphalidae); nur vereinzelt auch aus 
einigen Noctuidae gemeldet. 

6.3.7. Macquartiini 

Macquartia chalconota (Meigen). — Europa bis Südschweden, St. Petersburg; NW, BW, 
BY, NB / A. — Trockenwarme Gebiete bevorzugend. — E Mai bis M Sept., wahrscheinlich 2 
Generationen. — In niederer Vegetation; selten (häufiger in Südeuropa). — Gemeldet aus 
Chrysolina americana L. (Chrysomelidae). 

Macquartia dispar (Fallen). - Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / 
A, CH. — Waldränder, Gebüsch. — 1 starke Generation von E April bis A Juni, einzelne 
Exemplare folgender Generation(en) bis M Okt. — Auf Blättern; lokal und jahrweise häufig. 

— Gemeldet aus Chrysolina americana L., C. sanguinolenta L. und Timarcha normanna 
Reiche (Chrysomelidae). 

Macquartia grisea (Fallen). - Europa bis Mittelschweden; NW, HE, RP, BW, BY, NB / 
A, CH. — Gebüsch, Waldränder. — E April bis A Okt. (vor allem Mai und Juli/Aug.), wenig- 
stens 2 Generationen. — Auf Blättern; häufig. — Chrysolina fastuosa Scop., C. oricalcia 
Muell., C. sanguinolenta L. (Chrysomelidae). 

Macquartia tnacularis Villeneuve. — Vereinzelte Funde in Südeuropa bis Wallis, Tschechi- 
sche Republik. — Juli. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Macquartia nudigena Mesnil. — Gemäßigtes Europa bis Skandinavien; RP, BW, NB / CH. 

— E April bis E Juni, 1 Generation. — Selten. — Wirte unbekannt. 

Macquartia praefica (Meigen) [Bebricia]. — Europa bis Südengland; NW, HE, RP, BW, 
BY / A. — Trockenwarme Waldränder, Wiesen. — 1 Generation von A Juni bis E Juli; einzelne 
Exemplare im Aug. /Sept. dürften zu einer unvollständigen 2. Generation gehören. — Auf 
Blüten oder im Gras; im wärmeren Mitteleuropa nicht selten (häufiger in Südeuropa). — Nur 
eine alte, zweifelhafte Angabe aus Chrysolina varians Schall. (Chrysomelidae). 

Macquartia pubiceps (Zetterstedt) [nubilis (Rondani)]. — Europa bis Skandinavien; NW, 
HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Waldränder, Gebüsch. - E April bis E Okt., wenigstens 2 
Generationen. — In niederer Vegetation; nicht selten. — Wirte unbekannt. 

Macquartia tenebricosa (Meigen). — Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, 
BY, NB / A, CH. - Waldränder, Wiesen. - M April bis A Okt., mehrere Generationen. - In 
niederer Vegetation; häufig. — Chrysolina spp. (besonders C. varians Schall.) (Chrysomeli- 
dae). 

Macquartia tessellum (Meigen) [brevicornis (Macquart)]. — Südeuropa, nur sehr vereinzelt 
auch im wärmeren Mitteleuropa; BW (Konstanz) / CH (Jura). — Trockene, offene Land- 
schaften bevorzugend. — Funddaten von E Mai bis M Sept. — In der niederen Vegetation oder 
auf Steinen; sehr selten (in Südeuropa häufig). — Chrysomelidae (Chrysolina, Phytodecta, 
Colaphellus, Entomoscelis). 



150 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Macquartia viridana Robineau-Desvoidy [flavipes (Meigen)]. — Europa bis Südengland; 
HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trockene Wiesen, Gebüsch. - A April bis E Juni, 1 Gene- 
ration. — Im Gras zu käschern; im wärmeren Mitteleuropa nicht selten. — Gemeldet aus Cola- 
phellus sophiae Schall. (Chrysomelidae). 

Macroprosopa atrata (Fallen). - Europa bis Skandinavien; NS, NW, BW, BY, NB / A, 
CH. — Waldränder, Gebüsch.— 2 Generationen: M Mai bis A Juli und (zahlreicher) M Juli bis 
M Okt. (vor allem Aug./Sept.). — Selten. — Wirte unbekannt. 

Anthomyiopsis nigrisquamata (Zetterstedt). — Vereinzelte Fundorte in Europa bis 
Nordskandinavien; BW, BY / A, CH. — Funddaten von M Juni bis E Aug. — Sehr selten (eher 
in Nordeuropa vorkommend). — Phyllodecta vitellinae L., vielleicht auch Colaspidema atra 
Oliv. (Chrysomelidae). 

Anthomyiopsis plagioderae Mesnil. — Südeuropa, vereinzelt auch in Mitteleuropa; NW 
(Köln, Duisburg), BW. — Juni (soweit bekannt). — Im Freiland sehr selten, eher aus den 
Wirten zu ziehen. — Plagiodera versicolora Laich., nur einmal auch aus Phyllodecta vitellinae 
L. (an Salix) (Chrysomelidae). 

6.3.8. Triarthriini 

Triarthria setipennis (Fallen) [Digonocbaeta, spinipennis (Meigen)]. — Europa bis Skandi- 
navien; SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Waldränder, Gebüsch. - E April bis 
E Sept. (vor allem Mai/Juni), 2 Generationen (in sehr warmen Gebieten auch eine partielle 3. 
Generation). — In der Malaisefalle sehr häufig, sonst eher selten. — Forficula auricularia L., 
seltener F. decipiens Gene und Chelidura albipennis Charp. (Forficulidae). 

Trichactia pictiventris (Zetterstedt). — Vereinzelte Fundorte in Europa bis Südschweden; 
HE (Kassel; alter Fund) / A (Niederösterreich, Steiermark), CH (Jura, Vaud). — Gebirge 
bevorzugend. — M Juni bis E Aug., 1 Generation. — Selten. — Wirte unbekannt. 

6.3.9. Neaerini 

Neaera laticornis (Meigen). — Vereinzelte Fundorte in Europa bis St. Petersburg; im 
Gebiet noch kein Nachweis. — Funddaten von M Juni bis A Sept., wahrscheinlich nur 1 Gene- 
ration. — Sehr selten (häufiger in Südengland). — Eucosma fulvana Steph. (Tortricidae), Platy- 
edra mähe IIa Hueb. (Gelechiidae). 

Elfia bohemica (Kramer) [Craspedothrix]. — Nordeuropa, Alpen und Mittelgebirge; NB / 
CH. — Boreomontane Nadelwälder bevorzugend. — Funddaten von E Mai bis A Aug. — Sehr 
selten. — Gezogen aus Zeirapbera diniana Guen., eine weitere Meldung aus Cydia pactolana 
Zell. (Tortricidae). 

Elfia cingulata (Robineau-Desvoidy) [Craspedothrix, zonella (Zetterstedt) bei Herting 
(i960)]. - Europa bis Skandinavien; NW, RP, BW / A, CH. - Wälder. - A Mai bis M Okt. 
(besonders Aug.). — In der Malaisefalle nicht selten und auch aus den Wirten nicht selten zu 
erhalten, sonst kaum zu finden. — Microlepidoptera an Baumschwämmen oder faulem Holz, 
vor allem Nemapogon spp. (Tineidae), aber auch Oecophoridae, Gelechiidae, Tortricidae und 
Psychidae. 

Elfia minutissima (Zetterstedt). — Gemäßigtes Europa bis Skandinavien; NW, RP, BW / 
A, CH. — Gebüsch, Waldränder. — E Mai bis M Sept. — In der Malaisefalle nicht selten. — 
Wirte unbekannt. 

Elfia nigroaenea Herting [Craspedothrix, vivipara (Brauer & Bergenstamm) bei Herting 
(i960)]. — Vereinzelte Fundorte in Mittel- und Nordeuropa; BW (Umgebung Biberach/Riß, 
Schwarzwald) / A (Steiermark). — Funddaten von E Mai bis A Aug. — Sehr selten. — Cydia 
pactolana Zell., C. zeheana Ratz. (Tortricidae). 

Elfia riedeli (Villeneuve). — Polen (Schlesien), Schweden. — Funddaten von E Juni bis A 
Aug. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Elfia zonella (Zetterstedt) [Craspedothrix]. — Gemäßigtes Europa bis Schweden; NW, HE, 
RP, BW, BY, NB / A, CH. - Waldränder, Gebüsch.-2 Generationen: M Mai bis E Juni und 
(viel zahlreicher) A Juli bis E Sept. — In der Malaisefalle oft häufig, sonst selten. — Wirte 
unbekannt; die Angabe Oecophora bractella L. (Oecophoridae) bei Andersen (1988) ist irrig 
und bezieht sich auf Elfia cingulata. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 151 

Gwenda canella (Herting) [Elfia]. — Polen; CH (Graubünden). — Aug. — Sehr selten. — 
Wirte unbekannt. 

Phytomyptera vaccinü Sintenis [gracilariae (Hering)]. — Vereinzelte Funde in Europa; 
BW (Stuttgart) / CH (Jura, St. Gallen). — Funddaten von E Mai bis A Aug. — Sehr selten. — 
Caloptilia elongella L., C. roscipenella Hueb., C. semifascia Haw. (Gracilariidae), Epinotia 
tedella Cl. (Tortricidae). 

Phytomyptera nigrina (Meigen). — Europa bis Skandinavien; NW, BW, NB / A, CH. — 
Gebüsch, Waldränder, Obstanlagen. — A Mai bis E Sept. — Im Freiland selten, häufiger aus 
den Wirten zu ziehen. — Zahlreiche Microlepidoptera (Tortricidae, Pterophoridae, Gele- 
chiidae, Plutellidae, Cochylidae u. a.). 

Graphogaster brunnescens Villeneuve. — Gemäßigtes Europa bis Nordschweden; SH, 
NS, NW, BW, NB. — E Juni bis A Sept., wahrscheinlich 1 Generation. — Selten. — Acleris 
jerrugana Denis & Schiff., Epinotia proximana H. S., Petrova resinella L. (Tortricidae), Telei- 
odes notatella Hueb. (Gelechiidae), Leucoptera laburnella Staint. (Lyonetiidae). 

Graphogaster buccata Herting. — Alpen (Hautes- Alpes, Wallis, Stilfser Joch), Finnland. — 
Juli/ Aug. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Graphogaster dispar (Brauer & Bergenstamm) [Anurogyna]. — Alpen, Pyrenäen, Skandi- 
navien; A (Oetztaler Alpen), CH (Engadin). — Lagen im Bereich der Baumgrenze. — E Juni 
bis A Aug., 1 Generation. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Graphogaster nigrescens Herting. — NB (Sachsen- Anhalt) / A (Burgenland). — M April 
bis M Mai, 1 Generation. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Ancistrophora mikii Schiner [miki]. — Zentralalpen; CH (Engadin, Berner Oberland). — 
Hochlagen oberhalb der Baumgrenze. — A Juli bis M Aug., 1 Generation. — Auf Steinen und 
Geröll, lokal nicht selten. — Wirte unbekannt. 



6.3.10. Siphonini 

Goniocera schistacea Brauer & Bergenstamm. — Verstreute Fundorte in Europa bis Süd- 
schweden; NS, NB. — Funddaten von M Mai bis M Juni. — Sehr selten. — Malacosoma cast- 
rensis L. (Lasiocampidae). 

Goniocera versicolor (Fallen). — Europa bis Südschweden; NW (Krefeld-Uerdingen), NB 
(Sachsen). — A Mai bis A Juni, vereinzelte Exemplare auch Juli/ Aug. — Selten. — Malacosoma 
neustria L., eine Angabe auch aus M. castrensis L. (Lasiocampidae). 

Entomophaga exoleta (Meigen) [Actio]. — Südfrankreich, Ungarn, Slowakei, Südengland. 

— April/Mai. — Sehr selten. — Sichere Wirte nicht bekannt. 

Entomophaga nigrohalterata (Villeneuve) [Ceromyia]. - Gemäßigtes Europa bis Süd- 
schweden; NW, RP, BW, BY, NB / CH. - Laubwälder. - M April bis A Juni, 1 Generation. 

- In der Malaisefalle lokal nicht selten, sonst sehr selten. - Ypsolopba alpella Schiff., Y. 
costella F., Y. ustella Cl. (Plutellidae). 

Ceromya bicolor (Meigen) [Actia, Ceromyia]. — Europa bis Skandinavien; RP, BW, BY, 
NB / A. - Trockenwarme Waldränder, Gebüsch. - M Mai bis M Juli, 1 Generation. - 
Selten. — Lasiocampa querem L., seltener Lasiocampa trifolii Esp., Eriogaster lanestris L., E. 
rimicola Hueb. und Gastropacha quereifolia L. (Lasiocampidae), einmal auch aus Phragma- 
tobia fuliginosa L. (Arctiidae). 

Ceromya dorsigera Herting [Ceromyia]. — Nordspanien, Tessin; BW (Oberrhein). — 
Trockenwarme Gebiete. - Funddaten von E Juni bis E Aug. - Selten. - Wirte unbekannt. 

Ceromya flavieeps (Ratzeburg) [Ceromyia]. — Wenige Fundorte in Mittel- und Nordeu- 
ropa; RP (Speyer), NB (Genthin, Berlin, Thüringen) / CH (Jura). - M April bis A Juni, 1 
Generation. — Selten. — Gemeldet aus Dendrolimus pini L. (Lasiocampidae). 

Ceromya flaviseta (Villeneuve) [Ceromyia]. — Verstreut in Mitteleuropa; RP, BW, NB / 
CH. - Waldränder. - A Mai bis E Juni, 1 Generation; 1 Exemplar M Aug. (= partielle 2. 
Generation?). — Selten. — Wirte unbekannt. 

Ceromya monstrosicornis (Stein) [Ceromyia]. - Südengland, Slowakei; NB (Mecklen- 
burg). — A Mai bis M Juni, 1 Generation. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Ceromya silacea (Meigen) [Actia, Ceromyia]. - Europa bis Skandinavien; NW, RP, BW, 
BY, NB / A. - Gebüsch, Waldränder. - Funddaten von E Mai bis E Aug. (besonders 



152 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Juli/ Aug.). — In der Malaisefalle oder auf Blättern; lokal nicht selten. — Lithacodia pygarga 
Hufn. (Noctuidae). 

Actia crassicornis (Meigen). — Europa bis Skandinavien; NS, BW, BY, NB / A, CH. — 
Trockenwarme Gebiete bevorzugend. — A Mai bis A Sept. (besonders Juli/ Aug.). — Lokal 
nicht selten (häufiger in Südeuropa). — Depressaria spp. (Oecophoridae); sehr selten auch 
Tortricidae. 

Actia dubitata Herting. - Verstreute Fundorte in Europa; HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. 

— Trockenwarme Waldränder. — M Mai bis E Sept. (besonders Juli/ Aug.). — In der Malaise- 
falle nicht selten. — Depressaria spp. (Oecophoridae). 

Actia infantula (Zetterstedt). - Europa bis Mittelschweden; NW, RP, BW / A, CH. - 
Trockenwarme Waldränder. — A Juni bis E Sept. — In der Malaisefalle nicht selten. — 
Monopis rusticella Cl. (Tineidae). 

Actia lamia (Meigen) [frontalis (Macquart)]. — Europa bis Skandinavien (selten in Südeu- 
ropa); NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Waldränder, Wiesen. - A April bis E 
Sept. (von Mai bis Aug. ohne erkennbares Maximum), wenigstens 2 Generationen. — In der 
Malaisefalle sehr häufig. — Epiblema scutulana Denis & Schiff. (Tortricidae). 

Actia maksymovi Mesnil. — Alpen, höhere Mittelgebirge, Skandinavien; BW (Schwarz- 
wald) / A, CH. — Nadelwälder. — M Mai bis A Okt., wenigstens 2 Generationen. — In der 
Malaisefalle nicht selten. — Tortricidae (vorwiegend an Larix, aber auch an Abies und Picea). 

Actia nigroscutellata Lundbeck. — Nordeuropa und kühleres Mitteleuropa; BW. — Fund- 
daten von A Juli bis E Aug. — Sehr selten. — Rhopobota ustomaculana Curt., Cydia servillana 
Dup., Olethreutes spec. (Tortricidae), Elachista megerleella Hueb. (Elachistidae). 

Actia nudibasis Stein. — Europa bis Skandinavien; SH, NS, BW, NB / CH. — Kiefern- 
wälder.— 2 Generationen: A Mai bis M Juni und M Juli bis E Aug. — Regelmäßig und meist 
nicht selten aus den Wirten zu ziehen; im Freiland selten. — Microlepidoptera an Pinus: Rhy- 
acionia buoliana Schiff, und Petrova resinella L. (Tortricidae), seltener Dioryctria mutatella 
Fuchs, D. splendidella H.-S. (Pyralidae) und Exoteleia dodecella L. (Gelechiidae). 

Actia pilipennis (Fallen). - Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB 
/ A, CH. — Laubwälder, Gebüsch. — A Mai bis E Sept., wenigstens 2 Generationen. — Auf 
Blättern oder in der Malaisefalle; nicht selten. — Zahlreiche Tortricidae (besonders Tortrix), 
seltener einige andere Microlepidoptera. 

Peribaea apicalis Robineau-Desvoidy [Strobliomyia]. — Europa bis Norddeutschland; 
NW, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trocken warme Waldränder, Gebüsch. -2 Generationen: 
A Mai bis A Juli und M Juli bis M Sept. — Auf Blüten oder in der Malaisefalle; im wärmeren 
Mitteleuropa nicht selten (häufiger in Südeuropa). — Verschiedene Geometridae (Ematurga, 
Ennomos, Erannis, Alsophila, Apocheima). 

Peribaea fissicornis (Strobl) [Strobliomyia]. — Europa bis Skandinavien; SH, NW, RP, BW, 
BY, NB / A, CH. — Laubwälder bevorzugend. — M April bis E Sept., mehrere Generationen. 

— In der Malaisefalle oder auf Blättern; nicht selten. — Verschiedene Geometridae. 
Peribaea tibialis (Robineau-Desvoidy) [Strobliomyia]. — Europa bis Norddeutschland; 

NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Wiesen, Gebüsch, trockenwarme Waldränder. -2 
Generationen: A Mai bis E Juni und (zahlreicher) A Juli bis A Okt. — In der Malaisefalle oder 
in niederer Vegetation zu käschern; im wärmeren Mitteleuropa (und in Südeuropa) sehr 
häufig. — Diverse Noctuidae, seltener einige andere Macrolepidoptera; die meisten Angaben 
aus Geometridae müssen noch bestätigt werden, da sie sich möglicherweise zu einem großen 
Teil auf P. apicalis beziehen. 

Ceranthia abdominalis (Robineau-Desvoidy) [anomala (Zetterstedt)]. — Europa bis Skan- 
dinavien (in Südeuropa selten); NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Warmtrockene 
Gebiete. — A Juni bis M Sept. (vor allem Aug.). — Blütenbesucher; nicht selten. — Cosymbia 
spp., einmal auch aus Thera variata Denis & Schiff. (Geometridae). 

Ceranthia brunnescens (Villeneuve) [Asiphond]. - Mitteleuropa; NW, RP, BW, BY, NB / 
CH. — Waldränder. — 1 Generation von M April bis E Mai, vereinzelte Exemplare auch im Juli 
(unvollständige 2. Generation?). — In der Malaisefalle lokal nicht selten, ohne diese Fang- 
methode praktisch nicht zu finden. — Wirte unbekannt. 

Ceranthia lichtwardtiana (Villeneuve). — Verstreute Funde in Europa bis England; NB 
(Potsdam) / A (Niederösterreich). — Funddaten von M Juni bis A Sept. — Sehr selten. — 
Eupithecia spp., Acasis viretata Hueb. (Geometridae), Oxyptilus pilosellae Zell. (Pterophori- 
dae). 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 153 

Ceranthia pallida Herting. — A (Steiermark, Niederösterreich). — Aug. (soweit bekannt). 
— Sehr selten. — Eupithecia denotata Hueb. (Geometridae). 

Ceranthia samarensis (Villeneuve) [Asiphona]. — Verstreute Funde in Europa bis Süd- 
schweden; HE, BW / A. — Warme Laubwälder. — Funddaten von A Juni bis A Sept. — 
Selten. — Lymantria dispar L., Orgyia recens Hueb. (Lymantriidae). 

Ceranthia siphonoides (Strobl) [Asiphona]. - Mitteleuropa; NS, NW, BY, NB / A, CH. - 
Gebirge bevorzugend (Alpen und Mittelgebirge), seltener in der Ebene. — M Juli bis E Aug., 1 
Generation. — Selten. — Ecliptopera silaceata Denis 8t Schiff., Xanthorrhoe biriviata Borkh., 
Cabera pusaria L. (Geometridae). 

Ceranthia starkei (Mesnil) [Asiphona]. - Mitteleuropa; RP, BW, BY, NB / A, CH. - 
Trockenwarme Waldränder. — A Mai bis E Juni, 1 Generation. — In der Malaisefalle lokal 
nicht selten. — Wirte unbekannt. 

Ceranthia tenuipalpis (Villeneuve). — Sehr vereinzelte Fundorte in Mittel- und Nordeu- 
ropa; NB (Berlin). — Juni/Juli. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Ceranthia tristella Herting. — Alpen, Schweden; A, CH. — Funddaten von A Juni bis A 
Aug. — Sehr selten. — Eupithecia silenata Assm., E. undata Frey. (Geometridae). 

Ceranthia verrai/i (Wainwright). — Alpen, Nordeuropa; A (Kärnten). - Funddaten von M 
Juli bis M Aug. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Siphona boreata Mesnil. — Nordeuropa, vereinzelt auch in Mitteleuropa; NW, BW, BY, 
NB / A. - A Mai bis M Sept. - Selten. - Wirte unbekannt. 

Siphona coüini Mesnil. - Europa bis Skandinavien; NW, HE, BW, NB / A, CH. - Trok- 
kenwarme Gebiete bevorzugend. — M April bis E Sept. — Nicht selten. — Agrotis segetum 
Schiff., Euxoa obelisca Schiff., E. tritici L., Ochropleura candelisequa Schiff., Cerapteryx gra- 
minis L. (Noctuidae). 

Siphona confusa Mesnil. - Europa bis Skandinavien; NS, BW, NB / A, CH. - E April bis 
M Juli, wahrscheinlich nur 1 Generation. - Selten. — Leucania litoralis Curt., Phlogophora 
meticulosa L. (Noctuidae), Oporinia autumnata Borkh. (Geometridae). 

Siphona cristata (Fabricius). - Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB 
/ A. - M Mai bis M Okt. (besonders Aug.). - Nicht selten. - Verschiedene Noctuidae (vor 
allem Mamestra). 

Siphona flavifrons Staeger. — Gemäßigtes Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, 
BW, BY, NB / A, CH. - Waldränder. - E Mai bis M Okt. (vor allem Juli/ Aug.). - In der 
Malaisefalle oder auf Blüten; häufig. — Sichere Wirte nicht bekannt. 

Siphona geniculata (DeGeer). - Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, BY, 
NB / A, CH. - Feuchte Wiesen, Auewälder. - A Mai bis E Okt. (besonders Aug./Sept.), 
mehrere Generationen. — Von Blüten oder im Gras zu käschern; sehr häufig. — Tipula spp. 
(Tipulidae). 

Siphona grandistylum Pandelle. — Alpen, Pyrenäen, Norwegen; A (Tirol), CH (Jura). — 
E Juni bis A Aug., 1 Generation. - Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Siphona hungarica Andersen. - Ungarn; BW (Sandhausen), NB (Sachsen-Anhalt) / A 
(Burgenland). — M April bis A Juni, 1 Generation. — In Mitteleuropa selten. — Wirte unbe- 
kannt. 

Siphona ingerae Andersen. - Dänemark, England, Schweden; NB. - E März bis E Mai, 1 
Generation. — Selten. — Wirte unbekannt. 

Siphona maculata Staeger. - Mittel- und Nordeuropa; NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, 
CH. — Waldränder. — A April bis M Juni, 1 Generation. — Häufig. — Euxoa obelisca Schiff. 
(Noctuidae). 

Siphona martini Andersen. - Schweden. - A Juli bis A Aug. - Sehr selten. - Wirte .unbe- 
kannt. 

Siphona mesnili Andersen. - Nordeuropa, Alpen; NB. - A April bis E Juni, 1 Genera- 
tion. - In Nordeuropa nicht selten. - Wirte unbekannt. 

Siphona nigricans (Villeneuve) [hokkaidensis Mesnil, silvarum Herting]. — Europa bis 
Skandinavien; BW, BY, NB / A, CH. - Waldränder. - M Mai bis E Sept. - Meist in der 
Malaisefalle; lokal nicht selten. — Tipula irrorata Macq. (Tipulidae). 

Siphona paludosa Mesnil. - Nord- und Mitteleuropa; NS, NW, HE, BW, BY / A. - E 
Mai bis E Aug. — Selten. — Wirte unbekannt. 

Siphona pauciseta Rondani [delicatula Mesnil]. — Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, 
RP, BW, BY, NB / A, CH. - Wiesen, Waldränder, Obstanlagen. - E April bis A Okt., meh- 



154 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

rere Generationen. — In der Malaisefalle lokal sehr häufig, sonst selten. — Aus Großbritannien 
eine Meldung aus Polyploca flavicornis L. (Thyatiridae). 

Siphons rossica Mesnil. - Europa bis Schweden; NW, BW, NB / A. - M Mai bis M Aug. 

— Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Siphona setosa Mesnil. — Verstreut in Europa bis Skandinavien; NS, NW, NB / A. — E 
Juli bis E Sept., wahrscheinlich 1 Generation — Selten. — Meganephria oxyacanthae L. (Noc- 
tuidae), Eupithecia succenturiata L. (Geometridae). 

Siphona variata Andersen. — Dänemark. — Juni/Juli. — Sehr selten. — Leucania litoralis 
Curt. (Noctuidae). 

6.3.11. Leskiini 

Aphria latifrons Villeneuve. — Südeuropa bis Ostfrankreich, Wallis. — Warme Gebirgs- 
täler. — E Mai bis M Sept. (Südeuropa). — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Aphria longilingua Rondani. — Europa bis Norddeutschland; NS, NW, NB. — Trocken- 
warme Gebiete. — A Juni bis E Aug., 1 Generation. — In Mitteleuropa sehr selten (häufiger in 
südeuropäischen Gebirgen). — Wirte unbekannt. 

Aphria longirostris (Meigen). — Europa bis Skandinavien; HE, BY, NB / CH. — Trocken- 
warme Gebiete. — M Mai bis M Sept. — Selten (häufiger in südeuropäischen Gebirgen). — 
Nephopteryx hostilis Steph., N. rhenella Zinck. (Pyralidae). 

Aphria xyphias Pandelle. — Südeuropa; A (Hainburg). — Funddaten von A Juni bis M 
Aug. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Demoticus amorphus Villeneuve. — Vereinzelt in Europa; BY (Nordbayern) / CH (Jura). 

— A Juni bis E Juni, ein Fund E Aug. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Demoticus plebejus (Fallen). - Europa bis Skandinavien; NW, HE, BW, BY, NB / A, CH. 

— Trockenwarme Gebiete. — M Juni bis E Sept. (1 Generation?). — Blütenbesucher; nicht 
selten. — Wirte unbekannt. 

Bithia acanthophora (Rondani). — Südeuropa, vereinzelt auch in Mitteleuropa; RP 
(Schloßböckelheim), BY (Taubertal). — A Juni bis E Aug. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Bithia demotica (Egger). — Südeuropa bis Wallis; A (Niederösterreich, Burgenland). — A 
Juni bis A Sept. — Sehr selten (häufiger in südeuropäischen Gebirgen). — Wirte unbekannt. 

Bithia geniculata (Zetterstedt) [Rhinotachina]. — Nördliches Mitteleuropa bis Skandina- 
vien; NB (Brandenburg). — Sandgebiete. — Funddaten: Juni und E Aug. bis A Okt. — Selten. 

— Eucosma messingiana Fisch. (Tortricidae). 

Bithia glirina (Rondani) [Rhinotachina]. — Südeuropa, vereinzelt auch in Mitteleuropa; 
BW, BY, NB / A. — Trockenwarme Gebiete. — M Juni bis A Aug., 1 Generation. — Sehr 
selten. — Chamaesphecia spp. (Sesiidae). 

Bithia immaculata (Herting). — Südeuropa bis Slowakei; im Gebiet noch kein Nachweis. 

— A Juni bis M Juli. — In Südeuropa nicht selten. — Wirte unbekannt. 

Bithia jacentkovskyi (Villeneuve). — Südeuropa, vereinzelt auch in Mitteleuropa; RP (Bop- 
pard) / A (Burgenland). — A Juli bis M Sept. — Sehr selten. — Euzophera cinerosella Zell. 
(Pyralidae). 

Bithia modesta (Meigen) [Rhinotachina]. — Südeuropa bis Wallis, auch aus Südengland 
gemeldet; im Gebiet noch kein Nachweis. — M Mai bis E Juli, vereinzelt auch Aug. /Sept. 
(Südeuropa). — Blütenbesucher; in Südeuropa häufig. — Bembecia spp. (Sesiidae). 

Bithia spreta (Meigen). - Europa bis Südschweden; NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. 

— Wiesen, trockenwarme Waldränder. — E Juni bis E Sept. (besonders Aug.), 1 Generation. — 
Blütenbesucher; im wärmeren Mitteleuropa häufig, im Norden selten. — Agapeta zoegana L. 
(Cochylidae). 

Atylostoma tricolor (Mik). — Wenige Fundorte in Europa bis Belgien; A (Hainburg a. D., 
Graz). — E Juni bis A Aug. — Sehr selten. — Eurrhypara hortulata L. (Pyralidae). 

Leskia aurea (Fallen). - Europa bis Skandinavien; NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - 
Waldränder, Gebüsch. — 2 Generationen: E Mai bis E Juni und (wesentlich zahlreicher) M Juli 
bis A Sept. — Blütenbesucher; nicht selten. — Holzbohrende Sesiidae (besonders Synanthedon 
vespiformis L. und S. myopaeformis Borkh.). 

Solieria borealis Ringdahl. - Schweden (Jämtland, Lappland). - Juli. - Sehr selten. - 
Wirte unbekannt. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 155 

Solieria fenestrata (Meigen) [fuscana Robineau-Desvoidy]. — Europa bis Norddeutsch- 
land, Südengland; SH, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Wiesen, trockenwarme Wald- 
ränder.— 2 Generationen: A Mai bis E Juni und A Juli bis M Sept. — Blütenbesucher; häufig. 

— Wirte unbekannt. 

Solieria inanis (Fallen). - Europa bis Skandinavien; NS, HE, BW, BY, NB / A, CH. - 
Waldränder. — A Mai bis E Sept. (besonders Juli/ Aug.). — Nicht selten. — Sichere Wirte nicht 
bekannt. 

Solieria pacifica (Meigen). - Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / 
A, CH. — Mäßigfeuchte bis trockene Wiesen, Waldränder. — M Mai bis A Okt. (besonders 
Juli/Aug.), mehrere Generationen. — In der Malaisefalle, auf Blüten oder im Gras zu 
käschern; sehr häufig. — Olethreutes striana Denis & Schiff, und O. lucivagana Zell. (Tortri- 
cidae). 

Solieria vacua (Rondani). — Europa bis England; RP, BW / A, CH. — Wiesen, trocken- 
warme Waldränder.— 2 Generationen: E Mai bis M Juni (nur vereinzelte Exemplare) und E 
Juli bis M Sept. (zahlreich). — Blütenbesucher; im wärmeren Mitteleuropa nicht selten. — Ein 
Zuchtbefund, entweder aus Epiblema medullana Staud. (Tortricidae) oder Agapeta zoegana 
L. (Cochylidae). 

6.3.12. Minthoini 

Mintho rufiventris (Fallen). - Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, BW, BY, NB / A, 
CH. — Waldränder, Gebüsch. — E April bis A Okt. — Auf Blüten, Blättern und im Gras, 
regelmäßig auch in Gebäuden an Fenstern zu finden; nicht selten (in Südeuropa häufig auf 
Berggipfeln auf Steinen). — Herculia glaucinalis L., Myelois ceratoniae Zell. (Pyralidae), Bem- 
becia ichneumoniformis F. (Sesiidae). 

Minthodes picta (Zetterstedt). — West- und südliche Zentralalpen, Pyrenäen, Nord- 
schweden. — Wärmere alpine Lagen von 1000 bis 2000 m. — M Juni bis M Aug., 1 Generation. 

— Lokal nicht selten. — Myrmecozela ocbraceella Zell. (Tineidae). 

6.3.13. Microphthalmini 

Microphthalma europaea Egger. — Südeuropa, vereinzelt auch im wärmeren Mitteleuropa 
(bis Paris); A (Niederösterreich). — Offene, trockene Landschaften. — Wahrscheinlich 2 
Generationen: A Juni bis E Juli und A Aug. bis E Sept. — Sehr selten (nicht selten in Südeu- 
ropa). — Verschiedene Scarabaeidae (u. a. Ampbimallon, Cetonia, Melolontha, Oryctes, Poly- 
pbylla). 

Dexiosoma caninum (Fabricius) [canina]. — Gemäßigtes Europa bis Skandinavien; SH, 
NS, NW, HE, BW, BY, NB / A, CH. - Laubwaldränder, Gebüsch. - M Juni bis E Sept., 1 
Generation. — Auf Blättern; oft häufig. — Sichere Wirte nicht bekannt. 

Melisoneura leucoptera (Meigen). — Südeuropa, vereinzelt auch im wärmeren Mitteleu- 
ropa; BW (Oberrhein), BY (Taubertal, Dachau) / A (Niederösterreich). — Trockene Wiesen, 
Gebüsch. — A Juni bis E Juni, 1 Generation. — Selten. — Serica spec. (Scarabaeidae). 

Angiorhina falvicornis (Zetterstedt) [Myiopbasid]. — Nordschweden, St. Petersburg. — 
Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Angiorhina puncticeps (Zetterstedt) [Myiopbasia, asiatica (Herting)]. — Schweden. — Sehr 
selten. — Wirte unbekannt. 

6.4. Subfamilie Dexiinae 
6.4.1. Dexiini 

Trixa alpina Meigen [Murana]. - Alpen, Nordeuropa; BW (Isny), BY / A, CH. - M Mai 
bis E Aug. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Trixa caerulescens Meigen [Murana]. — Gemäßigtes Europa bis Skandinavien; NW, BW, 
BY, NB. — Kühlere Lagen bevorzugend (Norddeutsche Tiefebene, Mittelgebirge). — A Mai 
bis E Juni, 1 Generation. — In niederer Vegetation; meist selten. — Wirte unbekannt. 

Trixa conspersa (Harris) [oestroidea (Robineau-Desvoidy), variegata Meigen]. — Europa 
bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Wiesen und Waldränder 



156 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

in zumeist kühleren Lagen (Mittelgebirge).— 2 Generationen: A Mai bis M Juli und E Juli bis 
A Okt. — In frischem Krautwuchs; meist häufig. — Hepialus lupulinus L., H. spec. (Hepiali- 
dae). 

Billaea adelpha (Loew) [subrotundata (Rondani)]. — Südeuropa bis Wallis, Tessin; A 
(Wiener Becken). — Trockenwarme Gebiete. — M Juni bis E Aug., 1 Generation — Blütenbe- 
sucher; selten (häufiger in Südeuropa). — Aromia moschata L., Lamia textor L., Prionus coria- 
rius L., Tetropium fuscum F. (Cerambycidae); Capnodis tenebrionis L. (Buprestidae). 

Billaea fortis (Rondani). — Südeuropa bis Tessin. — E Juli bis M Okt. — Selten. — Wirte 
unbekannt. 

Billaea irrorata (Meigen). - Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, BW, BY, NB / 
A, CH. — Gebüsch, Waldränder. — M Juni bis M Aug., 1 Generation. — Im Freiland sehr 
selten, aus dem Hauptwirt aber regelmäßig und meist häufig zu erhalten. — Saperda populnea 
L., selten auch Oberea spp. (Cerambycidae). 

Billaea pectinata (Meigen). — Südeuropa und wärmeres Mitteleuropa; BW, BY / A, CH. — 
E Juni bis A Sept., 1 Generation. — Lokal nicht selten. — Cetonia aurata L., Potosia cuprea L., 
Ampbimallon solstitialis L. (Scarabaeidae), Prionus coriarius L. (Cerambycidae). 

Billaea steini (Brauer und Bergenstamm). — Schweden (Gotland), Ungarn. — Juli (soweit 
bekannt). — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Billaea triangulifera (Zetterstedt). — Europa bis Skandinavien (in Südeuropa nur im 
Gebirge); NW, HE, BW, BY, NB / A, CH. - Kühlfeuchte Gebiete (Mittelgebirge) bevorzu- 
gend.— 2 Generationen: M Mai bis M Juni (nur vereinzelte Exemplare) und A Juli bis E Sept. 
(zahlreich). — Blütenbesucher; häufig. — Cerambycidae {Tetropium, Stenostola, Acantho- 
cinus, Leiopus, Oplosia, Morimus, Pyrrhidium, Rhagium, Saperda, Saphanus, Xylotrechus). 

Villanovia villicornis (Zetterstedt). — Lappland; A (Ennstaler Alpen), CH (Graubünden). 

— E Juli bis M Aug. — Sehr selten. — Acmaeops septentrionis Thoms., A. marginata F. 
(Cerambycidae). 

Dinera carinifrons (Fallen) [Pborostoma]. — Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, 
BW, BY, NB / A, CH. - Waldränder, Wiesen; in den Alpen bis 2000 m. - E Mai bis A Okt. 
(besonders Aug.), möglicherweise 2 Generationen. — Blütenbesucher; häufig. — In Großbri- 
tannien gemeldet aus Aphodius ater DeG. (Scarabaeidae). 

Dinera ferina (Fallen) [Phorostoma]. — Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, 
BY, NB / A, CH. - Waldränder, Kahlschläge, Wiesen. - A Juni bis E Sept. (vor allem E Juli 
bis M Aug.), wahrscheinlich nur 1 Generation. — Blütenbesucher; lokal sehr häufig. — Sino- 
dendron cylindricum L., }Dorcus parallelopipedus L. (Lucanidae); Helops coeruleus L. (Teneb- 
rionidae). 

Dinera grisescens (Fallen). - Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, BW, BY, NB / A, 
CH. — Ruderalflächen, trockene Wiesen. — E Mai bis A Okt. (ohne Maximum), wahrschein- 
lich wenigstens 2 Generationen. — Im niederen Pflanzenwuchs zu käschern; meist häufig. — 
Harpalus spec. (Carabidae). 

Estheria bohemani (Rondani). — Europa bis Skandinavien; NW, NB / A, CH. — Gebirge 
bevorzugend (bis 1900 m). — M Juni bis Ä Sept. — In den Alpen lokal häufig, sonst selten. — 
Wirte unbekannt. 

Estheria cristata (Meigen). - Europa bis Norddeutschland, England; NS, NW, HE, BW, 
BY, NB / A, CH. — Wiesen, Gebüsch. — E Juni bis A Sept. (besonders Juli), 1 Generation. — 
Blütenbesucher; im wärmeren Mitteleuropa nicht selten (häufiger in Südeuropa). — Phyllo- 
pertha horticola L. (Scarabaeidae). 

Estheria petiolata (Bonsdorff) [Dexiomorpha]. - Europa bis Finnland; BY, NB (Branden- 
burg, Thüringen) / A, CH. - Gebirge bevorzugend (bis 1900 m). - M Juni bis A Sept., 1 
Generation. — In wärmeren Lagen der Alpen häufig, sonst selten. — Ampbimallon solstitialis 
L. (Scarabaeidae). 

Estheria picta (Meigen) [Dexiomorpha]. — Europa bis Norddeutschland, St. Petersburg; 
NS (Lüneburg), NB (Brandenburg) / A (Burgenland). — Warme Sandgebiete bevorzugend. — 
E Juli bis M Sept., 1 Generation. — Lokal und jahrweise häufig (Frankfurt/Oder), sonst selten. 

— Rbizotrogus spp., Ampbimallon spp. (Scarabaeidae). 

Dexia rustica (Fabricius). - Europa bis Mittelschweden; NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / 
A, CH. - Wiesen, Kahlschläge. - A Juni bis A Okt. (vor allem Juli), 1 Generation. - Auf 
Blüten oder im Gras; lokal nicht selten. - Melolontha spp., Ampbimallon solstitialis L., ver- 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 157 

einzelt auch Phyllopertha horticola L., Rhizotrogus aequinoctialis Herbst und R. marginipes 
Muls. (Scarabaeidae). 

Dexia vacua (Fallen). - Europa bis Skandinavien; HE, BW, BY, NB / A. — A Juli bis E 
Sept., 1 Generation. — Selten. — Serica brunnea L. (Scarabaeidae). 

Prosena siberita (Fabricius). - Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, 
NB / A, CH. — Wiesen, Trockenhänge (vor allem Sandgebiete). — M Juni bis A Okt. (beson- 
ders Juli/Aug.), 1 Generation. — Von Blüten oder im Gras zu käschern; im wärmeren Mittel- 
europa häufig. — Anomala spp.; aus Japan auch gemeldet aus Adoretus, Mimela, Popillia und 
Serica (Scarabaeidae). 

Zeuxia brevicornis (Egger). — Südosteuropa bis Triest, Ungarn, Slowakei; möglicherweise 
auch in Österreich. — M Juni bis A Aug., 1 Generation. — Selten. — Wirte unbekannt. 

Zeuxia cinerea Meigen. — Europa bis Paris, Brandenburg; BW, BY, NB / A, CH. — Trok- 
kene offene Landschaften. — E Mai bis M Sept., wahrscheinlich 2 Generationen. — In der nie- 
deren Vegetation, meist auf Blüten; selten (häufig in Südeuropa). — Cleonus mendicus Gyll., 
Larinus obtusus Gyll., L. planus F. (Curculionidae). 

Zeuxia subapennina Rondani. — Südeuropa, vereinzelt auch im wärmeren Mitteleuropa; A 
(Wiener Becken), CH (Aargau, Graubünden). — Trockenwarme Gebiete. — E Juni bis A 
Aug., 1 Generation. — Sehr selten (häufiger in Südeuropa). — Phytoecia cylindrica L. (Ceram- 
bycidae). 



6.4.2. Voriini 

Eriothrix apenninus (Rondani) [apennina]. — Südeuropa bis Westalpen (Hautes-Alpes), 
Slowakei; im Gebiet noch kein Nachweis. — A Juni bis A Sept. — In Südeuropa nicht selten. 

— Wirte unbekannt. 

Eriothrix argyreatus (Meigen) [argyreata]. — Europa bis Südschweden; BY (Nürnberg), 
NB (Brandenburg) / A (Tirol, Burgenland), CH (Graubünden). — Sandgebiete bevorzugend. 

— A Juli bis A Sept., 1 Generation. — Selten (häufiger in trockenwarmen Alpentälern). — 
Wirte unbekannt. 

Eriothrix micronyx Stein. — Alpen; A (Oetztaler Alpen), CH (Graubünden). — Hoch- 
lagen ab 2000 m. — Aug. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Eriothrix monticola (Egger). — Alpen, Pyrenäen, Apenninen; BY / A, CH. — Von den 
Tälern bis 2000 m. — M Juni bis A Sept., 1 Generation. — Nicht selten. — Wirte unbekannt. 

Eriothrix prolixa (Meigen). — Europa bis Skandinavien; BW, BY, NB / A, CH. — 
Wiesen. — 2 Generationen: E Mai bis A Juli und M Juli bis M Sept. — Lokal nicht selten. — 
Onocera obductella Zell., vielleicht auch Pyrausta porphyralis Denis & Schiff. (Pyralidae). 

Eriothrix rufomaculatus (DeGeer) [rufomaculata]. — Europa bis Skandinavien; SH, NS, 
NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Wiesen, Ruderalflächen, Äcker. -1 starke Hochsom- 
mergeneration von E Juni bis A Okt. (vor allem M Juli bis E Aug.), sehr wenige Exemplare 
auch im Mai (partielle Frühjahrsgeneration). — Von Blüten oder im Gras zu käschern; sehr 
häufig. — Crambus hortuellus Hueb. (Pyralidae). 

Trafoia gemina Herting. — Schweden (Södermanland); A (Schladminger Tauern). — Juni 
(soweit bekannt). — Sehr selten. — Cosmorrhoe ocellata L. (Geometridae). 

Trafoia monticola Brauer & Bergenstamm. — Europa bis Schweden; BY, NB / A, CH. — 
Gebirgslagen bis 1800 m. — M Juni bis E Sept., wahrscheinlich 2 Generationen. — Selten. — 
Wirte unbekannt 

Campylocheta fuscinervis (Stein) [Campylochaeta]. — Europa bis Brandenburg, Nord- 
polen; HE, RP, BW, BY, NB / A. - Wiesen. - A April bis M Mai, 1 Generation. - Selten. - 
Gemeldet aus Tbyatira batis L. (Thyatiridae). 

Campylocheta inepta (Meigen) [Campylochaeta]. — Europa bis Skandinavien; SH, NS, 
NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Heidegebiete, Gebüsch, lichte Waldränder. - M Mai 
bis E Aug. (vor allem Juni/Juli), wahrscheinlich nur 1 Generation (in Südeuropa mindestens 2 
Generationen von März bis November). — Lokal häufig. — Zahlreiche Geometridae, aber 
auch einige Noctuidae oder (vereinzelt) andere Macrolepidoptera. 

Campylocheta latigena Mesnil [Campylochaeta]. — Südfrankreich; A (Burgenland). — 
April/Mai. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 



158 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Campylocheta praecox (Meigen) [Campylocbaeta]. — Gemäßigtes Europa bis Skandina- 
vien; NS, NW, HE, BW, NB / A, CH. - Laubwälder. - E März bis E Mai (vor allem April), 
1 Generation. — An Baumstämmen; nicht selten. — Colotois pennaria L., Crocallis elinguaria 
L. (Geometridae), Thyatira batis L. (Thyatiridae). 

Blepharomyia angustifrons Herting [pagana (Meigen) bei Herting (i960)]. — Gemä- 
ßigtes Europa bis Schweden; NW (Dorsten), RP (Mainz), BY (Amberg), NB (Berlin) / CH 
(Jura). — A Mai bis E Mai, 1 Generation. — Selten. — Vereinzelt aus Panolis flammea Denis & 
Schiff. (Noctuidae). 

Blepharomyia pagana (Meigen) [amplicornis (Zetterstedt)]. — Gemäßigtes Europa bis 
Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Laubwälder. - M April bis M 
Juni (im Gebirge bis M Juli), 1 Generation. — In der Malaisefalle oder auf Blättern; nicht 
selten. — Laubholzbewohnende Geometridae, sehr selten auch einige Noctuidae und No- 
todontidae. 

Blepharomyia piliceps (Zetterstedt). — Gemäßigtes Europa bis Skandinavien; NS, NW, 
BY, NB / A, CH. — Kühlere Lagen (Nordeuropa, Gebirge) bevorzugend. — A April bis M 
Mai (im Gebirge bis A Juli), 1 Generation. — Im Freiland sehr selten; eher aus den Wirten zu 
ziehen. — Verschiedene Geometridae (vor allem Lygris populata L.); einmal auch aus einer 
Noctuidae (Lithomoia solidaginis Hueb.). 

Peteina erinaceus (Fabricius) [Petina]. — Europa bis Skandinavien; NS, BW, NB / A. — E 
Juni bis M Aug., 1 Generation. — Selten. — Je ein alter Zuchtbefund aus Cucullia asteris Denis 
& Schiff, und Plusia gamma L. (Noctuidae). 

Petinarctia stylata (Brauer & Bergenstamm). — Nordeuropa (Schweden), Grönland. — 
Mai/Juni. — Selten. — Wirte unbekannt. 

Ramonda delphinensis (Villeneuve). — West- und Zentralalpen. — Lagen zwischen 1500 
und 2300 m. — A Juli bis A Aug., 1 Generation. — Blütenbesucher; selten. — Wirte unbe- 
kannt. 

Ramonda jugorum (Villeneuve) [Peteinomima]. — Alpen; A (Arlberg), CH (Berner 
Alpen). — Juli. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Ramonda latiirons (Zetterstedt) [Wagneria]. — Europa bis Skandinavien; SH, NS, RP, 
BW, BY, NB / CH. - Gebüsch, Wiesen. -2 Generationen: E Mai bis A Juli und A Aug. bis E 
Sept. — Selten. — Leucania ferrago F., L. spec. (Noctuidae). 

Ramonda plorans (Rondani). — Südeuropa, vereinzelt auch im wärmeren Mitteleuropa; A 
(Mödling). — Funddaten von E April bis M Sept. (Südeuropa). — Sehr selten. — Phragmatobia 
fuliginosa L. (Arctiidae). 

Ramonda primaria (Rondani) [Wagneria]. — Europa bis Skandinavien; HE, BW, BY, NB 
/ A, CH. — Gebüsch, trockenwarme Laubwaldränder; in den Alpen in wärmeren Lagen bis 
2100 m. — M April bis M Sept. (ohne Maximum), wenigstens 2 Generationen. — Im wärmeren 
Mitteleuropa in der Malaisefalle häufig, sonst eher selten. — Noctuidae {Leucania, Caradrina, 
Ochropleura, Cerapteryx, Agrocbola, Meristis, Noctua). 

Ramonda prunicia (Herting). — Südeuropa, vereinzelt auch in Mitteleuropa; NB (Bran- 
denburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt) / A (Tirol). — Trockenwarme Gebiete. — Funddaten von 
E Mai bis E Aug. — Sehr selten (auch in Südeuropa nicht häufig). — Agrotis spec, Benafagana 
F. (Noctuidae). 

Ramonda ringdahli (Villeneuve) [Wagneria]. — Nordeuropa, Alpen, Pyrenäen; BW (Bad 
Mergentheim); A (Tirol, Steiermark). — Funddaten von E Mai bis E Sept. — Im Freiland sehr 
selten; eher aus den Wirten zu ziehen. — Entephria caesiata Denis & Schiff., Oporinia autum- 
nata Borkh., O. dilutata Schiff. (Geometridae). 

Ramonda spathulata (Fallen) [Wagneria]. — Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, 
BW, BY, NB / A, CH. — Wiesen, Gebüsch, Waldränder. — Eine starke Frühjahrsgeneration 
von M April bis M Juni und anschließend vereinzelt zu finden bis E Okt. — Auf Blättern oder 
in der Malaisefalle; oft häufig. — Verschiedene Noctuidae. 

Periscepsia carbonaria (Panzer) [Wagneria, nigrans (Meigen)]. — Europa bis Skandinavien; 
BW, BY, NB. — Warme Sandgebiete bevorzugend (Dünen, lichte Kiefernwälder). — M Mai 
bis E Okt., mehrere Generationen. — In der niederen Vegetation oder auf Steinen; lokal nicht 
selten. — Agrotis spp., Euxoa obelisca Schiff. (Noctuidae). 

Wagneria alpina Villeneuve [Aphelogaster]. — Alpen, Pyrenäen, Skandinavien; CH (Grau- 
bünden). — Wärmere alpine Lagen von 1200 bis 2400 m. — M Juni bis E Aug., 1 Generation. 
— Meist auf Steinen; lokal nicht selten. — Wirte unbekannt. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 159 

Wagneria costata (Fallen). — Europa bis Skandinavien; NW, BW. — Gebüsch, trocken- 
warme Waldränder. — A Mai bis E Juni, 1 Generation. — In der Malaisefalle oder auf Blättern; 
selten. — Sichere Wirte nicht bekannt. 

Wagneria cunctans (Meigen). — Südeuropa, vereinzelt auch in Mitteleuropa; NB (Frank- 
furt/Oder). — A April bis E Mai, 1 Generation. — Sehr selten (in Südeuropa auf Steinen lokal 
häufig). — Agrochola lychnidis Denis & Schiff. (Noctuidae). 

Wagneria gagatea Robineau-Desvoidy [succincta Meigen]. — Gemäßigtes Europa bis 
Norddeutschland, Südengland; NW, BW, BY, NB / A, CH. - Laubwälder. - E April bis E 
Juni, 1 Generation. — In der Malaisefalle oder auf Blättern; im wärmeren Mitteleuropa lokal 
häufig. — Je ein Zuchtbefund aus Drymonia ruficornis Hufn. (Notodontidae), Ortbosia cruda 
Denis & Schiff., O. stabilis Denis & Schiff., Conistra vaccinii L. (Noctuidae), Operophtbera 
brumata L., Erannis defoliaria Cl. (Geometridae) und Arascbnia levana L. (Nymphalidae). 

Kirbya moerens (Meigen). — Südeuropa und wärmeres Mitteleuropa (bis Paris, Aachen); 
NW, RP, BW / CH. - Wiesen, Waldränder. - EFeb. bis M Mai, 1 Generation. - In trok- 
kenem Gras und auf vorjährigem Laub; normalerweise selten, lokal und jahrweise aber häufig 
(Oberrhein). — Wirte unbekannt. 

Kirbya unicolor Villeneuve. — NB (Frankfurt/Oder). — M März bis E April, 1 Generation. 
— Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Athrycia curvinervis (Zetterstedt). — Gemäßigtes Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, 
RP, BW, BY, NB / A, CH. - A Juli bis M Sept. (einzelne Exemplare schon ab A Juni), mögli- 
cherweise nur 1 Generation. — Lokal nicht selten. — Mamestra spp., einmal auch aus Euplexia 
lucipara L. (Noctuidae). 

Athrycia impressa (Wulp). - Europa bis Skandinavien; NS, NW, BY, NB / A. - Fund- 
daten von M Juni bis M Aug. (in Südeuropa von E April bis A Sept.). — Selten (häufiger in 
Südeuropa). — Anarta myrtilli L., Leucania evidens Hueb. (Noctuidae); Rbyparia purpurata 
L. (Arctiidae). 

Athrycia trepida (Meigen). - Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, 
NB / A, CH. - Waldränder, Wiesen. - E April bis M Juli. - Auf Blüten oder Blättern; 
häufig. — Verschiedene Noctuidae (besonders Ortbosia spp.). 

Voria ruralis (Fallen). - Europa bis Skandinavien; SH, NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / 
A, CH. — Wiesen, Gebüsch, Waldränder. — M Mai bis A Nov. (besonders Aug. /Sept.), meh- 
rere Generationen. — In niederer (meist krautiger) Vegetation und auf Blüten; sehr häufig. — 
Plusia spp. (vor allem P. gamma L.), sehr vereinzelt auch andere Noctuidae oder andere Mac- 
rolepidoptera. 

Cyrtophleba ruricola (Meigen). - Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, BY, 
NB / A, CH. - Gebüsch, Wiesen, Waldränder. - A April bis E Sept. (vor allem Mai/Juni). - 
Auf Blättern oder Blüten; im wärmeren Mitteleuropa (und in Südeuropa) häufig. — Verschie- 
dene Noctuidae (vor allem Apopestes spectrum Esp.), Pachycnemia hippocastanaria Hueb. 
(Geometridae). 

Cyrtophleba vernalis (Kramer). — Südschweden, Slowakei, Polen, St. Petersburg; NB 
(Oberlausitz). — M April bis A Juni, 1 Generation. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Hyleorus elatus (Meigen) [Steiniomyia]. — Europa bis Holland, Norddeutschland, Nord- 
polen; NS, NW, RP, BW, BY, NB / A. - Laubwälder, Gebüsch. - M Juli bis A Sept., 1 
Generation. — Auf Blättern; selten. — Euproctis similis Fuessl., in Japan auch E. xantbocampa 
Dyar (Lymantriidae). 

Klugia marginata (Meigen). — Europa bis Skandinavien; BY, NB / A. — Wiesen, Dünen; 
im Gebirge in warmen Lagen bis 2000 m. — E Mai bis A Juli, wenige Exemplare auch im Aug. 
(unvollständige 2 Generation?). — Selten. — Wirte unbekannt. 

Chaetovoria antennata (Villeneuve). - Zentral- und Westalpen, Nordskandinavien. - 
Hochlagen der Gebirge bis 2800 m. — A Juli bis E Juli, 1 Generation. — Sehr selten. — Wirte 
unbekannt. 

Phyllomya volvulus (Fabricius) [Phyllomyia]. — Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, 
RP, BW, BY, NB / A, CH. - Laub- und Nadelwälder, Kahlschläge, Gebüsch; im Gebirge bis 
1900 m. — M Mai bis A Sept. (besonders Juni), wahrscheinlich nur 1 Generation (in der Ebene 
früher, im Gebirge später). — Auf Blättern; häufig. — Pacbyprotasis rapae L., Macrophya albi- 
cincta Sehr., Aglaostigma fulvipes Scop., A. nebulosa Andre, Tenthredo scrophulariae L. 
(Tenthredinidae). 



160 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Phenicellia haematodes (Meigen) [Phoenicella, Thelaird]. — Verstreute Fundorte in Europa 
bis Norddeutschland; NB (Frankfurt/Oder). — Trockenwarme, offene Landschaften. — E 
Juni bis M Aug., 1 Generation. — Im Freiland sehr selten; eher aus dem Hauptwirt zu 
erhalten. — Arctia hebe L.; nur je einmal auch aus Coscinia striata L. und Rhyparia purpurata 
L. (Arctiidae) gemeldet. 

Thelaira leucozona (Panzer). — Südeuropa bis Tessin, Slowakei; NW (Aachen, vor 1809). 
— Aug. (soweit bekannt). — Sehr selten. — Arctia caja L. (Arctiidae). 

Thelaira nigripes (Fabricius). - Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB 
/ A, CH. — Laubwälder (vorzugsweise Auewälder), Gebüsch. — M Mai bis M Aug. (vor allem 
M Juni bis A Juli), wahrscheinlich 1 Generation. — In niederer krautiger Vegetation oder auf 
Blättern von Büschen; häufig. — Hauptsächlich Arctiidae, aber auch einige Noctuidae oder 
andere Macrolepidoptera. 

Thelaira solivaga (Harris). — Europa bis Südengland, Südnorwegen; BW, BY, NB / A, 
CH. — Möglicherweise 2 Generationen: M Mai bis E Juni und M Juli bis A Sept. — Viel sel- 
tener als die vorige Art (eher in Südeuropa). — Phragmatobia fuliginosa L., Arctia villica L., A. 
caja L., Ocnogyna corsica Ramb. (Arctiidae). 

Halidaya aurea Egger. — Südeuropa, vereinzelt auch im wärmeren Mitteleuropa; A (Wien, 
Neusiedl, Klosterneuburg). — In der Nähe von Bächen. — M Juli bis A Sept., 1 Generation. — 
Sehr selten. — Gemeldet aus Ochlodes venata Brem. & Grey (Hesperiidae) und Spilosoma 
lutea Hufn. (Arctiidae). 

Stomina tachinoides (Fallen). - Europa bis Mittelschweden; RP, BW, BY, NB / A. — 
Funddaten von M Juli bis M Okt. (besonders Aug.). — Selten (eher in Südeuropa). — Wirte 
unbekannt. 



6.4.3. Dufouriini 

Dufouria chalybeata (Meigen). — Gemäßigtes Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, 
RP, BW, BY, NB / A, CH. - Gebüsch, Waldränder. - M Mai bis M Juli, 1 Generation. - In 
niederer Vegetation; insgesamt häufig, aber meist nur einzeln gefangen. — Aus Imagines von 
Cassida rubiginosa Muell., C. viridis L. und C. deflorata Suff. (Chrysomelidae). 

Dufouria nigrita (Fallen). — Südeuropa bis Skandinavien; HE, BW, BY, NB / A, CH. — 
Gebüsch, Waldränder, Wiesen; meist an wärmeren Lokalitäten als die vorige Art. — M Mai bis 
E Juli, 1 Generation. — In niederer Vegetation; nicht selten. — Wirte unbekannt. 

Dufouria occlusa (Robineau-Desvoidy) [nitida (Röder)]. — Mitteleuropa bis Nordpolen; 
BY (Dachau, Lohr a. Main), NB (Brandenburg) / A (Oberösterreich, Burgenland). — M Mai 
bis E Juni, 1 Generation. — Selten. — Cassida nobilis L., C. vittata Vill. (Chrysomelidae). 

Chaetoptilia puella (Rondani). — Südeuropa, vereinzelt auch im wärmeren Mitteleuropa; 
RP (Königsbach), BW (Radolfzell), NB (Oberlausitz). - M Juli bis A Sept., 1 Generation. - 
Selten. — Imagines von Bytiscus betulae L. (Curculionidae). 

Rondania cucullata Robineau-Desvoidy. — Südeuropa und wärmeres Mitteleuropa; HE, 
RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trockenwarme Gebiete. - E Mai bis E Sept., wahrscheinlich 
wenigstens 2 Generationen. — Meist selten. — Imagines von Cleonus mendicus Gyll.; 
Angaben aus anderen Curculionidae (Botbynoderes, Bracbderes, Larinus, Rbytidoderes, Stro- 
phosomus) sind noch nicht überprüft und können sich auch auf andere Arten beziehen. 

Rondania dimidiata (Meigen). - Europa bis Skandinavien; NS (Harz), BY (Allgäu), NB 
(Berlin, Thüringen) / A (Burgenland), CH (Jura). - Waldränder, Wiesen. - E April bis A 
Sept., wenigstens 2 Generationen. — Im wärmeren Mitteleuropa in der Malaisefalle lokal 
häufig; sonst in der niederen Vegetation und selten. — Imagines von Otiorrhynchus niger F. 
und O. edithae Reitt.; Angaben aus anderen Curculionidae {Bracbderes, Liparus) sind noch 
nicht überprüft. 

Rondania dispar (Dufour). — Südeuropa, Niederlande (Arnhem); im Gebiet noch nicht 
nachgewiesen. — Funddaten in Südeuropa von A Mai bis M Sept. - Selten. — Imagines von 
Bracbderes incanus L. und B. lusitanicus F. (Curculionidae). 

Rondania fasciata (Macquart). - Europa bis Skandinavien; RP, BW, BY, NB / A, CH. - 
Waldränder, Gebüsch. - A Mai bis E Juli, 1 Generation. - In der Malaisefalle lokal häufig; 
sonst selten. — Imagines von Strophosomus spec. (Curculionidae). 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 161 

Pandelleia otiorrhynchi Villeneuve [sexpunctata (Pandelle) bei Herting (i960)]. — Mittel- 
europa; RP (Saar, Mosel), NB (Naumburg/Saale) / CH (Graubünden). — Funddaten von E 
Juli bis A Sept. — Sehr selten. — Imagines von Otiorrhynchus sulcatus F. (Curculionidae). 

Microsoma exiguum (Meigen) [Campogaster, exigua]. — Europa bis Skandinavien; NS, 
NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Wiesen, Waldränder. - E April bis M Okt. (ohne 
Maximum), mehrere Generationen. — In der Malaisefalle sehr häufig; sonst in der niederen 
Vegetation zu käschern und eher selten. — Imagines von Sitona spp., vereinzelt auch Hypera 
postica Gyll. und Polydrosus inustus Germ. (Curculionidae). 

Freraea gagatea Robineau-Desvoidy [albipennis (Zetterstedt)]. — Europa bis Skandina- 
vien; NW, BW, NB / A, CH. - M Juni bis M Sept. (besonders Juli), möglicherweise nur 1 
Generation. — In der Malaisefalle lokal nicht selten; sonst sehr selten. — Imagines von Har- 
palus rufipes DeG., H. tardus Panz. und Amara aulica Panz. (Carabidae); eine Meldung auch 
aus Agrilus viridis L. (Buprestidae). 



6.5. Subfamilie Phasiinae 

6.5.1. Eutherini 

Redtenbacheria insignis Egger. — Europa bis Südschweden, St. Petersburg; BW, NB / A, 
CH. — Waldränder. — M Juni bis M Aug., wahrscheinlich 1 Generation. — Selten. — Eine alte 
Angabe aus Lymantria monacha L. (Lymantriidae) konnte bisher nicht bestätigt werden. 

6.5.2. Phasiini 

Eliozeta helluo (Fabricius) [Clytiomyia, Heliozeta]. — Südeuropa und wärmeres Mitteleu- 
ropa; RP, BW, BY, NB / A, CH. — Trockenwarme, offene Landschaften. — Wahrscheinlich 2 
Generationen: M Mai bis E Juni und (zahlreicher) A Juli bis E Aug. — Von Blüten oder im 
Gras zu käschern; lokal nicht selten. — Eurygaster spp. (Pentatomidae). 

Eliozeta pellucens (Fallen) [Clytiomyia, Heliozeta]. — Europa bis Skandinavien; NW, HE, 
RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trockenwarme, offene Landschaften. - M Mai bis A Sept. 
(besonders Juni). — Blütenbesucher; lokal nicht selten. — Sehirus bicolor L., Cydnus aterrimus 
Foerst. (Cydnidae). 

Clytiomya continua (Panzer) [Clytiomyia]. — Europa bis Mittelschweden; HE, RP, BW, 
BY, NB / A, CH. — Trockenwarme, offene Landschaften. — A Mai bis A Sept. (besonders 
Juni/Juli). — Blütenbesucher; lokal nicht selten. — Eurydema spp. (Pentatomidae). 

Ectophasia crassipennis (Fabricius) [Pbasia]. — Südeuropa und wärmeres Mitteleuropa; 
NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trockenhänge, Wiesen. - M Mai bis E Sept. (vor 
allem A Aug. bis A Sept.). — Blütenbesucher; im wärmeren Europa oft sehr häufig, im 
Norden selten. — Zahlreiche Pentatomidae; vereinzelt auch Coreidae und Lygaeidae gemel- 
det. 

Ectophasia oblonga (Robineau-Desvoidy). — Europa bis Brandenburg; RP, BW, BY, NB / 
A. — Trockenwarme Gebiete. — M Mai bis E Sept. (besonders Juli/ Aug.). — Blütenbesucher; 
im wärmeren Mitteleuropa lokal nicht selten (häufig in Südeuropa). — Verschiedene Pentato- 
midae (vor allem Eurygaster spp.), aber auch einige Coreidae und Lygaeidae. 

Subclytia rotundiventris (Fallen) [Clytiomyia]. — Europa bis Skandinavien; NS, HE, BW, 
BY, NB / A, CH. — Waldränder. — E Juni bis M Sept., wahrscheinlich 1 Generation. — 
Selten. — Elasmucha grisea L.; an weiteren Pentatomidae gemeldet sind Elasmostethus inter- 
stinctus L., Cyphostethus tristriatus F. und Piezodorus lituratus F. 

Gymnosoma clavatum (Rohdendorf) [clavato]. — Europa bis Skandinavien; NS, NW, 
HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trockenwarme Gebiete bevorzugend. - M Mai bis E Sept. 
(vor allem Juli/ Aug.). — Blütenbesucher; im wärmeren Mitteleuropa lokal häufig. — Verschie- 
dene Pentatomidae. 

Gymnosoma costatum (Panzer) [intermedia Loew, costata]. — Europa bis Hessen; HE, 
RP, BW, BY, NB / A, CH. - Waldränder, Wiesen. - M Mai bis M Sept. (vor allem 
Juli/Aug.). — In wärmeren Lagen Mitteleuropas nicht selten. — Eusarcoris fabricii Kirk. (Pen- 
tatomidae). 



162 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Gymnosoma desertorum (Rohdendorf). — Ostpaläarktische Art, die bis nach Polen reicht. 

— Steppengebiete. — Verschiedene Pentatomidae (Aelia, Carpocoris, Cnepbosa, Croantha, 
Dolycoris, Eurygaster). 

Gymnosoma dolycoridis Dupuis [costatum (Panzer) bei Herting (i960)]. — Europa bis 
Norddeutschland; NS, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trockenwarme Gebiete. - E Mai 
bis E Sept. (vor allem Aug. /Sept.). — Blütenbesucher; im wärmeren Mitteleuropa lokal nicht 
selten. — Dolycoris baccarum L. und einige andere Pentatomidae. 

Gymnosoma nitens Meigen. — Europa bis Norddeutschland, Südengland, Nordpolen; 
NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trockene Wiesen (Sandgebiete bevorzugend). - A 
Mai bis A Sept. (schwaches Maximum im Juni). — In wärmeren Lagen lokal nicht selten. — 
Sciocoris cursitans F., S. helfen Fieb. (Pentatomidae). 

Gymnosoma nudifrons Herting. — Europa bis Skandinavien; NS, HE, RP, BW, BY, NB / 
A, CH. — Kiefernwälder, trockene Wiesen. — A Mai bis E Sept. (vor allem Juli/Aug.). — Von 
Blüten oder im Gras zu käschern; lokal häufig. — Aus Sibirien werden einige Pentatomidae 
(Antheminia, Carpocoris, Holcostetbus, Pbimodera) angegeben. 

Gymnosoma rotundatum (Linnaeus) [rotundata]. — Europa bis Skandinavien; NS, NW, 
HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Wiesen, Waldränder. - A Mai bis M Okt. (besonders E 
Juli bis M Aug.). — Blütenbesucher; im wärmeren Mitteleuropa oft sehr häufig. — Pentato- 
midae; die meisten Angaben sind jedoch alt und können sich auch auf andere Arten von Gym- 
nosoma beziehen. 

Cistogaster globosa (Fabricius) [Gymnosoma]. — Europa bis Skandinavien (im Mediter- 
rangebiet selten oder fehlend); SH, NS, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trockene Wiesen. 

— M Mai bis M Sept. (vor allem Juli/Aug.). — Von Blüten oder im Gras zu käschern; in wär- 
meren Lagen Mitteleuropas häufig. — Aelia acuminata L., seltener A. rostrata Boh. und A. 
sibirica Reut. (Pentatomidae). 

Opesia cana (Meigen). — Europa bis Südengland, Südschweden; BW (Wutachschlucht), 
NB (Brandenburg) / A (Linzer Becken). — Wiesen, Waldränder. — A Mai bis E Juni, 1 Gene- 
ration. — Selten. — Wirte unbekannt. 

Opesia descendens Herting. — Südeuropa, vereinzelt auch in Mitteleuropa: RP (Kennfus) / 
A (Burgenland, Linzer Becken). — A Sept. bis E Sept., 1 Generation. — Sehr selten. — Wirte 
unbekannt. 

Opesia grandis (Egger). — Vereinzelte Fundorte in Europa bis Norddeutschland, Nord- 
polen; NB (Brandenburg, Rügen) / A (Steiermark, Wien). — Juli (soweit bekannt). — Sehr 
selten. — Wirte unbekannt. 

Elomya lateralis (Meigen) [Helomyia, Elomyia]. — Südeuropa, vereinzelt auch im wär- 
meren Mitteleuropa; BW (Oberrhein) / A (Wiener Becken). — Warmtrockene, offene Land- 
schaften. — E Mai bis M Aug. (besonders Juni/Juli). — Selten (in Südeuropa meist häufig). — 
Zahlreiche Pentatomidae (vor allem Aelia spp., Eurygaster spp.), aber auch einige Lygaeidae 
und Coreidae. 

Phasia aurigera (Egger) [Allopbora]. — Europa bis Mittelfrankreich (Seine-et-Oise), Mit- 
teldeutschland; HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trockenhänge, warme Waldränder. -2 
Generationen: E Mai bis E Juli und (viel zahlreicher) M Aug. bis M Okt. — Blütenbesucher; 
im wärmeren Mitteleuropa lokal nicht selten. — Palomena prasina L., Rhaphigaster nebulosa 
Poda (Pentatomidae); Coreus marginatus L., Gonocerus acute angulatus Goez., G. juniperi 
H.-S. (Coreidae). 

Phasia aurulans Meigen [Allopbora]. — Europa bis Belgien, Mittelschweden; HE (Wies- 
baden), BW (Stromberg), NB (Thüringen). — Trockene Wiesen. — Funddaten von M Juni bis 
M Okt. - Selten. - Wirte unbekannt. 

Phasia barbifrons (Girschner) [Allopbora]. — Europa bis Mittelfrankreich, Brandenburg; 
NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Laubwälder, Wiesen.-2 Generationen: E Mai bis A 
Juli und (viel zahlreicher) E Juli bis A Okt. (besonders Aug.). — Blütenbesucher; im wärmeren 
Mitteleuropa lokal nicht selten (jahrweise häufig). - Wirte unbekannt. 

Phasia hemiptera (Fabricius) [Allopbora]. - Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, 
BW, BY, NB / A, CH. — Trockenhänge, Wiesen, warme Waldränder.— 2 Generationen: M 
April bis M Juni und (viel zahlreicher) M Juli bis E Sept. — Blütenbesucher; im wärmeren Mit- 
teleuropa lokal häufig (in Nordeuropa nur vereinzelt und auch in Südeuropa eher selten). — 
Palomena prasina L., Pentatoma metallifera Motsch., P. rufipes L. (Pentatomidae). 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 163 

Phasia obesa (Fabricius) [Allopbora]. — Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, 
BY, NB / A, CH. - Trockene Wiesen. - A Mai bis E Okt. (besonders M Juli bis M Sept.). - 
Von Blüten oder im Gras zu käschern; im wärmeren Mitteleuropa (und in Südeuropa) oft sehr 
häufig. — Neottiglossa pusilla Gm., Zicrona caerulea L. (Pentatomidae); Sehirus melanopterus 
H.-S. (Cydnidae); Myrmus miriformis Fall. (Coreidae); Beosus maritimus Scop. (Lygaeidae); 
Leptopterna dolabrata L., Lygus pratensis L. (Miridae). 

Phasia pandetiei (Dupuis) [Allopbora]. — Südeuropa, vereinzelt auch im wärmeren Mittel- 
europa; HE (Wiesbaden), BW (Sandhausen, Stromberg). — Funddaten von A Mai bis A Sept., 
wahrscheinlich 2 Generationen. — Von Blüten oder im Gras zu käschern; selten. — Wirte 
unbekannt. 

Phasia pusilla Meigen [Allopbora]. — Europa bis Skandinavien; HE, RP, BW, NB / A, CH. 

— Wiesen, Kahlschläge. — A Mai bis M Sept., wahrscheinlich 2 Generationen. — Von Blüten 
oder im Gras zu käschern; in wärmeren Lagen nicht selten (in Südeuropa häufig). — Verschie- 
dene Lygaeidae, Cydnidae und Anthocoridae. 

Phasia subcoleoptrata (Linnaeus) [Allopbora]. — Europa bis Schweden; BY (Coburg) / A 
(Wienerwald). - E April bis M Mai und E Juni bis M Juli. — Selten (eher in Süd- und Osteu- 
ropa). — Eurygaster spp.; seltener Dolycoris spp. oder Aelia rostrata Boh. (Pentatomidae). 

Phasia theodori (Draber-Monko) [Allopbora]. — Südeuropa, sehr vereinzelt auch im wär- 
meren Mitteleuropa; BW (Sandhausen). — Trockene Wiesen. — Mai (in Südeuropa von A Mai 
bis M Sept.) — Sehr selten. — Wirte unbekannt; die verwandte P. mesnili (Draber-Monko) 
wurde aus Eusarcoris spp. (Pentatomidae) gezogen. 

6.5.3. Catharosiini 

Catharosia albisquama (Villeneuve). — Südeuropa, vereinzelt auch im wärmeren Mitteleu- 
ropa; BW (Sandhausen, Kaiserstuhl, Stromberg, Mühlacker, Badenweiler). — Trockenwarme, 
offene Lagen (Binnendünen, Weinberge, Trockenrasen).— 2 Generationen: A Mai bis M Juni 
und (zahlreicher) A Juli bis A Sept. — Von Blüten und im Gras zu käschern; normalerweise 
selten. — Wirte unbekannt. 

Catharosia flavicornis (Zetterstedt). — Verstreute Funde in Europa bis Nordpolen; im 
Gebiet noch kein Nachweis. — Trockene, offene Landschaften bevorzugend. — Mai bis M 
Sept., wahrscheinlich 2 Generationen. — Bodennah lebend und daher normalerweise sehr 
selten gefunden. — Emblethis verbasci F. (Lygaeidae). 

Catharosia pygmaea (Fallen). — Europa bis Skandinavien; RP, BW, BY, NB / A, CH. — 
Trockene, offene Landschaften bevorzugend.— 2 Generationen: M Mai bis E Juni und (zahl- 
reicher) E Juli bis M Sept. — In der Malaisefalle oder in der niederen Vegetation zu käschern; 
lokal nicht selten. — Beosus maritimus Scop. (Lygaeidae). 

Litophasia hyalipennis (Fallen). — Europa bis Südengland, Südschweden; RP (Boppard, 
Grünstadt), BW (Kaiserstuhl). — Trockene, offene Landschaften. — M Juli bis E Aug., 1 
Generation. — Von Blüten zu käschern; selten. — Wirte unbekannt. 

6.5.4. Strongygastrini 

Strongygaster celer (Meigen) [Tamicleo]. — Europa bis Skandinavien; BY (Bamberg), NB 
(Berlin, Genthin) / CH (Jura). - Wiesen. - M Mai bis M Juni, 1 Exemplar M Aug. - Sehr 
selten (häufiger in Südeuropa). — Wirte unbekannt. 

Strongygaster globula (Meigen) [Tamicleo]. — Europa bis Belgien, St. Petersburg; RP, 
BW, BY, NB / A, CH. - Wiesen, trockene Laubwälder. - E Juni bis M Sept., 1 Generation. 

— Blütenbesucher; im wärmeren Mitteleuropa nicht selten. — Lasius niger L., L. alienus 
Foerst. (Formicidae). 

6.5.5. Leucostomatini 

Dionaea aurifrons (Meigen). - Europa bis Südengland; BW, BY, NB / A, CH. - Trok- 
kene Wiesen. — M Mai bis M Sept. (besonders Juni/Juli). — Blütenbesucher; meist selten (häu- 
figer in Südeuropa). — Dicranocephalus agilis Scop., Riptortus clavatus Thunb. (Coreidae). 

Dionaea flavisquamis Robineau-Desvoidy. — Frankreich; BW (Kaiserstuhl) / CH (Jura). 

— Funddaten von A Juni bis E Aug. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 



164 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

Eulabidogaster setifacies (Rondani) [Dionaea]. — Südeuropa und wärmeres Mitteleuropa; 
RP, BW, BY / A, CH. - Trockenhänge. - M Juni bis A Sept. - Blütenbesucher; lokal nicht 
selten. — Corizus hyoscyami L. (Coreidae). 

Leucostoma abbreviatum Herting [abbreviata]. — Südeuropa, vereinzelt auch im wär- 
meren Mitteleuropa; BW (Kaiserstuhl) / A (Burgenland). — Funddaten A Juni bis E Juni und 
A Sept. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Leucostoma anthracinum (Meigen) [anthracind]. — Südeuropa und wärmeres Mitteleu- 
ropa; RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trockene Wiesen. - E Mai bis A Sept. (ohne deutliches 
Maximum). — Von Blüten oder im Gras zu käschern; nicht selten. — Wirte unbekannt. 

Leucostoma crassum Kugler [crassa]. — Südeuropa, vereinzelt auch im wärmeren Mitteleu- 
ropa; BW (Kaiserstuhl, Enz bei Mühlacker und Niefern), NB (Thüringen) [Aus Mitteleuropa 
sind bisher nur $ bekannt; die Revision der Gattung Leucostoma muß zeigen, ob es sich bei 
diesen Exemplaren wirklich um die echte L. crassum handelt.]. — Trockenhänge. — Funddaten 
von M Juni bis E Sept. — Selten (häufig in Südeuropa). — Lygaeus spp., Tropidothorax leuco- 
pterus Goez. (Lygaeidae). 

Leucostoma meridianum (Rondani) [meridiana]. — Südeuropa, vereinzelt auch im wär- 
meren Mitteleuropa; A (Burgenland). — Aug. (in Südeuropa von M Juni bis A Sept.). — Sehr 
selten. — Myrmus miriformis Fall., Stictopleurus punctatonervosus Goez. (Coreidae). 

Leucostoma nudifacies Tschorsnig. — Spanien; A (Niederösterreich). — Juni (soweit 
bekannt). — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Leucostoma simplex (Fallen). - Europa bis Mittelschweden; NS, HE, BW, BY, NB / A, 
CH. — Trockene Wiesen. — M Mai bis M Sept. (besonders Juni/Juli). — Von Blüten oder im 
Gras zu käschern; im wärmeren Mitteleuropa (und in Südeuropa) häufig, im Norden selten. — 
Nabis myrmecoides Costa (Nabidae). 

Leucostoma tetraptera (Meigen). — Südeuropa, vereinzelt auch im wärmeren Mitteleu- 
ropa; A (Burgenland). — Funddaten von M Juni bis M Sept. — Sehr selten. — Wirte unbe- 
kannt. 

Leucostoma turonicum Dupuis [turonica]. — Südeuropa, vereinzelt auch im wärmeren 
Mitteleuropa; A (Burgenland). — Funddaten von A Juni bis E Aug. — Sehr selten. — Wirte 
unbekannt. 

Clairvillia biguttata (Meigen). — Europa bis Belgien, Brandenburg, St. Petersburg; HE, 
BW, BY, NB. - Trockene Wiesen. - A Juni bis M Sept. (besonders E Juli bis M Aug.). - Im 
wärmeren Mitteleuropa lokal nicht selten (häufig in Südeuropa). — Coriomeris denticulatus 
Scop. (Coreidae). 

Brullaea ocypteroidea Robineau-Desvoidy. — Europa bis Brandenburg; HE, RP, BW, BY, 
NB / A. — Trockene Wiesen, lichte Waldränder. — M Juni bis A Sept. (besonders Juli), 1 
Generation. — Blütenbesucher; im wärmeren Mitteleuropa lokal nicht selten. — Wirte unbe- 
kannt. 

Labigastera forcipata (Meigen) [Dionaea, Labigaster]. — Europa bis Südengland, Süd- 
schweden (Gotland); HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trockene Wiesen. - M Mai bis A 
Sept. (besonders E Mai bis A Juli). — Blütenbesucher; im wärmeren Mitteleuropa lokal häufig. 

— Enoplops scapha F., Dicranocephalus agilis Scop. (Coreidae). 

Labigastera nitidula (Meigen) [Labigaster]. — Südeuropa bis Mittelfrankreich (Seine-et- 
Oise), Wallis; im Gebiet noch kein Nachweis. — Trockene Wiesen. — M Mai bis E Aug. — In 
Südeuropa nicht selten. — Wirte unbekannt. 

Labigastera pauciseta Rondani [Labigaster]. — Südeuropa, vereinzelt auch im wärmeren 
Mitteleuropa; BW (Sandhausen) / A (Klagenfurt). — Trockene Wiesen. — A Juni bis E Juli, 
vereinzelte Exemplare im Sept. — In Südeuropa nicht selten. — Wirte unbekannt. 

Cinochira atra Zetterstedt. - Gemäßigtes Europa bis Skandinavien; NW, BW, NB / CH. 

— Waldränder, Gebüsch. — M Mai bis A Okt., wahrscheinlich mehr als 2 Generationen. — In 
der Malaisefalle lokal häufig, sonst sehr selten zu finden. — Drymus brunneus Sahlb., D. sylva- 
ticus F., Scolopostethus decoratus Hahn, S. thomsoni Reut., Eremocoris plebejus Fall. (Lygaei- 
dae). 

6.5.6. Cylindromyiini 

Lophosia iasciata Meigen. - Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, BY, NB / 
A, CH. — Laubwaldränder. — M Juli bis M Sept., 1 Generation. — Auf Blüten oder Blättern; 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 165 

im wärmeren Mitteleuropa lokal nicht selten. — Acanthosoma haemorrhoidale L., Aelia acu- 
minata L. (Pentatomidae). 

Cylindromyia auriceps (Meigen). — Europa bis Schweden (Gotland), St. Petersburg; HE, 
RP, BW, BY, NB / A, CH. - Trockene Wiesen. - M Juni bis M Sept. - Blütenbesucher; 
häufig. — Aelia spp., Dolycoris baccarum L. (Pentatomidae). 

Cylindromyia bicolor (Olivier). — Südeuropa bis Südwestdeutschland; BW (Oberrhein) / 
A. — Trockene Wiesen, Gebüsch. — M Juli bis A Okt. (besonders Aug.). — Blütenbesucher; 
lokal nicht selten. — Rhaphigaster nebulosa Poda (Pentatomidae). 

Cylindromyia brassicaria (Fabricius). — Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, 
BY, NB / A, CH. - Wiesen, Gebüsch, Waldränder. - E Mai bis E Sept. (ohne deutliches 
Maximum). — Blütenbesucher; häufig. — Dolycoris spp. (Pentatomidae). 

Cylindromyia brevicornis (Loew). — Europa bis Brandenburg; NW, HE, BW, BY, NB / 
A, CH. — Von der Ebene bis ins Hochgebirge (in warmen Lagen bis 2500 m). — E Mai bis A 
Sept. — Selten. — Dolycoris baccarum L. (Pentatomidae). 

Cylindromyia intermedia (Meigen). — Südeuropa bis Wallis, Slowakei; A (Wien, Oetztal). 

— Trockene Wiesen. — E Juni bis M Sept. — Sehr selten (in Südeuropa häufig). — Brachynema 
germari Kol., Dolycoris baccarum L. (Pentatomidae). 

Cylindromyia interrupta (Meigen). — Europa bis Skandinavien; NS, NW, HE, RP, BW, 
BY, NB / A, CH. — Trockene Wiesen. — M Mai bis E Sept. — Im Gras zu käschern; lokal 
nicht selten (in Südeuropa selten). — Wirte unbekannt. 

Cylindromyia pilipes (Loew). — Südeuropa und wärmeres Mitteleuropa; HE, RP, BW, BY 
/ A, CH. — Trockene Wiesen, Gebüsch. — Ä Juni bis M Sept. (besonders Juli). — Blütenbesu- 
cher; lokal nicht selten. — Holcostethus vernalis Wolff, Dolycoris baccarum L., Piezodorus 
lituratus F. (Pentatomidae). 

Cylindromyia pusilla (Meigen). - Europa bis Skandinavien; NW, HE, BW, BY, NB / A. 

— Trockene Wiesen. — E Mai bis A Sept. — Von Blüten oder im Gras zu käschern; lokal nicht 
selten. — Sciocoris cursitans F. (Pentatomidae). 

Cylindromyia rufifrons (Loew). — Südeuropa bis in die Slowakei. — A Juni bis E Sept. — 
In Südeuropa nicht selten. — Odontotarsus spec. (Pentatomidae). 

Cylindromyia xylotina (Egger). — Südeuropa, vereinzelt auch im wärmeren Mitteleuropa; 
BY (Nürnberg) / Ä (Wien, Burgenland). — Warme Gebirgslagen bevorzugend. — A Juni bis 
M Aug., wahrscheinlich nur 1 Generation. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Hemyda obscuripennis (Meigen). — Europa bis Paris, Sachsen; HE, RP, BW, BY, NB / A, 
CH. — Laubwälder, Wiesen. — Wahrscheinlich 2 Generationen: M Juni bis M Juli und E Juli 
bis M Sept. — Auf Blättern oder im Gras, selten auf Blüten; im wärmeren Mitteleuropa lokal 
nicht selten. — Möglicherweise Arma custos F. und Troilus luridus F. (Pentatomidae). 

Hemyda vittata (Meigen) [Pbania]. — Gemäßigtes Europa bis Südschweden; SH, NS, 
NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Laubwälder.-2 Generationen: A Mai bis A Juli und 
M Juli bis E Sept. — Auf Blättern; lokal nicht selten. — Arma custos F., Dinorhynchus 
dybowskyi Jak., möglicherweise auch Troilus luridus F. (Pentatomidae). 

Besseria anthophila (Loew). — Alpen, Pyrenäen, St. Petersburg, Finnland; BY (München, 
Mittenwald) / A, CH. - Wiesen bis 1800 m. - M Juni bis A Aug., 1 Generation. - Von nie- 
deren Compositen zu käschern. — Wirte unbekannt. 

Besseria dimidiata (Zetterstedt) [bicolor (Penis)]. — Südeuropa, vereinzelt auch in Mittel- 
europa; NB (Brandenburg) / A (Wien). — Sandgebiete bevorzugend. — Funddaten von M Juni 
bis M Aug. — Sehr selten. — Menaccarus arenicola Scholtz (Pentatomidae). 

Besseria lateritia (Meigen). — Südeuropa; A (Burgenland, Kärnten). — Trockene Wiesen. — 
A Mai bis A Aug. — Blütenbesucher; sehr selten (nicht selten in Südeuropa). — Psacasta exan- 
tbematica Scop. (Pentatomidae). 

Besseria melanura (Meigen). — Verstreute Fundorte in Europa bis Südschweden, St. 
Petersburg; BY (Bamberg), NB. — Trockenwarme, offene Landschaften. — Funddaten von E 
Juni bis M Juli. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Besseria reflexa (Robineau-Desvoidy) [appendiculata (Penis)]. — Südeuropa und wärmeres 
Mitteleuropa; BW (Kaiserstuhl, Stromberg, Mühlacker) / A (Linzer Becken). — Trockene 
Wiesen. — E Mai bis A Aug. — Von Blüten und im Gras zu käschern; meist selten. — Wirte 
unbekannt. 

Phania albisquama (Villeneuve). — Südeuropa, vereinzelt auch im wärmeren Mitteleuropa; 



166 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 506 

NB (Frankfurt/Oder). — Trockene Wiesen. — Aug. (in Südeuropa von E April bis A Aug.). — 
Blütenbesucher; sehr selten (in Südeuropa lokal häufig). — Wirte unbekannt. 

Phania curvicauda (Fallen) [Weberia]. — Europa bis Schweden, Finnland; BW, BY, NB / 
A. — Trockene Wiesen. — M Juni bis E Juli, 1 Generation. — Lokal nicht selten. — Wirte 
unbekannt. 

Phania funesta (Meigen) [Weberia, pseudofunesta (Villeneuve)]. — Europa bis Südengland, 
Norddeutschland, Nordpolen; NW, HE, RP, BW, BY, NB / A, CH. - Wiesen, Waldränder. 
— A Mai bis A Okt. (schwaches Maximum von M Juli bis A Aug.). — Von Blüten oder im 
Gras zu käschern oder in der Malaisefalle; sehr häufig. — Legnotus limbosus Geoffr. (Cydni- 
dae). 

Phania incrassata Pandelle. — Europa (vorwiegend Mitteleuropa) bis Westfalen; NW, HE, 
BW, BY, NB / A. - Wiesen, Waldränder. - M Mai bis A Juli, 1 Generation. - Lokal nicht 
selten. — Sehirus bicolor L. (Cydnidae). 

Phania speculifrons (Villeneuve). — Verstreute Fundorte in Europa bis Mitteldeutschland; 
BW (Kaiserstuhl), NB (Sachsen) / A (Linzer Becken). - Trockene Wiesen. - M Juni bis M 
Juli, 1 Generation. — Sehr selten. — Wirte unbekannt. 

Phania thoracica Meigen. — Europa bis Skandinavien; NB (Rügen) / A, CH. — Gebirge 
bevorzugend (in warmen Lagen bis 1500 m). — M Juni bis M Aug., 1 Generation. — Selten. — 
Wirte unbekannt. 



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Fliegen der paläarktischen Region, Teil 64g: 1435 S.; Stuttgart. 

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Teil 64f: 1-52; Stuttgart. 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 



167 



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männlichen Postabdomens der Raupenfliegen (Diptera, Tachinidae). — Stuttg. Beitr. 
Naturk. (A) 383: 137 S.; Stuttgart. 

— (1988): Morphologie der Eier und Eilarven der Ethillini (Diptera: Tachinidae). — 
Stuttg. Beitr. Naturk. (A) 418: 10 S.; Stuttgart. 

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8. Alphabetisches Verzeichnis der Gattungen 



Acemya 25,48, 131 

Acemyia 131 

Actia 15,19,73,151,152 

Admontia 21,46,130 

Allopbora 162 

Allopborocera 37, 60, 140 

Alsomyia 34, 138 

Amelihaea 32, 136 

Anacbaetopsis 131 

Ancistropbora 39, 151 

Angiorhina 17,20,22,38,79,155 

Anthomyiopsis 20,39,71,150 

Anurogyna 151 

Aphelogaster 158 

Aphria 27,77,154 

Aplomya 34, 133 

Aplomyia 133 

Aporotacbina 128 

Appendicia 25, 147 

Arrhinomyia 130 

Asiphona 152, 153 

Athrycia 15,84,159 

Atylomyia 27, 132 

Atylostoma 27, 154 

B 

Bactromyia 37, 135 

Baumhaueria 16,21,142 

Bebricia 149 

Beiida 31,44,128 



Bessa 28, 44, 128 

Besseria 39,40,92,165 

Billaea 14,80,156 

Bithia 27,77,154 

Blepharipa 38,61,141 

Blepharomyia 22, 82, 158 

Blondelia 31,47,131 

Bothria 33,60,140 

Brachicheta 35, 142 

Brachychaeta 142 

Brullaea 41, 164 

Buquetia 22, 134 



Cadurciella 32, 136 

Campogaster 161 

Campylochaeta 157 

Campylocheta 20,25,82,157 

Carcelia 23,31,55,137 

Catagonia 33, 135 

Catharosia 13,39,89,163 

Ceranthia 19,74,152 

Ceromasia 38, 140 

Ceromya 19, 72, 151 

Ceromyia 151 

Chaetinella 132 

Chaetogena 127 

Chaetomera 142 

Chaetoptilia 13, 160 

Chaetovoria 15, 159 



168 



STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 506 



Chetogena 16,28,43,127 

Chrysocosmius 146 

Chrysosomopsis 23, 146 

Cinochira 12, 164 

Cistogaster 40, 162 

Clairvillia 41, 164 

Clemelis 34,140 

Cleonice 24,69,148 

Clytiomya 41, 161 

Clytiomyia 161 

Compsilura 30, 131 

Conogaster 31, 128 

Craspedothrix 150 

Ctenophorocera 140 

Cylindromyia 39,91,165 

Cyrtophleba 15,84,159 

Cyzenis 33, 60, 140 

D 

Degeeria 129 

Demoticus 15,27,154 

Dexia 14, 80, 156 

Dexiomorpha 156 

Dexiosoma 13, 155 

Digonochaeta 150 

Dinera 14, 80, 156 

Dionaea 41, 89, 163 

Diplostichus 28, 127 

Discochaeta 140, 141 

Drino 32,36,54,136 

Dufouria 13,17,19,39,85,160 

E 

Echinomyia 143 

Ectophasia 41,85,161 

Elfia 19,71,150 

Eliozeta 41, 85, 161 

Eloceria 23, 149 

Elodia 35, 60, 141 

Elomya 40, 162 

Elomyia 162 

Emporomyia 24, 148 

Entomophaga 18,72,151 

Epicampocera 23, 134 

Eriothrix 17,24,81,157 

Ernestia 22, 24, 67, 147 

Erycia 38,57,138 

Erycilla 37, 60, 140 

Erycina 140 

Erynnia 16, 141 

Erynniopsis 29, 131 

Erythrocera 37, 141 

Estheria 14,80,156 

Ethilla 27, 132 

Eucarcelia 138 

Euexorista 32, 139 

Eulabidogaster 40, 164 



Eumea 34,58,139 

Eurithia 25, 67, 147 

Eurysthaea 37, 141 

Eurythia 147 

Exorista . 28, 42, 126 

F 

Eausta 25, 147 

Freraea 40, 161 

Frontina 35, 142 

G 

Gaedia 16,61, 142 

Gastrolepta 13, 129 

Germaria 25, 65, 145 

Gonia 21,61,142 

Goniocera 16,18,22,72,151 

Graphogaster 18, 72, 151 

Gwenda 19, 151 

Gymnochaeta 148 

Gymnocheta 23, 69, 148 

Gymnosoma 40, 86, 161 

H 

Halidaya 26, 160 

Hebia 25,142 

Heliozeta 161 

Helocera 149 

H elomyia 162 

Hemimacquartia 30, 130 

Hemyda 40,92,165 

Histochaeta 142 

Huebneria 33, 136 

Hyalurgus 17,24,68,148 

Hyleorus 15,159 

Hyperecteina 129 

I 

Isomera 143 

Istochaeta 129 

Istocheta 20, 29, 30, 46, 129 

K 

Kirbya 16,84,159 

Klugia 15,159 

L 

Labigaster 164 

Labigastera 41,91,164 

Lecanipa 31,46,130 

Lecanipus 130 

Leiophora 29, 130 

Leskia 26, 154 

Leucostoma 39, 89, 164 

Ligeria 29, 131 

Ligeriella 29, 131 



TSCHORSNIG & HERTING, TACHINIDAE MITTELEUROPAS 



169 



Linnaemya 22, 24, 65, 145 

Linnaemyia 145 

Litophasia 13, 163 

Loewia 17,69,148 

Lomacantha 131 

Lomachantha 31, 131 

Lophosia 40, 164 

Lydella 36,53,136 

Lydina 24, 146 

Lypba 17,24,67,146 

M 

Macquartia 13,20,70,149 

Macroprosopa 20, 150 

Madremyia ■■ 33, 135 

Masicera 38; 61, 141 

Masistylum 36, 142 

Medina 30,45,129 

Meigenia 30,44,128 

Melisoneura 15, 155 

Meriania 147 

Microphthalma 13, 155 

Microsoma 18, 161 

Mintho 14,17,26,155 

Minthodes 17,155 

Murana 155 

Myiophasia 155 

Myxexoristops 32, 58, 139 

N 

Neaera 19,150 

Nemoraea 23, 145 

Nemorilla 32, 50, 133 

Nemosturmia 132 

Neophryxe 28, 127 

Nilea 34,35,52,134 

Nowickia 21, 64, 144 

o 

Ocytata 15,35, 141 

Onychogonia 22, 62, 143 

Opesia 41,87,162 

Oswaldia 31,47,130 

P 

Pachystylum 36, 142 

Pales 34, 59, 140 

Pandelleia 18,161 

Paracraspedothrix 29, 131 

Parasetigena 28, 127 

Paratrixa 31, 129 

Paratryphera 27,48,132 

Pelatacbina 36, 149 

Peleteria 21,65,144 

Periarcbidops 35, 135 

Peribaea 18,74,152 



Perichaeta 129 

Periscepsia 16, 158 

Petagnia 21, 146 

Peteina 40, 158 

Peteinomima 158 

Petina 158 

Petinarctia 39, 158 

Pexopsis 38, 141 

Phania 40, 93, 165 

Phasia 40, 88, 161, 162 

Phebellia 32,50,133,136 

Phenicellia 27, 160 

Phoenicella 160 

Phonomyia 34, 134 

Phorinia 28, 128 

Phorocera 20, 28, 44, 128 

Phorostoma 156 

Phryno 33, 140 

Phryxe 23, 33, 52, 134 

Phyllomya 14,159 

Phyllomyia 159 

Phytomyptera 15, 71, 151 

Picconia 29, 131 

Platymya 34,139 

Platymyia 134,139 

Policheta 25, 129 

Prosena 14,38,157 

Prosethilla 27, 132 

Prosopaea 142 

Prosopea 35, 142 

Pseudogonia 22, 63, 143 

Pseudopachystylum 19, 22, 149 

Pseudoperichaeta 33, 53, 135 

Ptesiomyia 32, 134 

R 

Ramonda 16, 83, 158 

Redtenbacberia 26, 161 

Rbacodinella 37, 140 

Rhacodineura 141 

Rbapbiochaeta 22,32,132 

Rbinotacbina 154 

Robinaldia 29, 131 

Rondania 18,20,23,41,85,160 

s 

Salmacia 142 

Sarromyia 17, 145 

Senometopia 31,56,138 

Servillia 144 

Sipbona 19,75,153 

Sisyropa 135 

Smidtia 22, 132 

Solieria 26, 78, 154 

Spallanzania 21,63,143 

Spoggosia 127 

Staurochaeta 29, 130 



170 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 506 



Steiniella 148 

Steiniomyia 159 

Stomina 14,26,160 

Strobliomyia 152 

Strongy gaster 40, 89, 163 

Sturmia 38, 141 

Subclytia 41, 161 

Synactia 18,20,148 

T 

Tachina 21,63,143 

Tamiclea 163 

Tbecocarcelia 38, 138 

Thelaira 14,84,160 

Thelyconychia 36, 136 

Tbelymorpha 35, 142 

Thelymyia 32, 134 

Timavia 23, 132 

Tlephusa 34, 134 

Townsendiellomyia 38, 139 

Trafoia 24,82,157 

Triarthria 19,21,150 

Trichactia 17,23,150 

Trichoparia 130 

Trigonospila 26, 129 



Trixa 26, 79, 155 

Trypkera . 17, 137 

U 

Urophylloides 129 

V 

Vibrissina 30,48,131 

Villanovia 14, 156 

Viviania 129 

Vona 15,159 

w 

Wagneria 16, 83, 158 

Weberia 166 

Wintbemia 23,48,132 

X 

Xylotacbina 38, 138 

z 

Zaira 30,129 

Zemllia 34,59,139 

Zeuxia 14, 81, 157 

Zophomyia 19, 148 



Anschrift der Verfasser: 

Dr. Hans-Peter Tschorsnig, Dr. Benno Herting, Staatliches Museum für Naturkunde 
(Museum am Löwentor), Rosenstein 1, D-70191 Stuttgart. 



ISSN 0341-0145 



Schriftleitung: Dr. Wolfgang Seeger, Rosenstein 1, D-70191 Stuttgart 
Gesamtherstellung: Verlagsdruckerei Schmidt GmbH, D-91413 Neustadt a. d. Aisch 



Stuttgarter Beiträge zur Naturkunde 

Serie A (Biologie) 



Herausgeber: 
Staatliches Museum für Naturkunde, Rosenstein 1 , 




Stuttgarter Beitr. Naturk. 


Ser. A 


Nr. 507 


32 S. 


Stuttgart^. 9. 1994 



Professor Dr. Bernhard Ziegler zum 65. Geburtstag 

Drei neue Arten der Gattung Epistrophe 

(Diptera: Syrphidae), mit einem 

Bestimmungsschlüssel für die deutschen Arten 

Three New Species of the Genus Epistrophe (Diptera: Syrphidae), 
with a Key for the Species known from Germany 

Von Dieter Doczkal, Maisch und Ulrich Schmid, Stuttgart 
Mit 69 Abbildungen 



Summary 

Epistrophe cryptica sp.n. and E. similis sp.n. are described. Syrphus melanostomoides Strobl, 
1880 is a synonym of Epistrophe melanostoma (Zetterstedt, 1843). Epistrophe melanosto- 
moides sensu van der Goot (1981) is not melanostomoides (Strobl) and is named Epistrophe 
flava sp.n. Syrphus melanostomoides var. obscuripes Strobl, 1910 is a nomen dubium. „Syr- 
phus" montincola Becker, 1921 does not belong to Epistrophe, but is a synonym of Parasyr- 
phus punctulatus (Verrall, 1873). 

A key for the species of Epistrophe hitherto known from Germany is given, including 
illustrations of the lectotypes of Epistrophe melanostoma (Zetterstedt, 1843) and Epistrophe 
ochrostoma (Zetterstedt, 1849). 



Zusammenfassung 

Epistrophe cryptica sp.n. und E. similis sp.n. werden beschrieben. Syrphus melanostomoides 
Strobl, 1880 ist ein Synonym von Epistrophe melanostoma (Zetterstedt, 1843). Epistrophe 
melanostomoides sensu van der Goot (1981) ist nicht mit E. melanostomoides (Strobl) iden- 
tisch und erhält den Namen Epistrophe flava sp.n. Syrphus melanostomoides var. obscuripes 
Strobl, 1910 ist ein nomen dubium. „Syrphus" montincola Becker, 1921 gehört nicht zu Epi- 
strophe, sondern ist ein Synonym von Parasyrphus punctulatus (Verrall, 1873). 

Im Rahmen eines Bestimmungsschlüssels für die deutschen Arten der Gattung Epistrophe 
werden außerdem, basierend auf der Untersuchung der Lectotypen, charakteristische Merk- 
male von Epistrophe melanostoma (Zetterstedt, 1843) und Epistrophe ochrostoma (Zetterstedt, 
1849) abgebildet. 



STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 507 



Inhalt 



1. Einleitung 2 

2. Material, Danksagung, Meßmethoden und Abkürzungen 2 

2.1. Material 2 

2.2. Dank 2 

2.3. Meßmethoden 3 

2.4. Abkürzungen 3 

3. Ergebnisse der Typen-Untersuchung einiger Arten 4 

3.1. Epistrophe melanostoma (Zetterstedt, 1843) 4 

3.2. Epistrophe ochrostoma (Zetterstedt, 1849) 8 

3.3. „Syrpbus" melanostomoides var. obscuripes Strobl, 1910 11 

3.4. Parasyrphuspunctulatus(Wevv3.ll,'[S73) 13 

4. Beschreibung neuer Arten 13 

4.1. Epistrophe cryptica sp.n. 13 

4.2. Epistrophe flava sp.n 15 

4.3. Epistrophe similis sp.n 21 

5. Bestimmungsschlüssel der deutschen Arten der Gattung Epistrophe 25 

5.1. Allgemeines 25 

5.2. Bestimmungsschlüssel 26 

6. Literatur 31 

1. Einleitung 

Aus der Gattung Epistrophe Walker, 1852 (im Sinne von Vockeroth, 1969) 
waren bisher nach Peck (1988) 18 paläarktische Arten bekannt (vergleiche aber 
Abschnitt 3.). Davon waren neun Arten aus Deutschland sicher nachgewiesen. Eine 
weitere Art wurde von Doczkal et alii (1993) unter der provisorischen Bezeichnung 
„Epistrophe äff. melanostoma" aus Deutschland gemeldet. Die Klärung der Identität 
dieser Art war der Anlaß für die vorliegende Arbeit. 

Einige Epistrophe- Arten sind taxonomisch ungenügend bekannt. So äußert zum 
Beispiel Vockeroth (1992) den Verdacht, bei E. melanostoma, E. ochrostoma und 
der nearktischen E. terminalis (Curran) könne es sich um ein und dieselbe Art han- 
deln. Die Namen E. melanostomoides und E. ochrostoma werden in der Literatur 
offensichtlich für jeweils zwei verschiedene Arten verwendet. Bei der Klärung der 
Identität dieser Taxa wurden weitere, bisher unbeschriebene Arten gefunden. 

Da die Determination einiger Epistrophe '-Arten mit der verfügbaren Literatur oft 
erhebliche Schwierigkeiten verursacht, legen wir zusätzlich einen Bestimmungs- 
schlüssel für alle aus Deutschland bekannten Arten vor. 

2. Material, Danksagung, Meßmethoden und Abkürzungen 

2.1. Material 

Untersucht wurden die Lectotypen von Epistrophe ochrostoma, E. melanostoma, E. mela- 
nostomoides und „Syrpbus" montincola. Der Bestimmungsschlüssel wurde an sämtlichen 
Tieren der Gattung Epistrophe aus den Sammlungen der Verfasser und der Sammlung des 
Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (SMNS) erprobt. 

2.2. Dank 

Für die Ausleihe von Typusmaterial danken wir Frau Mag. E. Grasser (Naturhistorisches 
Museum des Benediktinerstiftes Admont), Herrn Dr. R. Danielsson (Lunds Universitet) 
und Herrn Dr. H. Schumann (Zoologisches Museum der Humboldt-Universität Berlin, 
ZMHB). Die Herren B. Brügge (Instituut voor Taxonomische Zoologie, Amsterdam), C. 
Claussen (Flensburg), F. Geller-Grimm (Darmstadt), M. Hauser (Darmstadt), K. Kor- 



DOCZKAL & SCHMID, NEUE EPISTROPHE-ARTEN 3 

mann (Walzbachtal), P.-W. Löhr (Mücke-Merlau), Dr. F. Malec (Kassel), Dr. G. Röder 
(Hersbruck) und J.-H. Stuke (Stade) haben uns weiteres Material von Epistrophe aus ihren 
Sammlungen zur Verfügung gestellt. 



2.3. Meßmethoden 

Augenwinkel der cf : Der angegebene Winkel wird von den Tangenten eingeschlossen, 
die an den oberen vorderen Augenrand gelegt werden (Dusek & Läska 1985). Die Tangenten 
treffen sich meist etwas vor dem Punkt, an dem die Augen zusammenstoßen. 

Ocellenhöcker: Die Länge wird von der vorderen Spitze des dreieckigen Höckers bis 
zum Kopfhinterrand gemessen, die Breite als Abstand der Parasagittalsulci. 

Augenabstand der $: Bei der Betrachtung von oben werden zunächst die äußeren 
Augenränder fokussiert und die Kopfbreite gemessen (= 1), anschließend werden die inneren 
Augenränder fokussiert und ihr Abstand durch die hinteren Ocellen gemessen. 

Antennen: Die Länge des 3. Fühlerglieds wird in Seitenansicht bestimmt. Anfangspunkt 
der Messung am Beginn des 3. Glieds an der Oberkante des Fühlers. 

Occiput-Breite (Occiput-Länge): Schmälste Stelle des Occiputs. 

Gesichtsbreite:Bei der Betrachtung von vorne wird auf beide Augenaußenränder fokus- 
siert (= 1); anschließend werden die Augeninnenränder neben dem Mittelhöcker, dort, wo die 
Wangennaht die Augenränder erreicht, fokussiert und ihr Abstand gemessen. 

Mundöffnung: Zur Messung liegt die Schärfenebene auf der Kopfunterseite zwischen 
dem Hinterrand der Mundöffnung und den Vorderecken, an denen die Mundöffnung 
abknickt. Gemessen wird die Gesamtlänge (L) und die maximale Breite (B). 

Clypeus: Längenmaß wird am Außenrand genommen (ohne „Postclypeus"), Breitenmaß 
in der Mitte des Clypeus. 

Abstand zwischen Mundrand und Auge: Mundrand und unterer Augenrand 
müssen zur Messung in derselben Ebene liegen. Der kleinste Abstand wird gemessen. 

„Breite" der Binden: Die „Bindenbreite" (da es sich um eine Meßstrecke in der Längs- 
achse des Tieres handelt, eigentlich Bindenlänge) wird in Relation zur Tergitlänge (=1) ange- 
geben. 

Gesamtlänge des Körpers: Messung ohne Fühler. 

Genaue Meßwerte werden als Dezimalzahlen angegeben. Ist keine genaue Messung möglich 
(zum Beispiel wegen unscharfer Grenze) oder werden Schätzwerte angegeben, wird ein Bruch 
verwendet. — In der morphologischen Terminologie folgen wir im wesentlichen Vockeroth 
& Thompson (1987). — Zeichnungen wurden mit Hilfe von Zeichentuben am Binokular 
(Wild M8) oder am Mikroskop (Zeiss Axioplan) angefertigt (Genitalzeichnungen). 



2.4. Abkürzungen 

B = Breite, — hm = basalmediale Flügelzelle, — br = basalradiale Flügelzelle, — ex = Coxa, 
— / = Femur, — H = Höhe, — L = Länge, — M = Media, — p = Bein, — R = Radius, — r = 
radiale Flügelzelle, — St = Sternit, — t = Tibia, — ta = Tarsus, — tr = Trochanter, — T = 
Tergit. 

Sammlungen: CC = C. Claussen, — DD = D. Doczkal, — GG = F. Geller-Grimm, — 
JS = J.-H. Stuke, - KK = K. Kormann, - LÖ = P.-W. Löhr, - MH = M. Hauser, - 
RÖ = G. Röder, — SE = C. Schmid-Egger, — SMNS = Staatliches Museum für Natur- 
kunde Stuttgart, — US = U. Schmid, — ZMHB = Zoologisches Museum der Humboldt-Uni- 
versität Berlin. 



4 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 507 

3. Ergebnisse der Typen-Untersuchungen einiger Arten 1 ) 

Die Grenzen der Gattung Epistrophe Walker, 1852 haben sich im Laufe der Zeit 
stark verändert. Curran (1925; zit. aus Vockeroth 1969) stellte aus der damaligen 
Großgattung Syrphus diejenigen Arten, bei denen die Seitenränder der Tergite nach 
unten umgeschlagen und nicht „gerandet" sind, in die Gattung Epistrophe. Diese 
Einteilung wurde unter anderem von Sack (1928 — 1932) übernommen. Wie durch 
die Untersuchungen nachfolgender Autoren, insbesondere die bahnbrechende Gat- 
tungsrevision der Syrphini von Vockeroth (1969), bekannt, ist dieses Merkmal zur 
Gattungsabgrenzung innerhalb der Syrphini von untergeordneter Bedeutung. 
Gerade in der Gattung Epistrophe sensu Vockeroth ist bei einigen Arten eine 
beträchtliche Variabilität dieses Merkmals selbst innerhalb einer Art festzustellen. 
Als Folge davon enthält Epistrophe sensu Sack neben Arten, die auch heute noch zu 
Epistrophe gestellt werden, viele Arten, die jetzt den Gattungen Episyrphus Matsu- 
mura & Adachi, 1917, Melangyna Verrall, 1901, Meliscaeva Frey, 1946 und Parasyr- 
phus Matsumura, 1917 zugeordnet werden. Von den bei Peck (1988) noch als „Epi- 
strophe" aufgeführten Arten wurden inzwischen in andere Gattungen überführt: 
Epistrophe helvetica Sack, 1938 = Parasyrphus nigritarsis (Zetterstedt, 1843) (Mai- 
bach et alii 1992) und Epistrophe nigroepistomata Shiraki & Edashige, 1953 = Para- 
syrphus punctulatus (Verrall, 1873) (Mutin, 1990). 

3.1. Epistrophe melanostoma (Zetterstedt, 1843) 

Scaeva melanostoma Zetterstedt, 1843: 711. 

= Syrphus melanostoma var. major Strobl, 1880: 15. 

= Syrphus melanostomoides Strobl, 1880: 60, syn. nov. 

Der Lectotypus von E. melanostoma wurde von uns untersucht. Er befindet sich in der 
Sammlung des Museum of Zoology and Entomology der Universität Lund. Originalbeschrei- 
bung und Lectotypus stimmen mit dem Gebrauch dieses Namens überein (Abb. 11 — 15). Der 
Lectotypus trägt folgende Etiketten: (1) S. melanostoma $. Haparanda [handschriftlich], (2) 
1981, 422, (3) Lectotype, J. A. W. Lucas, 5. 3. 1984, (4) 1993, 361. 

Der Lectotypus von Syrphus melanostomoides wurde von uns ebenfalls untersucht. Er 
befindet sich in der STROBL-Sammlung im Naturhistorischen Museum des Benediktinerstiftes 
Admont und trägt folgende Etiketten: (1) 1204, (2) S. melanostomoides m. [und eine Zeile, die 
mit unleserlichen Zeichen beginnt und mit Vs Cf $ endet] [handschriftlich], (3) Syrphus mela- 
nostomoides Strobl, Typenexemplar, rev. G. Morge 1961, (4) Syrphus melanostomoides Strobl 
Cf, Lectotype, T. R. Nielsen design. 1981. 

Sowohl die Originalbeschreibung als auch der Lectotypus von Syrphus melanostomoides 
Strobl belegen die Identität mit E. melanostoma (Abb. 1—4). 

Weiteres Material 

Baden-Württemberg: 1$ Altenheim b. Kehl 26. 5. 89 (DD); - 1 cT Bietigheim b. Rastatt 
7. 5. 85 (DD); - 1$ Ettlingen-Oberweier 19. 5. 85 (DD), 1 $ 6. 5. 88 (DD); - lcf Freiburg 
1. 4. 90 (JS), lcf 2. 4. 90 (JS), lcf 20. 4. 90 (JS), lcf 28. 4. 90 (JS), 1 $ 1 1. 5. 90 (JS), 1 $ 19. 5. 90 
QS), 1$ 18. 5. 92 (JS); - lcf Gaggenau-Hörden 18. 5. 86 (DD), lcf 1. 5. 87 (DD), 1$ 25. 5. 91 



] ) Kurz vor Abschluß des Manuskripts erhielten wir die Mitteilung, daß Dr. V. A. Mutin 
(Komsomolsk-na-Amure) neue paläarktische Arten der Gattung Epistrophe beschrieben 
hat. Ob seine Arbeit bereits im Druck oder erschienen ist, war jedoch nicht in Erfahrung zu 
bringen. Von Herrn C. Claussen erhielten wir Paratypen zweier von Mutin neu beschrie- 
bener Arten (E. latifrons und E. olgae) zur Ansicht, die mit den hier beschriebenen Arten 
jedoch nicht identisch sind. 



DOCZKAL & SCHMID, NEUE EPISTROPHE-ARTEN 5 

(DD); - lcT Geisingen 7. 5. 90 (DD); - lcf Grißheim 1. 5. 93 QS); - 3? Häfnerhaslach 9. 5. 
91 (SMNS, US), 1$ 6. 5. 92 (SMNS), lcf und 5$ 13. 5. 92 (SMNS, US); - lcf Haueneber- 
stein 12. 5. 92 (DD); - 1$ Hürben/Schwarzwald 6. 5. 90 QS); - 2$ Kappel b. Lahr 3. 5. 90 
(DD); - lcf Kaiserstuhl Badberg 16. 4. 91 QS); - l<j> Kuppenheim 1. 5. 89 (DD); - 1$ 
Maisch 5. 5. 85 (DD), 1$ 11. 5. 85 (DD), 1$ 8. 5. 87 (DD), 1$ 28. 4. 88 (DD), 1$ 14. 5. 88 
(DD), 2C? 24. 5. 88 (DD), 1$ 20. 4. 89 (DD), 1$ 29. 4. 90 (DD), 1$ 24. 5. 91 (DD); - 2$ 
Mössingen 18. 5. 90 (DD); - 1$ Muggensturm 11. 5. 85 (DD), lcf 30. 4. 92 (DD); - 1$ 
Rastatt 12. 5. 85 (DD), 2$ 12. 4. 90 (DD); - lcf Reute b. Emmendingen 14. 4. 91 QS) - lcf 
Sandhausen 12. 5. 92 (SMNS); - 1$ Sandweier 22. 5. 91 (DD); - 1$ Stuttgart 13. 5. 91 (US), 
lCf 7. 5. 92 (US), 1$ 12. 5. 92 (US); - 1$ Tübingen 5. 6. 81 (US), 1$ 16. 5. 83 (US); - 1 $ 
Umkirch 14. 4. 91 QS); - lcf und 3$ Untergrombach 4. 5. 90 (DD); - 1$ Unterjesingen 
20. 5. 83 (US); - lcf Wannweil 29. 4. 87 (US), lcf 1. 5. 88 (US), 1$ 12. 6. 88 (US), lcf 7. 5. 89 
(US). 

Rheinland-Pfalz: 1$ Insheim 16. 4. 89 (DD). 
Italien: 2$ Vinschgau, Schliniger Tal 2. 6. 93 QS). 



Diagnose (Abb. 1-15) 

Kopf: Gesicht breit (cf: 0,51-0,53; 9 : 0,45-0,50 der Kopfbreite), vorderer 
Augenwinkel beim CT 92°— 98°, Ocellenhöcker des Cf mäßig breit (1,5 — 1,8 X so 
lang wie breit) (Abb. 5 — 8), 2 mit oben mäßig weit getrennten Augen (bei den Hin- 
terocellen 0,220—0,255 der Kopfbreite) (Abb. 13). Occiput beim ö" an der engsten 
Stelle breiter als bei den ähnlichen Arten (0,07—0,12 mm) (Abb. 7—8). Gesicht 
größtenteils bestäubt. Behaarung des Gesichts und der Genae meist ganz gelb oder 
mit einigen schwarzen Haaren. Clypeus mäßig breit (0,25 — 0,32 mm), vollständig 
bestäubt oder Bestäubung von den Seitenrändern her ± reduziert (Abb. 67). Mund- 
öffnung breit (L:B = 1,4—1,7). Abstand zwischen Mundrand und Augen klein 
(0,47—0,60 mm). Mundrand und Genae in unterschiedlicher Ausdehnung schwarz, 
nur ausnahmsweise (fast) ganz gelb. Stirn oben schwarz, nach unten unscharf 
begrenzt, normalerweise mit einem halbmondförmigen unbestäubten schwarzen 
Fleck über der Lunula, der in der Mitte mit der schwarzen Zeichnung der oberen 
Stirn verbunden, oft aber stark reduziert ist (Abb. 7—8, 13). Bei besonders dunklen 
Tieren ist die Stirn nur kleinflächig (vom Gesicht einstrahlend) gelb, die gelbe Farbe 
unter der dicken gelbgrauen Bestäubung, die nur einen halbmondförmigen 
(manchmal in der Mitte schmal unterbrochenen) Fleck oberhalb der Lunula frei läßt, 
oft schwer zu erkennen. Fühler gelbrot, 3. Glied oben verdunkelt. 

Thorax: Scutum schwach bestäubt, ± glänzend. Scutellum gelb behaart, beim ö" 
manchmal mit einigen (bis etwa 10) schwarzen Haaren am Hinterrand. Metasternum 
unbehaart, selten mit einzelnen Haaren. Beim cf i\ und f 2 an der Basis zu > X U 
geschwärzt, f 3 nur auf der Unterseite auf < 2 /s der f-Länge gebräunt oder geschwärzt 
(zuweilen ganz gelb), Oberseite stets in ganzer Länge gelb. t 3 ohne Ring. Beim 9 a 'l e 
p ganz gelb, nur die distalen 3—4 Glieder der ta 3 oben etwas dunkler (aber ohne auf- 
fallenden Farbkontrast zu t 3 ). Die schwarze Behaarung der Vorderseite von f 3 nimmt 
2 /5— 3 A des distalen Endes ein, wobei Tiere mit relativ stark geschwärzten f eine 
besonders ausgedehnte und helle Tiere eine reduzierte schwarze Behaarung auf- 
weisen. t 3 außen (fast) ganz schwarz behaart. 

Abdomen: Vorder- und Hinterrand der Flecken auf T2 divergierend, beim 9 nat 
der Raum zwischen dem Vorderrand von T2 und dem Vorderrand der Flecken < x /i 
der Fleckenlänge (Abb. 15). T3 und T4 mit breiten Binden (ungefähr 0,5—0,6 der 
Tergit-Länge), die hinten flach ausgeschnitten sind und meist (vor allem auf T4) eine 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 507 




Abb. 1—4. Epistrophe melanostoma (Zetterstedt), (f [Syrphus melanostomoides Strobl, Lec- 
totypus]. — 1. Kopf lateral. — 2. Kopf dorsal (links hinten eingedrückt). — 3. 
Abdomen dorsal. — 4. Genitalapparat lateral. 



kurze nach hinten gerichtete Spitze aufweisen. T5 ganz gelb oder mit dreieckigem 
schwarzem Fleck in der Mitte, der < x h der Tergit-Breite einnimmt. C? -Genital: Sur- 
styli gedrungen, mit konvexem Oberrand und breit abgerundeter Spitze (Abb. 4). 
Distiphallus in Aufsicht nur leicht ausgebaucht und ohne deutliche subapikale Ein- 
schnürung. Distaler Rand des Basiphallus ± gerade bis schwach geknickt, bildet mit 
dem oberen Rand einen ± rechten Winkel. Ventraler Fortsatz des Basiphallus mit 
zwei vergleichsweise kurzen Zähnen (der obere meist nur wenig kürzer als der 
untere), der Innenrand oft zusätzlich mit einem winzigen Zähnchen (Abb. 10). 

Variabilität: Die Art ist in den meisten Merkmalen variabler als die anderen 
Epistrophe- Arten und manche Exemplare weichen in einzelnen Merkmalen stark ab. 



DOCZKAL & SCHMID, NEUE EPISTROPHE-ARTEN 




Abb. 5-10. Epistrophe melanostoma, cf (Wannweil 1. 5. 88, coli. US). - 5. Kopf lateral; - 
6. Kopf frontal. - 7. Kopf dorsal; - 8. Kopf dorsal (Wannweil 29. 4. 87, coli. 
US); - 9. Abdomen dorsal (Wannweil 1. 5. 88); - 10. Aedeagus lateral (Häf- 
nerhaslach 13. 5. 92, coli. US). - Maßstriche: 1 mm (Abb. 5-9); 0,1 mm 
(Abb. 10). 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 507 




Abb. 11 — 15. Epistrophe melanostoma, Lectotypus, §. — 11. Kopf lateral; — 12. Kopf 
frontal; — 13. Kopf dorsal; — 14. Kopf ventral; — 15. Abdomen dorsal 
(anderes Individuum mit fast identischem Muster, Maisch 27. 5. 92, coli. DD; 
Abdomen des Lectotypus sehr stark deformiert). — Maßstriche: 1 mm. 



3.2. Epistrophe ocbrostoma (Zetterstedt, 1849) 
Scaeva ocbrostoma Zetterstedt, 1849: 3133. 

Der Lectotypus wurde von uns untersucht. Er befindet sich in der Sammlung des Museum 
of Zoology and Entomology der Universität Lund. Originalbeschreibung und Lectotypus von 
E. ocbrostoma stimmen mit dem Gebrauch dieses Namens in den Bestimmungsschlüsseln von 
van der Goot (1981) und Verlinden (1991) überein (Abb. 21-25). Dagegen bezieht 



DOCZKAL & SCHMID, NEUE EPISTROPHE-ARTEN 9 

Speight (1988) den Namen auf Epistrophe flava n. sp., wie schon beispielsweise Sack 
(1928-1932) und Seguy (1961). 

Der Lectotypus von Epistrophe ochrostoma trägt folgende Etiketten: (1) kleines schwarzes 
Quadrat, (2) S. ochrostoma n. sp. $ (nitidicollis Ins. läpp.) Lyksele [handschriftlich], (3) 1981, 
419, (4) Lectotype, J. A. W. Lucas, 5. 3. 1984, (5) 1993, 358. 

Weiteres Material 

lCf Baden-Württemberg, Knielingen, 28. 4. 1978 (KK); - 2cT Berlin Finkenkrug, 14. 4. 
1918 (ZMHB); - 1$ Bayern, Dachau, 25. 4. 1913 (SMNS); - 1$ Nimptsch, Schles., 5. 5. 
1909 (ZMHB); - 1$ Baden-Württemberg, Maisch, 18. 4. 1988 (DD). 

Diagnose (Abb. 16-27) 

Kopf: Gesicht sehr breit (cT: 0,55; $: 0,52-0,54 der Kopfbreite) (Abb. 17, 22), 
Cf mit großem vorderem Augenwinkel (104° — 110°) und breitem Ocellenhöcker 
(L:B = 1,35-1,46) (Abb. 18), $ mit oben breit getrennten Augen (bei den Hinter- 
ocellen 0,26-0,29 der Kopfbreite) (Abb. 27). Occiput beim cf an der engsten Stelle 
sehr schmal (0,05 — 0,06 mm) (Abb. 18). Gesicht nur an den Augenrändern bestäubt, 
überwiegend unbestäubt und glänzend. Behaarung des Gesichts und der Genae teil- 
weise schwarz (wenigstens einzelne Haare). Clypeus sehr schmal (0,15 — 0,19 mm), 
ganz unbestäubt oder am vorderen Ende kleinflächig bestäubt (Abb. 66). Mundöff- 
nung schmal (L:B = 1,7—2,0). Abstand zwischen Mundrand und Augen groß (0,6 — 
0,7 mm) (Abb. 24). Mundrand bei mitteleuropäischen Tieren gelb, aber Genae 
zuweilen teilweise verdunkelt. Stirn oberhalb Lunula gelb, beim cf ungefähr die 
obere Hälfte schwarz (Grenze unscharf), beim $ mit charakteristischer scharfer 
Grenze zur Schwarzfärbung. Stirn beim cf mit Ausnahme zweier Flecken oberhalb 
der Lunula-Seitenarme ganz silbergrau bestäubt. Beim 9 trägt die Depression große 
Seitenflecken. Oberhalb der Depression und in der Stirnmitte (mit Ausnahme eines 
schmalen Mittelstreifens) ist die Stirn aber unbestäubt oder es ist nur ein schmaler 
Streifen am Rand des Ocellenhöckers bestäubt (Abb. 27). Fühler gelbrot. 

Thorax: Scutum schwach bestäubt, ± glänzend. Scutellum gelb behaart. Meta- 
sternum unbehaart. f t und f 2 an der Basis auf < l /s ihrer Länge schwach gebräunt 
oder ganz gelb. f 3 ganz gelb, schwarze Behaarung nimmt auf der Vorderseite unge- 
fähr die distale Hälfte ein. t 3 ohne Ring, Vorderseite überwiegend oder ganz schwarz 
behaart. Alle ta gelb (2.-5. Glied der ta 3 geringfügig dunkler). 

Abdomen: Gelbe Binden von T3 und T4 breit (ungefähr 0,5 — 0,6), hinten flach 
ausgeschnitten. Schwarzzeichnung von T5 nimmt beim cf < V4 der Tergit-Breite 
ein, beim 9 etwa 73- 9 /io (Abb. 19, 25-26). cf -Genital: Surstyli ähnlich E. melano- 
stoma. Distiphallus erweitert sich in Aufsicht gleichmäßig, ohne deutliche subapikale 
Einschnürung. Der ± stark geknickte distale Rand des Basiphallus bildet mit dem 
oberen Rand einen spitzen Winkel. Ventraler Fortsatz des Basiphallus lang und 
schlank, der obere Zahn deutlich kürzer und schmaler als der untere (Abb. 20). 

Bemerkung 

Ein uns vorliegendes Cf von Epistrophe terminalis (Curran, 1925) (det. J.R. Vok- 
keroth; coli. JS) ist in allen von uns als relevant erachteten Merkmalen identisch mit 
E. ochrostoma, was die Vermutung von Vockeroth (1992:86), es könne sich um ein 
Synonym dieser Art handeln, zu bestätigen scheint. 



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Abb. 16-20. Epistrophe ochrostoma (Zetterstedt), ($ (Knielingen 28. 4. 78, coli. KK). - 16. 
Kopf lateral; - 17. Kopf frontal; - 18. Kopf dorsal; - 19. Abdomen dorsal. - 
20. Aedeagus lateral. - Maßstriche: 1 mm (Abb. 16-19); 0,1 mm (Abb. 20). 



DOCZKAL & SCHMID, NEUE EPISTROPHE-ARTEN 



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Abb. 21— 25. Epistropbe ochrostoma, Lectotypus, 5 (Bestäubungsmerkmale der Stirn 
schlecht erhalten). — 21. Kopf lateral; - 22. Kopf frontal; - 23. Kopf dorsal; 
— 24. Kopf ventral; — 25. Abdomen dorsal (nach Tergit 2 abgeknickt). — 
Maßstriche: 1 mm. 



3.3. „Syrpbus" melanostomoides var. obscuripes Strobl, 1910 

Strobl (1910:99) beschrieb eine „auffallend dunkelbeinige var. obscuripes" seines Syrpbus 
melanostomoides ( = Epistropbe melanostoma, siehe 3.1.) mit den Worten: „Beim normalen C? 
sind die Beine (mit Ausschluß der Hüften) durchaus rotgelb; bei diesem cf aber ist das Basal- 
drittel der vorderen und die Basalhälfte der Hinterschenkel schwarz; die Hinterschienen 



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Abb. 26-27. Epistrophe ocbrostoma, $ (Maisch 18. 4. 88, coli. DD). - 26. Abdomen dorsal; 
— 27. Kopf dorsal (typische Bestäubungsmerkmale). — Maßstriche: 1 mm. 



besitzen ein braunes Mittelbändchen und die 4 letzten Tarsenglieder aller Beine sind ganz oder 
größtenteils dunkel." 

Syrphus melanostomoides forma obscuripes Strobl ist lediglich im unveröffentlichten Cata- 
logus Dipterorum Collectionis Strobl. Pars I, p.98 aufgeführt (Morge 1976). Dagegen fehlt 
sie im Dipteren- Verzeichnis der „Hauptsammlung" Strobls (Morge 1978) ebenso wie im 
Katalog der STROBLschen „Typensammlung" (Morge 1974, 1984). In der Sammlung Strobl 
in Admont war weder in der Typen- noch in der Nachtragssammlung ein Exemplar von 
obscuripes auffindbar (Grasser in litt.). 

Die Merkmalskombination „ähnlich melanostoma", „Beine mit ausgedehnten 
dunklen Bereichen" sowie das „braune Mittelbändchen" der Hintertibien trifft auf 
die C? der hier beschriebenen Arten E. cryptica sp.n. und E. similis sp.n. zu. Dagegen 
sind bei beiden Arten die 4 letzten Tarsenglieder nicht „ganz oder größtenteils 
dunkel". Die taj und ta 2 sind nur schwach verdunkelt (nur der Holotypus von E. 
cryptica hat stark verdunkelte taj, und das letzte Tarsenglied ist von der gleichen 
Farbe oder noch heller als die Tibien (nur bei lcf und 2^ von E. similis basal x /a ver- 
dunkelt). Bei E. cryptica ist auch das 1. Tarsenglied verdunkelt. 

Der Name obscuripes Strobl läßt sich daher nicht auf eine bekannte Art der Gat- 
tung Epistrophe beziehen, zumal die habituell am stärksten ins Auge fallenden 
Unterschiede der hier neu beschriebenen Arten zu E. melanostoma, nämlich die 
schmalen Tergit-Binden und bei E. similis die Größe, in der Beschreibung von obscu- 
ripes Strobl nicht erwähnt sind. 

Unserer Ansicht nach ist das Taxon obscuripes Strobl ohne Untersuchung des 
Typus nicht sicher zu deuten; der Typus scheint verschollen zu sein. Die Festlegung 
eines Neotypus von obscuripes für eine der unten neu beschriebenen Arten ist nicht 
möglich, weil die Beschreibung einen Widerspruch zu den vorliegenden Arten ent- 
hält [cf. Artikel 75d (4) des ICZN]. Wir betrachten den Namen obscuripes Strobl, der 
seit seiner Beschreibung nicht mehr in Gebrauch ist, als nomen dubium. 



DOCZKAL & SCHMID, NEUE EPISTROPHE- ARTEN 13 

3.4. Parasyrpbus punctulatus (Verrall, 1873) 

= Syrphus montincola Becker, 1921: 51, syn.nov. 

= Epistropbe monticola (Becker, 1921) [falsche Schreibweise bei Sack (1928-32), Szilädy 

(1940) und Peck (1988)]. 
= Epistropbe punctulata v. monticola Becker: Szilädy (1940). 

Die von Sack (1928 — 1932) für Österreich und Deutschland (Oberharz) gemeldete 
Art Syrphus montincola Becker, seit Sack (I.e.) in die Gattung Epistropbe gestellt und 
bei Peck (1988) ebenfalls dort aufgeführt, ist, wie schon Szilädy (1940) vermutete, 
ein Synonym von Parasyrpbus punctulatus (Verrall). Eines der Männchen, das 
Becker (1921) bei der Beschreibung vorlag, ist noch vorhanden. Es ist identisch mit 
Parasyrpbus punctulatus [Determination mit Goot (1981), Mutin (1990) und 
Speight (1991)] und wurde von uns als Lectotypus festgelegt. 

Es trägt folgende Etiketten: (1) Rettenegg, Styr. sept., Holz., (2) Sammlung Dr. Th. Becker 
(3) 61537.V. [handschriftlich], (4) montincola Beck [handschriftlich], (5) Parasyrpbus punctu- 
latus Verr. C? [handschriftlich] det. Doczkal 1993, (6) Typus [roter Zettel] [dieser Zettel 
wurde nachträglich angebracht!], (7) Zool. Mus. Berlin, (8) Lectotypus Syrphus montincola 
Becker, 1921 design. Doczkal & Schmid 1994. 

Über den Verbleib des zweiten von Becker (1921) erwähnten Tieres ist uns nichts 
bekannt. 

4. Beschreibung neuer Arten 

4.1. Epistropbe cryptica sp.n. 

Der Holotypus (in coli. SMNS) trägt folgende Etiketten: (1) Baden-Württemberg, 
Maisch bei Karlsruhe, Lehmgrube Heubusch, UTM MV51, 20. 4. 1989, leg. D. Doczkal (2) 
Typus Epistropbe cryptica Doczkal & Schmid 1994. 

Paratypen: lef D: TK25:6004, 1,1 km N Pfeffingen, 4. 5. 1993, F. Malec leg. (coli. 
Malec); - 1$ Bayern, Hersbruck, 3,5 km SOzS, la-Waldwiese, 23. 5. 1976, G. Röder leg. 
(coli. SMNS); - 1$ Liegnitz, 7818 [leg. Becker?], (coli. ZMHB). 

Beschreibung 

Männchen (Holotypus) 

Kopf (Abb. 28—30): Gesichtshöcker im Profil nasenförmig. Gesichtsbreite 0,50 
der Kopfbreite. Ocellenhöcker 1,8 x so lang wie breit. Gesicht gelb, bis auf die Spitze 
des Mittelhöckers weiß bestäubt. Backen ganz und Mundrand breit schwarz, vorne 
glänzend, hinter der Wangennaht stark silbrig bestäubt. Lunula glänzend braun. 
Schwarze Färbung der Stirn lateral bis zum Niveau des Antennen-Ansatzes rei- 
chend, ohne glänzende Bereiche, flächendeckend silbrig bestäubt. Ocellenhöcker 
schwarz, silbrig bestäubt. Hinterkopf schwarz, sehr stark silbrig bestäubt. Behaa- 
rung des Ocellendreiecks und der Stirn ganz schwarz, lateral etwas unter Fühler- 
niveau herabziehend. Occiput oben mit einer Reihe schwarzer Haare, Gesicht und 
Occiput ansonsten ganz weißlichgelb behaart. Occiput oben sehr schmal (ca. 
0,05 mm). Fühler orange, 1. Glied bräunlich verdunkelt, 2. und 3. Glied oben leicht 
verdunkelt, 3. Glied nahezu rund (L:H = 1,11). Arista hat dieselbe Farbe wie das 
3. Fühlerglied, doppelt so lang wie das 3. Fühlerglied. Augen fast nackt. 

Thorax: Scutum schwarz, stark bestäubt, kaum glänzend, hinter der Quernaht 
lateral gelblich aufgehellt (besonders die Postalarcalli); Behaarung ziemlich lang (ca. 
0,4 mm), abstehend, dunkelgelb, Haare gleichlang. Scutellum gelb, am Vorderrand 
schwarz, an den Seiten (im polarisierten Licht auch am ganzen Hinterrand) durch- 



14 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 507 

scheinend, so daß es im Aufblick scheint, als sei das Scutellum lateral breit schwarz. 
Von der Seite betrachtet, erscheint es jedoch gelb. Behaarung abstehend gelb, am 
Hinterrand einige schwarze Haare. Pleuren schwarz, leicht hell bestäubt, so daß sie 
nur schwach glänzen; Behaarung lang, weißlich gelb. Metasternum an der Vorder- 
kante mit einigen (4) Haaren. Beine orangegelb mit Ausnahme der im folgenden auf- 
gezählten Partien. — pj : ex und tr schwarz, f basal 74 schwarz, distale Hälfte des 
Metatarsus und 2.-4. Glied der ta stark verdunkelt, 5. Glied gelb; Behaarung gelb, 
nur distale 2 /3 der Hinterseite der f mit zahlreichen langen schwarzen, spitzenwärts 
geknieten Haaren. — p 2 :cx und tr schwarz, f basal 74 schwarz, 1.— 4. Glied der ta 
oberseits leicht verdunkelt, 5. Glied dagegen von derselben Farbe wie die t; Behaa- 
rung gelb, nur ex mit einigen schwarzen Haaren und distale 2 A der Hinterseite der f 
mit zahlreichen langen schwarzen Haaren. — p 3 : ex und tr schwarz, f basal 2 /3 
schwarz, t gebogen, mit schmalem, unscharf begrenztem dunklen Ring (76 der 
Länge), 1.— 4. Glied der ta sehr stark verdunkelt (fast schwarz), 5. Glied gelb; Behaa- 
rung gelb, ex mit einigen dunklen Haaren, gelber Teil der f auf der Vorderseite mit 
schwarzen, anliegenden Börstchen, auf der Hinterseite gelb behaart; t mit sehr 
kurzen Börstchen, die auf der Vorderseite schwarz sind, auf der Hinterseite dagegen 
gelb; ta oberseits mit schwarzen Börstchen. Calyptrae weiß, gelb bewimpert. Hal- 
teren bräunlich gelb. Flügel deutlich bräunlich getönt, Stigma stark bräunlich, vena 
spuria ebenfalls dunkler gefärbt als Flügelfläche. Ganzer Flügel (incl. Alula) mit 
Microtrichien bedeckt. Flügellänge 9 mm. 

Abdomen (Abb. 31): Tl schwarz, hell gelblich behaart. — T2 schwarz mit in der 
Mitte unterbrochener gelber Binde, die lateral breiter wird und fast die vordere Ecke 
erreicht; Seitenrand schwärzlich, nur vorne etwas aufgehellt. Behaarung abstehend 
hell, nur am Endrand in ganzer Breite schwarz behaart, in der Mitte bis zur hinteren 
Begrenzung der gelben Flecken reichend. — T3 schwarz mit gelber Binde, deren 
Vorderrand nahezu parallel zur Segmentgrenze verläuft, während der Hinterrand 
doppelt geschwungen ist. Behaarung abstehend gelb, hinter der Binde schwarz. Sei- 
tenrand sehr schmal düster rot, nur im Bereich der Binde hell. — T4 schwarz mit 
gelber Binde, die den Segment- Vorderrand in der Mitte berührt, und gelbem Hinter- 
rand. Behaarung abstehend gelb, hinter der Binde schwarz. Seitenrand schmal bräun- 
lich; Behaarung distal schwarz. — T5 schwarz mit gelben Vorderecken, Seiten- und 
Hinterrand. Behaarung in der Mitte schwarz, am Seitenrand gelb, aber Hinterecke 
schwarz. — Tergite nicht gerandet. — St 1—4 abstehend gelb behaart. — Genital 
(Abb. 32 — 36): Surstyli und Distiphallus ähnlich E. melanostoma; distaler Rand des 
Basiphallus geknickt, bildet mit dem oberen Rand einen spitzen Winkel; ventraler 
Fortsatz lang und schlank, mit 2 kräftigen Zähnen, von denen der untere deutlich 
länger und breiter ist als der obere. 

Gesamtlänge des Körpers: 11,5 mm. 

Variabilität: Das einzige weitere vorliegende ö* unterscheidet sich vom Holo- 
typus in folgenden Punkten: Gesichtsbreite 0,52. Ocellenhöcker 1,7 x so lang wie 
breit. Hinterer Rand der Mundöffnung gelb, ebenso vorne zwischen den Seiten- 
ecken. Oberhalb der Lunula beiderseits der Mittellinie mit schmalen unbestäubten 
Bereichen, wegen rauher Oberflächenskulptur aber kaum glänzend. Fühler kaum 
verdunkelt. 3. Glied L:B = 1,20. taj und ta 2 nur schwach verdunkelt; Vorderseite 
von f 3 nur im distalen 76 mit spärlichen schwarzen Börstchen, der t 3 zu etwa 3 /s mit 
schwarzen Börstchen besetzt. Seitenrand aller Tergite schmal, aber hell gelb. 



DOCZKAL & SCHMID, NEUE EPISTROPHE-ARTEN 15 

Weibchen (Paratypus, Bayern, Hersbruck, 23. 5. 1976) 

Das $ weicht vom C? in folgenden Merkmalen wesentlich ab: 
Kopf (Abb. 37-39): Mundrand überwiegend gelb, nur von den Seitenecken ver- 
läuft ein schmaler brauner Streifen zum Facialsulcus. Gena mit einem schwarzen, 
dem Auge anliegenden Fleck, der etwa 3 A der Gena-Höhe einnimmt. Die Bestäu- 
bung der Stirn in der Mitte und oberhalb der Depression dunkelbraun. Gesichts- 
breite 0,48. Augenabstand bei den hinteren Ocellen 0,225. Abstand zwischen Mund- 
rand und Auge 0,48 mm. 3. Fühlerglied L:H = 1,18. Kleinste Occiput-Breite ca. 
0,2 mm. 

Thorax: Seitenränder des Scutums breiter, deutlicher und auch Postalarcalli zum 
Teil gelb. Scutellum ohne schwarze Haare. Alle f ganz gelb (f 3 in der Mitte sehr 
schwach braun gewölkt). t 3 ohne deutlichen Ring. ta t und ta 2 kaum verdunkelt. f t 
und f 2 nur mit einzelnen schwarzen Haaren. Vorderseite von f 3 im distalen Vs mit 
spärlichen schwarzen Börstchen. t 3 außen zu etwa 3 A mit schwarzen Börstchen 
besetzt. 

Abdomen (Abb. 39): Seitenränder aller Tergite schmal hell gelb. T5 mit vollstän- 
diger Binde. T6 - T8 mit schmalem gelbem Endrand und gelben Seitenrändern, 
sonst schwarz, an den Seitenrändern gelb, sonst schwarz behaart, die Haare ab- 
stehend. 

Variabilität: Das einzige weitere vorliegende 9 unterscheidet sich in folgenden 
Punkten: 3. Fühlerglied L:H = 1,24. Dunkle Flecken am Facialsulcus und auf den 
Genae reduziert, erreichen den Mundrand nicht, dieser daher ganz gelb. t 3 nur zu 
etwa Vs mit schwarzen Börstchen besetzt. 



Diagnose 

Gesicht mäßig breit. Clypeus sehr breit (Abb. 69). Fühler rotgelb. Stirn ganz 
schwarz, (fast) vollständig bestäubt. Scutum kräftig bestäubt, schwach glänzend. f 3 
beim C? zu > x l% allseits schwarz. Bei beiden Geschlechtern Vorderseite von f 3 zu 
> 2 h gelb behaart. Flügel ganz mit Microtrichien bedeckt. Tergit-Binden schmal. T5 . 
mit sehr breiter schwarzer Binde. Unterscheidet sich außerdem von der sehr ähn- 
lichen E. similis durch die rotbraune Arista, die höheren Genae, die — wie das 
Gesicht - keine schwarzen Haare tragen, das cf durch etwas größeren Augenwinkel 
und die Form der Surstyli, des Basi- und Distiphallus, das $ durch die schwarze 
Behaarung von T8. 

4.2. Epistrophe flava sp.n. 

= Epistrophe melanostomoides: van der Goot (1981); Verlinden (1991). 

= Epistrophe ochrostoma: Sack (1928-1932); Seguy (1961);? Hippa (1968); Speight (1988). 

In den Bestimmungsschlüsseln von van der Goot (1981) und Verlinden (1991) wird mit 
dem Namen melanostomoides Strobl eine große Epistrophe-hn mit ganz gelbem Mundrand 
bezeichnet. Eine fotografische Abbildung findet sich bei Kormann (1988). Die weite Verbrei- 
tung dieser Schlüssel hat dazu geführt, daß der Name in der faunistischen Literatur der letzten 
Jahre in diesem Sinne verwendet wurde, ungeachtet dessen, daß zum Beispiel Hippa (1968) 
den Namen auf eine andere Art bezieht. Da der Typus von Syrphus melanostomoides Strobl 
ein Exemplar von Epistrophe melanostoma (Zetterstedt) ist (cf. 3.1.) und für melanostomoides 
auct. kein jüngeres Synonym existiert, wird hier ein neuer Name eingeführt, der Bezug nimmt 
auf die ausgedehnt gelbe Färbung von Gesicht, Thorax und Abdomen. 



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Abb. 28 — 31. Epistrophe cryptica sp. n., Holotypus, cf. — 28. Kopf lateral; — 29. Kopf 
frontal; — 30. Kopf dorsal; — 31. Abdomen dorsal. — Maßstriche: 1 mm. 



Der Holotypus (in coli. SMNS) trägt folgende Etiketten: (1) ö\ Baden-Württemberg, 
Mössingen, NSG Filsenberg, UTM NU 06, 750-805 m, leg. D. Doczkal; (2) Typus Epi- 
strophe flava Doczkal und Schmid 1994. 

Paratypen: Baden-Württemberg: 1$ Altenheim 24. 5. 88 (leg. DD, coli. SMNS); - 2$ 
Baden-Baden 20. 5. 92 (DD); - lcf Berghausen 17. 5. 75 (CC), lcf 18. 5. 75 (KK); - 1? 
Bühl-Oberbruch 31. 5. 92 (DD); - lcf Cröffelbach 13. 5. 92 (DD); - 1$ Entringen 24. 6. 81 
(US); - 1$ Ettlingen-Bruchhausen 10. 5. 93 (DD); - lcf Ettlingen-Oberweier 12. 5. 93 
(DD), 1$ 30. 6. 88 (DD); - 1? Feldberg 24. 5. 92 (MH); - lcf Feuerbacher Hörn 7. 5. 16 
(SMNS); - 2cf Freiburg 30. 4. 92 (JS), lcf 12. 5. 92 QS), lcf 29. 6. 91 (JS), lcf 8. 5. 92 (MH), 
1? 1. 6. 91 (JS), 1$ 12. 6. 90 QS), 2$ 28. 5. 92 (JS); - 1$ Gaggenau-Oberweier 18. 5. 92 
(DD); - 2cf, 1? Gaggenau-Sulzbach 28. 5. 89 (DD); - 1? Gmünd 25. 5. 13 (SMNS); - 1$ 
Graben-Neudorf 11. 5. 93 (DD); - 2cf Häfnerhaslach 13. 5. 92 (US), 1$ 19. 5. 92 (US), 1$ 
17. 5. 93 (SE); - 2cf Haueneberstein 12. 5. 92 (DD), 1$ 6. 6. 93 (DD); - 1$ Ittersbach 21. 5. 
92 (DD); - 1$ Jöhlingen 16. 5. 85 (KK); - 2$ Kaiserstuhl Hessental 27. 5. 92 QS); - 1$ 
Kappel3.5.90(DD);- 1$ Löffingen 5. 6. 93 QS); - lcf Maisch 24. 5. 85 (DD), 1$ 20. 5. 86 
(DD), 1$ 19. 5. 92 (DD); - 1$ Markgröningen 28. 5. 89 (SMNS); - 1$ Michelbach 13. 5. 92 
(DD); - lcf Münklingen 11. 5. 90 (DD); - 2$ Mooswald Hochdorf 24. 5. 91 QS); - 1$ 
Muggensturm 19. 5. 85 (DD); - 1$ Oberried 24. 5. 92 (MH); - lcf Rastatt 9. 5. 93 (DD); - 
1$ Schurwald 6. 6. 15 (SMNS); - 1$ Stuttgart 18. 5. 92 (US); - 1$ Tübingen 25. 5. 82 (US), 



DOCZKAL & SCHMID, NEUE EPISTROPHE-ARTEN 



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Abb. 32—36. Epistrophe cryptica sp. n., C? — 32. Genitalapparat lateral, Hypandrium und 
Parameren stark punktiert, Aedeagus schwach punktiert (Holotypus); — 33. 
Aedeagus lateral; — 34. Distiphallus in Aufsicht; — 35. Genitalapparat lateral, 
Distiphallus fehlt (Paratypus, Pfeffingen 4. 5. 93, coli. Malec); - 36. Aedea- 
gus lateral (Pfeffingen 4. 5. 93). - Maßstriche: 0,1 mm. 



1$ 6. 6. 82 (US), 1? 28. 5. 83 (US), 1$ 18. 5. 93 (DD); - 1$ Völkersbach 29. 5. 91 (DD); - 
2cf Werbach 14. 5. 90 (DD); - 1$ Zastler Tal 24. 5. 92 (JS). 

Bayern: 1? Alfeld 21. 5. 92 (RÖ); - lcf Fürnried 19. 6. 85 (RÖ); - lcf Gersberg 12. 5. 93 
(RÖ); - 2$ Hersbruck 15. 6. 78 und 30. 6. 93 (RÖ); - 3cf Hersbruck Engelthal 7. 5., 8. 5. 



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Abb. 37-40. Epistrophe cryptica sp.n.; Paratypus, $ (Hersbruck 23. 5. 76, SMNS). - 37. 
Kopf lateral; — 38. Kopf frontal; — 39. Kopf dorsal; — 40. Abdomen dorsal. — 
Maßstriche: 1 mm. 



und 10. 5. 93 (RÖ), 1$ 10. 5. 93 (RÖ); - 1$ Oberkrumbach 12. 6. 76 (RÖ); - lcf Steibis 16. 

5. 89 (US), lcf Steibis 1350 m 30. 5. 93 (US). 

Hessen: 1$ Altenhain 22. 5. 93 (LÖ); - 1$ Marburg 19. 5. 90 (GG); - 1$ Mücke-Merlau 25. 

5. 90 (LÖ); - 1$ Mücke-Wettsaasen 26. 5. 87 (LÖ); - lcf Mus b. Fulda 17. 5. 92 (LÖ); - 

1$ Schotten 14. 5. 92 (LÖ). 

Rheinland-Pfalz: lcf Bad Dürkheim 1986 (MH). 

Nordrhein-Westfalen: lcf Siebengebirge 28. 6. 61 (SMNS). 

Schleswig-Holstein: lcf Dosenmoor 30. 6. 86 (CC). 

Weiteres untersuchtes Material: Deutschland: 1$ Büschelberg 4. 5. 90 (MH); - 1$ Mühl- 
hausen/Enz 18. 5. 92 (leg. SE, coli. DD); - lcf Niefern 10. 5. 92 (leg. SE, coli. DD). - 
Österreich: 1$ Zell am See 760m 19. 5. 92 (LÖ). - Frankreich: 1$ Pyrenäen Py- 
Mantet 1600 m 9. 7. 93 (MH). - Italien: 2$ Vinschgau Bormio 26. 6. 92 (JS). 



DOCZKAL & SCHMID, NEUE EPISTROPHE-ARTEN 19 

Beschreibung 

Männchen (Holotypus) 

Kopf (Abb. 41—43): Gesichtshöcker im Profil nasenförmig. Gesichtsbreite 0,50 
der Kopfbreite. Ocellenhöcker etwa 2X so lang wie breit. Gesicht und Genae voll- 
kommen gelb, leicht silbrig bestäubt mit Ausnahme des gesamten Mittelhöckers. 
Lunula glänzend orange. Stirn oberhalb Lunula gelb, die oberen 2 /3 schwarz, lateral 
nach unten unscharf begrenzt, in der Mitte zieht ein schmaler schwarzer Streifen bis 
zur Lunula herab. Stirn oberhalb Lunula glänzend, die oberen 3 /s stark gelblich 
bestäubt, Schwarzfärbung der Cuticula ± verdeckend. Ocellenhöcker schwarz, 
schwach bestäubt. Gesichtsbehaarung gelb. Lange schwarze Behaarung der Stirn 
lateral bis unter die Antennenbasis herunterreichend. Ocellenhöcker schwarz 
behaart. Occiput oben ziemlich schmal (0,09 mm), im Scheitelbereich sowie am 
Augenhinterrand bis fast zum unteren Augenrand schwarz mit sehr starker silbriger 
Bestäubung. Behaarung oben gelblich, seitlich weiß, am oberen Augenhinterrand 
noch einige lange schwarze zwischen den gelben Haaren. Fühler orange, 3. Glied 
dorsal ganz leicht verdunkelt, leicht weiß bestäubt, länglich (L:H = 1,3). Die dun- 
kelbraune Arista etwas mehr als lV2mal so lang wie 3. Fühlerglied, fast nackt. Augen 
fast nackt. 

Thorax: Scutum metallischgrün, lateral gelb aufgehellt (auch vor der Quernaht, 
hinter der Quernaht aber stärker), durch leichte Bestäubung nur matt glänzend. 
Bestäubung im vorderen Drittel streifig. Behaarung ziemlich lang (ca. 0,4 mm), 
abstehend, gelborange, Haare gleichlang. Scutellum gelb, gelb behaart (am Hinter- 
rand 6 schwarze Haare). Pleuren schwarz, silbrig bestäubt und kaum glänzend, lang 
gelb behaart (in gattungstypischer Anordnung), Katepimeron gelblich aufgehellt. 
Metasternum lang behaart. Beine: p x orangegelb bis auf gelblichbraune ex, schwarze 
tr und basal l U schwarze f. Behaarung gelb, nur distale 2 A der f auf der Hinterseite 
mit zahlreichen langen schwarzen, spitzenwärts geknieten Haaren. — p 2 orangegelb 
bis auf ex, tr und basales Vö der f (schwarz). Behaarung der ex gelb, der f wie auf i x . — 
p 3 orangegelb, ex und tr schwarz, ta oberseits stark verdunkelt (vor allem 1. — 3. 
Glied); ex und tr mit schwarzem Haarbüschel, lange Haare der f alle gelb, distale 2 /i 
der f außen/oben schwarz beborstet, t außen, oben und auf den proximalen Vs der 
Hinterseite sowie ta oben schwarz beborstet. Calyptrae gelblichweiß, gelblich 
bewimpert. Halteren gelb, Knopf etwas verdunkelt. Flügel leicht getönt, Stigma 
bräunlich, ganzer Flügel (incl. Alula) mit Microtrichien bedeckt. Flügellänge: 
10,5 mm. 

Abdomen (Abb. 44): Tl schwarz, seitlich vorne und am gesamten Seitenrand 
gelb. Behaarung gelb. — T2 schwarz mit gelber, in zwei lange liegende Dreiecke aul- 
gelöster Binde, die sich lateral stark erweitert, Seitenrand gelb. Behaarung gelb, 
hinter den gelben Dreiecken (auch auf dem Seitenrand) schwarz. — T3 schwarz mit 
breiter, doppelt geschwungener gelber Binde, Seitenrand gelb. Behaarung folgt weit- 
gehend Grundfarbe, hintere Hälfte des Seitenrandes schwarz behaart. — T4 gelb mit 
einer schwarzen Binde mit nach vorne gerichteter Spitze in der distalen Hälfte, Sei- 
tenrand gelb. Behaarung der Vorderhälfte gelb, der Hinterhälfte schwarz, geneigt. — 
T5 gelb. Behaarung vorne gelb, hinten schwarz, abstehend. — St 1—4 gelb, abstehend 
gelb behaart. — Distale Hälfte von T3 und gesamtes T4 schwach gerandet. — Genital 
(Abb. 45—46): Surstyli und Distiphallus ähnlich E. melanostoma. Distaler Rand des 



20 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 507 

Basiphallus bildet mit dem oberen Rand einen ± stumpfen Winkel. Ventraler Fort- 
satz des Basiphallus kurz und breit, der untere Zahn deutlich kräftiger als der obere. 
Gesamtlänge des Körpers: 13 mm. 

Weibchen (Paratypus, Altenheim, 24. 5. 88) 

Das 9 unterscheidet sich in folgenden Merkmalen wesentlich vom C?: 

Kopf (Abb. 47—49): Gesichtsbreite 0,48 der Kopfbreite. Augenabstand bei den 
hinteren Ocellen 0,18 der Kopfbreite. Stirn oberhalb der Lunula glänzend gelb, 
weiter oben schwarz mit einem eng begrenzten glänzenden Bereich oberhalb der 
Lunula, ansonsten stark silbrig bestäubt, median etwas dunkler als lateral. Stirn ober- 
halb der Depression ganz dunkelbraun bestäubt. Occiput breiter (0,28 mm), ohne 
schwarze Haare am oberen Augenhinterrand. 3. Fühlerglied dorsal deutlich verdun- 
kelt, länglich (L:H = 1,36). 

Thorax: Scutum stärker bestäubt, kaum glänzend, Bestäubung auf der Vorder- 
hälfte deutlich streifig, laterale Aufhellung sehr breit und intensiv. Pleuren sehr stark 
bestäubt, etwas stärker glänzt nur der ventrale Bereich des Katepisternums und das 
Meron. Eine gelbe Grundfarbe haben folgende Bereiche: vorderster Teil des Katepi- 
sternums, Katatergit und Katepimeron. Durch starke Bestäubung gelb erscheinen 
folgende Bereiche: dorsaler Teil des Katepisternums, Anepisternum (beide Teile) 
und Anepimeron. Beine: p t : ex gelb, tr bräunlich, f orangegelb. Behaarung voll- 
ständig gelb. — p 2 orangegelb, nur ex und tr bräunlich. Behaarung vollständig gelb. — 
p 3 : ex und tr gelb, ta vor allem oberseits stark verdunkelt, ex gelb behaart, distale 
Hälfte der f und ganze t außen schwarz beborstet, ebenso Oberseite der ta. Rest der 
Behaarung gelb. Flügel klar, br vorn und r 2+3 zwischen den Gabelungen von Rj und 
R 2+3 bzw. R 2+3 und R 4+5 teilweise nackt. Flügellänge: 12 mm. 

Abdomen (Abb. 50): Behaarung kürzer als beim ö". — Tl mit ausgedehnteren 
gelben Seitenflecken. — T2 mit sehr großen, charakteristisch trapezförmigen 
Flecken, die zu etwa 2 h dem Vorderrand des Tergits anliegen. — T3 mit breiter 
gelber Binde, die am Segment-Vorderrand beginnt und hinten geschwungen ist. — 
T4 mit schmalerer schwarzer Binde. — T5 dorsal mit sehr kleinem schwarzem Fleck. 
— Stl — 4 lang gelb behaart, distale Hälfte des St3 und St4 mit kurzen, schräg- 
stehenden schwarzen Härchen. Distale Hälfte von T3 und gesamtes T4 schwach ge- 
randet. 

Gesamtlänge des Körpers: 14 mm. 

Variabilität: Die Schwarzfärbung der oberen Stirn zieht bei den meisten Tieren 
median in einem schmalen Streifen bis zur Lunula herab; dieser Streifen fehlt einigen 
Tieren. Die Bestäubung der Stirn beim cf kann den gesamten schwarz gefärbten 
Bereich überdecken, so daß nur der mediane Streifen hinter der Lunula schwarz 
glänzt, oder einen ± schmalen, schwarz glänzenden Streifen am Vorderrand frei- 
lassen. Scutellum beim 9 bei f ast allen Tieren ganz gelb behaart, bei den C? oft mit 
einigen schwarzen Haaren am Hinterrand, max. sind ca. 20% der Haare schwarz. 
Oberseite der ta 3 braun bis schwarz (die letzten beiden Glieder oft heller), bei zwei 
Tieren nur wenig dunkler als t 3 . Beim 9 Behaarung von i x und f 2 meist ganz gelb, oft 
auf der Hinterseite mit einigen schwarzen Haaren, die schwarzen Borsten auf der 
Vorderseite von f 3 manchmal auf die äußerste Spitze beschränkt. Flügel vollständig 
mit Microtrichien besetzt oder (häufiger) bm in der proximalen Hälfte (nur bei 
einem Tier fast bis zur Spitze) in der Mitte (nur bei einem Tier bis M) kleinflächig 
nackt sowie br und r 2+3 zwischen den Gabelungen von Rj und R 2+3 bzw. R 4+5 nackt. 



DOCZKAL & SCHMID, NEUE EPISTROPHE-ARTEN 21 

Beim Ö* Größe und Form der Flecken auf T2 sehr variabel, beim $ ist ihr Innenrand 
bei den meisten Tieren schwach konkav. 

Diagnose 

Große Art mit ganz gelbem Mundrand, Stirn oberhalb Lunula gelb und unbe- 
stäubt, die oberen V3 der Stirn schwarz und bestäubt. Beim 9 Stirn oberhalb der 
Depression ganz dunkelbraun bestäubt. Beim O* Ocellendreieck spitz (2 — 2 x li X so 
lang wie breit). Fühler rotgelb. Scutum kräftig bestäubt. Scutellum gelb behaart oder 
am Hinterrand mit einigen schwarzen Haaren. ta 3 oben ± schwarz. f 3 außen distal zu 
V5— 2 /3 (selten weniger) und t 3 außen ganz schwarz behaart. Flügel häufig mit kleinen 
nackten Stellen in den Zellen bm, br und r 2+3 . Abdomen mit breiten Binden auf den 
Tergiten 3 und 4; Tergit 5 ganz gelb oder nur mit kleinem schwarzem Mittelfleck. 9 
mit charakteristischen Flecken auf dem 2. Tergit, die dessen Vorderrand anliegen 
und innen schwach konkav sind. 

Bemerkung 

Die Art steht vermutlich der nearktischen Epistrophe xanthostoma (Williston, 
1887) am nächsten, die wir nicht untersucht haben. Im Vergleich zu den von Vocke- 
roth (1992) für E. xanthostoma genannten Merkmalen ergeben sich folgende Unter- 
schiede: durchschnittlich größer, Metasternum immer behaart, Flügel nur kleinflä- 
chig nackt oder ganz mit Microtrichien bedeckt, i x und f 2 auf der Hinterseite meist 
mit einigen schwarzen Haaren, ta 3 auf der Oberseite verdunkelt. 



4.3. Epistrophe similis sp.n. 

= Epistrophe melanostomoides: Hippa (1968). 

Die von Hippa (1968:24) unter dem Namen Epistrophe melanostomoides (Strobl) beschrie- 
bene Art lag uns zwar nicht vor, Beschreibung und Abbildungen lassen aber kaum einen 
Zweifel daran, daß die Art mit E. similis identisch ist. 

Holotypus: cf, Bayern, Hersbruck, Umg. Engelthal, Eichenhain, g. Crat., 8. 5. 1993, G. 
Röder leg. (coli. SMNS). 

Paratypen: 2cf 6$ mit identischen Daten (coli. SMNS, DD, RÖ, US); - lcf selber 
Fundort vom 7. 5. 1993 (coli. DD); - 1$ selber Fundort vom 10. 5. 1993 (coli. DD); - 1$ 
Nord-Schwarzwald, Gaggenau-Hörden, Scheibenberg, 170-290 m, 7216NW, 25. 5. 1991 
(coli. DD); - 2$ Riesengebirge, Duda, 14607 bzw. 14608 [Sammlungs-Nr.?] (coli. ZMHB); 
- 1$ Räuden OS. I. Duda, 6.6.32 (coli. ZMHB). 

Beschreibung 

Männchen (Holotypus) 

Kopf (Abb. 51-53): Gesichtsbreite 0,47 der Kopfbreite. Ocellenhöcker 1,8 X so 
lang wie breit. Gesicht gelb, bis auf den Mittelhöcker weiß bestäubt. Genae ganz 
schwarz, Mundrand breit schwarz mit einer kleinen dreieckigen Aufhellung vor dem 
Facialsulcus, hier unbestäubt. Obere Hälfte der Lunula schwarz, untere braun. Stirn 
schwarz, nach unten mit etwas unscharfer Grenze, die von der Antennenbasis etwas 
schräg nach unten zu den Augen verläuft, dicht gelblich grau bestäubt, nur unmit- 
telbar oberhalb der Lunula beiderseits der Mittellinie mit unbestäubten Bereichen, 
die etwa l /s der Stirnlänge einnehmen. Ocellenhöcker schwarz, braun bestäubt. Hin- 
terkopf schwarz, stark silbrig bestäubt. Occiput sehr schmal (ca. 0,035 mm). Behaa- 



22 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 507 




Abb. 41-46. Epistrophe flava sp.n., Holotypus, Cf. — 41. Kopf lateral; — 42. Kopf frontal; 
— 43. Kopf dorsal; — 44. Abdomen dorsal; — 45. Genitalapparat lateral, 
Hypandrium und Parameren stark punktiert, Aedeagus schwach punktiert; — 
46. Aedeagus lateral. — Maßstriche: 1mm (Abb. 41— 44); 0,1mm 
(Abb. 45-46). 



DOCZKAL & SCHMID, NEUE EPISTROPHE-ARTEN 



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Abb. 47-50. Epistrophe flava sp.n., Paratypus, $ (Altenheim bei Kehl 24. 5. 88, SMNS). - 
47. Kopf lateral; - 48. Kopf frontal; - 49. Kopf dorsal; - 50. Abdomen 
dorsal. — Maßstriche: 1 mm. 



rung des Ocellenhöckers und der Stirn ganz schwarz. Gesicht etwa zu 2 /i schwarz 
behaart, wobei die hellen Haare überwiegend in der Umgebung des Mittelhöckers 
und oberhalb des Mundrands stehen. Genae überwiegend schwarz behaart, nur 
hinten und am Mundrand einige gelbe Haare. Occiput oben mit einer Reihe 
schwarzer Haare, Behaarung ansonsten gelb. Fühler gelbbraun, 3. Glied etwas länger 
als breit (L:H = 1,26), Arista schwarz, fast nackt, doppelt so lang wie das 3. Fühler- 
glied. Augen fast nackt. 

Thorax: Scutum schwarz, stark bestäubt (vorn mit deutlichen grauen Streifen), 
schwach grünlich glänzend, hinter der Quernaht sehr schwach aufgehellt, ebenso die 
Postalarcalli. Behaarung ziemlich lang (ca. 0,4 mm), abstehend, dunkelgelb, Haare ± 



24 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 507 

gleichlang. Scutellum gelb, an den Seiten schmal schwarz, ganz gelb behaart. Pleuren 
schwarz, leicht hell bestäubt, so daß sie nur schwach glänzen; Behaarung lang, weiß- 
lich gelb. Metasternum unbehaart. Beine: orangegelb, aber ex und tr, fj basal zu V3, f 2 
zu 2 /s, f 3 zu 2 /3 schwarz mit unscharfer Grenze zu den helleren Spitzen, t 3 in der 
Mitte mit einem unscharf begrenzten dunklen Ring, der ca. X U der t-Länge einnimmt. 
2.-4. Glied aller ta oben verdunkelt (bei ta 3 schwärzlich), bei ta 2 und ta 3 auch der 
Metatarsus distal verdunkelt. Behaarung gelb, Hinterseite von f t und f 2 in den 
distalen 2 A mit zahlreichen schwarzen Haaren. Oberkante von t 3 mit kurzen 
schwarzen Börstchen, ebenso zum Teil ta 3 . Calyptrae weiß mit gelbem Rand und 
gelben Randhaaren. Halteren gelb. Flügel vorn deutlich bräunlich getönt, Stigma 
und vena spuria braun. Ganzer Flügel (incl. Alula) mit Microtrichien bedeckt. 
Flügellänge: 10 mm. 

Abdomen (Abb. 54): Tl schwarz, seitlich mit einem Paar kleiner Flecke, abste- 
hend gelb behaart. — T2 schwarz mit einem Paar den Seitenrand erreichenden 
Flecken, vordere Vs abstehend gelb behaart, hinteres Vs schwarz behaart. — T3 und 
T4 schwarz mit schmaler gelber Binde, die maximal l /i der Tergit-Länge einnimmt 
und am Vorderrand schwach, am Hinterrand etwas stärker doppelt geschwungen ist. 
Behaarung bis zum Hinterrand der gelben Binde abstehend gelb, distal schwarz, am 
Hinterrand kurz und ± anliegend. — T4 wie T3, aber mit gelbem Hinterrand. — T5 
schwarz mit gelben Seitenflecken und gelbem Hinterrand. Behaarung auf den Seiten- 
flecken abstehend gelb, sonst schwarz, am Hinterrand kurz und ± anliegend. — Sei- 
tenränder aller Tergite gelb. Sternite 1—6 gelb behaart, ab St3 hinten zusätzlich mit 
kurzen ± anliegenden schwarzen Haaren. T3— 4 schwach gerandet. — Genital 
(Abb. 55 — 57) mit charakteristisch geformten Surstyli (Innenrand distal konkav, ihr 
Ende ± spitz); Distiphallus in Aufsicht bauchig erweitert, vor der Spitze deutlich 
eingeschnürt; distaler Rand des Basiphallus bildet mit dem Oberrand einen spitzen 
Winkel; ventraler Fortsatz des Basiphallus kurz; oberer Zahn des Basiphallus kleiner 
als der untere; Hypandrium kurz mit kurzer und breiter Lingula. 

Gesamtlänge des Körpers: 11,5 mm. 

Variabilität: Gesichtsbreite 0,47—0,48 der Kopfbreite. Ocellenhöcker 
1,6—1,8 X so lang wie breit. 3. Fühlerglied L:H = 1,25 — 1,28. Gesichtsbehaarung zu 
X U — 3 A schwarz. Unbestäubter Bereich der Stirn nimmt Vö — V4 der Stirnlänge ein. 
Rand des Scutums und Postalarcalli schwarz bis schmal hell gelb. i x bis V2, f 2 bis 3 A 
und f 3 bis 3 A schwarz. Hinterseite von i x und f 2 bis fast in ganzer Länge mit 
schwarzen Haaren. Distales Ende von f 3 oben mit einigen kurzen schwarzen Börst- 
chen, bei einem Tier auch der ventrale Rand der Behaarung der Vorderseite distal auf 
V3 der f-Länge schwarz behaart (die kurzen Haare der Vorderseite ansonsten aber 
gelb). Vorderseite der t 3 bis zu 20% mit schwarzen Börstchen besetzt. Gesamtlänge 
10 - 12 mm, Flügel 8,5 - 10,5 mm. 

Weibchen (Paratypus, Gaggenau, 25. 5. 1991) 

Das 9 unterscheidet sich vom C? in folgenden Merkmalen wesentlich: 
Kopf (Abb. 58—60): Gesichtsbreite 0,44 der Kopfbreite. Augenabstand bei den 
hinteren Ocellen 0,22 der Kopfbreite. Stirn (mit Ausnahme eines halbmondförmigen 
unbestäubten Bereichs oberhalb der Lunula) kräftig bestäubt, an den Seiten silbrig, 
in der Mitte braun, oberhalb der Depression schwächer bestäubt, dunkelbraun. 
Gesicht und Genae nur mit wenigen schwarzen Haaren. Occiput breiter (ca. 
0,2 mm). 3. Fühlerglied geringfügig kürzer (L:H = 1,17). 



DOCZKAL & SCHMID, NEUE EPISTROPHE-ARTEN 25 

Thorax: Beine: p 3 : f basal auf der Unterseite zu 3 A schwarz, in der distalen Hälfte 
der Verdunkelung ist die Schwarzfärbung zu einem kompletten Ring verbreitert, 
davor die Vorder-, Ober- und Hinterseite aber braun. Flügellänge 1 1 mm. 

Abdomen (Abb. 61): Gelbe Binden schmal, maximal 0,44 der Tergit-Länge. - 
T6— T7 gelb mit zwei schwach verdunkelten basalen Seitenflecken, T8 gelb. T6 ganz 
schwarz behaart, T7 überwiegend schwarz behaart mit einigen gelben Haaren, T8 
ganz gelb behaart. Die schwarze Behaarung der Endränder von T6 und T7 besteht 
aus aufrechten langen und ± niedergedrückten sehr kurzen Haaren. 

Gesamtlänge des Körpers: 13 mm. 

Variabilität (gilt für alle untersuchten $): Gesichtsbreite 0,430 — 0,465. Augen- 
abstand bei den hinteren Ocellen 0,205 - 0,230. Clypeus-Breite 0,31 — 0,36 mm. 
Abstand zwischen Mundöffnung und Augenrand 0,34 — 0,48 mm. Gesicht ohne 
schwarze Haare oder bis zu etwa V3 schwarz behaart. 3. Fühlerglied bei einzelnen 
Tieren mit Oberecke. Schwarzfärbung der f-Basen oft stark reduziert, alle Tiere 
haben jedoch auf der Unterseite der f 3 zumindest einen diffusen braunen Fleck. t 3 mit 
oder ohne dunklen Ring. Gesamtlänge (10) 12 — 13,5 mm. 

Diagnose 

Gesicht schmal. Clypeus sehr breit (Abb. 68). Fühler rotgelb. Stirn ganz schwarz, 
oberhalb der Lunula mit unbestäubtem Bereich. Scutum kräftig bestäubt, schwach 
glänzend. f 3 beim C? basal zu > l li allseits schwarz. Bei beiden Geschlechtern Vor- 
derseite von f 3 und t 3 (fast) ganz gelb behaart. t 3 oft mit schwarzem Ring. Flügel ganz 
mit Microtrichien bedeckt. Tergit-Binden schmal. T5 mit sehr breiter schwarzer 
Binde. Unterscheidet sich außerdem von der sehr ähnlichen E. cryptica durch die 
schwarze Arista, die schwarze Behaarung der Genae und meist auch des Gesichts, 
den kleineren Abstand zwischen Mundrand und Augen, das ö" außerdem durch den 
etwas kleineren Augenwinkel und die Form der Surstyli, des Basi- und Distiphallus, 
das $ durch die ganz gelbe Behaarung von T8. 



5. Bestimmungsschlüssel für die deutschen Arten der Gattung Epistrophe 2 ^ 

5.1. Allgemeines 

Aufgrund der zum Teil beträchtlichen intraspezifischen Variabilität der meisten 
taxonomischen Merkmale kann es vorkommen, daß bei einem Exemplar nicht alle 
genannten Merkmale zutreffen. Durch Berücksichtigung aller Merkmale sollte eine 
sichere Determination auch in diesen Fällen möglich sein. Besonders variabel sind E. 
eligans, die aber anhand der charakteristischen Hinterleibszeichnung immer ein- 
deutig zu determinieren ist sowie E. melanostoma. Von E. cryptica sp.n., E. ochro- 
stoma und E. similis sp.n. stand nur wenig Material zur Verfügung. Bei diesen Arten 
ist wahrscheinlich die Variationsbreite noch nicht ganz bekannt. 



2 ) Die von Schnurbusch (1951; zitiert aus Röder 1980) angeblich gefundene E. annulitarsis 
(Stackeiberg, 1918) beruht wahrscheinlich auf einer Fehlbestimmung, jedenfalls wurde die 
Art bisher sonst nicht gemeldet und bei unseren Untersuchungen lagen uns keine Exem- 
plare aus Mitteleuropa vor. 



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STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 507 




Abb. 51-54. Epistropbe similis sp.n., Holotypus, cf. - 51. Kopf lateral; - 52. Kopf frontal; 
- 53. Kopf dorsal; - 54. Abdomen dorsal. - Maßstriche: 1 mm. 



Die metrischen Angaben und die Proportionen - die nur für trocken präpariertes 
Material gültig sind - weichen bei Zwergexemplaren in der Regel deutlich von 
normal großen Tieren ab. 

Der Schlüssel wurde unter Verwendung von Tieren aus Mitteleuropa erstellt. Bei 
Tieren anderer Herkunft können vor allem die Färbungsmerkmale abweichen. 

5.2. Bestimmungsschlüssel 

1 Oberer und unterer Haarfleck des Katepisternums hinten breit getrennt. Abdomen 
schmal. T3 und T4 mit breit getrennten (selten vorn schmal verbundenen), schrägen 
Flecken, die länger sind als die von T2, oft (beim cf fast immer) zusätzlich an den 
Seitenecken von T2-T4 kleine rotgelbe Flecken. T5 ausgedehnt rotgelb gezeichnet . . 
Epistrophella euchroma (Kow.) 3 ' 



3 ) Vockeroth (1969, 1992) stellt Epistrophella als Subgenus zu Epistropbe. 



DOCZKAL & SCHMID, NEUE EPISTROPHE-ARTEN 



27 




Abb. 55 — 57. Epistrophe similis sp.n., ö". — 55. Genitalapparat lateral (Paratypus, Hersbruck 
Engelthal 8. 5. 93, coli. US); — 56. Genitalapparat in Aufsicht; — 57. Aedeagus 
lateral (Paratypus, Hersbruck Engelthal 7. 5. 93, coli. DD). — Maßstriche: 
0,1 mm. 



Oberer und unterer Haarfleck des Katepisternums hinten verbunden. Abdomen breit 
(Abb. 3). T3 und T4 entweder mit vollständigen Binden oder mit kurzen Flecken, wenn 
mit Flecken, liegen diese parallel zum Vorderrand der Tergite und T5 ist (fast) ganz 
schwarz. Keine zusätzlichen Flecken an den Seitenecken von T2— T4 {Epistrophe s.S.). 2 

Fühler ganz oder überwiegend schwarz. Scutum stark bestäubt (ähnlich Syrphus spp.) 
Stirn teilweise (oder ganz) gelb behaart. Alle langen Haare auf der Hinterseite von f j und 

f 2 gelb 3 

Fühler gelbrot, oben ± verdunkelt. Im Zweifelsfall Scutum nicht oder nur schwach 
bestäubt und glänzend oder Stirn ganz schwarz behaart (selten mit einzelnen gelben 
Haaren) oder i x und f 2 auf der Hinterseite mit einzelnen bis vielen langen schwarzen 
Haaren 5 



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STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 507 




Abb. 58 — 61. Epistropbe similis sp.n., Paratypus, $ (Gaggenau-Hörden 25. 5. 91, coli. DD). 
— 58. Kopf lateral; - 59. Kopf frontal; - 60. Kopf dorsal; — 61. Abdomen 
dorsal. — Maßstriche: 1 mm. 



Mundrand teilweise schwarz. p 3 ganz gelb behaart, bm zum Teil nackt. Die in der Mitte 
unterbrochenen Binden von T3 und T4 sind dicht weiß bestäubt, die gelbe oder rote 
Zeichnung nur schwach durchschimmernd, zuweilen ganz fehlend. T5 schwarz. Seiten- 
rand von T3— T8 (fast) ganz schwarz. Die abstehenden Haare auf der Mitte von T4 etwa 

2— 2Vi X so lang wie der Durchmesser von t 3 E. leiophthalma (Schin. et Egg.) 

Mundrand ganz gelb. p 3 : Vorderseite der f distal > 1 /z, Vorderseite der t und Oberseite 
der ta schwarz behaart, bm ganz mit Microtrichien bedeckt. Die stets vollständigen Ter- 
git-Binden nicht durch Bestäubung verdeckt (Bestäubung ist zwar vorhanden, aber 
unauffällig). T5 größtenteils oder ganz gelb. Seitenrand aller Tergite schmal gelb. Die 
abstehenden Haare auf der Mitte von T4 etwa 1 — IV2 X so lang wie der Durchmesser 
vont 3 4 

Stirn oberhalb Lunula schwarz, zu > 2 /i schwarz behaart. Scutellum am Hinterrand 
schwarz behaart. Metasternum behaart. Posteromediane Ecke der cx 3 behaart. Zumin- 



DOCZKAL & SCHMID, NEUE EPISTROPHE-ARTEN 29 

dest die Basen (ca. Vs— 2 /s) von { x und f 2 , meist auch von f 3 schwarz. cx 3 und tr 3 schwarz 
behaart. Binden von T3 und T4 über die ganze Tergit-Breite gleich breit, in der Mitte 
hinten kaum eingekerbt (oder mit einer kurzen nach hinten gerichteten Spitze) und in 
ganzer Breite den Seitenrand erreichend. $ : Augenabstand bei den hinteren Ocellen 
0,18 der Kopfbreite; T5 mit einer schwarzen Binde, die > 2 /i der Tergit-Breite ein- 
nimmt E. grossulariae (Meig.) 

Stirn oberhalb Lunula gelb, zu < Vi schwarz (oft ganz gelb) behaart. Scutellum ohne 
schwarze Haare. Metasternum unbehaart. Posteromediane Ecke der cx 3 unbehaart. 
Beine mit Ausnahme der Oberseite der ta 3 ganz gelb. cx 3 und tr 3 gelb behaart. Hinterer 
Rand der Binden auf T3 und T4 geschwungen, in der Mitte tief eingekerbt, die Binden 
am Seitenrand stark verschmälert. 9 : Augenabstand bei den hinteren Ocellen 0,24 der 
Kopfbreite; T5 ganz gelb E. diaphana (Zett.) 

bm und/oder br teilweise nackt 6 

bm und br ganz mit Microtrichien bedeckt 8 

Scutum kräftig bestäubt, dadurch matt. Metasternum behaart (meist > 10 Haare). 
Binden von T3 und T4 nehmen beim cf ^ 0,7, beim $ > 0,6 der Tergit-Länge ein. T5 
ganz gelb oder mit kleinem schwarzen Mittelfleck, der < Vs der Tergit-Breite einnimmt. 

$: Stirn in und oberhalb der Depression vollständig bestäubt E. flava sp.n. 

Scutum auf den vorderen 2 /i (fast) unbestäubt und stark glänzend, vor dem Scutellum 
schwach, aber deutlich bestäubt. Metasternum unbehaart oder mit einzelnen Haaren 
(bis 6). Binden von T3 und T4 nehmen bei den cf ^ 0,6, bei den $ < 0,5 der Tergit- 
Länge ein. T5 mit einer schwarzen Binde, die > V2 der Tergit-Breite einnimmt oder T5 
fast ganz schwarz. $ : Stirn oberhalb der Depression unbestäubt 7 

Stirn oberhalb Lunula schwarz. Scutellum ohne schwarze Haare. Binde auf T4 fehlt oft 
ganz, wenn vorhanden höchstens 2 A so breit wie die auf T3, diese hat höchstens 2 h der 
Breite der Flecken auf T2. T5 fast ganz schwarz. $ : Flecken auf T2 oft zu einer Binde 

verschmolzen E. eligans (Harr.) 

Stirn oberhalb Lunula gelb. Scutellum zu > 73, oft fast ganz schwarz behaart. Binden 
von T3 und T4 und die Flecken auf T2 etwa gleich breit, nehmen > 0,4 der Tergit-Länge 
ein. Flecken auf T2 stets getrennt. T5 überwiegend gelb E. nitidicollis (Meig.) 

Clypeus sehr schmal (0,15 — 0,19 mm), höchstens am vorderen Ende kleinflächig 
bestäubt (Abb. 66). Mundöffnung schmal (L:B = 1,7-2,0), Abstand zwischen Mund- 
öffnung und Augen breit (> 0,6 mm) (Abb. 24). Gesicht sehr breit (cf: 0,55, $: 
0,52 — 054), zu > 2 /i der Gesichtsbreite unbestäubt und glänzend. Stirn oberhalb Lunula 
gelb, beim $ mit charakteristischer scharfer Grenze zur darüberliegenden Schwarzfär- 
bung (Abb. 23, 27). cf : Augenwinkel 104°-110°. $: Augenabstand bei den hinteren 
Ocellen größer (0,26—0,29 der Kopfbreite); Stirn oben in charakteristischer Form teil- 
weise unbestäubt (Abb. 27) E. ochrostoma (Zett.) 

Clypeus breiter (•> 0,24 mm), meist weitläufig (oft ganz) bestäubt (Abb. 67—69). 
Mundöffnung breiter (L:B = 1,4 — 1,7), Abstand zwischen Mundöffnung und Augen 
schmaler (0,4-0,6 mm) (Abb. 14). Gesicht schmaler (cf: 0,47-0,53, £ : 0,44-0,49) und 
in der Mitte zu < V2 der Gesichtsbreite unbestäubt. cf: Augenwinkel 85° — 102°. $: 
Augenabstand bei den hinteren Ocellen kleiner (0,18 — 0,25 der Kopfbreite); mindestens 
die oberen 2 /3 der Stirn ganz bestäubt (die dünne dunkelbraune Bestäubung ist nur bei 
guter Beleuchtung zu erkennen und oft stellenweise abgeschabt) 9 

Stirn zum Teil gelb (bei dunklen Exemplaren von E. melanostoma nur kleinflächig, ± 
verdunkelt und unter der dichten Bestäubung schwer sichtbar). Vorderseite von f 3 distal 
zu > 2 /5 schwarz behaart. t 3 ohne dunklen Ring. Gelbe Binden von T3 und T4 breit 
(0,55 — 0,75 der Tergit-Länge). T5 ganz gelb oder mit einem dreieckigen schwarzen 
Fleck in der Mitte, der < V3 der Tergit-Breite einnimmt, cf : Occiput an der engsten 
Stelle breiter (0,07—0,12 mm) (Abb. 7, 8); f 3 ganz gelb oder basal auf der Unterseite bis 
zu 2 /s der f-Länge verdunkelt (braun bis schwarz); distaler Rand des Basiphallus bildet 
mit dem oberen Rand einen rechten bis stumpfen Winkel (Abb. 10, 46). £ : Vorderseite 
und Oberkante der t 3 ganz schwarz behaart (selten mit einzelnen gelben Haaren); 
Flecken auf T2 liegen dem Vorderrand des Tergits an oder sind von diesem bis < V2 
ihrer Längserstreckung entfernt 10 



30 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 507 





66 67 




68 69 



64 65 



Abb. 62-65. 



Abb. 66-69. 



Surstyli und Epandrium von Epistropbe similis (Abb. 62, 63) und E. cryptica 
(Abb. 64, 65) in Aufsicht und lateral. - Maßstriche: 0,5 mm. 

Clypeus. — 66. Epistropbe ochrostoma (cf, Berlin Finkenkrug 14. 4. 18, 
ZMHB); - 67. E. melanostoma (cf, Wannweil 29. 4. 87, coli. US); - 68. E. 
similis (cf , Typus); — 69. E. cryptica (cf , Typus). — Bestäubte Teile punktiert. 
- Maßstrich: 0,5 mm. 



— Stirn ganz schwarz. Vorderseite von f 3 distal < V3 schwarz behaart. t 3 mit schmalem (ca. 
X U der t-Länge) diffus begrenztem dunklem Ring (beim $ oft fehlend). Gelbe Binden 
auf T3 und T4 schmal (0,38 — 0,55 der Tergit-Länge). T5 mit schwarzer Binde, die > 3 A 
der Tergit-Breite einnimmt, cf: Occiput an der engsten Stelle sehr schmal 
(0,025 — 0,05 mm) (Abb. 30, 52); f 3 basal zu > V2 allseits schwarz; distaler Rand des 
Basiphallus bildet mit dem oberen Rand einen spitzen Winkel (Abb. 33, 35, 56). $ : Vor- 
derseite der t 3 ganz gelb behaart oder zu < 2 /i schwarz behaart. Flecken auf T2 sind vom 
Vorderrand des Tergits zu > 3 A ihrer Längserstreckung entfernt 11 

10 Mundrand ganz gelb. Scutum dicht bestäubt und matt. Metasternum behaart (meist > 
10 Haare). Gelbe Binde von T4 hinten median mit schmaler spitzwinkliger Kerbe. ta 3 
oben schwarz, cf : Augenwinkel kleiner (85°— 90°). $: Augenabstand bei den hinteren 
Ocellen kleiner (0,18 — 0,20 der Kopfbreite); Flecken auf T2 sehr breit, dem Vorderrand 
des Tergits anliegend, ihr Innenrand meist schwach konkav E. flava sp.n. 

— Mundrand ganz oder teilweise schwarz (selten ganz gelb). Scutum schwach bestäubt, ± 
glänzend. Metasternum nackt oder (selten) mit wenigen (bis 4) Haaren. Gelbe Binde 
von T4 hinten flach ausgeschnitten, beim $ meist in der Mitte mit einer kurzen nach 
hinten gerichteten Spitze. ta 3 gelb (aber etwas dunkler als t 3 ). cf: Augenwinkel größer 
(92°-98°). $: Augenabstand bei den hinteren Ocellen größer (0,22-0,255 der Kopf- 
breite); Flecken auf T2 stets weit vom Vorderrand des Tergits entfernt, mit konvexem 
Innenrand E. melanostoma (Zett.) 

11 Gesicht schmaler (cf: 0,47-0,48, $: 0,43-0,47). Clypeus etwas schmaler (cf: 
0,29-0,35 mm, $: 0,32-0,36 mm), L:B > 1,5 (Abb. 68). Abstand zwischen Mundöff- 
nung und Augen kleiner (0,39 — 0,48 mm). Genae (meist auch die Gesichtsseiten) mit 
zahlreichen schwarzen Haaren. Stirnbestäubung läßt oberhalb der Lunula einen grö- 
ßeren unbestäubten Bereich frei (ähnlich E. melanostoma). Arista schwarz, mit dem 3. 
Fühlerglied stark kontrastierend. Scutellum ohne schwarze Haare. Vorderseite von f 3 
ohne oder nur mit ganz wenigen schwarzen Börstchen. Oberseite des 1. Gliedes der ta 3 
ganz gelb oder nur distal geschwärzt, cf : Augenwinkel kleiner (89° — 94°); Oberseite 
der Surstyli konkav, Surstyli spitzer (Abb. 62—63). $: Mundrand (fast) ganz schwarz; 



DOCZKAL & SCHMID, NEUE EPISTROPHE-ARTEN 31 

t 3 außen ganz gelb behaart; alle Haare auf T8 gelb. Größere Art (meist 

11,0 — 13,5 mm) E. similis sp.n. 

Gesicht breiter (cf : 0,51-0,52, $: 0,48). Clypeus etwas breiter (cf : 0,39-0,41 mm, $: 
0,36 mm), L:B < 1,5 (Abb. 69). Abstand zwischen Mundöffnung und Augen größer 
(0,48 — 0,60 mm). Genae sowie die Gesichtsseiten unterhalb der Einsenkung zwischen 
Fühler und Mittelhöcker ohne schwarze Haare. Stirn vollständig bestäubt oder nur mit 
kleinen nackten Stellen oberhalb der Lunula seitlich der Mittellinie. Arista hat dieselbe 
Farbe wie das 3. Fühlerglied. Vorderseite von f 3 distal zu x h— l li mit schwarzen Börst- 
chen besetzt. Oberseite des 1. Gliedes der ta 3 ganz oder überwiegend schwarz. cf: 
Augenwinkel größer (96° — 100°); Scutellum am Hinterrand mit einigen schwarzen 
Haaren; Oberseite der Surstyli konvex, Surstyli stumpfer (Abb. 64 — 65). 9 : Mundrand 
überwiegend oder ganz gelb (immer?); t 3 außen mit zahlreichen schwarzen Haaren; 
Haare in der Mitte von T8 schwarz (am Seitenrand gelb). Kleinere Art 
(10,5 — 11,5 mm) E. cryptica sp.n. 



6. Literatur 

Becker, Th. (1921): Neue Dipteren meiner Sammlung. — Mitt. zool. Mus. Berl. 10: 3 — 93; 
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in het bijzonder van de Benelux. — Koninklijke Nederlandse Natuurhistorische Vereni- 
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Arten der Kollektion Strobl nach dessen Insekten-Hauptkatalog: „Catalog des natur- 
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32 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 507 

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— (1991): A key to W-European Parasyrphus species (Syrphidae). — Dipterists Digest 8: 
3-5; Sheffield. 

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— (1910): Die Dipteren von Steiermark. IL Nachtrag. — Mitt. naturw. Ver. Steierm. 46 
(1909): 45-284; Graz. 

Szilädy, Z. (1940): Über paläarktische Syrphiden. IV. — Annls hist. nat.-Mus. natn. hung. 33: 

54-70; Budapest. 
Verlinden, L. (1991): Fauna van Belgie. Zweefvliegen (Syrphidae). — Koninklijk Belgisch 

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Diptera, Syrphidae. — In: The insects and arachnids of Canada 18: 1—456; Ottawa. 

Vockeroth, J.R. & F.C. Thompson (1987): Syrphidae. - In: J.F. McAlpine (ed.): Manual 
of Nearctic Diptera. Vol. 2. — Research Branch Agriculture Canada Monograph 28: 
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— (1849): Diptera Scandinaviae, disposita et descripta 8: 2935 — 3366; Lund. 



Anschriften der Verfasser: 

Dieter Doczkal, Hansjakobstr. 7, D-76316 Maisch und 

Ulrich Schmid, Staatliches Museum für Naturkunde (Museum Schloß Rosenstein), Rosen- 
stein 1, D-70191 Stuttgart. 



ISSN 0341-0145 

Schriftleitung: Dr. Wolfgang Seeger, Rosenstein 1, D-70191 Stuttgart 
Gesamtherstellung: Verlagsdruckerei Schmidt GmbH, D-91413 Neustadt a. d. Aisch 



Stuttgarter Beiträge zur Naturkunde 

Serie A (Biologie) 

Herausgeber: 
Staatliches Museum für Naturkunde, Rosenstein 1, 




Stuttgarter Beitr. Naturk. Ser. A Nr. 508 40 S. Stuttgart, 4. 9 



Professor Dr. Bernhard Ziegler zum 65. Geburtstag 

Die Käfersammlung am Naturkundemuseum Stuttgart 

The Coleoptera Collection in the 
Natural History Museum Stuttgart 

Von Wolfgang Schawaller, Stuttgart 
Mit 3 Abbildungen 



Summary 

Informations about the history, the structure and the increase of the Coleoptera collection 
in the Natural History Museum Stuttgart are given. At present, the collection is stored in 8590 
boxes, the numbers of the individuals and species cannot be estimated with certainty. The type 
material belongs to about 1600 taxa and is listed preliminarily. 

Zusammenfassung 

Informationen zur Geschichte, zum Aufbau und zum Zuwachs der Käfersammlung am 
Naturkundemuseum Stuttgart werden gegeben. Die Sammlung ist zur Zeit in 8590 Kästen 
untergebracht, die Zahl der Individuen und Arten läßt sich nicht hinreichend genau 
abschätzen. Das Typenmaterial gehört zu rund 1600 Taxa und ist provisorisch aufgelistet. 

Inhalt 

1. Einleitung 1 

2. Konservatoren 2 

3. Arbeitsgemeinschaft südwestdeutscher Koleopterologen 3 

4. Bibliothek 3 

5. Aufbau der Käfersammlung 3 

6. Chronologie des Sammlungszuwachses 4 

7. Provisorisches Typenverzeichnis (Stand: 31. XII. 1993) 12 

8. Literatur 40 

1. Einleitung 

Das Staatliche Museum für Naturkunde in Stuttgart kann auf eine zweihundert- 
jährige Geschichte zurückblicken (Ziegler 1991). Dabei stand die Entomologie 
zunächst im Schatten von Paläontologie und Wirbeltier-Zoologie, nach und nach 



2 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 508 

wuchs jedoch ihre Bedeutung bis hin zur Schaffung einer eigenständigen Entomolo- 
gischen Abteilung innerhalb des Museums. 

In der entomologischen Sammlung besitzen die einzelnen Insektengruppen ganz 
unterschiedlichen Umfang, abhängig nicht nur von der Artenvielfalt der einzelnen 
Gruppen, sondern auch von der Bearbeitung und Betreuung über verschieden lange 
Zeiträume. Die Käfer als eine der größten Tiergruppen überhaupt (allein in Mitteleu- 
ropa etwa 6000 Arten) stellen bezüglich Arten- und Individuenzahlen in der Samm- 
lung den größten Anteil. Dies ist auch ein Verdienst des bisherigen Direktors Prof. 
Dr. B. Ziegler, der früher Dr. Harde und jetzt Dr. Schawaller als Konserva- 
toren für die Käfer beim Ausbau der Sammlung stets förderte. 

Die allgemeine Bedeutung von Insektensammlungen in heutiger Zeit ist nicht hoch 
genug einzuschätzen. Es sind eben nicht nur Anhäufungen toter Tiere: in solchen 
Sammlungen ist eine enorme Datenfülle verborgen über die Existenz bestimmter 
Arten an zahlreichen Lokalitäten zu unterschiedlichsten Zeiten. Mit diesen Belegen 
können somit ganz verschiedene Fragestellungen bearbeitet werden. Bei der heutigen 
rapiden und unwiderruflichen Zerstörung natürlicher Lebensräume in aller Welt ist 
zu vermuten, daß viele Arten dort schon ausgestorben sind und nur noch in Samm- 
lungen „existieren". In unserer Verpflichtung zur Erhaltung dieses Erbes wäre es 
daher ganz kurzsichtig, in einer Zeit des knappen Geldes den Ausbau und die Aus- 
wertung solcher Sammlungen einzuschränken. 

2. Konservatoren 

Dr. Ernst Hofmann (1837—1892) war der erste hauptamtliche Kustos ab 1869 
am Naturalienkabinett, der ausschließlich für Insekten zuständig war. Nachruf siehe 
Steudel (1893). E. Hofmann publizierte „Die Großschmetterlinge Europas" und 
beschäftigte sich wohl ausschließlich mit Schmetterlingen. Es sind bislang keine von 
ihm gesammelten Käfer in der Sammlung nachgewiesen. 

Dr. Julius Vosseler (1861-1933) war 1892-1903, Heinrich Fischer 
(1868-1953) 1904-1911 und Eugen Benz (1881-1956) 1911-1912 in der Entomo- 
logischen Abteilung tätig, sie beschäftigten sich nicht mit Käfern. 

Prof. Dr. Erwin Lindner (1888-1988) kam 1913 ans Museum und arbeitete nach 
seiner Pensionierung 1953 noch regelmäßig in Ludwigsburg bis zum Umzug 1984 in 
den Stuttgarter Neubau am Löwentor. Zur Würdigung siehe Schüz & Harde (1963) 
und Herting (1988). E. Lindner war Herausgeber der „Fliegen der Palaearktischen 
Region". Er hat zahlreiche Reisen in Europa, Südamerika und Afrika unternommen, 
wobei als Nebenfänge auch Käfer mitgebracht wurden. E. Lindner schuf die Vor- 
aussetzung für eine eigene Entomologische Abteilung am Museum. 

Dr. Franz Groschke (1914 — 1956) übernahm danach die Entomologische Abtei- 
lung, doch sein früher Tod schon nach wenigen Dienstjahren vereitelte die Voll- 
endung größerer Projekte. Sein Fachgebiet war die angewandte Forst-Entomologie. 
Nachruf siehe Lindner (1956). 

Dr. Karl Wilhelm Harde (1922-1982) übernahm am 1. November 1956 die 
Leitung der Entomologischen Abteilung und war der erste Konservator für die 
Koleopteren. Nachruf siehe Janus (1983). In seine Zeit fiel die erste Beschaffung von 
neuen Insektenkästen im Normformat für die gesamte entomologische Sammlung 
und die grundsätzliche Konzeption des Sammlungsaufbaues. K. W. Harde war Mit- 
herausgeber der „Käfer Mitteleuropas" und Schriftleiter der „Stuttgarter Beiträge zur 
Naturkunde", außerdem reaktivierte er den Entomologischen Verein Stuttgart 1869 



SCHAW ALLER, KÄFERSAMMLUNG AM NATURKUNDEMUSEUM 3 

e.V. und gründete mit Dr. Rudolf Köstlin die Arbeitsgemeinschaft südwestdeut- 
scher Koleopterologen (vergleiche Kap. 3.). 

Dr. Wolfgang Schawaller (geb. 1950) trat seinen Dienst als Konservator für 
die Koleopteren am 1. November 1983 an. Er war verantwortlich für den Umzug der 
Sammlung 1984 in das neue Museum am Löwentor und die gleichzeitige Neube- 
schaffung und Aufstellung von Insektenschränken. Die wissenschaftliche Tätigkeit 
konzentriert sich auf die Käferfamilien Silphidae, Agyrtidae, Discolomidae, Prosto- 
midae und hauptsächlich Tenebrionidae. Neben europäischen Sammelreisen er- 
folgten bislang 9 längere Geländeaufenthalte von insgesamt 43 Wochen in Asien. 

3. Arbeitsgemeinschaft südwestdeutscher Koleopterologen 

Die Käfer sind eine Tiergruppe, die sich auch bei den sogenannten Amateuren 
einer großen Beliebtheit erfreuen. Tatsächlich ist in der Koleopterologie bei der Fülle 
der Arten und Fragestellungen die Mitarbeit solcher Enthusiasten unverzichtbar. 

Der Kornwestheimer Arzt Dr. Rudolf Köstlin gründete 1958 die Arbeitsgemeinschaft 
südwestdeutscher Koleopterologen zusammen mit Dr. Adolf Horion (Überlingen) und 
dem damaligen Leiter der Entomologischen Abteilung am Museum Dr. K. W. Harde. 
Hauptanliegen des Arbeitskreises ist die Erforschung der einheimischen Käferfauna. Jährlich 
wird seitdem ein anderes Exkursionsziel in Baden-Württemberg ausgewählt; die Ergebnisse 
dieser Exkursionen werden danach in den Mitteilungen des Entomologischen Vereins Stutt- 
gart publiziert. Außerdem wurde eine jährliche Tagung ins Leben gerufen (früher Winter- 
tagung in Ludwigsburg, jetzt in Beutelsbach), die sich mittlerweile zum beliebtesten Deut- 
schen Koleopterologen-Treffen entwickelt hat (um 150 Teilnehmer beim 36. Treffen 1993). 
Zur Zeit erstellen die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft unter der Federführung des jetzigen 
Vorsitzenden, des Kleinheppacher Grafikers Jürgen Frank, eine aktuelle Liste der Käfer 
Baden-Württembergs. 

Die Arbeitsgemeinschaft besteht zur Zeit aus rund 60 Mitgliedern. Das Naturkunde- 
museum profitiert in hohem Maße von der ehrenamtlichen Tätigkeit dieser Koleopterologen, 
denn alle ihre Aktivitäten erfolgen selbstredend in enger Zusammenarbeit mit dem zustän- 
digen Konservator. 

4. Bibliothek 

Zur „Datenbank" der entomologischen Sammlung gehört auch die Literatursammlung. In 
der Bibliothek des Stuttgarter Naturkundemuseums stehen die entomologischen Zeitschriften, 
Monografien und Sonderdrucke separat von den anderen Abteilungen. Innerhalb der Ento- 
mologie befinden sich die koleopterologischen Monografien getrennt von den übrigen Insek- 
tenordnungen, die Zeitschriften und die umfangreiche Sonderdrucksammlung hingegen sind 
nicht nach Tiergruppen, sondern allein nach alphabetischen Kriterien sortiert. 

Bezüglich der Koleopterologie ist die entomologische Bibliothek gut ausgestattet, ein 
wesentlicher Grundstock bildet dabei die 1977 erhaltene Bibliothek des Altmeisters der mittel- 
europäischen Käferfaunistik, Dr. Adolf Horion (1888-1977). Über Jahrzehnte schickten 
ihm zahlreiche Koleopterologen Sonderdrucke ihrer Arbeiten. In heutiger Zeit erhält die Son- 
derdrucksammlung beständigen Zuwachs an Arbeiten von Wissenschaftlern, denen Käfer aus 
der Museumssammlung zur Bearbeitung ausgeliehen wurden und die ihre Ergebnisse publi- 
zieren. 

5. Aufbau der Käfersammlung 

Die Käfersammlung am Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart ist als 
Weltsammlung konzipiert und generell nach dem „Coleopterorum Catalogus" von 
Junk-Schenkling, dem einzigen Weltkatalog der Käfer, geordnet. Auf den Samm- 
lungskästen sind die entsprechende Bandzahl und die zugehörigen Seitenzahlen ver- 



4 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 508 

merkt, so daß jede Käferart anhand der Katalogregister schnell gefunden werden 
kann. Bei den Curculionidae sind alle Seitenzahlen der zahlreichen Katalogteile 
durchgehend paginiert. Einige Sammlungsteile (Carabus, Stenus, Histeridae, Derme- 
stidae, Dorcadion) sind jedoch nach neueren Monografien aufgestellt, was an den 
Kästen entsprechend notiert ist. Sind Arten in der Sammlung vorhanden, die erst 
nach Erscheinen der einzelnen Katalogbände veröffentlicht worden sind, so sind 
diese im Katalog an den betreffenden Stellen nachgetragen. Nach den einzelnen 
Familien folgen jeweils Kästen mit unbestimmtem Material, welches nach geografi- 
scher Herkunft sortiert ist. Das Typenmaterial (vergleiche Kap. 7.) steckt in der 
Sammlung an entsprechender Stelle und wird nicht gesondert aufbewahrt. 

Bei der Einordnung neuer Sammlungen in die vorhandene Weltsammlung wird jedes Tier 
mit einem Herkunftsetikett versehen, so daß immer nachvollziehbar bleibt, woher die entspre- 
chenden Belege stammen und in welchem Jahr sie an das Stuttgarter Museum kamen. Zur Zeit 
sind die Sammlungen Köstlin, Hladil und Scheel noch nicht vollständig in die Haupt- 
sammlung integriert. 

Die Präparation und Etikettierung der jährlichen Zuwächse übernehmen die Präparato- 
rinnen und Präparatoren der Entomologischen Abteilung, die wissenschaftliche Auswertung 
erfolgt in enger Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Spezialisten. Zu diesem 
Zwecke wurden beispielsweise 1991 in 66 Leihvorgängen rund 7500 Käfer ausgeliehen. Nur so 
kann die Informationsfülle der Käfersammlung auch ausgeschöpft werden. 

Der Umfang der Käfersammlung beträgt zur Zeit 8590 Kästen (Größe: 
45 x 32 cm), wobei noch etwa 30% für Zuwachs frei sind. Die Zahl der Individuen 
und Arten läßt sich nicht hinreichend genau abschätzen, allein das Typenmaterial 
gehört zur Zeit zu rund 1600 Taxa und ist in Kap. 7. provisorisch aufgelistet. 

6. Chronologie des Sammlungszuwachses 

Die folgenden Angaben zum Zuwachs der Käfersammlung sind in den Anfangs jähren nicht 
so umfangreich wie in neuerer Zeit. Dies erklärt sich nicht nur durch den geringeren früheren 
Zuwachs, sondern auch durch die mangelnde Dokumentation der älteren Zugänge. Sollten 
dem Leser weitere Details bekannt sein, wäre ich für eine Mitteilung dankbar. Die sehr zahl- 
reichen kleineren, aber dennoch wertvollen Eingänge in neuerer Zeit können hier nicht alle 
einzeln aufgeführt werden, sie sind den entsprechenden Jahresberichten des Museums zu ent- 
nehmen. 

Die alte Basissammlung kommt aus verschiedenen Quellen, was heute nicht mehr im Ein- 
zelnen nachvollziehbar ist. Dieses Material ist überwiegend etikettiert mit „alte Sammlung 
Stuttgart", leider aber ohne die betreffenden Namen. Wesentliche Bestandteile lieferten Baron 
Carl von Ludwig (1784-1847) mit Material aus Südafrika (1944 wohl teilweise vernichtet), 
Herzog Paul Wilhelm von Württemberg (1797-1860) mit Material aus aller Welt und ins- 
besondere aus Nordamerika, August Kappler (1815-1887) mit Material aus Surinam, 
Theodor von Heuglin (1824—1876) mit Material aus Afrika, Freiherr Ferdinand von 
Müller (1825-1896) mit Material aus Australien (1944 teilweise vernichtet) und Ferdinand 
Krauss (1812 — 1891) mit Material aus Südafrika. Dazu gehört nicht zuletzt auch die wertvolle 
Sammlung des Karl von Roser (1812-1861, Nachruf: Jäger 1863), die 1864 ans Museum 
gelangte und etwa 20 000 Exemplare aller Insektenordnungen enthielt. Dieses Material 
stammte aus aller Welt und wurde von vielen zeitgenössischen Sammlern zusammengetragen 
(unter anderen F. Sarg, H. L. F. de Saussure, N. Arnold, W. Beutenmüller). 

Der nächste Materialschub gelangte um die Jahrhundertwende an das Museum und ist 
durch bessere Etikettierung auch heute noch im Einzelnen kenntlich. Nicht bekannt ist, ob es 
sich um die kompletten Ausbeuten gehandelt hat oder ob nur eine Auswahl davon nach Stutt- 
gart ging. Friedrich Hauser sammelte 1894 im Malayischen Archipel, Oberhammer 1899 in 
Tonkin, C. Weiss 1901 im damaligen Deutsch-Ostafrika, Hans Sauter 1901 in Tonkin und 
1908 auf Formosa, Senfft 1904 auf den Karolinen- und Marianen-Inseln, Prof. Albrecht 



SCHAWALLER, KÄFERSAMMLUNG AM NATURKUNDEMUSEUM 




Abb. 1. 



Auswahl von Fundort-Etiketten der Käfersammlung, chronologisch in Reihen von 
oben geordnet (siehe Kapitel 6.). - Alte Sammlung, von Ludwig, von Müller, 
Beutenmüller; - Oberhammer, Weiss, Sauter, Senfft, Haberer, Gerstner, 
2 x Kibler; - 2 x Zügel, Vogel, 2 x Piesbergen, 2 x Barth, Maag; - 2 x Pin- 

HARD, 2 X DÖTTLING, VON DER TRAPPEN, BuRKHART, VOGEL, RlCHTER & SCHÄUF- 

fele; - Richter, Schäuffele, Lindner, 3 x Harde; - Wolfrum, Pyka, Jilly, 
Harde, Blühweiss, Liebmann, 2 x Harde; - Demelt, Braun, Weinmann, Pap- 
peritz, Stegmann, Schrammek, Schawaller; - Nentwig, Bretzendorfer, 
Schmalfuss, Scha waller, Köstlin, Deeleman; - Entomologische Abteilung, 
2 x Martens & Schawaller, Schule, 2 x Bureau; - Krell, Trautner & Gei- 
genmüller, 3 x Klapperich, Hladil, Schawaller; - Krell, Schawaller & 
al., Riedel, Scheel, Riedel, Schrepfer, Bocäk, Bretzendorfer. 



Haberer 1907/08 in Westafrika und insbesondere in Kamerun, Prof. Wilhelm Kattwinkel 
1910/11 in Deutsch-Ostafrika, Gerstner 1912-17 in Peru, Paul Kibler 1912 in Neu 
Guinea, auf der Insel Nias und auf den Key-Inseln, E. Müller 1919 in der Umgebung von 
Rio de Janeiro. 

Anfang des 20. Jahrhunderts begann die spezielle Untersuchung der einheimischen Käfer- 
fauna. Im Jahr 1912 gelangte eine kleine Sammlung württembergischer Käfer des Stadtgeome- 
ters Hugo Döttling aus Stuttgart an das Museum, sie wurde leider durch den Luftangriff am 
12./13. September 1944 teilweise vernichtet. Die Lokalsammlung des Kaufmanns Emil Scriba 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 508 






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Abb. 2. Tauschverzeichnis zwischen kgl. Naturalienkabinett und Prof. Jaeger betreffs 
Buprestiden (1898). 



(1834 — 1917) aus Heilbronn erhielt das Museum im gleichen Zeitraum, sie enthielt insbeson- 
dere Belege aus Heilbronn und aus dem Schwarzwald, darunter 352 Staphyliniden-Arten. 
Auch diese Sammlung wurde durch den 2. Weltkrieg sehr in Mitleidenschaft gezogen. 

Die bedeutende Sammlung des Stuttgarter Professors Gustav Jäger (1832 — 1917) erhielt 
das Museum 1921. Schon auf dem Schulweg von Münchingen nach Korntal hat er Käfer 
gesammelt und war bei seinen Kameraden als „Schnoke-Jäger" verschrieen. Zeit seines Lebens 
hat er dann Material aus der ganzen Welt zusammengetragen, speziell Buprestidae, Ceto- 
niinae, Coprinae, Melolonthinae, Dynastinae und Rutelinae. Von vielen Arten dieser Gruppe 
besitzen wir auch heute noch ausschließlich dieses alte Material, was die Bedeutung dieser 
Sammlung unterstreicht. Jäger war außerdem der Herausgaber des „Calwer", eines der ersten 
Bestimmungswerke europäischer Käfer. 

Die Lokalsammlung von Eugen Zügel (f 1935) konnte die Naturaliensammlung 1929 
erwerben. Die Ausbeuten von Prof. Vogel aus der Türkei (1926) und aus Ostafrika (1934) 
bereicherten in dieser Zeit ebenfalls die Sammlung. 

Als eine der größten und wertvollsten Erwerbungen der damaligen Zeit (1929) kann die 
Sammlung des Sanitätsrates und Augenarztes Dr. Franz Piesbergen (1860 — 1928) aus Stutt- 



SCHAW ALLER, KÄFERSAMMLUNG AM NATURKUNDEMUSEUM 



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A. von der Trappen, Stuttgart 

:: Institut für wissenschaftliche Photographie. :: 

Spezialitäten: Photographie in natürlichen Farben :: Mikrophotographie 
Diapositive für Projektion :: :: Verlag naturwissenschaftlicher Diapositive. 

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Abb. 3. Höhlenkäfer-Angebot von A. von der Trappen (1913/14). 



gart gelten. Diese Sammlung gliederte sich in zwei Teile, zum einen in eine umfangreiche Palä- 
arktensammlung und zum anderen in eine Spezialsammlung Lucanidae und Passalidae aus 
aller Welt; zusammen waren es 6 Schränke mit über 350 Kästen. Die Paläarktensammlung ent- 
hält neben württembergischen, selbst gesammelten Belegen viel gekauftes Material von den 
klassischen zeitgenössischen Sammlern und Händlern (Bodemeyer, Paganetti, Winkler), 
darunter auch viel Material inklusive über 500 echter und falscher Syntypen von Reitter. Die 



8 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 508 

Hirschkäfer-Sammlung enthält auch Material des Pariser Insektenhändlers Eugene le 
Moult. 

Die Lokalsammlungen von Albert Barth (1909-1935) mit etwa 1000 Käfern (und 5000 
Schmetterlingen) und von Fritz Pinhard (1866 — 1937) mit Käfern (und Hemipteren) wurden 
nach deren Tod erworben. Dr. Maag sammelte 1923 — 1933 im damaligen Deutsch-Südwest- 
afrika um Gobabis. 

Die Sammlung des Stuttgarters Arthur von der Trappen (1870—1945) wurde 1936 
erworben. Es handelt sich dabei (neben Dipteren) um eine umfangreiche Lokalsammlung von 
rund 30 000 Käfern, die die Grundlage bildeten für die erste publizierte „Käferfauna Würt- 
tembergs" in den Jahresheften des Vereins für vaterländische Naturkunde (1929 — 35). Viele 
der publizieren Meldungen bedürfen wegen Fehlbestimmungen allerdings der Nachprüfung. 

Nach dem 2. Weltkrieg konnte 1950 die kleine Lokalsammlung des Vermessungsrates 
Hugo Döttling erworben werden, von dem schon 1912 Käfer an das Museum gelangten. 
1953 kam eine Lokalsammlung aus dem Ludwigsburger Favoritepark von Hans Nowotny 
aus Karlsruhe an das Museum, sie enthielt neben anderen Insekten 624 Käfer. Die Carabiden- 
Spezialsammlung von Dr. Emil Burkart (1884 — 1957) aus Winterlingen wurde 1955 
erworben, sie beinhaltete rund 9000 Tiere einschließlich Belege aus der bekannten Sammlung 
Hauser. Nach dem Tode von Burkhart erhielt das Museum 1961 noch weitere Käfer aus 
verschiedenen Familien. Prof. Dr. Erwin Lindner sammelte neben seinen Fliegen auch einige 
Käfer 1951/52 in Ostafrika und 1958/59 in Ost- und Südafrika. E. Wolter sammelte 1958/59 
ebenfalls in Ostafrika. 

In der zweiten Hälfte der Fünfziger Jahre verdankt das Museum Willi Richter sehr 
umfangreiche und wertvolle Aufsammlungen aller Insektenordnungen. 1954 übergab er eine 
Marienkäfer-Sammlung in 762 Exemplaren. 1955 sammelte er während eines halbjährigen 
Aufenthaltes in Persisch Belutschistan als Gast des Arztes Dr. Friedrich Schäuffele 
zusammen mit diesem rund 30 000 Insekten, auf einer zweiten Reise 1956 nochmals rund 
20 000 Insekten. Dieses Material aus unzugänglicher und heißer Region bildete die Grundlage 
zahlreicher Veröffentlichungen (Richter 1961). Vom 1. Dezember 1959 bis 5. Mai 1960 sam- 
melte W. Richter in Äthiopien, wo er wiederum Gast bei Dr. Schäuffele war. Diese bedeu- 
tenden Aufsammlungen wurden ergänzt durch die eigenen Aufsammlungen von Dr. Schäuf- 
fele aus Belutschistan (1954 an das Museum) und aus Äthiopien (1958 an das Museum). 

Nach dem Dienstantritt 1956 von Dr. K.W. Harde (1922-1982) erhielt das 
Museum 1958 dessen Bockkäfer-Spezialsammlung von rund 10 000 Exemplaren. 
Dr. Harde sammelte dann bis zu seinem Tode regelmäßig in Baden-Württemberg 
alleine und zusammen mit den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft. Bis Mitte der 
Sechziger Jahre erfolgten außerdem regelmäßige Sammelreisen nach Waidisch in 
Kärnten, wo er auch mit Unterstützung seiner Frau Herta Tausende von Käfern 
(und anderen Insekten) zusammentrug. 

Eine Spezialsammlung aus Sizilien überließ Paul Wolfrum (1886 — 1969) 1965 
dem Stuttgarter Museum. Dem Museum wurde 1967 die Sammlung von Dr. Oskar 
Klein übereignet, diese bestand aus rund 50 Kästen vor allem mit exotischen Käfern 
und einer kleinen Spezialsammlung südamerikanischer Chrysomelidae. 1966 erhielt 
das Museum die einjährige Ausbeute aus Neu Guinea von H. Pyka aus Weil im 
Schönbuch. Dr. Jilly sammelte 1966/67 im Kongo und Dr. Harde 1967 in der Tatra 
und 1968 in Äthiopien. 

Anfang der Siebziger Jahre erhielten wir die Sammlung Franz Blühweiss 
(1880—1948), eine Lokalsammlung aus dem Wiener Raum in rund 30 Kästen. Es ist 
nicht klar, ob es sich dabei um die komplette Sammlung handelte oder nur um Teile. 
In der gleichen Zeit kam eine kleine Spezialsammlung der Familie Buprestidae von 
Dr. Hubert Müller aus Wiesbaden-Dotzheim an das Museum. Die Sammlung 
Walter Liebmann (1885 — 1974) aus Oberkochen — eine Spezialsammlung europäi- 
scher Curculionidae — kam 1974 als Stiftung nach Stuttgart. Seine große Paläarkten- 



SCHAW ALLER, KÄFERSAMMLUNG AM NATURKUNDEMUSEUM 9 

Sammlung mußte er bei seiner Vertreibung aus der damaligen DDR zurücklassen, sie 
gelangte 1958 an das Deutsche Entomologische Institut in Eberswalde. 

In dieser Zeit sammelte Dr. Harde bis zu seinem Tod 1982 regelmäßig und oft 
zweimal im Jahr in Playa de Aro an der spanischen Costa Brava Insekten, oft in 
großen Serien. Zusammen mit seiner Frau bereiste er 1976 Argentinien und 1979 
Arizona und brachte auch von dort viele Käfer mit. 

Im Jahr 1974 kaufte das Museum die G*rai?z«-Spezialsammlung von Henri Gut 
aus Orbe bei Lausanne. Sie enthielt rund 35 000 Exemplare, darunter auch eine große 
Zahl unpräparierter Tiere. Herr Carl L. Blumenthal aus Troisdorf, ein aner- 
kannter Spezialist dieser Gruppe, hatte schon 1966 ehrenamtlich die Carabus-Samm- 
lung des Museums in 250 Kästen neu aufgestellt, durch den bedeutenden neuen 
Zugang vergrößerte sich dieser Sammlungsteil nun auf etwa 800 Kästen. 

Die Bockkäfersammlung von Carl von Demelt (1923 — 1988) aus Klagenfurt 
wurde 1976 erworben. Es handelte sich um eine bedeutende Spezialsammlung palä- 
arktischer, vor allem östlicher Bockkäfer (850 Arten in 11 000 Exemplaren). Wegen 
mehrerer Augenoperationen mußte Carl von Demelt diesen Sammlungsteil schon 
früh abgeben, nach seinem Tode erhielten wir auch die später aufgebaute Prioninen- 
Sammlung. 

Eine weitere sehr bedeutende Bockkäfersammlung erhielten wir 1978, die Spezial- 
sammlung der Gattung Dorcadion von Dr. Walter Braun aus Tübingen. Sie be- 
inhaltete etwa 4500 Exemplare, darunter mehr als 150 Typen von über 50 Taxa. 
Zuvor im Jahr 1977 kam ein weiterer bedeutender Zugang durch die Sammlung des 
Stuttgarters Dr. L. Weinmann, eine Stiftung von etwa 40 Kästen tropischer Groß- 
käfer. 

Die Sammlung von Richard Papperitz (f 1983) aus Peutenhausen in Bayern 
wurde 1983 angekauft. Es handelte sich um eine umfangreiche europäische Samm- 
lung von rund 5600 Arten in 60 000 Exemplaren, die Belege kamen überwiegend aus 
Oberfranken, Kärnten und vom Neusiedler See. Im gleichen Jahr wurde der größte 
Teil der Sammlung Stegmann aus Bogen an der Donau erworben. Diese Sammlung 
bestand aus etwa 7500 Käfern in 60 Kästen überwiegend paläarktischer Herkunft 
und mit Schwerpunkt bei den Carabidae und Scarabaeidae, es fehlten beispielsweise 
die Cerambycidae. Schon im Januar des gleichen Jahres erbte das Museum die mittel- 
europäische Lokalsammlung von Gaston Schrammek (f 1983) aus Ludwigsburg, 
sie bestand aus rund 30 Kästen und zahlreichem unpräpariertem Material. Hans 
Schaeflein (f 1994) aus Neutraubling in Bayern stiftete ebenfalls 1983 eine größere 
Zahl determinierter Dytiscidae aus Europa, meist Publikationsbelege und faunisti- 
sche Besonderheiten. 

Nach dem Dienstantritt 1983 von Dr. W. Schawaller als Konservator für die 
Koleopteren wurde dem Museum seine bis dahin in 20 Jahren gesammelten Käfer aus 
Europa in etwa 30 Kästen übergeben, darin als Schwerpunkt die Familien Silphidae 
und Tenebrionidae. Noch unmittelbar vor seinem Dienstantritt sammelte er im 
Rahmen der Himalaya-Expeditionen von Prof. Dr. Jochen Martens aus Mainz im 
zentralen Nepal-Himalaya während der Monsunzeit mehrere Tausend Käfer, die 
teilweise noch an das Senckenberg-Museum in Frankfurt gingen, zum größten Teil 
aber später nach entsprechenden Bearbeitungen nach Stuttgart. 

Im Jahr 1982 erhielten wir eine größere Zahl Tenebrionidae aus der Mongolei von 
Dr. Lev Medvedev aus Moskau und im Jahr 1984 die bedeutende Stiftung einer 
Orginalausbeute aus Panama von Dr. Wolfgang Nentwig aus Marburg, in der 



10 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 508 

besonders viele Kleinkäfer aus Bodenfallen den Wert ausmachen. Dr. Schawaller 
sammelte in Zentralspanien etwa 1000 Käfer und zusammen mit Franz Bretzen- 
dorfer Höhlenkäfer in den Alpen. In den folgenden Jahren wurde regelmäßig eine 
solche herbstliche Höhlenerkundung zusammen mit Mitgliedern der Arbeitsgemein- 
schaft durchgeführt. Regelmäßige Aufsammlungen in den Achziger Jahren in Grie- 
chenland durch Dr. Helmut Schmalfuss (Stuttgart) ergaben Belege von vielen 
Inseln. 

Im Jahr 1985 erwarb das Museum eine Spezialsammlung der Leiodiden-Gattung 
Agathidium von Fernando Angelini aus Brindisi, sie enthielt rund 200 Exemplare 
ausschließlich aus dem Himalaya mit 71 Typen von 28 Arten. Ebenso von Fer- 
nando Angelini erhielten wir 1986 eine Sammlung süditalienischer Käfer, darin 
1200 Arten in 3650 Exemplaren. Dr. Schawaller sammelte 1800 Käfer in 356 Arten 
in Westsibirien im Umkreis von Novosibirsk. 

Ein herausragender Zugang ist im Jahr 1987 die Stiftung der Sammlung des Korn- 
westheimer Arztes Dr. Rudolf Köstlin (1908 — 1987), dem langjährigen Vorsit- 
zenden der Arbeitsgemeinschaft südwestdeutscher Koleopterologen. Würdigung 
siehe Frank & Kostenbader (1983). Es handelte sich um etwa 75 000 europäische 
Käfer in 220 Kästen, schon 1984 spendete er 7 Kästen der Staphyliniden- Gattung 
Atheta mit 250 Arten in 3000 Exemplaren. Dieser umfangreiche Nachlaß ist beson- 
ders bedeutend für die Faunistik in Baden- Württemberg, außerdem ist als Schwer- 
punkt die Familie der Rüsselkäfer und hier besonders die artenreiche Gattung Apion 
vertreten. Dr. Köstlin stand in engem Kontakt mit Dr. Lothar Dieckmann vom 
Deutschen Entomologischen Institut, der fast alle Bestimmungen in dieser Familie 
überprüft hat. 

Ebenfalls 1987 konnte das Museum die Höhlenkäfersammlung von Dr. P. R. Dee- 
leman aus Ossendrecht in den Niederlanden erwerben. Diese Sammlung enthielt 
etwa 1500 Höhlenkäfer (Trechinae und Bathysciinae) in 120 Arten, welche überwie- 
gend aus jugoslawischen Höhlen stammten und meist gemeinsam mit dem 
bekannten Zoologen Egon Pretner aus Ljubljana gesammelt wurden. Im gleichen 
Jahr konnten außerdem 2000 Käfer aus der Mongolei und aus Vietnam sowie 900 
Laufkäfer der Gattung Carabus aus dem Himalaya angekauft werden. Eine Gemein- 
schaftsexkursion der Entomologischen Abteilung erbrachte 1000 Käfer von der 
Nordseeküste bei Cuxhaven, Dr. Schawaller und Dr. Schmalfuss sammelten 
1050 Käfer in Israel, Dr. Till Osten brachte 500 Käfer aus Anatolien mit und Dr. 
Roland Grimm aus Tübingen fing 460 Käfer auf Madeira. 

Auf einer dreimonatigen Nepal-Expedition sammelten Prof. Dr. J. Martens 
(Mainz) und Dr. W. Schawaller 50 000 Käfer. Untersucht wurden alle Höhen- 
stufen zwischen 200 und 5000 m im Osten Nepals, zum Einsatz kamen auch auto- 
matische Bodenauslese- Apparate. Die Auswertung dieses riesigen Materials ist noch 
lange nicht abgeschlossen, die bisherigen Publikationen zeigen aber schon jetzt, daß 
es sich um sehr interessantes und artenreiches Material handelt. 

Im gleichen Jahr konnten zwei bedeutende Sammlungen erworben werden. Nach 
der allgemeinen Cerambyciden-Sammlung 1976 erhielten wir nach seinem Tode 
1988 auch die wertvolle Prioninen-Spezialsammlung von Carl von Demelt aus 
Klagenfurt. Sie enthielt 2100 dieser großen Bockkäfer in 522 Arten. Außerdem 
bekam das Museum eine Auswahl aus der Histeriden-Sammlung von Dr. Slavomir 
Mazur aus Warschau in 940 Exemplaren von 400 Arten aus aller Welt. Angekauft 
wurden außerdem 2500 Käfer aus Madagaskar (H. & P. Schule, Weil der Stadt), 



SCHAW ALLER, KÄFERSAMMLUNG AM NATURKUNDEMUSEUM 1 1 

1200 Chrysomelidae aus Vietnam mit 50 Paratypen von 25 Arten (Dr. Lev Med- 
vedev, Moskau) und 750 Käfer aus Tadschikistan (H. Muche, Radeberg). Franz 
Bretzendorfer sammelte 950 Käfer in Paraguay. 

Auch das Jahr 1989 war für die Käfersammlung außerordentlich ertragreich. "Wir 
erhielten die Sammlung des Franzosen P. Bureau aus Burgund mit 20 000 Belegen 
aus ganz Frankreich. Diese Sammlung konnte kurz vor ihrer Vernichtung in einer 
feuchten Garage sichergestellt werden, einige Kästen waren allerdings schon hoff- 
nungslos verschimmelt. Außerdem konnten wir erwerben 20 000 Käfer aus meh- 
reren Ländern Westafrikas (Frank-Thorsten Krell, Dußlingen); 10 000 Käfer aus 
Thailand (Jürgen Trautner, Filderstadt); 10 000 Käfer aus Indien (Alexander 
Riedel, Friedberg/ Augsburg); 6800 Scarabaeidae aus Südamerika in 730 Arten, dar- 
unter mehrere Paratypen (Dr. Karl-Ernst Hüdepohl, Breitbrunn); 1800 Käfer aus 
Rußland und 850 Dermestidae aus aller Welt in 200 Arten, darunter 80 Paratypen 
von 30 Arten (Vladimir Kalik, Pardubice). 1989 gingen zudem außergewöhnlich 
viele kleinere Aufsammlungen ein, insgesamt über 8000 Exemplare aus aller Welt, die 
in diesem Rahmen nicht alle aufgeführt werden können. 

Die Zugänge des Jahres 1990 waren immens, insgesamt knapp 250 000 Käfer berei- 
cherten in vielen Gruppen die Käfersammlung des Stuttgarter Naturkundemuseums. 
Zunächst konnte der gesamte Nachlaß von Johann Klapperich (1913-1987) aus 
Bonn erworben werden. Nachruf siehe Lucht (1988). J. Klapperich war ein 
überaus erfolgreicher Sammler in schwer zugänglichen Regionen auf der ganzen 
Welt, der schon zu Lebzeiten viele Teile seiner Ausbeuten vereinzelt hatte. Dennoch 
war der Nachlaß, der auch eingetauschtes Material von anderen Koleopterologen 
enthielt, immer noch sehr umfangreich, darunter 16 Holo- und 1425 Paratypen. Das 
Material ist teilweise noch nicht präpariert. 

Außerdem erwarben wir 1990 die Leiodidae-Spezialsammlung von Hermann 
Daffner (Günzenhausen). Es handelt sich dabei um die umfangreichste Sammlung 
dieser an unterirdischen Pilzen lebenden Käfer auf der ganzen Welt. Von den welt- 
weit etwa 350 Arten dieser Gruppe sind in der Sammlung 263 Arten vertreten, dar- 
unter 41 Holo- und 383 Paratypen. Der bekannte Spezialist der Stapyliniden-Gat- 
tung Stenus, Dr. Volker Puthz (Schlitz/Hessen) überließ uns 1800 Doubletten 
seiner Sammlung in 700 Arten einschließlich 250 Paratypen. Mit rund 50 Kästen ist 
die Stuttgarter Sterc^s-Sammlung jetzt nach Washington und Genf die umfang- 
reichste weltweit. Weiterhin ging die Sammlung paläarktischer Käfer von J. & 
M. Hladil (Zdanice) ein, sie enthielt 30 000 Käfer überwiegend aus Osteuropa, 
Rußland und Mittelasien. Die Sammlung ging nicht ganz komplett nach Stuttgart, 
einige Teile wurden schon vorher vereinzelt. Weiterhin wurden erworben 3000 
Käfer aus Südostasien (Alexander Riedel, Friedberg/ Augsburg) und 2600 Kä^er 
aus Chile (Thomas Cekalovic, Concepcion). 

Dr. W. Schawaller sammelte 1990 in Ostsibirien in den Wäldern am Amur und 
Ussuri 5000 Käfer. Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die 
damals noch sowjetische Akademie der Wissenschaften war er einer der ersten west- 
lichen Entomologen, der dort Feldforschung betreiben durfte. Uli Bense und Dr. 
H. Schmalfuss erbeuteten 2400 Käfer in Nordost-Griechenland. 

Im Jahr 1991 konnten 5000 Käfer aus Sumatra und Irian Jaya von A. Riedel, von 
dem wir auch schon in den Vorjahren Material seiner Reisen erhalten haben, und 
1900 Käfer aus Äthiopien, Ostasien, Vietnam, aus der Mongolei und aus dem Kau- 



12 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 508 

kasus von Dr. L. Medvedev (Moskau) erworben werden. Dr. Dieter Erber 
(Gießen) lieferte 1000 Käfer aus Sumatra, Benin und von Madeira. 

Dr. W. Schaw aller erbeutete mit Unterstützung von Jürgen Trautner und 
Katrin Geigenmüller 6000 Käfer auf der Philippinen-Insel Leyte, wo noch Reste 
des Primärwaldes untersucht werden konnten. Die Auswertung des Materials ist 
noch in der Anfangsphase, zeigt aber schon interessante Ergebnisse. Außerdem 
bereiste Dr. W. Schaw aller 1991 den Kaukasus im Gebiet des Elbrus und in Dage- 
stan, wo 1800 Käfer bis in einer Höhe von 3000 m eingetragen werden konnten. Wie 
in jedem Jahr identifizierte er zahlreiche fremde Tenebrioniden-Aufsammlungen, 
von denen stets Doubletten für die Museumssammlung einbehalten werden. In 
diesem Jahr konnte die Bearbeitung einer sehr umfangreichen Ausbeute aus Saudi 
Arabien vorläufig abgeschlossen werden, aus der mehrere Hundert Exemplare ent- 
nommen wurden. 

Herr Georg Scheel aus Blaustein bei Ulm stiftete 1992 seine Lokalsammlung, 
dabei handelt es sich um rund 10 000 Käfer in 70 Kästen. Dr. Edmund Ulbrich 
(Wüstenrot) spendete in diesem Jahr wiederum einen Teil (bislang rund 5000 Exem- 
plare) der Sammlung Dr. R. Schrepfer (Ulm) mit Belegen aus ganz Europa. 
Außerdem erhielten wir weitere Histeridae (544 Exemplare in 235 Arten) von Dr. 
S. Mazur, eine wesentliche Ergänzung zum Material des Jahres 1988. Von 
A. Riedel wurden 6200 Käfer aus Sumatra und Irian Jaya wiederum erworben, von 
P. Schule (Weil der Stadt) 2000 Käfer aus Namibia und Simbabwe. Dr. W. Scha- 
waller sammelte 1992 auf Sardinien 1500 Käfer. 

Durch den Ankauf 1993 von weiteren 12 200 Käfern aus Irian Jaya (A. Riedel) 
besitzt das Museum jetzt eine der größten Aufsammlungen von der Insel Neu 
Guinea. Darunter befinden sich auch viele Kleinkäfer, deren wissenschaftliche Aus- 
wertung besonders interessant erscheint. Von L. Bocäk (Olomouc) erwarben wir 
2000 Käfer aus Südchina und 3200 Käfer aus Nordthailand. Mit Unterstützung der 
Deutschen Forschungsgemeinschaft unternahm Dr. W. Schawaller eine Expedi- 
tion durch Kirgisien und Südost-Kasachstan, wo 5000 Käfer in sehr verschiedenen 
Lebensräumen von der Steppe bis zum Hochgebirge gesammelt werden konnten. 
F. Bretzendorfer erbeutete 1300 Käfer in Paraguay. 

Der letzte Zugang in dieser Chronik ist herausragend. Der Wüstenroter Arzt Dr. 
Edmund Ulbrich (1920—1994) stiftete gut 2 Wochen vor seinem Tode seine 
umfangreiche Sammlung paläarktischer Käfer in 200 Kästen, die unter 2 Aspekten 
Bedeutung hat. Zum einen enthält sie sehr viele Belege zur baden-württembergi- 
schen Fauna und zum anderen ist als Schwerpunkt die Familie Staphylinidae ver- 
treten, mit der sich Dr. Ulbrich über Jahrzehnte intensiv befaßt hat. 



7. Provisorisches Typenverzeichnis (Stand: 31. XII. 1993) 

Das folgende Verzeichnis von zur Zeit rund 1600 Taxa erhebt keinen Anspruch auf Voll- 
ständigkeit und hat nur provisorischen Charakter. Es ist eine Auflistung ausschließlich nach 
den Etiketten in der Sammlung. Bei zweifelhaften Typus-Etiketten und bei ganz offensicht- 
lichen Variationsnamen erfolgt hier keine Registrierung. Das Jahr der Beschreibung und die 
betreffenden Literaturzitate sind nicht angegeben, da diese Feststellungen nur mit sehr großem 
Zeitaufwand möglich gewesen wären. Es fehlen außerdem Kontrollen, ob die betreffenden 
Taxa überhaupt publiziert worden sind, ob es sich um gültige Namen handelt und ob die sub- 
spezifischen Namen echte Subspezies im Sinne der Nomenklatur sind oder lediglich infraspe- 
zifische Variationen. Die Anordnung erfolgt in der Reihenfolge der Sammlungs- 



SCHAWALLER, KÄFERSAMMLUNG AM NATURKUNDEMUSEUM 



13 



kästen. Die geografischen Angaben sind keine Etikettenzitate, sondern dienen lediglich der 
groben Orientierung. 

Abkürzungen: HT = Holotypus. PT = Paratypus, Cotypus oder Syntypus. 

Cicindelidae 

Cicindela kaleea angulimaculata Mandl 
Cicindela kusnetzowi Tscherkasov 
Cicindela turkestanica badakscbana Mandl 
Cicindela melancholica semicircumcincta Mandl 
Cicindela sublacerata gracile scripta Mandl 
Cicindela lunulata winkleri Mandl 
Thopeutica milanae Wiesner 

Carabidae 

Calosoma indicum densegranulatiosa Mandl 

Apotomopterus longeantennatus Hauser 

Isiocarabus orphniopterus klapperichi Breuning 

Eucarabus aeruginosus teicherti Mandl 

Eucarabus scheidleri pseudoscheidleri Mandl 

Eucarabus scheidleri baderlei Mandl 

Eucarabus ullrichi stegmanni Mandl 

Eucarabus ullrichi serbomacedonicus Kenyery 

Eucarabus ullrichi fabrizior Battoni & Breuning 

Trachycarabus iteratus Breuning 

Carabus menetriesi pseudogranulatus Nüssler 

Carabus cancellatus interior Sokolowski 

Archicarabus monticola sturanii Mandl 

Archicarabus phoenix pseudogotschi Breuning 

Archicarabus victor cordithorax Breuning & Blumenthal 

Orinocarabus alpestris dolomitianus Mandl 

Orinocarabus alpestris hickeri Breuning 

Orinocarabus alpestris rottenmannicus Breuning 

Orinocarabus silvestris blumenthalianus Mandl 

Orinocarabus silvestris slabei Niedl 

Maganebrius indicus nepalensis Mandl 

Mesocarabus problematicus battonii Mandl 

Tomocarabus convexus henscheri Bodemeyer 

Tomocarabus convexus bucciarellii Mandl 

Cathaicus brandti gansuanus Breuning 

Heterocarabus marietti sapancaensis Blumenthal 

Sphodristocarabus theophilei kolatensis Breuning 

Sphodristocarabus resplendens akkusensis Breuning 

Sphodristocarabus resplendens zanderi Blumenthal 

Sphodristocarabus adamsi porphyrolaphus Ganglbauer 

Pagocarabus laevithorax Breuning 

Platycarabus irregularis denesi Niedl 

Archiplectes heikertingeri kobachidzei Kurnakov 

Archiplectes faunus faunulus Kurnakov 

Archiplectes reitteri bebiai Retrer & Gasko 

Archiplectes satyrus Kurnakov 

Archiplectes satyrus mtsaranus Kurnakov 

Archiplectes satyrus duripshensis Kurnakov 

Archiplectes rousianus Gottwald 

Megodontus tuapsensis Novotny 

Megodontus croaticus pretneri Drovenik & Krätschmer 

Megodontus caelatus sarajevoensis Apfelbeck 

Megodontus stroganowi persianus Roeschke 

Megodontus stroganowi tiedemanni Breuning 

Imaibius dardiellus subpunctulus Roeschke 

Oxycarabus saphyrinus mengenensis Breuning & Blumenthal 

Oxycarabus saphyrinus ilgazdagicus Breuning 

Oxycarabus saphyrinus sapancae Blumenthal 



1 PT 


Taiwan 


2 PT 


Vietnam 


29 PT 


Afghanistan 


HT 28 PT 


Iran 


4PT 


Afghanistan 


1 PT 


Zypern 


HT2PT 


Philippinen 


1 PT 


Afghanistan 


2PT 


China 


1 PT 


China 


1 PT 


Mongolei 


50 PT 


Österreich 


9 PT 


Österreich 


35 PT 


Deutschland 


12 PT 


Balkan 


8 PT 


Balkan 


2PT 


China 


1 PT 


Deutschland 


1 PT 


Österreich 


5PT 


Italien 


1 PT 


Türkei 


2PT 


Türkei 


12 PT 


Italien 


1 PT 


Österreich 


7PT 


Österreich 


10 PT 


Deutschland 


1 PT 


Balkan 


2 PT 


Nepal 


4PT 


Italien 


17 PT 


Deutschland 


3 PT 


Italien 


1 PT 


China 


2 PT 


Türkei 


1 PT 


Kaukasus 


8 PT 


Türkei 


2 PT 


Türkei 


1 PT 


Kaukasus 


1 PT 


China 


2 PT 


Balkan 


1 PT 


Kaukasus 


1 PT 


Kaukasus 


2PT 


Kaukasus 


1 PT 


Kaukasus 


1 PT 


Kaukasus 


1 PT 


Kaukasus 


1 PT 


Kaukasus 


4PT 


Kaukasus 


9 PT 


Balkan 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Iran 


12 PT 


Iran 


6PT 


Kaschmir 


3 PT 


Türkei 


2 PT 


Türkei 


1 PT 


Türkei 



14 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 508 



Oxycarabus wagneri jüngeri Blumenthal 

Lamprostus spinolae sinopensis Breuning 

Lamprostus nirensis Heinz 

Procrustes anatolicus lycicus Breuning 

Procrustes chevrolati cifandaghensis Breuning 

Procrustes chevrolati korbi Breuning 

Procrustes coriaceus mehmeti Battoni & Blumenthal 

Chrysocarabus solieri tarrieri Ochs 

Cbrysocarabus auronitens subignifer Mandl 

Chrysocarabus auronitens schwär zw aldensis Mandl 

Coptolabrus coreicus Hauser 

Coptolabrus elysii viridipennis Hauser 

Coptolabrus elysii viridiobscurus Hauser 

Coptolabrus elysii atratus Hauser 

Coptolabrus coelestis viridicollis Hauser 

Coptolabrus pustulifer szechwanensis Hauser 

Scaphinotus angusticollis nigripennis Roeschke 

Scaphinotus crenatus wheeleri Roeschke 

Leistus tschitscherini spinangulus Reitter 

Leistus subaerea Breit 

Nebria aetolica peristerica Apfelbeck 

Nebria polita Ledoux 

Dyschirius bacillus Schaum 

Dyschirius convexipennis Balkenohl 

Broscosoma schawalleri Deuve 

Bembidion laevibase Reitter 

Bembidion mingrelicum Belousov & Sokolov 

Bembidion motzfeldi Belousov & Sokolov 

Bembidion bodemeyeri Daniel 

Bembidion cameroni schawalleri Müller-Motzfeld 

Bembidion decorum subconvexum Daniel 

Bembidion fluviatile richten Fassati 

Bembidion semilotum Netolitzky 

Bembidion straussi Netolitzky 

Tachys lenkoranus richten Kult 

Scotodipnus glaber armellinii Ganglbauer 

Scotodipnus glaber penninus Ganglbauer 

Scotodipnus parnassicus Breit 

Thalassophilus pieperi Erber 

Trechus liopleurus jailensis Winkler 

Trechus micrangulus Reitter 

Trechus osmanlis Daniel 

Trechus schmalfussi Baehr 

Trechus goliath Belousov & Kabak 

Trechus ketmenicus Belousov & Kabak 

Trechus platioculus Belopusov & Kabak 

Trechus simplicens Belousov & Kabak 

Trechus terskeiensis Belousov & Kabak 

Trechus valikhanovi Belousov & Kabak 

Trechus zerchei Moravec 

Trechus priapus meuseli Reitter 

Trechus martensi Deuve & Hodebert 

Trechus schawalleri Deuve & Hodebert 

Trechus simbuensis Deuve & Hodebert 

Trechus tamurensis Deuve & Hodebert 

Stevensius bidulus Deuve & Hodebert 

Neotrechus amabilis blühweissi Hoffman 

Neotrechus parvicollis Winkler 

Duvalius hungaricus Csiki 

Duvalius hungaricus szilicensis Csiki 

Duvalius stilleri Reitter 

Anophthalmus aidovskanus ravasinii Müller 

Aphaenopidius kamnikensis Drovenik 

Deltomerus bogossicus Zamatajlov 



1 PT 


Türkei 


1 PT 


Türkei 


5 PT 


Türkei 


2PT 


Türkei 


3 PT 


Türkei 


1 PT 


Türkei 


2 PT 


Türkei 


8 PT 


Frankreich 


20 PT 


Mitteleuropa 


2PT 


Deutschland 


1 PT 


Korea 


1 PT 


China 


1 PT 


China 


1 PT 


China 


1 PT 


China 


2 PT 


China 


3 PT 


Alaska 


8 PT 


Kalifornien 


1 PT 


China 


1 PT 


Mittelasien 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


China 


1 PT 


Balkan 


HT 


Nepal 


HT1 PT 


Nepal 


1 PT 


China 


2 PT 


Kaukasus 


1 PT 


Kaukasus 


1 PT 


Türkei 


HT6PT 


Nepal 


1 PT 


Türkei 


HT 12 PT 


Iran 


4PT 


Iran 


3 PT 


Iran 


HT 


Iran 


1 PT 


Italien 


1 PT 


Italien 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Madeira 


2PT 


Krim 


1 PT 


China 


4PT 


Türkei 


HT 


Griechenland 


2PT 


Mittelasien 


2 PT 


Mittelasien 


2PT 


Mittelasien 


3PT 


Mittelasien 


4PT 


Mittelasien 


2PT 


Mittelasien 


2PT 


Balkan 


3 PT 


Balkan 


HT 


Nepal 


HT 1 PT 


Nepal 


HT 72 PT 


Nepal 


HT 18 PT 


Nepal 


HT7PT 


Nepal 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Italien 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Kaukasus 



SCHAW ALLER, KÄFERSAMMLUNG AM NATURKUNDEMUSEUM 



15 



Deltomerus golovatchi Zamatajlov 

Deltomerus tshetshenicus Zamatajlov 

Amara kodymi Jedlicka 

Amara arrowi schawalleri Hieke 

Amara franzi sankhuana Hieke 

Abacetus semibrunneus Straneo 

Pterostichus pseudonivicola Kirschenhofer 

Laemostenus arunensis Casale 

Agonum ferghanicum Belousov 

Badister iranicus Jedlicka 

Badister striatula richten Kult 

Amblystomus iranicus Jedlicka 

Cblaenius kenyeryae Mandl 

Eocarterus amicorum Wrase 

Harpalus tristis danieli Reitter 

Bradycellus nigritulus Reitter 

Zabrus klapperichi Jedlicka 

Singilis persicus Jedlicka 

Cymindis richten Jedlicka 

Brachynus bodemeyeri Apfelbeck 

Brachynus peregrinus Apfelbeck 

Brachynus ganglbaueri Apfelbeck 

Brachynus kryzhanovskyi Belousov & Kabak 



Hydrovatus schawalleri Biström 
Hydroporus bosnicus Apfelbeck 



Gyrinus coerulescens Ochs 
Gyretes strandi Ochs 
Orectochilus afghanus Ochs 



Dytiscidae 



Gyrinidae 



Staphylinidae 



Pseudopsis atratula Zerche 
Anthobium elongatum Ganglbauer 
Anthobium hummleri Bernhauer 
Anthobium nuristanicum Scheerpeltz 
Phyllodrepa afghanica Scheerpeltz 
Phyllodrepa klapperichi Scheerpeltz 
Omalium lokayi Fleischer 
Philorinum afghanicum Scheerpeltz 
Mannerheimia afghanica Scheerpeltz 
Lesteva benicki Lohse 
Geodromicus afghanicus Scheerpeltz 
Geodromicus klapperichi Scheerpeltz 
Coryphium levasseuri Jarrige 
Coryphium loebli Zerche 
Boreaphilus schawalleri Zerche 
Niphetodes semicarinatus Zerche 
Trogophloeus bodemeyeri Bernhauer 
Trogophloeus afghanicus Scheerpeltz 
Trogophloeus asmarensis Scheerpeltz 
Trogophloeus bashgulensis Scheerpeltz 
Trogophloeus richten Scheerpeltz 
Bledius aspericollis Scheerpeltz 
Bledius fiorii Bernhauer 
Bledius richten Scheerpeltz 
Stenus aeneopullus Puthz 
Stenus aeneotinctus fortunatus Puthz 
Stenus anatolicus Puthz 
Stenus andalusicus Puthz 



7PT 


Kaukasus 


4PT 


Kaukasus 


1 PT 


Balkan 


HT8PT 
HT7PT 
HT 


Nepal 
Nepal 
Kamerun 


1 PT 


Mittelasien 


HT 

2 PT 


Nepal 
Mittelasien 


HT 1 PT 


Iran 


HT 


Iran 


HT 


Iran 


1 PT 


Kashmir 


2 PT 


Spanien 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Sibirien 


2PT 


Afghanistan 


HT 


Iran 


HT 


Iran 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Türkei 


4PT 


Mittelasien 


HT 


Ostafrika 


1 PT 


Balkan 


4PT 


Brasilien 


8PT 


Paraguay 


47 PT 


Afghanistan 


HT3 PT 


Indien 


1 PT 


Italien 


1 PT 


Italien 


10 PT 


Afghanistan 


5PT 


Afghanistan 


1 PT 


Afghanistan 


2 PT 


Balkan 


8 PT 


Afghanistan 


15 PT 


Afghanistan 


1 PT 


Deutschland 


6PT 


Afghanistan 


2PT 


Afghanistan 


1 PT 


Frankreich 


HT 
HT 


Nepal 
Sibirien 


3 PT 


Balkan 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Afghanistan 


3 PT 


Afghanistan 


1 PT 


Afghanistan 


HT9PT 


Iran 


1 PT 


Afghanistan 


1 PT 


Italien 


HT 14 PT 


Iran 


2 PT 


Indien 


1 PT 


Teneriffa 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Spanien 



16 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 508 



Sterins andamanensis Puthz 

Sterins apicidens Puthz 

Sterins appalachianus Puthz 

Sterins ascanins Puthz 

Sterins asiaticns Bernhauer 

Sterins assimnlatns Puthz 

Sterins athleticns Puthz 

Sterins atrocyanens Puthz 

Sterins atrolucens Puthz 

Sterins balnearins Rougemont 

Sterins basilewskyi Puthz 

Sterins beesoni Cameron 

Sterins besucheti Puthz 

Sterins bicornis Puthz 

Sterins bispinoides Puthz 

Sterins blandns Benick 

Sterins brachati Puthz 

Sterins brnnnens Puthz 

Sterins brnnnipes maximns Puthz 

Sterins callens Puthz 

Sterins callosns juanae Puthz 

Sterins cameratns arabicola Puthz 

Sterins campbellornm Puthz 

Sterins capensis Puthz 

Sterins cartwrighti Puthz 

Sterins caspins Puthz 

Sterins ceylonicns secnrifer Puthz 

Sterins chiricahnanns Puthz 

Sterins colnmbns Puthz 

Sterins comma perocnlatns Puthz 

Sterins conflictatns Puthz 

Sterins contremnlus Ryvkin 

Sterins contrusns Benick 

Sterins coriacens Puthz 

Sterins cnmatilis Last 

Sterins cnraca Puthz 

Sterins cnrsorins caffer Puthz 

Sterins cnrsorins minimns Puthz 

Sterins desaegeri Puthz 

Sterins dybasi Puthz 

Sterins ecuadorensis Puthz 

Sterins egenoides Puthz 

Sterins egennlns Puthz 

Sterins elgonensis Puthz 

Sterins elgonensis gladiator Puthz 

Stenns endemns Puthz 

Stenns eremitoides Puthz 

Stenns finitimns Puthz 

Stenns flagrans Ryvkin 

Stenns flexnosns Champion 

Stenns franki Puthz 

Stenns fretns Last 

Stenns fugax Benick 

Stenns fnrcillatus Puthz 

Stenns galilaens Puthz 

Stenns gibberosicollis Puthz 

Stenns guttula mallorcensis Puthz 

Stenns gnynemeri hercnles Puthz 

Stenns habropedilns Puthz 

Stenns bastatns Puthz 

Stenns heydeni Benick 

Stenns hogansoni Puthz 

Stenns holmi Puthz 

Stenns horioni Puthz 



1 PT 


Andamanen 


1 PT 


Ekuador 


1 PT 


USA 


1 PT 


Bolivien 


1 PT 


Iran 


1 PT 


Angola 


2PT 


Äthiopien 


1 PT 


Kolumbien 


1 PT 


Ekuador 


1 PT 


Äthiopien 


1 PT 


Kongo 


1 PT 


Indien 


1 PT 


Sri Lanka 


2PT 


Türkei 


1 PT 


China 


1 PT 


Brasilien 


1 PT 


Nepal 


1 PT 


Teneriffa 


1 PT 


Algerien 


2PT 


Südafrika 


2PT 


Kuba 


1 PT 


Arabien 


1 PT 


USA 


1 PT 


Südafrika 


4PT 


USA 


1 PT 


Kaukasus 


2 PT 


Indien 


1 PT 


USA 


1 PT 


Kuba 


2 PT 


Italien 


1 PT 


Neu Guinea 


2 PT 


Kaukasus 


5PT 


Philippinen 


1 PT 


Sibirien 


1 PT 


Neu Guinea 


2PT 


Peru 


2 PT 


Südafrika 


1 PT 


Südafrika 


1 PT 


Kongo 


1 PT 


Panama 


2 PT 


Ekuador 


2 PT 


USA 


4PT 


USA 


1 PT 


Kenya 


1 PT 


Kenya 


1 PT 


Gomera 


2 PT 


USA 


2 PT 


Borneo 


1 PT 


Kaukasus 


1 PT 


Indien 


1 PT 


Mexiko 


1 PT 


Neu Guinea 


2 PT 


Brasilien 


4PT 


Indien 


4PT 


Israel 


1 PT 


Thailand 


2 PT 


Mallorca 


1 PT 


Spanien 


2PT 


Kenya 


1 PT 


Kongo 


1 PT 


Balkan 


4PT 


Chile 


1 PT 


Afrika 


4PT 


Balkan 



SCHAWALLER, KÄFERSAMMLUNG AM NATURKUNDEMUSEUM 



17 



Stenus icon Puthz 

Stenus ignotus Eppelsheim 

Stenus illautus Puthz 

Stenus immarginatus Mäklin 

Stenus incarinatus Puthz 

Stenus indifferens Puthz 

Stenus inka Puthz 

Stenus insignatus Puthz 

Stenus inti Puthz 

Stenus intricatus edentatus Puthz 

Stenus intricatus bidenticulatus Puthz 

Stenus invidiosus Puthz 

Stenus irmleri Puthz 

Stenus jarrigei Puthz 

Stenus kama Puthz 

Stenus klapperichi Scheerpeltz 

Stenus koebelei Puthz 

Stenus korgei Puthz 

Stenus korgei manegordensis Puthz 

Stenus kryzhanovskii Puthz 

Stenus leechi Puthz 

Stenus lepidorhytis Scheerpeltz 

Stenus leptodomus Puthz 

Stenus libanicus Puthz 

Stenus linearis exsectior Puthz 

Stenus maharaja Puthz 

Stenus mantiqueira Puthz 

Stenus marginiventris Puthz 

Stenus medus Puthz 

Stenus melanchrus Puthz 

Stenus midas Puthz 

Stenus montium Puthz 

Stenus nigrificatus Puthz 

Stenus nigrosplendens Puthz 

Stenus nitidiceps Puthz 

Stenus notatipennis Puthz 

Stenus obscuricornis Benick 

Stenus periscelidifer Puthz 

Stenus piceolus Puthz 

Stenus platythrix Puthz 

Stenus psammophilus Puthz 

Stenus pseudocoeruleus Puthz 

Stenus pseudoboops Puthz 

Stenus pullus Puthz 

Stenus pushan Puthz 

Stenus quebecensis Puthz 

Stenus reconditus breviusculus Puthz 

Stenus ressli Puthz 

Stenus sacrimontis Puthz 

Stenus sakana Hromädka 

Stenus sakura Hromädka 

Stenus sangha Puthz 

Stenus sannator Puthz 

Stenus scaenicus Puthz 

Stenus schab Puthz 

Stenus scheerpeltzi Puthz 

Stenus scissus Puthz 

Stenus scorpio Puthz 

Stenus scruposus Puthz 

Stenus sengleti Puthz 

Stenus setiger Puthz 

Stenus setosivestis Puthz 

Stenus sikh Puthz 

Stenus simplicipennis Puthz 



2 PT 


USA 


1 PT 


Balkan 


2PT 


Brasilien 


2 PT 


Rußland 


2 PT 


Mexiko 


1 PT 


Österreich 


1 PT 


Peru 


1 PT 


Vietnam 


2 PT 


Peru 


1 PT 


Sizilien 


1 PT 


Afghanistan 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Brasilien 


1 PT 


Frankreich 


1 PT 
4PT 


Nepal 
Afghanistan 


2PT 


USA 


4PT 


Türkei 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Sibirien 


4PT 


Mexiko 


1 PT 


Afghanistan 


1 PT 


Costa Rica 


1 PT 


Libanon 


1 PT 


Südafrika 


1 PT 


Indien 


1 PT 


Brasilien 


1 PT 
1 PT 


Nepal 
Iran 


1 PT 


Kongo 


3 PT 


Neu Guinea 


1 PT 


Kongo 


1 PT 


Ekuador 


2 PT 


Mexiko 


1 PT 


Indien 


1 PT 


Indien 


1 PT 


Brasilien 


2 PT 


Indien 


1 PT 


Kamerun 


3 PT 


Südostasien 


1 PT 


Mexiko 


1 PT 


Südostasien 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Kongo 


1 PT 
1 PT 


Nepal 
Kanada 


4PT 


Kanada 


1 PT 


Iran 


1 PT 


Balkan 


1 PT 
1 PT 
1 PT 
3 PT 


Japan 
Japan 
Nepal 
Indien 


1 PT 


Mexiko 


3 PT 


Iran 


4PT 


Kamerun 


1 PT 


Brasilien 


2 PT 


Costa Rica 


1 PT 


Mexiko 


1 PT 


Spanien 


1 PT 


USA 


1 PT 


Costa Rica 


1 PT 


Kaschmir 


3PT 


Indien 



18 



STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 508 



Sterins sordidus Puthz 

Sterins stigmula rhizius Puthz 

Sterins subcordatus Puthz 

Sterins tacitus Puthz 

Sterins tanzaniae Puthz 

Stenus tardus Puthz 

Stenus theresae Hromädka 

Stenus torrentum Cameron 

Stenus trapezipennis Puthz 

Stenus tridentipennis Puthz 

Stenus truncatus Puthz 

Stenus tumidicollis Puthz 

Stenus vellersi Ryvkin 

Stenus venezuelanus Hromädka 

Stenus vicinoides Puthz 

Stenus vinnulus Casey 

Stenus wränge li Puthz 

Dianous amicus Puthz 

Dianous benicki Puthz 

Dianous burckhardti Puthz 

Dianous dajak Puthz 

Dianous klapperichi Scheerpeltz 

Dianous loeblianus Puthz 
Euaesthetus schawalleri Puthz 

Nazeris pallidipes Reiner 

Nazeris pulcher Aube 
Scopaeus richten Scheerpeltz 
Scopaeus schäuffelei Scheerpeltz 
Lathrobium bosnicum Reitter 
Lathrobium iranicum Scheerpeltz 
Lathrobium richten Scheerpeltz 
Achenium richten Scheerpeltz 
Monocrypta francoiseae Drugmand 
Nepaliellus absurdus Bordoni 
Xantholinus adustus Ushakov 
Xantholinus afghanicus Scheerpeltz 
Neobisnius iranicus Scheerpeltz 
Neobisnius klapperichi Scheerpeltz 
Philonthus bodemeyeri Eppelsheim 
Phüonthus cyaneonitens Schillhammer 
Philonthus diversiceps Bernhauer 
Philonthus gabrioides Bernhauer 
Philonthus gilvisuturatus Scheerpeltz 
Philonthus irako -iranicus Scheerpeltz 
Philonthus nigrolineatus Bernhauer 
Philonthus pagmanensis Scheerpeltz 
Philonthus schäuffelei Scheerpeltz 
Quedius franzi najik Smetana 
Quedius schawalleri Smetana 
Habrocerus canariensis Assing & Wunderle 
Habrocerus ibericus Assing & Wunderle 
Bolitobius castaneus boreomontanicus Schülke 
Sepedophilus amurensis Schülke 
Sepedophilus humeraloides Schülke 
Tachinus pastoralis Veselova 
Myllaena klapperichi Scheerpeltz 
Leptusa alpicola Brancsik 
Leptusa merki Bernhauer 
Leptusa wolfrumi Scheerpeltz 
Leptusa foveolicauda Scheerpeltz 
Leptusa subtilealutacea Scheerpeltz 
Falagria klapperichi Scheerpeltz 
Gnypeta klapperichi Scheerpeltz 
Sipalia infirma Weise 



4PT 


Kanada 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Kaschmir 


1 PT 


Kongo 


2PT 


Ostafrika 


2PT 


Sardinien 


2PT 


Brasilien 


3PT 


Kongo 


1PT 


Türkei 


2PT 


Nepal 


1 PT 


Teneriffa 


3PT 


Nepal 


2PT 


Kaukasus 


1 PT 


Venezuela 


2PT 


USA 


1 PT 


Finnland 


1 PT 


USA 


2PT 


Borneo 


1 PT 


Philippinen 


1 PT 


Borneo 


4PT 


Borneo 


3PT 


Afghanistan 


3 PT 


Borneo 


HT3 PT 


Sibirien 


1 PT 


Kaukasus 


1 PT 


Algerien 


HT 


Iran 


HT 8 PT 


Iran 


1 PT 


Balkan 


HT2 PT 


Iran 


HT 


Iran 


HT 53 PT 


Iran 


HT 


Madagaskar 


HT 


Nepal 


1 PT 


Kaukasus 


2PT 


Afghanistan 


HT2 PT 


Iran 


2PT 


Afghanistan 


1 PT 


Balkan 


5PT 


Nepal 


1 PT 


Rußland 


1 PT 


Sibirien 


1 PT 


Afghanistan 


3PT 


Iran 


1PT 


Sibirien 


1 PT 


Afghanistan 


HT 12 PT 


Iran 


2PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


4PT 


Kanaren 


3 PT 


Spanien 


1 PT 


Deutschland 


5PT 


Sibirien 


4PT 


Sibirien 


3PT 


Kaukasus 


1PT 


Afghanistan 


1PT 


Balkan 


1 PT 


Türkei 


2PT 


Deutschland 


3PT 


Österreich 


1 PT 


Österreich 


1PT 


Afghanistan 


1 PT 


Afghanistan 


2PT 


Balkan 



SCHAWALLER, KÄFERSAMMLUNG AM NATURKUNDEMUSEUM 



19 



Atheta iranica Scheerpeltz 
Atheta asperipunctata Scheerpeltz 
Atheta gregancides Scheerpeltz 
Atheta pseudolaticollis Erber & Hinterseher 
Mimacrotana klapperichi Scheerpeltz 
Drusilla schawalleri Kistner 
Pseudapimela afghanica Scheerpeltz 
Pseudapimela klapperichi Scheerpeltz 
Aleochara afghanica Scheerpeltz 
Aleochara opacicollis Bernhauer 
Aleochara irmgardis Vogt 



Pselaphidae 



Batrisodes unisexualis Besuchet 
Brachygluta richten Besuchet 
Trissemus mundulus Besuchet 
Bryaxis galilaeus Besuchet 
Bythinus confusus Besuchet 
Neopselaphus curtipalpis Besuchet 



Scydmaenidae 



Euconnus trapichitei Franz 
Euconnus brunneus Franz 
Euconnus cuyaguanus Franz 
Euconnus- decuanus Franz 
Euconnus maracayanus Franz 
Euconnus ranchograndeanus Franz 
Euconnus hodemeyeri Reitter 
Euconnus conciliator Apfelbeck 
Scydmaenus tingomariae Franz 



Silpha martensi Emetz & Schawaller 
Silpha nepalica Emetz & Schawaller 
Silpha khumbuensis Schawaller 
Silpha obscura mongolica Schawaller 



Silphidae 



HT 10 PT 


Iran 


1 PT 


Afghanistan 


1 PT 


Afghanistan 


2 PT 


Madeira 


1 PT 


Afghanistan 


HT2PT 


Philippinen 


2 PT 


Afghanistan 


7PT 


Afghanistan 


3 PT 


Afghanistan 


2 PT 


Sibirien 


6PT 


Deutschland 


1 PT 


Mitteleuropa 


HT 39 PT 


Iran 


HT5PT 


Iran 


1 PT 


Israel 


1 PT 


Deutschland 


5 PT 


Panama 


1 PT 


Venezuela 


1 PT 


Venezuela 


HT 1 PT 


Venezuela 


HT 


Venezuela 


HT 


Venezuela 


HT 


Venezuela 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Balkan 


11 PT 


Peru 


3PT 


Nepal 


10 PT 


Nepal 


3 PT 


Nepal 


HT 1 PT 


Mittelasien 



Cholevidae (Catopidae) 

Ptomaphaginus geigenmuellerae Perreau 

Ptomaphaginus nepalomimus Perreau 

Ptomaphaginus schawalleri Perreau 

Ptomaphaginus thieleni Perreau 

Ptomaphaginus trautneri Perreau 

Anemadus graecus paganettii Obenberger 

Catops martensi Perreau 

Mesocatops himalayanus Perreau 

Bathyscia turcica Reitter 

Ceuthmonocharis matjasici Pretner 

Speocharis escalerai Jeannel 

Speocharis sharpi Escalera 

Aphaobius milleri hölzeli Mandl 

Aphaobius milleri winkleri Mandl 

Aphaobius müllerianus Pretner 

Aphaobius budnar-lipoglavseki mozirjensis Pretner 

Aphaobius tisnicensis Pretner 

Oryotus micklitzi identatus Pretner 

Orostygia pretneri (Autor?) 

Astagobius angustatus deelemani Pretner 

Leonhardia sydowi Weiss 

Leonhardia wellneri Weiss 

Leonhardia winkleri Weiss 



HT 


Thailand 


HT 


Nepal 


HTl PT 


Nepal 


HT 1 PT 


Thailand 


HT 


Thailand 


1 PT 


Kreta 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


1 PT 


Türkei 


3 PT 


Balkan 


1 PT 


Spanien 


1 PT 


Spanien 


3 PT 


Österreich 


1 PT 


Österreich 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Balkan 


2 PT 


Balkan 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Balkan 


31 PT 


Balkan 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Balkan 



20 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 508 



Antrosedes longicollis Pretner 
Antroherpon charon Reitter 
Antroherpon primitivum jeanelli Winkler 
Antroherpon tierbenaeni Zariquiey 



Agyrtidae 



Apteroloma longulum Schawaller 
Apteroloma dolpoense Schawaller 
Apteroloma latum Schawaller 
Apteroloma heinzi Schawaller 
Apteroloma neelumensis Schawaller 
Necrophilus rupinensis Schawaller 



Leiodidae 



Hydnobius klapperichi Hlisnikovsky 
Leiodes austriaca Daffner 
Leiodes bengalica Daffner 
Leiodes besucheti Daffner 
Leiodes caucasica Daffner 
Leiodes curtitarsale Daffner 
Leiodes franki Daffner 
Leiodes klapperichi Daffner 
Leiodes loebli Daffner 
Leiodes rosai Daffner 
Leiodes smetanai Daffner 
Leiodes stephani Baranowski 
Leiodes strigipenne Daffner 
Leiodes subconvexa Daffner 
Leiodes tarsulata Daffner 
Leiodes taurica Daffner 
Leiodes variabilis Daffner 
Leiodes variipennis Baranowski 
Zeadelopus bengalicus Daffner 
Zeadelopus besuchen Daffner 
Zeadelopus bivofeolatus Daffner 
Zeadelopus fulvus Daffner 
Zeadelopus globus Daffner 
Zeadelopus maoricus Daffner 
Zeadelopus minimus Daffner 
Zeadelopus nanula Daffner 
Zeadelopus oklahomensis Daffner 
Zeadelopus punctaticollis Daffner 
Zeadelopus rubricornis Daffner 
Zeadelopus sedlaceki Daffner 
Zeadelopus tantillus Daffner 
Zeadelopus validipes Daffner 
Cyrtusa antennaria Daffner 
Cyrtusa grossepunctata Daffner 
Cyrtusa meghalayana Daffner 
Cyrtusa stewarti Daffner 
Liocyrtusa agnata Daffner 
Lwcyrtusa besucheti Daffner 
Liocyrtusa lateripunctata Daffner 
Liocyrtusa stephani Daffner 
Hypaliodes amplipenne Daffner 
Hypaliodes angulicolle Daffner 
Hypaliodes capitata Daffner 
Hypaliodes muehlei Daffner 
Lionthus forticornis Daffner 
Paracyrtusoma bullata Daffner 
Ovocyrtusa atricornis Daffner 
Ovocyrtusa bicolor Daffner 
Ovocyrtusa bipunctata Daffner 



41 PT 


Balkan 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Pakistan 


2PT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


HT 8 PT 


Pakistan 


HT7PT 


Pakistan 


2PT 


Nepal 


HT 


Afghanistan 


HT 1 PT 


Österreich 


1 PT 


Indien 


13 PT 


Indien 


HT 


Kaukasus 


1 PT 


Mongolei 


HT2PT 


Nepal 


HT 


Taiwan 


2PT 


Indien 


HT 


Italien 


1 PT 


Nepal 


1 PT 


USA 


HT5 PT 


Europa 


HT8 PT 


Europa 


HT 


Kaukasus 


1 PT 


Krim 


1 PT 


Nepal 


1 PT 


USA 


3 PT 


Indien 


3 PT 


Indien 


HPT 


USA 


1 PT 


Nepal 


1 PT 


Indien 


5PT 


Neuseeland 


2PT 


Indien 


4PT 


Indien 


HT7PT 


USA 


1 PT 


Neu Guinea 


6PT 


USA 


HT 


Neu Guinea 


HT 


Neu Guinea 


4PT 


Neuseeland 


2PT 


Japan 


HT 20 PT 


USA 


1 PT 


Indien 


3 PT 


Japan 


4PT 


Thailand 


1 PT 


Israel 


1 PT 


Thailand 


HT 


USA 


HT 


Ostafrika 


HT 


Zaire 


HT 


Ostafrika 


HT 


Ostafrika 


HT 18 PT 


USA 


1 PT 


Indien 


6PT 


Chile 


7PT 


Chile 


7PT 


Chile 



SCHAWALLER, KÄFERSAMMLUNG AM NATURKUNDEMUSEUM 



21 



Ovocyrtusa newtoni Daffner 
Ovocyrtusa tbayeri Daffner 
Pseudcolenis aciculata Daffner 
Pseudcolenis besuchen Daffner 
Pseudcolenis ßavicollis Daffner 
Pseudcolenis forticornis Daffner 
Pseudcolenis klapperichi Daffner 
Pseudcolenis loebli Daffner 
Pseudcolenis rotundata Daffner 
Pseudcolenis sedlaceki Daffner 
Dermatohomoeus besuchetianus Daffner 
Dermatohomoeus brunneus Daffner 
Dermatohomoeus fulvus Daffner 
Dermatohomoeus garous Daffner 
Dermatohomoeus indicus Daffner 
Dermatohomoeus khasicus Daffner 
Dermatohomoeus loeblianus Daffner 
Dermatohomoeus longicornis Daffner 
Dermatohomoeus muehlei Daffner 
Dermatohomoeus obscuratus Daffner 
Dermatohomoeus punctatus Daffner 
Dermatohomoeus rufus Daffner 
Dermatohomoeus sedlaceki Daffner 
Dermatohomoeus striatipennis Daffner 
Dermatohomoeus strigellus Daffner 
Dermatohomoeus wachteli Daffner 
Ansibaris claudei Daffner 
Ansibaris glabricollis Daffner 
Ansibaris latistriatus Daffner 
Ansibaris strigipennis Daffner 
Creagrophorus japonicus Daffner 
Creagrophorus loebli Daffner 
Popeus muehlei Daffner 
Cyrtusiola hansi Daffner 
Allocolenisia multistriata Daffner 
Allocolenisia semistriata Daffner 
Colenisia besuchen Hlisnikovsky 
Colenisia ceylanica Hlisnikovsky 
Colenisia clavigera Daffner 
Colenisia curticornis Daffner 
Colenisia ferruginea Daffner 
Colenisia ghanica Daffner 
Colenisia glabella Daffner 
Colenisia ivani Daffner 
Colenisia johanni Daffner 
Colenisia laticorne Daffner 
Colenisia macrophthalma Daffner 
Colenisia marginella Daffner 
Colenisia microphthalma Daffner 
Colenisia muehleiana Daffner 
Colenisia mussardiana Daffner 
Colenisia nanula Daffner 
Colenisia nigrofusca Daffner 
Colenisia orbiculata Daffner 
Colenisia ovalis Daffner 
Colenisia parumpunctata Daffner 
Colenisia parvula Hlisnikovsky 
Colenisia pecki Daffner 
Colenisia pilumna Daffner 
Colenisia polita Daffner 
Colenisia punctatula Daffner 
Colenisia punctipenne Daffner 
Colenisia punctulata Daffner 
Colenisia rotunda Daffner 



11 PT 


Chile 


6PT 


Chile 


3 PT 


Indien 


1 PT 


Indien 


4PT 


Indien 


HT 1 PT 


Taiwan 


HT4PT 


Taiwan 


1 PT 


Indien 


8 PT 


Vietnam 


HT 


Neu Guinea 


3PT 


Indien 


8 PT 


Indien 


1 PT 


Neu Guinea 


5PT 


Indien 


8 PT 


Indien 


5PT 


Indien 


8 PT 


Indien 


3 PT 
HT3 PT 


Nepal 
Ostafrika 


8 PT 


Indien 


1 PT 


Thailand 


8 PT 


Indien 


HT 


Neu Guinea 


2 PT 


Vietnam 


7PT 


Indien 


HT4PT 


Australien 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Türkei 


HT 


Kaukasus 


2 PT 
2 PT 
HT 1 PT 


Japan 
Nepal 
Ostafrika 


HT2PT 


Ostafrika 


3 PT 


Thailand 


1 PT 


Thailand 


1 PT 


Sri Lanka 


1 PT 


Sri Lanka 


HT 


Vietnam 


1 PT 


Indien 


HT 


Ostafrika 


2PT 


Ghana 


HT2PT 


Taiwan 


10 PT 


Indien 


HT4PT 


Taiwan 


HT 


Neu Guinea 


5PT 


Indien 


1 PT 


Indien 


1 PT 


Neu Guinea 


HT8 PT 


Ostafrika 


14 PT 


Indien 


HTll PT 


Sumatra 


HT 17 PT 


Ostafrika 


HT3 PT 


Neukaledonien 


HT5PT 


Taiwan 


1 PT 


Australien 


1 PT 


Sri Lanka 


1 PT 
1 PT 


Japan 

Neu Guinea 


5 PT 


Indien 


3 PT 


Indien 


HT 


Neu Guinea 


2 PT 


Australien 


HT3 PT 


Taiwan 



22 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 508 



Colenisia semistriata Daffner 
Colenisia sericea Daffner 
Colenisia straminea Daffner 
Colenisia topali Daffner 
Colenisia wachteliana Daffner 
Anisotoma martensi Angelini & De Marzo 
Stetholiodes schawalleri Angelini & De Marzo 
Liodopria nepalensis Angelini & De Marzo 
Agathidium acuminatum Angelini & De Marzo 
Agathidium anophthalmicum Angelini & De Marzo 
Agathidium bagmaticum Angelini & De Marzo 
Agathidium hidentatum Angelini & De Marzo 
Agathidium brancuccii Angelini & De Marzo 
Agathidium crinitum Angelini & De Marzo 
Agathidium curtum Angelini & De Marzo 
Agathidium deoralicum Angelini & De Marzo 
Agathidium detritum Angelini & De Marzo 
Agathidium dissimile Angelini & De Marzo 
Agathidium dobaticum Angelini & De Marzo 
Agathidium elegans Angelini & De Marzo 
Agathidium excelsum Angelini & De Marzo 
Agathidium fatuum Angelini & De Marzo 
Agathidium fulcratum Ängelini & De Marzo 
Agathidium geminatum Angelini & De Marzo 
Agathidium guagir Angelini & De Marzo 
Agathidium Imitator Angelini & De Marzo 
Agathidium immodicum Angelini & De Marzo 
Agathidium ineptum Angelini & De Marzo 
Agathidium inquietum Angelini & De Marzo 
Agathidium invalidum Angelini & de Marzo 
Agathidium ishvara Angelini & De Marzo 
Agathidium jaccondi Angelini & De Marzo 
Agathidium kharkaense Angelini & De Marzo 
Agathidium khasicum Angelini & De Marzo 
Agathidium kuwapanicum Angelini & De Marzo 
Agathidium lassethamense Angelini &: De Marzo 
Agathidium lividum Angelini & De Marzo 
Agathidium martensi Angelini & De Marzo 
Agathidium martensianum Angelini & De Marzo 
Agathidium mussardi Angelini & De Marzo 
Agathidium pakistanicum Angelini & De Marzo 
Agathidium palnicum Angelini & De Marzo 
Agathidium pedemontanum Angelini & De Marzo 
Agathidium pseudoparia Angelini & De Marzo 
Agathidium pseudotibiale Angelini & De Marzo 
Agathidium rusticanum Angelini & De Marzo 
Agathidium schawalleri Angelini & De Marzo 
Agathidium semirufum Angelini &: De Marzo 
Agathidium senile Angelini & De Marzo 
Agathidium signatum Angelini & De Marzo 
Agathidium sikkimense Angelini & De Marzo 
Agathidium smetanai Angelini & De Marzo 
Agathidium sparsum Angelini & De Marzo 
Agathidium sudra Angelini & De Marzo 
Agathidium sumatrense Angelini & De Marzo 
Agathidium swaticum Angelini & De Marzo 
Agathidium tenebricosum Angelini & De Marzo 
Agathidium visnu Angelini & De Marzo 
Agathidium wittmeri Angelini & De Marzo 
Agathidium yamputhinense Angelini & De Marzo 
Agathidium yeti Angelini & De Marzo 



6PT 


Indien 


3 PT 


Australien 


1 PT 


Neu Guinea 


2 PT 


Vietnam 


HT 


Australien 


HT 1 PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


1 PT 


Indien 


4PT 


Nepal 


3 PT 


Nepal 


2 PT 


Indien 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 81 PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


2 PT 


Nepal 


5PT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


HT 20 PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT3 PT 


Nepal 


HTll PT 


Nepal 


2 PT 


Pakistan 


HT 1 PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT3 PT 


Nepal 


HT6PT 


Nepal 


HT3 PT 


Nepal 


2PT 


Nepal 


1 PT 


Malaysia 


HT 51 PT 


Nepal 


1 PT 


Indien 


5 PT 


Nepal 


HT 14 PT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


5PT 


Indien 


HT9PT 


Nepal 


5 PT 


Indien 


5 PT 


Pakistan 


1 PT 


Indien 


HT 


Nepal 


5PT 


Indien 


HT 1 PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 104 PT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


4PT 


Pakistan 


HT 


Nepal 


3 PT 


Indien 


5PT 


Nepal 


HT 12 PT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


3 PT 


Sumatra 


1 PT 


Pakistan 


1 PT 


Nepal 


2 PT 


Nepal 


1 PT 


Indien 


HT5 PT 


Nepal 


HT 


Nepal 



SCHA WALLER, KÄFERSAMMLUNG AM NATURKUNDEMUSEUM 



23 



S c a p h i d i i d a e 



Scaphidium melanogaster Löbl 
Scaphidium nepalense Löbl 
Pseudobironium rufitarse 
Bironium bidens Löbl 
Bironium nepalense Löbl 
Scapbisoma adjacens Löbl 
Scaphisoma alacre Löbl 
Scapbisoma aurorae Löbl 
Scapbisoma baloo Löbl 
Scaphisoma bbareko Löbl 
Scaphisoma clavigerum Löbl 
Scaphisoma dives Löbl 
Scaphisoma fratellum Löbl 
Scaphisoma interjectum Löbl 
Scaphisoma jado Löbl 
Scaphisoma karen Löbl 
Scaphisoma simplicipenis Löbl 
Scaphisoma suthepense Löbl 
Scaphisoma varians Löbl 
Baeocera africana Löbl 
Baeocera amicula Löbl 
Baeocera cribrata Löbl 
Baeocera crinita Löbl 
Baeocera martensi Löbl 
Baeocera microptera Löbl 
Baeocera mustangensis Löbl 
Baeocera pseudolenka Löbl 
Baeocera reducta Löbl 
Baeocera schawalleri Löbl 
Baeocera scbreyeri Löbl 
Baeocera sordidoides Löbl 
Baeocera suthepensis Löbl 
Baeocera thoracica Löbl 
Xotidium uniforme Löbl 



D i s c o 1 o m i d a e 



Parmaschema loebli Schawaller 
Aphanocephalus assamensis Schawaller 
Aphanocephalus besuchen Schawaller 
Aphanocephalus ganganicus Schawaller 
Aphanocephalus gorkhus Schawaller 
Aphanocephalus himalayanus Schawaller 



1 PT 


Indien 


1PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


3PT 


Thailand 


1 PT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


5PT 


Nepal 


6PT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


11 PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


10 PT 


Thailand 


HT 1 PT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


3 PT 


Nepal 


1 PT 


Thailand 


25 PT 


Nepal 


1 PT 


Thailand 


37 PT 


Nepal 


1 PT 


Rwanda 


1 PT 


Florida 


HT 1 PT 


Nepal 


24 PT 


Nepal 


7PT 


Nepal 


2PT 


Indien 


1 PT 


Nepal 


1 PT 


Indien 


HT2 PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


1 PT 


Thailand 


4PT 


Indien/Nepal 


1 PT 


Thailand 


1 PT 


Indien 


6PT 


Nepal 


1 PT 


Indien 


1 PT 


Indien 


3 PT 


Pakistan 


1 PT 


Indien 


HT4PT 


Nepal 


5PT 


Nepal 



Histeridae 



Chaetabraeus kanaari Gomy 
Chaetabraeus schawalleri Gomy 
Xerosaprinus hidalgo Mazur 
Cbalcionellus io Mazur 
Pholioxenus schawalleri Mazur 
Terametopon namibiensis Mazur 
Bacanius martensi Gomy 
Australomalus schawalleri Mazur 
Australomalus sherpa Mazur 
Mesoterix pentatoma Mazur 
Platysoma glabrifrons Mazur 
Exotoxus crypticus Mazur 
Paratropus connectens Kanaar 
Paratropus girardi Kanaar 
Paratropus hervei Kanaar 
Paratropus vallenduuki Kanaar 



HT 1 PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


2PT 


Nicaragua 


HT 1 PT 


Namibia 


HT3 PT 


Marokko 


HT 


Namibia 


HTl PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT4PT 


Nepal 


HT3 PT 


Sulawesi 


HT2PT 


Sulawesi 


HT2PT 


Nepal 


2PT 


Elfenbeinküste 


1 PT 


Guinea 


3PT 


Liberia 


1 PT 


Togo 



24 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 508 



Lycidae 



Plateros schawalleri Kazantsev 
Punicealis martensi Kazantsev 
Trichalus firmus Bocäk 
Trichalus indistinctus Bocäk 



Lucidina klapperichi Pic 
Lampyris pallida Geisthardt 
Lampyris sardiniae Geisthardt 
Lampyris colorata Geisthardt 
Lampyris graeca Geisthardt 
Lampyris riegeri Geisthardt 



Paulusiella fossulatipennis Mandl 
Paulusiella pallida Mandl 
Paulusiella richten Mandl 
Paulusiella richten acuticollis Mandl 





HT 
HT 
4PT 


Nepal 
Nepal 
Neu Guinea 




1 PT 


Neu Guinea 


Lampyridae 








1 PT 


China 




1 PT 


Malta 




5PT 


Sardinien 




HT 


Santorin 




HT 


Griechenland 




HT 1 PT 


Griechenland 


Karumiidae 








1 PT 


Pakistan 




HT 1 PT 


Iran 




HT7PT 


Iran 




HT 


Iran 



Cantharidae 



Themus sikkimensis indicus Wittmer 
Athemus lalaensis Wittmer 
Cantharis ciliciensis Bourg 
Cantharis erynota Bourg 
Cantharis korbi Pic 
Cantharis conditica Pic 
Cantharis luteolimbata Pic 
Gymnocantharis himalaica Wittmer 
Fissocantharis buonloiensis Wittmer 
Fissocantharis kontumensis Wittmer 
Rhagonycha bodoi Pic 
Rhagonycha lederi Pic 
Rhagonycha richten Wittmer 
Kandyosilis bicoloripes Wittmer 
Macrosilis circumcincta Wittmer 
Laemoglyptus tamdaoensis Wittmer 
Malthinus deceptor Baudi 
Malthinus incrassipes Wittmer 
Malthinus neapolitanus Pic 
Malthinus sibilleae Wittmer 
Malthinus sordidus Kiesewetter 
Malthodes acutopygus Wittmer 
Malthodes ponferradanus Pic 
Malthodes Jordaniern Wittmer 
Malthodes koestlini Wittmer 
Malthodes lobatus Kiesewetter 
Malthodes manubriatus Kiesewetter 
Malthodes pirazzolii Ganglbauer 
Malthodes spathifer Kiesewetter 
Malthodes umbrosus Kiesewetter 
Trypherus nuristanicus Wittmer 



HT 1 PT 

2 PT 
1 PT 
1 PT 
1 PT 
1 PT 
1 PT 

HT 10 PT 
HT 1 PT 

3 PT 

1 PT 

2 PT 
HT 

HTl PT 
HT3 PT 
HT 1 PT 
1 PT 

1 PT 
1 PT 
1 PT 
2PT 
23 PT 
4PT 
13 PT 
6PT 
2PT 
1 PT 
1 PT 
1 PT 
1 PT 
15 PT 



Indien 

Taiwan 

Türkei 

Türkei 

Sibirien 

Sibirien 

Sibirien 

Kaschmir 

Vietnam 

Vietnam 

Türkei 

Sibirien 

Iran 

Vietnam 

Vietnam 

Vietnam 

Italien 

Afghanistan 

Italien 

Jordanien 

Italien 

Jordanien 

Spanien 

Jordanien 

Kreta 

Italien 

Italien 

Italien 

Italien 

Italien 

Afghanistan 



Idgia afghana Wittmer 



Prionoceridae 



HT7PT 



Afghanistan 



Drilidae 



Dodecatoma riedeli Wittmer 



HT 



Indk 



SCHAWALLER, KÄFERSAMMLUNG AM NATURKUNDEMUSEUM 



25 



Malachiidae 



Brachemys dalmatinus Müller 
Cephaloncus nuristanicus Wittmer 
Troglops olympicus Wittmer 
Abeillea minutula Wittmer 
Hypebaeus afghanistanicus Wittmer 
Hypebaeus coronatus Wittmer 
Hypebaeus klappericbi Wittmer 
Hypebaeus nuristanicus Wittmer 
Charopus apicalis Kiesewetter 
Ebaeus gibbosus Wittmer 
Ebaeus schawalleri Wittmer 
Ebaeus tibiaemaculatus Wittmer 
Attalus incisopygus Wittmer 
Attalus pygidialis bicornutus Wittmer 
Malachinus karpathosensis Wittmer 



Dasytes creticus Constantin 



Dascillus klappericbi Pic 



Callimerus koenigi Pic 
Opilio hladilorum Winkler 
Opilio klappericbi Winkler 
Trichodes inapicipennis Pic 
Trichodes sedlaceki Winkler 
Eleale plicaticollis Schenkung 
Afghanobaenus jarmilae Winkler 



Mezium gracilicorne Pic 
Sphaericus africanus Pic 
Sphaericus brasiliensis Pic 
Eurostoptinus algericus Pic 
Ptinus binhumus Pic 
Ptinus deplanatus Pic 
Ptinus klappericbi Pic 
Ptinus longipilis Pic 
Ptinus merkli Pic 
Ptinus niger Pic 
Ptinus obscuricollis Pic 
Ptinus reitteri Pic 
Ptinus sulcithorax Pic 
Ptinus tuniseus Pic 



Dasytidae 



Dascillidae 



Cleridae 



Ptinidae 



1 PT 


Balkan 


6PT 


Afghanistan 


HT 


Griechenland 


15 PT 


Afghanistan 


14 PT 


Afghanistan 


10 PT 


Afghanistan 


12 PT 


Afghanistan 


25 PT 


Afghanistan 


1 PT 


Italien 


11 PT 


Afghanistan 


HT2PT 


Israel 


11 PT 


Afghanistan 


2PT 


Taiwan 


2PT 


Taiwan 


HT3 PT 


Griechenland 



4PT 



1 PT 



7PT 

7PT 
1 PT 
14 PT 
2PT 
1 PT 
8 PT 



4PT 
2PT 
1 PT 
2PT 
1 PT 
1 PT 
1 PT 
2PT 
1 PT 
1 PT 
1 PT 
2PT 
1PT 
1 PT 



Kreta 



China 



China 

Griechenland 

Afghanistan 

China 

Afghanistan 

Tasmanien 

Afghanistan 



St. Thome 

Afrika 

Brasilien 

Algerien 

Tonkin 

China 

Afghanistan 

? 

Türkei 
? 

Algerien 
Algerien 
China 
Tunesien 



Elateridae 



Tetralobus hemirhipoides richten Laurent 
Ampedus nepalensis Schimmel 
Ampedus schawalleri Schimmel 
Hypnoides haplonotus Reitter 
Cardiophorus schmalfussi Chassain 
Cardiophorus spatulatus Chassain 
Senodonia brancucci Schimmel & Platia 
Penia cinctus Schimmel & Platia 
Penia hayekae Schimmel & Platia 
Penia holzschuhi Schimmel & Platia 
Penia longicollis Schimmel & Platia 



HT 
1 PT 
1 PT 


Äthiopien 

Nepal 

Kaschmir 


1 PT 


Mittelasien 


HT8PT 


Santorin 


HT2PT 


San torin 


1 PT 
HT3PT 


Nepal 
Nepal 


4PT 
1 PT 
HT 


Nepal 
Nepal 
Nepal 



26 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 508 



Penia martensi Schimmel & Platia 
Penia similis Schimmel & Platia 
Paracsikia nigerrimus Schimmel & Platia 
Pseudocsikia rusticus Schimmel & Platia 
Dima caetratus Schimmel & Platia 
Dima martensi Schimmel & Platia 
Dima schawalleri Schimmel & Platia 
Dima hladilorum Schimmel 
Elater asmodaius Wurst 
Silesis atramentarius Platia & Schimmel 
Silesis canaliculatus Platia &: Schimmel 
Silesis candezei Platia & Schimmel 
Silesis martensi Platia & Schimmel 
Silesis migliaccioi Platia &C Schimmel 
Silesis numerosus Platia & Schimmel 
Silesis probsti Platia Sc Schimmel 
Silesis punctatus Platia & Schimmel 
Silesis rugosus Platia & Schimmel 
Silesis sabatinelli Platia & Schimmel 
Silesis singularis Platia & Schimmel 
Silesis umbilicatus Platia & Schimmel 
Silesis wewalkai Platia & Schimmel 



Buprestidae 



Lampra archaica Brandl 

Phaenops knoteki turcica Niehuis 

Anthaxia eugeniae halperini Niehuis 

Anthaxia klessi Niehuis 

Anthaxia niehuisi Brandl 

Anthaxia submontana Obenberger 

Anthaxia thalassophila pseudokervillei Niehuis 

Anthaxia ursulae Niehuis 

Agrilaxia jaegeri Obenberger 

Agrilus curti Obenberger 

Agrilus oliveri Niehuis 

Agrilus sylviae Niehuis 

Agrilis xenius Obenberger 

Agrilus tacitus Kerr 

Agrilus theryi Obenberger 

Aphanisticus tantillus Obenberger 

Trachys pacifica Kerr 



Heteroceridae 



Heterocerus 
Heterocerus 
Heterocerus 
Heterocerus 
Heterocerus 
Heterocerus 
Heterocerus 
Heterocerus 
Heterocerus 
Heterocerus 



alcicornis Mascagni 
hardei Mascagni 
lorenzevae Mascagni 
persicus Mascagni 
philippensis thieleni Mascagni 
gabriellae Mascagni 
grohmanni Mascagni 
luciae Mascagni 
martensi Mascagni 
schawalleri Mascagni 



Hydrophilidae 



Ochthebius legionensis Hebauer & Valladares 

Ochthebius taurulus Hebauer 

Ochthebius orientalis Janssens 

Ochthebius romanicus Ienistea 

Ochthebius hebaueri Jäch 

Hydraena ariana Janssens 

Helophorus splendidus auliensis Chiesa 



HT 


Nepal 


HTl PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HTl PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


2 PT 


Balkan 


HT 


Griechenland 


13 PT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


2 PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


6PT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


19 PT 


Nepal 


HT5PT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


1 PT 


Griechenland 


HT 1 PT 


Türkei 


HTl PT 


Israel 


HT 1 PT 


Israel 


2PT 


Türkei 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Griechenland 


2 PT 


Türkei 


1 PT 


Brasilien 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Türkei 


HTl PT 


Türkei 


1 PT 


Key Inseln 


1 PT 


Mexiko 


1 PT 


Brasilien 


1 PT 


Kamerun 


1 PT 


China 


1 PT 


Paraguay 


HT 62 PT 


Äthiopien 


HT6PT 


Thailand 


HT 22 PT 


Iran 


HT4PT 


Thailand 


HT 14 PT 


Thailand 


HT 10 PT 


Burma 


HT2PT 


Thailand 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


4PT 


Spanien 


HT6PT 


Frankreich 


4PT 


Afghanistan 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Balkan 


2PT 


Afghanistan 


2 PT 


Afghanistan 



SCHAWALLER, KÄFERSAMMLUNG AM NATURKUNDEMUSEUM 



27 



Laccobius afghanus Chiesa 
Laccobius indukuschi Chiesa 
Helochares lividoides Hebauer & Hansen 
Enochrus isotae Hebauer 
Enochrus schawalleri Hebauer 
Hydrous piesbergeni Reitter 
Berosus assamensis Schödl 
Berosus birmensis Schödl 
Berosus indicus bactrianus Chiesa 
Berosus nigerianus Schödl 
Berosus jaecbi Schödl 
Berosus siamensis Schödl 



Byrrhidae 



Simplocaria deubeli Ganglbauer 
Morychus dorensis Münster 
Pedilophorus auratus bosnicus Paulus 
Pedilophorus bulgaricus Paulus 
Curimopsis uralensis Pütz 



Dermestidae 



Dermestes brauni Kalik 

Dermestes intermedius Kalik 

Dermestes szekessyi borealis Kalik 

Dermestes undulatus martensi Kalik 

Dermestes freudei Kalik 

Dermestes leechi Kalik 

Attagenus apicebrunneus Kalik 

Attagenus klapperichi Kalik 

Attagenus kratochvili Kalik 

Attagenus lategriseus Kalik 

Attagenus nigroluteus Kalik 

Attagenus okahandjensis Kalik 

Attagenus pfeffert Kalik 

Attagenus roeri Kalik 

Trogoderma koenigi Pic 

Trogoderma testaceum Kalik 

Dearthus quinquemaculatus Kalik 

Orpbinus maculifasciatus Kalik 

Tiresiomorpha klapperichi Pic 

Anthrenus iranicus Kalik 

Anthrenus nipponensis Kalik 

Anthrenus pimpinellae mroczkowski Kalik 

Anthrenus szekessyi Kalik 

Anthrenus jelineki Kalik 

Anthrenus pseudoverbasci Kalik 

Anthrenus angustus Kalik 

Anthrenus klapperichi Kalik 

Anthrenus uniformis Kalik 

Anthrenus distictus Kalik 



Jacobsoniidae 



Sarothrias crowsoni Löbl & Burckhardt 
Derolathrus troglophilus Löbl & Burckhardt 



3 PT 


Afghanistan 


5PT 


Afghanistan 


1 PT 


Israel 


1 PT 


Balkan 


HT4PT 


Mittelasien 


5PT 


Indien 


1 PT 


Indien 


1 PT 


Birma 


6PT 


Afghanistan 


1 PT 


Westafrika 


1 PT 


Mediterraneum 


37 PT 


Thailand 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Norwegen 


1 PT 


Balkan 


2PT 


Balkan 


HT 1 PT 


Ural 


5PT 


Spanien 


1 PT 


Kreta 


1 PT 


Finnland 


8 PT 


Ladakh 


1 PT 


? 


1 PT 


Indien 


2PT 


Kongo 


5 PT 


Afghanistan 


1 PT 


Elfenbeinküste 


1 PT 


Kongo 


1 PT 


Kongo 


4PT 


Westafrika 


4PT 


Balkan 


2PT 


Namibia 


1 PT 


China 


5PT 


Jordanien 


HT 28 PT 


Afghanistan 


2PT 


Nepal 


40 PT 


China 


3 PT 


Iran 


4PT 


Japan 


5PT 


Griechenland 


4PT 


Balkan 


70 PT 


Iran 


200 PT 


Iran 


115 PT 


Iran 


HT 100 PT 


Afghanistan 


3 PT 


Iran 


HT 95 PT 


Afghanistan 


1 PT 


Sabah 


4PT 


Fiji 



Meligethes funerus Jelinek 
Meligethes immagnus Kirejtshuk 
Carpophilus decoloratus Kirejtshuk 
Carpophilus nepalensis Kirejtshuk 
Epuraea angusticlavis Kirejtshuk 



Nitidulidae 



3 PT 


Italien 


1 PT 


China 


1 PT 


Indien 


HT2PT 


Nepal 


HT 


Nepal 



28 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 508 



Epuraea femoralis Kirejtshuk 

Epuraea himalayensis Kirejtshuk 

Epuraea riedeli Kirejtshuk 

Epuraea rotundula Kirejtshuk 

Epuraea simplissima Kirejtshuk 

Epuraea subnitida Kirejtshuk 

Parepuraea madagascarensis Kirejtshuk 

Ussuriphia schawalleri Kirejtshuk 

Soronia himalayensis Kirejtshuk 

Soronia lewisi Reitter 

Soronia montana Kirejtshuk 

Amphicrossus japonicus Reitter 

Pocadites divulsus Kirejtshuk 

Oxycnemus malaysiaensis Kirejtshuk 

Pallodes brunnescens Kirejtshuk 

Neopallodes affinis Kirejtshuk 

Neopallodes diffusus Kirejtshuk 

Neopallodes glaesus Kirejtshuk 

Neopallodes turulosus Kirejtshuk 

Lasiodactylus acceptus Kirejtshuk 

Gliscbrocbilus pantherimus Reitter 

Glischrochilus rufiventris Reitter 

Cybocepbalus klappericbi Endrödy-Younga 

Cybocephalus seminulum kandabaricus Endrödy-Younga 



C u c u j i d a e 



Laemophloeus klappericbi Lefkovitch 
Laemophloeus paganettii Obenberger 



Prostomidae 



Prostomis beatae Schawaller 
Prostomis cameronica Schawaller 
Prostomis editbae Schawaller 
Prostomis katrinae Schawaller 
Prostomis kinabaluca Schawaller 
Prostomis lawrencei Schawaller 
Prostomis papuana Schawaller 
Prostomis susannae Schawaller 



Langelandia hummleri Obenberger 
Langelandia paganettii Obenberger 
Dastarcus cyprianus Dajoz 



Colydiidae 



Cryptophagidae 



Atomaria semusta Johnson 



Lathridiidae 



Holoparamecus erebus Rücker 
Holoparamecus lanatus Rücker 
Holoparamecus punctulatus Reitter 
Latbridius klappericbi Johnson 
Enicmus alius Weise 
Enicmus callosus Rücker 
Enicmus frater Weise 
Enicmus latissimus Rücker 
Corticaria luchti Rücker 
Melanophthalma excavata Johnson 
Melanophthalma fukiensis Johnson 
Melanophthalma klappericbi Johnson 
Migneauxia subdola Johnson 



HT4PT 


Indien 


HT 

HT 19 PT 


Nepal 
Indien 


HT 
HT 
HT 
HT 1 PT 


Nepal 
Nepal 
Nepal 
Madagaskar 


HT 14 PT 

HT 

1 PT 

HT 

1 PT 

HT 

HT 60 PT 

HT4PT 

1 PT 


Nepal 

Nepal 

Japan 

Nepal 

Japan 

Nepal 

Malaysia 

Malaysia 

Burma 


1 PT 


Burma 


1 PT 


Burma 


HT 1 PT 
1 PT 


Nepal 
Ostafrika 


1 PT 


Sibirien 


1 PT 


Sibirien 


3 PT 


Afghanistan 


3 PT 


Afghanistan 


3 PT 


Afghanistan 


1 PT 


Kreta 


HT6PT 
1 PT 

HT 30 PT 
HT3 PT 


Nepal 
Malaysia 
Nepal 
Thailand 


1 PT 


Borneo 


11 PT 
3 PT 
1 PT 


Papua/Queensland 
Papua 

Nepal 


1 PT 


Italien 


1 PT 


Korfu 


HT 


Zypern 



2PT 



1 PT 
1 PT 
1 PT 
1 PT 
1 PT 
1 PT 
1 PT 
HT 1 PT 
4PT 

1 PT 

2 PT 
1 PT 
4PT 



Jordanien 



Sumatra 

Sumatra 

Italien 

Afghanistan 

Österreich 

Sumatra 

Deutschland 

Frankreich 

Chile 

Afghanistan 

China 

Sierra Leone 

Afghanistan 



SCHAWALLER, KÄFERSAMMLUNG AM NATURKUNDEMUSEUM 



29 



E n d o m y c h i d a e 

Sphaerosoma apuanum Reitter 
Spbaerosoma compressum Reitter 
Sphaerosoma nevadense Reitter 
Sphaerosoma paganettii Obenberger 
Sphaerosoma paganettii rotundatum Obenberger 
Sphaerosoma scymnoides Reitter 



Epilachna completa Fürsch 

Epilachna suturoguttata Fürsch 

Epilachna schawalleri Canepari 

Scymnus erratus Fürsch 

Scymnus hepaticus Canepari 

Scymnus mellinus Canepari 

Scymnus rufoniger Canepari 

Scymnus schawalleri Canepari 

Scymnus martensi Canepari 

Scymnus trisulicus Canepari 

Ghanius schawalleri Canepari 

Sumnius hoangi Canepari 

Sticholotis duodecimmaculata Canepari 

Sticholotis rufolimhata Canepari 

Exochomus disjunctus Canepari 

Menochilus sexmaculata richten Bielawsk 

Coccinella saucerotti bodemeyeri Weise 



Anogenius clypealis Löbl 



Nacerdes martensi Svihk 
Pseudananconia richten Svihla 
Oedemera nepalensis Svihla 



Rhinosimus caucasicus Reitter 



Oed 





1 PT 


Italien 




1 PT 


Türkei 




1 PT 


Griechenland 




1 PT 


Italien 


•nberger 


1 PT 


Italien 




1 PT 


Türkei 


cinellidae 








HT2 PT 


Äthiopien 




HT2 PT 


Zaire 




HT 


Nepal 




1 PT 


Kongo 




2PT 


Nepal 




1 PT 


Nepal 




HT 


Nepal 




HT 


Nepal 




HT 


Nepal 




HT 


Nepal 




HT 


Nepal 




HT 7PT 


Nepal 




HT 


Nepal 




HT 1 PT 


Nepal 




HT3 PT 


Nepal 


:i 


HT 


Iran 




2PT 


Türkei 


ogeniidae 








HT3 PT 


Malaysia 


emeridae 








HT 


Nepal 




HT 


Iran 




HT 1 PT 


Nepal 



Pythidae 



1 PT 



Türkei 



Anthicidae 



Formicomus klapperichi Uhmann 
Formicomus schuelei Uhmann 
Derarimus fulgens Uhmann 
Derarimus fulvescens Uhmann 
Derarimus riedeli Uhmann 
Tomoderus himaculatus Uhmann 
Tomoderus klapperichi Uhmann 
Tomoderus kuchingensis Uhmann 
Tomoderus magnus Uhmann 
Tomoderus rotundipennis Uhmann 
Tomoderus sulawesiensis Uhmann 
Tomoderus taipingensis Uhmann 
Pseudotomoderus schawalleri Uhmann 
Anthicus plicatipennis Pic 
Pseudoleptaleus schuelei Uhmann 



Serropalpidae 



Synstrophus klapperichi Pic 
Hallomenus klapperichi Pic 
Lederina martensi Nikitsky 
Lederina obscuripennis Nikitsky 



HT2PT 


Taiwan 


HT 


Zambia 


HT 


Borneo 


HT 
HT 


Malaysia 
Borneo 


HT 


Taiwan 


HT9 PT 


Sumatra 


HT 1 PT 


Borneo 


HT 

HT 


Malaysia 
Philippinen 


1 PT 


Sulawesi 


HT 
HT 
2 PT 


Malaysia 

Nepal 

China 


HT 


Madagaskar 


2 PT 


China 


1 PT 


China 


HT 32 PT 
HT 


Nepal 
Nepal 



30 



STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 508 



Lederina schawalleri Nikitsky 
Lederina similis Nikitsky & Belov 
Microscapha nepalensis Nikitsky 



Meloidae 



Cerocoma bodemeyeri Reitter 

Mylabris cinctoides Kaszab 

Mylabris groschkei Kaszab 

Mylabris kirgisica Axentiev 

Mylabris magnoguttata iranica Kaszab 

Mylabris richten Kaszab 

Mylabris scabiosae djiroftana Kaszab 

Mylabris schaeuffelei Kaszab 

Teratolytta klapperichi Kaszab 

Lyttonyx belutschistanica Kaszab 

Meloe coriarius himalayicus Kaszab 

Meloe proscarabaeus sericeorugosus Axentiev 

Stenoria richten Kaszab 

Steniselma carpanetoi Bologna 

Zonitoschema iranica Kaszab 



Lagriidae 



Cerogria montana Merkl 
Lagria paracomosella Merkl 
Lagria schawalleri Merkl 
Arunogria pubescens Merkl 
Xanthalia clavata Merkl 
Xanthalia martensi Merkl 



Borboresthes klapperichi Pic 
Hymenalia klapperichi Pic 
Isomira bodemeyeri Reitter 
Megischia schmalfussi Muche 



Alleculidae 



Tenebrionidae 



Arthrodosis richten Kaszab 

Leptonychoides juengeri Schawaller 

Erodius belutschistanicus Kaszab 

Cyphostethe belutschistanica Kaszab 

Zophosis hydrobiiformis schuzistanica Kaszab 

Capnisiceps brunneus Schawaller 

Mesostena kuriamuriaca Schawaller 

Mesostena mesostenoides Reitter 

Pachychila denticollis Grimm 

Microdera iliensis Skopin 

Rhytinota kokeni Reitter 

Micipsa monilifera Carl 

Ammogiton omanicum Schawaller 

Adesmia microgranulata Carl 

Stenosis bodoana Reitter 

Stenosis tenuicornis Baudi 

Eutagenia annae Grimm 

Asida novasirensis Grimm 

Cephalostenus adziari Grimm 

Lasiostola klapperichi Kaszab 

Pterocoma plicicollis Reitter 

Thriptera murina groschkei Kaszab 

Dila persiana Reitter 

Prosodes alpina Bogatchev 

Prosodes vermiculosa Reitter 



HT 12 PT 


Nepal 


HT2 PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


3 PT 


Iran 


HT2 PT 


Iran 


HT5 PT 


Iran 


5PT 


Kirghisien 


HT 1 PT 


Iran 


HT7PT 


Iran 


HT5 PT 


Iran 


HT 30 PT 


Iran 


1 PT 


Afghanistan 


HT 


Iran 


1 PT 


Kaschmir 


1 PT 


Nepal 


HT 


Iran 


HT3 PT 


Äthiopien 


HT 


Iran 


1 PT 


Nepal 


HT2PT 


Nepal 


HT5 PT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


1 PT 


China 


1 PT 


China 


3 PT 


Türkei 


HT2 PT 


Griechenland 


HT2 PT 


Iran 


1 PT 


Saudi Arabien 


HT4 PT 


Iran 


HT3 PT 


Iran 


HT 


Iran 


3 PT 


Oman 


3 PT 


Oman 


1 PT 


Indien 


1 PT 


Spanien 


1 PT 


Kasachstan 


4PT 


Indien 


1 PT 


Irak 


21 PT 


Oman 


1 PT 


Irak 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Iran 


2PT 


Zypern 


5 PT 


Italien 


1 PT 


Zypern 


4PT 


Iran 


1 PT 


China 


HT 1 PT 


Iran 


1 PT 


Iran 


1 PT 


Mittelasien 


1 PT 


Iran 



SCHAWALLER, KÄFERSAMMLUNG AM NATURKUNDEMUSEUM 



31 



Oodescelis dispar Skopin 
Pedinus bodemeyeri Reitter 
Mesomorphus globosus merkli Ferrer 
Mesomorphus pseudopicescens Ferrer 
Eurycaulus buettikeri Schawaller 
Eurycaulus koestlini Espanol & Vinolas 
Gonocephalum alticola nossibense Ferrer 
Gonocephalum confusum Ferrer 
Gonocephalum deserticola Ferrer 
Gonocephalum Imitator Ferrer 
Gonocephalum politum Ferrer 
Gonocephalum simplex sudanicum Ferrer 
Gonocephalum simplex inquinatoides Ferrer 
Gonocephalum validum Ferrer 
Lobothorax fartilis Reitter 
Ammobius cyprius Grimm 
Phaleria provincialis cypria Grimm 
Crypticus richten Kaszab 
Platydema martensi Schawaller 
Diphyrrhynchus dilatipennis Schawaller 
Micropeneta leyticus Schawaller 
Derispia sichuanensis Schawaller 
Leiochrodes emeicus Schawaller 
Leiochrodes sheduwicus Schawaller 
Uloma visca Schawaller 
Cataphronetis reitteri cypria Grimm 
Corticeus papuanus Bremer 
Setenis sinuaticollis Kaszab 
Sphingocorse philippina Schawaller 
Spinolyprops trautneri Schawaller 
Anaedus buricus Schawaller 
Anaedus nepalicus Schawaller 
Laena alexanderi Schawaller 
Laena berembanensis Schawaller 
Laena brinchangensis Schawaller 
Laena cameronica Schawaller 
Laena chatkalica Schawaller 
Laena fraserensis Schawaller 
Laena gentingica Schawaller 
Laena jasarensis Schawaller 
Laena malakkaensis Schawaller 
Laena malaysica Schawaller 
Laena riedeli Schawaller 
Laena taipingica Schawaller 
Xanthomus cyprius Grimm 
Gunarus kaszabi Grimm 
Odocnemis protinus Reitter 
Probaticus bodemeyeri Reitter 
Hedyphanes bodemeyeri Reitter 
Allopezus malayensis Schawaller 



1 PT 


Kasachstan 


4PT 


Türkei 


1 PT 


Ostafrika 


HT 12 PT 


Äthiopien 


1 PT 


Oman 


HT 


Algerien 


1 PT 


Madagaskar 


1 PT 


Äthiopien 


2 PT 


Südwestafrika 


1 PT 


Äthiopien 


3 PT 


Äthiopien 


50 PT 


Äthiopien 


42 PT 


Äthiopien 


4PT 


Ostafrika 


3 PT 


Iran 


1 PT 


Zypern 


1 PT 


Zypern 


HT 19 PT 


Iran 


HT8 PT 


Nepal 


11 PT 


Oman 


HTl PT 


Philippinen 


5PT 


China 


3 PT 


China 


3 PT 


Nepal 


HT3 PT 


Philippinen 


1 PT 


Zypern 


2PT 


Neu Guinea 


2PT 


Vietnam 


HT 10 PT 


Philippinen 


HT 


Philippinen 


HT3 PT 


Nepal 


HT9 PT 


Nepal 


HT3 PT 


Malaysia 


HT7PT 


Malaysia 


HT3 PT 


Malaysia 


HT 1 PT 


Malaysia 


HT3 PT 


Mittelasien 


HT3 PT 


Malaysia 


HT5 PT 


Malaysia 


HT 16 PT 


Malaysia 


HT7PT 


Malaysia 


HT3 PT 


Malaysia 


HT 10 PT 


Malaysia 


HT5 PT 


Malaysia 


3 PT 


Zypern 


HT 12 PT 


Balkan 


1 PT 


Türkei 


2 PT 


Türkei 


3 PT 


Iran 


HT3 PT 


Malaysia 



Archaeocrypticidae 



Archaeocrypticus topali Kaszab 



1 PT 



Argentinien 



Pseudacanthus truquii Kuwert 

Veturius gabonis Kuwert 

Passalus barrus Boucher & Reyes-Castillo 

Ophrygenius boxer Boucher 

Catejus bretoni Boucher 

Labienus impar Kuwert 



Passalidae 








1 PT 


Amerika 




1 PT 


Amerika 


stillo 


1 PT 


Peru 




1 PT 


Indien 




1 PT 


Neu Guinea 




1 PT 


Neu Guinea 



32 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 508 



Scarabaeidae 



Copris klappericbi Balthasar 

Caccobius fukiensis Balthasar 

Caccobius koltzei Reitter 

Onthophagus kuatunensis Balthasar 

Aphodius albosetosus Pittino 

Apbodius ilamensis Stebnicka 

Aphodius kanglae Stebnicka 

Aphodius lomsakensis Stebnicka 

Apbodius martensi Stebnicka 

Aphodius monicae Stebnicka 

Aphodius pruinosus Reitter 

Aphodius richten Petrovitz 

Aphodius sabhae Stebnicka 

Aphodius schawalleri Stebnicka 

Aphodius sunantae Stebnicka 

Aphodius trisuliensis Stebnicka 

Aphodius viscaensis Stebnicka 

Aphodius wolfgangi Stebnicka 

Saprovisca leytensis Stebnicka 

Rhyssemus hingstoni Pittino 

Rhyssemus scbaeuffelei Petrovitz 

Pleurophorus arabicus Pittino & Mariani 

Pleurophorus maghrebinicus Pittino & Mariani 

Pleurophorus mediterranicus Pittino & Mariani 

Aegialia simbuae Stebnicka 

Amphicoma dilutipennis Reitter 

Amphicoma mithridates Petrovitz 

Amphicoma pseudopsilotrichia Petrovitz 

Amphicoma pulchra Reitter 

Amphicoma rufovillosa nigropubescens Petrovitz 

Amphicoma syriaca piesbergeni Trappen 

Toxocerus carinata Endrödy 

Toxocerus klapperichi Endrödy 

Trox litoralis Pittino 

Athyreus martinezi Howden 

Athyreus zischkai Martinez 

Phyllopertha abdita Petrovitz 

Anisoplia hordearia Petrovitz 

Callichloris haenkei Gutierrez 

Adoretus scbaeuffelei Machatschke 

Adoretus nigrifrons iranicus Petrovitz 

Adoretus vastus Petrovitz 

Pseudadoretus australis Petrovitz 

Phaedadoretus iranicus Machatschke 

Trichoserica fulvopubens Reitter 

Astaena rufescens Frey 

Apogonia belutschistanica Petrovitz 

Haplidia bodemeyeri Reitter 

Tanyproctus riparius Petrovitz 

Octoclinius richten Petrovitz 

Octoclinius scbaeuffelei Petrovitz 

Liogenys parallela Frey 

Liogenys zischkai Frey 

Macrodactylus zischkai Frey 

Plectris zischkai Martinez 

Ectinohoplia puella Endrödy 

Hoplia corniculata Reitter 

Hoplia excellens Endrödy 

Hoplia klapperichi Endrödy 

Cyclocephala crepuscularis Martinez 

Temnorrhynchus endroedii Krell 

Oryctes arabicus richten Petrovitz 



9 PT 


China 


1 PT 


China 


1 PT 


Sibirien 


2PT 


China 


2PT 


Türkei 


HT 


Nepal 


HT 15 PT 


Nepal 


HT2 PT 


Thailand 


HT 1 PT 


Nepal 


4PT 


Nepal 


1 PT 


Mittelasien 


HT3 PT 


Äthiopien 


HT3 PT 


Nepal 


HT 1 PT 


Nepal 


1 PT 


Thailand 


1 PT 


Nepal 


HT2 PT 


Philippinen 


HT5 PT 


Nepal 


HT 


Philippinen 


1 PT 


Indien 


HT 


Äthiopien 


32 PT 


Iran 


1 PT 


Algerien 


5 PT 


Italien 


HT6PT 


Nepal 


3 PT 


Iran 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Iran 


1 PT 


Syrien 


3 PT 


Syrien 


1 PT 


China 


2PT 


China 


10 PT 


Sizilien 


HT 


Peru 


2 PT 


Bolivien 


1 PT 


Libanon 


2 PT 


Balkan 


2PT 


Bolivien 


HT 1 PT 


Äthiopien 


HT 14 PT 


Iran 


HT7PT 


Iran 


HT3 PT 


Iran 


HT 48 PT 


Iran 


1 PT 


Sibirien 


10 PT 


Brasilien 


HT4PT 


Iran 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Türkei 


HT 19 PT 


Iran 


HT6 PT 


Iran 


1 PT 


Bolivien 


1 PT 


Bolivien 


1 PT 


Bolivien 


3PT 


Bolivien 


2 PT 


China 


1 PT 


Türkei 


HT 1 PT 


China 


5PT 


China 


1 PT 


Argentinien 


HT 


Westafrika 


HT 


Iran 



SCHAWALLER, KÄFERSAMMLUNG AM NATURKUNDEMUSEUM 



33 



Oryctes bagdadensis ?Autor 
Chromovalgus klappericbi Endrödy 
Dasyvalgus jordansi Endrödy 
Dasyvalgus proximus Ricchiardi 
Dasyvalgus sabatinellii Ricchiardi 
Dasyvalgus sebastiani Endrödy 
Dasyvalgus sommersbofi Endrödy 
Dasyvalgus tschungseni Endrödy 
Excisivalgus klappericbi Endrödy 
Trigonopborus varians Bourgoin 
Bombodes suturalis Reitter 
Cetonia bodemeyeri Curti 
Cetonia kolbei Curti 
Cetonia aeratula Reitter 



1 PT 


Türkei 


21 PT 


Afghanistan 


6PT 


China 


1 PT 
1 PT 
70 PT 


Darjeeling 

Nepal 

China 


24 PT 


China 


20 PT 


China 


1 PT 


China 


1 PT 


Taiwan 


1 PT 


Syrien 


1 PT 
1 PT 


Japan 
China 


1 PT 


Kaukasus 



Cerambycidae 

Aegosoma flavipennis Demelt 

Ergates faber alkani Demelt 

Ergates faber hartigi Demelt 

Acanthophorus rugiceps hardei Heyrovsky 

Psalidognathus onorei Quentin & Villers 

Psalidoganthus colombianus Demelt 

Psalidognathus demelti Quentin & Villers 

Prionus evae Demelt 

Prionus lesnei Semenov 

Prionus elegans Demelt 

Udeterus dichrotomus Galileo 

Tetropium lobbichleri Harde 

Criocephalus ferus dichrous Mandl 

Saphanus ganglbaueri Brancsik 

Sapbanus piceus rugulosus Demelt 

Saphanus piceus bartolonii Sama 

Achryson foersteri Borg 

Cerambyx heinzianus Demelt 

Axinopalpis barbarae Sama 

Apatrophysis richten ?Autor 

Acmaeops amurensis Kraatz 

Leptura bicolor Redtenbacher 

Leptura ciliciensis Daniel 

Callichroma concentricale Jordan 

Osphranteria richten Heyrovsky 

Phymatodes alni elbursensis Holzschuh 

Phymatodes femoralis demelti Heyrovsky 

Pronocera hladili Kratochvil 

Chlorophorus hrabovsky Kratochvil 

Chlorophorus wewalkai Holzschuh 

Anaglyptus mysticus anatolicus Demelt 

Purpuricenus creticus Bernhauer 

Purpuricenus konradi Bernhauer 

Purpuricenus nudicollis Demelt 

Purpuricenus schaeuffelei Breuning 

Dorcadion androsovi Suworov 

Dorcadion globithorax opulentum Suworov 

Dorcadion globithorax radkewitschi Suworov 

Dorcadion globithorax pauperum Suworov 

Dorcadion nivosum Suworov 

Dorcadion lativittis Kraatz 

Dorcadion meschniggi Breit 

Dorcadion taborskyi Heyrovsky 

Dorcadion smyrnense lunulatum Pic 

Dorcadion smyrnense niveopictum Daniel 

Dorcadion smyrnense integrofasciatum Daniel 

Dorcadion smyrnense bodemeyerianum Breuning 



HT 17 PT 
HT 1 PT 


Malaysia 
Türkei 


HT2 PT 


Italien 


HT2 PT 


Iran 


2 PT 


Ekuador 


10 PT 


Kolumbien 


3 PT 


Kolumbien 


2PT 


Pakistan 


2 PT 


Iran 


1 PT 


Pakistan 


1 PT 


Ekuador 


1 PT 
4PT 


Nepal 
Balkan 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Österreich 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Argentinien 


HPT 


Türkei 


1 PT 
HT 


Zypern 
Iran 


1 PT 


Sibirien 


1 PT 


Iran 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Westafrika 


HT 


Iran 


1 PT 


Iran 


HTl PT 


Türkei 


6PT 


Mittelasien 


4PT 


Mittelasien 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Kreta 


1 PT 


Türkei 


HT2 PT 


Türkei 


1 PT 


Iran 


2 PT 


Mittelasien 


2 PT 


Mittelasien 


1 PT 


Mittelasien 


2 PT 


Mittelasien 


1 PT 


Mittelasien 


3 PT 


Mittelasien 


4PT 


Balkan 


1 PT 


Balkan 


2 PT 


Türkei 


2 PT 


Türkei 


2 PT 


Türkei 


2 PT 


Türkei 



34 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 508 



Dorcadion glabrofasciatum Daniel 

Dorcadion septemlineatum abanti Braun 

Dorcadion margheritae Breuning 

Dorcadion pindicum Breuning 

Dorcadion atritarse Pic 

Dorcadion pararenarium Breuning 

Dorcadion calabricum Breuning 

Dorcadion epirense Breuning 

Dorcadion valonense Pic 

Dorcadion infernale immutatum Pic 

Dorcadion infernale costidorsum Heyrovsky 

Dorcadion infernale revestitum Daniel 

Dorcadion enricisturanü densepunctatum Braun 

Dorcadion carolisturanii Breuning 

Dorcadion pseudoinfernale Breuning 

Dorcadion cipkai Breuning 

Dorcadion beinzi Breuning 

Dorcadion rufipenne caukiriense Breuning 

Dorcadion pararufipenne Braun 

Dorcadion pararufipenne rassei Braun 

Dorcadion brauni Breuning 

Dorcadion brunoi Breuning 

Dorcadion berytense Breuning 

Dorcadion chrysochroum Breuning 

Dorcadion lohsei Braun 

Dorcadion ortrudae Braun 

Dorcadion bangi heinzorum Braun 

Dorcadion petrovitzi Heyrovsky 

Dorcadion petrovitzi ciliensis Demelt 

Dorcadion semenovi Ganglbauer 

Dorcadion seminudum Kraatz 

Dorcadion pilosipenne Breuning 

Dorcadion biforme Kraatz 

Dorcadion discomaculatum Pic 

Dorcadion urmianum Plavilstshikov 

Dorcadion laeve plasoni Ganglbauer 

Dorcadion investitum Breuning 

Dorcadion bodemeyeri Daniel 

Dorcadion bodemeyeri afyonense Braun 

Dorcadion carinatum cylindraceum Reitter 

Dorcadion ingeae Peks 

Dorcadion marmottani Escalera 

Dorcadion mus Rosenhauer 

Dorcadion fuentei Pic 

Dorcadion ferdinandi Escalera 

Dorcadion terolense Escalera 

Dorcadion terolense albarium Escalera 

Dorcadion zarcoi Schramm 

Dorcadion neilense Escalera 

Dorcadion neilense urbionense Escalera 

Dorcadion neilense almarzense Escalera 

Dorcadion ghiliani cercedillanum Pic 

Dorcadion becerrae Lauffer 

Morimus orientalis Reitter 

Hammoderus sargi Bates 

Grammoechus bipartitus Breuning 

Tragostoma coronata Jordan 

Calothyrza occidentalis Franz 

Cymatura manovi Franz 

Pogonocherus pasarinii Sama 

Theophilea subcylindricollis Heyrovsky 

Cylopeplus peruvianus Tippmann 

Aegomorphus francottei Sama 

Acalolepta cervinoides Breuning 



7PT 


Türkei 


7PT 


Türkei 


3PT 


Balkan 


2PT 


Balkan 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Italien 


2PT 


Balkan 


2PT 


Balkan 


6PT 


Türkei 


3PT 


Türkei 


4PT 


Türkei 


HT7PT 


Türkei 


1 PT 


Türkei 


2PT 


Türkei 


HT4PT 


Iran 


1 PT 


Türkei 


2PT 


Türkei 


HT 13 PT 


Türkei 


HT 33 PT 


Türkei 


8 PT 


Türkei 


1 PT 


Libanon 


1 PT 


Libanon 


1 PT 


Balkan 


HT 5 PT 


Türkei 


HT7PT 


Türkei 


HT2PT 


Türkei 


HT 1 PT 


Türkei 


HT3 PT 


Türkei 


1 PT 


Mittelasien 


2PT 


Kaukasus 


1 PT 


Balkan 


2PT 


Iran 


2PT 


Iran 


1 PT 


Türkei 


6PT 


Iran 


2PT 


Türkei 


5PT 


Türkei 


HT3PT 


Türkei 


2PT 


Kaukasus 


2PT 


Türkei 


1 PT 


Spanien 


2PT 


Spanien 


2 PT 


Spanien 


2 PT 


Spanien 


2PT 


Spanien 


2PT 


Spanien 


2PT 


Spanien 


4PT 


Spanien 


2PT 


Spanien 


1 PT 


Spanien 


2 PT 


Spanien 


1 PT 


Spanien 


2PT 


Türkei 


1 PT 


Guatemala 


HT 


Sumatra 


HT 


Kamerun 


HT 


Kamerun 


2PT 


Ostafrika 


1 PT 


Marokko 


HT 11 PT 


Balkan 


2PT 


Peru 


17 PT 


Balkan 


HT 


Sumatra 



SCHAWALLER, KÄFERSAMMLUNG AM NATURKUNDEMUSEUM 



35 



Acalolepta subatra Breuning 

Oberea erythrocephala schurmanni Heyrovsky 

Oberea ressli Demelt 

Malosia imperatris robusta Pic 

Loptosia bodoani Pic 

Phytoecia achilleae Holzschuh 

Anagelasta griseoides Breuning 

Chrysomelidae 

Labidostomis escherichi Weise 

Labidostomis frontalis Weise 

Labidostomis iconiensis Weise 

Labidostomis karamanica Weise 

Labidostomis metallica dzhungarica Medvedev 

Labidostomis metallica mongolica Medvedev 

Labidostomis subfasciata Weise 

Labidostomis subfasciata afghanica Medvedev 

Karoclytra wittmeri Medvedev 

Miopristis bisulphurata Medvedev 

Merilia hiekei Medvedev 

Lachnaia kochen Medvedev 

Diapromorpha bicruciata Medvedev 

Diapromorpha daklata Medvedev 

Clytra bodemeyeri Weise 

Clytra cingulata Weise 

Melitonana ghanensis Medvedev 

Melitonana murzini Medvedev 

Smaragdina divisoides Medvedev 

Smaragdina ivoriensis guineensis Medvedev 

Smaragdina montana Medvedev 

Smaragdina thoracica dzhungarica Medvedev 

Gynandrophthalma usambarica Weise 

Stylosomus sinensis Lopatin 

Pachybrachys amurensis Medvedev 

Pachybrachys caraganae changaica Medvedev & Rybakova 

Pachybrachys jordanicus Lopatin 

Pachybrachys lopatini Medvedev & Rybakova 

Pachybrachys mongolensis Medvedev & Rybakova 

Pachybrachys parvissimus Lopatin 

Pachybrachys tuvensis Medvedev 

Adiscus wittmeri Medvedev 

Coenobius fulvus Medvedev & Samoderzhenkov 

Cryptocephalus bidentulus subdesertus Medvedev 

Cryptocephalus bodemeyeri Weise 

Cryptocephalus korotjaevi Medvedev 

Cryptocephalus korotjaevi shamoensis Medvedev 

Melixanthus jordanicus Lopatin 

Anthoniscus reinecki Weise 

Chlamys euphorbiae Medvedev 

Oomorphoides martensi Medvedev 

Basilepta laeta Medvedev 

Basilepta schawalleri Medvedev 

Basilepta variabile Duvivier 

Nodina dhadinga Medvedev 

Nodina martensi Medvedev 

Aulexis buonloicus Eroshkina 

Aulexis medvedevi Eroshkina 

Aulexis vietnamicus Eroshkina 

Trichochrysea albopilosa Medvedev & Eroshkina 

Trichochrysea incana Medvedev & Eroshkina 

Macrocoma indica afghana Medvedev 

Cleoporus similis Medvedev & Eroshkina 

Cleorina costata Medvedev & Eroshkina 



HT 


Sumatra 


11 PT 


Türkei 


HT5 PT 


Türkei 


1 PT 


Syrien 


1 PT 


Iran 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Tonkin 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Mongolei 


2PT 


Mongolei 


1 PT 


Iran 


2PT 


Afghanistan 


1 PT 


Südafrika 


1 PT 


Südafrika 


1 PT 


Südwestafrika 


1 PT 


Algerien 


2 PT 


Vietnam 


1 PT 


Vietnam 


2PT 


Türkei 


2PT 


Iran 


1 PT 


Ghana 


3 PT 


Guinea 


1 PT 


Vietnam 


1 PT 


Guinea 


4PT 


Vietnam 


1 PT 


Mongolei 


1 PT 


Ostafrika 


1 PT 


China 


1 PT 


Sibirien 


1 PT 


Mongolei 


2PT 


Jordanien 


1 PT 


Mongolei 


2PT 


Mongolei 


1 PT 


Mongolei 


1 PT 


Sibirien 


1 PT 


Nepal 


1 PT 


Vietnam 


1 PT 


Mongolei 


4PT 


Türkei 


1 PT 


Mongolei 


1 PT 


Mongolei 


HT2PT 


Jordanien 


2 PT 


Ostafrika 


2PT 


Vietnam 


HT3 PT 


Nepal 


HT2 PT 


Nepal 


HTl PT 


Nepal 


2PT 


Bengalen 


HT3 PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


2PT 


Vietnam 


2PT 


Vietnam 


8 PT 


Vietnam 


1 PT 


Vietnam 


1 PT 


Vietnam 


1 PT 


Afghanistan 


3 PT 


Vietnam 


1 PT 


Vietnam 



36 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 508 



Cleorina mimica Medvedev & Eroshkina 

Cleorina punctisterna Medvedev & Eroshkina 

Cleorina strigicollis Medvedev & Eroshkina 

Cleorina vietnamica Medvedev & Eroshkina 

Tricliona variabilis Jacoby 

Platycorynus buonloicus Medvedev & Rybakova 

Platycorynus dilaticollis übialis Medvedev & Rybakova 

Ambrostoma montana Medvedev 

Crosita clementzae atasica Medvedev 

Chrysolina arctica Medvedev 

Chrysolina bodemeyeri Weise 

Chrysolina coerulans iranica PAutor 

Chrysolina dhaulagirica Medvedev 

Chrysolina dubeshkoae Medvedev 

Chrysomela taimyrensis Medvedev 

Chrysomela wrangeliana Medvedev 

Gonioctena chujoi ochotense Medvedev 

Gonioctena ogloblini Medvedev & Dubeshko 

Gonioctena ussuriensis Medvedev 

Xenomela heydeni Weise 

Mimastracella acuminata Samoderzhenkov 

Mimastracella pubicollis Samoderzhenkov 

Mimastracella zaitzevi Samoderzhenkov 

Pyrrhalta basifasciata Samoderzhenkov 

Pyrrhalta ornatipennis Samoderzhenkov 

Pseudadimonia medvedevi Samoderzhenkov 

Galeruca weisei Reitter 

Nepalogaleruca laeta Medvedev 

Calomicrus brunneus Medvedev 

Calomicrus forcipifer Weise 

Vietoluperus alleculoides Medvedev & Dap 

Luperogala paradoxa Medvedev 

Cneorane cyanea Medvedev & Dap 

Cneorane minuta Medvedev 

Paridea flava Medvedev 

Paridea lateralis Medvedev 

Paridea multituberculata Medvedev 

Nepalolepta carinata Medvedev 

Platyxantha dilaticornis PAutor 

Acroxena martensi Medvedev 

Monolepta martensi Medvedev 

Monolepta schawalleri Medvedev 

Apophylia erosbkinae Samoderzhenkov 

Apophylia schawalleri Medvedev 

Apophylia vietnamica Samoderzhenkov 

Eudolia nepalica Medvedev 

Paramesopa flavipes Medvedev 

Luperomorpha nepalensis Medvedev 

H esper a dasytoides Medvedev 

Hespera nigriceps Medvedev 

Hespera schawalleri Medvedev 

Aphthona ovatipennis Medvedev 

Aphthonaria martensi Medvedev 

Zipangia aptera Medvedev 

Zipangia bicolora Medvedev 

Zipangia subcostata Medvedev 

Amydus gibbicollis Döberl 

Longitarsus tournefortii Medvedev & Voronova 

Manobidia atra Medvedev 

Systena simulans Scherer 

Altica ciliciensis Weise 

Altica deserticola Weise 

Altica globicollis Weise 

Himalalta brevicornis Medvedev 



1 PT 


Vietnam 


1 PT 


Vietnam 


3PT 


Vietnam 


2PT 


Vietnam 


1 PT 


Bengalen 


1 PT 


Vietnam 


3 PT 


Vietnam 


HT 


Nepal 


1 PT 


Mongolei 


1 PT 


Sibirien 


3 PT 


Iran 


1 PT 


Iran 


HT4 PT 


Nepal 


1 PT 


Mongolei 


1 PT 


Sibirien 


1 PT 


Sibirien 


1 PT 


Sibirien 


1 PT 


Mongolei 


1 PT 


Sibirien 


1 PT 


China 


2PT 


Vietnam 


3PT 


Vietnam 


4PT 


Vietnam 


4PT 


Vietnam 


3PT 


Vietnam 


1 PT 


Vietnam 


1 PT 


Sibirien 


HT 


Nepal 


HT6PT 


Nepal 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Vietnam 


1 PT 


Vietnam 


1 PT 


Vietnam 


HT 12 PT 


Nepal 


1 PT 


Vietnam 


1 PT 


Vietnam 


1 PT 


Vietnam 


HT 


Nepal 


1 PT 


Bengalen 


HT 


Nepal 


HT3 PT 


Nepal 


HT 8 PT 


Nepal 


4PT 


Vietnam 


HT5PT 


Nepal 


2PT 


Vietnam 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 1 PT 


Nepal 


HT 12 PT 


Nepal 


HT 1 PT 


Nepal 


HT3 PT 


Nepal 


HT 1 PT 


Nepal 


HT3 PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


1 PT 


Mongolei 


HT 


Nepal 


1 PT 


Argentinien 


2PT 


Türkei 


1 PT 


Mittelasien 


1 PT 


Türkei 


HT 1 PT 


Nepal 



SCHAWALLER, KÄFERSAMMLUNG AM NATURKUNDEMUSEUM 



37 



Himalalta striata Medvedev 

Manobia violaceipennis Medvedev 

Asiorella caraboides Medvedev 

Asiorestia nepalica Medvedev 

Asiorestia thoracica Medvedev 

Lipromorpha aptera Medvedev 

Ciparia variipennis Medvedev 

Paraminota nepalensis Döberl 

Podagria aeneipennis Medvedev 

Schawalleria lamprosomoides Medvedev 

Chabriella minuta Medvedev 

Nepalicrepis brunnea Medvedev 

Clavicornaltica bimalayensis Medvedev 

Taizonia scheren Medvedev 

Jacobyana nepalica Medvedev 

Psylliodes belarbii Döberl 

Prionispa laeta Medvedev 

Oxynodera breiti Spaeth 

Carlobruchia tricostata Spaeth 

Pseudomesomphalia selecta Spaeth 

Pseudomesomphalia wageneri Spaeth 

Aspidomorpha vietnamica Medvedev & Eroshkina 

Sindia schawalleri Medvedev 

Vietocassis viridis Medvedev & Eroshkina 

Cassida amarantha Medvedev & Eroshkina 

Cassida labiatophaga Medvedev & Eroshkina 

Hybosa acutangula Spaeth 

Metriona transfixa Spaeth 

Taiwania schawalleri Medvedev 

Charidotis formalis Spaeth 



HT 


Nepal 


HT 1 PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


HT2PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HTl PT 


Nepal 


1 PT 


Nepal 


HT3 PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


1 PT 


Marokko 


HTl PT 


Nepal 


1 PT 


Kolumbien 


1 PT 


Argentinien 


1 PT 


Brasilien 


1 PT 


Brasilien 


3PT 


Vietnam 


HT4PT 


Philippinen 


1 PT 


Vietnam 


4PT 


Vietnam 


2 PT 


Vietnam 


1 PT 


Paraguay 


1 PT 


Guyana 


HT3 PT 


Nepal 


1 PT 


Brasilien 



Bruchidae 



Caryedon danielssoni Borowiec 
Caryedon johni Borowiec 
Caryedon proszynskii Borowiec 
Bruchus hardei Decelle 
Brucbus klapperichi Hoffmann 
Acanthoscelides tarnawskii Borowiec 
Bruchidius zampettii Borowiec 
Palpibruchus palpalis Borowiec 
Amblycerus acapulcensis Kingsolver 
Sennius leucostauros Johnson & Kingsolver 
Spermophagus confusus Borowiec 
Spermophagus decellei Borowiec 
Spermophagus drak Borowiec 
Spermophagus eichleri Borowiec 
Spermophagus klapperichi Borowiec 
Spermophagus marmoreus Borowiec 
Spermophagus minutissimus Borowiec 
Spermophagus minutus Borowiec 
Spermophaugs pilipes Borowiec 
Spermophagus sericeus afghanicus Borowiec 
Spermophagus transvaalensis Borowiec 
Spermophagus wittmeri Borowiec 



2PT 


Thailand 


2PT 


Madagaskar 


1 PT 


Ghana 


HT4PT 


Äthiopien 


1 PT 


Afghanistan 


HT5PT 


Bulgarien 


2PT 


Libanon, Rhodos 


1 PT 


Argentinien 


5PT 


Mexiko 


5PT 


Mexiko 


4PT 


Balkan, Kaukasus 


1 PT 


Iran 


2PT , 


Vietnam 


1 PT 


Rhodesien 


1 PT 


Jordanien 


5PT 


Südafrika 


6PT 


Madagaskar 


4PT 


Java 


1 PT 


Abyssinien 


7PT 


Afghanistan 


1 PT 


Südafrika 


1 PT 


Israel 



Anthribidae 



Asemorhinus nebulosus nepalicus Frieser 
Tropideres scitus instructus Frieser 
Piezocorynus nigritulus Frieser 
Piezocorynus obliquus Frieser 
Xenocerus sibuyanus attingeri Frieser 
Araecerus siliquae Frieser 



HT 
1 PT 
1 PT 
1 PT 
1 PT 
1 PT 



Nepal 

Nepal 

Brasilien 

Brasilien 

Philippinen 

Taiwan 



38 



STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 508 



Liparthrum peyerimhoffi Pfeffer 
Pityophthorus cephalonicae Pfeffer 



Scolytidae 



HPT 
2PT 



Algerien 
Griechenland 



Curculionidae 



Polydrosus constellatus Voss 
Polydrosus bodemeyeri-Rehter 
Polydrosus abeillei focarilei Pesarini 
Barypeithes scheuerni Dieckmann 
Leptomicus inquinatus Voss 
Leptomicus monticola Voss 
Thylacites kandaharensis Voss 
Otiorhynchus inflatus longithorax ?Autor 
Otiorhynchus mastix scabrior Reitter 
Otiorhynchus obsoletus aethiops Apfelbeck 
Otiorhynchus coniceps Daniel 
Otiorhynchus ortrudheinzi Braun 
Otiorhychnus ponticus pseudoponticus Braun 
Otiorhychnus ponticus pseudofausti Braun 
Otiorhynchus ponticus subponticus Braun 
Otiorhynchus danieli Apfelbeck 
Otiorhynchus pseudoalbanicus Braun 
Otiorhynchus brevinasus Reitter 
Otiorhynchus crinitellus Daniel 
Otiorhynchus dieckmanni Magnano 
Otiorhynchus escherichi Reitter 
Otiorhynchus heinzianus Braun 
Otiorhynchus imitator Apfelbeck 
Otiorhynchus judaicus Stierlin 
Otiorhynchus latithorax boluensis Braun 
Otiorhynchus paracrinitellus Braun 
Otiorhynchus riedeli Braun 
Otiorhynchus rossicus badakschanicus Voss 
Otiorhynchus tristis cuprifer Stierlin 
Otiorhynchus bodemeyeri Daniel 
Otiorhynchus gilgitensis Braun 
Otiorhynchus hindukusch ensis Voss 
Otiorhynchus laeviusculus Stierlin 
Otiorhynchus mazurai Formanek 
Otiorhynchus spinifer Daniel 
Otiorhynchus witzgalli Braun 
Thyraulus conjunctulus Voss 
Myllocerus nuristanicus Voss 
Ptochus inaffectatus Voss 
Gyratogaster larinoides Reitter 
Urometopus georgicus Reitter 
Nastus anatolicus ikizderensis Braun 
Nastus carinicollis Braun 
Nastus macedonicus Braun 
Nastus trapezicolloides Braun 
Phyllobius monstuosus Tournier 
Corigeus fischerianus Sumakov 
Baryconorrhinus richten Voss 
Iranorrhinus schaeuffelei Voss 
Phytoscaphus chlorotiscides Voss 
Brachycerus mollis Haaf 
Borborocoetes kandaharensis Voss 
Dichotrachelus rosettoi Meregalli 
Hypera anjumanensis Voss 
Hypera bodoi Reitter 

Coniatus aegyptiacus belutschistanensis Voss 
Coniatus gracilis Holdhaus 



HT 1 PT 


Iran 


2PT 


Türkei 


5PT 


Italien 


HT4PT 


Frankreich 


2PT 


Afghanistan 


4PT 


Afghanistan 


10 PT 


Afghanistan 


1 PT 


Italien 


1 PT 


Italien 


1 PT 


Balkan 


1 PT 


Alpen 


HT 


Türkei 


HT7PT 


Türkei 


HT 17 PT 


Türkei 


HT7PT 


Türkei 


1PT 


Balkan 


HT 


Balkan 


3 PT 


Iran 


1 PT 


Türkei 


1 PT 


Deutschland 


1 PT 


Türkei 


HT 


Türkei 


1 PT 


Balkan 


6PT 


Türkei 


HT 16 PT 


Türkei 


HT 11 PT 


Türkei 


HT 


Türkei 


5PT 


Afghanistan 


1 PT 


Kaukasus 


1 PT 


Türkei 


HT 1 PT 


Pakistan 


7PT 


Afghanistan 


2PT 


Türkei 


1 PT 


Türkei 


3 PT 


Türkei 


HT 


Türkei 


9PT 


Afghanistan 


12 PT 


Afghanistan 


3 PT 


Afghanistan 


2PT 


Türkei 


1 PT 


Kaukasus 


HT 


Türkei 


HT 


Türkei 


HT 


Balkan 


HT 


Türkei 


6PT 


Türkei 


1 PT 


Kaukasus 


HT2PT 


Iran 


HT4PT 


Iran 


1 PT 


Afghanistan 


1 PT 


ohne Fundort 


17 PT 


Afghanistan 


1 PT 


Piemont 


15 PT 


Afghanistan 


1 PT 


Sibirien 


HT 


Iran 


2PT 


Irak 



SCHAWALLER, KÄFERSAMMLUNG AM NATURKUNDEMUSEUM 



39 



Coniatus rufirostris Voss 

Cleonus brevirostris interpositus Voss 

Cleonus klapperlichi Voss 

Cleonus richten Voss 

Cleonus ruginodis Reitter 

Cleonus schaeuffelei Voss 

Lixus laevicollis Voss 

Lixus armirostris Voss 

Nipbades subdepressus Voss 

Micronipbades schawalleri Zherichin 

Niphadonyx martensi Zherichin 

Niphadomimus niger Zherichin 

Niphadomimus nigriventris Zherichin 

Leptanchonus major Zherichin 

Leptanchonus minor Zherichin 

Himalanchonus erirrbinoides Zherichin 

Himalanchonus thoracicus Zherichin 

Nepalanchonus aurosquamosus Zherichin 

Acamptella bicolor Zherichin 

Acamptella rbododendri Zherichin 

Acamptella rbododendri mustangensis Zherichin 

Falsanchonus ausobskyi Zherichin 

Tracbodisca synophtbalma Zherichin 

Microplinthus minimus Zherichin 

Nicroplinthus morimotoi Zherichin 

Microplinthus setulosus Zherichin 

Dorytomus flavipes suhdistans Voss 

Orthochaetes pirenaeus Gonzalez 

Apion aeneum afghanistanicum Voss 

Apion afghanum Voss 

Apion jordanicum Voss 

Apion kandarhense Voss 

Apion (Onychapion) koestlini Schön 

Apion (Catapion) koestlini Dieckmann 

Apion martensi Korotyaev 

Apion parcior Voss 

Apion plicatum badakschanensis Voss 

Apion pseudocerdo Dieckmann 

Nanophyes exsanguis Voss 

Nanophyes imparifrons Voss 

Nanophyes pilosella Voss 

Nanophyes sanisharensis Zherichin 

Auletobius nuristanensis Voss 

Rhynchites patricus Voss 

Magdalis mutata Voss 

Balanobius baschgulensis Voss 

Anthonomus klapperichi Voss 

Rhynchaenus endacoides Voss 

Rhynchaenus tersus Voss 

Rhynchaenus flavinasus Voss 

Pachytychius ohscuricollis Voss 

Tychius klapperichi Voss 

Tychius morawitzi neneckei Voss 

Sibinia beckeri subfruta Voss 

Acalles brisouti Reitter 

Agasterocercus tscbungseni Voss 

Coeliodes submontanus Voss 

Mogulones byrcanus Korotyaev 

Ceutorrhynchus intermixtus Voss 

Ceutorrhynchus kandaharicus Voss 

Ceutorrhynchus setosellus Voss 

Mecysmoderes dilucidus Voss 

Rhinoncus henningsi Wagner 

Acythopeus basimaculatus Voss 



3PT 


Afghanistan 


9 PT 


Iran 


4PT 


Afghanistan 


HT2PT 


Iran 


2 PT 


Iran 


HT 


Äthiopien 


HT3 PT 


Kamerun 


HT 


Iran 


12 PT 


Kamerun 


HT 


Nepal 


HT 1 PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT4PT 


Nepal 


HT5PT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


HT 


Nepal 


1 PT 


Afghanistan 


1 PT 


Pyrenäen 


3PT 


Afghanistan 


10 PT 


Afghanistan 


9PT 


Afghanistan 


2PT 


Afghanistan 


3PT 


Algerien 


2PT 


Deutschland 


HT 


Nepal 


2PT 


Jordanien 


3 PT 


Afghanistan 


3 PT 


Sachsen 


10 PT 


Afghanistan 


3PT 


Afghanistan 


2PT 


Afghanistan 


HT3 PT 


Nepal 


8 PT 


Afghanistan 


3 PT 


Afghanistan 


2PT 


Afghanistan 


1 PT 


Afghanistan 


3 PT 


Afghanistan 


9PT 


Afghanistan 


1 PT 


Afghanistan 


HT1 PT 


Äthiopien 


2PT 


Afghanistan 


4PT 


Afghanistan 


1 PT 


Afghanistan 


2PT 


Afghanistan 


3 PT 


Italien 


3PT 


China 


1 PT 


Afghanistan 


1 PT 


Iran 


1 PT 


Afghanistan 


3 PT 


Afghanistan 


3 PT 


Afghanistan 


3PT 


China 


1 PT 


Deutschland 


2 PT 


China 



40 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 508 

Choerorrhinus concaviceps Voss 1 PT Afghanistan 

Amaurorrhinus paganettii Ganglbauer 1 PT Sardinien 

Phloeophagus seriesetulosus Voss 3 PT Afghanistan 



8. Literatur 

Frank, J. & Kostenbader, H. (1983): Dr. Rudolf Köstlin 75 Jahre. — Mitt. ent. Ver. 
Stuttgart, 18: 33-35; Stuttgart. 

Herting, B. (1988): Erwin Lindner 100 Jahre. - Jh. Ges. Naturk. Württ., 143: 1-22; Stutt- 
gart. 

Jäger, G. F. (1863): Nachruf Karl von Roser. - Jh. Ver. vaterl. Naturk. Württ., 19: 
31—40; Stuttgart. 

Janus, H. (1983): Karl Wilhelm Harde- - Jh. Ges. Naturk. Württ., 138: 289-294; Stutt- 
gart. 

Lindner, E. (1956): Franz Groschke. - Jh. Ver. vaterl. Naturk. Württ., 111: 101-103; 
Stuttgart. 

Lucht, W. (1988): Johann Friedrich Klapperich (1913-1987). - Ent. Bl, 84: 129-131; 
Krefeld. 

Richter, W. (1961): Reisebericht über eine Reise in den Südwest- und Südost-Iran 1956. — 
Stuttgarter Beitr. Naturk. 76: 1 — 13; Stuttgart. 

Schüz, E. & Harde, K. W. (1963): Erwin Lindner 75 Jahre und die Entwicklung der Ento- 
mologie am Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart. — Stuttgarter Beitr. 
Naturk., 100: 1-23; Stuttgart. 

Steudel, W. (1893): Zum Andenken an Prof. Dr. Ernst Hofmann. — Jh. Ver. vaterl. 
Naturk. Württ., 49: 138-147; Stuttgart. 

Ziegler, B. (1991): Aus der Geschichte des Stuttgarter Naturkundemuseums. — Stuttgarter 
Beitr. Naturk., (C) 30: 1-104; Stuttgart. 



Anschrift des Verfassers: 

Dr. Wolfgang Schaw aller, Staatliches Museum für Naturkunde (Museum am Löwentor), 
Rosenstein 1, D-70191 Stuttgart. 



ISSN 0341-0145 

Schriftleitung: Dr. Wolfgang Seeger, Rosenstein 1, D-70191 Stuttgart 
Gesamtherstellung: Verlagsdruckerei Schmidt GmbH, D-91413 Neustadt a. d. Aisch 



Stuttgarter Beiträge zur N^ 

Serie A (Biologie) 

Herausgeber: ^\^ 

Staatliches Museum für Naturkunde, Rosenstein 1, 70191 Stuttgart 




Stuttgarter Beitr. Naturk. 


Ser. A 


Nr. 509 


23 S. 


Stuttgart, 4. 9. 1994 



Professor Dr. Bernhard Ziegler zum 65. Geburtstag 

Die Land-Isopoden (Oniscidea) Griechenlands. 
14. Beitrag: Gattung Nagurus (Trachelipodidae)*) 

The Terrestrial Isopods (Oniscidea) of Greece. 
14th Contribution: Genus Nagurus (Trachelipodidae) 

Von Helmut Schmal fuss, Stuttgart 
Mit 63 Abbildungen 



Summary 

The definition of the genus Nagurus, its distribution and its possible phylogenetic relations 
are discussed. The three species known from Greece, Nagurus rhodiensis (Arcangeli, 1934), 
TV. aegaeus Schmalfuss, 1977, and N. ziegleri n. sp., are described and figured. For the latter 
species some data on reproductive biology can be added. 

Zusammenfassung 

Die Definition der Gattung Nagurus, ihre Verbreitung und ihre möglichen phylogeneti- 
schen Beziehungen werden diskutiert. Für die griechischen Arten Nagurus rhodiensis (Arcan- 
geli, 1934), N. aegaeus Schmalfuss, 1977, und N. ziegleri n. sp. werden Beschreibungen und 
Abbildungen der diagnostischen Merkmale geliefert. Für die letztere Art lassen sich außerdem 
einige fortpflanzungsbiologische Angaben machen. 

Inhalt 

1. Die Gattung Nagurus Hohhuis, 1949 2 

2. Die griechischen Nagurus- Arten 3 

2.1. Nagurus aegaeus Schmalfuss, 1977 3 

2.2. Nagurus rhodiensis (Arcangeli, 1934) 9 

2.3. Nagurus ziegleri n. sp 16 

2.4. Nagurus sp 21 

3. Phylogenetische Beziehungen 21 

4. Abkürzung und Dank 22 

5. Literatur 22 



; -) 13. Beitrag: Stuttgarter Beitr. Naturk. (Serie A) Nr. 498: 44 pp. (1993). 



2 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 509 

1. Die Gattung Nagurus Holthuis, 1949 

Budde-Lund (1908: 284) beschrieb Nagara als Untergattung von Porcellio. Zu 
dieser Untergattung Nagara stellte er die Arten Porcellio cristatus Dollfus, 1889, 
P. sundaicus Dollfus, 1898, P. pallidipennis Dollfus, 1898, und P. modestus Dollfus, 
1898 und beschrieb Nagara nana n. sp. Die Diagnose von Nagara enthält alle unten 
angegebenen Merkmale und einige Angaben, die nicht für alle heute zu Nagurus 
gezählten Arten zutreffen oder die auch bei anderen Gattungen vorkommen. 

Holthuis (1949: 182) erkannte, daß der Name Nagara präokkupiert ist, da er 
schon 1865 für eine Lepidopteren-Gattung verwendet wurde. Er benannte das 
inzwischen in den Gattungsrang erhobene Taxon Nagurus n. g. und designierte Por- 
cellio cristatus Dollfus, 1889 als Typus-Art. 

Radu (1960) beschrieb eine neue Gattung Bifrontania mit der Art B. femina aus 
Gewächshäusern in Rumänien, die sich als Synonym von Nagurus cristatus erwiesen 
hat. 

Eine zusammenfassende Revision der damals bekannten Arten gab Arcangeli 
1963. Ich habe die Definition der Gattung Nagurus unter neueren Gesichtspunkten 
diskutiert (Schmalfuss 1983). Darauf fußt im wesentlichen die nachfolgende Dia- 
gnose. 

Gattung Nagurus Holthuis, 1949 

Synonyme: 

Nagara Budde-Lund, 1908 (präokkupierter Name). 

Bifrontania Radu, 1960. 

Typus-Art: Porcellio cristatus Dollfus, 1889. 

Diagnostische Merkmale innerhalb der Familie Trachelipodidae (= Trachelipidae, 
siehe Souza-Kury 1993), die in der derzeitigen Definition kein monophyletisches 
Taxon darstellt: 

1. Tergite gehöckert, mit dreieckigen Schuppenborsten. 

2. Vorderkopf mit ausgeprägten Mittel- und Seitenlappen. 

3. Hinterrand von Pereion-Epimer I mit oder ohne Ausbuchtung. 

4. Pleon-Epimeren wohlentwickelt, so daß das Pleon nicht vom Pereion abge- 
setzt ist. 

5. Nodulus lateralis auf dem Pereion-Epimer I ungefähr gleich weit vom Sei- 
tenrand entfernt wie auf dem Epimer II oder geringfügig nach medial ver- 
schoben (im Gegensatz zu Trachelipus, wo der Nodulus immer sehr stark 
nach medial verlagert ist). 

6. Telson dreieckig, mit eingebuchteten Seiten. 

7. Alle 5 Pleopoden-Exopodite primär mit Luftatmungsorganen („Pseudotra- 
cheen") vom Tracbelipus-Typ. Diese „Pseudotracheen" können bei ein- 
zelnen Arten sekundär reduziert sein, so daß sie zumindest lichtmikrosko- 
pisch nicht mehr erkennbar sind. 

Keines dieser diagnostischen Merkmale kann als sichere Autapomorfie von 
Nagurus gelten, da alle Merkmale auch bei anderen Gattungen vorkommen, wo sie 
jedoch möglicherweise konvergent entstanden sein können. Die Monophylie der 
Gattung Nagurus kann daher nicht belegt werden, andererseits gibt es bis jetzt keine 
Argumente, die für eine poly- oder paraphyletische Entstehung der Gattung spre- 
chen. 



SCHMALFUSS, GRIECHISCHE LANDISOPODEN: 14 3 

Die Typus-Art N. cristatus, die eine parthenogenetische Fortpflanzung aufweist, 
und TV. nanus sind anthropogen pantropisch verschleppt; N. cristatus taucht auch 
häufig außerhalb der Tropen in Gewächshäusern auf. Das autochthone Verbrei- 
tungsgebiet der Gattung ist disjunkt, die meisten Arten sind aus dem indoaustrali- 
schen Raum bekannt, während einige Arten das östliche Mittelmeergebiet besiedeln. 
Diese Disjunktion könnte durch die paläogeografische Geschichte der Tethys 
bedingt sein. Ganz ähnliche Verhältnisse liegen bei der Landisopoden-Gattung 
Armadillo vor, deren nächste Verwandten ebenfalls im indopazifischen Raum 
zuhause sind. Eingehende Untersuchungen mögen ferner Argumente für eine generi- 
sche Abtrennung der Mittelmeer- Arten liefern, zur Zeit liegen jedoch keine Befunde 
vor, die eine solche Abtrennung rechtfertigen würden. Genaue Darstellungen von 
ostasiatischen Nagurus- Arten finden sich beispielsweise bei Kwon & Taiti (1993). 

Im Mediterrangebiet ist die Gattung nur von den nordöstlichen und östlichen 
Küsten bekannt (ägäische Inseln bis Israel). Der aus Sardinien beschriebene 
„Nagurus" cerrutii Vandel, 1958 gehört nicht in diese Gattung, für diese Art wurde 
von Taiti & Manicastri (1985) die Gattung Tritracheoniscus aufgestellt. Sie ist 
durch Lungen vom Porcellio-Typ in den Pleopoden-Exopoditen I — III gekenn- 
zeichnet und gehört damit in die Verwandtschaft von Protracheoniscus. 

Neben den hier behandelten drei griechischen Arten kommt im östlichen Mittel- 
meergebiet noch Nagurus carinatus (Dollfus, 1905) vor, die von Zypern, aus Syrien 
und aus Israel bekannt ist. N. hermonensis Vandel, 1955 ist ein Synonym von N. ca- 
rinatus. 

Des weiteren liegen mir 3 pigmentlose jugendliche 9$ aus der Süd-Türkei vor 
(20 km W Antalya, leg. Rähle 30. IX. 1986, SMNS 11224), deren Pleopoden-Exo- 
podite Respirationsareale aufweisen, die denjenigen von N. ziegleri n. sp. sehr ähn- 
lich sind. Die Pigmentlosigkeit dieser Tiere sowie morfologische Unterschiede 
weisen jedoch darauf hin, daß es sich hierbei um eine weitere, noch nicht beschrie- 
bene Art handelt. 



2. Die griechischen Nagurus-Arten 

2.1. Nagurus aegaeus Schmalfuss, 1977 

Lucasius pallidus (non Budde-Lund, 1885): Schmalfuss 1972 b: 592, Abb. 59-61. 
Nagurus aegaeus: Schmalfuss 1977: 359, Abb. 1-20; 1979: 30; 1983: 383, Abb. 39-41. 



Untersuchtes Material 

3 adulte $ $ ohne Marsupium und ein halbwüchsiges $ (Paratypen), Südost-Ägäis, Insel 
Karpathos, zwischen Spoa und Olimpos, Quelle in Macchien- Vegetation, Flysch, leg. 
Schmalfuss 10. IV. 1967 (Paratypen, SMNS T13). - 4 cfö\ 2 $$ ohne Marsupium, Insel 
Karpathos, Mertonas, Quelle unter Bäumen, leg. Schmalfuss 13. IV. 1982 (SMNS 1477, 
Schmalfuss 1983). — 1 $ ohne Marsupium, Insel Karpathos, Doline zwischen Mertonas und 
Spoa, Kiefernwald, leg. Schmalfuss 14. IV. 1982 (SMNS 1478). 

Der Holotypus (cf , 6 mm lang) und 10 weitere Paratypen (J $ ohne Marsupium) befinden 
sich im Senckenberg-Museum Frankfurt/Main. Außer diesem hier genannten Material wurden 
bisher keine weiteren gesicherten Funde dieser Art publiziert. Von den Ägäis-Inseln Kreta 
und Andhros liegen J§ vor, deren Artzugehörigkeit erst nach dem Auffinden von C?cf 
geklärt werden kann (siehe Kap. 2.4.: Nagurus sp.). 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 509 





Abb. 1—2. Nagurus aegaeus, ($, 6 mm lang (SMNS 1477). — 1. Kopf und Pereion-Tergit I; 
— 2. Pereion-Tergit VII und Pleon. 



Verbreitung (Fundorte kartiert auf Abb. 63) 

Als gesichert kann nur das Vorkommen auf der südostägäischen Insel Karpathos 
gelten. Die Funde von $$, die möglicherweise zu N. aegaeus gehören (siehe 
Nagurus sp.), lassen die Vermutung zu, daß die Art vielleicht eine weitere Verbrei- 
tung auf den südägäischen Inseln besitzt. 



SCHMALFUSS, GRIECHISCHE LANDISOPODEN: 14 




Abb. 3 — 6. Nagurus aegaeus, ($ wie Abb. 1. — 3. Distaler Teil der Antenne; — 4. Carpus 
und Merus von Pereiopod I; — 5. Pereiopod VII; — 6. Pleopoden-Endopodit I, 
Apex. 



Daten zur Ökologie und Fortpflanzungsbiologie 

Auf Karpathos wurden, mit Ausnahme eines einzelnen Exemplars, alle Funde im 
Quellbereich von Bächen gemacht, wo sich die Tiere unter feuchtem Fallaub, zum 
Beispiel von Platanus orientalis, aufhielten. Bei den betreffenden Quellen handelt es 
sich wahrscheinlich um Wasserstellen, die auch im Sommer und Herbst nicht ver- 
siegen. Bei einem zweimaligen Besuch der Nachbarinsel Kasos im Frühjahr 1982 und 
1983 habe ich die Art trotz gezielter Nachsuche nicht gefunden. Entsprechende 
ganzjährige Quellbereiche wurden auf Kasos nicht angetroffen. 

Die Tatsache, daß keines der gesammelten 9? en i Marsupium aufweist (alle 
Funddaten Mitte April), läßt den Schluß zu, daß die Fortpflanzungsperiode im 
Gegensatz zu den anderen griechischen Nagurus- Arten (und den meisten mediter- 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 509 





Abb. 7—11. Nagurus aegaeus, cf wie Abb. 1, Pleopoden-Exopodite I— V. 



ranen Landisopoden) nicht im Frühjahr stattfindet, sondern im Sommer, Herbst 
oder Winter. Dies mag seine Ursache in der Besiedlung ganzjähriger Feuchtbiotope 
haben. 



Beschreibung 

Körpermaße: cf maximal 6x3 mm, 9 maximal 8 x 3.5 mm. 

Färbung: Braun-gelblich ohne auffallende Kontraste, heller als die beiden anderen 
hier behandelten Arten. 

Kutikularstrukturen: Tergite leicht gehöckert, mit dachziegelartigen Schuppen 
und „zweibeinigen" Schuppenborsten (REM-Aufnahmen bei Schmalfuss 1977). 



SCHMALFUSS, GRIECHISCHE LANDISOPODEN: 14 




Abb. 12-16. Nagurus aegaeus, $, 6 mm lang (SMNS 1477), Pleopoden-Exopodite I-V. 



Kopf mit wohlentwickelten Seitenlappen und winkelig vorgezogener Stirnmitte, 
diese auch bei den $$ ohne Einkerbung (Abb. 1). Augen mit 9-10 Ommatidien. 
Pereion-Epimer I hinten kräftig konkav ausgebuchtet (Abb. 1). Pereion-Epimeren 
mit länglichen Drüsenporenfeldern, die direkt am Seitenrand liegen (Abb. 1—2, bei 
Schmalfuss 1977: 362, Abb. 14 sind die Drüsenporenfelder nicht exakt abgebildet). 
Noduli laterales auf den Epimeren II -VII ungefähr gleich weit vom Seitenrand ent- 
fernt, nur am Epimer I etwas weiter nach medial gerückt (Schmalfuss 1977: 362, 
Abb. 14). Pleon-Tergite III- V mit wohlentwickelten Epimeren (Abb. 2). Telson mit 
bogig eingebuchteten Seiten und gerundeter Spitze (Abb. 2). Endglied der Anten- 
nengeißel ungefähr dreimal so lang wie Grundglied (Abb. 3). Letztes Glied des 
Antennenstammes beim Ö" nicht verdickt, im Gegensatz zu den beiden anderen hier 
behandelten Arten. Pereiopod I C? mit Bürste am Carpus (Abb. 4), Pereiopod VII C? 
ohne geschlechtspezifische Auszeichnungen (Abb. 5). 

Pleopoden nur am männlichen Exopodit I mit einem schmalen Respirationsfeld 
(Abb. 7), sonst ohne lichtmikroskopisch erkennbare Luftatmungsorgane 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 509 




Abb. 17-18. Nagurus rhodiensis, ö\ 5.5 mm lang (Simi, SMNS 1377). - 17. Kopf und 
Pereion-Tergit I; — 18. Pereion-Tergit VII und Pleon. 



(Abb. 8 — 16). Exopodit I ö" distal schräg abgestutzt, laterodistal mit einem durch 
eine Rinne abgesetzten Wulst, dessen Spitze aber den distalen Rand des Exopoditen 
nicht überragt wie bei den anderen beiden Arten (Abb. 7). Spitze des Endopoditen I 
CT siehe Abb. 6. Das Fehlen der gattungsdiagnostischen Respirationsorgane an den 



SCHMALFUSS, GRIECHISCHE LANDISOPODEN: 14 





Abb. 19-20. Nagurus rhodiensis (Simi, SMNS 1377). - 19. <j>, 6.5 mm lang, Kopf und 
Pereion-Tergit I; — 20. Ö\ 5.5 mm lang, Pereion-Epimeren mit Noduli latera- 
les. 



Pleopoden-Exopoditen, die bei N. rhodiensis (siehe 2.2.) und N. ziegleri n. sp. (2.3.) 
wohlentwickelt sind, muß als artspezifisches Reduktionsmerkmal gewertet werden. 
Möglicherweise steht es im Zusammenhang mit der Besiedlung ganzjähriger Feucht- 
biotope. 

Uropoden siehe Abb. 2, kein Sexualdimorfismus. 



2.2. Nagurus rhodiensis (Arcangeli, 1934) 

? Lucasius orientalis non Dollfus, 1905: Arcangeli 1914: 12; 

Strouhal 1929 a: 84 (partim); 1937 g: 225 (partim). 
Nagara rhodiensis: Arcangeli 1934: 47, Abb. 1-7. 
Nagurus rhodiensis: Vandel 1955: 496; 1965: 822; 

Arcangeli 1963: 6, 14 (partim); 

Strouhal 1968: 317; 

Schmalfuss 1972 b: 593, Abb. 62-69; 1979: 31. 

Untersuchtes Material 

1 Ö", 12 99 mit Marsupium, Insel Rodos, oberhalb Stadt Rodos, leg. Schmalfuss 28. III. 
1967 (SMNS 1414, Schmalfuss 1972 b). - 1 9 mit Marsupium, Insel Rodos, Profitis Ilias, 
offener Kiefernwald, leg. Pauli & Schmalfuss 23. IV. 1981 (SMNS 1389). - 1 Ö\ 9 99 mit 
Marsupium, Insel Simi N Rodos, Kulturland und Phrygana, leg. Pauli & Schmalfuss 
12.-14. IV. 1981 (SMNS 1377). - 1 CT, 2 99 mit Marsupium, Insel Nimos N Simi, Phry- 
gana, leg. Pauli & Schmalfuss 15. IV. 1981 (SMNS 1382). 



10 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 509 




Abb. 21-23. Nagurus rbodiensis (Simi, SMNS 1377). - 21.$, Antennengeißel; - 
22.-23. cf, 5.5 mm lang, Pereiopod I von frontal und von kaudal. 



Weitere Nachweise 

Insel Rodos: Ayios Isidhoros (Arcangeli 1914 als Lucasius orientalis); „Marizza" 
und Umgebung der Stadt Rodos (Arcangeli 1934). 

Verbreitung (Fundort kartiert auf Abb. 63) 

Bekannt von den drei südostägäischen Inseln Rodos, Simi und Nimos. Es ist anzu- 
nehmen, daß die Art auch auf dem angrenzenden türkischen Festland vorkommt. 



SCHMALFUSS, GRIECHISCHE LANDISOPODEN: 14 



11 




Abb. 24—25. Nagurus rhodiensis, 0" wie Abb. 22, Carpus VII und Ischium VII. 



Taxo 



norme 



Die Art wurde zunächst von Arcangeli (1914) mit Fragezeichen als Lucasius 
orientalis Dollfus, 1905 publiziert. Lucasius orientalis wurde von Zypern beschrieben 
und wird heute zur Gattung Agabiformius gestellt. Nachdem Arcangeli ein von 
Dollfus determiniertes Exemplar von „Lucasius" orientalis von Zypern untersucht 
hatte und ihm neues Material von Rodos vorlag, beschrieb er 1934 die Tiere von 
Rodos als Nagara rhodiensis n. sp. In einer Revision der Gattung Nagurus behandelt 
Arcangeli (1963) irrtümlicherweise Lucasius orientalis Dollfus, 1905 als Synonym 
von Nagurus rhodiensis Arcangeli, 1934) und führt für die letztere Art auch die zy- 
priotischen Fundorte von Lucasius orientalis auf. Nagurus rhodiensis ist von Zypern 
nicht bekannt, sie wird dort offenbar von einer weiteren Nagurus-Art, N. carinatus 
(Dollfus, 1905) vertreten. 



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STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 509 




Abb. 26—30. Nagurus rhodiensis, ö" wie Abb. 17, Pleopoden-Exopodite I— V. 



Daten zur Ökologie und Fortpflanzungsbiologie 

N. rhodiensis wurde in Phrygana-, Macchie- und Kiefernwald-Biotopen gefunden. 
Die Art ist offenbar nicht wie N. aegaeus an die unmittelbare Umgebung von Fließ- 
wasser gebunden. 

Alle hier untersuchten 9 9 wurden zwischen Ende März und Mitte April gesam- 
melt und tragen sämtlich Eier oder Embryonen im Marsupium. Die Hauptfort- 
pflanzungszeit scheint also im Frühjahr zu liegen. Ein 9 mm langes $ von Rodos 
trug 71 Embryonen (Schmalfuss 1972 b: 594). Die von mir seinerzeit (1972 b) auf- 
grund der teilweise maskulinisierten Pleopoden der 99 geäußerte Vermutung, es 
handle sich bei den Tieren dieser Art um Zwitter, ist eher unwahrscheinlich. Auch 
die Annahme einer parthenogenetischen Fortpflanzung, wie sie von Arcangeli 
(1934: 51) geäußert wurde, ist im Lichte der hier untersuchten Auf Sammlungen 
sicher nicht zutreffend. 



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Abb. 31 — 35. Nagurus rhodiensis, Q, 7 mm lang (Simi, SMNS 1377), Pleopoden-Exopodite 
I-V. 



Beschreibung 

Körpermaße: cf maximal 6 mm lang, § maximal 9 mm lang. 

Färbung: Tergite violettbraun mit den üblichen hellen Muskelflecken. Eine 
mediane Fleckenreihe bildet einen auffälligen Längsstrich. J 9 ^^ aufgehellten Ter- 
git-Rändern und großen hellen Flecken an der Basis der Pereion-Epimeren, auf den 
Pleon-Epimeren mit je einer lateralen Fleckenreihe, so daß das Pleon dreigestreift 
erscheint. Cf Cf dunkler, Flecken weniger auffällig. 

Kutikularstrukturen: Tergite mit kleinen Höckern besetzt, diese sind bei den 
adulten 99 senr yie ^ ausgeprägter als bei den cfcf (Abb. 19). 

Kopf mit wohlentwickelten Seitenlappen, die Stirnmitte ist vorgezogen und über- 
ragt die Seitenlappen geringfügig. Bei den 9 9 ist die Stirnmitte deutlich eingekerbt 
(Abb. 19), bei den cf C? fehlt diese Einkerbung oder ist nur ganz leicht angedeutet 
(Abb. 17). Augen größer als bei N. aegaeus, mit circa 17 Ommatidien. Pereion- 
Epimer I hinten ausgebuchtet, die Hinterecke nicht so spitz ausgezogen wie bei 
N. aegaeus (Abb. 17). Noduli laterales ungefähr in derselben Position wie bei 
N. aegaeus, am Epimer I weiter vom Seitenrand entfernt als auf den übrigen Epi- 
meren (Abb. 20). Epimerendrüsen viel kleiner und unauffälliger als bei N. aegaeus. 



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STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 509 




Abb. 36—39. Nagurus rhodiensis, ö" wie Abb. 17. — 36. Distaler Teil der Antenne; — 
37. Pleopoden-Endopodite I; - 38. Apex des Pleopoden-Endopoditen I; — 
39. Pleopoden-Endopodit II. 



Pleon siehe Abb. 18. Telson mit leicht gerundeten Seiten und spitz gerundetem Ende 
(Abb. 18). 

Endglied der Antennengeißel zweimal so lang wie das Grundglied (Abb. 21, 36), 
letztes Stammglied beim CT verdickt (Abb. 36). Pereiopod I cf mit Bürsten am 
Carpus (Abb. 22—23), Pereiopod VII cf mit leicht erweitertem Carpus, Ischium 
ohne spezifische Auszeichnungen (Abb. 24—25). 

Pleopoden-Exopodite I— IV mit Respirationsfeld, dieses fehlt am Exopodit V und 
ist am Exopodit II auffallend verkleinert (Abb. 26—35). Exopodit I c? mit abgerun- 
detem Hinterende, am medialen Ende des Respirationsfeldes mit vorstehender Spitze 
(Abb. 26). Endopodite I C? und II ($ siehe Abb. 37-39. Die Mehrzahl der ovigeren 
§9 von Rodos zeigt männlich ausgeprägte Pleopoden-Endopodite I und besitzt 



SCHMALFUSS, GRIECHISCHE LANDISOPODEN: 14 



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Abb. 40—41. Nagurus ziegleri n. sp., 0\ Holotyp. — 40. Kopf und Pereion-Tergit I; — 
41. Pereion-Tergit VII und Pleon. 



einen Genitalkegel (Schmalfuss 1972 b: 594, Abb. 66—67). Ich hatte seinerzeit die 
Vermutung geäußert, daß es sich hierbei um proterandrische Zwitter handelt. Inwie- 
weit diese Vermutung zutrifft, läßt sich auch heute noch nicht entscheiden. Solche 
Verhältnisse finden sich auch bei anderen Landisopoden, unter anderem auch bei 
dem unten beschriebenen Nagurus ziegleri n. sp. 

Uropoden-Exopodit ungefähr doppelt so lang wie das Telson (Abb. 18). 



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STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 509 




Abb. 42-45. Nagurus ziegleri n. sp., $, 9.5 mm lang (SMNS T325). - 42. Distaler Teil der 
rechten Mandibel; — 43. Distaler Teil der linken Mandibel; — 44. Distaler Teil 
der Maxille I (rechts Endit, links Exit); — 45. Distaler Teil des Maxillipeden. 



2.3. Nagurus ziegleri n. sp. 

Holotypus: Männchen, 6.6 x 2.7 mm, 22.1. 1993, geschlüpft Mai-Juli 1992 (also 7-9 
Monate alt), Labornachzucht von ogiveren $$, leg. Schmalfuss 2. V. 1992 auf der griechi- 
schen Insel Kastellorizo 130 km E Rodos, Felshang oberhalb des Hafenortes (SMNS T323). 

Paratypen: 9 $J mit Marsupium, Griechenland, Insel Kastellorizo, Felshang oberhalb des 
Hafenortes, leg. Schmalfuss 2. V. 1992 (SMNS T324). - 4 cf cf , 6 $ $, davon eines mit Mar- 
supium, adult (§ $ 9.5 mm lang), 7-9 Monate alt, sonstige Daten wie Holotyp (SMNS T325). 
- 1 juv. Cf, ± 2 Monate alt, 24. VII. 1992, geschlüpft circa 20. V. 1992, sonstige Daten wie 
Holotyp (SMNS T326). - 1 $ mit Marsupium, gefangen auf Kastellorizo 2. V. 1992, im 



SCHMALFUSS, GRIECHISCHE LANDISOPODEN: 14 



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Abb. 46-49. Nagurus ziegleri n. sp., ö\ Holotyp. — 46. Pereion-Epimeren IV und V; — 
47. Distaler Teil der Antenne; — 48. Carpus und Merus von Pereiopod I; — 
49. Pereiopod VII. 



Labor gehalten bis 21. VIII. 1992 (SMNS T327). - 67 juv. (cfö\ $$ und „Intersexe", siehe 
unten), 21. VIII. 1992, maximal 3 Monate alt, sonstige Daten wie Holotyp (SMNS T328). 

Verbreitung (Fundorte siehe Karte Abb. 63) 

Bisher nur vom Typenfundort, der östlichsten griechischen Insel Kastellorizo 
130 km E Rodos bekannt. Katellorizo liegt 1.6 km vom türkischen Festland entfernt. 
Es ist anzunehmen, daß die Art auch dort vorkommt. 

Daten zur Ökologie und Fortpflanzungsbiologie 

Die Tiere wurden an einem nordexponierten felsigen Steilhang mit Macchien-Ve- 
getation gefunden (Näheres zur Vegetation siehe Schmalfuss 1993: 14). Sie saßen 
am Fuße der Felsabsätze unter Steinen. Unter vielen Steinen fanden sie sich in 
Gesellschaft von Orthometopon scheuerni Schmalfuss, 1993. Die im Labor gehal- 



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STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 509 




Abb. 50—54. Nagurus ziegleri n. sp., ö\ Holotyp, Pleopoden-Exopodite I— V. 



tenen und gezüchteten Tiere wurden in einem mit Grobsand ausgelegten Glasterra- 
rium gehalten, das mit Kalksteinen, Fallaub und Moos bestückt war. Als Nahrung 
wurden neben dem Fallaub noch Karotten- und Kartoffelstücke gereicht. Die Tiere 
hielten sich mit Vorliebe in völlig durchnäßten Moos- und Fallaub-Schichten auf. 

Sämtliche Ende April und Anfang Mai im Biotop gesammelten und beobachteten 
Tiere waren ovigere 9$- Da das Geschlechter-Verhältnis der im Labor aufgezo- 
genen Tiere ungefähr 1 : 1 ist, kann angenommen werden, daß die Tiere einjährig 
sind. Die cfcf sterben im zeitigen Frühjahr nach der Kopulation ab, die 99 nach 
dem Austragen der Brüten zu Beginn der sommerlichen Trockenperiode. 

Das größte der am locus typicus gesammelten $ $ (10 mm lang) hatte 38 Embryo- 
nen im Marsupium, das kleinste dieser 9 9 (7 mm lang) trug 29 Embryonen. 

Zwei ovigere 99 wurden lebend mitgenommen und im Labor gehalten (siehe 
oben). Es wurden drei Würfe registriert, mit den ungefähren Schlüpfdaten 15. Mai, 
20. Juli und 10. August. Danach trugen beide 99 wieder Eier im Marsupium. Es 



SCHMALFUSS, GRIECHISCHE LANDISOPODEN: 14 



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Abb. 55-59. Nagurus ziegleri n. sp., $, 9.7 mm lang (SMNS T325), Pleopoden-Exopodite 
I-V. 



kann also angenommen werden, daß die $ $ unter günstigen Umständen bis zu 3 
Würfe hintereinander austragen. In wieweit diese Labordaten auf das Freiland über- 
tragen werden können, läßt sich hier nicht entscheiden. 

Ein zwei- bis zweieinhalb Monate altes ö" ist 5.5 mm lang, zeigt aber noch nicht 
die adulte Morfologie der Pleopoden (Abb. 60) und Pereiopoden. Die Masse der 
Jungtiere wurde einen Monat später konserviert. Bei den circa dreieinhalb Monate 
alten und 6 mm langen Tieren zeigen die cf Cf schon die adulte Ausprägung des Pleo- 
poden-Exopoditen I (Abb. 61). Wir können also annehmen, daß die CT cf nach circa 
4 Monaten erwachsen sind, während die $9> die bedeutend größer und kräftiger 
werden, noch eine Zeitlang weiterwachsen. 5 C?C? (darunter der Holotyp) und 6 9 $ 
(eines davon schon mit Eiern im Marsupium) wurden am 22. 1. 1993 konserviert, 
also im Alter von 7—9 Monaten und völlig ausgewachsen. Wiederum kann diese Ent- 
wicklung natürlich im Freiland unter anderen Umweltbedingungen eine gewisse 
Variabilität aufweisen. 



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STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 509 




Abb. 60-62. Nagurus ziegleri n. sp. - 60. cf , 5.5 mm lang, ca. zwei Monate alt, Pleopoden- 
Exopodit I; — 61. CT, 6.0 mm lang, ca. 3 Monate alt, Pleopoden-Exopodit I 
(gleicher Maßstab wie Abb. 60). - 62. Ö\ Holotyp, Spitze des Pleopoden-En- 
dopoditen I. 



Beschreibung 

Körpermaße: cf maximal 6.6 x 2.7 mm (Labornachzucht, 7—9 Monate alt), 9 
maximal 10 x 3.7 mm, kleinstes 9 mit Marsupium 7x3 mm. 

Färbung: Topotypische 99 hellbraun mit gelblichen Flecken und einer medianen 
hellen Linie, Färbung sehr ähnlich derjenigen von N. rhodiensis, jedoch Epimeren 
nicht aufgehellt. Die erwachsenen Nachzuchttiere sind in beiden Geschlechtern 
schwarzbraun, sehr viel dunkler als die im Biotop gesammelten 99- 

Kutikularstrukturen: Tergite unauffällig behöckert. 

Oberkopf mit winkelig vorgezogener Stirnmitte, dies ungefähr so weit nach vorn 
reichend wie die Seitenlappen (Abb. 40). Die Stirnmitte auch bei den 9 9 nicht oder 
nur andeutungsweise eingekerbt. Augen bei den adulten Tieren mit ± 20 Ommati- 
dien. Pereion-Epimer I hinten völlig ohne Einbuchtung (im Gegensatz zu den beiden 
anderen hier behandelten Arten, Abb. 40). Porenfelder der Epimerendrüsen 
erkennbar, aber nicht sehr auffällig, schmal und langgezogen (Abb. 46). Noduli late- 
rales in ähnlichen Positionen wie bei den anderen beiden griechischen Arten 
(Abb. 40, 41, 46). Telson mit abgerundet winkelig eingebuchteten Seiten (Abb. 41). 

Geißelglieder der Antenne gleichlang, letztes Stammglied beim cf verdickt 
(Abb. 47). Mandibeln, Maxille I und Maxilliped siehe Abb. 42-45. Carpus I und 
Merus I beim cf mit dichtem Borstenbesatz (Abb. 48). Pereiopod VII cf (Abb. 49) 
mit schwach angedeuteter Gratleiste am Carpus. Alle 5 Pleopoden-Exopodite mit 
wohlentwickelten „Faltenlungen" vom Tracbelipus-Typ (Abb. 50—59). Exopodit I 
Cf mit lang und spitz ausgezogenem Hinterlappen und einer durch eine Rinne abge- 
setzten, vorgezogenen Spitze des „Trachealfeldes" (Abb. 50). Spitze des Pleopoden- 
Endopoditen I cf siehe Abb. 62. Wie bei N. rhodiensis haben einige der adulten 9 9 
die Pleopoden-Endopodite in der männlichen Form ausgebildet. 

Derivatio nominis: Die Art ist Herrn Prof. Dr. Bernhard Ziegler, dem Direktor des 
Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart, gewidmet. Durch seine fortwährende wohl- 



SCHMALFUSS, GRIECHISCHE LANDISOPODEN: 14 



21 




9 = Nagurus sp. 
▼ = N. aegaeus 
■ = N. rhodiensis 
A - N. ziegleri n.sp 



Abb. 63. Fundorte der behandelten Arten. 



wollende Unterstützung wurden die hier vorliegende Publikationsserie über griechische 
Land-Isopoden und insbesondere die diesen Arbeiten zugrundeliegenden Sammelreisen 
ermöglicht. 

2.4. Nagurus sp. 

Nagurus sp.: Schmalfuss 1972 a: 49; 1975: 39. 

Nagurus aegaeus ?: Schmalfuss 1979: 30. 

Aus der Ägäis liegen 3 $ $ vor, deren Artzugehörigkeit erst nach dem Auffinden von cfcf 
entschieden werden kann: 

1 $ mit Marsupium (5 mm lang), Ost-Kreta, Sitia, leg. Pieper 11. III. 1966 (SMNS 1262). 
- 1 $ mit Marsupium (4.5 mm lang), Ost-Kreta, S Pakhia Ammos, Kiefernwald, leg. 
Schmalfuss 16. III. 1970 (SMNS 1238). - 1 $ ohne Marsupium (3.3 mm lang), Nord-Kyk- 
laden, Insel Andhros, Ort Andhros, leg. Pieper & Runze 1. X. 1978 (SMNS 1895). 

Die Tiere, die bei Schmalfuss (1979: 31) als „Nagurus nov. spec." gemeldet wurden, 
gehören nicht zur Gattung Nagurus. 

3. Phylogenetische Beziehungen 

Die Familie Trachelipodidae (= Trachelipidae) in ihrer bisherigen Definition ist 
kein monophyletisches Taxon. Die Gattungen um Protracheoniscus (beispielsweise 
Orthometopon, Hemilepistus) besitzen Pleopoden-Lungen vom Porcellio-Typ und 
sind möglicherweise mit der Familie Porcellionidae nächstverwandt. Dagegen 
zeichnen sich Nagurus, Trachelipus, Porcellium und einige weitere Gattungen durch 
Faltenlungen vom Trachelipus -Typ aus und bilden wahrscheinlich eine engere Ver- 



22 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 509 

wandtschaftsgruppe. Eine Aufteilung der bisherigen Familie Trachelipodidae ist 
jedoch erst sinnvoll, wenn weitere detaillierte Untersuchungen zusätzliche Argu- 
mente für die Verwandtschaftsbeziehungen der betreffenden Gattungen zutage 
gefördert haben. 

Wie oben erwähnt, ist auch die Monophylie der Gattung Nagurus nicht gesichert. 
Möglicherweise sind die mediterranen Arten näher mit anderen europäisch-vorder- 
asiatischen Gattungen wie zum Beispiel Trachelipus oder Porcellium verwandt als 
mit den indopazifischen Nagurus- Arten. Für ein Schwestergruppenverhältnis der 
hier behandelten Nagurus-Arten mit der Gattung Trachelipus spräche der nach 
medial verschobene Nodulus lateralis am Pereion-Epimer I. Um zu gesicherten Aus- 
sagen zu gelangen, sind auch hier weitere detaillierte Untersuchungen notwendig. 

Wenn man die Morfologie des männlichen Pleopoden-Exopoditen I zugrunde 
legt, bilden die hier behandelten drei Nagurus-Arten eine Schwestergruppe zu N. ca- 
rinatus, der einen plesiomorfen Exopoditen I besitzt (Vandel 1955: 494, 
Abb. 25 D). Dabei wird die Ausbildung einer Rinne am medialen Ende des Respira- 
tionsfeldes als Synapomorfie der drei griechischen Arten betrachtet. Von diesen drei 
Arten sind dann wiederum N. rhodiensis und N. ziegleri n. sp. nächstverwandt und 
die Schwestergruppe zu N. aegaeus. Als Synapomorfie von N. rhodiensis und 
N. ziegleri wird die Ausbildung einer vorgezogenen Spitze am medialen Ende des 
Respirationsfeldes gewertet. Eine solche Deutung steht auch mit der Verbreitung 
dieser vikariierenden Arten in Einklang. 



4. Abkürzung und Dank 

SMNS = Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart, + Nummer der Isopoden- 
Sammlung. 
Für die Überlassung von Nagurus-MateriA, das dem SMNS übereignet wurde, danke ich 
A. Pauli (Illingen), Dr. H. Pieper (Kiel), Dr. W. Rähle (Tübingen) und O. Runze (Kiel). 
Die rasterelektronenmikroskopischen Aufnahmen wurden von S. Leidenroth (SMNS) ange- 
fertigt. 

5. Literatur 

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podi. — Boll. Musei Zool. Anat. comp. R. Univ. Torino 28: 1—22; Turin. 

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— (1965): La faune isopodique de l'ile de Chypre. - Bull. Mus. natn. Hist. nat. Paris 
(2. Ser.) 36: 818-830; Paris. 



Anschrift des Verfassers: 

Dr. Helmut Schmalfuss, Staatliches Museum für Naturkunde (Museum am Löwentor), 
Rosenstein 1, D-70191 Stuttgart. 



ISSN 0341-0145 



Schriftleitung: Dr. Wolf gang Seeger, Rosenstein 1, D-70191 Stuttgart 
Gesamtherstellung: Verlagsdruckerei Schmidt GmbH, D-91413 Neustadt a. d. Aisch 



Stuttgarter Beiträge zur Natiu4mnde 

Serie A (Biologie) 



Herausgeber: 
Staatliches Museum für Naturkunde, Rosenstein 1, D 




Stuttgarter Beitr. Naturk. Ser. A Nr. 510 HS. Stuttgart, 4. 9. 1994 



Professor Dr. Bernhard Ziegler zum 65. Geburtstag 

Beobachtungen zur Entwicklung der Dasselfliege 

Dermatobia hominis (Diptera: Cuterebridae) 

im Selbstversuch 

Observations on the Development of the Botfly Dermatobia hominis 
(Diptera: Cuterebridae) in Man 

Von Fritz Dieterlen, Stuttgart 
Mit 4 Abbildungen 



Summary 

A larva of Dermatobia hominis Linnaeus jr., 1781 parasitizing in the author's back was 
reared to pupation and emergence of the imago. The unusual long larval and pupal period is 
compared and discussed with the few exactly known records. For a better understanding fur- 
ther important facts on the reproductive biology of this remarkable botfly were reviewed from 
the literature. 

Zusammenfassung 

Eine im Rücken des Autors parasitierende Larve von Dermatobia hominis Linnaeus jr., 
1781 wurde zum Schlüpfen des fertigen Insekts gebracht. Die für den Menschen hier unge- 
wöhnlich lange Dauer dieser Entwicklungsstadien wird mit den wenigen, genauer bekannten 
Angaben verglichen und diskutiert. Zum besseren Verständnis wurden weitere wichtige 
Fakten über diese in ihrer Fortpflanzungsbiologie bemerkenswerten Insektenart aus der Lite- 
ratur entnommen. 

Inhalt 

1. Einleitung 2 

2. Biologie 2 

2.1. Verbreitung und Habitat 2 

2.2. Paarung und Eiablage 2 

2.3. Übertragungsmechanismen und Befallsethologie 3 

2.3.1. Überträger 3 

2.3.2. Wirte 3 

2.3.3. Befallsethologie und -diagnosen 3 

2.4. Larvenentwicklung bis zum Schlüpfen 4 



2 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 510 

2.5. Puppenstadium und Schlüpfen der Imago 7 

3. Heilung und Behandlungsmethoden 9 

4. Diskussion 10 

5. Danksagung 10 

6. Literatur 10 

1. Einleitung 

Von den neotropischen Dasselfliegen-Arten der Gattung Dermatobia ist hominis 
die häufigste und bekannteste, da sie mit ihrer Larve nicht nur in Wildtieren und 
Haustieren, sondern auch im Menschen parasitiert und überdies ihre Biologie als ein- 
zigartig zu bezeichnen ist. In der Einführung zu der umfangreichen Bibliographie 
über Dermatobia hominis (375 Zitate, deren erstes von 1626 stammt) schreiben Gui- 
maräes & Papavero (1967): „The fascinating study of this insect attracted the atten- 
tion of many entomologists and non-entomologists during the past three centuries; 
however, information is usually fragmentary, frequently contradictory. Some facts 
are frequently repeated, while many aspects were never satisfactorily investigated." 

Anlaß zu der vorliegenden Arbeit war ein Regenwaldaufenthalt des Autors in 
Surinam im Jahr 1990, von dem er eine im Rücken parasitierende Dermatobia-Larve 
mitbrachte, die er dank günstiger Umstände vollends „austrug" und erfolgreich zur 
Verpuppung und zum Schlüpfen der Imago brachte. 

2. Biologie 1 ) 

2.1. Verbreitung und Habitat 

Dermatobia hominis ist in Mittel- und Südamerika von Mexico bis Chile und 
Argentinien verbreitet. Waldhabitate werden offenen Lebensräumen vorgezogen. Da 
die Fliege gegen Hitze und Trockenheit empfindlich ist, bewohnt sie vor allem 
Wälder aller Art und deren Umgebung. 

2.2. Paarung und Eiablage 

Die Paarung findet bei Tag an erhöhten Plätzen statt. Zu diesem Zweck versam- 
meln sich mehrere Männchen an markanten Stellen. Männchen und Weibchen kopu- 
lieren mehrere Male. Die Kopula kann wenige Minuten bis zu einigen Stunden 
dauern. 

Die meisten Tiere sind zu dieser Zeit erst wenige Stunden alt, schlüpfen also fast 
geschlechtsreif aus der Puppe. Die Eientwicklung im Weibchen dauert aber offenbar 
länger (7 Tage), wenn die Paarung bald nach dem Schlüpfen stattfindet und kürzer 
(48 Std.), wenn das Weibchen sich zum Beispiel erst am 15. Lebenstag paart (Neiva 
& Florencio Gomes, 1917). Die mittlere Lebensdauer der Imago beträgt 8 — 9 Tage. 
Die Mundwerkzeuge sind verkümmert (Abb. 4), Nahrungsaufnahme findet nicht 
mehr statt. 

Das Eiablageverhalten von D. hominis ist sehr bemerkenswert, da die Eier nicht 
auf dem Wirt, sondern auf anderen blutsaugenden Insekten abgelegt werden. Daher 



l ) Über Anatomie und Morphologie der Imago und der Entwicklungsstadien siehe ebenfalls 
die ausführlich kommentierte Bibliographie von Guimaräes & Papavero (1967). 



DIETERLEN, ENTWICKLUNG VON DERMATOBIA 3 

werden diese von Dermatobia hominis eingefangen und bei der Eiablage festge- 
halten. Erst durch diese Überträgerinsekten gelangen die Eier dann auf den Wirt. 

Die Menge der vom Überträgerinsekt transportierten Eier ist unterschiedlich und 
liegt zwischen 6 und 30 Stück (Neiva, 1910; Townsend, 1915). 

Nach der Eiablage kann das Dermatobia-'W eibchen weitere Insekten einfangen 
und den Vorgang wiederholen, denn die Ovarien fassen bis zu 800 Eier. Jedenfalls 
können unter günstigen Umständen vom Weibchen mehrere hundert Eier auf die 
Überträger verteilt werden. Eine andere Übertragungsmethode nennt übrigens 
Curran (1939). 

2.3. Übertragungsmechanismen und Befallsethologie 

2.3.1. Überträger 

Als Überträger kommen diejenigen Insekten-Arten infrage, die nach Bates (1943) 
folgende gemeinsame Eigenschaften haben: sie müssen zoo- oder anthrophil und 
tagaktiv sein, von mäßiger Körpergröße und ebensolcher Aktivität (zu schnelle 
Arten könnte D. hominis nicht fangen, zu langsame würden ihren Fangtrieb nicht 
stimulieren). 49 Überträgerarten haben Guimaräes & Papavero (1967) aufgelistet 
zum Beispiel aus den Gattungen Aedes, Anopheles, Psorophora und Mansonia. 
Ferner scheinen Anthomyiidae (zum Beispiel Fannia-Arten) und Muscidae (bei- 
spielsweise Musca) bevorzugt zu werden. 

2.3.2. Wirte 

Dermatobia hominis ist — wie auch andere Arten der Gattung — durch ihre Über- 
träger keineswegs exklusiv auf den Menschen eingestellt. Der Mensch ist nur ihr 
„prominentestes" Opfer. Die ursprünglichsten Wirte sind eher die Säugetiere und 
Vögel der neotropischen Fauna, von denen unter anderen Affen, Pumas, Jaguare, 
Agutis, Gürteltiere, Tukane und Ameisenvögel ermittelt wurden. 

2.3.3. Befallsethologie und -diagnose 

Ungefähr eine Woche nach der Eiablage auf dem Überträgerinsekt sind die Maden 
schlüpfbereit und können bei dessen Stechakt auf den Wirt übergehen — auslösender 
Reiz ist wohl die Wärme der Haut — und sich sogleich in dessen Haut einbohren, 
was 5 — 10 Minuten, aber auch anderthalb Stunden in Anspruch nehmen kann 
(Dünn, 1930). Auch das Eindringen durch den Stichkanal ist üblich. 

Das Vordringen der 1,5 mm langen Larve bis in das subkutane Gewebe wird vom Wirt, 
jedenfalls vom Menschen, nicht wahrgenommen. Dort verbleibt sie und hat durch die Atem- 
öffnungen an ihrem Hinterende Kontakt zur Außenwelt. 

Befallsorte beim Menschen sind besonders die häufig unbedeckten Körperteile wie Glied- 
maßen, Rücken und Kopf. Zu Komplikationen führen kann der Befall in der Nähe von 
Gelenken, am Ohr, an Augenlidern, Augen und Nase. Bei Rindern gelingt die Entwicklung 
am erfolgreichsten an Körperstellen, die das Wirtstier mit Maul und Zunge und durch 
Scheuern schlecht erreichen kann. Ein Individuum kann von Dutzenden, ja Hunderten von 
Dasselfliegenlarven befallen sein. 

Auf der Haut des Menschen macht sich 24 Stunden später eine kleine rötliche Schwellung 
bemerkbar. Sie vergrößert sich langsam und beginnt zu jucken. Wenn noch kein Verdacht auf 
eine Myiasis besteht, kann sie längere Zeit als einfacher Furunkel angesehen werden. 

Ich hatte mich am Ende der Regenzeit (vom 26. 7. bis 21. 8. 1990) am Kaboeri- 
Creek im überschwemmten Tiefland-Regenwald von West-Surinam aufgehalten und 



4 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 510 

war wie alle Expeditionsteilnehmer von unzähligen Insekten, besonders von Mos- 
kitos gestochen worden. Am 21. 8., dem Tag der Rückfahrt, hatte ich schon eine grö- 
ßere und zeitweise stark juckende Schwellung am Rücken (in Höhe der neunten 
Rippe, Abb. 1), die ich für einen entzündeten Bremsenstich hielt. 

Wenn man Zustand und Größe der Schwellung am 21. 8. berücksichtigt, kann 
man den 14. 8. ± 3 Tage als mittleren Befallstermin ansehen. Dünn (1930) beschreibt 
nämlich bei seinem Selbstversuch mit D. hominis den 7. Tag nach Eindringen der 
Larven als in etwa meinem Zustand am 21. 8. entsprechend. 

2.4. Larvenentwicklung bis zum Schlüpfen 

Obgleich Dermatobia-heiall beim Menschen millionenfach auftritt, gibt es in der 
Literatur nur wenige Beschreibungen des gesamten Entwicklungs Verlaufs. Der 
Grund dafür ist der, daß die Menschen sich die Larve entfernen lassen oder dieses 
selbst tun. Selbstversuche mit sechs in seinem Körper gleichzeitig parasitierenden 
Larven (zwei am rechten Bein und je zwei an den Unterarmen) hat der amerikanische 
Entomologe Dünn (1930) beschrieben. Auf seinen Beobachtungen und auf Tierver- 
suchen fußen die meisten Beschreibungen über den Ablauf der Larvenentwicklung 
und ihren Nebenerscheinungen. 

Meine Erfahrungen scheinen mir interessant genug, sie mit denen anderer zu ver- 
gleichen. 

Nachdem am 7. Entwicklungstag (21. 8. 1990) die kleine Beule sich auffällig juk- 
kend gezeigt hatte, beruhigte sie sich, so daß ich mich erst am 21. Tag genötigt sah, 
den Hausarzt um eine Furunkelsalbe zu bitten, die dieser nach der Diagnose: 
Furunkel verschrieb. Sie hatte keinerlei Wirkung und ich setzte sie nach drei Tagen 
wieder ab. Etwa ab dem 37. Tag nahm die Größe der wenig juckenden und keine 
Schmerzen verursachenden Beule stark zu, und zwar auf eine fast quadratische Form 
mit ca. 10—12 cm Kantenlänge. Die Geschwulst war nun verhärtet und rötlich ver- 
färbt. 

Am Nachmittag des 42. Tages nahm ich erstmals einen Schmerz wahr, ein einige 
Sekunden langes heftiges Stechen. Die Beule begann nun stärker zu nässen. 

Dünn (1930) berichtet von seinen sechs gleichzeitig sich entwickelnden Larven, daß Juck- 
reiz schon vom ersten Tag nach dem Einbohren auftrat. Er führt dies auf allergische Reak- 
tionen gegen Sekrete und Exkretionen der Larven zurück. Starkes, flächiges Brennen und ste- 
chenden Schmerz verspürte er ab dem 7. Tag häufig, später manchmal sogar ganztägig und 
von unerträglicher Intensität. Ebenso beobachtete er einen fast ständigen Ausfluß von seröser 
Flüssigkeit, blutgefärbtem Eiter und dunkler Materie, die er für verdautes und ausgeschie- 
denes Blut hielt. Bereits am 15. Tag berichtet er von in seinem Verband gefundenen Häutungs- 
resten der Larve. Die Form des 1. Larvenstadiums wird in der Literatur als subzylindrisch 
angegeben, versehen mit kranzförmig angeordneten kurzen Borsten. 

Um den 28. Tag fand bei Dunns Larven die 2. Häutung statt. Das 2. Stadium ist ungefähr 
birnenförmig, es trägt im dickeren Teil stärkere kurze Borsten, der schmalere hintere Teil mit 
den endständigen Atemstigmen führt zur Wundöffnung hin. 

Am Abend des 44. Tages verspürte ich plötzlich einen unerträglichen stechenden 
Schmerz, der sich über 20 Minuten mehrfach wiederholte. Meine Frau glaubte, in der 
Tiefe der nässsenden Wunde eine Bewegung zu erkennen. — Nach ruhiger Nacht 
wiederholte sich am anderen Morgen um 5 Uhr für zehn Minuten das plötzliche Ste- 
chen wie am Vorabend. 

Vier Stunden später war ich zur ärztlichen Untersuchung in der Tübinger Tropen- 
klinik und äußerte meine Vermutung auf eine Myiasis, also einen Befall durch Flie- 



DIETERLEN, ENTWICKLUNG VON DERMATOBIA 







Abb. 1-2. Dermatobia-Geschwuht am 66. Entwicklungstag der Larve (8 Tage vor dem 
Schlüpfen); die starke Schwellung eines großen Bezirks (um den 40. bis 48. Tag) 
ist längst zurückgegangen. - 1. (Oben) Lage der Geschwulst; - 2. (unten) 
Wundöffnung. — Fotos: H. P. Tschorsnig. 



6 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 510 

genmaden. Die Schwellung wurde zuerst als nässender Abszeß angesehen, sodann, 
nachdem die Bewegungen der Larve beobachtet wurden, als solche bestätigt. Zitat 
aus dem Befundbericht: „Am Rücken fiel auf der rechten Seite ein etwa 14 cm 
großer, geröteter, indurierter Bezirk mit einer zentralen Öffnung auf. Es waren keine 
pathologischen Lymphknotenvergrößerungen tastbar." 

Im Wundabstrich wurden Staphylococcus-aureus-Erreger ; im Blut aber keine Ent- 
zündungszeichen festgestellt. Auf Antibiotika wurde daher verzichtet. Die bakteri- 
ziden oder bakteriostatischen Ausscheidungen der Larve speziell gegen Staphlo- 
coccus sind von Mensch und Rind bekannt. Auf diese Weise wird eine von Seiten der 
Larve unerwünschte stärkere eitererzeugende Reaktion des Wirtsgewebes verhindert 
(siehe Kapitel 4.). 

Am 46. Tag 5 Uhr morgens verspürte ich wieder heftiges Stechen, das bald auf- 
hörte. Am 47. Tag 6 Uhr und nochmals 9 Uhr hatte ich kurze, aber sehr intensive 
stechende Schmerzen. Bei der medizinischen Nachuntersuchung am 48. Tag wurde 
eine Besserung der im Befundbericht erwähnten Krankheitszeichen festgestellt. 

An beiden Arztterminen wurde übrigens versucht, die Larve zu extrahieren, unter anderem 
durch Einträufeln von etwas Ol in die Öffnung, um die Sauerstoffzufuhr der Larve zu unter- 
binden und sie zum weiteren Heraustreten zu veranlassen. Dies gelang nicht und auch nicht zu 
Hause in den folgenden Tagen, als die Larve einmal eine volle Stunde von einer mehrere Milli- 
meter dicken Ölschicht bedeckt war. 

Das Extrahieren ist nur möglich, wenn man die Larve bei ihren oftmaligen Bewegungen, die 
sie bis an den Wundrand führen (und die wohl nichts mit Sauerstoffbedarf zu tun haben) mit 
der Pinzette zu fassen bekommt. Dies mißlang mehrfach, weil sich die Larve bei der kleinsten 
Annäherung der Pinzette (auch ohne Hautkontakt) sofort zurückzog. Unerklärlich war uns, 
wie sie dies wahrnehmen konnte. 

In der auf den 48. Tag folgenden Zeit hatte ich nur noch selten Schmerzen (die kri- 
tische Phase lag nur zwischen 44. und 48. Tag), es trat kein Eiter auf, mein Allge- 
meinbefinden blieb die ganze Zeit über gut und ich konnte mich nicht über Müdig- 
keit oder gar Fieber beklagen (vergleiche unten). Da ich vermutete, daß es sich 
höchstwahrscheinlich um Dermatobia hominis handelte und ich außerdem erfuhr, 
daß eine chirurgische Entfernung bei dieser Sachlage kein Problem wäre, beschloß 
ich, die Larve doch vollends „auszutragen". 

Beim Vergleich mit den Erfahrungen von Dünn (1930) fällt übrigens auf, wie 
relativ wenig Juckreiz und völlig fehlende Schmerzen ich bis zum 44. Tag hatte. 
Wahrscheinlich sind diese Unterschiede auf die Lage und Anzahl der Befallsstellen 
zurückzuführen. Während ich lediglich eine Larve in einem sicherlich geringer 
innervierten Rückenbezirk trug, hatte Dünn es mit sechs Larven zu tun, von denen 
zwei nahe beieinander unweit des linken Ellbogengelenks, zwei weitere am rechten 
Unterarm und eine davon unweit des Handgelenks parasitierten, eine weitere dicht 
unter der rechten Kniescheibe. Alle sechs Stellen sind zweifellos primär empfind- 
licher als die meine anzusehen. 

Dünn vermutete als Ursache für den starken stechenden Schmerz „. . . to be produced by 
the tearing of the tissues by the oral hooks of the larva when it becomes necessary to use the 
hooks in order to excite the flow of serum or blood to serve as food." Ruch (1967) glaubt, daß 
der Schmerz allein durch Bewegungen der Larve ausgelöst wird. Ich halte die Erklärung 
Dunns für wahrscheinlicher, da sich die Larve, vor allem in den späteren Stadien, sichtbar oft 
bewegte und ich dabei nur ab und zu Schmerzen hatte. 

Dünn klagte im letzten Drittel der Entwicklung seiner Larven über häufige Abgeschlagen- 
heit und wiederholtes Fieber. Auch dies könnte mit dem starken Befall und den Befallssorten 
zusammenhängen. Dünn beschreibt auch echtes Bluten aus der Beulenöffnung, was bei mir 



DIETERLEN, ENTWICKLUNG VON DERMATOBIA / 

ebenfalls nicht auftrat. Der starke unangenehme Geruch des Wundsekretes bei Dünn war in 
meinem Fall kaum und nur ein einziges Mal sehr stark — und, da salmiakartig, offenbar un- 
typisch — festzustellen (siehe unten). 

Am 56. Tag hatte ich bei körperlicher Anstrengung etwas lokale, am 57. kurzzeitig 
stärkere Schmerzen, dabei floß rötlich-braunes Sekret aus und ein stechender sal- 
miakartiger Geruch machte sich bemerkbar, der nie wieder auftrat. 

Bis zum 70. Tag hatte ich etwa alle ein bis zwei Tage kurzdauerndes leichtes Ste- 
chen oder Jucken. Die Wundöffnung hatte sich vergrößert und die Made war jetzt 
besser und als größer geworden zu erkennen (Abb. 2), besonders wenn sie sich etwa 
herausbewegte. Vom 71. bis 73. Tag trug ich ein flaches, gut befestigtes, zur Wunde 
hin offenes Plastikdöschen, das die Larve beim unbemerkten Schlüpfen auffangen 
und so ein Zerdrücken verhindern sollte. 

Am 74. Tag (27. 10. 1990) trug ich ein weites vom Hosenbund gehaltenes Hemd. 
Während handwerklicher Arbeit verspürte ich um 13 Uhr ein schwaches Kitzeln und 
nach sofortigem Innehalten, daß etwas in das hinten gewölbte Hemd fiel. Beim vor- 
sichtigen Ausziehen fiel die ausgereifte Larve (Abb. 3) zu Boden. Ihr Gewicht betrug 
0,9 g. Sie wurde in ein vorbereitetes, mit feuchter steriler Erde gefülltes und unten 
mit Öffnungen versehenes 10 cm weites Plastikgefäß gelegt. 

Die sechs Larven Dunns (1930) schlüpften zwischen 47. und 55. Tag ihres Aufenthaltes im 
Körper des Wirts. Die mittlere Entwicklungsdauer liegt bei etwa 49 Tagen. Es waren dies die 
ersten exakten Bestimmungen der Larvenzeit von Dermatobia hominis im Menschen. Dünn 
verspürte beim Schlüpfen keinerlei Tastreize. 

Demgegenüber hatte die Larvenzeit bei mir 74 Tage (± 3 Tage) gedauert und war 
damit rund 25 Tage, also l h der Zeit, länger als die der Larven des DuNNschen Expe- 
riments, deren Aufenthaltsdauer nur um acht Tage variiert hatte. Nach den Zitaten in 
Lehr- und Handbüchern über die Larvenzeit im Wirt, schwankt diese zwischen vier 
und elf Wochen, das heißt 28—77 Tagen, wobei keine Unterschiede zwischen Men- 
schen und anderen Säugetieren gemacht werden. Die Angaben Dunns scheinen für 
den Menschen bis jetzt die einzig exakten zu sein. Die extremen Zeitangaben — 4 bis 
1 1 Wochen — beziehen sich im wesentlichen auf Ergebnisse an Haustieren [beson- 
ders in der Arbeit von Neiva & Florencio Gomes (1917)] die unter anderem mit 
Haushunden durchgeführt wurde. Dabei gab es in zwei Versuchsreihen große 
Unterschiede: einmal 31-34 Tage und beim anderen Mal 64-74 Tage. Die Autoren 
vermuten Unterschiede in der Umgebungstemperatur, eine Erklärung, die bei derart 
großen Differenzen wenig einleuchtet, wenn man bedenkt, daß die Entwicklung im 
stets gleichwarmen Körper eines Säugetieres und unter dem Schutz des Fells abläuft. 

Die Entwicklung der DuNNschen Larven vollzog sich im tropisch-warmen Klima 
von Panama, die der meinen lief 10 Tage im tropischen und 64 Tage im mitteleuro- 
päischen Herbstklima ab (25. 8.-27. 10.). Ich hielt mich während dieser Zeit normal 
bekleidet, zumal am Rücken, überwiegend in gut temperierten Räumen auf - einer 
besonders kühlen Temperatur oder gar Kälte war die Larve also nicht ausgesetzt. 
Trotzdem war die klimatische Umgebung natürlich eine andere als in den Tropen. 



2.5. Puppenstadium und Schlüpfen der Imago 

Nachdem die bei mir geschlüpfte Larve in die Mitte des mit Erde versehenen Pla- 
stikgefäßes gelegt war, wanderte sie innerhalb von drei Minuten dort zum Rand und 
grub sich in die Tiefe, um dann nach der Mitte hin zu entschwinden. Später wurde 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 510 




Abb. 3-4. Dermatobia hominis; Larve, Imago. - 3. (Oben) am 74. Entwicklungstag 
geschlüpfte Larve, rechts der Kopf mit Mundöffnung; — 4. (unten) Imago $, 1 
Tag nach dem Schlüpfen auf Menschenhaut, einem für Dermatobia untypischen 
Untergrund. - Fotos: F. Dieterlen (3), H. P. Tschorsnig (4). 



DIETERLEN, ENTWICKLUNG VON DERMATOBIA 9 

das Gefäß noch mit einer feinen Kunststoffgaze überspannt und dann bei 20— 25°C 
unter ziemlich gleichbleibender Feuchtigkeit der Erdschicht gehalten. 

Neiva (1908) berichtet von 10—15 Minuten Eingrabezeit in lockerem Boden, in festerem 
Boden dauert es sehr viel länger. In Experimenten von Neel et alii (1955) gruben sich die 
Larven in sonnenexponierten Böden tiefer ein als in schattigen. Die mittlere Tiefe lag bei 
4,8 cm. 

Die richtige Feuchtigkeit des Bodens ist für die Puppenzeit sehr wichtig. Während der Bil- 
dung des Pupariums in den ersten Tagen muß das umgebende Substrat einen Überfluß an 
Feuchtigkeit absorbieren können (Zeledön, 1957), da sonst die Verpuppung gestört wird. In 
feuchten Böden führt der Aufenthalt der Puppen aber sehr viel häufiger zum Schlüpfen als in 
trockenen. Auf den Entwicklungserfolg hat der Typ des Bodens, wie auch Schatten oder Son- 
nenstrahlung keinen Einfluß, es zählt allein ausreichende Feuchtigkeit (Neel et alii, 1955). Die 
durchschnittliche Dauer der Entwicklung in der Puppe ist temperaturabhängig und liegt, nach 
mehreren Autoren, in tropischen Böden bei 23— 25°C etwa zwischen 22 und 43 Tagen. Experi- 
mentell konnte sie auf 20 Tage verkürzt werden und, bei 12— 18°C Bodentemperatur, auf 78 
Tage (und mehr) verlängert werden (Neiva, 1908). 

Die Puppenzeit meines Tieres dauerte vom 27. 10. 90 13 Uhr bis zum 2. 12. früh- 
morgens, also knappe 36 Tage. Bei der Kontrolle am Vorabend war noch keine 
Imago zu sehen gewesen und am 2. 12. um 11 Uhr hing ein weibliches Exemplar von 
Dermatobia hominis an der den Plastiktopf abdeckenden Gaze (Abb. 4). Die am 
27. 10. geschlüpfte Larve hatte 0,9 g gewogen (mit einer 10 g-Federwaage, deren 
Skala in 0,2 g- Abschnitte eingeteilt ist) und war ungeführ 25 mm lang. Aus ihr war 
erwartungsgemäß — wenn die Angaben bei Neiva & Florencio Gomes (1917) 
stimmen — ein Weibchen geschlüpft. Nach diesen Autoren sollen aus Larven von 
mehr als 0,6 g später Weibchen, aus den leichteren Männchen schlüpfen. 

Die sechs bei Dünn (1930) geschlüpften Larven wogen 0,48 — 0,74 g und hatten Längen von 
20—25 mm und Durchmesser an der dicksten Stelle von 7—11 mm. Angaben über das spätere 
Geschlecht der Imagines machte Dünn nicht. Ausgerechnet die kleinste der sechs hatte mit 
fast 55 Tagen die längste Larvenzeit im Wirt und (am Oberschenkel) die an Bindegewebe und 
Muskulatur beste „Unterlage" gehabt. 



3. Heilung und Behandlungsmethoden 

Das Abheilen der Wunde ging äußerst schnell. Auch in der Literatur wird dies 
betont. Schon nach 10 Tagen ist normalerweise nur noch eine kleine pigmentierte 
Narbe sichtbar. Die bakterizide Wirkung der harnstoffhaltigen Ausscheidungen der 
Larve hält also noch an. Auch Wunden der vorzeitig entfernten Larven heilen meist 
schnell. 

In diesem Zusammenhang sei auf die erstaunlichen, heute fast vergessenen Heilungserfolge 
eines als Therapie durchgeführten Besatzes mit Fliegenmaden hingewiesen, die vor allem bei 
verwundeten Soldaten früherer Kriege erzielt wurden. Sie beruhten vor allem auf der Erfah- 
rung, daß mit Fliegenmaden befallene Wunden — vor allem der Goldfliege (Lucilia sericata) — 
sich nicht etwa verschlechterten, sondern viel schneller heilten als nicht befallene. Ausführ- 
liches darüber bei Zumpt (1956). 

Als Extraktionsmittel — traditionell oder modern — kommen Abtöten, Betäuben 
der Larve und Sauerstoffentzug (Tabaksaft, Zigarrenasche, Schweinefett, Ol, chemi- 
sche Mittel) oder Herausoperieren unter Lokalnarkose in Betracht (Guimaräes & 
Papavero, 1967). Keinesfalls sollte die Larve dabei verletzt werden, da die auslau- 
fenden Stoffe stark allergisch wirken können. 



10 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 510 

4. Diskussion 

Das wichtigste Ergebnis des geschilderten Versuchs ist der mit 74 (± 3) Tagen 
ungewöhnlich lange Aufenthalt der Larve im Wirt, der anderthalb mal so lang war, 
als bisher angegeben (im Mittel 49 Tage). Nach den von Neiva & Florencio 
Gomes (1917) an Vergleichsserien mit Haushunden gemachten Erfahrungen — mit 
um rund 100% verschiedenen Larvenzeiten — könnte man einen ausschließlichen 
Einfluß von Temperatur und/oder Klima der Umgebung vermuten. Doch reicht eine 
derartige Erklärung nicht aus. Jedenfalls hat mein Experiment gezeigt, daß die Lar- 
venzeit von D. hominis im menschlichen Wirt eine viel größere Spannweite haben 
kann, als bisher angenommen. — Die um fast 100% voneinander abweichenden Ent- 
wicklungszeiten der Puppe sind bei den viel variableren Umweltbedingungen gegen- 
über der Larve (Boden, Temperatur, Feuchtigkeit) eher verständlich. 

Auch die Gesamtdauer des Lebenszyklus' von D. hominis hat beim Menschen eine 
größere Spanne. Setzt man für die Larvenzeit im Ei und für die Lebensdauer der 
Imago mittlere Werte von 5 bis 10 Tagen ein, ergeben sich für die einzelnen Stadien 
beim DuNNSchen oder meinem Versuch folgende Werte: Larvenzeit im Ei 5 Tage, im 
Menschen 49 bzw. 74 Tage, Puppenzeit 23 bzw. 36 Tage, Lebensdauer der Imago 10 
Tage. Zusammen macht dies 87 bzw. 125 Tage. 

Ein starker Larvenbefall scheint den Wirt nach den Erfahrungen von Dünn (1930) 
ausgesprochen zu schädigen. Dies mag primär nicht in der „Absicht" des Parasiten 
liegen, dessen Entwicklung eher ungestört abläuft, wenn der Wirt, egal ob Mensch 
oder Tier, nichts oder wenig gegen ihn unternimmt und sich dadurch auch selbst 
schont. Aufgescheuerte, aufgebissene oder aufgeschnittene Beulen bergen die Gefahr 
von bakterieller Infektion und starker allergischer Reaktion bei Zerstörung der 
Larve. So ist auch der Sinn der bakteriostatischen Wirkung zu verstehen, die von den 
harnstoffhaltigen Ausscheidungen der Larve ausgeht. 

5. Danksagung 

Meiner Frau und meinem Sohn danke ich für vielfache Hilfe bei Beobachtungen und Pflege 
der Wunde. Herrn Dr. H. P. Tschorsnig (Stuttgart) danke ich für entomologische Beratung 
und Literatur, sowie für Fotos und Frau Prof. Dr. B. Frank (Stuttgart) für die kritische 
Durchsicht des ursprünglichen Manuskripts. Frau R. Harling (Stuttgart) verdanke ich Ein- 
satz und Geduld bei Fotoaufnahmen. 

6. Literatur 

Bates, M. (1943): Mosquitoes as vectors of Dermatobia hominis in Eastern Colombia. — 
Ann. ent. Soc. Am. 36 (1): 21—24; Columbus. 

Curran, C. H. (1939): The human botfly — How did this extraordinary insect develop the 
habit of forcing a mosquito to deposit eggs fo it? — Nat. Hist., N.Y. 66: 45—48; New 
York. 

Dünn, L. H. (1930): Rearing the larva of Dermatobia hominis Linn. in man. — Psyche, 
Camb. 37: 327—342; Cambridge, Mass. 

Guimaräes, J. H. & Papavero, N. (1967): A tentative annotated bibliography of Derma- 
tobia hominis (Linnaeus jr. 1781) (Diptera, Cuterebridae). — Archos Zool. Est. S Paulo 
14 (4): 223-295; Säo Paulo. 

Neel, W. W., Urbina, O., Viale, E. & de Alba, J. (1955): Ciclo biologico del torsalo {Der- 
matobia hominis L. Jr.) en Turrialba, Costa Rica — Turrialba 5 (3): 91 — 104; Turrialba. 

Neiva, A. (1908): Contribugäo ao estudo da biologia da Dermatobia cyaniventris Macq. — 
Bras. med. 22: 311 — 312; Rio de Janeiro. 
— (1910): Algumas informacöes sobre o berne. — Chäcaras e Quintais, 2 (1): 3 — 8; Säo 
Paulo. 



DIETERLEN, ENTWICKLUNG VON DERMATOBIA 11 

Neiva, A. & Gomes, J. F. (1917): Biologia da mosca do berne (Dermatobia hominis) obser- 
vada em todas as suas fases. — Ann. Paulistas. Med. Chirurg. 8 (9): 197—209; Säo Paulo. 

Ruch, D. M. (1967): Botfly myiasis. - Archs Derm. 96: 677-680; New York etc. 

Townsend, C. H. T. (1915): On the reproductive and host habits of Cuterebra and Derma- 
tobia. — Science 42: 253—255; New York etc. 

Zeledön, R. (1957): Algunas observaciones sobre la biologia de la Dermatobia hominis (L. 
Jr.) y el problema del torsalo en Costa Rica. — Revta Biol. trop. 5 (1): 63 — 75; San Jose. 

Zumpt, F. (1956): Insekten als Krankheitserreger und Krankheitsüberträger. — Kosmos- 
Bändchen Nr. 211, 72 pp.; Stuttgart. 

Anschrift des Verfassers: 

Dr. Fritz Dieterlen, Staatliches Museum für Naturkunde (Museum Schloß Rosenstein), 
Rosenstein 1, D-70191 Stuttgart. 



ISSN 0341-0145 



Schriftleitung: Dr. Wolfgang Seeger, Rosenstein 1, D-70191 Stuttgart 
Gesamtherstellung: Verlagsdruckerei Schmidt GmbH, D-91413 Neustadt a. d. Aisch 



Stuttgarter Beiträge zur Naturkunde 

Serie A (Biologie) 



Herausgeber: 
Staatliches Museum für Naturkunde, Rosenstein 1, 70191 




Stuttgarter Beitr. Naturk. 


Ser. A 


Nr. 511 


35 S. 


Stuttgart, 4. 9. 1994 



Professor Dr. Bernhard Ziegler zum 65. Geburtstag 

Lautäußerungen als interspezifische 

Isolationsmechanismen bei Eulen 

der Gattung Otus (Aves: Strigidae) 

aus dem südlichen Südamerika 

Vocal Patterns as Interspecific Isolating Mechanisms in Screech Owls 
of the Genus Otus (Aves : Strigidae) of southern South America 

Von Claus König, Stuttgart 
Mit 31 Abbildungen 

Summary 

The Neotropical Screech Owls (genus Otus) are a taxonomically difficult group, as all show 
an enormous tendency towards polymorphy. Therefore a revision of that group is very 
urgent. As a first step the author tries to separate specifically the species of southern South 
America, by using above all the vocal patterns. In owls the whole vocabularies are totally inhe- 
rited and show only little individual variability. Therefore they are taxonomically of great 
importance. Owls are chiefly active at night. For that reason it is likely, that — in spite of their 
increased visual perception at dusk — plumage patterns play a minor role as interspecific isola- 
ting mechanisms. Probably for that reason they can „afford" such a polymorphy. On the 
other hand vocal patterns are of great importance, as they obviously function as most impor- 
tant interspecific isolating mechanisms. Accordingly four species may be distinguished in 
southern South America: Otus choliba, Otus atricapillus, Otus hoyi, and Otus sanctaecata- 
rinae. This species concept, based mainly on biological patterns, especially on bioacoustics, 
could meanwhile be proved by molecularbiological studies (PCR, DNA-sequences, with nuc- 
leotide Substitution of about 10% between all species), stressing the hypothesis of bioacoustics 
being an important aid in taxonomy of some birds. Obviously these four taxa belong to two 
different species-groups: Otus choliba to one of them, the other three species to the other one, 
to which probably the taxa Otus guatemalae and Otus watsonii can be counted. This species- 
group, which might be considered as Otus atricapillus-superspecies, originated probably from 
a common ancestor-species of the Amazon Forest, the distribution of which ranging once to 
the cloud forests of the eastern Andes as well to the forests of eastern Paraguay, south-eastern 
Brazil and Uruguay. During the Pleistocene, when immense changes of the climate influenced 
several times the distribution of forests, possibly some populations of the ancestral species 
became isolated for a longer time, leading to the evolution of new species due to adaptation to 



2 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 511 

their habitat. Vocal patterns of the different taxa may show only little differences in allopatric 
species, while in parapatric species which might have contact at the mutual borders of their 
distribution, these patterns are quite different. The differences between the songs are to be 
observed mainly in rhythm and speed of the sequence of sounds, sometimes in pitch. These 
differences become very obvious in the B-songs (all studied Otus have two different types of 
songs, which we call A-song and B-song), being uttered above all during courtship, as well as 
aggressive vocalizations against rivals. 

Zusammenfassung 

Die Kreischeulen (Gattung Otus) der Neotropis sind eine taxonomisch schwierige Gruppe, 
weil alle zu einer ausgeprägten Polymorphie neigen. Eine Revision dieser Gruppe ist deshalb 
dringend erforderlich. Es soll daher hier versucht werden, zunächst die Arten des südlichen 
Südamerika spezifisch voneinander abzugrenzen, wobei sich in erster Linie die Lautäuße- 
rungen anbieten. Diese sind bei allen Eulen vollständig angeboren und variieren innerhalb 
einer Art nur geringfügig. Als taxonomische Merkmale sind sie deshalb von besonderer 
Bedeutung. Deshalb dürften bei ihnen — trotz ihrer gesteigerten Sehfähigkeit unter schlechten 
Lichtverhältnissen — Gefiedermerkmale kaum eine Rolle als interspezifische Isolationsmecha- 
nismen spielen. Wohl deshalb können sie sich auch die große Polymorphie „leisten". Dagegen 
kommt stimmlichen Äußerungen eine wesentliche Bedeutung zu, da diese offensichtlich als 
wichtigste interspezifische Isolationsmechanismen fungieren. Danach lassen sich im südlichen 
Südamerika vier Spezies unterscheiden: Otus choliba, Otus atricapillus, Otus hoyi und Otus 
sanctaecatarinae . Dieser nach vorwiegend biologischen, vor allem bioaktustischen Gesichts- 
punkten definierte Artstatus wurde inzwischen durch molekularbiologische Untersuchungen 
(PCR, DNA-Sequenzierung) bestätigt (Basenunterschiede zwischen allen Arten um 10%), 
was wiederum belegt, daß Bioakustik tatsächlich ein wesentliches Hilfsmittel in der Taxo- 
nomie der Vögel ist. Offensichtlich gehörten die vier Arten zwei verschiedenen Artenkreisen 
an: Otus choliba dem einen, die übrigen drei Arten dem anderen, welchem wahrscheinlich 
noch die Spezies Otus guatemalae und Otus watsonii zuzurechnen sind. Dieser Artenkreis, 
den man vielleicht als Otus atricapillus-Superspezies betrachten könnte, stammt vermutlich 
von einer amazonischen Urahnenart ab, deren Verbreitung einst bis in die Nebelwälder am 
Osthang der Anden sowie bis in die Waldgebiete von Südostbrasilien, Ostparaguay und Uru- 
guay reichte. Im Pleistozän, als gewaltige Klimaänderungen die Waldverbreitung mehrfach 
tiefgreifend beeinflußten, wurden wohl verschiedene Populationen längere Zeit voneinander 
getrennt, so daß es bei diesen zur Bildung neuer Arten kam. Dabei ist festzustellen, daß Unter- 
schiede in den stimmlichen Äußerungen bei allopatrischen Spezies recht gering sein können, 
während solche bei parapatrischen Arten, die an ihren Verbreitungsgrenzen eventuell Kontakt 
miteinander haben können, deutlich verschieden sind. Bei gesanglichen Äußerungen sind die 
Unterschiede vor allem im Rhythmus und in der Geschwindigkeit der Lautfolge sowie in der 
Tonhöhe zu erkennen. Dies wird besonders deutlich bei den B-Gesängen (alle untersuchten 
Otus-Arten verfügen über 2 verschiedene Gesangstypen, die wir als A- und B-Gesang 
bezeichnen), welche vor allem bei der Balz sowie in aggressiver Stimmung gegenüber Rivalen 
geäußert werden. 

Resumen 

— Vocalizaciones como mecanismos aislantes interespecificos en lechuzas del genero Otus 
(Aves: Strigidae) del sur de Sudamerica. — 
Las lechuzas neotropicales del genero Otus („Alilicucos") pertenecen a un grupo taxonomi- 
camente muy dificil, porque todas muestran un polimorfismo increible. Por eso una revisiön 
taxonömica de este grupo parece muy urgente, pero no siendo muy fäcil. Por ese motivo el 
autor intenta como primer paso a separar taxonömicamente las especies del sur de Sudamerica, 
usando sobre todo las vocalizaciones. Estas son innatas en todas especies de lechuzas y 
muestran solamente poca variabilidad. Por eso aquellas son de gran importancia para taxo- 
nomia. Lechuzas son principalmente activas de noche. Por este motivo caracteristicas de plu- 
maje parecen ser de menor importancia que vocalizaciones y no tocar un rollo importante 
como mecanismo aislante interespecifico — a pesar de la capacidad visual de lechuzas en la 
noche. Probablemente por eso lechuzas pueden permitirse una polimorfia grande. En compa- 



KONIG, LAUTAUSSERUNGEN BEI EULEN (OTUS) 3 

raciön expresiones vocales parecen ser los mecanismos aislantes interespecificos mäs impor- 
tantes. De acuerdo con esto se puede distinguir cuatro especies de „alilicucos" en el sur de 
Sudamerica: Otus choliba, Otus atricapillus, Otus hoyi y Otus sanctaecatarinae . Este estado 
especifico, definido sobre todo desde ese punto de vista biolögico, ante todo bioacüstico, pudo 
estar confirmado por estudios moleculares (PCR, secuencias de la ADN, la substitucion nuc- 
leotida siendo alrededor de 10% entre todas especies), mostrando que bioacüstica en efecto es 
un medio importante en la taxonomia de aves. Aparentemente las cuatro especies pertenecen a 
dos diferentes grupos de especies: Otus choliba a uno, las restantes al otro, aquel se pueda 
ajuntar probablemente las especies Otus guatemalae y Otus watsonii. Este ultimo grupo que se 
podria quizäs llamar „Otus atricapillus-superespecies" , probablemente desciende de una 
especie ancestral de la selva amazönica, cuya distribucion antiguamente llegaba hasta la nubi- 
selva en las laderas orientales de los Andes („Yungas") y hasta las selvas del sureste de Brasil, 
este de Paraguay y Uruguay. Durante el Pleistoceno, cuändo varios y fuertes cambios del 
clima influenciaban varias veces la distribucion de las selvas, aparentemente varias poblaciones 
de esta especie ancestral fueron aisladas unas de otras durante miles de anos. Esta separaciön 
llevö a la evoluciön de nuevas especies por adaptaciön ecolögica. Hay que constatar que dife- 
rencias vocales puedan ser insignificantes en especies allopatricas, mientras que estas son 
bastante diferentes en especies parapätricas, que en el borde de su distribucion puedan tener 
contacto mutuo. En los cantos se puede encontrar diferencias subre todo en ritmo y velocidad 
de la secuencia de sonidos, ademäs en la altura del tono. Esto es muy aparente en los cantos 
„B" (todas expecies estudiadas disponen de dos diferentes cantos que Uamamos „canto A" y 
„canto B"), que estän mostrados sobre todo durante las paradas nupciales y en sentido agre- 
sivo contra rivales. 

Inhalt 

1. Einleitung 3 

2. Methodik 5 

3. Lautäußerungen von Eulen der Gattung Otus („Kreischeulen") aus dem südlichen 
Südamerika . 6 

3.1. Allgemeines zum Lautinventar dieser Arten 6 

3.2. Kreischeulen und ihre Stimmen in subtropischen Nebelwäldern am Osthang der 
Anden sowie in östlich angrenzenden Wäldern 7 

3.3. Kreischeulen und ihre Stimmen in tropisch/subtropischen Regenwäldern Südost- 
brasiliens und Nordostargentiniens (Misiones) 14 

4. Erörterung der Befunde und taxonomische Rückschlüsse 22 

5. Kennzeichen und Verbreitung der vier Otus- Arten des südlichen Südamerika ... 25 

5.1. Otasc£o/z'^(Vieillotl817) 26 

5.2. Otus hoyi König & Straneck 1989 28 

5.3. Otus atricapillus (Temminck 1 822) 30 

5.4. Otus sanctaecatarinae (Salvin 1897) 31 

6. Literatur 33 

1. Einleitung 

Es ist noch gar nicht lange her, da glaubte man allgemein, die Erfassung der Vogelarten 
unserer Erde sei abgeschlossen. So wurde damals häufig eine Zahl von rund 8 600 Spezies 
angegeben. Inzwischen sind jedoch sehr viele neue Arten beschrieben worden Bock & Far- 
rand 1980), und es kommen fast alljährlich weitere hinzu (Wolters 1975 — 1982). Das gilt 
auch für die Eulen. Aus Südamerika wurden innerhalb der letzten 10 Jahre drei neue Arten 
allein aus der Gattung Otus beschrieben (O. marshalli, O. petersoni, O. hoyi). 

Wir können heute annehmen, daß die Zahl der rezenten Vogelarten bei etwa 10 000 liegen 
dürfte (Sibley & Monroe 1990). Diese Tatsache ist vor allem dem Umstand zu verdanken, 
daß heutzutage der Artbegriff (Kleinschmidt 1990, Cracraft 1983) differenzierter und 
mehr im Hinblick auf seine biologische Funktion betrachtet wird (Haffer 1987, 1988, 
McKittrick & Zink 1988, König 1991 a). Dabei erhebt sich natürlich auch die Frage nach 
biologischen, interspezifischen Isolationsmechanismen (Osche 1966). Zu diesen gehört bei 



4 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 511 

den meisten Vogelarten in erster Linie die Stimme, welche wesentlich dazu beiträgt, ähnliche 
Arten eindeutig zu unterscheiden, was unter Umständen zur Entdeckung neuer Taxa führen 
kann (König & Straneck 1989, König 1991 a, Martens & Eck 1991). 

Eulen sind überwiegend nachtaktive Vögel. Trotz ihres gesteigerten Sehvermögens bei 
schwachem Licht, sind jedoch auch sie bei Nacht nicht in der Lage, besondere Gefiederzeich- 
nungen oder Färbungen zu erkennen. Diese dürften daher für des gegenseitige Erkennen keine 
Rolle spielen und somit als interspezifische Isolationsmechanismen kaum in Frage kommen. 
Das Gefieder der meisten Eulenarten ist ohnehin kryptisch gefärbt und trägt ein Muster, das 
die Körperform mit der Umgebung des Tagesschlafplatzes verschmelzen läßt („Rinden- 
muster"). Es dient also vor allem der Tarnung am Tage. Somit können sich Eulen eine Poly- 
morphie „leisten", da Gefiederzeichnung und -färbung weder inter- noch intraspezifisch eine 
wesentliche Rolle spielen. 

Dagegen kommt den Lautäußerungen eine ganz besondere Bedeutung als interspezifischer 
Isolationsmechnismus zu, zumal bei den einzelnen Arten die gesamten Lautinventare ange- 
boren sind. Dazu kommt noch, daß diese — abgesehen von einer gewissen individuellen Varia- 
bilität — nur geringfügig variieren und es bei Eulen keine lokalen „Dialekte" oder „Spotten" 
gibt. 

Die neotropischen Arten der Gattung Glaucidium und Otus sind taxonomisch äußerst 
„schwierig" (Eck & Busse 1973, Burton 1992, Amadon & Bull 1988, Fjeldsä & Krabbe 
1990), weil bei ihnen die Polymorphie besonders groß ist (Marshall 1967, Meyer de 
Schauensee 1982, Narosky & Yzurieta 1987). Ein Studium der stimmlichen Äußerungen 
ist deshalb eine große Hilfe (König & Straneck 1989, König 1991 a, b, 1994, Hinkelmann 
1990). Stellt man also fest, daß die in jeweils gleichen Situationen geäußerten Gesänge (zum 
Beispiel Reviergesang) ähnlich aussehender Eulen deutlich verschieden sind, so liegt der Ver- 
dacht nahe, daß es sich hier um verschiedene Arten handeln könnte. Eingehendere Untersu- 
chungen an solchen Formen haben bisher stets ergeben, daß derartige Vermutungen richtig 
waren und der Artstatus durch molekularbiologische Studien (PCR, DNA-Sequenzierung) 
bestätigt werden konnte (Heidrich, König & Wink 1993). 

Im Zusammenhang mit ökologischen und taxonomischen Arbeiten an neotropischen Sper- 
lingskäuzen (Glaucidium spp.), wurden auch die sympatrisch mit diesen im südlichen Süd- 
amerika vorkommenden Kreischeulen (Otus spp.) studiert. Die ersten Ergebnisse (König & 
Straneck 1989, König 1991 b), zeigten, daß eine taxonomische Revision sämtlicher bisher 
aus der Neotropis bekannter Formen der Gattung Otus dringend erforderlich ist. Die Bearbei- 
tung der amerikanischen Kreischeulen durch Hekstra (1982) stützte sich in erste Linie auf 
morphologische Kriterien, vor allem auf Gefiedermerkmale. Stimmen wurden nur am Rande 
behandelt, da zu diesem Zeitpunkt Lautäußerungen der meisten Taxa unbekannt waren. Es ist 
daher verständlich, daß Hekstras Revision zu keiner befriedigenden Lösung führen konnte 
(Browning 1989, Burton 1992). 

Aus diesem Grunde befaßte ich mich im Freiland intensiv mit ökologischen und bioakusti- 
schen Fragen bei den Kreischeulen Argentiniens sowie benachbarter Regionen von Bolivien 
und Brasilien. Zusätzlich wurde umfangreiches Balgmaterial aus verschiedenen Museen unter- 
sucht. Die Ergebnisse dieser Arbeiten, unterstützt durch molekularbiologische Studien am 
Institut für Pharmazeutische Biologie der Universität Heidelberg, lassen jetzt eine spezifische 
Abgrenzung aller Taxa der Gattung Otus aus dem südlichen Südamerika zu, die recht erheb- 
lich von der durch Hekstra vertretenen Auffassung abweicht, weil jetzt in erster Linie biolo- 
gische Gesichtspunkte zur Definition des Artbegriffs herangezogen werden (Mayr 1940, 
1942, 1963, Haffer 1974, 1987, 1988, 1990, 1991, König 1991 a, b). 

Dank 

Für die Gewährung von Reisebeihilfen zur Geländearbeit in Südamerika habe ich der Deut- 
schen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg 
sowie dem Staatlichen Museum für Naturkunde, Stuttgart, zu danken. 

Für großzügige Unterstützung gebührt mein Dank den Aerolineas Argentinas in Frankfurt 
und Buenos Aires. Außerdem danke ich für wertvolle Hilfeleistungen dem Museo Argentino 
de Ciencias Naturales „Bernardino Rivadavia" in Buenos Aires, dem Instituto Nacional de 
Entomologia in Rosario de Lerma (Provinz Salta), dem Instituto Miguel Lillo in Tucumän, der 



KÖNIG, LAUTÄUSSERUNGEN BEI EULEN (OTUS) 5 

Asociaciön Ornitolögica del Plata in Buenos Aires, der Fundaciön Vida Silvestre Argentina in 
Buenos Aires sowie der Administraciön der Parques Nacionales in Buenos Aires und Iguazü 
(Misiones), der Direcciön Provincial de Fauna Silvestre in Posadas (Misiones) und Salta. Für 
die Ausleihe von Balgmaterial habe ich zu danken dem British Natural History Museum (Bird 
Department) in Tring, dem National Museum of Natural History in Washington, dem Museo 
Argentino de Ciencias Naturales „Bernardino Rivadavia" in Buenos Aires, dem Instituto 
Miguel Lillo in Tucumän, dem Naturhistorischen Museum in Wien, dem Museum für Natur- 
kunde in Berlin, dem Naturmuseum Senckenberg in Frankfurt a. M., dem Museum Alexander 
Koenig in Bonn, dem Zoologischen Museum Hamburg und der Zoologischen Staatssamm- 
lung München. 

Dem Florida Museum of Natural History in Gainesville (Dr. J. W. Hardy) sowie den 
Herren Dr. Joe T. Marshall (Washington), Roberto Straneck (Buenos Aires) und 
Miguel Castelino (Iguazü) danke ich für die Überlassung von Tonaufnahmen, dem 
Museum of Zoology der Louisiana State University in Baton Rouge für die Zusendung von 
Gewebeproben für molekularbiologische Arbeiten. Herr Dr. R. Ridgely (Philadelphia) über- 
sandte mir Fotos vom Typus von Otus guatemalae bolivianus, wofür ich herzlich danke. 

An dieser Stelle ist es mir eine Verpflichtung, meinem leider allzufrüh verstorbenen 
„Lehrer" in südamerikanischer Ornithologie, meinem Freund und Kollegen Prof. Dr. H. Sick 
(Rio de Janeiro) herzlich dafür zu danken, daß er mir mit seinem reichen Erfahrungsschatz 
stets zur Seite stand. Für die Mitarbeit im Gelände gebührt mein Dank: Richard Buob (Stutt- 
gart), Reinhard Foerster (Iguazü), Manfredo Fritz (Salta), Gunnar Hoy (Salta), Andres 
Johnson [La Libertad (Misiones)], Irmgard und Juan Kuehl (Salta), Roberto Straneck 
(Buinos Aires). Frau Petra Heidrich und Herrn Prof. Dr. Michael Wink (Heidelberg) 
gebührt mein Dank für die Überlassung von Ergebnissen molekularbiologischer Untersu- 
chungen. Frau Rotraud Harling (Stuttgart) danke ich für fotografische Arbeiten, Herrn 
Markus Grabert (Stuttgart) für die Anfertigung von Strichzeichnungen. Ganz besonders 
herzlich danken möchte ich meiner lieben Frau Ingrid und meinem Sohn Carl-Günther für 
ihren nimmermüden Einsatz bei oft schwieriger Geländearbeit. 



2. Methodik 

Auf 4 Reisen nach Südamerika (1987, 1989, 1991 und 1992) wurden unter anderem folgende 
Regionen in Argentinien besucht (Wilhelmy & Rohmeder 1963): 

1. Nebelwälder am Osthang der Anden („Südliches Yungas" oder „tucumanisch-boliviani- 
scher Wald", (Hueck 1966) in den Provinzen Salta, Tucumän und Jujuy (ca. 1000—2000 m 
über NN); 

2. Teile des Gran Chaco und andere Trockenbuschgebiete in der Provinz Salta (zwischen 
etwa 500 und 1500 m über NN); 

3. „Monte"-Region in der Provinz Cördoba (etwa 600 — 800 m über NN); 

4. Regenwälder tiefer Lagen (ca. 150—200 m über NN) bei Iguazü, Misiones; 

5. Regenwälder in der Sierra de Misiones zwischen ca. 300 und 800 m über NN. 

In den gennannten Gebieten wurden auf Kontrollgängen am Abend und bei Nacht Eulen 
verhört. Wenn nichts festzustellen war, verwendeten wir auch Klangattrappen (Tonband oder 
Imitation durch Pfeifen), um bei den einzelnen Arten Revierverhalten auszulösen. Sämtliche 
Lautäußerungen der Eulen nahmen wir auf Tonband auf (Marantz CP 430, Kassetten mit 
Metallbändern, Richtmikrofon Sennheiser MKH 815 T mit Windschutz). Dabei versuchten 
wir, möglichst viel vom Lautinventar jeder einzelnen Art auf Tonband festzuhalten. Tagsüber 
wurden die Habitatstruktur der gefundenen Eulenreviere skizziert (unter anderem fotografi- 
sche Dokumentation) und Notizen über jeweils charakteristische Tier- und Pflanzenarten 
gemacht. 

Die Tonaufnahmen analysierten wir im Museum in Stuttgart mittels eines DSP-Sonagrafen 
von Kay (Modell 5500), wobei auf den Sonagrammen Oszillogramm {oben) und Spektro- 
gramm {unten) dargestellt wurden. Dabei verglichen wir nur diejenigen Lautäußerungen mit- 
einander, die von den verschiedenen Eulen in gleichen oder ähnlichen Situationen geäußert 
worden waren (zum Beispiel Reviergesänge und Kontaktrufe). Für den sonagrafischen Ver- 
gleich wählten wir bei allen Lauten die gleiche Geräteeinstellung, das heißt einen Frequenz- 



6 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 511 

bereich bis zu 2 kHz, bei einer Zeitachse von 2 Sekunden. Die Sonagramme druckten wir auf 
Thermopapier von Brother aus. 

Durch Playback oder durch Imitation mit dem Mund testeten wir die Rekationen der Eulen 
auf die verschiedensten Lautäußerungen, um so etwas mehr über deren Funktion zu erfahren. 
Darüber hinaus wurden inter- und intraspezifische Reaktionen auf Reviergesänge einzelner 
Formen getestet. 

Wir waren bemüht, jede Eule, deren Lautäußerungen wir hörten oder auf Tonband auf- 
nahmen, auch zu sehen. Dies gelang in dem meisten Fällen durch Anleuchten mit einer starken 
Taschenlampe und anschließender Beobachtung durch das Fernglas. 

Ließen sich stimmliche Unterschiede bei äußerlich ähnlichen Formen nachweisen, so wurde 
durch Vergleiche von Balgmaterial versucht, auch charakteristische, morphologische Kriterien 
zu finden, um die jeweiligen Taxa spezifisch abzugrenzen. 

Mit behördlicher Genehmigung zur wissenschaftlichen Dokumentation, entnahmen wir 
von einzelnen Vögeln Blutproben, die in einer Pufferlösung konserviert und für molekular- 
biologische Untersuchungen an das Institut für Pharmazeutische Biologie in Heidelberg 
geschickt wurden. Dort wurden auch vom Museum of Zoology der Louisiana State University 
in Baton Rouge zur Verfügung gestellte Gewebeproben von Otus-Anen untersucht. 



3. Lautäußerungen von Eulen der Gattung Otus („Kreischeulen") 
aus dem südlichen Südamerika 

3.1. Allgemeines zum Lautinventar dieser Arten 

Wie bei den meisten Eulenarten der Neotropis, so weiß man auch bei den Kreisch- 
eulen nur wenig über deren Lautäußerungen. Von einigen kennt man nicht einmal 
den Reviergesang (Hardy 1980, 1986, Fitzpatrick & O'Neill 1986). Auch bei den 
von mir studierten Otus sind noch längst nicht alle Stimmäußerungen aus dem Laut- 
inventar bekannt, wenn auch das bis jetzt vorliegende Material für Stimmvergleiche 
durchaus ausreicht. 

Die auffallendsten Lautäußerungen der Otus- Arten sind deren Gesänge. Dabei ist 
der Begriff „Gesang" biologisch zu verstehen und nicht musikalisch. Wie bei den 
meisten Eulenarten, so singen auch bei vermutlich allen Kreischeulen beide 
Geschlechter. Doch ist die Gesangsaktivität der Männchen normalerweise größer als 
diejenige der Weibchen. 

Die von mir studierten Arten verfügen alle über zwei verschiedene Gesangs- 
formen, die wir als A-Gesang und B-Gesang bezeichnen. Der erste könnte als 
„Reviergesang" betrachtet werden, da er wohl in erster Linie der generellen Anzeige 
des besetzten Territoriums sowie der Anlockung eines Weibchens dient. Der B-Ge- 
sang wird weniger häufig geäußert. Man hört ihn meist bei der direkten Reviervertei- 
digung sowie im Übersprung. Es scheint, daß dieser aggressivere Stimmung aus- 
drückt als der A-Gesang. Bei der Balz, die sich ja von ritualisiertem Drohen ableitet, 
wird der B-Gesang häufig von beiden Partnern geäußert. Ledige Männchen und 
Weibchen singen zu Beginn der Fortpflanzungszeit fast nur den A-Gesang, wenn sie 
nicht durch Imitation von Gesangsstrophen zum Singen stimuliert worden waren. 
Der A-Gesang ist auch weiter zu hören, als der lautschwächere B-Gesang. Dieser 
wird zum Beispiel als Reaktion auf Gesangsimitationen geäußert, wobei sich der 
Revierinhaber nahe heranlocken läßt (unter Umständen sogar Scheinangriffe fliegt). 
Letzterer kann auch manchmal als „Einleitung" für den A-Gesang gebracht werden 
(zum Beispiel bei Otus choliba). 

Neben den Gesängen gibt es eine Reihe von Rufen, die dem intraspezischen Kon- 
takt dienen oder Schreck und sonstige Aufregung ausdrücken. Einige davon haben 



KONIG, LAUTAUSSERUNGEN BEI EULEN (OTUS) 7 

warnenden Charakter. Die meisten dieser Laute sind recht leise. Lediglich die 
„Schrecklaute", welche sicher häufig auch Aggressivität ausdrücken, sind von großer 
Lautstärke. Der Name „Kreischeulen" (englisch „Screech Owls") für diese Eulen- 
gruppe ist vermutlich auf jene Rufe zurückzuführen. 

3.2. Kreischeulen und ihre Stimmen in subtropischen Nebelwäldern 
am Osthang der Anden sowie in östlich angrenzenden Wäldern 

Die subtropischen Nebelwälder am Osthang der Anden, die sich etwa von Tucumän in 
Argentinien bis Santa Cruz in Bolivien erstrecken, werden als „tucumanisch-bolivianischer 
Wald" (Hueck 1966) oder als „Südliche Yungas" bezeichnet. Sie unterscheiden sich von den 
eigentlichen Yungas Zentral- und Nordboliviens dadurch, daß die meisten Bäume laubabwer- 
fend sind, das heißt zur Trockenzeit des Südwinters — trotz der zahlreichen Epiphyten — aus- 
gesprochen kahl wirken. Sie befinden sich meist an von der Sonne wenig beschienenen 
Hängen (vielfach auch als Waldreste in Schluchten), die deswegen kühler und feuchter sind als 
andere in gleicher Höhenlage. Der Boden ist vielerorts von einer dicken Laubschicht bedeckt. 
Durch die sich hier stauenden Wolken ist der Wald häufig in Nebel gehüllt, wodurch zahl- 
reiche Epiphyten (zum Beispiel Orchideen, Tillandsien und Peitschenkakteen) existieren 
können. Im Südsommer regnet es hier sehr häufig, so daß sich eine üppige Vegetation am 
Boden entwickeln kann, die ein Eindringen in diese Wälder äußerst mühsam macht (Abb. 1). 

Die Südlichen Yungas beginnen etwa in 1000 m über NN, wo hauptsächlich zu den Myrta- 
ceen gehörende Bäume den Wald bilden. Allmählich werden nach oben die Myrtaceen durch 
andere Baumarten („Nogal" und ,,Aliso"-Zone) ersetzt. Dazwischen wuchert dschungelartig 
der Kletterbambus {Chusquea spp.). Die Baumgrenze bilden Buschwälder aus Polylepis-'Be- 
ständen („Quenoa") bis in etwa 3000 m Höhe. 

Olrog (1979) führte in seiner Liste für Nordargentinien (Salta, Jujuy) nur eine 
einzige Otus- An an: Otus choliba. Die für Tucumän zitierte Otus watsonii (Olrog 




Abb. 1. Nebelwald („Südliche Yungas") in NW- Argentinien (Tucumän). Foto: C. König. 
— Cloud Forest („Southern Yungas") in NW-Argentina (Tucumän). 



8 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 511 

1959) wurde von ihm selbst wieder gestrichen. Ich habe dieses Stück im Museum in 
Buenos Aires gesehen und kann bestätigen, daß es sich bei diesem mit Sicherheit 
nicht um Otus watsonii, sondern um eine andere Art handelt. Olrog glaubte aber, 
daß in den Nebelwäldern des Cerro Calilegua (Jujuy) eine aberrante Form von Otus 
choliba vorkomme, die im Gefieder geringfügige Unterschiede gegenüber typischen 
choliba aufweist. Stimmen von dieser Eule waren jedoch nicht bekannt. Unsere Stu- 
dien (König & Straneck 1989) ergaben, daß in Nordargentinien zwei verschiedene 
Arten leben, die sich ökologisch sowie stimmlich deutlich unterscheiden. Dies führte 
zur Entdeckung einer neuen Art: der Bergwald-Kreischeule {Otus hoyi), die als en- 
demische Spezies der Südlichen Yungas zu betrachten ist (Hinkelmann 1990). Zu 
dieser Art gehörten auch der Balg im Museum Buenos Aires, der bisher als Otus 
watsonii bestimmt war sowie einige als Otus choliba bezeichnete Stücke im Instituto 
Miguel Lillo in Tucumän. Weitere typische Eulenarten der Südlichen Yungas sind: 
Aegolius barrisii und Glaucidium bolivianum. 

Im Trockenwald und Dornbusch der wärmeren Umgebung dieser montanen 
Wälder ist die Choliba-Eule {Otus choliba) weit verbreitet und die einzige ihrer Gat- 
tung. Man trifft sie fast überall in Dornbuschsteppen mit Kakteen, in aufgelockerten 
Trockenwäldern, Feldgehölzen sowie in Galeriewäldern des Nordens von Argenti- 
nien an. Im Gran Chaco ist sie ausgesprochen häufig. Otus choliba dringt aber nicht 
in die relativ kühlen und feuchten Yungas ein, wenn sie auch in warmen Trocken- 
buschlandschaften teilweise bis über 1500 m hoch hinaufgeht. Lediglich in Über- 
gangszonen von Trocken- in Nebenwälder („Bosques de Transiciön") kann man 
lokal beide Arten gelegentlich nebeneinander antreffen (zum Beispiel im National- 
park „El Rey" in der argentinischen Provinz Salta). Hier unterscheidet beide ihre 
Stimme. 

Der A-Gesang männlicher Otus hoyi besteht aus langen Trillerreihen, die leise 
beginnen, allmählich anschwellen und am Ende nur wenig ausklingen, das heißt fast 
abbrechen. Die einzelnen Töne werden „staccato" aneinandergereiht unn betragen 
recht konstant 11 in der Sekunde (Abb. 2 a). 

Der Gesang des Weibchens ist deutlich höher und klingt „blecherner", was im 
Sonagramm deutlich zu sehen ist (Abb. 2 b). Beide Gesänge ähneln sehr dem in wär- 
meren Regionen der Yungas Boliviens und Perus vorkommenden Otus guatemalae, 
der jedoch 14 Einzellaute pro Sekunde äußert. Dieser Gesang wirkt dadurch tril- 
lernder und erinnert somit sehr an den des ebenfalls im Nebelwald lebenden Kauzes 
Aegolius barrisii (Abb. 3 — 5). Wir fanden ihn sympatrisch mit Otus hoyi im gleichen 
Waldgebiet. Als wir seinen Gesang zum ersten Mal hörten, dachten wir zunächst an 
Otus guatemalae, bis wir ihn im Licht der Taschenlampe identifizieren konnten. 
Sieht man von dem Auf- und Abschwellen innerhalb einer Gesangsstrophe ab, so ist 
die Ähnlichkeit mit dem Gesang von Otus guatemalae frappierend, mit dem er in 
Peru vermutlich ebenfalls sympatrisch vorkommt. Unterschiedliche Tonhöhe und 
wohl dieses Auf- und Abschwellen in der Lautstärke dürften Merkmale sein, die von 
beiden Arten als jeweils artfremd angesehen werden. Dasselbe gilt im Hinblick auf 
Otus hoyi, der sogar kurzfristig auf Playback des Gesanges von Aegolius barrisii rea- 
gierte, dann aber anscheinend doch schnell merkte, daß es sich nicht um einen Artge- 
nossen handelte. Ähnliches konnten wir auch im umgekehrten Fall beobachten: 
Aegolius barrisii reagierte allerdings nur sehr kurz auf Gesänge männlicher und 
weiblicher O. hoyi und ließ sich auch nicht anlocken. Anscheinend muß es sogar 
nicht unbedingt eine ähnliche Stimme sein, um eine revierbesitzende Eule zu territo- 



KÖNIG, LAUTÄUSSERUNGEN BEI EULEN (OTUS) 





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STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 511 









































































































































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KÖNIG, LAUTÄUSSERUNGEN BEI EULEN (OTUS) 



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Abb. 5. Präparat von Aegolius harrisii aus Venezuela (Mus. Stuttgart, SMNS 9761). Foto: 
R. Harling. — Mounted specimen of Aegolius harrisii from Venezuela (Mus. Stutt- 
gart, SMNS 9761). 



rialen Lautäußerungen zu veranlassen. Der Revierbesitzer tut Vertretern einer 
anderen, möglicherweise mit ihm konkurrierenden Eulenart gegenüber kund, daß 
dieses Territorium besetzt ist, was er unter Umständen durch aggressive Handlungen 
unterstreicht. Die Antwort von Reviermännchen auf Playback anderer Eulen- 
stimmen (ähnlich oder nicht) durch Gegengesang dürfte demnach weniger etwas 
über gegenseitiges Verstehen, als über das Bestreben ausdrücken, unerwünschte 
Konkurrenz zu verhindern. Ich habe solches Verhalten auch bei anderen Eulenarten 
beobachtet, die in keiner Weise miteinander verwandt waren, aber um die gleiche 
Nahrung sowie um Brutplätze konkurrierten. 



12 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 511 



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Abb. 6. B-Gesang von Otus hoyi, CT (oben). Chorro Blanco bei Chicoana, Salta, Argenti- 
nien. Sept. 1992. Aufn.: C. König. — B-song of Otus hoyi, cf (above). Chorro 
Blanco near Chicoana, Salta, Argentina. Sept. 1992. 

Abb. 7. B-Gesang von Otus hoyi, $. La Cornisa de Jujuy, Salta, Argentinien. Sept. 1987. 
Aufn.: C. König. — B-song of Otus hoyi, 9- La Cornisa de Jujuy, Salta, Argentina, 
Sept. 1987. 



Der B-Gesang männlicher Otus hoyi ist deutlich kürzer als der A-Gesang. Wie 
dieser, so schwillt auch er allmählich an. Er ähnelt etwas dem von Otus guatemalae, 
es fehlt ihm aber der charakteristische Rhythmus eines auf einen harten Boden fal- 
lenden Tischtennisballes, den übrigens auch Otus atricapillus aufweist. Die Lautfolge 
des B-Gesangs bei O. hoyi ist dagegen gleichmäßig (Abb. 6). 

Der B-Gesang weiblicher Otus hoyi hat den gleichen Rhythmus wie der männ- 
licher Vögel, klingt aber höher und etwas heiser sowie leicht „guttural" (Abb. 7). Er 
hat absolut keine Ähnlichkeit mit dem weiblicher Otus guatemalae oder atricapillus. 
Als Kontaktruf fungiert ein weicher, leicht heiserer Laut, der sich etwa mit „juiju" 
wiedergeben läßt (Abb. 8). Erschreckt (eventuell auch aggressiv) äußert Otus hoyi 
laute, gedehnte Rufe auf „ü", die zu einer kurzen Folge gereiht werden (Abb. 9). 

Otus choliba aus Trockenwäldern und Dornbusch (Abb. 10) verfügt über einen 
unverwechselbaren A-Gesang: ein kurzer, rollender Triller, dem meist 2 — 3 laute 
„staccato"-Rufe folgen. Diese Strophe wird in bestimmten Zeitabständen (abhängig 
von der Erregung des Vogels) wiederholt (Abb. 11). Vom Weibchen habe ich den 
A-Gesang bisher noch nicht gehört. Aufgeregt äußert Otus choliba einen kurzen 



KÖNIG, LAUTÄUSSERUNGEN BEI EULEN (OTUS) 
Otus hoyi 



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Abb. 8. Kontaktruf (?) von Otus hoyi (oben). La Cornisa de Jujuy, Salta, Argentinien. Sept. 
1992. Aufn.: C. König. — Contact-call (?) of Otus hoyi (above). La Cornisa de 
Jujuy, Salta, Argentina. Sept. 1992. 

Abb. 9. Laute Rufe (aggressiv?) von Otus hoyi, cf . La Cornisa de Jujuy, Salta, Argentinien. 
Sept. 1992. Aufn.: C. König. — Loud calls (aggressive?) of Otus hoyi, CT. La Cor- 
nisa de Jujuy, Salta, Argentina. Sept. 1992. 



Triller, an den eine Folge von gellenden, wie „gu-guk gu-guk . . gu guh" klingenden 
Rufen angehängt wird. 

Otus choliba äußert als B-Gesang eine kurze, „bubbernde" Folge (Abb. 12), die 
entfernt an den Gesang des Rauhfußkauzes (Aegolius funereus) erinnert. Ein leises, 
wie gehaucht klingendes „gwu" dient vermutlich als Kontaktlaut. Wenn sich das 
Männchen mit Beute dem in einer Baumhöhle brütenden Weibchen nähert, äußert es 
solche Rufe, wie auch einen unterdrückten, sehr leisen A-Gesang. In den östlich an 
die Yungas Boliviens und Perus anschließenden, tropischen Regenwäldern lebt ein 
weiterer Otus, der jedoch nur im Tiefland bleibt und nicht in höhergelegene Wälder 
vordringt. Er hat die Größe von Otus guatemalae, besitzt aber längere Federbüschel 
(„Ohren") am Kopf und seine Augen sind nicht gelb, sondern braun: Otus watsonii 
usta. 

Hekstra (1982) stellte diese Form als Subspezies zu Otus atricapillus und nannte 
sie Otus atricapillus ustus. Stimmlich unterscheidet sich diese Eule aber deutlich von 
atricapillus: der Gesang besteht aus gedehnten, hohlen „wub"-Rufen, die, sehr leise 
beginnend, in gemächlichem, regelmäßigem Rhythmus (etwa 2 pro Sekunde) zu 
langen Ketten gereiht werden (Abb. 13). In den Regenwäldern südlich des Ama- 



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STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 511 




Abb. 10. Typischer Lebensraum von Otus choliba im Trockenbusch des Gran Chaco, Pro- 
vinz Salta, Argentinien. Foto: C. König. — Typical habitat of Otus choliba in the 
dry bush of Gran Chaco, Salta province, Argentina. 



zonas ist diese Art weit verbreitet. Nördlich davon lebt {Otus watsonii watsonii, wel- 
cher lange Reihen aus kurzen „u"-Lauten in schneller Folge hören läßt. Wenn man 
die Form usta auch heute noch meist als Subspezies von Otus watsonii ansieht, so 
spricht nach neuerer Erkenntnis doch vieles dafür, daß es sich um eine eigene Art 
handelt, die Otus usta heißen müßte. Um diese Problematik eindeutig zu klären, 
wird noch mehr Beobachtungsmaterial benötigt werden; vor allem Lautäußerungen 
sowie Blutproben zur DNA-Sequenzierung sind gefragt. 

Otus usta schließt verbreitungsgmäßig fast an Otus guatemalae und O. atricapillus 
an (Paraspezies?). Es wäre denkbar, daß alle drei Arten im Rahmen einer Superspe- 
zies verwandt sind. 



3.3. Kreischeulen und ihre Stimmen in tropisch/subtropischen 
Regenwäldern Südostbrasiliens und Nordostargentiniens (Misiones) 

Die Reste natürlicher und naturnaher Wälder zwischen der Mündung des Iguazü in den 
Paranä und dem Oberlauf des Uruguay kann man grob in zwei Waldtypen aufteilen: 

1. Die weitgehend geschlossenen Regenwaldgebiete tieferer Lagen (ca. 150—200 m) mit über- 
wiegend tropischem Charakter (mindestens 350 frostfreie Tage im Jahr) (Abb. 14); 

2. den meist aufgelockerten Bergwald der Sierra de Misiones zwischen Uruguay und Paranä, 
der zwischen etwa 300 und 800 m über NN anzutreffen ist. Dieser stellt eine Besonderheit 
dar, weil er gebietsweise mit Nadelbäumen (Araucaria angustifolia) natürlichen Ursprungs 
untermischt ist (Abb. 15). 

Olrog (1959) führte für Misiones drei Otus- Arten an: Otus choliba, Otus atrica- 
pillus und Otus sanctaecatarinae . 1979 erwähnte er nur noch zwei Arten, weil er 



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Abb. 11. A-Gesang von Otws choliba, cf (oben). Salta, Argentinien. Okt. 1987. Aufn.: 
C. König. - A-song of Otus choliba, ($ (above). Salta, Argentina. Oct. 1987. 

Abb. 12. B-Gesang von Otus choliba, cf. Corralito, Salta, Argentinien. Sept. 1992. Aufn.: 
C. König. - B-song of Otus choliba, ö". Corralito, Salta, Argentina. Sept. 1992. 



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Abb. 13. A-Gesang (Teil) von Otus (}watsonii) usta. Manu Nationalpark, Peru. Aufn.: 
J. Weske (ARA-Records). - A-song (part) of Otus (}watsonii) usta. Manu 
National Park, Peru. 



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STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 511 




Abb. 14. Der „dschungelartige" Lebensraum von Otus atricapillus (oben) im Tiefland-Re- 
genwald von Misiones (Wald der „Peninsula" bei Iguazü), Argentinien. Foto: 
C. König. — The „jungle-like" habitat of Otus atricapillus (above) in the lowland 
rain forest of Misiones (forest of the „Peninsula" near Iguazü), Argentina. 

Abb. 15. Lebensraum von Otus sanctaecatarinae bei Bernardo de Irigoyen, Sierra de 
Misiones, Argentinien. Charakteristisch der aufgelockerte Wald mit eingestreuten 
Araukarien. Hier kommt auch Otus choliba vor. Foto: C. König. — Habitat of 
Otus sanctaecatarinae near Bernardo de Irigoyen in the Sierra de Misiones, Argen- 
tina. The open forest with large Clearings and scattered Araucaria trees is rather 
characteristic for that species. Here also Otus choliba occurs. 



KÖNIG, LAUTÄUSSERUNGEN BEI EULEN (OTUS) 17 

Otus sanctaecatarinae als Subspezies von O. atricapillus betrachtete. Hekstra (1982) 
bestätigte Olrogs Auffassung auf Grund von Balgvergleichen. Zu diesem Zeitpunkt 
war nichts Gesichertes über Lautäußerungen dieser Vögel bekannt. Tonaufnahmen, 
die W. Belton in Rio Grande do Sul (Brasilien) machte, wurden von J. W. Hardy 
(1980) auf einer Kassette publiziert und O. sanctaecatarinae zugeordnet. Inzwischen 
sind die Gesänge von Otus atricapillus und Otus sanctaecatarinae bekannt (Mar- 
shall, Behrstock & König 1991, König 1991 b), die Rückschlüsse auf den Art- 
status beider Formen zulassen. Weitere Untersuchungsergebnisse, vor allem aus dem 
Jahr 1992, trugen inzwischen wesentlich dazu bei, das Bild zu vervollständigen. 

Im gesamten Untersuchungsgebiet ist die Choliba-Eule (Otus choliba) weit ver- 
breitet. Sie bewohnt hier aufgelockerte Tieflandregenwälder, landwirtschaftlich 
genutztes Gelände mit Bäumen und Büschen, Aufforstungen sowie lockere Waldbe- 
stände in der Sierra de Misiones. Die Lautäußerungen sind identisch mit denen der 
Vögel aus Salta und Jujuy sowie aus der „Monte"-Landschaft in der Provinz Cör- 
doba und aus dem Amazonasgebiet von Peru. Unterschiede durch Dialektbildung 
konnten nicht festgestellt werden. 

In den wärmsten Regionen von Misiones, das heißt im Bereich der Tieflandregen- 
wälder, kommt neben Otus choliba eine weitere Kreisscheulenart vor, die jedoch 
dichteren Wald mit üppigem Unterwuchs bevorzugt: Otus atricapillus. Diese 
Schwarzkopf- Kreischeule lebt sonst nur noch in tropischen Waldgebieten Ostbrasi- 
liens (nordwärts bis etwa Rio de Janeiro) und Ostparaguays (Amambay-Berge), wo 
man sie lokal (zum Beispiel am Cerro Corä) bis in etwa 600 m Höhe antreffen kann. 
In Misiones habe ich sie nur unterhalb von 250 m im nördlichsten Teil der Provinz 
(vom Nationalpark Iguazü und dessen Umgebung südwärts bis etwa zum Urugua-i- 
Stausee) gefunden. Otus atricapillus ist zweifellos eine wärmeliebende Art, die nur 
im tropischen Bereich auch etwas höher ins Gebirge vordringt. Als sich vor allem 
von Insekten ernährende Art, kann sie — als Jahresvogel — nur dort leben, wo grö- 
ßere Insekten (vor allem Laubheuschrecken) ständig vorhanden sind. 

Wie die anderen Otus, so verfügt auch Otus atricapillus über zwei verschiedene 
Gesänge. Der A-Gesang ist ein langer Triller, der leise beginnt, dann in der Laut- 
stärke anschwillt und fast abrupt abbricht (Abb. 16). Er hat eine gewisse Ähnlichkeit 
mit dem von Otus hoyi aus Nordargentinien und Südbolivien, ist aber schneller 
(etwa 14 Einzellaute in der Sekunde) und daher dem von Otus guatemalae zum Ver- 
wechseln ähnlich. Dies veranlaßte Marshall (1991), Otus guatemalae als Unterart 
von Otus atricapillus zu betrachten. 

Der A-Gesang des Weibchens klingt höher und „blecherner" als der des Männ- 
chens (Abb. 17). Dasselbe gilt auch für den B-Gesang. Der B-Gesang ist wesentlich 
kürzer und erinnert im Rhythmus an den eines auf harten Boden fallenden Tischten- 
nisballs („bouncing ball") (Abb. 18). Erschreckt läßt Otus atricapillus gellende Rufe 
hören (Abb. 19). R. Straneck (mündliche Mitteilung) hörte beispielsweise diese 
Rufe, als ein Krabben-Waschbar (Procyon crancrivorus) unter der auf einem nied- 
rigen Ast singenden Eule vorbeitrottete. 

Otus atricapillus scheint südlich des Urugua-i (Nebenfluß des Paranä, nicht zu 
verwechseln mit dem Uruguay!) sowie in der Sierra de Misiones zu fehlen. Dort ist 
— wie überall — die Choliba-Eule weit verbreitet. 

Eine weitere Otus-Art findet sich nur in der Sierra de Misones ab etwa 300 m über 
NN (Provinzpark Urugua-i) und in Bergen Südostbrasiliens: Otus sanctaecatarinae . 



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STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 511 















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B-Gesang von Otus atricapillus, Ö" (oben). Iguazü, Misiones, Argentinien. Nov. 
1989. Aufn.: M. Castelino. — B-song of Otus atricapillus, ($ (above). Iguazü, 
Misiones, Argentina. Nov. 1989. 

Rufe (aggressiv?) von Otus atricapillus, ($ • Iguazü, Misiones, Argentinien. Nov. 
1989. Aufn.: R. Straneck. — Calls (aggressive?) of Otus atricapillus, cf. Iguazü, 
Misiones, Argentina. Nov. 1989. 



Sie bewohnt dort aufgelockerte Waldbestände sowie relativ offene Landschaften mit 
kleinen Wäldchen. Im Küstengebirge Südostbrasiliens geht sie über 1000 m hoch 
hinauf, wo sie manchmal hochmoorartige Landschaften mit kleinen Wäldchen (viel- 
fach aus Araukarien) besiedelt. Der Schwerpunkt ihrer Verbreitung scheint in den 
brasilianischen Provinzen Santa Catarina und Rio Grande do Sul zu liegen. Wir 
beobachteten Paare dieser Art im Provinzpark Urugua-i (ca. 350 m über NN) bei 
Gobernador Lanusse und am Cerro Tigre (ca. 680 m über NN) zwischen Bernardo 
de Irigoyen und Tobuna. 

An weiteren Eulenarten beobachteten wir dort: Glaucidium brasilianum, Aegolius 
harrisii, Pulsatrix koeniswaldiana, Strix hylophila, Ciccaba virgata und Asio stygius. 

Otus sanetaecatarinae hat ähnliche Gefiederzeichnungen wie O. atricapillus, ist 
lediglich etwas größer mit kräftigerem Körperbau. Deshalb wurde sie bisher meist 
als Subspezies der letztgenannten angesehen (Hekstra 1982). Stimmlich unter- 
scheidet sie sich aber deutlich von atricapillus, was wir aber erst seit kurzer Zeit 
wissen (König 1991 b). Der Gesang der Eule, den R. Straneck 1986 im Provinz- 
park Islas Malvinas (heute Urugua-i) aufnahm und der von W. Belton in Rio 
Grande do Sul (Hardy 1986) aufgenommene Triller, welche wir (König & Stra- 
neck 1989) als möglicherweise von Otus atricapillus stammend ansahen, sind die 
A-Gesänge von Otus sanctaecatarinael 



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STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 511 





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2 See. 

Abb. 22a. B-Gesang von Otus sanctaecatarinae, $ (oben). Rio Grande do Sul, Brasilien. 

Aufn.: W. Belton (ARA-records). - B-song of Otus sanctaecatarinae, $ 

(above). Rio Grande do Sul, Brazil. 
Abb. 22b. B-Gesang (sehr erregt!) von Otus sanctaecatarinae, $. Cerro Tigre, zwischen 

Bernardo de Irigoyen und Tobuna, Sierra de Misiones, Argentinien. 28. 8. 1992. 

Aufn.: C. König. — B-song (very excited!) of Otus sanctaecatarinae, $. Cerro 

Tigre, between Bernardo de Irigoyen and Tobuna, Sierra de Misiones, Argentina. 

28-8-1992. 

Der A-Gesang des Männchens beginnt leise (fast knurrend) und steigert sich dann 
zu einem kräftigen Triller, der am Ende ziemlich abrupt abbricht. Die Lautfolge 
beträgt 14 Einzeltöne pro Sekunde. Im Sonagramm fällt der hohe Anteil an Ober- 
tönen auf, der diesen Gesang deutlich von denen anderer Otus unterscheidet. Durch 
die kräftigen Obertöne klingt er manchmal fast zweistimmig (Abb. 20). Vom Weib- 
chen ist bis jetzt kein A-Gesang bekannt, es ist aber wohl anzunehmen, daß auch 
dieses über einen verfügt. 

Der B-Gesang des Männchens ist eine relativ kurze Folge von Einzellauten, die 
zunächst in rascher Folge und dann immer langsamer werdend geäußert werden (ein 
umgekehrter ,,bouncing-ball"-Rhythmus!) (Abb. 21). Der B-Gesang des Weibchens 
besteht aus einer Folge rauher, fast reiherartig krächzender Laute, die wie „kräk- 
kräk- ..." klingen und bei steigender Erregung in aus Doppellauten bestehende 
Reihen übergehen („wärrek-wärrek- . . .) (Belton 1984, Sick 1985) (Abb. 22 a, b). 
Solche Rufreihen habe ich noch von keiner anderen Otus-Art gehört. Der B-Gesang 
wird vor allem in Duett mit dem Männchen geäußert. Dabei beginnt häufig das 
Weibchen und der Partner fällt dann in die Strophe mit seinem B-Gesang ein, mit 



22 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 511 



dem dann auch das Duett ausklingt. Man hat manchmal den Eindruck, als sänge nur 
ein einziger Vogel! 

Ein wie „wüjid" klingender Ruf hat vermutlich eine Kontaktfunktion. Wir hörten 
ihn vom Weibchen in der Nähe der Bruthöhle im Provinzpark Uugua-i sowie zwi- 
schen Bernardo de Irigoyen und Tobuna in der Sierra de Misiones (Abb. 23). 

4. Erörterung der Befunde und taxonomische Rückschlüsse 

Vergleicht man die Gesänge der hier behandelten Taxa, so fällt auf, daß Otus cho- 
liba im A-Gesang einen völlig anderen Aufbau hat. Der B-Gesang ist eine sehr kurze 
Folge und dadurch ebenfalls deutlich verschieden. Daß Otus choliba nicht konspezi- 
fisch mit den anderen Taxa sein kann, dürfte jedem einleuchten, der um den 
Umstand weiß, daß bei Eulen das gesamte Lautinventar angeboren ist. 

Otus hoyi äußert als A-Gesang einen langen Triller, der an die A-Gesänge von 
Otus atricapillus und Otus guatemalae erinnert. Die Lautfolge ist jedoch langsamer 
(11 statt 14 Laute pro Sekunde) und die Töne sind „voller". Der A-Gesang des Weib- 
chens ist dem der beiden Arten ähnlich, aber ebenfalls mit langsamerer Tonfolge. 
Der B-Gesang des Männchens ist eine relativ leise beginnende, regelmäßige Folge aus 
„staccato" geäußerten Einzellauten, deren Rhythmus sich so gut wie nicht ändert. 
Die beiden anderen Taxa äußern als B-Gesang den „bouncing-ball" -Rhythmus, 
wobei sie — im Gegensatz zu O. hoyi — sofort mit relativ kräftigen Rufen beginnen. 

Der B-Gesang des Weibchens von O. hoyi klingt recht rauh und etwas „guttural", 
vor allem bei steigender Erregung. Von den B-Gesängen der Weibchen der anderen 
Arten unterscheidet er sich dadurch deutlich. Die „Schreckrufe" von O. hoyi sind 
langgezogene Laute, nicht kurze und harte Rufe wie bei Otus atricapillus. 

So kann man nach den Lautäußerungen sowie nach den ökologischen Ansprüchen 
dieser Arten folgern, daß Otus hoyi von atricapillus und guatemalae spezifisch ver- 
schieden ist. Dies wurde inzwischen durch molekularbiologische Untersuchungen 
bestätigt (Heidrich, König & Wink 1993). 

Dort wo mehrere, etwa gleichgroße Eulenarten nebeneinander vorkommen und 
auch miteinander in Konkurrenz treten, müssen stimmliche Äußerungen erkennen 
lassen, daß es sich um verschiedene Arten handelt. Deshalb gibt es bei diesen eine nur 



Otus sanctaecatarinae 






Abb. 23. Ruf (Kontaktruf?) von Otus sanctaecatarinae, $. Provinzpark Urugua-i, Misiones, 
Argentinien. Nov. 1989. Aufn.: C. König. — Call (contact-call?) of Otus sanctae- 
catarinae, $. Provincial Park Urugua-i, Misiones, Argentina. Nov. 1989. 



KÖNIG, LAUTÄUSSERUNGEN BEI EULEN (OTUS) 23 

relativ geringe individuelle Variation der Lautäußerungen, während in Regionen mit 
geringem interspezifischem Konkurrrenzdruck bestimmte Eulenarten sich eine 
etwas größere, stimmliche Variabilität „leisten" können, zum Beispiel Rauhfußkauz 
(Aegolius funereus) (König 1968, 1969). Die Eulenarten tropischer und subtropi- 
scher Wälder sind dagegen — wegen der Sympatrie mit Konkurrenten — 
gezwungen, sich streng an die für sie typischen Laute zu halten und diese möglichst 
wenig zu variieren. So werden unnötige Reibungsverluste vermieden, zumal ernäh- 
rungsökologische Bedürfnisse bei den Nebelwaldarten offensichtlich verschieden 
sind. Damit kommt es beim Ertönen eines artfremden Gesanges in einem besetzten 
Revier lediglich zu einer mehr oder weniger deutlichen Besitzanzeige von kurzer 
Dauer. Anders ist es wenn Männchen der gleichen Art in demselben Revier singen 
(auch im Falle von Playback). Dann kommt es häufig zu heftigen Aggressionen von 
seiten des Revierinhabers. Somit dürfte klar zu erkennen sein, daß für uns manchmal 
geringfügige Unterschiede im Gesang für Eulen sehr entscheidend sein können, wie 
im Falle von Otus hoyi, Otus guatemalae und Aegolius barrisü. 

Marshall (1978) wies als erster auf die taxonomische Bedeutung der Stimme bei 
Nachtvögeln hin. 1991 vertrat er die Ansicht, Otus guatemalae (Mexico bis Bolivien) 
und die in Nordostargentinien, Südostbrasilien und Ostparaguay lebende Schwarz- 
kopf-Kreischeule (Otus atricapillus) seien vermutlich konspezifisch, weil sie äußerst 
ähnliche, ja fast identische Reviergesänge haben. Hier dürfte die Ähnlichkeit des 
Gesanges nicht entscheidend sein, da beide Populationen durch den über 700 km 
weiten Gran Chaco getrennt sind, in dem als einzige Otus-Art nur Otus choliba vor- 
kommt. Otus guatemalae und Otus atricapillus sind Standvögel. Sie können es sich 
„leisten" ähnliche Gesänge zu haben, da sie kaum je einmal zueinander Kontakt 
haben werden. Otus guatemalae dürfte als parapatrisch zu O. hoyi und als allo- 
patrisch zu O. atricapillus anzusehen sein. Die Verbreitung dieser Kreischeule 
schließt nördlich an die von O. hoyi an. Dabei bewohnt sie im zentralen Bolivien 
zunächst tiefere Lagen der Yungas, um dann äquatorwärts auch in Höhen von über 
1000 m vorzudringen. 

Otus guatemalae bolivianus, die südlichste Subspezies dieser Art, wurde aus dem 
unteren (tropischen!) Yunga-Bereich im Nordosten der bolivianischen Provinz 
Cochabamba beschrieben (Bond & Meyer de Schauensee 1941; etwa 300 m über 
NN im Mündungsgebiet des Rio Chapare in den Rio Mamore) (Abb. 24). Es ist die 
südlichste Unterart von Otus guatemalae, die aber anscheinend keinen Kontakt zu 
dem in höheren Lagen (ab etwa 1000 m) weiter südlich („tucumanisch-bolivianischer 
Wald") vorkommenden Otus hoyi hat. 

Die amazonische Kreischeule Otus (}watsonii) usta schließt sich im Wesen ihrer 
Verbreitung an Otus guatemalae, im Osten (Bereich des Mato Grosso) an Otus atri- 
capillus an. Stimmlich ist sie von beiden deutlich unterschieden, was bezüglich der 
Gefiederzeichnung nicht der Fall ist. Otus atricapillus hat keinen Kontakt zu Otus 
guatemalae. Trotzdem ist es sehr wahrscheinlich, daß beide miteinander verwandt 
sind (Allospezies). Zwischen den Verbreitungsgebieten beider Arten liegt das von 
Otus (twatsonii) usta sowie der Trockenbusch des Gran Chaco, in dem als einzige 
Otus-Art Otus choliba vorkommt. Letztere dürfte in keiner näheren Verwandtschaft 
zu ihnen stehen. Es wäre aber denkbar, daß die Arten atricapillus, guatemalae, hoyi 
und (watsonii) usta in einunddenselben Artenkreis gehören. Dafür spricht die Ähn- 
lichkeit des Aufbaus der A-Gesänge: Alle vier Arten äußern längere, gleichmäßige 
Folgen aus Einzellauten, die aber vor allem in der Zahl der Einzeltöne pro Sekunde 



24 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 




Abb. 24. 



Holotypus von Otus guatemalae bolivianus aus dem Mündungsgebiet des Rio 
Chapare in den Rio Mamore, Cochabamba, Bolivien (Acad. Natural Sei. Philadel- 
phia, ANSP 146339). Foto: R. Ridgely. 



Unterschiede aufweisen. Demnach könnte man auch Otus sanetaecatarinae mit in 
diesen Artenkreis aufnehmen, als Paraspezies zu Otus atricapillus . Dieser wäre dann 
als Otus atricapillus-Superspezies (atricapillus ist der älteste all dieser Namen) anzu- 
sehen. 

Bei dieser Betrachtungsweise stellt man fest, daß Allospezies (O. atricapillus/ 
O. guatemalae) sehr ähnliche Gesänge haben können, während bei Paraspezies 
(O. atricapillus/ O. sanetaecatarinae, oder O. atricapillus/ O. (J.watsonii) usta sowie 
O. guatemalae/ O. hoyi) größere Unterschiede zu beobachten sind. Dies unter- 
streicht die Bedeutung stimmlicher Äußerungen als Isolationsmechanismen. Man 
kann annehmen, daß alle Arten eines solchen „Artenkreises" von einer gemeinsamen 



KÖNIG, LAUTÄUSSERUNGEN BEI EULEN (OTUS) 25 

„Urahnenspezies" abstammen, die einst möglicherweise vom Amazonasgebiet bis in 
die Bergwälder der Ostanden sowie bis ins südöstliche Brasilien verbreitet war. Von 
dieser wurden im Laufe der Erdgeschichte (wohl während des Pleistozäns) verschie- 
dene Populationen durch mehrfache, tiefgreifende Veränderungen des Klimas, 
welche eine Änderung der Waldverbreitung zur Folge hatten, voneinander längere 
Zeit isoliert. Sie mußten sich an die jeweiligen Verhältnisse ihrer Lebensräume 
anpassen. Ein Genaustausch fand nicht mehr statt. So entwickelten sie sich allmäh- 
lich zu selbständigen Arten. Dabei konnten es sich Allospezies „leisten" ihr Laut- 
inventar weitgehend unverändert zu lassen, weil kein Anlaß bestand, es zu verän- 
dern. Bei Paraspezies ist dies etwas anderes. Als deren Populationen nach Tausenden 
von Jahren wieder miteinander Kontakt bekamen, mußten bestimmte, stimmliche 
Äußerungen aus dem Lautinventar abgeändert werden. Wenn Stimmen als interspe- 
zifische Isolationsmechanismen fungieren sollen, müssen diese nämlich so weit abge- 
wandelt werden, damit eine Vermischung beliebigen Umfangs bei parapatrischen 
Arten verhindert wird, wenn es in seltenen Fällen auch zu Hybridisierungen 
kommen mag. Solche Bastarde sind dann aber meist unfruchtbar oder in ihrer Fort- 
pflanzung behindert. Je größer die Möglichkeit des Kontaktes zwischen parapatri- 
schen Arten ist, um so größer müssen auch die stimmlichen Unterschiede sein. Ein 
gutes Beispiel hierfür ist Otus Qwatsonii) usta im Vergleich zu Otus atricapillus und 
Otus guatemalae. 

Otus hoyi und Otus guatemalae sind Paraspezies, die kaum Kontakt zueinander 
haben. Ihre A-Gesänge sind zwar ähnlich, die B-Gesänge jedoch deutlich ver- 
schieden. Gerade letztere spielen aber bei der Balz eine wesentliche Rolle. Sie sind 
daher wohl die wichtigsten, interspezifischen Isolationsmechanismen. Ähnlich ist es 
im Hinblick auf die Paraspezies Otus atricapillus und Otus sanctaecatarinae, zumal 
bei diesen ein lokaler Kontakt denkbar wäre. Die nächsten Vorkommen beider Arten 
liegen nach unseren Feststellungen nur etwa 30 km auseinander! Auch bei ihnen ist 
der B-Gesang anscheinend die wichtigere, artisolierende Lautäußerung. Vermutlich 
sind bei den Gesängen Rhythmus, Geschwindigkeit der Lautfolge und Tonhöhe 
sowie Klangfärbung (Obertöne!) die wichtigsten spezifischen Parameter. Bei allen 
Lautäußerungen lassen Unterschiede auch Verschiedenheiten im Bau des Syrinx ver- 
muten. 

Die Untersuchungen haben gezeigt, daß Bioakustik eine große Bedeutung für die 
Taxonomie hat. Dies gilt nicht nur für Eulen, sondern auch für die meisten Vogel- 
gruppen, bei denen die Stimme als Komunikationsmittel wesentlich ist. Auf diesem 
Gebiet wird im Hinblick auf die Taxonomie der Vögel in Zukunft noch manches zu 
erwarten sein. Ähnliches gilt auch bezüglich vieler Froschlurche, bei denen stimm- 
liche Äußerungen wichtige Kommunikationsmittel und somit als interspezifische 
Isolationsmechanismen taxonomisch von vorrangiger Bedeutung sind. 

5. Kennzeichen und Verbreitung der vier Orus-Arten des südlichen Südamerika 

Wie bereits erwähnt, sind die meisten Arten der Gattung Otus einander sehr ähn- 
lich, so daß eine spezifische Zuordnung nach dem Gefieder äußerst schwierig ist. 
Dazu kommt noch, daß alle Arten verschiedene Farbvarianten (Morphen) haben, die 
zeitlebens erhalten bleiben. Die vor allem im englischsprachigen Schrifttum häufig 
verwendete Bezeichnung „Phase" für dieses Phänomen ist deshalb falsch, weil 
Phasen zeitlich begrenzt sind. 



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STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 511 



Was bezüglich Färbung und Gefiederzeichnung gilt, trifft auch im Hinblick auf 
Maße und Gewichte zu. Auch hier gibt es bei allen Arten Überschneidungen. 
Trotzdem kann man sie unterscheiden, auch wenn man ihre Stimme nicht kennt, was 
zum Beispiel bei Balgmaterial die Regel ist. Einige wesentliche Merkmale sind nach- 
folgend aufgeführt. 

Nach der DNA-Sequenzierung betragen die Basenunterschiede zwischen den vier 
behandelten Arten zwischen 9,5 und knapp 13%. Normalerweise kann man bei 
Unterschieden von über 2% von selbständigen Spezies sprechen. Die Artstatus 
dürfte somit geklärt sein. 

5.1. Otus choliba (Vieillot 1817) 
(Choliba-Eule, Alilicuco comün, Tropical Screech Owl) 

Wie alle Arten der Gattung, hat Otus choliba ein kryptisch gezeichnetes Gefieder 
(3 verschiedene Farbmorphen) mit einer weißlichen Fleckenreihe in der Schulter- 
gegend und kleinen „Federohren", die bei Erregung aufgestellt werden. Typisch für 
diese Art ist ein „Fischgrätenmuster" auf den Deckfedern der Unterseite: diese 
haben einen kräftigen, dunklen Schaftstrich, der sich in der Breite kaum verändert 
und von dem in ziemlich regelmäßigem Abstand dunkle, relativ gerade Querzeich- 
nungen abgehen (Abb. 25). Diese relativ regelmäßige, an Fischgräten erinnernde 




Abb. 25. Otus choliba, rote Morphe. Gran Chaco bei Santa Victoria Este, Salta, Argentinien. 
Foto: C. König. — Otus choliba, red morph. Gran Chaco near Santa Victoria Este, 
Salta, Argentina. 



KÖNIG, LAUTÄUSSERUNGEN BEI EULEN (OTUS) 



27 




Otus choliba 
Otus atricapillus 
Otus sanctaecatarinae 
Otus hoyi 



Abb. 26. 



Verbreitung der Arten Otus choliba, Otus atricapillus, Otus hoyi und Otus sanctae- 
catarinae in Südamerika. Skizze: M. Grabert. - Distribution of Otus choliba, 
Otus atricapillus, Otus hoyi, and Otus sanctaecatarinae in South America. 



28 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Sei". A, Nr. 511 

Zeichnung ist typisch für Otus choliba. Der dunkle Schaftstrich ist meist nicht auffal- 
lend stärker als die Seitenäste. Es gibt aber lokal Stücke mit breiteren, schwärzlichen 
Schaftstrichen, wie zum Beispiel in Misiones {Otus choliba uruguaiensis). Der 
Scheitel hebt sich farblich nicht von der restlichen Oberseite ab. Ein heller Saum um 
den Hinterkopf fehlt normalerweise. Ich habe jedoch einzelne Stücke aus dem Raum 
Säo Paulo (Brasilien) in der Hand gehabt, bei denen ein heller Saum angedeutet vor- 
handen war. Der Gesichtsschleier ist kräftig dunkel umsäumt, besonders breit an den 
Seiten. 

Die Iris hat eine gelbe Färbung. Es soll aber gelegentlich Stücke mit bräunlichen 
Augen geben (Sick briefliche Mitteilung). Die Füße sind relativ klein (größte Spanne 
zwischen Krallenansatz der Hinterzehe und der längsten Vorderzehe um 32 mm); 
die nackten Zehen haben eine graubräunliche Färbung. Der Schnabel ist grünlich- 
gelb- 

Otus choliba ist die kleinste der vier Arten. Die Flügellänge (chord) beträgt meist 
um 165 mm, das Gewicht in der Regel unter 110 g. 

Otus choliba ist im tropischen und subtropischen Südamerika weit verbreitet. Die 
Art fehlt lediglich im westlichen Peru und in Chile sowie im südlichen Argentinien 
(Patagonien) (Abb. 26). Sie kommt im offenen Gelände mit Baumgruppen, im Trok- 
kenbusch sowie in aufgelockerten Wäldern aller Art vor, meidet jedoch montane 
Nebelwälder. 

5.2. Otus hoyi König & Straneck 1989 
(Bergwald-Kreischeule, Alilicuco yungueno, Montane Forest Screech Owl) 

Diese Art hat — wie alle übrigen — eine graue, eine braune und eine rötliche 
Morphe. Die Federn der Unterseite haben im Brustbereich kräftige Schaftstriche, die 
sich vor allem im oberen Brustbereich nach unten fast schaufelartig verbreitern. Von 
diesen gehen nur wenige, bogenförmige Queräste ab, wodurch die Zeichnung der 
Unterseite viel gröber wirkt, als bei O. choliba (Abb. 27). Außerdem geht der obere 
Rand des Gesichtsschleiers („Augenbrauen") nicht leicht geschwungen in die Vor- 
derkante der „Federohren" über, sondern wirkt dort „geknickt". Dies fällt auf, wenn 
man einen lebenden Vogel in der Hand hält und dieser aufgeregt die Federohren auf- 
richtet (Abb. 28). 

Der Scheitel ist normalerweise nicht dunkler als die restliche Oberseite, es 
kommen aber Stücke vor, bei denen die Mitte des Oberkopfes eine leicht dunklere 




Abb. 27. Brustfeder von Otus hoyi. Skizze: C. C. Olrog. — Feather of the upper breast of 
Otus hoyi. 



KONIG, LAUTÄUSSERUNGEN BEI EULEN (OTUS) 



29 




Abb. 28. Otus boyi, ö\ braune Morphe (links). Man beachte die geknickten, hellen Augen- 
brauen sowie die „grobe" Zeichnung der Unterseite im Vergleich zu O. cholbia\ La 
Cornisa de Jujuy, Salta, Argentinien. Foto: I. König. — Otus boyi, ö", brown 
morph (left). Note the „broken" line between „ear-tips" and eyebrows and the 
coarse markings of the underside in comparison with Otus cboliba ! La Cornisa de 
Jujuy, Salta, Argentina. 

Abb. 29. Oberseite von Otus boyi, $ (braune Morphe) (rechts). Man beachte die helle 
Umsäumung des Hinterkopfes! La Cornisa de Jujuy, Salta, Argentinien. (Mus. 
Stuttgart, SMNS 63630). Foto: C. König. - Upperside of Otus boyi, $. Note the 
clear border around hind-head! La Cornisa de Jujuy, Salta, Argentina. (Mus. Stutt- 
gart, SMNS 63630). 



Färbung aufweist. Um den Hinterkopf zieht sich immer ein heller, meist weißlicher 
Saum (Abb. 29). Die Umrandung des Gesichtsschleiers ist nur an den Seiten kräftig, 
das heißt nicht so ausgeprägt wie bei voriger Art. Schnabel und Färbung der Zehen 
sind ähnlich wie bei Otus cboliba. Die Farbe der Iris ist meist hellgelb, beim Typus 
war sie trübgelb. Die Füße sind etwas kräftiger als bei der vorigen Art mit einer 
Zehenspanne von etwa 38 mm. 

Etwas größer als Otus cboliba hat Otus boyi im allgemeinen eine größere Flügel- 
länge, die in den meisten Fällen über 170 mm liegt. Das Gewicht bewegt sich nor- 
malerweise zwischen 115 und 145 g. 



30 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 511 




Abb. 30. Otus atricapillus, ö\ graue Morphe mit bernsteingelber (!) Iris. Iguazü, Misiones, 
Argentinien. Foto: C. König. — Otus atricapillus, ö\ grey morph with amber- 
yellow (!) Iris. Iguazü, Misiones, Argentina. 

Otus hoyi ist eine endemische Art des bolivianisch-tucumanischen Waldes (Süd- 
liche Yungas). Ihre Verbreitung beschränkt sich auf diese Waldformation am Ost- 
hang der Anden von der argentinischen Provinz Tucumän (vielleicht auch vom nord- 
östlichsten Catamarca) bis in die bolivianische Provinz Santa Cruz. Außerdem 
kommt sie in den Yungas der Vorberge der Anden (Sierra de Santa Barbara, Cerro 
Crestön, Nationalpark „El Rey", Cerro Calilegua) vor (Abb. 26). 



5.3. Otus atricapillus (Temminck 1822) 
(Schwarzkappen-Kreischeule, Alilicuco tropical, Black-capped Screech Owl) 

Diese Eule ähnelt in der Gefiederzeichnung sehr der vorigen Art. Der Oberkopf 
ist jedoch stets deutlich dunkler (oft einfarbig schwärzlich). Auf der Brust haben die 
dunklen Schaftstriche neben den kräftigen Querästen noch zusätzlich feine, wellen- 
förmige Querzeichnungen. An beiden Seiten der Vorderbrust zieht sich vielfach ein 
schwärzlicher Streifen abwärts, der aus nach unten beilförmig verbreiterten Schaft- 
strichen besteht. Diese „Krawatte" wurde auf der Abbildung zu Temmincks 
Beschreibung (1822) dargestellt. Sie ist aber nicht arttypisch, sondern kommt auch 
bei anderen Ota5-Arten vor. Der Hinterkopf wird stets von einem hellen Saum 
umrandet. 

Otus atricapillus tritt in einer grauen, braunen und roten Morphe auf. Die Farbe 
der Iris ist meist ein dunkleres Braun, in selteneren Fällen auch bernsteingelb. Der 
Vogel auf Abb. 31 aus einem Waldgebiet bei Iguazü (Misiones) gehört der grauen 
Morphe an und hat kräftig bernsteingelbe Augen (Abb. 30). Bei ihm sieht man auch 



KÖNIG, LAUTÄUSSERUNGEN BEI EULEN (OTUS) 31 

den gleichmäßigen Verlauf der „Augenbrauen" bis zu den Federohren. Der deutliche 
Knick, welcher auf dem Foto von Otus hoyi tax sehen ist, fehlt hier völlig. Beide 
Vögel befanden sich bei der Aufnahme in der gleichen Situation. Otus atricapillus ist 
etwa gleichgroß wie Otus hoyi. Die Flügellänge varriert zwischen 165 und 184 mm 
und beträgt im Durchschnitt um 175 mm, die Spannweite der Zehen um 40 mm. Das 
Gewicht liegt meist zwischen 115 und 140 g, im Durchschnitt um 130 g. 

Der Basenunterschied nach der DNA-Sequenzierung zu Otus guatemalae, hoyi 
und sanctaecatarinae beträgt jeweils um 10%. Die Vermutung von Marshall (1991) 
und Sibley & Monroe (1990), Otus atricapillus und O. guatemalae seien konspezi- 
fisch wird dadurch nicht bestätigt. 

Otus atricapillus ist überwiegend in tropischen Wäldern Südostbrasiliens und Ost- 
paraguays verbreitet und geht nur bis in den nördlichsten Teil der argentinischen 
Provinz Misiones nach Süden. Ihre Verbreitung deckt sich dort weitgehend mit den 
Regionen, in denen die Zahl frostfreier Tage im Jahr mehr als 350 beträgt. Man findet 
sie in dichten, unterwuchsreichen Wäldern (meist Sekundärwäldern), wie zum Bei- 
spiel im Nationalpark Iguazü sowie im Waldgebiet der „Peninsula" südlich von 
Iguazü (Abb. 26). 

5.4. Otus sanctaecatarinae (Salvin 1897) 
(Santa Catarina-Eule, Alilicuco grande, Long-tufted Screech Owl) 

Otus sanctaecatarinae ist die größte der vier Arten. Im Gefieder ähnelt sie sehr 
stark voriger Spezies und auch Otus hoyi. Die Zeichnungen des Gefieders der Unter- 
seite sind „gröber" als bei beiden Arten. Außerdem tragen die Federn in der Mitte 
der Vorderbrust kräftige, sich nach unten allmählich verbreiternde Schaftstreifen von 
schwärzlicher Färbung (Abb. 31). Der Oberkopf ist im zentralen Bereich dunkel, 
das heißt nicht so ausgedehnt schwärzlich wie bei Otus atricapillus. Um den Hinter- 
kopf zieht sich ein heller Saum. Die Federohren sind auffallend lang. Die Iris ist 
meist gelb gefärbt. Es gibt aber auch Stücke mit hellbraunen Augen. Ich habe zwei 
Vögel mit hellbrauner Iris am Cerro Tigre bei Bernardo de Irigoyen (Misiones) 
gesehen. Außerdem hat ein von Partridge 1952 gesammeltes Exemplar auf dem 
Etikett den Vermerk „Iris pardo". Der Schnabel ist graugrünlich, die nackten Zehen 
sind hell graubraun. 

Neben dem massigeren Körper (Gewicht etwa zwischen 140 und 160 g), sind die 
relativ großen Füße mit deutlich stärkeren Zehen auffällig. Die Zehenspanne beträgt 
um 45 mm. Beim Vergleich von Skelettmaterial ist festzustellen, daß Humerus, 
Femur und Tarsus deutlich stärker und größer sind als bei den anderen Arten. 

Hekstra (1982) betrachtete Otus sanctaecatarinae als Unterart von Otus atrica- 
pillus im Stadium einer „incipient species", weil er eine Überschneidung der Flügel- 
maße und große Ähnlichkeit im Gefieder feststellte. So sah er nur diejenigen Vögel 
als sanctaecatarinae an, die ein Flügelmaß von über 190 mm hatten. Die Maße über- 
schneiden sich aber mit denen von O. atricapillus und O. hoyi\ So variiert die Flügel- 
länge (chord) bei Otus sanctaecatarinae zwischen 181 und über 200 mm. Die meisten 
bewegen sich um 190 mm. Weibchen sind deutlich größer als Männchen. 

Wie die beiden vorigen Arten, so hat auch Otus sanctaecatarinae eine relativ eng 
begrenzte Verbreitung, die sich weitgehend auf die brasilianischen Staaten Santa 
Catarina und Rio Grande do Sul beschränkt. Sie kommt außerdem noch in bergigen 
Regionen von Uruguay sowie (relativ selten!) in der Sierra de Misiones (Argentinien) 
vor, wo sie vermutlich ihre westlichsten Vorposten hat (Abb. 26). Unter den unter- 



32 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 511 







Abb. 31. Bälge von Otus sanctaecatarinae (links), ö\ braune Morphe, Tobuna, Misiones, 
Argentinien (Mus. Stuttgart, SMNS 63640) und von Otus atricapillus (rechts), (j 1 , 
braune Morphe, Iguazü, Misiones, Argentinien (Mus. Stuttgart, SMNS 63644). 
Foto: R. Harling. Man beachte die unterschiedliche Körpergröße sowie die 
geringfügigen Unterschiede in der Gefiederzeichnung! — Skins of Otus sanctaeca- 
tarinae, cT (left), brown morph, Tobuna, Misiones, Argentina (Mus. Stuttgart, 
SMNS 63640) and Otus atricapillus, cT (right), brown morph, Iguazü, Misones, 
Argentina (Mus. Stuttgart, SMNS 63644). Note the difference in body-size and the 
slight differences in markings of the plumage! 



KÖNIG, LAUTÄUSSERUNGEN BEI EULEN (OTUS) 33 

suchten Museumsbälgen befinden sich Exemplare von O. atricapillus und O. sanc- 
taecatarinae, bei denen der gleiche Fundort: „Blumenau, Santa Catarina" angegeben 
ist. Ich glaube kaum, daß dort beide Arten sympatrisch vorkamen oder noch vor- 
kommen. Vermutlich stammten die atricapillus aus tiefer gelegenen Wäldern, die 
sanctaecatarinae aus aufgelockerten Waldgebieten in größerer Höhe. In Blumenau 
befand sich lange Zeit eine Sammelstelle für naturkundliches Material. Deshalb 
wurden vermutlich alle dort abgelieferten Stücke vor dem Versand nach Europa mit 
„Blumenau" als Herkunft bezeichnet, was dann natürlich wenig über deren tatsäch- 
lichen Fundorte aussagt. 

Die Arten Otus atricapillus, O. hoyi und O. sanctaecatarinae bilden, wie bereits 
erwähnt, sehr wahrscheinlich die Otus atricapillus-Superspezies, zu der möglicher- 
weise auch noch weitere Arten, wie Otus guatemalae und Otus (? watsonii) usta als 
parapatrische, bzw. allopatrische Arten gehören. Über die systematische Stellung 
dieser Formen zueinander nach Ergebnissen molekularbiologischer Untersuchungen 
(PCR, DNA-Sequenzierung), wird an anderer Stelle berichtet werden. Ihr auf bio- 
akustischen und ökologischen Erkenntnissen begründeter Artstatus wurde inzwi- 
schen durch solche Arbeiten bestätigt. 

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Anschrift des Verfassers: 

Dr. Claus König, Staatliches Museum für Naturkunde (Museum Schloß Rosenstein), Rosen- 
stein 1, D-70191 Stuttgart. 



ISSN 0341-0145 



Schriftleitung: Dr. Wolfgang Seeger, Rosenstein 1, D-70191 Stuttgart 
Gesamtherstellung: Verlagsdruckerei Schmidt GmbH, D-91413 Neustadt a. d. Aisch 



Stuttgarter Beiträge zur Nat 

Serie A (Biologie) 



Herausgeber: 
Staatliches Museum für Naturkunde, Rosenstein 1, D-7019 




Stuttgarter Beitr. Naturk. Ser. A Nr. 512 13 S. Stuttgart, 4. 9. 1994 



Professor Dr. Bernhard Ziegler zum 65. Geburtstag 

Tripterygiid Fishes of the Genus Enneapterygius 

from Bali, Indonesia, with Descriptions 

of two New Species (Teleostei: Blennioidei) 

By Ronald Fricke, Stuttgart 
With 10 figures 



Summary 

A collection of triplefins of the genus Enneapterygius Rüppell, 1835 from coral reefs in Bali, 
Indonesia resulted in three species, two of which were new to science: Enneapterygius minutus 
(Günther, 1877), E. unimaculatus n. sp. (characterized by 13 spines in the second dorsal fin, 9 
rays in the third dorsal fin, one spine and 17—18 rays in the anal fin, 14 — 15 + 19 lateral line 
scales, the caudal fin with vertical dark streaks, the body with numerous narrow dark brown 
saddles, the pectoral fin base in the male with a large dark blotch, and the lower sides of the 
head in the male with a dark brown mask), and E. ziegleri n. sp. (characterized by 11 — 13 
spines in the second dorsal fin, 7—9 rays in the third dorsal fin, one spine and 14—17 rays in 
the anal fin, 11-15 + 17-22 lateral line scales, two large white blotches partly surrounded 
with dark on the upper sides of the body, the male with a suborbital dark head mask, usually 
with a row of dark blotches below the posterior lateral line series, the second dorsal fin in the 
male usually distally blackish, and the caudal fin usually pale or with a few dark spots). The 
species are described. Enneapterygius tutuilae Jordan & Seale, 1906 is recorded from Komodo. 
A total of 6 species of Enneapterygius occur in Indonesia, for which a key is presented. 

Zusammenfassung 

Eine Sammlung von Dreiflossigen Schleimfischen (Tripterygiidae) der Gattung Enneaptery- 
gius Rüppell, 1835 aus Korallenriffen in Bali, Indonesien erbringt 3 Arten, von denen 2 der 
Wissenschaft unbekannt sind. Es handelt sich um Enneapterygius minutus (Günther, 1877), 
E. unimaculatus n. sp. (der durch 13 Stachelstrahlen in der zweiten und 9 Gliederstrahlen in 
der dritten Rückenflosse, einen Stachel und 17-18 Gliederstrahlen in der Afterflosse, 14—15 
+ 19 Seitenlinienschuppen, eine vertikal gestreifte Schwanzflosse, zahlreiche schmale Sattel- 
flecken am Rücken, einen großen dunklen Fleck auf der Brustflossenbasis des Männchens und 
eine dunkle Kopfmaske beim Männchen charakterisiert ist) und E. ziegleri n. sp. (mit 11 — 13 
Stachelstrahlen in der zweiten und 7—9 Gliederstrahlen in der dritten Rückenflosse, einen Sta- 
chel und 14-17 Gliederstrahlen in der Afterflosse, 11-15 + 17-22 Seitenlinienschuppen, 
zwei großen weißen, dunkel gesäumten Flecken am Rücken, einer Reihe dunkler Flecken 
unter dem zweiten Abschnitt der Seitenlinie, einer farblosen Schwanzflosse, einer dunklen 



2 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Sei". A, Nr. 512 

Kopfmaske und einer distal dunklen zweiten Rückenflosse beim Männchen). Die Arten 
werden abgebildet und beschrieben. Enneapterygius tutuilae Jordan & Seale, 1906 wird in 
Komodo gefunden. Insgesamt sind aus Indonesien 6 Arten der Gattung Enneapterygius 
bekannt, für die ein Bestimmungsschlüssel erstellt wird. 

Contents 

1. Introduction 2 

2. Methods, materials and acknowledgments 2 

3. Genus Enneapterygius Rüppell, 1835 2 

4. Key to species of Enneapterygius from Indonesia 3 

5. Species descriptions 4 

5.1. Enneapterygius minutus (Günther, 1877) 4 

5.2. Enneapterygius unimaculatus n. sp 5 

5.3. Enneapterygius ziegleri n. sp 8 

6. References 12 

1. Introduction 

The blennioid family Tripterygiidae, popularly known as triplefins, is a group of 
small benthic fishes distributed widely in temperate and tropical seas. Many species 
are associated with coral reefs. The largest genus of the family in respect of the 
number of species and abundance in tropical waters, Enneapterygius Rüppell, 1835, 
has an Indo-West Pacific distribution. A revisionary study of the genus by the 
author of the present paper is in progress. 

Clark (1980) revised the Tripterygiidae of the Red Sea. Holleman (1982, 1986) 
reported on the species from the western Indian Ocean. Tripterygiid fishes of the 
Maldives Islands were revised by Fricke & Randall (1992). Species of the genus 
Enneapterygius were described under the generic name Tripterygium (non Risso, 
1826) by Weber (1909, 1913). No species were yet recorded from Bali. 

During a collecting survey in 1982 and 1983, H. Larson of the Northern Terri- 
tory Museum of Arts and Sciences (Darwin, Australia) and T. Gloerfelt-Tarp 
(then GTZ Research Associate) collected numerous triplefins of the genus Enne- 
apterygius from Sanur Beach reef, Bali. The collection included specimens of Enne- 
apterygius minutus (Günther, 1877), and of two species unknown to science, which 
are described in the present paper. 

2. Methods, materials and acknowledgments 

Methods : Methods follow Holleman (1982) and Hansen (1986), except for the System 
of counting caudal fin rays; for this, Fricke (1983) is used. Proportions are given as thousands 
of Standard length (SL). In the descriptions of new species, data for paratypes are given in 
parentheses. 

Material: The Bali tripterygiid material is deposited in the Northern Territory Museum 
of Arts and Sciences, Darwin, N. T., Australia (NTM). 

Acknowledgments: I would like to thank H. K. Larson (NTM, Darwin) for sending 
the Bali Enneapterygius specimens on loan. Triplefin research was supported by a grant of the 
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) No. Fr 775/2-1. 

3. Genus Enneapterygius Rüppell, 1835 

Enneapterygius Rüppell, 1835: 2 (type species: Enneapterygius pusillus Rüppell, 1835 by 

monotypy). - Rosenblatt, 1959: 173-176. 
Tripterygium (non Risso, 1826): Klunzinger, 1871: 498. 



FRICKE, TRIPTERYGIIDAE FROM BALI 3 

Vauclusella Whitley, 1931: 324 (type species: Tripterygium annulatum Ramsay & Ogilby, 
1887 by original designation). 

Diagnosis 

First dorsal fin with 3 spines. Anal fin with 1 spine. Lateral line divided in an ante- 
rior series of tubulär pored scales, and a posterior, notched series. Head and nape 
naked; abdomen and pectoral fin usually naked. Body with ctenoid scales. 

Remarks 

Enneapterygius is the largest genus of tripterygiid fishes. It is primarily distributed 
in the Indo-West Pacific. Several authors referred to it as Tripterygion (non Risso, 
1826), but this is a different Atlantic genus (see Clark, 1980). Whitley (1931) desc- 
ribed a new genus Vauclusella for eastern Australian forms; he distinguished it from 
Enneapterygius in having "less than 30 transverse series of scales and higher dorsal 
fins", but both of these characters are highly variable, overlapping, and not corre- 
lated with each other; for example, E. pusillus Rüppell, 1835 has 29—36 scale series 
and high dorsal fins, while the nominal species E. annulatus (Ramsay & Ogilby, 
1887), synonym of E. atrogulare (Günther, 1873) has 32 — 34 scale rows and relati- 
vely high dorsal fins, and E. ventermaculatus Holleman, 1982 has 32 — 34 scale rows 
and low dorsal fins. As I cannot find osteological or other differences, I am treating 
the two genera as Synonyms, with Vauclusella being a junior synonym of Enneapte- 
rygius. 

Three other genera occur at Bali, though Enneapterygius has by far the largest 
number of species and individuals. Helcogramma McCulloch & Waite, 1918 is 
distinguished by its entire (not disconnected) lateral line, the naked anterior dorsal 
and anal fin bases, and the shape of its head and snout; Norfolkia Fowler, 1953 dif- 
fers in its two anal fin spines, 4 spines in the first dorsal fin, and the scales on the sides 
of its head and pectoral fin base; Ceratobregma Holleman, 1987 (see Fricke, 1991) 
has 2 anal fin spines, spiny scales on the head, and preorbital spines. 

Around Bali, three species of Enneapterygius have so far been found, two of which 
are new to science. The following species of the genus also occur in Indonesia: 
Enneapterygius fasciatus (Weber, 1909); 

Enneapterygius tutuilae Jordan & Seale, 1906 (Komodo; new locality record); 
Enneapterygius waigiensis (Herre, 1935). 

4. Key to species of Enneapterygius from Indonesia 

* An asterisk and bold type marks species recorded from Bali. 

1 Anterior lateral line with 12 or less tubulär pored scales 2 

— Anterior lateral line with 13 ormore tubulär pored scales 5 

2 First dorsal fin higher than first spine of second dorsal fin; second dorsal fin with a con- 
spicuous distal black blotch Enneapterygius tutuilae Jordan & Seale, 1906 

— First dorsal fin lower than first spine of second dorsal fin; second dorsal fin may be 
distally blackish but without a consicuous distal black blotch 3 

3 Anterior lateral line series with 11 or more tubulär pored scales; anal fin with 1 spine and 
14 ormore rays (the last divided at its base) 4 

— Anterior lateral line series with 10 or less tubulär pored scales; anal fin with about 1 spine 
and 13 rays (the last divided at its base) .... Enneapterygius waigiensis (Herre, 1935) 



STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 512 

Caudal fin with vertical dark stripes; posterior half of body densely stippled with small 
dark spots (rarely pale), no conspicuous white blotches or smaller dark streaks or blotches 

Enneapterygius minutus (Günther, 1877)* 

Caudal fin mostly pale, without vertical dark stripes; body dorsally with two large white 
blotches surrounded by dark, sides of body usually with a series of dark blotches below 

the posterior lateral line Enneapterygius ziegleri n. sp. * 

Posterior lateral line series with 15 or less notched scales; anterior lateral line series with 
about 16 tubulär pored scales; body at anal fin base with a row of about 8 black spots, but 

no dark streaks on anal fin Enneapterygius fasciatus (Weber, 1909) 

Posterior lateral line series with 16 or more notched scales; anterior lateral line series with 
15 or less tubulär pored scales; no black spots on body at anal fin base, anal fin with or 

without oblique dark streaks 6 

Caudal fin mostly pale, without vertical dark stripes; body dorsally with two large white 
blotches surrounded by dark, sides of body usually with a series of dark blotches below 

the posterior lateral line Enneapterygius ziegleri n. sp. * 

Caudal fin with vertical dark stripes; posterior half of body densely stippled with small 
dark spots (rarely pale), or with numerous narrow dark saddles, but without large white 

blotches 7 

Posterior half of body densely stippled with small dark spots (rarely piain pale), but body 
without saddles; lower sides of body also densely stippled with dark blotches; male 

without a large dark blotch on pectoral fin base 

Enneapterygius minutus (Günther, 1877) * 

Body with numerous dark brown saddles; lower sides of body whitish; male with a large 
dark blotch on pectoral fin base E. unimaculatus n. sp. * 



5. Species descriptions 

5.1. Enneapterygius minutus (Günther, 1877) (Figs. 1—2) 
Minute triplefin 

Tripterygium minutum Günther, 1877: 211, pl. 188 D (Apia, Samoa). 

Enneapterygius minutus: Jordan & Seale, 1906: 416 (Apia, Samoa). 

Enneapterygius tusitalae Jordan & Seale, 1906: 416-417, fig. 97 (Apia, Samoa). 

? Enneapterygius pardochir Jordan & Seale, 1906: 417—418, fig. 99 (Pago Pago and Apia, 

Samoa). 
? Enneapterygius cerasinus Jordan & Seale, 1906: 419, fig. 100 (Apia, Samoa). 
Tripterygium callionymi Weber, 1909: 147—148 (Indonesia: Lombok, Sulawesi, Celebes Sea, 

Saleyer, Tiur). Weber, 1913: 546-547, figs. 116-117 (Indonesia: 9-22 m depth, coral- 

line bottom and coral reefs). 
Enneapterygius punctulatus Herre, 1935: 432-433 (New Hebrides: Wala Island; Espiritu 

Santo Island; Malo Island). 
Enneapterygius minutus: Herre, 1936: 396 — 397 (Wala Island, New Hebrides). 

Material 
Indonesia: NTM S. 10689-044, 2 females, 18.3-25.2 mm SL, Bali, Sanur Beach Reef, 
8°40'S 115°15'E, H. Larson, J. Larson & T. Gloerfelt-Tarp, 9 June 1982. 

Diagnosis 
A medium sized Enneapterygius with a characteristic head and body color pattern 
(densely spotted with dark brown on yellow background) (rarely pale), anal fin 
blackish (rarely pale or with a few dark blotches), dark pelvic fin, dark or striped 
caudal fin, striped lower half of pectoral fin, 10 — 13 D 2 spines, 8 — 9 D 3 rays, totally 
15 — 17 Aspines and rays, 14-15 pectoral fin rays, 11 — 14+18—21 lateral line scales, 
30—34 +1—2 lateral seale series, and mandibular pore formula of 2 + 1 + 2. 



FRICKE, TRIPTERYGIIDAE FROM BALI 5 

Counts 
D l III; D 2 XII-XIII; D 3 vii,l ; A I,xiii,l (total 15); P t iii,5,vi-vii (total 14-15); P 2 
I,ii; C (v),ii,9 — 10,ii,(v). Scale rows 31—32 + 1. Transverse scale rows 4+1+5. 
Lateral line scales 12—14 + 19—21. Mandibular pore formula 1— 2 + 1 + 1—2. 

Distribution 
Indonesia: Lombok, Sulawesi, Celebes Sea, Saleyer, Tiur, Bali. Elsewhere, 
Western Indian Ocean to the Philippines, east to Samoa, south to northern Australia. 

Remarks 

Enneapterygius tusitalae Jordan & Seale, 1906, Tripterygium callionymi Weber, 
1909 and Enneapterygius punctulatus Herre, 1935 are within the same ränge of cha- 
racters. These three nominal species are therefore synonymized here. Examining 
larger series of the species from Queensland, tentatively identified as Enneapterygius 
tusitalae, small bleached females fo the species agreed perfectly with the Triptery- 
gium minutum Günther, 1877 (holotype examined), including meristics and propor- 
tions. Specimens from Samoa were checked, and were found to agree as well. There- 
fore, all four nominal species are synonymized, with T. minutum as the senior 
synonym, and described under the name Enneapterygius minutus. 

The two females from Bali (NTM S. 10689—044) are unusually pale, but agree 
otherwise well with material from other areas. Specimens with a pale colouration 
were also found in collections from Australia and Samoa. The pale condition occurs 
after an extended formalin fixation, which may destroy the typical colouration of the 
species rapidly. 

5.2. Enneapterygius unimaculatus n. sp. (Figs. 3—4) 
Onespot Triplefin 

Material 

Total: 2 specimens. 

Indonesia, Bali: Holotype: NTM S. 11081-021, male, 30.2 mm SL, Sanur Beach Reef, 
8°40 S 115°15E, — 0.5 m, reef crest and surge groove in front of beach, bottom coralline rock 
and coralline algae, H. Larson, 11 June 1983. - Paratype: NTM S. 11081-037, 1 female, 
24.0 mm SL, same data as the holotype. 

Diagnosis 
A medium sized species of Enneapterygius with 13 spines in the second dorsal fin, 
9 rays in the third dorsal fin, one spine and 17—18 rays in the anal fin, 14 — 15 + 19 
lateral line scales, one median mandibular pore, the caudal fin with vertical dark 
streaks, the body with numerous narrow dark brown saddles, the body at the anal fin 
base without black spots, the pectoral fin base in the male with a large dark blotch, 
and the lower sides of the head in the male with a dark brown mask. 

Description 

Di III (III); D 2 XIII (XIII); D 3 viii,l (viii,l); A I,xvii,l (total 19) (I,xvi,l, total 18); 
Pj iii,5,vii (total 15) (iii,5 — 6,vi— vii, total 15); P 2 I,ii (I,ü); C (vi),ii,9,ii,(v) 
[(vi),ii,9,ii,(v)]. Scale rows 31—32 + 1 (31 + 1). Transverse scale rows 5 + 1 + 5 (5 + 
1 + 5). Lateral line scales 14-15 + 19 (14 + 19). Mandibular pore formula 3 + 1+3 
(3 + 1 + 3). 

Head length 281 (304). Eye diameter 94 (96). Supraorbital tentacle short, lobate, its 
length 25 (23). Interorbital distance 23 (27). Preorbital length 52 (65). Maxillary 
length 124 (118). Posttemporal lateral line branch nearly I-shaped, with about 5 long 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 512 




3 mm 



Figs. 1—2. Enneapterygius minutus (Günther, 1877); Indonesia, Bali; pale morph, lateral 
view. - 1. NTM S. 10689-044, specimen 1, female, 25.2 mm SL; - 2. NTM S. 
10689—042, specimen 2, female, 18.3 mm SL. 




4 mm 



Figs. 3—4. Enneapterygius unimaculatus n. sp.; Indonesia, Bali; lateral view. — 3. NTM S. 
11081-021, holotype, male, 30.2 mm SL; - 4. NTM S. 11081-037, paratype, 
female, 24.0 mm SL. 



FRICKE, TRIPTERYGIIDAE FROM BALI 7 

anterior branches. Body depth 218 (217). Body width 173 (137). Lateral line consi- 
sting of an anterior series of 14 — 15 tubulär pored scales, reaching about to below 
second half of second dorsal fin; continuing two rows lower with a posterior series 
of 19 notched scales. Caudal peduncle length 145 (135). Caudal peduncle depth 89 
(79). 

First dorsal fin low in both sexes; first spine 122 (80), second spine 92 (81), third 
spine 54 (76). Predorsal (1) length 249 (260). First spine of second dorsal fin 127 
(123), 5th spine 141 (140). Predorsal (2) length 364 (371). First ray of third dorsal fin 
171 (159), 5th ray 121 (86). Predorsal (3) length 689 (670). Anal fin beginning below 
vertical through 6th— 7th membrane of second dorsal fin (about under 10th— llth 
lateral line pore). Anal spine 55 (43); 5th anal ray 122 (102), penultimate ray 112 (75). 
Preanal fin length 513 (522). Pectoral fin very large, reaching about to base of 
6th— 7th anal fin membrane. Pectoral fin length 311 (314). Prepectoral fin length 307 
(353). First ray of pelvic fin 170 (140), 2nd ray 220 (220). Prepelvic fin length 238 
(252). Caudal fin length 177 (192). 

Color in alcohol: Head and body brown, eye dark gray, sides of head in the male 
densely spotted with dark, in the female piain whitish, with a narrow preorbital dark 
streak. Pectoral fin base in the male with a large dark blotch. Body with 8 — 9 narrow 
oblique dark brown streaks running from the dorsal surface to the posterior lateral 
line. Lower sides of body whitish. First dorsal fin brown in the male, light in the 
female. Second dorsal fin with basal oblique dark bands, distal half in the male with 
white spots. Third dorsal fin with oblique dark streaks. Anal fin piain dark gray in 
the male, with 8 oblique dark bands in the female. Caudal fin with 6 — 7 narrow ver- 
tical dark bands. Pelvic and pectoral fins piain whitish. 

Sexual dimorphism: Sexes differ mainly in the colouration of the head and the anal 
fin; the male also has a higher first dorsal fin than the female. 

Etymology 
"Unus" (Latin) means one; "macula" (Latin) means spot, blotch. The name refers to the 
characteristic single dark blotch on the pectoral fin base of the male. 

Distribution 
This new species is known only from the type locality in Bali, Indonesia. 

Relationships 
Enneapterygius unimaculatus n. sp. is similar to E. minutus (Günther, 1877) in its 
counts and in the vertical stripes on the caudal fin, but differs in the body colouration 
(body with numerous dark brown saddles, lower sides of body whitish in E. unima- 
culatus; posterior half of body densely stippled with small dark spots (rarely piain 
pale), but body without saddles, lower sides of body also densely stippled with dark 
blotches in E. minutus), and the presence or absence of a large dark blotch on the 
pectoral fin base of the male (present in E. unimaculatus; absent in E. minutus), and 
the striped anal fin in females of E. unimaculatus (E. minutus: anal fin dark, pale, or 
with a few dark spots). The new species differs from E. ziegleri n. sp. in the striped 
caudal fin (E. ziegleri: caudal fin mostly pale, without stripes), and the body coloura- 
tion (E. unimaculatus: posterior half of body densely stippled with small dark spots 
(rarely pale), or with numerous narrow dark saddles, but without large white blot- 
ches; E. ziegleri: dorsally with two large white blotches surrounded by dark, sides of 
body usually with a series of dark blotches below the posterior lateral line), the 



8 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 512 

male's second dorsal fin (distally blackish in E. ziegleri, with whitish spots in E. uni- 
maculatus), and the male's anal fin (piain blackish in E. unimaculatus, striped in 
E. ziegleri). 

5.3. Enneapterygius ziegleri n. sp. (Figs. 5 — 10) 
Ziegler's Triplefin 

Tripterygium {callionymi M. Web. var.?): Weber, 1913: 547 (Sanana, Sula-Besi). 

Material 

Total: 141 specimens. 

Indonesia, Bali: Holotype: NTM S. 10689-026, male, 25.1 mm SL, Sanur Beach Reef, 
8°40'S 115°15'E, H. Larson, J. Larson & T. Gloerfelt-Tarp, 9 June 1982. - Paratypes: 
NTM S. 10689-041-043, 41 specimens, 13.8-26.6 mm SL, same data as the holotype. - 
NTM S. 10695-004, 14 specimens, 22.4-31.0 mm SL, Sanur Beach Reef, reef edge, 8°40'S 
115°15'E, T. Gloerfelt-Tarp, 10 June 1982. - NTM S. 11081-032, 84 specimens, 
18.1—27.7 mm SL, Sanur Beach Reef, 8°40'S 115°15E, 0—0.5 m, reef crest and surge groove 
in front of beach, bottom coral rock and coralline algae, H. Larson, 11 June 1983. — NTM S. 
11127-007, 1 female, 24.1 mm SL, Sanur Beach Reef, 8°40'S 115°15'E, T. Gloerfelt-Tarp, 
1983. 

Diagnosis 
A medium sized species of Enneapterygius with 11 — 13 spines in the second dorsal 
fin, 7—9 rays in the third dorsal fin, one spine an 14—17 rays in the anal fin, 11 — 15 + 
17—22 lateral line scales, one or two median mandibular pores, two large white blot- 
ches partly surrounded with dark on the upper sides of the body, the male with a 
suborbital dark head mask, usually with a row of dark blotches below the posterior 
lateral line series, occasionally with a vertical dark band on the caudal peduncle, the 
second dorsal fin in the male usually distally blackish, and the caudal fin usually pale 
or with a few dark spots. 

Description 

Dj III (III); D 2 XII (XI-XIII); D 3 vii,l (vi-viii,l); A I,xiv,l (total 16) (I,xiii-xvi,l, 
total 15-18); V x iii,4-5,vi (total 13-14) (iii-v,3-7,v-vii, total 13-16); P 2 I,ii (I,ii); 
C (v),ii,9,ii,(v) [(iv-vii),ii,8-9,ii,(iv-vii)]. Scale rows 29-30 + 1 (28-33 4- 1). Trans- 
verse scale rows 4 + 14-4 (4-5 + 1 + 4-5). Lateral line scales 10 + 20-21 (11-15 
+ 17-22). Mandibular pore formula 2 + 2 + 2 (2-3 + 1-2 + 2-3). 

Head length 314 (267-313). Eye diameter 101 (87-115). Supraorbital tentacle 
small, simple, its length 4 (2 — 13). Interorbital distance 38 (15—42). Preorbital length 
61 (47—75). Maxillary length 107 (99—141). Posttemporal lateral line branch nearly 
I-shaped. Body depth 223 (209-276). Body width 163 (162-226). Lateral line con- 
sisting of an anterior series of 10 — 15 tubulär pored scales, reaching about to below 
middle of second dorsal fin; continuing two rows lower with a posterior series of 
17—22 notched scales. Caudal peduncle length in adult males 168 (147—171), in 
females and small males 95 — 146. Caudal peduncle depth 88 (73 — 101). Maximum 
observed SL 31.0 mm. 

First dorsal fin low in both sexes; first spine 123 (93 — 124), second spine 112 
(72-128), third spine 89 (49-95). Predorsal (1) length 246 (223-279). First spine of 
second dorsal fin in adult males 115 (108 — 126), in females and small males 127—156, 
5th spine 147 (139-172). Predorsal (2) length 345 (323-393). First ray of third 
dorsal fin 207 (128-192), 5th ray 128 (75-133). Predorsal (3) length 662 (638-761). 
Anal fin beginning below vertical through 6th— 8th membrane of second dorsal fin 



FRICKE, TRIPTERYGIIDAE FROM BALI 




2mm 



Figs. 5-8. Enneapterygius ziegleri n. sp.; Indonesia, Bali; lateral view. - 5-6. Dark morph. 
- 5. NTM S. 10689-041, paratype, male, 25.2 mm SL; - 6. NTM S. 10689-042, 
paratype, specimen 6, female, 26.5 mm SL. - 7-8. Medium morph. - 7. NTM S. 
10689-026, holotype, male, 25.1 mm SL; - 8. NTM S. 10689-043, paratype, 
specimen 6, female, 26.6 mm SL. 



10 



STUTTGARTER BEITRAGE ZUR NATURKUNDE 



Ser. A, Nr. 512 




Figs. 9-10. 



2mm 



Enneapterygius ziegleri n. sp.; Indonesia, Bali; lateral view, light morph. — 9. 
NTM S. 11081-032, paratype, male, 23. 8 mm SL; - 10. NTM S. 11081-033, 
paratype, specimen 6, female, 25.7 mm SL. 



(about under lOth— llth lateral line pore). Anal spine 65 (38 — 80); 5th anal ray 94 
(82 — 119), penultimate ray in large males 88 (60—89), in females and small males 
88 — 122. Preanal fin length 500 (475 — 561). Pectoral fin reaching about to base of 
4th— 6th anal fin membrane. Pectoral fin length 312 (259 — 329). Prepectoral fin 
length 328 (295-348). First ray of pelvic fin 164 (142-198), 2nd ray 249 (199-260). 
Prepelvic fin length 242 (205-277). Caudal fin length 219 (193-233). 

Color in alcohol: Head and body whitish, yellowish or light brown, sides of head 
pale or with about three dark brown streaks, with a dark brown or blackish mask in 
males, eye dark gray. Back usually with two white blotches partly surrounded with 
dark brown, often each blotch with 2—3 blackish spots below the dorsal fin bases. 
Dark streaks surrounding the white blotches below the 9th membrane of the second 
dorsal fin, one below the interspace between second and third dorsal fin, one below 
the penultimate third dorsal fin ray, and one on the dorsal side of the caudal 
peduncle. Lower sides of body with a row of 5 — 6 brown blotches below the pos- 
terior lateral line series, often with a dark brown streak below. Caudal peduncle 
occasionally with a vertical dark brown streak. 

First dorsal fin distally blackish in males, colorless in females, with a few brown 
spots. Second and third dorsal fins colorless, rays with a few brown spots, distally 



FRICKE, TRIPTERYGIIDAE FROM BALI 11 

blackish in males. Anal fin with 7—10 oblique black bands. Lower margin of caudal 
fin spotted with black, or caudal fin piain whitish. Pelvic fin rays usually spotted 
with dark brown, pectoral fin usually with vertical rows of faint dark brown spots. 
Sexual dimorphism: Sexes differ in the overall darker color pattern of the male 
(especially distally dark first and second dorsal fins, darker body, and dark head 
mask). Males have a longer caudal peduncle than females, and a slightly longer first 
ray of the second dorsal fin and penultimate anal fin ray. Females have a more robust 
body than males. 

Etymology 
This new species is named in honor of Prof. Dr. Bernhard Ziegler, Stuttgart. 

Distribution 

Enneapterygius ziegleri n. sp. is known only from Bali and Sulawesi, Indonesia. 
The species was collected on coralline ground in very shallow water of 0—0.5 m 
depth. 

Relationships 

Enneapterygius ziegleri n. sp. is similar to E. minutus (Günther, 1877) in its 
counts, out differs in the caudal fin colouration (mostly pale in E. ziegleri, with ver- 
tical dark stripes in E. minutus) and the body color pattern (body dorsally with two 
large white blotches surrounded by dark, sides of body usually with a series of dark 
blotches below the posterior lateral line in E. ziegleri; posterior half of body densely 
stippled with small dark spots (rarely pale), or with numerous narrow dark saddles, 
but without large white blotches in E. minutus). The new species was compared with 
E. unimaculatus in the "relationships" section of that species. 

Remarks 

This species is highly variable in its colouration. Usually, the dorsal sides of the 
body are bearing two white blotches surrounded by two dark streaks each, and there 
is a dark head mask below the eye in the male. The anal fin is usually covered with 
oblique blackish bands. However, these marks differ in intensity, and the dorsal fins, 
pectoral, pelvic and caudal fins may be spotted or piain pale. A row of dark blotches 
below the posterior lateral line series may be present or absent, and there may be an 
additional dark streak below. The extent of distal dark colouration on the male's 
second dorsal fin varies. Three typical color morphs of the species are shown in 
Figs. 5 — 10, each with male and female. 

As the three color morphs co-occur, as there is some overlap between the morphs, 
and as the three morphs are morphologically identical, they are treated as belonging 
to the same species. Similar Variation in the color pattern is found in Enneapterygius 
hemimelas (Kner & Steindachner, 1866) around northern Australia and in the south- 
western Pacific. 

Weber (1913) mentioned a so-called Variation of Tripterygium callionymi (now 
Enneapterygius minutus) from Sulawesi with 12 spines in the second dorsal fin, 8 
rays in the third dorsal fin, 18 anal fin rays, 30 total lateral scale rows, a row of dark 
blotches below the lateral line, two white blotches on the back surrounded with 
brown, caudal fin hyaline, anal fin with 8 oblique brown bands. As Weber had a 
single specimen only, he was not sure about its identity: "Vielleicht liegt hier eine 
neue, mit Tr. callionymi nah verwandte Art vor. Nach dem einzigen mir vorlie- 
genden, verblichenen Exemplar, wage ich dies aber nicht zu entscheiden." The cha- 



12 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 512 

racters stated by Weber agree well with the present, new species, which is clearly 
separate from E. minutus (synonym E. callionymi). 



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- (1913): Die Fische der Siboga-Expedition. - XII + 710 pp., 12 pls.; Leiden. 
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Author's address: 

Dr. Ronald Fricke, Staatliches Museum für Naturkunde (Museum Schloss Rosenstein), 
Rosenstein 1, D-70191 Stuttgart, Federal Republic of Germany. 



ISSN 0341-0145 



Schriftleitung: Dr. Wolfgang Seeger, Rosenstein 1, D-70191 Stuttgart 
Gesamtherstellung: Verlagsdruckerei Schmidt GmbH, D-91413 Neustadt a. d. Aisch 



Stuttgarter Beiträge zur Nati 

Serie A (Biologie) 

Herausgeber: ^O^ 

Staatliches Museum für Naturkunde, Rosenstein 1, D-70191 Stuttgai 

Stuttgarter Beitr. Naturk. I Ser. A I Nr. 513 36 S. Stuttgart, 4. 9. 1994 | 




Professor Dr. Bernhard Ziegler zum 65. Geburtstag 

Türkische Clausiliidae, II: Neue Taxa 

der Unterfamilien Serrulininae und Mentissoideinae 

in Anatolien (Gastropoda: Stylommatophora) 

Turkish Clausiliidae, II: New Taxa of the 

Subfamilies Serrulininae and Mentissoideinae in Anatolia 

(Gastropoda: Stylommatophora) 

Von Hartmut Nordsi eck, Villingen-Schwenningen 
Mit 6 Tafeln und 7 Abbildungen 



Summary 

In the second paper of the series of publications concerning Turkish clausiliids new taxa of 
the subfamilies Serrulininae and Mentissoideinae are described. In chapter 2. a systematic list 
of the Turkish species of both subfamilies is given, the changes compared to former Systems 
are substantiated, and the following family and genus taxa are described as new: Strumosini 
n. trib. (type genus Strumosa O. Boettger 1877), Strigileuxinini n. trib. (type genus Strigileu- 
xina H. Nordsieck 1975), Phrygica n. gen. (type species P. riedeli n. sp.), Pontophaedusella 
n. gen. (type species P. ofensis n. sp.), and Idyla (Strigilidyla) n. subgen. (type species /. liebe- 
gottae n. sp.). In chapter 3. informations concerning some less known species are given, and 
the following species taxa are described as new: Galeata tumluensis n. sp., Phrygica euxinae- 
formis n. sp., P. jelskii n. sp., P. raehlei n. sp., P. riedeli n. sp., Pontophaedusella ofensis 
n. sp., Sprattia beycola n. sp., S. sillyonensis n. sp., Armenica gracillima principalifera 
n. subsp., A. g. spiralifera n. subsp., A. laevicollis bileki n. subsp., A. I. costifera n. subsp., 
A. I. samsunensis n. subsp., Dobatia multidentifera anamurensis n. subsp., Phrygica riedeli 
jansseni n. subsp., and Sumelia boniferae latecostata n. subsp. Besides, a new species from 
Greece is described: Idyla (Strigilidyla) liebegottae n. sp. For Euxina persica persica sensu Lik- 
harev 1962 [non O. Boettger 1879] from Iran the name Euxina mazanderanica n. sp. is propo- 
sed. 

Zusammenfassung 

In der zweiten Arbeit der Serie von Publikationen über türkische Clausilien werden neue 
Taxa der Unterfamilien Serrulininae und Mentissoideinae beschrieben. In Kapitel 2. wird eine 



2 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 513 

systematische Übersicht der türkischen Arten beider Unterfamilien gegeben, die Änderungen 
gegenüber früheren Systemen werden begründet und folgende neue Familien- und Genustaxa 
beschrieben: Strumosini n. trib. (Typusgattung Strumosa O. Boettger 1877), Strigileuxinini 
n. trib. (Typusgattung Strigileuxina H. Nordsieck 1975), Phrygica n. gen. (Typusart P. rie- 
deli n. sp.), Pontophaedusella n. gen. (Typusart P. ofensis n. sp.) und Idyla (Strigilidyla) 
n. subgen. (Typusart /. liebegottae n. sp.). In Kapitel 3. werden Informationen zu einigen 
wenig bekannten Arten gegeben und folgende neue Arttaxa beschrieben: Galeata tumluensis 
n. sp., Phrygica euxinaeformis n. sp., P. jelskii n. sp., P. raeblei n. sp., P. riedeli n. sp., Ponto- 
phaedusella ofensis n. sp., Sprattia beycola n. sp., S. sillyonensis n. sp., Armenica gracillima 
principalifera n. subsp., A. g. spiralifera n. subsp., A. laevicollis bileki n. subsp., A. I. costifera 
n. subsp., A. I. samsunensis n. subsp., Dobatia multidentifera anamurensis n. subsp., Phry- 
gica riedeli jansseni n. subsp. und Sumelia boniferae latecostata n. subsp. Außerdem wird eine 
neue Art aus Griechenland beschrieben : Idyla {Strigilidyla) liebegottae n. sp. Für Euxina per- 
sica persica sensu Likharev 1962 [non O. Boettger 1879] aus dem Iran wird der Name Euxina 
mazanderanica n. sp. vorgeschlagen. 



Inhalt 

1. Methoden und Material 3 

2. Systematik 3 

2.1. System der in der Türkei vorkommenden Arten 4 

2.2. Anmerkungen und Diagnosen 5 

2.2.1. Pravispira 5 

2.2.2. Pontophaedusella n. gen 5 

2.2.3. Tribusgliederung der Mentissoideinae 6 

2.2.4. Idyla (Strigilidyla) n. subgen 7 

2.2.5. Strigileuxina — Sumelia 7 

2.2.6. Rosenieila — Kazancia 8 

2.2.7. Armenica — Sprattia 9 

2.2.8. Armenica (Astrogena) 9 

2.2.9. Phrygica n. gen 9 

2.2.10. Euxina 11 

2.2.11. Elia 11 

2.2.12. Euxinastra 12 

2.2.13. Galeata 12 

3. Arten 12 

3.1. Dobatia multidentifera 12 

3.2. Pravispira serrulosa 14 

3.3. Pontophaedusella ofensis n. sp 15 

3.4. Idyla liebegottae n. sp 15 

3.5. Strigileuxina discedens 16 

3.6. Sumelia boniferae 17 

3.7. Kazancia galli 17 

3.8. Armenica laevicollis 18 

3.9. Armenica gracillima 20 

3.10. Phrygica riedeli n. sp 21 

3. 11. Phrygica jelskii n. sp. 23 

3.12. Phrygica euxinaeformis n. sp 24 

3.13. Phrygicaraeh lein, sp 24 

3.14. Sprattia sowerbyana 25 

3.15. Sprattia sillyonensis n. sp 25 

3.16. Sprattia beycola n. sp 26 

3 .17. Euxina mazanderanica n. sp 27 

3.18. Galeata galeata 28 

3.19. Galeata tumluensis n. sp 29 

4. Literatur 29 



NORDSIECK, TÜRKISCHE CLAUSILIIDAE II: SERRULININAE, MENTISSOIDEINAE 3 

1. Methoden und Material 

Zur Methodik der gehäusemorphologischen Untersuchung des Materials kann auf die erste 
Arbeit dieser Serie (Nordsieck 1993) verwiesen werden. Die Rippendichte wird bei Arten von 
normaler Größe wie in dieser als R 2 , bei kleinen Arten als mittlere Rippenzahl auf 1 mm der 
vorletzten Windung = R t angegeben. Die Gehäuseuntersuchungen wurden durch solche des 
Genitalapparats ergänzt, deren Methodik bereits in früheren Arbeiten (Nordsieck 1963, 
1969, 1978a) erläutert wurde. Weiter konnte ein Teil der Genitalapparate nachuntersucht 
werden, die von E. Neubert im Rahmen seiner Dissertation (Neubert 1993b) präpariert 
wurden. 

Das Material stammt, soweit nicht selbst gesammelt, zu einem großen Teil von den Malako- 
logen und Museen, die bereits in der ersten Arbeit genannt wurden. Hinzu kommen Frau 
A. Liebegott (Frankfurt a. M.), H. Schutt (Düsseldorf) und B. Hausdorf (Stein), die mir 
ihr in der Türkei gesammeltes Clausilien-Material ganz oder teilweise zur Bearbeitung über- 
lassen haben. In diese Bearbeitung einbezogen wurde auch eine neue Idyla-Art, die Frau Lie- 
begott in Griechenland gesammelt hat, weil die Untersuchung dieser Art für die Systematik 
der türkischen Arten von Bedeutung ist. 

Das Material ist in den folgenden Sammlungen deponiert: 

FMNH = Field Museum of Natural History Chicago; 

HAU = Sammlung B. Hausdorf, Stein; 

IZPAN = Instytut Zoologiczny Polska Akademia Nauk Warszawa; 

LIE = Sammlung A. Liebegott Frankfurt a. M.; 

MEN = Sammlung H. P. M. G. Menkhorst, Krimpen a/d Ijssel; 

N = Sammlung H. Nordsieck, Villingen-Schwenningen; 

NEB = Sammlung E. Neubert, Darmstadt; 

NMW = Naturhistorisches Museum Wien; 

NMWK = Sammlung W. Klemm im Naturhistorischen Museum Wien; 

NNM = Nationaal Natuurhistorisch Museum Leiden; 

RÄH = Sammlung W. Rähle, Tübingen; 

SCH = Sammlung H. Schutt, Düsseldorf; 

SMF = Senckenberg-Museum Frankfurt a. M.; 

SMNS = Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart. 
Allen genannten Malakologen und den für die Museumssammlungen verantwortlichen 
Kustoden sei an dieser Stelle für ihre Unterstützung gedankt, Herrn E. Neubert zusätzlich 
für seine Bereitschaft, das von ihm präparierte Genitalmaterial zur Verfügung zu stellen. 
Herrn H.-J. Niederhöfer (Stuttgart) danke ich wieder für seine Hilfe bei der Erstellung der 
Tafeln und der Karten. 

2. Systematik 

Im Vergleich mit den von mir früher vorgeschlagenen Systemen der Serrulininae 
(Nordsieck 1978b, 1979) und der Mentissoideinae (Nordsieck 1975, 1977, 1979) 
sind durch die umfassenden Arbeiten von Neubert (1992, 1993a, b), die besonders 
die Gruppen der letztgenannten Unterfamilie betreffen, und durch eigene Untersu- 
chungen so viele Änderungen notwendig geworden, daß den in dieser Arbeit veröf- 
fentlichten Neubeschreibungen eine systematische Übersicht der türkischen Arten 
beider Unterfamilien und eine Begründung dieser Änderungen vorangestellt wird, 
um die Einordnung der neuen Taxa verständlich zu machen. Obwohl die Unterfa- 
milie Mentissoideinae im Verhältnis zu den Unterfamilien Clausiliinae und Baleinae 
wahrscheinlich eine paraphyletische Gruppe darstellt, wird dem Vorschlag von 
Neubert (1993b), die drei Gruppen zu einer Unterfamilie Clausiliinae zusammen- 
zufassen, vorläufig nicht gefolgt, weil die Clausiliinae und Baleinae sich von den 
Triben der Mentissoideinae durch die tiefgreifenden evolutiven Veränderungen ihrer 
männlichen Endwege (Nordsieck 1969: 248-249, 1978a: 85 — 86) stärker unter- 
scheiden als diese untereinander. Außerdem bedürfen die phylogenetischen Bezie- 



4 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 513 

hungen dieser Triben weiterer Untersuchungen, um eine Phylogenese der gesamten 
Unterfamiliengruppe rekonstruieren und ein darauf basierendes System vorschlagen 
zu können. 



2.1. System der in der Türkei vorkommenden Arten 

Die in dem folgenden System vorgeschlagenen Änderungen gegenüber den frü- 
heren Systemen (Nordsieck 1975, 1978b, 1979 und Neubert 1993b) werden in 
Anmerkungen begründet (siehe 2.2.). In diesen werden auch die neuen Familien- 
und Gattungstaxa diagnostiziert. 

Serrulininae Forcart 1935 

Serrulina Mousson 1873: 

S. {Serrulina): S. (S.) serrulata (L. Pfeiffer 1847); 
Dobatia H. Nordsieck 1973: D. goettingi (Brandt 1961), multidentifera Neubert 1992; 
Pravispira Lindholm 1924 (siehe 2.2.1.): P. semilamellata (Mousson 1863), serrulosa 
(Retowski 1889); 

Pontophaedusa Lindholm 1924: P.funkulum (Mousson 1856); 
Pontophaedusella n. gen. (siehe 2.2.2.): P. ofensis n. sp. 

Mentissoideinae Lindholm 1924 

Boettgeriini H. Nordsieck 1979 (siehe 2.2.3.) 

Olympicola Hesse 1916: O. olympica (L. Pfeiffer 1848). 
Filosini H. Nordsieck 1979 (siehe 2.2.3.) 

Filosa O. Boettger 1877: F.filosa (Mousson 1863); 
Idyla H. & A. Adams 1855 (siehe 2.2.4.): 

/. {Idyla): I. (I.) bicristata (Rossmässler 1839). 
Strumosini n. trib. (siehe 2.2.3.) 

Strumosa O. Boettger 1877: S. strumosa (L. Pfeiffer 1848), abanti (Brandt 1961). 
Strigileuxinini n. trib. (siehe 2.2.3.) 

Strigileuxina H. Nordsieck 1975 (siehe 2.2.5.): S. reuleauxi (O. Boettger 1887), disce- 
dens (Retowski 1889), lindholmi (Lindholm 1912), concavelamellata (Loosjes 1963), 
illustris Neubert 1993; 

Sumelia Neubert 1994 (siehe 2.2.5.): S. carinata (Neubert 1993), boniferae (Neubert 
1993), rolli (H. Nordsieck 1975). 
Acrotomini H. Nordsieck 1979 (siehe 2.2.3.) 

Scrobifera O. Boettger 1877: S. taurica (L. Pfeiffer 1848); 
Rosenieila Thiele 1931 (siehe 2.2.6.): 

R. {Rosenieila): R. {R.) sobrievskii (Lindholm 1913); 

R. {Chavchetia) Neubert 1992: R. (C.) rufina Neubert 1992, difficilis (Retowski 
1889); 
Kazancia Neubert 1992 (siehe 2.2.6.): K. monticola Neubert 1992, galli (H. Nordsieck 
1977); 
Armenica O. Boettger 1877 (siehe 2.2.7.): 

A. {Armenica): A. (A) laevicollis (Charpentier 1852), disjuncta (Mortillet 1854), 
brunnea (Rossmässler 1839), huet (Mortillet 1854), multispirata Neubert 1992, 
gracillima (Retowski 1889), viridissima Neubert & Menkhorst 1994; 
A. {Astrogena) Szekeres 1970 (siehe 2.2.8.): A. (A) griseofusca (Mousson 1876), 
euprepes Biggs 1936, truncata Neubert 1992; 
Phrygica n. gen. (siehe 2.2.9.): P. riedeli n. sp., jelskii n. sp., euxinaeformis n. sp., 
raehlei n. sp.; 

Sprattia O. Boettger 1883 (siehe 2.2.7.): S. sowerbyana (L. Pfeiffer 1850), sillyonensis 
n. sp., blissi (O. Boettger 1899), beycola n. sp., bicarinata (Rossmässler 1839). 



NORDSIECK, TÜRKISCHE CLAUSILIIDAE II: SERRULININAE, MENTISSOIDEINAE 5 

Mentissoideini (siehe 2.2.3.) 

Euxina O. Boettger 1877 (siehe 2.2.10.): 

E. (Euxina): E. (E.) hetaera (L. Pfeiffer 1848), circumdata (L. Pfeiffer 1848), per- 

sica (O. Boettger 1879), pontica (Retowski 1887); 
Elia H. & A. Adams 1855 (siehe 2.2.11.): 

E. (Elia): E. (E.) moesta (Rossmässler 1839), multiserrata (O. Boettger 1896), 

corpulenta (L. Pfeiffer 1848); 

E. (Acroeuxina) O. Boettger 1877: E. (A.) huebneri (L.Pfeiffer 1848), lae- 

vestriata (Retowski 1887), retowskii H. Nordsieck 1984; 

E. (Caucasica) O. Boettger 1877: E. (C.) somchetica (L. Pfeiffer 1846), ossetica 

(Mousson 1863); 
Euxinastra O. Boettger 1888 (siehe 2.2.12.): 

E. (Euxinastra): E. (E.) hamata (O. Boettger 1888), sumelae Neubert 1993, far- 

tilis Loosjes 1963; 

E. (Odonteuxina) H. Nordsieck 1975: E. (O.) iberica (Roth 1848); 
Galeata O. Boettger 1877 (siehe 2.2.13.): 

G (Galeata): G. (G.) scbwerzenbachii (L. Pfeiffer 1848), galeata (Rossmässler 

1839), tumluensis n. sp., antiochica (Schutt 1993); 

G (Plistoptychia) Lindholm 1924: G. (P.) cilicica (Nägele 1902); 
Mentissoidea O. Boettger 1877: M. rupicola (Mortillet 1854). 

2.2. Anmerkungen und Diagnosen 
2.2.1. Pravispira 

Die generische Trennung von Pravispira und Serrulina, die ich wegen der großen 
gehäusemorphologischen Unterschiede bereits früher (Nordsieck 1978b: 95) vorge- 
schlagen hatte, wurde durch die genitalmorphologische Untersuchung der beiden 
Pravispira- Arten durch Neubert (1993b: Abb. 83 — 84) bestätigt. Der Genitalap- 
parat von Pravispira unterscheidet sich von dem von Serrulina (Nordsieck 1973: 
Abb. 24) durch kürzeres Divertikel, kürzeren proximalen Penisabschnitt und vor 
allem durch kürzeren distalen Epiphallus-Abschnitt. Von dem von Dobatia (Nord- 
sieck 1973: Abb. 23) ist er durch längeres Divertikel und kürzeren proximalen 
Penisabschnitt verschieden. 

Zur Begründung der artlichen Trennung von Pravispira semilamellata und P. ser- 
rulosa siehe 3.2. 

2.2.2. Pontophaedusella n. gen. 

Typusart: P. ofensis n. sp. 

Etymologie: Von der verwandten Pontophaedusa abgeleitet. 

Diagnose: Gehäuse: Dekolliert; mit Nackenkiel; semiapostroph, Mundsaum 
nicht gefältelt; Unterlamelle hoch liegend; Subcolumellaris Mundsaum nicht errei- 
chend; Lunellar dorsal; obere Gaumenfalte mit Lunella verbunden, untere Gaumen- 
falte ausgebildet, von dieser getrennt; unteres Ende der Clausiliumplatte zugespitzt. 

Die Ausbildung der inneren Lamellenenden und der Genitalapparat sind unbe- 
kannt. 

Zugehörige Arten: Nur Typusart (siehe 3.3.). 

Bemerkungen: Die neue Gattung ist nach dem Gehäusebau mit Pontophaedusa 
und Laeviphaedusa Likharev & Steklov 1965 verwandt. Wie diese (Nordsieck 
1978b: 95—96) hat sie eine semiapostrophe Mündung und ähnelt ihnen in der Aus- 
bildung des Clausiliars. Sie ist wie Pontophaedusa dekolliert. Mit Laeviphaedusa hat 
sie die Ausbildung eines Nackenkiels und die fehlende Mundsaumfältelung 



6 STUTTGARTER BEITRÄGE ZUR NATURKUNDE Ser. A, Nr. 513 

gemeinsam und stimmt mit ihr in der Ausbildung von Lunellar und Clausiliumplatte 
weitgehend überein. Trotz der räumlichen Nähe ihres Fundorts zum Verbreitungs- 
gebiet von Pontophaedusa dürfte sie also mit Laeviphaedusa näher verwandt sein. 

2.2.3. Tribusgliederung der Mentissoideinae 

Die in dieser Arbeit vorgeschlagene Tribusgliederung der Unterfamilie ist das 
Ergebnis der phylogenetischen Analyse von Neubert (1993b) und eigener phylo- 
genetischer Untersuchungen, deren Ergebnisse in einer späteren Arbeit veröffent- 
licht werden sollen. Die folgenden Aussagen und Diagnosen sind jedoch erforder- 
lich, um die Zuordnung der Gruppen zu den Triben und die Neubeschreibung von 
zwei weiteren Triben zu begründen. 

Boettgeriini (Nordsieck 1979: 262, Neubert 1993b: 118) 

Bemerkungen: Die Boettgeriini und Olympicola besitzen ein Gehäuse, bei dem 
Oberlamelle und Spiralis verbunden sind, und männliche Endwege mit weder ver- 
kürztem noch verlängertem Epiphallus und zweiarmigem Penisretraktor, dessen 
Hauptarm am proximalen Epiphallus-Abschnitt und dessen Nebenarm am Penis 
inseriert. Diese Merkmale sind jedoch plesiomorph (Neubert 1993b: 115). Als mög- 
liche Synapomorphien sind nur die Ausbildung einer Lunella und das Fehlen von 
Coecum und Flagellum zu nennen; diese sind jedoch auch bei den Filosini zu finden. 
Obwohl also keine Apomorphien bekannt sind, die nur den Boettgeriini und Olym- 
picola gemeinsam sind, wird letztere vorläufig den Boettgeriini zugeordnet. 

Filosini (Nordsieck 1979: 262) 

Bemerkungen: Die Filosini stimmen mit den Boettgeriini weitgehend überein, 
besitzen aber einen Genitalapparat ohne Divertikel und mit stark verkürztem Epi- 
phallus, an dessen proximalem Ende der einfache Penisretraktor inseriert. Diese 
Apomorphien finden sich auch bei Idyla, so daß diese Gattung trotz der Gehäuse- 
unterschiede zu Filosa zu den Filosini gestellt wird. 

Für Strumosa und die Strigileuxina-Gruppe werden jeweils neue Triben aufge- 
stellt: 

Strumosini n. trib. 

Typusgattung: Strumosa O. Boettger 1877. 

Diagnose: Gehäuse: Oberlamelle von Spiralis getrennt; Lunellar vom Faltentyp. 
Genitalapparat: Divertikel vorhanden; Coecum fehlend; Epiphallus kürzer als Penis; 
Retractor penis zweiarmig, Hauptarm am proximalen Epiphallus-Abschnitt, 
Nebenarm am Penis inserierend; Flagellum vorhanden. 

Zugehörige Gattungen: Nur Typusgattung. 

Bemerkungen: Die Trennung von Oberlamelle und Spiralis ist eine mögliche 
Synapomorphie der Strumosini n. trib. mit den folgenden Triben, während ihre 
männlichen Endwege abgesehen von der mäßigen Verkürzung des Epiphallus plesio- 
morph gebaut sind. 

Strigileuxinini n. trib. 

Typusgattung: Strigileuxina H. Nordsieck 1975. 

Diagnose: Gehäuse: Oberlamelle von Spiralis getrennt; Lunellar vom Lunella- 
typ. Genitalapparat: Divertikel vorhanden; Coecum fehlend; Epiphallus kürzer bis 



NORDSIECK, TÜRKISCHE CLAUSILIIDAE II: SERRULININAE, MENTISSOIDEINAE 7 

länger als Penis; Retractor penis einfach, am distalen Epiphallus- Abschnitt inserie- 
rend; Flagellum vorhanden. 

Zugehörige Gattungen: Außer Typusgattung noch Sumelia. 

Bemerkungen: Die Trennung von Oberlamelle und Spiralis ist eine mögliche 
Synapomorphie der Strigileuxinini n. trib. mit den Strumosini und den beiden fol- 
genden Triben, der Lunellatyp des Lunellars dagegen eine mit nur den beiden fol- 
genden Triben. Ihre männlichen Endwege besitzen jedoch mit dem einfachen Penis- 
retraktor, der nur am distalen Epiphallus-Abschnitt inseriert, eine Autapomorphie, 
die innerhalb der Unterfamilie einzigartig ist. 

Acrotomini (Nordsieck 1979: 260, Neubert 1993b: 118) 

Bemerkungen: Die Acrotomini besitzen die gleichen Apomorphien des 
Gehäuses wie die Strigileuxinini. Ihre männlichen Endwege sind jedoch durch die 
Verkürzung des Epiphallus gekennzeichnet; sie besitzen meist ein Coecum und 
einen zweiarmigen Penisretraktor, dessen Nebenarm am proximalen Penisende inse- 
riert. Die Verkürzung des Epiphallus und die Insertion des Nebenarms am Penis- 
ende sind demnach Autapomorphien der Tribus. Coecum und Nebenarm des 
Retraktors fehlen in manchen Gruppen, deren Zugehörigkeit zu den Acrotomini im 
übrigen unzweifelhaft ist. Deswegen werden auch (entgegen Neubert 1993b: 116) 
Scrobifera und Akramowskia H. Nordsieck 1975 mit mäßig verkürztem Epiphallus, 
bei denen Coecum und Nebenarm fehlen, vorläufig zu den Acrotomini gestellt. 

Mentissoideini (Nordsieck 1979: 261, Neubert 1993b: 119) 

Bemerkungen: Die Mentissoideini stimmen in den apomorphen Gehäusemerk- 
malen mit den Strigileuxinini und Acrotomini überein. Die männlichen Endwege 
zeigen im Gegensatz zu den letzteren meist einen verlängerten Epiphallus; das 
Coecum fehlt, und der Penisretraktor ist zerteilt bis einfach und inseriert nur am 
Epiphallus. Die Tendenz zur Verlängerung des Epiphallus und die Insertion des 
Retraktors nur am Epiphallus sind also Autapomorphien der Mentissoideini. 



2.2.4. Idyla {Strigilidyla) n. subgen. 

Typusart: /. liebegottae n. sp. 

Etymologie: Benannt nach der Strichelung des Gehäuses der Typusart. 

Diagnose: Gehäuse: Im Vergleich zu /. {Idyla) Spitze normal (nicht zugespitzt); 
Mundsaum stärker gefältelt; Unterlamelle weniger hoch liegend; Clausiliumplatte 
weniger breit. Genitalapparat (Abb. 1): Im Vergleich zu /. {Idyla) ovipar; Penis 
länger; Retractor penis kräftig. 

Zugehörige Arten: Nur Typusart (siehe 3.4.). 

Bemerkungen: Fast alle in der Diagnose genannten Merkmale der neuen Unter- 
gattung sind gegenüber denen der Nominat-Untergattung plesiomorph, so daß Stri- 
gilidyla der Stammform von Idyla nahe stehen dürfte. 

2.2.5. Strigileuxina — Sumelia 

Die G